Ausgabe 
21.1.1903 Zweites Blatt
 
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GESEES

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Heutige Yummer umfaßt 14 Seiten.

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Die N euwahl des Vorstandes wurde vor- - genommen; dieser setzt sich einschließlich der durch Kooptation ° zugezcgenen Herren für das lausende Jahr wie folgt zu- sammen: Kommerzienrat Richard Aoenanus-Gau-Algesheim, : Dr. L. Beck-Biebrich a.RH., Dr. G. v. Brüning-Höchst a. M., Direktor Brunk-Ludwigshafen, Konimerzienrat G. Dyckerhoff- Biebrich a. Rh., l^onlnwrzienrat Fr. Fchr-Flach-WieSbaden, Direktor Hering-Gustavsburg, Kommerzienrat Heyligen- staedt-Gießen, Kommerzienrat George Heyne-Offenbach, Direktor Hummel-Hochheim, Direttor Kohn-Frankfurt a. M., Hans Kopp-Frankenthal, Kommerzienrat P. Melchers-Mainz, Hermann Mohr-Mannhemi, Direktor Pauli-Frankfurt a. M., Josef Reinach-Vtainz, Geh. Kommerzienrat Julius Römheld- Mainz, Direktor Ugö-Kaiserslamern, E. Weismüller-Bocken- heim, Dr. v. Voß-Darmstadt.

Zum Vorsitzenden wurde Dr. Beck-Biebrich und zum itellvertretenden Vorsitzenden Kommerzienrat Dyckerhoff-Bieb­rich, zu Rechnungsrcvlsoren Dr. v. Fritzsche-Frankfurt a. M., Oskar Schimmelbusch-KaiserSlautern und Direktor Ugs-KaiserS- lautern wieder-, bezw. neugewählt.

Hierauf hielt Profcffor Dr. Bie rmer-Gießen einen ein- stündigen Vortrag über das Thema:Die Entwickelung des deutschen Rerchsbankwesens." Der Redner knüpfte an daS 25jährige Jubiläum der deutschen Reichsbank an und bezeichnete die von der Reichsbank selbst heraus» gegebene JubiläumSschrrst als eine Publikation, die von geradezu klassischem Werte sei, und der die deutsche Bank- litteratuc kaum etwas Aehnliches zur Seite zu stellen habe. Er schilderte kurz die Zustände im deutschen Notenbankwesen vor Gründung des Deutsch-n Reiches und bis zur WährungS- und Bankreform und kritisierte namentlich die Zersplitterung auf dem Gebiete der Notenmission. Im Gegensätze hierzu wies er auf die großen Verdienste hin, die die ehemalige Preußische Bank, die Vorgängerin der Reichsbank, in den Zeiten von Krediterschütterungen imd kriegerischen Ereignissen der gesamten Volkswirtschaft weit über die Grenzen Nord­deutschlands geleistet habe. Der Vortragende ging dann zu einer kurzen Darstellung der deutschen Valutareform über und beleuchtete den innigen Zusammenhang des Währungsproblems mit der Notenbankorganisation. Eingehender wurde dann das Bankgesetz mit seinen verschiedenen Novellen dargestellt und die Entwickelung deS Notenmonopolgedankens in seinen ein­zelnen Stadien besprochen. Biermer ist ein überzeugter Gegner der Verstaatlichung der Reichsbank, weil er sie frei oort dem Einfluß der Staatsfinanzen und mächtiger politischer Interessentengruppen ivissen will. Die Verwaltung und Organisation der Reichsbank, ihre kräftige Diskontpolitik, den 'Ausbau ihres Filialnetzes, ihre Kontrolle über die kon­kurrierenden Privatnotenbanken erklärt Redner für geradezu musterhaft, und er giebt der Reichsbank in dieser Beziehung den Vorzug vor allen anderen Zentralbanken der großen Kulturstaaten.

Einen breiten Raum nimmt in dem Vortrag der Ver­gleich zwischen dem britischen direkten Kontingentierungssystem und dem deutschen indirekten Notensteuersystcm ein. Das deursche System, so suchl Biermer darzulegen, sei zweck­mäßiger als das englische. Aber trotzdem halte er die Zeit für gekommen, mit der Einrichtung der Notensteuer ganz auf­zuräumen. Diese Einrichtung sei viel zu mechanisch, denn sie mache keinen rechten Unterschied zwischen der Größe des Geldbedarfs und seiner Art. In der Zukunft könnte die Notengrenze, die jetzt ganz regelmäßig an den Quartals- und Jahresschlüssen überliefert werden muffen, zu einer bureau- kratischen und prioatwirtschaftlichen Diskontpolitik führen. Das müsse vermieden werden. Herr Professor Biermer schließt seinen Vortrag mit einer Würdigung der außerordentlichen Verdienste, die sich die Reichsbank m der wirtschaftlichen De­pression der letzten Zeit erworben habe, und erklärt, daß die deutsche Nation diesem großartig geleiteten Jnstitiite gerade jetzt zu unendlichem Tanke verpflichtet sei.

Ans Atüöt unö Land.

Gießen, den 21. Januar 1903.

** Eine Regulierung der Fluchtlinie derNeu» ftabt" scheint uns aus mannigfachen Gründen höchst wün­schenswert. Besonders störend ist das Haus Nr. 16,19. Wie wir

Ate dcmschr Aiotte in Venezuela.

Ueber die Raa,richt, wonach das deutsche Kanonenboot Panther" das Fort San Carlo frei Marrrcarbs beschossen haben sollte, ist, wie wir bereits in unserem heutigen Morgenblatte meldeten, noch keine amtliche NLeldung ein- octrvifm. Daß ein Gefecht vor Maracaibo pattgehabt haben tonnte, wird keineswegs bestritten. Voraussichtlich wird es sich um Verhinderung des Transportes von Debens- nuittein über die Lagune von Maracaivo gehandelt haben. 5>er Präsident Castro hatte bekanntlich vor ürrzem die Einfuhr von Kaffee usw. von der kolumbischen Grenze aus nmei) Venezuela betrieben. Der kürzeste Weg nach Caracas süihrt über Maracaibo und die Lagune, die gegenüber diesem y'Lsen biu geringste Breite auswestt. Das Voruringen des jisLnonenboorcs bis nach Maracaibo ist w.g.n der gering Wasserrieie und der Umitfe nur unter L jjen u..., u.t. bei Künftigen Winden möglich, und toiHfu qi Cic

Zollkampfe gewesen sei. Lebhafte Zustimmung rechts. Ebenso scharfen Tones bezeichnete der Angegriffene diese Behauptung alsunwahr", bis Präsident v. Krocher mit seiner nicht aus dem Gleichgewicht zu bringenden Ruhe sich ins Mittel legte und um die Bezeichnungunrichtig" bat, worauf der Zwischenfall in milde Heiterkeit sich loste.

Auf die Eingabe der Leipziger Studentenschaft ist jetzt oom sächsischen Kriegsminister folgende Antwort ein ge­gangen:

Auf die Eingabe erwidere ich ergebenst, daß ich den in ihr bekundeten Willen, das gute Einvernehmen zwischen Studenten und Offizieren zu festigen, mit Freu­den begrüßt habe. Daß uci dem Offizierkorps der Armee derselbe Wille besteht, beweist der Umstand, daß tatsächlich Duelle zioifchen Studenten und Offizieren nur feiten vor­gekommen find. Um fo weniger dürfte jetzt Veran­lassung vorliegen, wegen etwaiger Zweikampfe zwischen Offizieren und Siudenten befondere Vereinbarun­gen zu treffen. Was insbesondere den Wunsch anbelangt, dem Säbel vor der Pistole den Vorzug zu geben, so vermag ich dem nicht näher zu treten. Ter Zweikampf i st gesetzlich verboten und strafbar, es ist dayer ausgeschlossen, daß ich zur Regelung der Art und Weise des Zweikampfes die Hand bieten kann.

erlittet tlgttch außer Lonmagl.

Dem (Siegener Anzeiger werden tm Wechsel mit dem hessische* Landwirt die Siegener FamiUem Hatter viermal in der Woche beigelegt.

Rotationsdruck nl ver­tag bei Brüh l'sehen Umverl.'Buch- u.Siein- brucferei (Pietsch Erden) Redaktion, LxpedMoa and ®ruderet;

Echutpratze 7.

Adresse tüt Depeschenr Anzeiger Vtehe«.

F^rnlplechanikblußAr 51.

Aus dem preWscherr Parlament,

Sin anderer parlamentarischer Mitarbeiter schreibt uns tmterm 20. Januar:

3m preußischen Abgeordnetenhaus ist eine angenehme «erunderung au bemerken: Die Herren auf der Rechten, öte fönst die Stirn in dräuende Falten legen, wenn auch nur beiläufig von der Rot der Landwirtschaft die Rede war, machen jetzt unverkennbar den Eindruck der Behaglichkett. Zufrieden ist der Mensch ja selten aber wer da sagt:Es läßt sich leben", kommt der Zufriedenheit schon recht nahe. Der Zollta ri s mit den Konzessionen an die Landwirtschaft hat die Umstimmung bewirkt. Welch' anderes Bild vor Jahr und Tag! Da wäre ein Agrarier toi« Herr v. Staubt) bei seinen Ausführungen über die Landwirtschaft von einem viel lebhafteren Chorus unter­stützt worden, als es heute geschah. Herr v. Staudy hatte noch mancherlei zu wünschen, aber die politischen Freunde kargten ganz au fällig mit denSehr wahr!" undSehr richtig!" Der Redner bot die wärmsten Tone auf, die ihm Aur Verfügung tehen fröhlich strahlten ringsum die Mienen. Wie emSymbol der Verständigung" sah es aus, daß Herr v. P o d die lski und Herr Möller am Minister­tisch so einträchtig unb vergnügt und so lange sich unter­hielten. Landivirtschast und Handel in trauter Gemeinschaft. Allerdings, diese beiden Minister sind zurzeit auch am wenigsten der parlamentarischen Kritik ausgesetzt. Dem neuen Herrn im Ministerium der öffentlichen Arbeiten, Herrn Budde, wurde heute von den beiden nationallibe­ralen Rednern, Abg. v. Eynern und Abg. Prof. Fried­berg, höchst dringlich die Frage vorgclegt, wie er denn über die Kanal Projekte denke? Hartnäckig, schweigt sich die Staatsregierung hierüber aus. Diskret senkt Frhr. v. Rheinbaben den Blick, und alle am Negierungstisch Sitzenden scheinen von dem Gedanken beherrscht: Warum nur wird dies unopportune Thema immer wieder aufs Tapet gebracht? Die Frage nach der Kanalvorlage ist bei Regierung peinlich, oder es müssen alle Zeichen trügen. Mit ganz anderem Eifer wird die P o l e n p o l i t i k feilem» der Regierung begründet und verteidigt. Zwei Minister nacheinal'.der, den Finanzminister und den Minister des Innern, rief Herr Dr. v. Jadzewsky mit feiner Polen- rebe sie war diesmal nicht so heißblütig, wie bei an­deren Gelegenheiten in die Schranken. DenFall Löhning" erledigte Finanzminister Frhr. v. Rheinbaben ziemlich kurz. Er habe nicht gemußt, daß sich Herr Löhning mit der Tochter eines Feldwebels verlobt hatte. Das poli­tische (polcnfreundliche) Vcryalten Löhnings sei bcfdinmenb gewesen für die Maßregelung. Daß die ausgezcicynete, pointierte Darlegung des Adg. v. Eynern besonders auch im Zentrum Eindruck gemacht hatte, bewies eine sehr eifrige Erwiderung des Zentrumsabg. Kirsch gegen seinen rhei­nischen Landsmann. Herr Kirsch nahm die llnterstützung dec Polen durch das Zentrum in Schutz» Abg^ Go t hein von der Freisinnigen Vereinigung hatte durch seine Ausführungen den bekannten sreikonservativen Abg. Frhrn. v. Zedlitz in Harnisch gebracht. Zum Schluß der fünften EtatSerörte- rung gab es eine kleine Sturmszene in dem sonst so ioylli- schen Abgeordnetenhaus. Frhr. v. Zedlitz stellte schneidenden Tones, in Form einerpersönlichen Bemerkung" mehrmals fest, daß Herr Goihein im Reicystag notorisch der eifrigste Helfershelfer der Sozialdemokraten bei der Obstruktion im

Amerikanische Enten kommen jetzt wieder massenhaft über dengroßen Ententeiche geflattert. Unverkennbar ist das Bestreben, gegen Deutschland Stimmung zu machen. Selbstverständlich ivissen die Nordamerikaner über die Vor­gänge an Bord desPanther" noch weniger Bescheid als wir, da die Meldungen von dort ihren Weg zuerst nach Deutschland nehmen. Eine kleine Blutenlese amerikanischer Sensativnsdepeichen, von denen wohl keine einzige auf ver­trautem Fuße mit der Wahrhett steht, schließen mir hier an:

New v or k, 20. Jan. Die Vertreter von England und Italien gedenken mit der Konferenz wegen Venezuela nicht auf die Ankunft Speck von Sternbnrgs zu warten. Die Forderungen jedes Landes sollen separat erledigt werden. Die Ansprüche von Privatpersonen sollen zuerst daran kommen. England und Italien werden eine angemessene Garantie annehmen und keine Barzahlung ver­langen. Sie wollen angeblich auch keine Fortsetzung der Blockade. Deutschland soll aufgefordert werden, der Aufhebung der Blockade zuzustünmen.

Newyork, 20. Jan. Die Blätter berichten ziemlich einhellig, daß derPanther"-Zwijchenfall die maßgebenden Kreise in Washington sehr beunruhige. Derselbe biete der Jingo-Presse reichlich Gelegenhell, Deutschland mala fides Vorzuwersen. Der deutsche Gesandte in Venezuela v. Pilgrim ist unterwegs nach Washington. Nach einer Meldung desHerald" ist dem Angriff des deutschen KanonenbootesPanther auf das Fort San Carlo bei Maracaibo eine Rekognoszierung am Lande, ausgeführt durch drei Abteilungen Soldaten, vorausgegangen. Das venezolanische Fort schoß 11 7mat auf den Panthe r".

Deutsches Keich.

Berlin, 20. Jan. Ter Kaifer hatte heute im Reichskanzlerpalais eine Unterredung mit dem Grafen von lo w und Körte später im Schlosse die Borträge der Chefs )es Marinekaoinetts, des Admiralskabs unb des Militär­kabinetts.

Im prenß. Unterrichtsministerium wird die Ausarbei- ung eines Gesetzentwurfs vorbereitet, der für Spezial­ärzte eine befondere Approbation vorsieht.

Cie preußische Regierung hat auf die Denkschrift )er ba! irischen Regierung in Sachen Tortfehung der Main-K -nalisierung >nt cg nk m n g n w. r t Tie kommissarischen BerHandlung: > Dürften demnächst wieder ausgenommen werden.

Ausland.

zu besttmmter Zeit geboten. Aus diesem Grunde kann vielleicht die Rückkehr desPanther" eher erfolgt fein, als es sonst erwünscht gewesen wäre.

Direkt falsch ist die in der amerikanischen Presse auf- getauchte Behauptung, daß die Beschießung deutsckierseits vor einer Woche geplant seP um noch vor Eintreffen des amerikanischen Gesandten Bowen in Washington zu einer Aktion zu gelangen. Es sind von Berlin aus derartige Befehle nicht ergangen. Auch die übrigen Leistungen der Selben Presse", wie der angebliche Selbstmord des Kapitänleutnants Lae necke, der vom Kaiser yv rückberusen sein sollte, um sich wegen Versenkung der vene­zolanischen Schiffe zu verantworten, ftnd völlig aus der 2 u f t gegriffen. Die bisher getrogenen Maßregeln zur Durchführung der Bl o cka de haben sich nach offiziöser Dar­stellung als notwendig erwiesen. Eine Rückderufung des genannten Offiziers ist nicht in Frage gekommen. Eine Verminderung ursprünglich zur Blockade be)iimmter Schiffe ist nicht einaetreten. Die Heimkehr der beiden Schulschiffe Stosch" undCharlotte" hat mit einer Reduzierung der Seestreitkräfte nichts zu tun und erfolgt auf Grund des lange vorher festgefetzten Reifeplanes, der beiden Fahr­zeugen auch den Aufenthalt in den venezolanischen Ge­wässern gebot. Tie Rückkehr ist notwendig, damit die Sce- tabetten die vorschriftsmäßige Fähnrichsprüfung ablegen können. Der unterwegs nach Venezuela befindliche Kreuzer Sperber", der zur Verstärkung eintrifft, hatte' übrigens nur einen geringen Schaben am Ruder auszubeffern, der einen Zeitaufenthalt von 48 Stunden erfordere.

Paris, 20. Jan. Zm heutigen Ministerrot ließ Mi­nisterpräsident Combes im Einvernehmen mit den Ministern Zelletan unb Rouvier einen Gesetzentwurf unterzeichnen, urch welchen den notleidenden bretonischen Sardinen-, ischern eine außerordentliche Unterstützung von 500 000 Francs gewährt wird. Minister Telcasss brachte den Bericht der französischen diplomatischen Agenten über die Lage in Macedonien zur Kennttiis. Frankreichs Aktion gehe ortgesetzt dahin, durch ganz bestimmte Reformen eine Ver­besserung des Loses der macedonischen Bevölkerung zu er­zielen. Ein Gelbbuch über die macedonischen Angelegen- jeiten ist in Vorbereitung.

Man versichert hier, daß Großfürst Paul Alexandrowitsch zum römisch-katholischen Glauben überzutreten beabsichtige. Ter Großfürst, der gegenwärtig in Rom weilt, soll bereits die hierzu notwen­digen Schritte unternommen haben.

Ter konservative Deputierte Graf de Mun übermit­telte der ZeitungLa Cvoix" zwei Schreiben, die er vom Provikar Guebrianc von Südsutschuen in China, und vom Monsignore Tunand, Bischof von Südsutschuen, erhielt. In den Schreiben wird behauptet, in China mache sich eine neue Boxerbewegung bemerkbar, welche sehr ge- fährli ch zu werden drohe. Tiese neue Bewegung sei . Luit den F ührern des Boxeraufstandes von . .Ldi, wilcye in Sctschoan angeblich im Exil, i l l i'ch feit aber mit Ehren überhäuft, k>m bviaiit ui int. man schweige über die B. ivegung,! hören, waren lange Verhandlungen im Gange zur Errichtung

Zweites Blatt. ISS. Jahrgang M-rtwoch «1.Januar 1 »03

Gietzener 2ln jeiaer M General-Anzeiger " 1=3T

Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen MW

jeigenteil: pnn« Beck.

weil durch derarttge Nachrichten gewisse finanzielle Kvm- binattonen gestört werden würden. Graf de Mun bemerkt, er halte es für unerläßlich, die öffentliche Meinung über die in beiden Briefen geschilderte äußerst schlimme Lage der Christen in Südchina anf^uklaren.

Wittelrynnlsche KabrikäntnÜPsrei^

Mainz, 20. Januar.

In der am 15. d. M. unter dem Vorsitz des Dr. Beck- Biebrich hter stattgehabten ordentlichen Generalversammlung des Mittelrheinischen Fabrikanten-Vereins gelangte zunächst die Rechnung für 1902 zur Vorlage. Nach dem hierüber erstatteten Bericht haben, nach demRhein. Kur.", die Ein­nahmen im verflossenen Jahre 14 094.76 Mk. und die Aus- gaben 5631.11 Mk. betragen. Der Voranschlag weist in Einnahme den Betrag von 15 251.65 Mk. und in Ausgabe bei reichlicher Dotierung der einzelnen Posten den Betrag von 8360.00 Mk. auf. Der voranschlagLmäßige Ueberschuß be­trägt demnach 6891.65 Mk.