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Nr. 67
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Zweites Blatt.
153. Jahrgang
Freitag 20. März 1908
SiehenerAnzeiger
General-Anzeiger v
Amlz- und Anzeigeblatt für den Kreis Elchen
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■wnailid)7b*LM pirrt* fäh.l.ch $U LW. durch »bbole- n. ^ivciflheUee monolhdi 6ö Ul., durch OieUoÜ Ult t.— wrriefe |äbd auslchl Mlell^ Annahme von Hnjrigel für die iayetnuminet bti pernuttagi 10 Uh«.
ßetlmprne Letal 11 'M, •uSipärt» tu Ulg
Wh den polir n aQgtm Teil v tüt
,eiaM und L'anb' uni
Lenchissaal' L > lf 'Blaio, für den Ur> triqriitell Hans 0«<£
J)U heutige Kummer umfaßt 12 Seiten.
Kraf Aulow im Aeichstage.
nufer Berliner parlamentarischer Mitarbeiter schreibt torterm 19. MürA:
Dem Reitt-Stanzler bei der heutigen Verhandlung über den Etat de» Auswärtigen Amtes die „Stichworte" zu einer umfassenden Erklärung über die Auslandspolitik zu liefern, haue der Zentrums-„Aristokrat" Abg. Frhr. twn Hrrtlina übernommen. Er ersuchte den leitenden Staatsmann in soralich abgewogener Rede um Auskunft über 1. Venezuela, 2. den Dreibund, 3. Macedonien. Graf Bülow erteilte den gewünschten Bescheid Punkt für Punkt, indem er es dankbar anerkannte, daß ihm zu solcher Erklärung im Parlament Gelegenheit gegeben sei. Die Diplomaten- loge war dicht beseht. In diesen Streifen tourte man offenbar um die Absicht des Reichskanzlers, lieber Venezuela machte Graf Bülow eingehende Muteilungen, die in dem Schluß gipfelten: Deutschland hat erreicht was es erreichen wollte. ES hat die Aktion ohne Fanfarenstöße begonnen und mit Besonnenheit und Energie zu Ende geführt. Tie Losten lassen sich noch nicht übersehen, sind aber verhältnismäßig gering. Mrt scl-arsen Worten geißelte Gras Bülow bei dieser Gelegenheit die perfiden Quertreibereien amerikanischer Blätter, besonders des „Newyorker Hercrld", der sich erdenkliche Mühe gegeben habe, Störungen hervorzurufen. Beifall erzielte Gras Bülow mit seinen Aus ftlhrungen über den Dreibund, speziell mit der feierlichen Tones abgegebenen Erklärung, daß die Erneuerung „dieses dauerhaftesten stärksten und elastischsten der politischen Bündnisse während der lebten zwei Jahrhunderte" nicht mit -ollpolitischen Zugeständnissen erlauft fei, wie jüngst noch in einer Wahlversammlung Abg. Dr. Hasse (nl.) geäußert habe. Die deutschen Gärtner können also beruhigt fein, eS droht ihnen keine ruinöse Konkurrenz durch Gewährung von Vorzugszöllen auf italienische Blumen und Gemüse. Im übrigen war aus den Ausführungen des Lanzlers zu entnehmen, daß der Dreibund feinen Desensiv-Eharakler beibchalten hat, und in feinem inneren Werte durch gegenseitige Treubürgschaften garantiert ist. In die Balkanpolitik mischt sich Deutschlaird nicht ein "Wir holen hort niemandem die Kastanien aus dem Feuer, empfinden aber für die Macedonier Sympathü und halten die macedonischen Verhältnisse mit Oesterreich unb Rußland für verbesferunaSdedürflig unb verbesfer- ungSfähig. Gerade auf der reservierten Hattung Deutschlands den Balkansragen gegenüber beruht bad Vertrauen der Pforte zum Berliner Kabinett" Auch diese Darlegungen fanden den Beifall des Hauses.
Abg. Dr. Hasse, bqfen Graf Bulow Erwähnung getan hatte, bemängelte zwar dies und das an der Rede; er konzentrierte feine Politik indessen auf das vielerörterte diplomatische „Programm", welches der deutsche Gesandte in Washington ,Fryr. Speck von Sternburg, einem Zeit- ungSberichierstatter gegenüber enthüllt Hal. („Die An- schauungen Bismarck's sind teilweise antiquierte". — „Der Botfä-after l-at die Pflicht, auch die Inlerrs.en des Landes wahrzunehmen, bei dem er akkreditiert ist".) Dr. Hasst machte den sarkastischen Vorschlag, bei solchen Ansä-au ungen möge Frhr. Speck von Sternburg die Hälfte feines Gehalt- von den Vereinigten Staaten sich bezahlen lasten Auch Abg. Tr. Dertel (kous.), der im übrigen den Reichs kanzler für die Handelsvertragsvcrhandluuaen scharf zu machen sich bemühte, bemängelte das Verhalten seines sächsischen LandsnuuineS Spea von Sternburg, erteilte abei der sonst igeii Auslandspolitik des Grafen Bulow das Zeug- nis: Leidlich". c Ä .. M
Nunmehr hiett es der Reichskanzler an der Zell^ für Sen Gesandten einjutreten. Er stellte fest, daß Frhr. S^a von Sternburg die gerügten Aeußerungen nicht getan habe. 9lad) dem amtlichen Bericht seien die Worte des Gesandten unanfechtbar gewesen; er fei von dem betreffenden Jour- naliften offenbar mißverstanden worden. Uebrigens wtes Graf Bülow an der Hand von Aktenstücken nach, daß Fürst Bismarck zwei hervorragenden Diplomaten ausdrück.ich die Heirat mit Amerikaner in nenge stattet habe Ter Altreiaistan-ler fei teinesivegs immer mit Äura|hcr» stiefeln aufgetreten, sondern habe solche nur angezoaen, wo es unumgänglich war. Einen ziemlich scharfen Ton schlug Graf Bülow in der Replik gegen Tr. Hasse an. Dessen Forderung, die Negierung möge sich der von den fDuagi^ren „geknechteten" Deutschen in Ungarn annehmen, bekämpfte er unter Himvcis auf das Verhalten des Fürsten Bismarck in dieser Sache. Hoffentlich werde es dem Altreichskanzler gelingen, was ihm, dem Grafen Bülow, nicht gelingen wolle: nämlich Herrn Hasse zu überzeugen, daß nicht Gefühlspolitik, solidem Realpolitik dem Baterlande fromme. An dieser Realpolitik werde er, Graf Bülow, fefthalten. Sprach's uub je^te sich mit einer ironischen Verbeugung gegen Dr. Hasse hin.
Auf ein ganz arideres Gebiet führte Abg. Tr. Gradnauer (Soz.) die Versammlung. Er erhob B.schiverde wegen der „ungeahndet gebliebenen" Ucbcrgriffe der russischen Grenzbehörden gegm deutsche Neichsaugchonge, und guig so weit, zu mutmaßen, daß geimf.e Abmachungen zwischen Teutsclrlaud und Rußland bestei-en, dessen uojten das erstere trage. „Die deutschen Hochschulen - auch die Darmstädter erwähnte Tr. Gr. — )mb die Filialen der russisckren Polizei" - zu dieser Behauptung verflieg sich Dr Gradnauer, weil wiederholtruf.ifctze Studenten aus Teutschlatid ausgewiesen worden sind. Staatssekretär Frhr. v. Nichthofen entgegnete, es fei der ru|( najcn Regierung gerne gestattet tvorden, fia) über das treiben der russischen Anarchisten in Deutschland zu informieren (Hort! Hört!), da alle Mächte an der Unterdrückung des
Anarchismus ein gemeinsames Intereste hätten. Mit seinen Befck-iverden über Ausweisungen (Rufe von links: „Auslieferung!") verwies der Staatssekretär den Abg. Grabnauer an das preußische Parlament, da in dieser Frage die Einzelstaaten zuständig seien. Abg. Sck-rader (fr. Vg.) erklärte sich durch diesen Bescheid nicht für befriedigt. Seine Kritik der auswärtigen Polittk war im übrigen maßvoll gehalten. Aba. Dr. Paafche (nL) trat mit Warme für die kulturelle Arbeit ein, die das deutsche Kapital in Venezuela, leider nicht mit dem erhofften Erfolge, geleistet habe, und für die Notwendigkeit des Schußes i)ic|er Arbeit. Dr. Paafche kennt die BcrlMlnifse in Venezuela aus eigener Anschauung. Seine Ausführungen begegneten deshalb lebhaftem Interesse. Ter joviale Abg. Bccth-Ko- bürg (fr. Vp.) sand, daß Deutschland in Venezuela „ziemlich gut" abgeschnitten habe, eine Zensur, über die Gras Bülow mit verbindlichem Lächeln quittierte. Man sah ihm überhaupt die Sorgen nicht an, welche die innere Politik, speziell die Jesuitengesetz-Bewegung, dem Kanz- ler doch wohl mad)cn dürste.
Nähtische Tagesschau.
Ter Zentralverband deuischer Industrieller
hat auf seiner Telegienenoersammlung im Kaiserhos ein 'JL)li6trauenßDOtum gegen den Grasen PofadowSki ausgesprochen. Ter Generalsekretär Bueck erklärte nämlich m feinem Geschäftsbericht:
Ter Kainpi gegen die Sozialdemokratie sollte bas hauptsächlichsie Ziel der moBflebenben Hrcife unb bet diirgertichen Parteien fern. Das werde aber dedauerlicher Weife nicht criamu. Ter Staaisfekreiär de« Innern deirachie die SoAlalbemokralie nicht mehr al« eine Partei, die den U m st u r z des Staates und unterer Wirtschaftsordnung anstrcbt, sondern als eine Arbeiterpartei, womit sie in die Kreise der bürgerlichen Parteien gerückt werde.
Im Hinblick auf die Ausschreitungen in Wott und Schrift seitens der Sozialdemokratie, die sich unter dem Schutze unserer Gesetze vollziehen, kam der Redner zu der Frage, ob die zur Schrankenlosigkeit audgeadete Freiheit der Rede, der Preße und wohl auch beS Vereins- und 93er- sammlungSrechtS ferner rote bisher als unbedingtes Korrelat der höchsten Staats- unb Kulturentwickelung anzusehen sei oder ob nicht gerade die Erhaltung deS Staates und unserer Kultur unbedingt Remedur erfordere.
Graf PasadowSki) ist also beim Zentralverband vollkommen , unten durch*. D»e Scharfmacher führen em itrengeS Regiment.
Heer unb Flotte.
Kopenhagen, 19. März. Auf der Marinewerft wurden große Unterschlagungen entdeckt. Die schuldigen Beamten sind ftüchtig geworden.
Ftulscher Kandcislug.
Berlin, 19. Rlärz. In der heutigen zwetten Sitzung der Vollversammlung des deutschen HanbelStages referierte der Syndikus der Lfsenbacher HandelSlammer, Schloß- macher, über den Enuvurs eines Gesetzes betreffend die Errichtung von K a u s rn a n n s g e r i ch t e n. Ter Referent sprach sich gegen die Errichtuitg von Käuftnaiinsgerichten aus und beiuriDortete die Annahme einer Resolution, nach welcher die Schaffung eines neuen Sonder gerichtes zur Entscheidung von Streitigkeiten aus dem taufmänni* ichen Dienst- und Lehrverhältnis abzulehnen ist, falls sie aber doch Dorgenommen werden soll, verschiedene Abänderungen des Entwurfs vorzunehmen sind. Nach längerer Debatte wird schließlich ein von den Handelskammern Düsseldorf, Duisourg und anderen eingebrachter Antrag angenommen, in dem es heißt, daß das allen Bevölkerungsklaffen gemeinsame Bedürfnis nach e*Mci schleunigen und billigen Rechtssprechung durch verbesse- rung des a m t s g e r i ch 11 i ch e n Verfahrens, nicht aber durch Schaffung von Sondergerichten zu befriedigen sei. Im weiteren Verlauf der Sitzung wird eine Erllärung angenommen, in der der £anbi.l»iag ausfpiicht, daß du durch das Gewerbe- und Unfallversicherungsgesetz vom „0. Juni 1‘JOU eingeführten Bestimmungen, durch ivelche die Reservefonds der getverblichcu Berufsgenossenschafien um mehr als 400 Millionen erhöht werden feiten, sobald wie möglich aufgehoben oder durch B.stimmungen ersetzt werden, welche die weitere Erhöhung der Reservefonds über das im § 18 des Unsaltversicherungsg^setzes vom 6. Juli 1884 sepgesetzte Maß hinaus ausschließen. Hiermit ist die Tagesordnung erschöpft und die diesjährige Vollversammlung wird geschlossen.
' Beuthen, 19. März Auf der „Concordia^. Grube wurden zwei Bergarbeiter durch herabfallendes Ge- stein verschüttet. Einer von ihnen »st tot, der andere ichwcr verlegt. — Auf der .Königin ltuise*-Grube wurde em Bergmann durch herabstürzende Kohlen erschlagen.
• Bonbon, 19. März. Eine wohlhabende, mit den besten Famitien verwandle ältere Tarne, Fräulein Eamilte Holland, wird feit März 1899 vermißt. Sie haue damals em Konto auf der Bitt deck Bank, von welchem 4UUU Pfd. Lterlmg zur selben Zett abgehoben werden sind, als Frau- lem Holland von ihren Venvandten m der ganzen Ußelt ge- sucht wurde. Die Bank behauptet, die Gelder feien mittels gefälschter Dokumente abgehoben worden. Geftern wurde in der Bank von England ein Mann namens Samuel Herben
Dougal, der für 140 Pfund Sterling Banknoten einlösen wollte, verhaftet. Er machte dicht vor der Polizeistation einen Fluchtversuch, wurde aber wieder eingefangen. Man fand weitere Roten und Gold im Betrage von über 600 Pfd. Sterling bei ihm. Auf die Frage, wo Fräulein Holland fei, erroibede er, er wisse nichts von ihr. Dougal hat in Moat Farm, eine der isolidesten Farmen deS nördlichen Essex, mit Fräulein Holland zusammen gelebt und verschwand von bod vor 14 Tagen. Die Farm liegt zwischen Saffron Walden und BischopS Stonforb; sie ist von einem tiefen Oraben umgeben, der jetzt durchsucht werden soll.
'Paris, 19. März. Romain d'Aurignae beschäftigt sich gegenwädig im GefängmS mit Rornanschreiben.
* Wien, 19. März. Wie die ,N. Fr. Pr.' meldet, hat sich in bet vergangenen Nacht ein Dieb in die St ephanSkirche emgeschlichen und Edelsteine im Werte von 20000 Kronen, mit denen baö Altarbild geschmückt war, gestohlen.
• Der Salvator in München, der am Sonntag seine Saison eröffnete, hat gleich am ersten Tage derartige Wirkungen hervorgebracht, daß die SanitätStolonne unb die RettungSgesellschaft alle Hände voll zu tun hatten. AIS am Sonntag nach 8 Uhr abends auf dem KarlSplatz ein italienischer Arbeiter infolge Trunkenheit zusammenstürzte, hatte die RettungSgesellschaft nicht einen Wagen mehr zur Verfügung. Ter Betreffende wurde von zwei SanitätSmännern zu Fuß in das Krankenhaus gebracht.
* Jugendliche Stilblüten. In der Wiener .Zeit' veröffentlicht der Gymnasiallehrer und Volksfchriftsteller Josef Wichner Stilproben au8 den schriftlichen Arbeiten seiner Schüler. Wir geben hier einige davon: Es ist begreiflich, daß der Jungfrau von Orleans die üppigen Wiesen, die sie selbst beroäffede, anö Herz gewachsen waren. — Adelhaid o. Walldorff wurde vom heimlichen Gerichte ohne viele Advokaten zum Tode verurteilt. — Bei Elementarereigmffen ist daS Wasser unumgänglich nötig; so z. B. wäre eine Ueber- jchwemmung ohne Waffer gar nicht denkbar. — Goethe verliebte sich unsterblich in die Charlotte Buff, damit efl aber keine Katastrophe gäbe, verließ er sie plötzlich. — Die Elektrizität erweist unö große Dienste, indem sie z. B. als Motorwagen die Straßen der Großstadt unsicher macht. — Manches ehrbare Mädchen hat sich aus Kränkung über den Verlust ihrer Ehre den Tod in der Schlacht geholt. — Klopstok konnte schon in ferner Jugend ferne dichterische Begabung nicht mehr zurückhalten. — Die Insekten, die den Winter tot waren, werden im Frühling wieder lebendig. — Wenn eS regnet, suchen die Vögel hinter Blättern und anderen Winkeln Schutz. — Wie die kahle Natur im Winterschlaf mit Freuden den Frühling erwartet, so ruht auch der Greis, bedeckt mit Silberhaar, und sehnt sich mit Freuden nach dem Tode. — Der Köhler brannte auf dem Meiler die Kohlen, um sich und feine Familie zu ernähren. — Im Winter sitzen die Nlenschen gerade wie auf glühenden Kohlen. — Der kalte Wind rief ihr bei 9lafe und Ohren ein Gefühl der Abgeschiedenheit vom übrigen Körper hervor. — KyruS der Jüngere tat sehr viel für die öffentliche Ordnung. Auf belebter Landstraße konnte man Leute ohne Hände, Füße, Ohren oder Stasen sehen. Auf diese Weise war eS jedem Menschen möglich, in seinem Reiche bequem und sicher zu reisen.
Kaildct und ynluljr. yoUiswirtschast.
Berliner Börse vom 19. März 1W03. lMugeieill von der Bank für Handel und Indusirr«, Gießen.) Die feste Haltung, welche unser Rlarkt schon seit Wochen zeigt, machte heute weuere äorischnite. Wenn auch die Gesamthaliung al« recht fest zu bezeichnen ist, so muß doch besonder« das Interesse, welches sich für einzelne Spezialwerre zeigte, erwähnt werden. Anhaltend gute Käufer sah man zunächst, wie schon in den letzten Tagen für Öennjbabn; man wollte heute von neuen Anschlüßen dieser Bahn nach Frankreich wißen, von sonsttgen Bahnen Gotthard und Franzosen fest, letztere anfangs für Wiener Rechnung stark gesucht, sanden späterhin auch in hiesigen Kreisen gute Käufer. Im Monlan- marfi herrscht ebenfalls gute Stimmung; es waren heute neuerdings Lureinburger unb Tortmunder bevorzugt, welche Werte man im Vergleich zu den anderen Cijenwenen als im ftrrfe zurückgeblieben hält. Banken ftill, jedoch m guter Zendenz, im Schluffe bejnnbers Kredit anziehend. Renten wenig verändert^, n tr Spanier abgeschwächt auf neuerdmg« aufgetretene Gerüchte über 9)hmfier- Itreingfetten. Auf dein Kafiamarft war die Tendenz mch einheitlich; als fest sind Zink- und Eijenaktten zu bezeichnen, für die weiter gute Meinung herrscht. Privatdiskont 8 Prozent.
Anfangs- u. Schlugturfe.
Ceft Kredit.... 21«,w Deutsche Bank . . • 217,00
Darmstädter Bank . . 141,90
Bochmner Guß . . . 194,10
Harpener Bergbau . . 18u,00
Tendenz: feit.
218,75 217,40 142,20 194,UO 180,30
— «elchöbauk. Arn 15. April wirb in Wittenberge (Bez. Potsdam) eine von der ReichsbantneUe in Brandenburg a. H. abhängige Aeichsbanknebenilelle nut Kaßeneinrichtung und beschränktem Girooerlehr etoßnet werden.
(ßcriflitsfani.
Gießen, 18. März. Gewerbegericht. Ten Vorsitz fuhr» Cberbuigenncmer Mecmn. Ter Tagtöhner Karl H. vertangr von 6cm jubnutieinehmet Earl I. hier 13,85 Tif. Lotm. Ter Beklagte erhob Smadimef'atzai'svruw wegen Anfahrens einer fatschen Rummet Hcl^- aus dem Walde, das bätre ;n.i ckgeeracht werdett müßen, unc wegen -L eviierens einer ifoterne. 91 ad) längerer Verhandlung kam Vergleich zufiande, dem zufolge der Bellagte die ein- geklagte Forderung zahlt.


