Ausgabe 
19.12.1903 Zweites Blatt
 
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Samstag IN. Dezember 1903

Nr. Ä98

153. Jahrgang

Zweites Blatt

c£os vom Anion Jack!

ist, ist schon berichtet. Ter Wertbetrag der verbrauchten

worden seien. c ,, , ....

Die Zeugen Sergeant Güncher und UnLerossrzrer Sauerbering betunden, daß Hauptmann v. Grolman fehr aut fcu. den Leuten gewesen und das Unterofjizierkorps

die Spuren der Schläge aus Unfälle zurück- s ährt en. Tas Kriegsgericht habe angenommen, daß mangelnde Aussicht Vorgelegen, an der es em be­sonnener Kompagnieches nicht schien lassen dur.e. Haupt mann v. Grolman fyabe es in fortgesetzter Werse cm Aussicht fehlen lassen; strafmildernd sei es gewesen, daß der An- gellagte ein sehr tüchtiger Offizier und von ausgezeich­neter Führung gewesen. ..

Hauptmann v. Grolman glaubt, er fei nicht schuldige tueil er altes mögliche getan, was von einem Kompagnie- mes verlangt weroen turnte. Daß Breidenbach leicht auf­geregt sei, wäre ihm belannt gewesen. Oesters habe er oem Unteroffizier gesagt:Nicht so laut, -'^ann, machen Sie nicht so viel Krach" Es sei jedoch em Unterschied zwischen einem erregten und jähzornigen Menschen. Daß es in Breidenbachs Korporalschaft nurkrumme Leute gegeben, sei nicht zntrefsend. Die Rekruten seien nach der Größe eingeteUt woroen. Zufällig habe wohl B. einen oder zwei wirklichKrumme" bekommen; von Anfang an ! tonne man nicht wissen, wer ungeschickt sei und wer nicht. Tre Leute des B. seien alle willig gewesen. Zu dessen Charakteristik müsse er ansühren, daß Breidenbach wenn Leute Forischritte machten, ihm dies mit lobenden Worteni gemeldet, ja gebeten habe, die Leute aus der zweiten Exer­ziertlasse herauszunehmen. Wenn er B. gegenüber den Ausdruck gebrauch, er solle sich die Leute erziehen, so wisse er nicht, wie er sich anders Hütte ausdrüaen sollen. Er habe gemeint:Erziehen mit erlaubten Mitteln", >zhm .ei von den Mißhandelten stets Komödie vorgespielt wor­den. Er habe seinem Dienst als Kompagniechej mit un­ermüdlichem Eifer obgelegen, habe am Tage und nachts in der Kaserne revidiert, aber nie etwas Verdächtiges be­merkt, weil die Unteroffiziere durch den RusAchtung' von der Gegenwart eines Vorgesetzten in Kenntnis gesetzt

würden.

Kauplmaun v. Krolman vor dlm Overkriegsgencht in Berlin.

tbnn siebenten Male Halle sich am Freitag ein Kriegs- aeriÄt des (Kardekorps mit dem Fall Äreidenbach zu beicbaitiaen Diesmal war es toieoet Hauptmann t>. Grvl- man der aus der Anklagebank erschien. Ter Kompagnle- ches Breidenbachs war belanntlich. wie wer s-lnerzell mll- teilten vor dem Kriegsgericht der 1. <Äarde-Jn,anterie- SL iu »ier Wochen Stubenarrest verurteilt worden, well er in schulvhast sahrläsFger Weise Ä<!- bandlungen Untergebener zügel ass en haoe. ^gen diese Strase hatte der Verurtellle Berusung ein- 8eUTa§ Urteil des Kriegsgerichts der 1. Garde-Infanterie.

aeaen Hauptmann v. Grolman gipfelt darin, daß der Ängekwgte den Unterofjizier B-ewenbach als eine ge- eianete^Perion zur Ausbildung von Rekruten angesehen X- dem Hauptmann sei bekannt gewesen, daß Brerden. bach' jähzornig, nervös und ehrgeizig getvcscn und seine Unteraebenen auch mit Worten beschrnipst habe Er habe sogar %en Vater Breidenbach gewarnt, daß seur Sohn nicht mißhandeln möge. Bei ihm sei es nicht so schlimm, aber ® vie Sache in den Reichstag käme, dann wäre bei den SozkaldlLalln der Te^el los. Es sei dem Ange. Naaten durch ein Schreiben bekannt geworden, daß Lreidenbaa) beim Turnen dem Füsilier Rochow ins Ge- sfcht ge puüt und gesagt habe.Du Sch werne- terl piui Teusel!" Er sei aber bei allen Recherchen von den Mißhandelten belogen worden, die lamUich

"'ie Heutige Auurmer umfaßt 80 Se-ten. j Ktste Hessische Sländcliammer.

N. B. Darmstadt, 18. Dez.

Präsident Graf Görtz, gen. v. Schlitz, eröffnet die Sitzung um IO1/4 Uhr.

Unter den eingegangenen Mitteilungen befindet sich die Anzeige von dem Ableben des Bischofs Dr. Brück von Mainz; die Versammlung erhebt sich zu Ehren des dahin- geschiedenen Mitgliedes von den Plätzen. Der Präsident druat dann im Namen des Hauses sein Bedauern darüber aus, daß Staatsminister Exz. Finger aus Gesundheits­rücksichten seine Mitgliedschaft zur ersten Kammer nieder- gelegr hat. Se. KöNigl. Hoheit hat dafür den Oberlaudes- gerichtspräsidenten a. D. Friedrich Franz Conradi zum lebenslänglichen Mitglied oer erfreu Kammer ernannt, den der Präswent in üblicher Weise verpflichtet.

Bei der Wahl eines dritten Prasweuien an Stelle des .freiwillig zuruckgetretenen Staatsministers a. D. Finger wird Wirkt. Geheimrat Exz. Knorr gewählt.

^Vräjident Graf Görtz verliest daraus, während sich die^citglieder von den Sitzen erhoben haben, die Bot­schaft des Großherzogs wegen des Ablebens der Prinzessin Elisabeth. Das Haus genehmigt einjtimmig fol­gende Beileiosadrejse, die Sr. Kvnigl. Hoheit vom Präsi­dium heute nach 11 Uhr persönlich überreicht werden soll:

Eure Königliche Hoheit haben Allergnädigst geruht, der Ersten Kammer der Stände von dem Ableben Ihrer Großh. Hoheit der Prinzessin Elisabeth Marie Alice Viktoria Keruilnis zu geben und zugleich die sichere Ueberzeugung auszusprechen, daß die Erste Kammer an diesern schweren Schicksalsschlage ausrichtigen Aiiteil nehmen werde. Tie Erste Kammer fühlt sich verpflichtet, Eurer Königlichen Hoheit für diese Mitteilung untertänigsten Dank zu sagen uiid sich der Trauer, welche das ganze Hessenvolk bei der Nachricht, daß die dem Herzen Eurer Köriiglichen Hoheit so nahe­stehende Tochter, die in blühender Gesundheit aus der Heimat ab­gereist war, nicht mehr leberrd in dieselbe zurückkehren werde, erfüllt, von ganzem Herzen anzufchließen. Sie bittet Gott, daß er Eiwe Königliche Hoheit in diejem fchweren Leid stärken und in der Liebe Ihres treuen Volkes einigen Trost finden lassen möge. In tiefster Ehrfurcht re.

Bei ben rummehr vollzogenen Wahl eines Mitgliedes des zweiten Ausschusses würbe Oberlandesgerichtsprasident a. D. Conradi gewählt.

Das Haus genehmigte dann ohne Debatte die von der zweiten Kammer ü b e r lv i e j e n e n Gesetzent­würfe und zwar die Regierungsvorlagen: 1. betr. die Großh. Offiziers-WiUven- uno Waifenlasse, sowie die Unter- ojfizierskafje, 2. die Annahme eines Hisis-iehrers bei der Blindenanfialt zu Friedberg; 3. die Errichtung einer Pa­rallelklasse an der Präparandenanstalt zu Lich; 4. den Vertrag über die Hagelversicherung; 5. die Mitteilung der zweiten Kammer bezüglich des Initiativantrages der Abgg. Möltinger u. Gen. wegen Erlaß eines Gesetzes, die Ge- wührteiflung der Verzinsung der Schuldverschreibungen der Landeshypothekenbant; 0. die Regierungsvorlage, betr. die Veräußerung sistatifcher Grund,mcke, 7. den Verkauf des Steuerkommissariats zu Friedberg und Errichtung eines Steuerverwaltungsgebäudes daselbst; 8. die Tiesbohrung aus Sool- und Thermalwafser in Bad Salzhausen und 9. die Abänderung des Gesetzes über die Ruhegeyaus- verhältnisse und die Hinterbliebenenversorgung der hejs.- preuß. Staatseisenbahnangestellten (26. März 1897).

Damit ist die Tagesoronung erledigt und das Haus vertagt sich auf unbeftinrmte Zeit.

die Fahrt des Schiffes den Lorenzo aufwärts mißliebig bemerkt habe. Es lag ja auch kein Grund dazu vor, da es sich um eine durchaus friedliche, nautisch-wis­senschaftlichen Zwecken dienende Reise handelte. So naiv wie die bra,ilianische Regierung, die in der Fahrt des KreuzersFalke" auf dem Am azon e n str 0 m den Ausdruck d e u t, ch e n A n n e x i 0 n s g e l ü st e s sah, ist die kanadische Regierung nicht. Es helfen alle Auslegungs­künste nicht darüber Hinwege daß die kanadische Fuge im britischen Reichsbau kracht, und es wird Chamberlain kaum gelingen, das nach staatlicher Selbständigkeit strebende Kanada durch den zollpolitifchen Reisen an das. Mutterland zu fesseln.

Nach einer Meldung aus London protestiert derStan­dard" heftig gegen Chamberlains Antrag aus Einsetzung einer Kommission zur Untersuchung, der Zollsragen als unkonstitutionell und fordert Balfour auf, dem Projekte entgegenzutreten.

Aie deutsche» <gexiuini>ujliülkn und der Knmmujchuuer Zöeverjireik.

Berlin, 18. Dez.

Aus Berlin wird uns gejchrieben:

Cs ist bekannt, daß CH amb er la in besonderen Wert . legt auf die Belehrung Kanadas zu seinen zollpolitischen Plänen. Er will sogar eine Reise dorthin nicht scheuen, um der Agitation durch die Wucht seiner Persönlichkeit. Nachdruck zu verleihen. Dieses Nacydruas bedarf es aller­dings, sowohl wegen des spröden Verhaltens der Kanadier zu den Chamberlain'scheu Plänen als auch wegen der politischen Tendenzen, die in dieser Kolonie an Boden ge­winnen. Es regt sich ein T r a n g nach Lo s l ö s u n g aus dem britischen Staatsverband im kanadischen Volk, von dem anscheinend auch die Regierung an- aesteckt ist. Tenn wie anders sonst läßt es sich erklären, daß Kanada mit dem Bau von zwei Kreuzern jetzt die Gründung einer eigenen Kriegsflotte in Angriff nimmt? Man lehnt es also wohl ab, weiterhin Beiträge zu den Kosten der Unterhaltung der britischen Reichsmarine ;u zahlen; man verzichtet auch daraus, die beiden neuen Kreuzer oder wenigstens einen der Reichsmarine anzu- aliedern wie dies vor nicht langer Zeit die Regierung der Kapkobonie tat. Es ist im Gegenteil ausdrücklich be- schloisen, je einen Kreuzer an der atlantischen Küste und auf den großen Seeen zu stationieren, sie also gewisrer- maßen im kanadischen Lokaldienst zu verwenoen. Dieses Vorgehen der Leiter desDominion" hat natürlich im Mutterlande Befremden erregt, aber nachdem die erste Bestürzung überwunden ist, fühlen sich einige Londoner Gatter gedrungen, zu ermitteln, was solche Entschließung wohl veranlaßt paben könne. Und da ftndet man erwünschte Gelegenheit, Deutschland wieder einmal etwas an- ruhangen. Es wird nämlich mit demrollenwidrigen Seiten,prung" der kanadischen Regierung die Tatsache in Verbindung gebracht, daß im Hochsommer dieses Jahres der deutsa-e KreuzerGazelle" als erstes deutsches Krieasschifs den St. Lorenzstrom hinaussuhr bis zum Ontario-See, wobei die Hauptstädte Quebec und Montreal besucht wurden. Das foll den leitenden Männern des Torrftnion wider den Strich gegangen sem und sie auf den Gedanken gebracht haben, fich einige Kreuzer anzuschafsen, damit in Zukunft fremde Krie gs- iffe niajt mehr unkontrolliert kanadische Ge- mäiier be.at>ten. Nun, der Kormnandant derGazelle' hat nichts darüber berichtet, daß die kanadische Regierung

Die Cottbuser Zusamuienkunst der deutschen Textil- indusiriellen, die sich eines massenhaften Besuches er- fteute, hat eine außerordentlich niederfchlagende Wirkung aus die Streikführer gehabt; sie sehen jetzt ein, daß die Krimmitschauer Arbeitgeber nicht vor der Sozialdemokratie kapitulieren werden und darum kommen sie mit allerlei Insinuationen; niemand in Cottbus uiid Forst denkt daran, die Arbecteii auszu- ühren, in denen die Krimmitschauer Textilfabriken Spe­zialitäten waren; keine deutsche Trxtft.ab^ic hat üle.ha..pt oer,ucht, jene eigenartigen G.webe nachzumachcn, du-ch die ich die Krimmitschauer auszeichneten. Wer in Cot.bus der Versammlung beigewohnt hat, wird nur bestätigen können, daß eine Einmütigleit die deut,chen Textilinouitrietlen be- ------- ot s .

eelt, wie sie noch niemals dagewejeu ist; jeder fühlt in- oft vor Mißhandlungen gewarnt habe. Tann wird der tinktiv, daß es sich hier um die Existenz eines geordneten frühere Unterojjizier Breidenbach vernomrnen. Ber- Wirtscuaftslebens handelt.Nie hätte ich geglaubt", so Handlungsführer: Was haben Sie darunter verstanden, erklärte ein Vertreter aus Forst,daß die Einigkeit unter roenn Ihnen der Herr Hauptmann fügte. Sie sollten die den deutschen Fabrikanten so groß wäre, wir haben die Leute besser erziehen? Breidenbach: ^zch will es Nicht Gelder sowrt mitgebracht." Wenn vie Vertreter zahlreicher fo verstanden haben, daß ich darauft)in die Leute ge- Jndustriebezirke, fo von Luckenwalde, die Erklärung ab- >chlagen habe. Verhandlungsführer: Haben Sie ange­geben:Was sie auch beschließen mögen zum Kampfe gegen nommen, daß Ihnen der Angeklagte die Wahl der Aus- oen gemeinsamen Feind, wir werden immer hinter chnen bildungsmittel freigeslellt hat? Breidenbach: Nem, das stehen; die deutschen Industriellen würden gegen das Wohl habe ich nicht. Verhandlungsführer: Haben Sie das des deutschen Vaterlaiides handeln, wenn sie hier mit Gefühl gehabt, daß Sie von Jyren Vorgefetzten nickft ge- Standesinteressen kämen", so war das für die Kampsi-s- nügend unterstützt worden juid? Smd Sie insolgedeffen ftimmuiig in der Versammlung ungemein chrakteristisch. zur Selbsthilfe übergegangen? Breidenbach: Das kann Me hatte Lucas Schmidt, der Vorsitzende des Krimmit- ich nicht behaupten Ich habe den Leuten gefügt, sie follen

schauer Textilarbeiterverbaudes auch gesprochen, so schlicht nicht angeben, daß ich (ie geschlagen, sondern fie haften

und doch fesselnd. Es müchte einen eigenartigen Eiiidruck, sich gefloßen. Herr v. Grolmann nmtzte, daß ich ein hitziges als er erzählte, daß alte Arbeiter zu ihm gekommen Temperament besitze, er wollte einer Mißhandlung wohl

wären und gesagt hätten:Wir möchten zu gern vorbeugen. Ich bm der festen Ueberzeugung, daß

wieder in die Fabrik, aber wir dürfen nicht." der Herr Hauptmann nichtsda von gewußt Szenen von dem Terrorismus der Streikenden hat. Verhandlungsführer: Hatten Sie den Eiiidruck, daß wurden mitgeteilt. Die deutschen Arbeitgeber haben die oer Herr Hauptmann nicht wollte, daß geschlügen wurde? Gefahr begriffen, welckte ihnen droht; und wenn der Streik Breidenabch: Nein, das woUte er Nicht. Verhaiw- sich noch viete Wochen hinziehen solfte, die Krimmitschauer lungsführer: Haben Sie jo heimlich die Leute geschlagen, Textilinduftriellen werden nicht kapitulieren. Und die Cott- paß der Herr Hauptmann niemals etwas davon merken buser Versammlung hat laut und bestimmt erklärt, daß sie tonnte? Breidenbach: Jawohl.

ließ eins weiß mit ihren Krimmitschauer Kollegen und daß Das Oberrriegsgericht hob fchließlich nach mehreren -eine pekuniäre Hilfe, welche eventuell verlangt werden weiteren für Hauptmann v. G. günstigen Zeugenausfagen sollte verweigert werden würde. . Idas Urteil des Divisionsgerichts auf und erkannte auf 14

1 ' jTage einfachen Stubenarrest.

meldet: Tie Amishauptmannschaft und der hiesige ^-tadt- AUS §lüVl UllV

rat beschto,jen, dte o-planten sleben Werhna-hts. lÄießen, den 19. Dezember 1903.

bescberungen für hiesige im Ausftande beftNdliche I 14.03« a

Textilarbeiter und deren Familien nicht zu ge-* Das Großh. Hess. Regierungsblatt Nr. 54 l'tatten Das Verbot wird eingehend damit begründet, enthält: 1. Verordnung, die Abänderung und Ergänzung der daß das terroristische Verhalten der ausständigen Ar- Verordnung vom 28. Dezember 1876 über die Aufhebung beiter gegen die Arbeitswilligen in verfftirktem Maße wahr- Obermedizinaldirettion und die Organisation der Riedlzinal- zunehrnen gewesen sei. Ferirer weist die Behörde daraus joroic bie Bildung der Riedizinalbezirke betreffend.

Yin, daß in den letzten Dagen.rn: aufwärtsä?bgehaltenen Bekanntmachung, das Inkrafttreten der Bekanntmachung

Lm'amAllungcn und rn Wtotent Beh-m n und 'Ltbstd-sp-nsi-ren dcr h°.nöopathi,ch.n A-rzte, ,o«

Einr'chtung und den Bctneb h°°Mh'sch°° den sodaß zu erlvarten stehe, daß die geplanten Weih- Apotheken und Dispenfatorien vom 6. Dezember 1902 nacktsbescherungen zu ähnlichen Verhetzungen mißbraucht gierungsblatt Seite 563) betrestend. - 3. Bekanntmachung, die Vorbereitung für den Staatsdienst im Justiz- und Ver- maltiingsfache, hier die Unterweisung von Gerichtsassessoren in der Gesängmskunde betreffend.

* Die Zahl der Postwertzeichen, die im Jahre 1902 an das Publikum abgesetzt oder von den Verkehrs­anstalten verwendet sind, hat rund 3289 Millionen Stück betragen gegen 3129 Millionen im Jahre 1901, so daß im Jahre 1902 eine Zunahme um 160 Millionen Stück oder 6,1 v. H. stattgefunden hat. An jedem Tage des Jahres wurden durchschnittlich 9 Millionen Stück Wertzeichen ver­wendet. Tas am meisten benutzte Postwertzeichen ist die Rtarke zu 5 Pfg., von der 891 Millionen Stück verbraucht sind gegen 843 Millionen im Jahre^ 1901. Die Aiarke zu 5 Pfg. hat damit zum ersten Niale die zu 10 Pfg über­flügelt, deren Verbrauch nur von 854 auf 877 Millionen Stück gestiegen ist. An dritter Stelle steht die Marke zu !3 Pfg. mit 470 (1901 442) Millionen, während von der Marke zu 2 Pfg. nur 223 (201) Millionen in Gebrauch I kamen. Marken zu 1 Mk. siud über 6 Millionen Stück ver­wendet, Marken zu 2 Rtk. 956 878? zu 3 Alk. 242 304 und zu 5 Mk. 101 208. Die Zahl der verwendeten Postkarten ist von 391 auf 408 Millionen Stück gestiegen. An der Zunahme sind die Postkarten zu 2 Pfg. mit fast 12 Millionen, die zu 5 Pfg. nur mit 3H, Millionen Sluck beteiligt. Die Benutzung der letzteren leidet unter dem immer mehr über­hand nehmenden Verkehr der illustrierten Postkarten. Daß der Verbrauch der Kartenbriefe abermals etwas zurückgegangen

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-h°!ftich- lMdwill-- erlernt monatl.d) einmal. & V UmDerfuitibruderet (»letfd) fobffl), etcfccu

Genera!-Anzeiger, Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Giehen.