Samdtag 18. April, »03
153. Jahrgang
Viertes Blatt.
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Atedaknon, (frpeöuwe v den poliL und ullgem.
und Truderet:
»biefle tüt Tepddxn: ttnieiger »irfceu. ^rnipird)anld)lu§9/r 51.
Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Eichen MW
Polilische Tagesschau.
Die deutsche« Gastwirte aub die ReichßtaglwahltA.
Ihnen Aufruf an bte Wirte erläßt der Verband der Gast- und Sck>ankwirte für Berlin und Umgegend, um sic zur Stellungnahme und zur Agitation für die bevor- siehendcn ReichslagSwahlen zu veranlassen. Der Ausruf geht von der Voraussetzung auS, daß der Gast- und Schankwirt bei der Kitscheidung über die Wahlen ein nicht zu unter- schadender Faktor sei, da mindestens 100000 Angehörige dieses Berufes bei den Wahlen in Frage kommen. Ls hcigt dann weiter:
..Noch laum zehn Wochen trennen unS von dem Chit- schcidungstermin, und ttotzdem regt sich fast gar nichts, um diese Enlsä-eiduna herbeizuführen, noch ist von den bevorstehenden Wahlkämpfen kaum daS Geringste zu spüren. Für unsere Itollegen erwachst aus dieser Ruhe vor dem Sturm die Pflicht, die ihnen noch gegebene Frist nach Klüften auSzunutzen. Sie Haden die Aufgabe, sich in dieser Zeit nach Bundesgenossen umzuschen, denn für die wird eS sich in der neuen Legislaturperiode beinahe um Sein und Mchtsein handeln. Auf der einen Sette handelt es such in dem neuen Reichstage um eine wesentliä-e Erhöhung der Biersteuer, auf der anderen Seite um die noch rückständige Ausführung der Lxschlusse der Douglas-Kommission. Die ver- schiedenen Dtaßnahmen, welche die Minister im Verwalt- ungSloege getroffen haben, weisen deutlich.den Weg, den die ötcgierung zu wandeln gedenkt. Sie bestehen in einer LrWeiterung deS Bedürfnisnachweises und um daS Trunk- suchtSgeseh. Es ist schon tausendmal auSgeführt worden, daß Lie Gastw.rte nidjt die Fö.derer der Truiiksucht sind, und dennoch ist zu eriuarien, daß, wenn daS Trunlsuchls- grsetz kommt, eS weniger die Trunkenbolde treffen wird, aiS die (Vastwirte, daß ein solches Gesetz wieder ein ivciterer Schr.tt zur Kneck-tung des unter den altsränli- fjin Bestimmungen dec Gewerbeordnung schmachtenden Berufes fein nrirö. Nick/t zu vergessen die |Qinoie „Gast- hauSiefoim" der temperenzlisch angehauchten Reichstags» iiiiiglieder. Lier gibt es nur eine Möglichkeit: Die Schutz» lumnuifiün ist geschaffen worden zur Abwehr der dem Gastwcktstande drohenden Gefahren. Ihre Ausgabe wird es fein, mit den verschiedenen Parteivorständen Fühlung zu nehmen, um den Versuch zu machen, die auf eine dem Gastwirtsstande freundlichere Stellungnahme festzulegen."
Öin lateiaischer Kongreß.
In Rom Hntrti gegenioartig ctu lateinischer Kongreß statt, an dem Ftaliener, Spanier und Franzosen, Ruinänen und andere Angehörige der großen lateinisä-en Völkersamilie teil ne hm en. Ter Ualienische Unterrichtsminister Nasi hiett eine längere Rede, in der er die Verdienste des römischen 9iciu--' und der lateinischen Völker um die Zivilisation pries und es als den Zlveck des Kongresses erklärte, die lateinische Sprache wieder in ihre Rechte als Uni- versalfprache auf dem Gebiete der Wissenschaften ein» zusetzen. ur meinte, auch die Deutschen und die Engländer hatten ein großes Znteiesse daran, daß dres geschehe, denn Niebuhr, Wincketmann, Goethe und Byron seien eigentlich
„lateinisch Seelen" gewesen, und die beiden großen Völker hätten stets gemeinschaftlich mit den Lateinern an der Verbreitung und Erhöhung der menschlic1)en Kultur gearbeitet. Sclttießltch kam der Redner auch auf die Politik zu fprechen und riet zur Bildung einer großen Föderation der lateinischen Völker, die eine Dürgsästift deS Friedens und der Unabhängigkeit für alle Völler wäre. Ter fran» zösisch Untcrrid/töuiuiijter Chaumis erklärte, er sei sehr gerührt darüber, so viel Eintracht unter den Söhnen eine. Familie zu sehen, die aus allen Gegenden der Welt mit brüderlichen Gefühlen nach der Stelle kamen, von der sie einst ausgingen. Der Kongreß |ei einem glücklichen Ge» danken entjpros<en, der nick-t auf Krieg und Eroberungen ausgehe, sondern die Gefühle der Eintracht und Bruderlich kert pflege, und in der Eintracht und Brüderlichkeit liege der ganze Geist und das Genie der großen lateinischen Rasse. Der französische Minister erhielt für seine marinen Worte den lebhaftesten Befall der Ver- lammlung, aber man wird bemerken, daß er den von feinem ualienifdxn Kollegen gebrauchten politischen Begriff „Fuderatwn der lateiiliscchli Voller" nicht wiederholte. Tte ,^ateiniichL Föderation" ist eine alte Idee, die von Zeit zu Zeck bald aus diesem, bald aus jenem romanischen vanbe befürwortet wird, aber tatsachticl-e Sck)ritte zu ihrer Verwirklichung hat die Idee noch nie gemacht. Obwohl zctzt Franlreich und Italien einander nagergetreten sind, erstcheint uns eine bes,ere Ausfick>t auf Verwirklichung immerhin noch als Lptimistcntraum.___________________
yrnnifdjtrs.
* Dresden, 16. April. Vor dem Rathaus am Neu- städter Rkarkt, und zwar an der Tür, die zum Leihamt führt, war dieser Tage ein solches Gedränge, daß man unbedingt auf ein fürchterliches Ereignis schließen mußte. Ich gehe also, schreibt ein Augenzeuge einem hiesigen Blatte, mutig auf die grauschwarze Menschenmenge loS und suche, nach rechts, nach links, in die Tlitte guckend, deS Pudels Kern herauszufchälen. Aber man belächelt mich nur mit höhnischem Gesicht oder läßt erstaunt die Augen auf mir ruhen. Endlich frage ich den nächsten: ,WaS ist denn hier lo5?* Ter Mensch ant- loortet nicht, sondern sieht mich bloß an. Andere machen Bemerkungen und lachen dazu. Da ruft auS der Mitte eine grobe Stimme: .Geht Sie das etiva was an?1 .Vielleicht«, sage ich. ,9la. Sie haben doch Ihren Wmterüberziehcr an!1 — — Jetzt tagte es bei nur. Sie alle wollten also ihre voreilig versetzten Wmterüberzieher wieder zurückholen l
• Leipzig, 17. April. In verschiedenen Blättern ist der Umstand auSgebeutet worden, daß der frühere Direktor der verkrachten Leipziger Bank, Exner, von Leipzig nach Zwickau, wo er seine Strafe zu verbüßen hat, zweiter Klasse gefahren ist, daß er nach dem Gefängnis eine Droschke benutzen durfte und daß er sein ganzes Gepäck bei sich hatte. Dem gegenüber wird darauf hingcwlesen, daß hierin nichts Ungewöhnliches liege. Jeder Verurteilte könne bean- spruchen, in dieser Weise nach dem Orte seiner Internierung
gebracht zu werden, wenn er die Kosten für sich und seinen Transporteur bezahlt. Für den Transport EznerS fei daS Geld von feiner Frau zur Verfügung gestellt worden, da er behauptet, selbst nichts zu besitzen (!) Ebenso natürlich habe er fein Gepäck mitnehmen müssen; denn wohin sollte eS führen, wenn jeder, der hier rechtskräftig verurteilt werde, das Gepäck, das er bei feiner Verhaftung besaß, hier lassen wollte! Daß Exner im LandeSgefängms behandelt werde wie jeder andere Gefangene, sei selbstverständlich.
* Wien, 17. April. Im ganzen Wienerwald, dem Alpengebiet, sowie in Südtirol ist seit gestern ein empfindlicher Wettersturz mit heftigem Schneefall cmgcircten. Die Obst- und Wemkulturen leiden empfindlichen Schaden.
* Zur Konitzer Mordafsaire. Die Recherchen in der Konitzer Knochenfundasfaire haben zu folgendem überraschenden Ergebnis geführt: Erster Staatsanwalt Schweigger und Bürgermeister Deditius leiteten die fernere Durchsuchung. Kreisarzt Tr. König stellte fest, daß die jetzt gefundenen Gliedmaßen menschlicl-e Knvlljen sind; ferner wurde festgestellt, daß die jetzt entdeckten K no ch e n diejenigen find, welche an der Leiche des Winter fehlten. In der Grube wurden gesunden: der Knochen deS rechnen Oberschenkels, zwei Knochen deS rechten Unterschenkels, zwei Ihiodjen des linken Unterschenkels, der linke Oberarmknochen und beide Unterarm- knochen des linken Armes. An einem Armknochen hing eine gut gearbeitete tzcrrengamafche, welche entweder dem Winter gehört hat oder von einem Täter bei der Verbergung verloren wurde. Vom Skelett deS unglücklichen Winter fehlen nur noch die Knochen zur Handwurzel und die tfinger. Man nimmt an, daß diese dünnen und knorpligen Glieder wahrscheinlich von der pneurnattschen Rei- n.'gungsmaschine rerqueischt sind. Tie bieinigungsrnaschine hat sich d-ie Stadt Könitz erst kürzlich angeschafft, und sie trat gestern zum ersten Male in Tätigkeit. Tie Abortgrube ist nach bem Winterschon Morde zweimal gereiniat worden. Kurze Zeit nach dem Mordtage wurde die Grub« von Arbeitern der Besserungsanstalt geräumt, und ungefähr vor einem Jahre nahm die Entleerung ein Ko- nistec Fuhrhalter vor. In Könitz ist die Erregung wieder sehr groß und die weitere Untersuchung der mysteriösen Angelegenheck eifrig im Gange. Daß die gefundenen Gliedmaßen die deS Winter sind, ist außer allem Z w ei s e l.
Gegen Schnupfen ist der Schnupfenäther .Fonnan1' anzuwenden, dec ärztlicherseits mehrfach als .geradezu ideales Schnupfenmittef bezeichnet wird. Bei leichtem Schnupfen Forman- Watte (Dose 30 Pfg.), bet 'tarkem Schnupfen Forman - Pastillen (60 Pfg.) zum Inhalieren mittels Riechgläschens. Wirkung frappant: Bei beginnendem Schnupfen fast unfehlbar. In allen Apotheken. Dian frage feinen Arzt. 1169
Feuilleton.
DaS März-Heft der „Kunst11 (München, Bruckmann, Preis vicrtel^ähilich 6 ML) bat nachstehenden Inhalt: Tie Bilder der Salome (eine sehr anregende Abhandlung Tr. E. W. Bredts, die im Hinblick auf das Berliner Verbot des Wildeschen Salome-Dramas eines gewissen aktuellen Cha- rakiers nicht entbehrt. Die Ausführungen des Verfassers, die darin gipfeln, daß erst die Kunst unserer Zeit das Teuf.lsweib m seiner perversen Leidenschaft und Grausam- keil darzustcllen gewußt hat, werden durch 21 Abbildungen trefflich erläutert); Das Künstlerische in der Kunst (Schluß des im Februar-Heft begonnenen Aussatzes von Prof. Konrad Lange); Die Neuerwerbungen der Deeliner NatMnal-Galene (besprochen von Hans Roienhagen); Tas Bilderschutzmittel „Voß" (in seiner Eigenschaft vorn Erfinder selbst erläutert); Von Neuer polnischer Kunst (eine sehr mtereifante Veröffentlichung, da mancherlei in Teuts^land nahezu unbekannte Künstler vorführend, Text von B. Zuckerkanol, 25 Abbildungen); Bild und Rahmen (ein Aussatz von Hermann Eß- toem und Ernst Neumann, sicb mit dem Wesen des Rahmens beschäftigend und der veränderten Stellung, die ihm die ieyigcii Kunstprinz^pien zaweisen); George Waltons Kodak- Läden (23 Abbildungen, Text von H. Muthesius-: Architektonische Entwürfe von Edgar Wood (5 Abbildungen); Grabdenkinäler von Herrn. Obnst (3 Abbildungen); Amerikanische K.ramik (ö Abbildungen); Spitzen und Stickereien (1? Abb.loungen): Kunstg^werbepoli.ik ^ein Aussatz von Tr. P Stubmanli in Dresden, der mit Recht den Hauptwert aller Kunstgeiverbepolitik auf der Innenseite staatlicher Tätig- keck sucht).
Neueste Pariser Kunst. — Alexander Koch's „Deutsche Kunst und Dekoration" giebt in dem verschw^noerisch ausgestatteten AprilH>este eine überaus mannigfaltige, alle Zweige der Kunst und des Kunst-Ge- werbes um,affende ^.onographie über George de Feure, dessen Wirksamkeit Pans und oranlreich in Aufregung ver- setzt; und nun dürfte durch dieses Heft der Darmstädter Kunst-Zeitschrift Cum Künstler em „europäischer Ruf" zu teil werden. Seine fabelhafte Fantasie und sein F-arben- Geschmack treten vormh.niich in feinen dekorativen Aqua- reüvii und Entwürfen zu tage, deren die „Teuische Kunst und Dekoration" vier in tünstlerischem Faibenorucke als Beckagen darbietet. Aber auch sonst ist das Heft eine uner- '.chöpsliche Fundgrube von Anregungeii und Mottven sowohl
für den Künstler wie für den kunstgewerblichen Fachmann und namentlich auch für den kunstliebenden Privaten. Tie Damen dürsten besoiiders die wunderbaren, zum teil farbig roiebergegebenen Fantafie-Kvstüine und Stoffe de Feures mit Bewunderung betrachten. Er ist aber mit Erfolg auch als Enckversender auf dem Gebiete des Buchschmuckes, der Metallurgie, des Porzellans, der Seidenstoffe, der Tapete, der Teppiche usw. tätig. Seine Wohnungseinrichtungen, Möbel, Beleuchtungskörper, Gläser, Fächer vereinigen moderne Formengebung mü Pariser Eleganz. Das brillante Heft mit über 100 Illustrationen durfte der „Deutschen Kunst und Dekoration" wieder einen großen Erfolg bringen. — Zm engsten Zusammenhänge hiernick steht die umfassende Tätigkeit des von S. Bing in Paris unter der Firma ,L'Art Nouveau" begründeten tunstgewerblichen Institutes, das nunmehr auch die Ausführung und den Vertrieb der Schöpfungen de FeureS übernommen hat. Rens Puaux giebt ui der Einleitung eine fesselnde Darstellung der Enist.hungs- geschichte und der Prinzipien dieses Unternehmens.
Ö Mainz, 16. April. Die Theateriaison 1902/03 schloß gestern abend mit einer glänzenden Wiedergabe von Dagner's „Götterdämmerung". Der städtische Kapellmeister Steinbach, beendete damit seine vierjährige Direktionstätigteck, bei welcher man den guten Willen für die fehlenden kunstlensa^n Taten hinne^men mutzte. Steinbach ist ein Kapellmeister ersten Ranges, aber ein minderwertiger Theaterdirektor. Seine Tirektionsführung war dilettantenhast, was schon daraus hervorgeht, daß in der letzten Saison — 7 Dconecke — 22, sage und schreibe 22 Lpern, darunter die bedeutendsten kirfrte, trotz größtenteils guter Auffahrung je nur einmal aufgeführt wurden. Während die Lper mit ihrem vorzüglichen Ensemble dominierte, lag es mit dem Schauspiel, das an vielen mittelmäßigen Kräften und mangelhafter Regie krankte, im Argen. In dieser Beziehung dürfte der Nachfolger des Herrn Steinbach, Herr ickrock S t e i n e r t, der frühere Barmer Direktor und jetzige Lecker des Trianon-Theaters in Berlin, leichtes Spiel haben. Von dem diesjährigen Ensemble bleiben uns nur unsere ausgezeichnete Primadonna, Frau Materna, und der sehr tüchtige Daßbuff^, Mitterlem, erhalten. Im übrigen wird das Personal vollständig regeneriert und es sollen, nrie man vernimmt, ,onwhi für die Lper nne für das Schauspiel sehr ,Ätzens- werte Suäfte gewonnen sein, dau.^ oer Held.ntenor Holz, der Bariton Menosf, der erste Held RodiuS, der jugendliche Liebhaber Hcyse usw. Qiu vivra Terra!
Der Verlag von S. Fischer in Berlin bringt die in der Versammlung des Berliner Goethebundes am 8. März gehaltenen Reden soeben zur Veröffentlichung. Tie Broschüre (Preis 50 Pf.) hat folgenden Inhalt: Hermann Sudermann: Maria von Magdala und das religiöse Drama. Ludwig Fulda: Kunstge,uhl und Schamgelühl. Reick)stagsabg. Dr. Müller (Meiningen): Politik und Bühne. Reicystagsabg. W. Heine: Die sozialen Aufgaben des Theaters. Geh. Zustizrat Pros. Dr. Don Liszt: Brauchen wir eine Zensur?
Die Geschäftsführung für die diesmalige 7b. IahreS- Versammlung der Gesellschaft deutscher Natu r f o r s ch e r und A e r z t e, die in den Taaen v)M 21. bis 25. September in Kassel statt findet, liegt in den Händen folgender Herren: Prof. Hornstein, 1. Geschäftsführer, und Dr. Rosenblatt, Direktor des Landes trän ken- i;auses, 2. Geschäftsführer, Dr. med. Ad. Alsberg, Schrift- lührer, Bankier Kock, Kassenführer. Als allgemeines Versammlungs-Lokal ist die Festhalle der hesstschen Aktien- braucrei gewählt worden.
Marburg, 16. April. Für die Ausführung der H ä n- delschen Passionsmusik durch den Lutherischen ftir* chena-or, unter dem Organisten A. Funk, hatte P.arrer L Koch die Anpassung des Textes an den heutigen Geschmack übernommen, wahrend H. Znderau bie Orgel- und Cembalo- Begleitung mit großem Geschick bearbeitet haue. LUS Solisten wirkten Frl. L. Funk-Marburg, die Herren A. Franke- ötanlfart und G. Nieratzky-Mamz mit, die Cembalo-Begleck- ung wurde von B.uno Weyersoerg-Koln ausge,ührt.
Ter 7. deutsch eHi st orikeriag wurde am 26. April mit einem Degrützungsobend im städtischen Saalbau zu Heidelberg erufinei. Am 7. Aprck begannen die Sitzungen in der Aula Der Universität unter dem Vorsitz des Präsidenten des Verbandes, Geh. Hofrats Dr. MarckS. Den Willkomm der Unwersität entbot Geh. Hofrat Merx, den der Regierung Minisierialrat Dr. Bohm, den der Stadt Oberbürgermeister Tr. Wilaens. Tie Reihe der Vorträge erösinete Prosc,sor Eduard Aceyer-Berlin mck tief durchdachten Ausführungen über Augu,rus, an die sich eine lebhafte Erörterung knüpfte. Unmuteibar daran schlof,en sich die scharffinmgen Erörterungen des Professors d. Below-Tü- bingcii über d.e Entstehung des modernen Kapitausmus, Die auf r.ne Kritik g.e.^namigen Sombartschen Buches hinauS.iefen und eine angeregte Erörterung emfekelten, m die auch Sombart se.b,t eingriff.


