Ausgabe 
17.6.1903 Zweites Blatt
 
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Gera: Wurm

und

und

Vp.

sels

Stuttgart:

eAUöitm'it und Land

t

gew.

und

Mülhausen: Emmel (Soz.)

Nationalliberalen.

Neustadt a. (C.) voraussichtlich

Von anderen Staaten: Braunschweig: Gewählt Blos (Soz.). Bernburg (Anhalt): Wessel (natl.) gewählt. Güstrow (Mecklenburg): Stichwahl zw. von Treuen- (kons.) und Knappe (Soz.).

Lippe-Detmold: Stichwahl zwischen Meyer-Jobst

d. S.-Kissingen (bisher C.): Moritz glatt gewählt.

Württemberg.

Gebweiler: Röllinger (Els) gewählt.

Colmar: Wahrscheinlich Stichwahl zw. Rieger (natl.)

Peirotes (Soz.)

Saarburg (bisher klerikal): Labroise (wildklerikal)

(fr). Vp.) und Becker (Soz.).

Dessau-Zerbst (Thüringen): Stichwahl zw. Rösicke (frs. 23g.) und Kappler (Soz.).

Eisenach: (bisher fr. Vp.) Leber (S.), Fries (natl.). Stichwahl zwischen Leber und Fries.

Oldenburg L: (bisher fr. Vp.). Stichwahl zwischen Bargmann (frs/ Vp.) und Hug (S.) ziemlich sicher.

Oldenburg 11.: (bisher fr. Vp.). Stichwahl zwischen Trstger (frs. Vp.) und Hug (S.).

Oldenburg 111.: (bisher Z.). Burlage (Z.)

Die freien Städte:

Hamburg I.: Bebel (Soz.) gewählt.

Hamburg II.: Dietz (Soz.) gewählt.

Hamburg 111.: Metzger (Soz.) gewählt.

Bremen: Schmalfeld (Soz.) gewählt.

Lübeck: Schwartz (Soz.) gewählt.

(S.) wiedergewählt.

Elsaß.

Stichwahl zwischen Schlumberger (natl.)

Deggendorfs (bisher C.): Hintewinkeln (C.) Innenstadt (bisher C.): Schmidt (C.) gewählt. Landau: Stichwahl zw. Schellehorn (Natl.) Erlenweil (C.).

Kaiserslautern (bisher B): Sartorius (Fr. 8026, Klement (Soz.) 6353.

Germersheim: Lichtenberger (Natl.) und Spindler (C.) Stichwahl.

Bayreuth (bisher Natl.): Hagen (Natl.), Hügel (Soz.) Stichwahl.

Speyer (bisher Soz.): Ehrhart (Soz.), Dr. Sieben (C.) Stichwahl.

Germersheim: Stichwahl zwischen Centrum und

Hildenbrand (Soz.) mit 2000 Stimmen Mehrheit wiedergewählt.

Schlettstadt: Gewählt Vanderscheer (Els.) Straßburg: Stichwahl zwischen Riff (HoSp. d. Fr.

23g.) iind Böhle (Soz.)

Gießen, 17. Juni 1903.

** ©. J. der Großherzog Ernst Ludwig soll demBerl. Tagcbl." zufolge beabsichtigen, in seinem Jagdschloß Wolfsgarten einen indischen Garten­tempel erbauen zu lassen. Ein Darmstädter Architekt l t mit der Anfertigung der Pläne nach den speziellen Angaben des Großherzogs und mit der Ausführung des Baues beauftragt worden und hat aus diesem Anlasse bereits mehrfache Besprechungen mit dem Landcsherrn im Neuen Palais in Darmstadt gepflogen. Der Tempel soll ganz aus rotem Sandstein und in der typischen reichen indischen Tetailarchitektur ausgesührt werden.

Hohe militärische Gäste. Trotzdem Sr. Exzelleliz General-Feldmarschall Graf v. Waldersee bedauerlicherweise, wie schon gemeldet, sich wegen Krankseins nach Hannover zurück begeben mußte, stndet die Besichtigung unserer Garnison heute statt. Zu diesem Zwecke sind gestern abend hier ein­getroffen und haben im Hotel Großherzog von Hesien Quartier genommen: Se. Exzellenz der Llorps-Kommandeur General

gewählt.

Straßburg-Land (bish. klerik.): Stichwahl zwffchen Hauß und Blumenthal (Sein.) wahrscheinlich.

Molsheim-Erstein (bisher klerik.): Delsor (klerik. 13 509, Hoffmann (Soz.) 5646, Kornmann (lib.) 1069 St. Delsor gewählt.

Saargemünd-Forbach (bisher K.): deSchmidt's (K. Wahl gesichert.

Diedenhofen-Bolchen (bish. klerikal): Merot 6433, Peirotes (Soz.) 5130, Bour (Z.) 3670, Hermannij (wild 950 Stimmen. Stichwahl zwischen Merot und Peirotes wahrscheinlich.

Zabern (bisher Rp).: Hoeffel (Rp.) voraussichtlich gewählt.

Jena: Stichwahl zwischen Lehmann (Antis.) und Leutert (S.)

Bayern.

München I: Stichwahl zw. Schön Natl.) und Birk Soz.>

München II: v. Bollmar (Soz.) gesichert.

Augsburg: Stichwahl zw. Kallhof (Centr.) und Roll­wagen (Soz.).

Erlangen-Fürth: Stichwahl zw. Eckart (Natl.) und Segitz (Soz.).

Rotenburg a. T.: Voraussichtlich Stichwahl zw. Burkart (Natl.) und Hilpert (Bauernbund).

Lands Hut: Glätsmann (Centrum) gewählt.

Straubing: Echinger (Zentrum gewählt.

Regensburg: Voraussichtlich Stichwahl zw. Baron von Pletten-Ramspau lCentrum, und Tr. Seitz ,Natl.).

Würzburg: Stichwahl zw. Dr. Thaler (Centrum) und Schmidt (Soz.).

Nürnberg: Südekum (Soz.- gewählt.

Aichach (bisher (£.): 23eck (C.) gewählt.

Wasserburg (bisher 2353.): Bauer (C.) gewählt.

Donauwörth (bisher C.): Weißenhagen (C.) gew. Ingolstadt (bisher C.): Aichbichler (C.) gewählt. Bamberg (bisher C.): Dr. Schäoler (C.) gewählt. Weilheim (bisher C.): v. Thünefeld (C.) wahrschein­lich gewählt.

Volitische Tagesschau.

Der Rachbar Serbiens.

Der Umschwung in Serbien scheint nach den bisher ein­gegangenen Meldungen in den anderen 23alkanstaaten keinen starken Eindruck hervorgerufen zu haben. Das gilt namcnt- lich von Bulgarien, dem neben Serbien unruhigsten der dortigen Staaten. Fürst Ferdinand gibt sich für krank aus,um sich nicht öffentlich zeigen zu müssen", wie die23oss. Ztg." von ihrem Gewährsmann in Sofia er­fährt. In Wirklichkeit soll der Fürst wohlauf sein. Welche Perspektive entrollt sich ihm hinsichtlich seiner Königs­träume? Immer und immer wieder hat er versucht, für diesem vom Ehrgeiz diktierten Wunsch an der Newa Stirnrn- ^9 -st machen. Er zeigte dem Zaren gegenüber ein bis zur Selbstverleugnung ergebene Haltung, er feierte den Zaren-Befreier" wie einen Nationalheros; ja er hatte nicht j^^ct?.ufr.^>er makedonischen Frage wegen einen Sfrieg mit der Türker vom Zaune zu brechen, um auch die militärische Lerftungsfühigkert Bulgariens darzutun, die es zum König- reich qualifizierte. Alles war umsonst. Sollte aber Fürst Ferdinand aus eigener Machtvollkommenheit zur Königs- kröne greifen wollen, dann würde er zu gewärtigen haben dre Intervention Rußlands und Oesterreichs aus Grund des Balkan-Abkommens von 1897, das die Erhaltung des Be­stehenden imWetterwinkel" vorsieht. Solchen Erwägungen mag sich Fürst Ferdinand jetzt mit bitteren Empfindungen

Göppingen-Gmünd: Stichwahl zw. Marquart (d. VolkSP.) und Dr. Lindemann (Soz.).

Reutlingen-Tübingen: Stichwahl zwischen Payer (23olksp.) und .Hermann (Soz.).

Freudenstadt: Stichwahl zwischen Deutsche Partei und Deutsche Volkspartei (?).

Ballingen: Stichwahl zwischen Konrad Haußmann (Deutsche Vottspartei) und Schellhorn (Centrum).

Backnang-Hall: Vogt (Bund der Landwirte) wie­dergewählt.

Crailsheim: Stichwahl zwischen Vogt (23und der Landwirte) und Angst (23d. d. Ldw.).

Eßlingen: Stichwahl zwischen Quidde (Deutsche Vvlkspartei) und Schlegel (Soz.).

Calw: Stichwahl zwischen Schrempf (Kons.) und Schweikhardt (Deutsche Vvlkspartei).

Cann stadt: Stichwahl zwischen Loechner (d. Vp.) und Tauscher (Soz.).

Heilbronn: Stichwahl zwischen Dr. Wolff (23und d. Landw.) urrd Kittler (Soz.).

Böblingen-Vaihingen: Stichwahl zw. Reichert (23b. d. Landw.) und Sperka (Soz.).

Aalen-Ellwang en: Hoffmann (Ctr.) gewählt.

Ulm: Stichwahl zwischen Stortz (d. Vp.) und Dietrich (Soz.).

Ehingen: Gröber (Ctr.) gewählt.

Göppingen-Gmünd: Berichtigung: Stichwahl zw. Gröber (Centr.) und Dr. Lindemann (Soz.).

Sachsen.

Leipzig: Leipzig-Stadt (bisher Natl.) Haffe (Naitl.) 13500, Boethkc (Fr. Vp.) 3700, Motteler (Soz.) 16 000. Stichwahl zwischen Hasse und Motteler.

Leipzig-Land (bisher. Soz.): Geyer (Soz.) wieder­gewählt.

Glauchau-Meerane (bisher Soz.): Auer (Soz.) wiedergewählt.

Meissen: Bithschke (Soz.) gewählt.

Chemnitz: Schipp'el (Soz) gewählt.

Kirschbauch-Auerba ch: Hoffmann (Soz.) gxwäblt.

Freiberg: Stichwahl zwischen Dr. Oertel (Bund der Landw.) und Schulze (Soz.)

Bieberach: Gewählt Erzberger (Centrum).

Ravensburg: Leser (Centr.) gewählt.

Dresden-Altstadt: Gradnauer (Soz.) gewählt.

Dresden-Neustadt: Kaden (Soz.) gewählt.

Zwickau: Stolle (Soz.) gewühlt.

Oschatz: Stichwahl zwischen Hausse (Konservativ) und Lipinski) (Soz.).

Zittau (bisher S.): Fischer (Soz.) wiedergewählt. Baden.

Mannheim: Dresbach (Soz.) 14641, Reiß (Natl.) 6393, Gießler (Ctr.) 3515, Muser (d. Vp.) 1941 Stimmen.

Ueberlingen-Constanz: Hug (Centr.) gewählt.

Villingen-Donaueschingen: Stichwahl zw. Centrum und Nationalliberalen.

Wertheim -Tauberbischofsh ei m: Zehnter (C.) gewählt.

Sückingen-Waldshut: Schuler (Centr.) gewählt.

Müllheim-Lörrach: Stichwahl zwischen Natl. und Zentrum.

Freiburg-Waldkirch: Stichwahl zwischen Jung- Hans (Natl.) und tfreuter (Soz.).

Durlach-Pforzherm: Stichwahl zwischen Wittum (Natl.) und Eichhorn (Soz.).

Lahr: Fehrenbach (Centr.) gewählt.

Kehl-Offenburg: Schuler (Centr.) gewählt.

Karlsruhe-Bruchsal: Stichwahl zwischen Basser- mann (Natl.) und Geck (Soz.).

Bretten: Stichwahl zwischen Frhrn. Mentzingen (C.) und Müller (Natl.).

Heidelberg: Stichwahl zwischen Beck (Natl.) und 23arth (Centr.). '

Thüringen.

Gotha: Stichwahl zwischen Liebetreu (frs. Vq.) und Bock (S.).

Sondershausen: Stichwahl zwischen Dr. Bänvinkel (nat.) und JooS (S.).

Reuß ä. L.: Förster (S.) gewählt.

Reuß j. L.: Wurm (S.) gewählt.

Sachsen-Altenburg: Buchwaldt (S.) gewählt.

Ri e i n i n g e n - H i l d b u rg h a u s c n: Stichwahl zwischen

Fritsche (nat.) und Dr. Müller (fr. Vp.) I

Sonneberg-Saal ield; Reißhaus (S.) gewählt.

Ehre, Ihnen die wärmsten und begeistertsten Glückwünsche zu unterbreiben."

Der Kaiser von Rußland richtete an den neu­gewählte nKönigvon Serbien sol^endesTele- gramm: Ich erfahre, daß Senat und L>kupschtina Sie einstimmig zum König ausgerufen haben und komme Euer Majestät Wünsche auszudrücken, welche ich für die Wohlfahrt Ihrer Person und Ihres Vaterlandes hege.. Möge Gott Jbnen zu Hilfe kommen in allem, was Sie für das Glück Jyres Volkes unternehmen werden. Nikolaus.

Es bestätigt sich, daß die Skupschtina beschlossen habe, allen Teilnehmern am Staatsstreich Straf­losigkeit zu gewähren. Ta andererseits die National­versammlung ein Tankesvotum an die Armee genehmigte, ist König Peter der Ansicht, daß er sich nicht mit den Er­eignissen zu befassen habe, welche seiner Proklamierung zum König voranguigen. Tie gestern dem Kaiser von Ruß­land, dem König von Italien und dem Fürsten von Monte­negro gemachte Anzeige trug keinerlei amtlichen Charakter.

Aus Antrag des Abg. Rastas Petrowitsch haben Senat und Skupschtina einstimmig beschlossen, der Armee den Tank des serbischen Volkes auszu­sprechen für ihre Haltung in den letzten Tagen. Eine Kom­mission aus drei Mitgliedern wurde gewählt, um das ganze Kronvermögenim Konakaufzunehmen. Tie Gemeinde 23elgrad wählte eine Deputation aus neun Mitgliedern, welche sich der Parlamentsdeputation an­schließen und nach Genf abreisen soll, um den neuen König zu begrüßen. Auch eine Militärdeputation, bestehend aus einem Obersten, einem Hauptmann imb einem Oberleutnant, begiebt sich nach Genf. Ter Bürgermeister der montenegri­nischen Hauptstadt Cettinej richtete an die Belgrader Stadt­gemeinde ein Telegramm, worin er Serbien zu dem neuen König beglückwünscht, der die gelockerten Beziehmigen zwi­schen Serbien und Montenegro festigen werde. Aus dem ganzen Lande erhielt die Regierung Beglückwünschungen zur vollzogenen Umwälzung.

Tre Mehrzahl der englischen Blätter legt große Reserve gegenüber dem neuen König von Serbien an den Tag. Tie meisten ministeriellen Organe drücken die Ansicht aus, daß die Mächte von vornherein alle Beziehungen zu Ser­bien hätten abbrechen müssen. Augenblicklich seien sie ge­zwungen, die vorhandene Tatsache anzuerkennen.

Tie Anti-Freimaurer-Liga in Rom richtete an die Kö­nigin Natalie ein Beileids-Telegramm, in dem der Em­pörung über die Ermordung des Königs Alexander Aus- druck gegeben wird..

Ier Umsturz in Serbien.

Aus Belgrad wird gemeldet: Trotz des Aufrufes der Stadtgemeinde nimmt die Stadt kein rechtes Fest- g e p r ä g e an. Ties kennzeichnet am besten die ganz einzig dastehende Teilnahmlosigkeit der Mehrheit der Bevölkerung, die sich durch die den Staat in seinen Grundfesten erschüt- ternden Ereignisse nicht aus ihrer Apathie ausrütteln läßt. Tie für vorgestern befohlene Illumination wie auch der Fackclzug fielen äußerst spärlich aus. Tie Stimmung im Volke ist im allgemeinen gedrückt und man glaubt, daß Serbien schweren Zeiten entgegengeht. Tie Auswanderung ganzer Familien dauert fort.

Wie aus Budapest gemeldet wird, wird dort der Empfang König Peters am Freitagnachmittag er­folgen und hierzu trifft eine serbische Deputation unter Führung des Ministerpräsidenten Awakumovitsch und des Metropoliten, des Präsidenten des Senats und der Skup- tschina sowie 60 Mitglieder der letzteren in der ungarischen Hauptstadt ein. Tie Begrüßungs-Ansprache hält der Metro- )oHt. Tie Weiterfahrt erfolgt mit Extrazug, der abends n Belgrad eintrifft. Tie Meldung des PariserGaulois", wonach der neue itönig von Serbien auf seiner Reise nach Belgrad in Wien vom Kaiser empfangen werden würde, ist vollständig unrichtig. König Peter wird nicht in Wien begrüßt werden. Ter Wiener Hof wird aber auch für den ermordeten König keine Trauer anlegen.

Aus die Begrüßungs-Tepesche des Präsidenten des Senats antwortete König Peter:

Tie nationale Volksvertretung meines teuren Vater­landes hat für alle Zeiten meinen königlichen Tank ver­dient, weil sie die Interessen meines lieben Vaterlandes vor Augen hielt, seine Stimme der Stimme des Allmäch­tigen zugesellte und in vollem Einvernehmen mich auf den Thron meiner glorreichen Ahnen berief. Tas erste Wort, welches mein gerührtes Herz an die nationale Volksvertretung richtet, mag mein Gelübde sein, daß ich immer der allererste Beschützer der nationalen Freiheit und der eifrigste Vertreter der Rechte, der nationalen Volksvertretung fein werde. Es lebe mein teures serbi­sches Volk! Es lebe die immer treue nationale Volks­vertretung. Peter.

Nach einer Genfer Tepesche wird König Peter in einer Wohnung von Besuchern bestürmt. Er empfängt aber nur einige besondere Freunde und verließ die Räume als König zum ersten Male vorgestern abend und zwar zu dem Zweck, einen Beileidsbesuch bei der Familie des Präsi­denten der Genfer Kanton-Regierung, Didier, der am Sonn­tag verstorben ist, zu machen. Tre in Genf wohnenden Serben sandten dem König eine in enthusiastischen Aus­drücken abgesaßte Adresse. Tie Wohnung des Königs wird von der Polizei unter Aussicht gehalten. Ter König kann ich vor Bettelbriefen und Bittstellern kaum retten, ©in amerikanischer Mill ionar bot ihm ganz ge­schäftsmäßig seine Tochter zur Frau an uiid versprach eine enorme Mitgift.

Tie Depesche des Ministerpräsidenten Avakumowitsch, mit der er Peter Karageorgicwitsch seine Wahl anzeigte, lautet:

Peter Karageorgicwitsch, Genf. Soeben hat Sie die nationale Volksvertretung in gemeinsamer Sitzung zum König von Serbien gewählt. Indem die Regierung Ser­biens Sie davon verständigt, hat sie die Ehre, Ihnen die herzlichsten Glückwünsche mit dem Wunsche zu unter- breitcn, daß unser Vaterland unter der Regierung des Enkels des ruhmreick)cn starageorg, des ersten 2kfreiere Serbiens, einer glücklichen und glorreichen Zukunft ent­gegengehe."

Tie Tepesche des Präsidiums des Senats und der Skuptschtina lautet:

Tie nationale Volksvertretni.g des Königreichs Ser Vien wählte Sie einstimmig mit Begeisterung zum erb- li$en König Serbiens. Tas gefertigte Präsidium hat die

Deutsches Reich.

Berlin, 16. Zuni. Tie Sch r e ß v e r suche vo r dem Kaiser, die übermorgen stattfinden, werden nach einem Telegramm des23erL Tagebl." aus Meppen hauptsäch^ lich gegen Panzerplatten erfolgen. Es werden hierzu künst­liche Schifssrümpfe hergestellt.

Ter Kaiser begab sich heute vormittag nach Kum­mersdorf zur Vorführung von Geschützmodellen und Schieß­versuchen. Mittags traf der Kaiser hier in Berlin ein und horte im Kgl. Schloß den Vortrag des Stellvertreters des Chefs des Militärkabinetts. Bis morgen abend gedenkt der Kaiser in Berlin zu verbleiben.

Nachdem mit annähernder Sicherheit der Rück­tritt des Justizministers Schönstedt für den Herbst angekündigt worden ist, behauptet dieTägl. Rundsch " der Zentrumsabgeordnete Reichsgerichtsrat Dr. Spahn/der ich der besonderen Gunst des Reichskanzlers erfreue, solle Justizminister werden. (Tiefe Meldung ist wohl nur als scherz aufzufassen.)__

Ausland.

Paris, 16. Juni. Senat. Tas Haus bewilligt die Ausnahme einer Anleihe von 65 Millionen Frcs ur die öffentlichen Arbeiten in Westafrika und nimmt mit 135 gegen 127 Stimmen den Kommissionsantrag an nach dem die Lieferungen soweit wie möglich der sranzösi' chen Industrie überwiesen werden sollen.