Ausgabe 
16.3.1903 Erstes Blatt
 
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zubauen.

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Hefsisch-Thür. Staatslotterie. Bet der heute

2000 Mk. auf Nr. 3814 4002 (Stegen)

einem geraden Wege,

welche ja, wie ihm

Röder wurde »er*

n zu, er habe erst

die

arntj^QC'

niten östlich von der Medizinischen Stiinit für bie schon vorhandenen Kliniken eine Swrung entstehen könne, glaubt

Der dritte Artikel: ,£)ie Entfaltung der Wesens heit des Schöpfers zur Kraft und Herrlichkeit' ist natürlich ebenso wahnwitzig; das schönste aber ift der Reklame-Schlußamkel .Die Erfüllung'. Hier heißt es:

Tie Wlssenschaiieu haben sich, unter göttlicher Befruchtung bei -Träger des WettgeijicS', zu ungeahmer Hohe entwickelt, vor allem

Aus tztaöl uni) £aui).

Gießen, 16. Marz 1903.

BLüheuder Blödfiau.

Dor uns liegt ein grellgrünes vterseitigeS Oktavblatt, hemuSg. von der Redaktion der seltsamen Monatsschrift .Tie Erfüllung'. DaS Blatt bringt vier Arttkel, von denen einer immer blödsinniger ist als der andere. Der erste betitelt sich Die Befruchtung der Welten* und schwätzt das dümmste Zeug über eine neu erfundene .Wissen­schaft', die .Astrologie*, die .Gottes Wesenheit und den Ursprung aller Dinge und allen Lebens' zu lehren vorgiebt. Sehr schön sind daraus folgende Satze:

' ,T,e Seele eines jeglichen Geschöpfes und einer jeglichen Pflanze erzeugt nach erlangter Reite in ununterbrochener Folge einen Lceleujproß ober auch Leben-entgueller. Tie dllraloqie be­zeichnet d,e Seelen,prosse bepflanzen mit.Wurzel-Lebensentqueller^, die Seelen,protze der Ge,chöp,e mu .Gehiru-Ueben-eutqueUer .

In Dem folgenden Artikel .Die Schaffung der Sonne'entquellen* dem anonymen Derfasier folgende Geistesblitze: _ .

Prallt die magnetische Strömung emeS lSeinrn---am emen anderen ntagnehfchcn Strom im All, griffen beibe .lUftrome ununterbrochen, Fülle aut Fülle jeuriger ^oheir.

toben Ichor vn di« s.rvmenden Wasieii itten, die nttlicheS Geuini laben; und die ttungen toben spenden die quellen deranno einem jegtkchcn Gellrm; und die feurigen Lol)en bauen gigantisch und bauen unanlbörlich: Unermeßliche Welten! Und so em Riesen- Heer der rnagnettfchen Strömungen der oteme m emem Buntte

Am Samstag vormittag um 9 Uhr nahm her Pro- dinzialausschuß in Gegenwart der Parteien und deren Vertreter sowie der Sachverständigen noch einmal einen Augenschein vor. Man besichtigte das Gelände zwischen Wilhelm- und Klinikstraße auf dem seitens der Universi- tLtS-Daubehörde die Bauten der Chirurgischen und der ophthalmologischen Klinik projektiert sind, und ebenso das Terrain, welches in der gedachten Derlängerung der JUiniffrtaßc, östlich der neuen Kliniken liegt, auf welchem seitens d«S RschtSanwaltö Grünewald als viel geeigneteres rauland für Kliniken hingewiesen wurde. Bei dieser Be- ^chtigung waren auch anwesend Medizinalrat Köhler-Offen- bach, Professor Rehn-Frankfurt a. M. und Krankenhaus- Verwalter Muhiot-tzrankfurt a. M. Um 11 Uhr begann Fortsetzung der mündlichen Verhandlung im Kreis- ^.tögebäuoe auf dem Drandplatz, wo sich außer den schon genannten neuen Sachverständigen, die Professoren Pfannensticl und Geheimrat Riegel als Sachverständige eingefunden hatten. Vom Vorsitzenden Provinzialdirektor Dr. Dreidert wurde kundgcgeben, daß die Vertreter der yxproprianten weitere Anträge auf Ladung von Sachver- ftündigen gestellt haben, welche zur CntschädigungSsrage gehört werden sollen. Unter diesen Sachverständigen sind Benannt: Oberbürgermeister Mecum, sämtliche Mitglieder der Bau^Deputotttm, die Arclntekten Stein uhb Meyer usw. Detter ist zu den Akten überreicht eine Plan^Skizze des Geländes zwischen Wilhelm- und Krttiikftraße, in der zwei neue Strafen eine Verlängerung der Hofmannstraße und eme Querstraße zu derselben eingezeichnet sind, wie sie früher beabfidjtgt gewesen sein sollen.

Dcnwber, daß diese« Projekt bestand, wird Geo­meter Wießner als Zeuge benannt.

Der Vorsitzende knüpft hieran die Mitteilung, daß der ProvinHialauSschuß ficb vor Schluß der Verhandlung schlüssig machen wird, ob die Zeugen und Sachverständigen gehörl werden sollen.

Getränke in Deutschland stationär, wahrend er in Frank­reich beträchtlich zugenommen habe.

Zn einer offiziösen Zeitungsnote wird betreffs des /ungst zwischen Frankreich und Venezuela unter­zeichneten Protokolls zur Regelung der französischen Forderungen erklärt, daß Frankreich durch das Protokoll alle den anderen Mächten infolge der jüngsten

^iochrh^dende beauftragte einen Mann her Woche mit der Begleitung Röders nach der Wohnung des Sergeanten. Kaurn hatte der Posten die WohnungÄür hinter Röder ge- chlossen, da fielen kurz hinter einander mehrere Schüsse. Der Soldat öffnete die Tür und wollte eben in das Zimmer treten, da wurde auch auf ihn ein Schuh abgefeuert, her ihn jedoch nur leicht an der Hand verletzte. Auch die Frauen sind beide nicht lebensgefährlich verletzt, haftet und gestand dem Wachthabendei

seine Frau und dann sich selbst umbringen wollen. Außer einem neuen Revolver fand man fünf abgeschossene Pa-

ban er (Gießen), 21080 22079 32457 34201 25104 39549 latrtfche 42692 44971 56777 58559 59657 68932 75979 83455

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Klinik so nahe an die anderen Kliniken erbaut hat, man 8o783 99577. Ohne Gewahr.

----- ---gLhcnkönnen.* Heber einen Mordversuch, der gestern nach-

l Als man die mittag in der neuen Kaserne verübt wurde, wird uns' sich auch gesagt, folgendes mitgeteilt: Der hiesige Taglähner Röder lebte

Rechtsanwalt Grünewald erklärt, daß das von ihm vertretene Projekt betreffend die geeignetere und bessere Plazierung der SUinü^Xeubautcn dahin zu verstehen sei, daß die Chirurgische Klinik neben der medizinischen Klinik, also oben auf bet Höbe, und die neue Augenüinik im Anschluß daran, nach dem entgegengesetzt liegenden, süd­lichen Abhang des Seltersberges gestellt werden soll. Da­mit sei dem Einwand deS Herrn Professor DvssiuS wegen bet Zugluft begegnet.

Hieraus wird zur Vernehmung des Geheimrats Pro- rejfor Riegel ge(cf)ntten, weicher bemerkt, er fei weder (stirurg nodr Ophrhalmoiogc und könne nur sein Urteil abgeben vom allgemein medizinischen Standpunkte. Zur Zett, als man bw medizinische Klinik, deren Lcikor er fei, an der icbigcn Stelle erbauen wollte, da fabe er polier Usbcrzeugung erklärt, es fei ocr gewählte Matz der beste und geeignetste, den man finden konnte, unb wenn et heute bie Frage noch einmal zu beantworten

hätte damtt noch, etwas weiter nach draußen gehen können. Zweifellos würde dies besser gewesen sein. ^Als man die mitta neuen Kliniken bauen wollte, da habe man sich auch gchagt, folget ---- . -.

daß es auf der Höhe mehr Zugluft gebe, als im Tal; aber schon sett einiger Zett mit feiner Ehefrau in Unfnebtn, »ort oben sei, wie gesagt, die Luft auch reiner, und diese wobei es mehrmals vorkam, daß er sie auch mitzhandelte. »rauche der Kranke. Hierzu komme, daß man sich gegen Sie trennte sich deshalb von ihm und ging zu ihrer in den 3ua schützen könne. Man habe damals auf dem der Kaserne verheirateten Tochter. Gestern begab sich nun Seltersberg die Kliniken gestellt in der Absicht, später auch der Ehemann mit einem geladenen Revolver, den die anderen Institute diesen anzugliedern, d. h. nach er erst kurz vorher gekauft hatte in bu Aufenic uni draußen zu verlegen, nach draußen, wo das Baugelände feuerte mehrere Schuss e aus seine Ehefrau ab, wobu auch billm zu haben war, wo freies-Gelände genügend er sie verletzte. Auch der Soldat, der ihm zur Begleitung vorhanden war doti der Wache mügegeben wurde, erhielt einen Schutz in

Der Vertreter der Unwersitütr-Baubehörde Dauinspel. die Hand. Sünrüiche Verletzungen sind nicht lebenSgc. tor Becker, richtet an Gcheunrat Riegel die Frage, ob nicht sährlich. Der Täter wurde d i r h a, tc t. - Äerterhm tret, dadurch eine Verschlechterung, ja ein Mißstand, für die den uns noch folgende naher- Angaüen gemacht: Vor acht Chirurgische Klinik entstehen würde, wenn diese nicht aus Tagen kam Stober zum ffliagi(ltatao||e|fot Curichmann. Er einem geraden Wege, sondern auf einem Wege, der im machte einen vollstäichrg heruntergekommenen etiNdruck und Rechteck um das G^äude herumgeht (Zickzackweg bezeichnet erklärte, er fei früher ftädttf chet Atbettet gewesen. Sctt^ »er Herr Dauinspektor denselben) zu erreichen sei und ob dem aber seine Tochber verheiratet fei, wäre dieser unb nicht eine Störung oder gar eine Belästigung für die jetzt auch seiner Ehefrau seine Tätigkeit bei betetet mchS an der Klinikstratze liegenden tznstttute dadurch entstehen wehr.recht gewesen. Er habe dte,ewe deshalb mifgeseb^ würde, daß die Klinikfrraße ine Der kehr sstraße auch für und feiibem fei Unfriede in der Farnttie eingekchrt. Er >ie Chirurgische und Augenklinik später fein wird. Der teilte mit, daß seine ^r<ui ihn verlasjen habe und daß er Sachverständige verneint diese Fragen, er verweist darauf, arbeitslos sei. Assessor Curfchmann wies R^>er an das daß ja später noch, andere Verbindungen nach den Älu Armenamt. Ueber die Dorkonirnnisfe in der Kaserne wird niten aus der Stadt herausgeschaffen werden, z. B. eine uns noch folgende Darstellung zugescuidt. Roder, em .Aann Quersttaße von der Wilhelmiiraße nach der Klinikstraße, von 58 Jahren, erschien in der Wachstube und verlangte, welche ja, wie ihm bekannt sei, früher schon geplant zu seiner Lochtet geführt zu werden, die mtt einem öer- aewesen sei. Daß durch die Erbauung der beiden Kli- geanten verheiratet fei und in der Ka,eme wohne. Ter ° ____1 '».arzktlkujenbe öeouftraate einen Mann her Woche mit der

er nicht. ä t .

Professor Psannensttel hält die Lage der gynakologi- chen Klinik für nicht auf dem rechten Platz, er ist der Ansicht, dieselbe liege zu sehr auf der Höhe. Er sei zwar erst ein Jahr lang in dem Gebäude tätig, aber er müsse agen, es hätten sich während /dieser Zeit schon erhebliche Uedelstände ergeben. Die Hufuhr und der Zugang der Patienten nach der Höhe fei zu schwierig. Häufig komme es vor, daß dieselben keuchend im Institut anlangen, well »er Weg die Frankfurterstraße hinauf, bergan gehe. In »cm vergangenen Winter wäre es öfter oorgekommen, daß die Räume seines Jnstttuts nicht zu erwärmen ge­wesen seien, doch könne dies, wie Professor Psannensttel zugiebt, zum Teil an den veralteten Hei-einrichtungen »er Frauenklinik liegen. Man habe sich gegen die Kälte durch Aufstellung von Petroleumöfen in den Krankenzim- mein vergeblich zu schützen gesucht. Diese Verhältnisse haben zu argen Widerwärtigketten geführt und den Pa­tienten Schaden gebracht. Man habe mit Rheumatismus und Halskranthetten zu kämpfen gehabt. Auch die Schwestern hätten sehr zu leiden gehabt unter der Külte. Professor Psannensttel spricht sich dagegen aus, bie beiden Kliniken östlich der Medizinischen Klinik zu errichten, er hält den von der Baubehörde gewählten Platz besser geeignet Als Nachteil des Grünewaldschen Proiekts komme aber noch hinzu, daß, je mehr Sttaßen in die Klinik- ftraftc münden würden, Je mehr der Verkehr darin wachsen würde, desto mehr die Kranken belästigenden Staub wurde es daselbst geben. Die andern beiden vorliegenden Pro­jekte zur Errichtung der Kliniken, oben an der Frank- urterstrahe hinter der Psychiatrischen Klinik, oder mehr eitab von der Stelle, welcye die Baubehörde dafür vor- aesepen hat, hält der Sachverständige für nicht diskutabel. ü ' Schluß folgt

tlj und epoche befruchtet sind. Und abermals stehlen wir vor de.r aus dem Erscheinung ein es neuen Gott es-Sohn es aus der icn Qmprf Erde! Der neue Gottes-Sohn, .der Tröuer", ist vom veitand Jesus Chrisws verkündet, und um die Zeit der heutigen Ereignisse sein Erscheinen prophezeit, gemäß Matth. Kap. 24.---Und was dir noch nicht klar ist, erschließt

dir alles gleich im Anbeginn »Die EriüUung". Und der Gewinn an der Schritt: »Die Erfüllung" wird emgeza^lt in ,Dre heilige T r ö st e r st i f t u n n', verwaltet von der -schristleitung der Er­füllung. Aus Lneser Stislung werden die M 111 e t («cl/ genommen, um jedermann und jeglichem Botte die Wunder des neu­entsandten GotteS-Sohnes in Schauhäusern auf-

gesehen. _

Sern, 15. März. Bei der heutigen Volksabstimmung über den neuen Zolltarif, welcher die Grundlage für die künftigen HandelsvertraaSverhanölungen bilden soll, wurden 329000 Stimmen für, 223 000 gegen den Taris abgegeben.

Wien, 15. März. Aus Gmunden wird gemeldet: Die Familie des Herzogs von Cumberland wird Mitt­woch aus Kopenhagen hierher Lurückkehren. Bon ver­läßlicher Sette wird versichert, der Herzog halte unab­änderlich am Standpunkt seines DaterS, des Königs Georg von Hannover, fest, daß ohne Rückgabe Hannovers feine Aussöhnung mit Preußen möglich fei. Alle Gerüchte über Heiratsprojekte und eine Regentschaft in Sraunschweig werden hier als unwahr bezeichnet.

Bukarest, 14. März. Das Amtsblatt veröffentlicht ein Gesetz betreffend Aufhebung der Gemeinde- Oktrois und die Bildung eines Kommunalfonds zur Schadloshaltung der Gemeinden für den Ausfall des Okttois. Das Gesetz tritt am 1. Ajwil in Kraft.

Konstantinopel, 15. März. Wie auf der Pforte tzersichert wird, wurden bereits 1080 wegen politi­scher Verbrechen verurtellte und verbannte Personen, darunter mehrere Türken begnadigt.

Petersburg, 15. Marz. Gleichzeitig mtt der Publikation des Manifestes des Aaren wurde der Adlatus im Ministerium des Innern und Chef der Gendarmerie General v. Webe mit der Mission beauftragt, den in Sibirien lebenden verbannten Studenten und po­litischen Verbrechern die Rückkehr nach dem europäi- fchcn Rußland zu ermöglichen. General v. Webe hat sich zu diesem Zwecke nach Tomsk begeben.

Aden, 15. März. Die gegen den Mu11ah operieren­den Truppen verdrängten am 10. März den Feind aus dem Besitz des Brunnens von ßafafante und brachten ihm einen Verlust von 15 Toten und 16 Verwundeten bei. Der Mullah hat sich nach Ogaden begehen, um seinen Mu- nitionSvorrat zu ergänzen.

Newyork, 15. März. Die erste Rate der Ent­schädigung Venezuelas an Deutschland ift im venezolanischen Schatzamt in bar flüssig gemacht worden.

Iie Enteignung des Kelandes für die neuen Kliniken.

P. Gießen, 14. März.

tronenhülsen bei Röder. Auf der Wache erklärte Röder noch, es fei nicht feine Absicht gewesen, den Poften, der ihn be­gleitet hatte, zu treffen.

* Ermordung eines Gießeners. Aus Fulda meldet man unS, daß der dort wohnende Heizer Rinn, ein geborener Gießener, ermordet worden sei. Die näheren Thatsachen sind noch nicht bekannt, doch wird erzählt, daß in feiner Wohnung emgebrochen, er sich den Dieben entgegengestellt, daß er aber von diesen nieder^ geschossen fei.

" Schlägerei. In der Nacht vom Samstag au) Sonntag kam e§ zwischen jungen Kaufleuten in der Schul­straße zu einer Schlägerei, wobei eS blutige Köpfe abfetzte. Die Thäter wurden zur Anzeige gebracht.

Märzfeier. Man schreibt uns: Zu der gestern auf Textors Terasse veranstalteten Märzfeier hatte sich em zahl­reiches Publikum vereinigt. Dr. Michels auö Marburg sprach über die politische Bedeutung des März. Er gedachte hierbei des Todestages von Marx, sowie der Jahre 1795 und 1848. Die Gesangvereine .Eintracht" von Gießen, sowie diejenigen von Heuchelheim und Krofdorf erfreuten durch Liederoorträge, während die Bauer'sche Kapelle die Pausen in angenehmer Weise auSsilllle.

- Gewerbegericht. Die am Sonntag im hiesigen Bürgermeistereigebäude erfolgte Wahl von je 12 Beisitzern aus den Kreisen der Arbeitgeber und Arbeitnehmer bewies, daß das segensreiche Wirten derselben aUfntigc verdiente Anerkennung findet. Die Betelligung an der Wahl war außerordentlich rege. Die Dtlmmenzahl hat sich gegen 1900 um mehr al» verdreifacht. Tie auf die vom evangelischen Arbeiterverein und katholischen Gefellenverein gememschaftlich aufgestellte Liste ergab für die Arbeitgeber 95, für die Arbeit­nehmer 69 Stimmen. Diejenige vom Gewerkschaftskattell 13 bezw. 763. ES wurden sonach füt 1903/6 gewählt: AIS Arbeitgeber - Beisitzer: Beil, LomS, Schreinermeister; Berg, Karl, Schuhmachermeister; Bierau, Daltasar, ®lafenneifter; EmmelmS, Louis, Zigarrenfabrikant; Faber, E. A., Speng­lermeister; Hennings, Fr., Bäckermeister; Krumm, Eduard, Kaufmann; Leib, Heinrich, Schneidermeister; Dlüller, Ludwig, Bäckermeister; Pirr, Ludwig, Metzgermeister; Schmidt, Clio, Uhrmacher: Winn, Heinrich, Bauunternehmer. Als Arbeit­nehmer-Beisitzer: 23aum, Heinrich, Glaser; Bock, August, Drechsler; Diehl, Johannes, Schneider; Tech, Karl, Ziqarren- macher; Toll, Ernst, Schmied; Hensel, Adolf, Schriftsetzer; öoltberg, Gustav, Brauer; Kruger, Gustav, Metalldreher; Laucht, Wilhelm, Maurer; Männche, Heinrich, Schreiner; Schäfer, Iol^annes, Lackierer; Jakobi, Gabriel, Brauer.

Den Kometen, von dem dieser Tage in unserem

haben würbe, so könnte er diese mir wieder voll und aufemander prallen, im magnettschen Zwange, fo blchei, unaufhörlich ganz bejahen. Ihn geniere nicht der Weg Dom Bahnhof entäünbtt, den.keilenden Bekern D,e-rsrrahlmd- ^nn^ . ober von der Stadt zur Medizinischen Klinik, ihn geniere nicht die Luft, die da oben aus dem Berg wehe, denn btefe ei für feine Patienten die beste und reinste Luft, die man sich denken könne, mehr unten, näher der Stabt zu, hatte er die Luft für nicht fo rein und so gut, wie gerade auf der Höhe. Geheimrat Riegel vertrat auch unumwunden v« ^Döigemt-» , $u- -----

den Standpunkt, dan Krankenhäuser am zweckmäßigsten in den Böllern, die als Träger der neu hcrandrechenden RuUur- außerhalb der Stadt zu stehen kommen müssen, und *--*»-* «« ft Döt

childcrt, wie vor 18 Jahren etwa, als man. C" .

Seltersberg die Institute errichten roollte, für diesen Zweck außerdem noch zwei Bauplätze in Frage kamen. Es waren »ies ihrer Lage nach ein Bauplatz vor dem Walltor an »er Marburgerstraße, von dem man aber absah, weil er allzu entfernt vorn Bahnhof und von der Stadt sich befand und zweitens unterhalb der neuen Kaserne. Hier genierte, daß die Kranken, welche in die Klinik woltten, unmittelbar am Kirchhof hatten vorbei geführt werden müssen und dies wollte man vermeiden. Als man die

Kliniken an der Kliniksttaße nach ihrer Fertigstellung

in Betrieb nahm, da war die Entfernung derselben von

der Stadt noch Wetter, denn durch die Bebauung der

Frankfurtersttaße und links derselben ist die Stadt den lliniken bedenllich näher gerückt. Er bedauere die euer» lisch vorrückende Bautätigkeit ttn Interesse der Kliniken, ......

Denn diese seien dadurch immer mehr eingeengt worden fortgesetzten Ziehung der 6. Klosse wurden solgende Gewinne und der Wunsch sei gewiß berechtigt, daß oamals 25 000 gezogen: 10 000 Mk. auf 9tr. 86538, 5000 Mk. auf Mark für Geländeerwerb mehr aufgewendet worden wäre, gic< 50310 51313 74336 79664 94558, 3000 Mk. auf >amit zwischen der Frankfurtersttaße und den Kliniken 1706 35675 45708 56773 68725 71138 72394 72622 ein freier unbebauter Raum zu erhalten möglich ge- 840g0 85681 ~

wesen sei. , iqtrr

Der Sachverständige äußert noch die Ansicht, daß es für einen Fehler halte, daß man bie^ Psychiatrif

Rom, lo. März. Die Verschiebung des Gegeu- o e s u ch e s K a i s e r R i k o l a u S ll. in Rom, wo derselbe diesem Frühjahr erwartet worden war, auf den Herbst) hat sehr verstimmt. Die Abendblätter be­stätigen übereinstimmend, daß Kaiser Wilhelm am 2. Mai nach Rom kommt, und am 6. Mai wieder abreist. Das Programm ist noch nicht genau festgesetzt, doch sind die Grundsteinlegung für das «Äethedenkrnal, Parade, Be­such des Forums und bet kapitolinischen Museen vor-

Ereignisse zugestandenen Vorteile erhalte zu jenen Vorteilen, welche Frankreich bereits durch den Vertrag vom Februar 1902 für seine Staats­angehörigen erlangt habe.

Madrid, 15. März. Rachsüchten aus Lissabon zufolge brachen infolge Weigerung die Gemeindesteuern zu zahlen, in Eoimbra Unruhen aus. Die Schenken wurden ge­schlossen, der Handelsverkehr stockt. Zwischen Polizei und Unruhestiftern fanden .Zusammenstöße statt, wobei drei Person en getötet und mehrere verletzt wurden. Trup- öen stellten bie Crbnuna wieder her.

Rom, lo. März. Die Derschi