Montan 1« März, »03
153. Jahrgang
Erstes Blatt
Nr. 63
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streit wäre nach Herrn Dasbach die Regelung sehr leicht, wenn der Staat in Trier sowohl ein katholisches, als auch ein evangelische« Lehrerinnenseminar errichtete. Außerdem erkundigte er sich lebhaft nach der Verwendung deS DiSpo- sitionssondS für die höheren Mädchenschulen und nach der ftonfcjfion der Lehrkräfte. Herr Im,er ging auf den Gym- nasialunterricht der Mädchen ein und suchte die Konsequenzen zu erläutern, die daraus entständen, wenn man mit der Errichtung von Mädchengymnasien fortführe. Wenn die Mädchen erst da« Abiturientenexamen in derselben Weise wie die jungen Männer ablegen dürften, könnte man ihnen auch kein Studienfach verschließen und müßte ihnen dann auch dieselben politischen Rechte und A em ter wie den Männern ernräumen. Der Beruf ol« einfache Lehrerin würde den Damen nicht mehr genügen und sic würden den Männern eine ganz erhebliche Konkurrenz auch m der Verwaltung usw. bereiten. Er empfinde angesichts dieser Frage geradezu Beängstigung. (Lebh. Bravo rechts). — Minister Dr. Studt betont ausdrücklich, daß die Regierung nicht beabsichtige, allgemeine Mädchengymnasien oder Realgymnasien zu errichten. Der Vorwurf, die radikale Frauenbewegung zu fördern, lasic sich gerechterweise gegen die UnterrichtSverwaltung nicht erheben, denn sie gehe nur sehr vorsichtig weiter. — Abg. Dr. Dittrich (Ztr.) verbreitet sich über die Frauenbewegung und meint, die Unter- richtsverwaltung sei den Forderungen der Frauen sehr weit entgegen gekommen. Erste ärztliche Autoritäten hätten sich gegen das Fraucnstudium ausgesprochen. Es sei Pflicht der Abgeordneten, vor einem Zuviel auf diesem Gebiete zu warnen. — Minister Dr. Studt führt auS, die Unter- richtsverwaltung beschäftige sich andauernd mit der Frage der Ueberbürdung der Schüler und Schülerinnen an den höheren Lehranstalten. Die Bedenken deS Vorredners wegen Gefährdung der Gesundheit der Schülerinnen seien übertrieben.
Kolonialpost.
Brüssel, 14. März. Die „Tribüne Congolaise* berichtet, die Ursache der englischen Angriffe gegen den unabhängigen Kongostaat sei darin zu suchen, daß der Kongoslaat sich geweigert habe, einer Gruppe englischer Finanzleute eine Konzession in einem, große Grubenschätze bergenden Gebiete zu erteilen.
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Beim Titel Mädchenschulen nahm am Samstag das preußische Abgeordnetenhaus Gelegenheit, sich gründlich über die Ausbildung der Mädchen ausernanderzusetzen. Nach Herrn v. Knapp genügten die jetzigen Mädchen- schulen nicht den Anforderungen, insbesondere müßten andere Vorkehrungen getroffen werden, um die Mädchen zum Studium oorzubereiten. Für den Tr.rxr Lchul-
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Prinzregent rungsmüde und Wie soll man von Anbetungen in allen :c Zeit bevor. Der aber in Kopenhagen ert. Er halle jetzt ,müer Anerkennung oglich. Tie Er- nr ein Borw and
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on Graf Sanitz Dotations-G^ gründung durch den ister Dr. Stubt, die en Vorschriften über hack) resormbedürftig g der ländlichen Gerden und möalichst n an diese Verbände ie sich als ungangbar ausgearbeilet worden, i)t abgeschlossen seien, ir augenblickliche Zeil- tion nicht geeignet sei, i Finanzlage, te wurde ein Antrag degung eines Gesetze ung bei SoliS-1 geregelt und unter schösse den bestehen- die Kommission ver- Beratung des Kultus eMwesen fortgesetzt, um nochmalige gründ' ■et Schubesckwet- Schwartzhoff ent- rung des Lehrer ins. _________
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werden.
— Der Krankenkassenkon greß erklärte den Entwurf der Novelle zum Krankenkaisengesetz für unannehmbar, wenn nicht die auf die Beschränkung der Selbstverwaltung gerichteten Bestimmungen gestrichen werden.
— Die „L o r r e s p. d e s B u n o e S d e r L a n d w i r t e" beschwert sich über die Reichsregierung, weil die- selbe in letzter Zeit wiederholt ReichStagskanüidaten, die namentlich wegen chrer bis dahin stets bekundeten agrarischen Gesinnung aufgestellt worden sind oder ausgestellt werden sollten, einen Druck ausgeübt habe, vom Bunde der Landwirte abzurücken und einen pronoiiziert agrarischen Standpunkt abzuleugnen. Ter Duno der Landwirte erklärt deshalb, daß er Kandidaten, welche nicht die bestimmte Erklärung abgeben, völlig auf dem wirtscyaftspollttschen Soden des Bundes der Landwirte zu stehen, keinerlei positive Wahl-
tetten besprungen werden!
H amburg, 13. Mär.'» An dem gestern abend stattgehabten L i e b e s m a h l deS O st a s i a t i s ch e n B e r e i n s nahm PrinzHeinrich mit etwa 200 Personen teil. Bürgermeister Tr. Lurchard hielt die Festrede, in der er einen Rückblick auf die Entwicklung des deutschen Ein- lusses warf und betonte, daß die vom Reiche mit China vereinbarten Verkehrserleichterungen und die sich anbahuen- den freundlicheren Beziehungen Chinas zu Japan möglicherweise ganz neue Voraussetzungen für den Verkehr mit und nach Persien schaffen würden.
Straßburg, 15. März. Ter Landesausschuß für Elsaß-Lothringen hat einstimmig eine Resolution angenommen, welche die Gleichstellung der Reichstande mit den deutschen Bundes st aaten anstrebt und durch Vermittlung des Reichskanzlers dem BundeSrat und dem Reichstage unterbreitet werden soll.
Kirche und Schule.
— Der Provinzi-ollandtag für Hessen-Nassau hat nach einem Referate des Abg. Ruey-Kasscl die Preußische Regierung gebeten, em Gesetz 311 erlassen, durch welches den Gemeinden der Provinz gestattet wird, mittelst Ottöslatut zu bestimmen, daß die aus der Volksschule entlassenen männlichen Personen auf dem Lande bis zum 18. Lebensjahre zum Besuche der Fortbildungsschule verpflich- t e t sind.
— In der konstituierenden Vorbesprechung für den eoangelifch-sozialenKongreß, der in derPsingstwoche in Darmstadt abgehalten wird, berichtete Professor Har- nack-Berlin: Auf dem Kongreß werden Professor Hermann- Marburg über .Bergpredigt und soziale Verhältnisse der Gegcnwatt*, Geheimrat Kahl-Berlin zur Revision des Strafgesetzbuchs, Professor Wagner-Berlin über Staats- und Gemeindesteuern sprechen.
Wahlbewegung.
Darmstadt, 16. März. Heute fand hier eine Der- sammlung des LandesauSschusseS der nationalliberalen Partei im Großherzogtum Hessen statt, in der eine Aussprache über daS Vorgehen bei den Reichstagswahlen erfolgte. Es wurde u. a. der Beschluß gefaßt, daß die Parteigenossen in allen Wahlkreisen darauf hinzuwirken haben, daß im Verein mit den übrigen bürgerlichen Parteien die Sozialdemokratie energisch bekämpft werde.
Deutsches Keich.
93 er Tin, 15. März. Ter Aufenthalt des Kaisers in Rom wird nur vier Tage dauern. Nach einer Truppenrevue wird eine Galaoper und später ein Besuch des Forums ohne die Besichtigung der Ausgrabungen statlsinden. Nach >er Grundsteinlegung zum Goelhedenkmal soll ein Garteu- est auf dem Monte Pineio abgehalten werden, worauf iroßer Empfang auf dem Kapitol und Beleuchtung des Zorums, sowie des Kolosseums stattfindet, außerdem plant »er Bürgermeister Roms ein Bankett. Der Besuch Neapels und die Flottenschau scheinen auszufallen, auch ist es un-
auBet Sonntags.
Dem Gietzenn Anzng« werben im ’flkdjlcl mit den, hessischen tandwirt btt •kfcfeer Kamillen, blflttet viermal m der tvoche de,gelegt.
Rolülionflörud il Verlag der Brühl 'lchen Univers.'Such- u.Srem- trudetri <A>etschEr den)
Stebatuon, ExpebUto« und Drucker«.
Ausland.
Paris, 14. März. T,e ^bgg. Thierrv und Bonnesvoy haben einen Gesetzentwurf eingebracht, durch welchen die Lebensversicherung von Kindern unter sieben Fahren verboten wird. Diese Versicherungen haben zu skandalösen Machenschaften Antaß gegeben, welchen zahlreiche Kinder zum Opfer fielen.
— Ter Gewinn aus dem Tabakmonopol im vergangenen Fahre beträgt 332 Millionen, und dejenige auS dem Zündholzmonopol 24 Millionen Francs.
__ Wie die Blätter melden, ist die Regierung entschlossen, in dem Konflikt mit dem Vatikan keinerlei Zugeständnisse zu machen. Tie Regierung werde vielmehr ruhig abwarten, bis der Vatikan einsehe, welche Unannehmna-teilen ihm aus diesem Konflikt ent- slehem NZger legte dem Präsidenten Loubet,
bei dessen heutigen Besuch der LandwirtschaftSausstelluna eine graphische Darstellung vor, und führte auf Grund derselben aus, daß Deutsch land bei einer A l ko - holerzeugung von 4 Millionen Hektoliter für inDuiirieu: LZwe^e 1161 OuO Hektoliter verwendet, eni) oLunt-eui) be. einu: Erzeuguleg von 2 2:56 000 Heiiolitcr nur 2s 1 'jOO Hektoliter für uwuirrielle Zwecke oer- roenoci. ^ndererscils verbleibe der Alkohvlverbrauch für
Unterstützung werde zuteil werden lassen, selbst wenn sie sich von vomberein der konservativen Partei anschließen tu wollen erklären. Eine Unterstützung selbst von Kandidaten, die sich zwar konservativ nennen, es aber nicht im Sinne des Bundes der Landwirte sind, sondern in Wahrheit willenlose Werkzeuge der jedesmaligen Regierung, werde für die Zukunft settenS des Bundes der Landwirte unter keinen Umständen erfolgen.
— Dem in Stuttgart erscheinenden „Beobachter" schreibt man aus Münsingen, wo vor kurzem bei der Landtag s w a h l in der Stichwahl der demokratische Kan d i d a t gegenüber dem Zentrumskandidaten gewählt worden ist: In Oberstetten besteht ein Farrenstall, und der dortige Gemeindesarren ist bisher auch von der Nachbargemeinde Bernloch freundnachbarlich benützt worden. Tie Gemeinde Oberstetten ist katholisch, Bernloch ist protestantisch und die Heimat des neuen Abg. Reihling. Am vierten Tag nach dessen Erwählung, Dienstag, den 10. März, ließ die Gemeinde Oberstetten in Demloch mit der Ortsschelle amtlich bekannt machen, daß von heute ab keine Kühe von Bernloch mehr von dem Farren von Ober-
gewiß, ob die Kaiserin mitgeht.
— Der Kaiser besichtigte gestern im Kunstgewerbe- Museum ein neues zum Gebrauch bei feierlichen Grund» teinlegungen bestimmtes Festzeug, besuchte sodann den Reichskanzler und horte später im Schloß den Bor- trag des Chefs des Marinekabinetts.
— Dem „Lok.-Anz." zufolge nahm der Kaiser auf dem Diner beim Reichskanzler den Mitgliedern der Lrientgesellschaft gegenüber Gelegenheit, fein Interesse für ihre Arbeiten und Bestrebungen aufs neue zu bekunden. Dabei wurde in der Hauptsache die Frage der Ausgrabungen behandelt. Das Thema „Babel und Bibel" streifte der Kaiser bei der Begrüßung des Professors Delitzsch Dieser wird im April seinen Vortrag halten.
— Die „Köln. Ztg." detnentiert die Meldung, daß gelegentlich des 85. Geburtstages des Königs von Dänemark bei Anwesenheit des deutschen Kaisers die Verlobung des deutschen Kronprinzen mit der Prinzessin Alexandra, der zwetten Tochter des Herzogs von Cumberland, bekaimt gegeben roeruen sollte, und daß nur durch eine plötzliche Sinnesänderung des Herzogs der Plan gescheitert sei. Das offiziöse Blatt bezeichnet alle der- arttgen Ausstreuungen als ' **"
2. April den Gegenbesuch in Dänemark machen und am Geburtstage des Königs Christian nicht mehr in Kopenhagen anwesend sein. Desgleichen werde der Kronprinz nicht m Kopenhagen erscheinen, da er erst im Mai von seiner Orientreise zurückkehrt.
— Die Vorlage wegen besserer Sicherung der geheimen Abstimmung wird, der N at.-Ztg." zufolge, dem Reichstage sehr bald zugehen.
x- Die „öetm." halt die Mitteilung eines hiesigen Blattes, daß Bayern gegen die Aufhebung des 8 2 des Zesuitengesey es ftimmen werde, für er- f uni) en. Es könne vielmehr nach chrer Information kein Zweifel daran fein, daß in erster Linie Bayern den preußischen (Stimmen im Bundesrat beitreten werde, wie überhaupt im Bundesrat eine Mehrheit für die Aushebung vorhanden sei. Eine weitere Hinausschiebung der Entscheidung im Bundesrat müsse zu einem schweren politischen Fehler
yolitifdje Tagesschau.
Der Frankfurter Kongreß.
Man schreibt uns von geschätzter Seite:
Zu Beginn der vergangenen Woche hat in Frankfurt am Main eine Versammlung getagt, die sich mit einem der wichtigsten Probleme des Bolkswohls und zugleich den furchtbarsten Uebeln beschäftigte, die als schleichendes Gift im geheimen fortsresscnd die Kräfte des Volkes dezimieren. Tie dustersten Nachtseiten des Lebens mußten da beleuchtet werden, und bezeichnend ist es, daß dieser Kongreß, der sich mit dieser Sache beschäftigte, der erste in seiner Art war. Aber erfreulich wiederum und verheißungsvoll sieht uns dieser Kongreß an, weil hochstehende Männer und Frauen, Sroße Gelehrte, höhere Verwaltungsbeamte, Sozialpolitiker, Menschenfreunde und fvohbereite Helferinnen mit sittlichem Ernst und m o ra l i s ch e m Mut an die Frage herangettcten sind. Denn tatsächlick muß auch die edle Schamhaftigkeit, die mit der un)au6eren Prüderie nichts gemein hat, weichen vor den furchtbaren Erscheinungen, die oft unsägliches llnb.il anrichten; wir müssen erkennen, daß bie GeschlechtSkcanchciten tn chrer unheimlichen Verbreitung und ihren teuflischen Folgen nicht nur einzelne Menschen in der besten Kraft des Lebens zerstören, sondern unmefc bares Famckienglück vernichten, zahlreiche schuldlose Frauen zu Dulderinnen unsäglicker Leiden machen und ganzen Generationen im Keime den Untergang sichern.
An vier Verhandlungstagen Hal jene geistig hochstehende Versammlung über die Geschlechtskrankheiten und ihre Be- lämpfung beraten. Man hat erlann/, daß die bisher geübte polizeiliche Kontrolle nicht auSreicht, daß andere Mittel der ethischen, sozialen und gesetzlichen Tätigkeit eingreifen müssen, daß sich die Krankenkasfen nicht mehr gegen venerische Verseuchungen verschließen und den Hmfsbedürf- tigen von allen ihre Unterstützung versagen dürfen. Man hat das Uebel bis in seine Ursachen zurückverfolgt, und dabei konnte es nicht ausbleiben, daß auch seine Vermittlerin, die Prostitution, beleuchtet wurde. Ernste, soziale Probleme traten zutage, vor allem wieder das soziale Grundübel: die Wohnungsnot. Das Zusammenleben ganzer Familien in unzureichenden Räumen, im ^ettt-ryit dem Scktlnfst«->ls»^siu, Rur stückige Atmsspyckre in den Behausungen der Armut erzeugt vielen-Kindern unseres Volkes schon in früher Jugend Neigungen, die sie ganz von selbst in die Arme der Prostitution treiben. Bei weitem nichl in allen Fällen sind Leichtsinn und Schlechtigkeit die Antriebe. Man verlangte deshalb nach genaueren, bis ins einzelne gehenden Erhebungen über die Zustände im Wohnungswesen, eine Wohnungstzefetzgebung, die an die Räume bestimmte gefundheilliche und moralische Mindestforderungen stelll, und man verlangte nach einer verbesserten Aussicht über die Prostitution, als über ein Uebel, das so all ist, fast wie das Menschengeschlecht selbst. Als Professor Neiffer die Säuberung der Straßen und die Kasernierung der Prostitution besnders in größeren Städten forderte, erhoben freilich zwei Frauen dagegen Einspruch im Namen der Frauenwürde, aber der alte Praktiker Polizeidirektor Schäfer ans Mannheim wies ihnen nach, daß eine vernünftig reglementierte Kasernierung der anständigen Frauenwelt Die Bewegungsfreiheit auf der Straße sichere, und zivei Mediziner sprachen sich ebenfalls aus Gründen der «Sittlichkeit wie der Hygiene ganz entschieden für die Kasernierung aus.
Selbstverständlich kann der Kongreß nicht mit einem Blitzschlag eine Besserung des Uebels schaffen, aber angebahnt hat er sie. Er hat den Schleier der Heimlichkeit von dem Verderben gerissen, er hat die Wege ins Dunkel hinein und wieder hinaus ans Licht zur praktischen Bekämpfung gewiesen, und dafür verdient er den Dank unseres Volkes.
Zur Ehescheidung am Üouigl. Sächsischen Hofe.
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Die Frage, welcher Name Der nunmehr geschiedenen Kronprinzessin von Sachsen nach ihrem Ausscheiden aus dem Wettinschen Hause gebührt, und welchen sie zu fügten berechtigt ist, war wiederholt Gegenstand lebhaftesten Mem- ungsaustausches in der Presse und in weitesten Kreisen des Volkes. Da diese twn juristischen Feinheiten durchsetzte Frage jedoch nicht ohne weiteres zu entscheiden ist und die meinen Aeußerungen sich bisher nicht über Vermutungen und Allgemeinheiten erhoben, ist es beionders dankenswert, daß nunmehr eine streng objektive juristische Untersuchung dieser Frage auf Grund der Wissenschaft und der ein» schlagenden Gesetze borgenommen worden ist. In der „Ttsch. Iuristen-Ztg." kommt Der Privatdozent an der Universität Kiel, Dr. O p e t, zu dem Ergebnisse, daß der ehemaligen Kronprin;e'sin jetzt lediglich die Bezeichnung Luise Antoinette Maria von SachsenEettin zustehe, oder, falls die Kronprinzessin ihren vorehelichen Namen wieder aimchme, Luise Antoinette Maria von Lothringen^absburg-Tascana. Kurz gefaßt roirb sie sich also von jefet an ,^Luise von Sachten' nennen können unb die Worte „von Sachsen" werden die Stelle eines bürgerlichen Namens dabei oer- tteten. Zusätze, die dem wahren Sachverhalt entsprechen, also etwa „vormalige Kronprinzessin" oder „geborene Erzherzogin", kann sie jederzeit beifügen.


