Ausgabe 
15.8.1903 Viertes Blatt
 
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Montag, den 24. August:

an Ort und Stelle von den Wiesen vor der Neustadt, von den Wieseckböschungen, sowie von der früher Pascoe- schen Wiese;

am Neuenwegertor von den Wiesen im Heegstrauch, im Rußland und in der Slephansmark;

an Ort und Stelle vom Friedhof und von den Anlagen vor dem Friedhof;

im Philosophenwald, nachmittags 2 Uhr, von den Wiesen im Fürstenbrunnen, im Wiesecktal, von zwei Hospital- wiesen und von zwei Pfarreiwiesen in der Gemarkung Wieseck, sowie um 5 Uhr von ca. 16 Morgen Wiesen in der Schwarzlach.

Dienstag, den 25. August:

von den Ochsen wies en, einer Hospitalwiese, von den Wiesen im Stolzenmorgen, am Utersbrunnen und Altentisch, nachittags 2 Uhr, von den Wiesen in der Gemarkung Rödgen, nachmittags 2/2 Uhr, von den Wiesen in der Gemarkung Alten-Buseck, nachmittags 3 Uhr, von den Wiesen in der Gemarkung! Großen-Buseck.

Gießen, den 14. August 1903.

Großherzogliches Kreisamt Gießen.

Dr. Breidert.

Vormünder können die Zinsen für ihre Mündel erheben, wenn das Gericht nicht anders bestimmt hat. Bei Kapitalruckzahl­ungen bedarf es der schriftlichen Ermächtigung der obervormund- schaftlichen Behörde. ' 42

Lehrlinge:

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. Das Ginlagebuch wird mit 10 Pfg. berechnet.

!. Einzahlungen können täglich geleistet werden.

!. Das Einlagebuch ist von dem Besitzer gut zu verwahren.

:. Kommt ein Einlagebuch abhanden, so hat der Sparer unver­züglich bei der Bank Anzeige zu erstatten.

' Die Bank ist berechtitzt, aber nicht verpflichtet, bei Kapital- rückzahlungen die Legltimatwn des Borzeigenden zu prüfen.

. Tie Beischreibung der Zinsen erfolgt im Januar jeden Jahres in den Bücher« der Bank. Die Besitzer der Einlagcbücher können die Auszahlung oder Beifchreibung jedoch ganz gele­gentlich auch in anderen Monaten veranlassen.

. Kapitalien unter 1000 Mark können ohne Kündigung abgehoben werden, dagegen hat der Zurücknahme von Beträgen über 1000 Mark m der Regel eine dreimonatliche Kündigung vor­auszugehen.

BckmmtmuGmrg.

Wegen Vornahme von Brückenbauarbeiten wird die Kreis­straße von Watzenborn nach dem Haltepunkt Schiffenberg vom 17. bis einschließlich 19. August für den Fuhrwerks­verkehr gesperrt. Während dieser Zeit muß der Fuhrverkehr von Gießen nach Watzenborn über Garbenteich oder Steinberg erfolgen.

Vmlchmtigz-hreige.

Montag -en 17. August, vormittags 10 Uhr beginnend, kommen in Nidda folgende Gegenstände öffentlich meist­bietend zwangsweise gegen Barzahlung zur Versteigerung:

1 Plüsch-Sopha und 2 Sessel, mehre Betten, 2 Poly­phons, 1 Ledersopha und 19 Lederstühle, 1 Divan, mehrere Kleiderschränke und Waschtische mit und ohne Marmorplatten, Spiegel, Nachttische, 1 Billard, 1 Büffet, 1 Pianino, Sessel, Bilder, 1 Schreibtisch, Vertlkows, 1 Trumeaux, 1 Fliegenschrank, 1 Salontisch, 1 Stoß­karren, 1 Psuhlpumpe, Gartenmäbel, verschiedene Haus­und Küchengeräte, diverse Weinvorräte in Flaschen und anderes mehr.

Die Versteigerung findet bestimmt statt und wird eventuell > die folgenden Tage von 10 Uhr morgens ab fortgesetzt. Ort der Versteigerung wird durch die Schelle bekannt gegeben.

. Es suche« Arbeit:

1 m 7 Pferdeknechte, 1 landwirtschaftlicher Arbeiter (leichte Arbeit), } m^^^^betterm, 2 Kutscher, 1 Schmied, 1 Installateur, 3 Spengler, 7 cu .!* oder Heizer, 2 Maschinenschlosser, 3 Buchbinder, 1 Packer oder Lagerarbeiter, 4 Schreiner, 1 Weißbinder, 1 Lackierer, o rf' ..c , 1 Kellner, 3 Hausburjchen, 2 L)chreibgehilfen,

6 Llenstmadchen, 1 Stütze der Hausfrau, 1 Kinderfräuleül, 2 Kmder-

4 Lausfrauen, 1 Laufmädchen, 4 Waschfrauen, 1 Büglerin, 2 Weißzeugnäherinnen, 1 Flickerin.

Grurnnretgras Versteigerung der Stadt Gießen.

Montag den 24. und Dienstag deir 25. August, jedesmal vor­mittags 9 Uhr beginnend, soll das Grummetgras von den städti­schen Wiesen, von dem Friedhof, von den Anlagen vor dem Fried­hof und von den Wieseckböschungen meistbietend versteigert werden und zwar

Alle Ersatzteile, Luftpumpen, Lausmäntel, Laternen Glocke«, Carbid, Oel 2c. gebe ebenfalls sehr billig ab.

Arbeitsnachweis der Stadt Gießen

Garteustratze 2 (Bürgermeistereigebäude) Zimmer Nr. 14.

bat die Aufgabe, zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern (Arbeiter« jealicher Art, Dienstboten und k-- unentgeltlich Arbeit zu vermitteln.

An den Werktagen von 8 bis 1 Uhr und von L bis S Uhr geöffnet.

1A rpt . , Es können eingestellt werden:

Sq Pferdeknechte, 5 landwirtschaftliche Arbeiter, 2 landwirtsch.

1 Eementmüller, 4 Erdarbeiter, 1 Kunstschlosser, 1 Bau- scylolser,1 Tapezierer, 8 Schreiner, 1 Drechsler, 2 Glaser, 1 Spengler, 7 pau3buqd)en, 1 Restaurationsköchin, 20 Dienstmädchen gegen 9ooen Lohn hier und auswärts, 1 besseres Kindermädchen, 3 Lauf- lrauen, 1 Platterm für auswärts.

Bekanntmachung.

In der Zeit vom 8. bis 15. August 1903 wurden in hiesiger Stadt

gefunden: 1 schwarzer Seiden-Boa, 1 grauer Sommer­überzieher, mehrere Kragen und eine Rohrverbindung mit 2 Schrauben;

verloren: 1 goldenes Armband, 2 Damenuhren und 1 hellbraunes Portemonnaie.

Die Empfangsberechtigten der gefundenen Gegenstände be- lteben ihre Ansprüche alsbald bei uns geltend zu machen.

Greß en, den 15. August 1903.

Großherzoguches Polizeiamt Gießen.

________.I. V.: Roth.

Ausschankstetten iu Gießen: / Motel Restanrant Schütz (PH. Reitzel), Bahnhofstraße, s Restaurant z. Augustiner (I. Brunner), Ludwigsplatz.

Depot und Berkaus i« Flaschen: Gotthilf Böhrle Marburgerslraße 7. 6206

Wir geben nachstehend die Bestimmungen für denl Verkehr mit unserer

Abteilung für Spareinlagen

zur allgemeinen Kenntnis der Interessenten.

Gießen, im Dezember 1902.

Dank für Kandel und Industrie.

Aepositenkasse Gießen.

Bankgebäude: Johannesstraße 1. 1

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Greßen, am 15. August 1903. 6197 . .

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Die Zusammenkunft ist am 24. August am Neustädtertor und am 25. August in den Ochsenwiesen.

Die Gr. Bürgermetstereien der umliegenden Orte werden er­sucht, Vorstehendes in ihren Gemeinden bekannt machen zu lassen.

Gießen, den 15. August 1903. 6217

Der Oberbürgermeister.

Mecum.

MerPrimtklUsche

des Heinrich Haffelbach in Lollar

Privatklägers gegen den Hutmacher Karl Kratz in Homburg v. d. H., jetzt in Dillingen (Post Fried­richsdorf) Taunus

Angeklagten wegen Beleidigung hat das Großherzogl. Schöffen­gericht Gießen in der Sitzung am 11. August 1903 für Rech, erkannt:

Der Angeklagte Karl Kratz in Homburg v. d. H., z. Z. zu Dillingen (Post Friedrichsdor i. Taunus) wird zu einer Geld­strafe von fünfzig Mark even­tuell 10 Tage Gefängnis, so­wie in die Kosten des Ver­fahrens, einschließlich der dem Privatkläger erwachsenen not­wendigen Auslagen, ver­urteilt.

Gleichzeitig wird dem Pri­vatkläger die Befugnis zuge­sprochen, innerhalb acht Tagen nach der Zustellung des rechts­kräftigen Urteils den Tenor desselben auf Kosten des An­geklagten einmal in dem Gießener Anzeiger" veröffent­lichen zu lassen.

Die Richtigkeit der Abschrift der Urteilsformel wird be­glaubigt und die Vollstreckbar­keit des Urteils bescheinigt.

Gießen, 13. August 1903. gez- Plock.

Hilfs-Gerichtsschreiber des Großherzogl. Amtsgerichts. Für die Veröffentlichung: die Vertreter des Privatklägers für die Rechtsanwälte H. Katz und C. Kaufmann

Kaufmann, 6211 Rechtsanwalt.

K. 46/03.

Samstag bett 12. Sept. 1903 nachmittags 2y2 Uhr werden auf hiesigem Ortsgericht die vor dem Namen Bechthold, Joh. Phil, von Wismar stehenden Parzellen

(alt 43/34a) neu 26/121 = 892 qm

Wiese am alten Lahnfluß, (alt 46/307) neu 25/79 1564 qm Acker und 382 qm Wiese in der Lichtenau am Römersloch öffentlich meistbietend versteigert.

Gießen, den 31. Juli 1903.

Großh. Ortsgericht Gießen. 5942 Gros.

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Donnerstag den 20. August d. I., abends 8/, Nhr Marktulab 17

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Verdingung.

Die Herstellung von ca. 300 Quadratmeter Rinnenpflaster in den Ortsstraßen Franken­bachs soll Dienstagden 18. August, nachmittags 12y2 Uhr auf dem Rarhaus zu Frankenbach öffentlich vergeben werden.

Rodheim a. B., 14. Aug.1903.

Hagner, Wegemeister.

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E. G. m. b. H.

350-400 Ar. RoMslroh Maschinendrusch, werden für die Zeit von Ende August d. I. bis Ende August n. I. angekaufl. Dasselbe kann zum Teil von der Maschine angefahren werden, der Übrrge Teil -kann auf zweimal geliefert werden. 6180

Interessenten werden ersucht, Offerten bis zum Montag dem 17. ds. Mts. auf dem Depot, Marburgerstraße 66, abzugeben.

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