Freitag 15. Mnit803
153. Jahrgang
(krfteö Blatt.
sprechen.
Metz, 14. Mai.
Burg berührten Ortschaften, nanrentlich der Gemeinde Bergheim, wahrgenommen. . _
Metz, 15. Mai. Ter Kaiser verlieh dem Fürstbischof Tr. Kopp das Großkreuz des Roten Adlev- ordens und dem Erzbischof Fi sch er-Köln den Roten A d l e r o r d e n 2. Klasse mit dem Stern.
in diesen Tagen beschleichen wollten. War ich doch, wenn auch viele tausend Meilen von Hause entfernt, zum Weih- nachtstage in „Deutschland".
Auch der Abend wurde recht angenehm verbracht. Wir waren zum Generalkonsul Tr. Knappe zum Essen ein* beladen, das, heiter und witzig, wie der Generalkonsul immer ist, in angeregtester Laune verlies. Vorher ging die Einbescherung, auch wir hatten dem Meinen Töchterchen eine Kleinigkeit zum Geschenk gemacht. Natürlich hatte uns das Christkind nicht vergessen. Um 11 Vs Uhr verabschiedeten wir uns und gingen schlafen nach vielem Dank an unsere liebenswürdigen Gastgeber.
Als ich am anucten Morgen aufwachte — schlecht hatte ich natürlich geschlafen, denn die Gedanken an zu Hause waren doch mächtiger als mein Wille — da schien die Sonne so freundlich vom blauen Himmel und ein warmer Duft lag über dem sonst so „dreckigen" Wangvu, die Meinen Sampans schaukelten sich in den gelben Wellen, und srnuchck und glänzend lagen die weißen Kriegsschiffe in der Morgensonne. Auch mir wurde leichter ums Herz, und in dem warmen Baoe waren auch die Letzten trüben Gedanken ertrunken.
Ich setze mich an den lecker bereiteten Frühstückstisch: einige Liter Tee, drei Eier und ein großes Weißbrot mit Jam, d. i. Gelee, welch em freudiger Schrecken, da prangte auf meinem Tisch ein riesiger echter deutscher, köstlich duftender Weihnachtsstollen, welchen die Frau Generalkonsul mir schon in aller Frühe herübergesandt hatte. Und da ich bekanntlich gegen guten Kuchen eine unüberwindliche Antipathie habe, tannfr Tu Dir ^a vorstellen, wie ich ein» gehauen habe. Nachher ging ich in die deutsche Kirche: am Nachmittag fuhr ich aus, uno so ging auch der 1. Weih- nachtsfeiertag zu meiner vollen Zufriedenheit zu Ende. Der zweite verlief ähnlich und am dritten war Die Grundsteinlegung für das neue Postgebäude, das in überaus reizeuoer Weise verlief und von dem aus ich zusammen mit dem Postrat Puche, dem obersten Leiter der deutschen Post m China, Dem Ministerialdirektor Witlko in Berlin eine Karte schickte.
Etwas sonst noch Erwähnenswertes aus dem önent* Lichen Leben Shanghais ist der Selbstmord des Chefs
Ter Kaiser traf um 4 Uhr 50 Min. hier ein und wurde von der Kaiserin, welche kurz vorher von Potsdam angelangt war, begrüßt. Zur Begrüßung auf dem Bahnhof waren ferner anwesend in Stellvertretung des erkrank* t e n kommandierenden Generals des 16. Armeekorps Grafen Häseler der Gouverneur der Festung Metz v. Stötzer und der Bezirkspräsident von Lothringen, Graf Zeppelin- Aschhausen. Während die Kaiserin, eskortiert von einer Schwadron des 13. Tragonerregiments, nach dem Dom fuhr, begab sich der Kaiser, welcher die Uniform des Kö- nigs-Jnfanterio-Regiments Nr. 145 trug, begleitet vom Gou* verneur von Metz, zu Pferde dorthin. Tie Truppen bildeten vom Bahnhof bis zum Tomplatz Spalier. Auf dem Festplatze stand eine Lhrenkompagnie des Regiments Nr. 145.
Sodann fand mit großem Pomp die Einweihung des Christusportals an der Kathedrale stabt- Bor dem nut Vorhängen verhängten Portal war auf dem Tomplatz ein Zelt ausgeschlagen, vor dem sich gegen 5 Uhr die Würdenträger des Landes, die aus Straßburg herüber- gekommen waren, und die hiesigen Generäle und Spitzen der Behörden versammelten. Nachdem der Kaiser vom Pferde gestiegen war, begrüßte er zuerst den päpstlichen Delegaten Kardinal Dr. Kopp, sodann den von ihm eingeladenen Erzbischof von Köln, Tr. Fischer. Alsdann hielt der Bischof Bcnzler von Metz eine Ansprache.
gm hier mehrere T undschaft geboten.
rd, das besonders in den jüngeren Kreisen Shanghais noch lange in bleibender Erinnerung fein wird, ein andermal zu Weihnachten. Wie er voll großen Interesses hier die deutsche Schule besuchte, so hat er allem Anschein nach die Kinder überhaupt ins Herz geschlossen. Er lud zum Weihnachtsnachmittag sämtliche Kinder der deutschen Kolonie auf die ,Hansa" ein. Natürlich war der Jubel ungemein groß. Zwar hatten die Kinder schon alle ein Kriegsschiff von weitem gesehen, aber daß sie über den „Wangpu" hin nach der ,L>an,a" selbst fahren durften, daß sie die Kanonen und all die anderen schönen Dinge mit eigenen Augen aus der Nähe besehen und event. auch befühlen konnten, war an und für sich schon eine große Weihnachtsgabe für die Kleinen.
So fuhr denn am Weih nachts nachmittag die Gegenwart und Zukunft der deutschen Kolonie in Shanghai in echter, rechter Weihnachtsstimmung nach der ,Hansa".
Dort war auf dem Te^r durch, Segel unD allerhand sonstige knifsliche Dinge, deren sinnreicher Mechanismus wohl einem geübten Seemannsauge verständlich, allein mir zu meiner Schande gänzlich schleierhast war, eine mächtige Halle mit hohen, im Lichter glanz und Weihnachtsschmuck strahlenden Weihnachtsbäumen geschaffen worden.
Nach dem Erscheinen des Admircus in Begleitung des Generalkonsuls und dessen Gemahlin sprach der Marine- psarrer — vorher ging ein Lied — in kurzen, aber ergreifenden Worten. Darin war nichts von hohlem Kanzelpathos. Ernst und schlicdt kam's heraus, aber durchwoben von echtem Glauben, treuer Vaterlandsliebe und frohem, festlichen Weihnachtsjubel. Wie er sprach von der Heimat, den Lieben daheim, und von alledem, was in diesen Atomen ten die Seele jedes einzelnen bewegte, da sah ich so manches rauhe Seemannsgesicht zucken, so manche Hand bewegte sich verstohlen, um eine vorwitzige Träne zu entfernen, und auch die im Lebenstampfe hier im Osten gehärteten Shanghaier senkten in tiefer Bewegung das Gesicht zum Boden. Doch dann kam unser schönes „O du feiige, o du fröhliche gnadenbringende Wechnacytszett" uno wie mit einem Zauberschlage leuchtete dec Wiocr,chein echter Lechnachtssreude in ih^er ganzen köstlichen, deutschen, t>u\v umwobenen Poesie in aller Augen.
Nun mußten auch die Kinder ihr Weihnachtstteo singen t und zaghaft, a.lmäichich immer srä.ler ansa-wellend, ILangen
Tie Rede d es Kaisers bei der llcbergabe des Portals lautete:
Es gereicht mir zur besonderen Freude, Ihnen, hoch- würdiger Herr Bischof, das nunmehr vollendete Portal des Metzer Domes übergeben zu können. Ein Meisterwerk der Architektur und der Bildhauerkunst hat seine bildliche Darstellung die freudige und bewundernde Anerkennung Sr. Heiligkeit des Papstes gefunden. Tie Anwesenheit seines Stellvertreters ist eine besondere Ehre für das Bistum und das ganze lothringische Land, zu der ich Ihnen meinen herzlichen Glückwunsch aussprcche. Mögen durch die Pforte fromme Christen und treue Untertanen zum Dienst ihres Herrn ihren Eintritt nehmen. Das walte Gott!"
Hierauf erwiderte Bischof Benzler mit einer Ansprache. Ter Bischof hob zuerst hervor, wie oft der Kaiser sich die Kirche durch Sttftungen zu Dank verpflichtet habe. Ter heutige Tag werde auch immer denkwürdig fein in der Geschichte der Stadt und der Diözese Metz. Stets werde man dankbar der schwelt berichten, wie ein edler deutscher Kaiser durch geniale Künstlerhand dem alten Dau der Metzer Kathedrale eine neue, aber ganz im ursprünglichen Geiste gehaltene Zierde hinzugefügt und am heutigen Tage das herrliche Portal feierlich dem Bischof der Diözese Metz übergeben habe. Der neue Portalbau zeuge von dem hohen christlichen Sinne des kaiserlichen Mäcens. Der Kaiser erstrebe den Ruhm, fein Volk im Frieden zu beglücken. Des Kaisers Wirken f eien Werke des Friedens und Segens. Die herrlichen Torbogen, die sich heute zum ersten Male in der ganzen Pracht dem Auge zeigen, verkündigten den TriumphdesFriedensfürsten. Ter Bischof knüpfte hieran die Wort/ü der Schrift: Ich bin die Pforte, wer durch mich eingeht, wird gerettet werden. Ter Bischof schloß seine Ansprache mit Segenswünschen für das gesamte kaiserliche Haus.
Nach der Enthüllung hielt der Bischof eine längere Rede und eine dem Schlußstein einzuverleibende Urkunde wurde unterzeichnet. Fürstbischof Dr. Kopp segnete das Tor ein und in feierlichem Zuge begab sich danach der Kaiser und sein Gefolge in die Kathedrale. Hier wprden drei Gesangsstücke vorgetragen. Ju feierlichem Zuge wie beim Eintritt verließ das Kaiserpaar die Kathedrale und begab sich in das Dezirkspräsidium. Um 63/* Uhr wurde der Kardinal-Legat Kopp vom Kaiser in besonderer Audienz empfangen.
Heute abend war ein großes Diner beim Bezirkspräsi- denten Gras Zeppelin.
Kürzel, 14. Allü. Ter Kais er und die Kais er in find heute abend von Metz hier cingetroffen. Nach kurzer Begrüßung begab sich das Käiserpaar zu Wagen nach Ur- Dille.
Straßburg i. E., 14. Mai. Statthalter Fürst zu Hohenlohe-Langenburg richtete an Staatssekretär v. Köller folgenden Erlaß: Se. Majestät der Kaiser haben geruht, mir seine hohe Befriedigung über denEmpfang auszusprechen, den der Kaiser in Straßburg sowie auf der Fahrt nach der Hohkönigsburg in überaus herzlicher Weise bei allen Kreisen der Bevölkerung gefunden hat. Mit besonderer Freude hat der Kaiser die schöne Ausschmückung, | wie der Landeshauptstadt, so aller auf der Fahrt nach seiner
Winlertage in Shanghai.*)
Original-Artikel des „Gießener Anzeigers".
Die Witterung ist hier bis Ende Dezember so außerordentlich günstig gewesen, daß ich z. B. am 2. Weih- nachtsftiertage ohne Mantel am „Bund" entlang spaziert bin. Augenblicklich ist klarer Frost, verbunden mit einem starken Nordwind, der das Mark aus den Knock)en pustet. Tie beliebte, im Sommer durch die z. T. ttopische Hitze bedingte Bewegungsfaulheit der „Fremden" ist einer überras ck-enden Behendigkeit gewichen. Mit ungeahnter Ge- schwindigkeit eilt man durch die übrigens zum großen Teil wundervoll gepflegten Straßen, und zähneklappernd versuchen Die Riksha-loolis vergeblich durch chr lautes Tfcho, Tscho einen Fahrgast für ihre jetzt allzu luftigen Gefährte zu gewinnen.
Auch ich lustwandele jekt lieber per pedes apofMwrum im Gejchwindschritt, stets begleitet non meinem treuen „Schüttel"; eine neue Acauisttion. Es ist ein wunderschöner deutscher Jagdhund, und gerade jetzt, wo ich im Cffice sitze und meinen Brief schreibe, sitzt Der kluge Kerl vor mir und schaut mir mit feinen braunen Gucken so verständig ins Gesicht, als wollte er sagen: Bestelle nur ja auch einen Gruß von mir. Was ich hiermit bestens getan habe. Er ist wirklich ein famoser Kerl. Seine Hauptpasfion ift mir in meinem Schlafzimmer beim Kleiderwechseln die Stiefel zu bringen. Bedauerlicherweise kennt er sich noch nicht recht aus, unb so bringt er mir meistens, wenn ich ausstehe, die „weißen Stiefel", ober abenbs, wenn ich zu Bett gehe, die Tanzschuhe. Wenn ich wm Ball gehe, kommt er sicher mit meinen Babepantoffeln an, jeboch hat er ia entschieden guten Willen, unb nach einer Verhandlung von mehreren Allnuten, in welcher Zett ich mir bequem brei Paar Stiefeln holen unb anziehen könnte, bringt er bie rechten. Aber maski, b. u Pitchin-Englisch unb heißt: es macht nichts. t_ .. t. . „ , .
Mil ber „Hansa", die längere Zett hier in -hanghai qeleqen hat ist die deutsche Kolonie in einen außerordentlich regen ge ellschaftlia-en Verkehr gekommen. Ter Ad- miral, Graf Baubissin, ein trotz seiner hohen Stellung im Verkehr ungemein liebenswürbiger Herr, hat den -Leut»
♦) Wir entnehmen die vorstehende Schilderung dem Pnocu- briefe eines jungen Deutschen. D. Red. d. Gieß. Anz.
Der Kaiser io den Aeichstanden.
Bitsch, 14. Mai.
Ter Kaiser ist heute vormittag hier ein getroffen und wurde auf dem festlich geschmückten Bahnhof von den Spitzen der Behörden empfangen. Staatsrat Jaunez entbot dem Kaiser in einer Ansprache im Namen der versammelten Mitglieder des Bezirksrates Willkommen und Tank für den Besuch und schloß daran bie Versicherung unverbrüchlicher Treue gegen den Kaiser. Ter Kaiser bankte und sprach seine Freude über den glänzenden Empfang aus. Vom Bahn- Hos fuhr der Kaiser mit dem Statthalter Fürsten Hohenlohe nach dem Marktplatze, wo mehrere hundert junge Mädchen in Landestracht Ausstellung genommen hatten. Nachdem der Bürgermeister hier den Kaiser begrüßt und dieser den Ebren- trunl entgegengenommen hatte, wurde die Fahrt nach der Kaserne des Magdeburgischen Jägerbataillons Nr. 4 fortgesetzt. In der Kaserne fand in Gegenwart des Kaisers die Nagelung und Weihe der neuen Fahne des Bataillons statt. Ter Kaiser hielt bei der Feier, bie in ber zur Kirche umgewandelten, rcichgeschmückten Turrchalle vollzogen wurde, eine Ansprache, in der er der ruhmreichen Vergangenheit ber Bitscher Jäger geb achte und mit dem Hinweis auf die glorreiche Parole „Treu bis in den Tod!" schloß. Der Kommandeur des Batalllons antwortete mit einer Erneuerung des Treuegclöbnisses. An dem festlick)en Alte nahmen u. a. Statthalter Fürst zu Hohenlohe und der kommandierende General des 13. Armeekorps, sowie zahlreiche höhere Offiziere teil. Nach der Fahnenweihe fuhr der Kaiser nach dem Exerzierplätze bei Hasselscheidt, wo eine militärische llcbung stattfand, unb reifte am Nachmittag mit Gefolge weiter. Bei der Abfahrt ließ der Kaiser, der über den Empfang und die Begrüßung in Bitsch sichtlich erfreut mar, durch den Kreisdirektor der Bevölkerung seinen besonderen Tank aus-
Der gefährlichste Aegner.
Eduard v. Hartmann schließt im „Dag" feine Studien über die Frage, von welcher Partei dem deutschen Volke bie aktuellste Gefahr droht, folgendermaßen: „Wenn es dem Bunde der Landwirte gelänge, so viel gemäßigte Agrarier durch extreme zu ersetzen, daß diese nicht nur die Annahme praktisch erreichbarer Handelsverträge verhinderten, sondern aua? die Regierung zur Kündigung: der alten Verträge unb der Meistbegünstigungsverträge mit ben Vereinigten Staaten unb Argentinien zwangen, so hätte er sein Ziel erreicht, bie hohen Maximalzölle bes neuen Generaltarifs für landwirtschaftliche Produkte zu erlangen. Was aber wäre bie Folge eines solchet^Zollkrieges nach allen Seiten zugleich? Alle Staaten würdenWch gegen die Einfuhr deutscher Jndustrieprodukte hermettsch abfperren; ber gesamte Teil des deutschen Volkes, ber vom Ausfuhrhandel unb von der für das Ausland arbeitenden, gewerblichen Pro- buMion lebt, würde mit einem Schlage seine Beschäftigung verlieren. Man rechnet, daß mindestens ein Sechstel ber Industrieproduktion für das Ausland bestimmt ist, unb daß etwa zwei Trtttel des deutschen Volkes von Handel uiü) Gewerbe leben. Durch einen allgemeinen Zollkrieg würde also ein Neuntel des deutschen Volkes, d. h. 6ye Millionen Einwohner, ihrer Subsistenzgrundlage beraubt werden. Tabei würden oie Preise der Nahrungsmittel um den Betrag ber Zollerhöhung steigen, also Arbeitslosigkeit mit ©not* teuerung zusammentreffen. Tie von Deutschland nicht selbst erzeugten Nahrungsmittel und Rohprodukte für bie heimische Industrie müßten nach wie vor vom Auslände her bezogen werben; da aber von diesem keine deutschen Waren mehr als Gegenleistung angenommen würden, so müßten sie mit Gold und Silber bezahlt werden. Ein Jahr solchen Zollkrieges würde genügen, um alles Edelmetall unb Bargelb aus Teutschlanb abfließen zu lassen unb unsere fernere Kaufsähigkeit auf dem Weltmärkte äu vernichten. Tann wäre auch die Möglichkeit weiterer Einfuhr von Rohprodukten abgeschnitten. Unser Volk müßte sich mit ben auf seinem ©oben wachsenden Nahrungsmitteln begnügen, und bie ganze Industrie, die ausländische Rohprodukte für den heimischen Markt Verarbeitet, wäre zum Stillstand verurteilt. Alles in ihr angelegte Kapital wäre ertraglos, ihre Arbeitgeber wie ihre Arbeiter subsistenzlos gemacht. Tie Hälfte des deutschen Volkes wäre dann der Mittel beraubt, sich Nahrung zu laufen; die Landwirtschaft fände nur noch für die Hälfte ihrer Produkte Abnehmer, und ein ungeheurer Preissturz der landwirtschaftlichen Produkte trotz der höchsten Schutzzölle wäre Die Folge. Aber dahin wird die Regierung es nicht kommen lassen, so sagt man sich zum Tröste: sie wird sich nicht von den Agrariern zur Kündigung der HandelSverttäge drängen! taffen. Gewiß nicht, wenn die Wahlen zeigen, baß öas Volt ben Lockrufen der Agrarier zu toiberjtc ben weiß unb der Reichstag in ziemlich unveränderter Gestalt wiederkehrt.
monaihd) <6'IM-, viertel» jährlich Mk. 2.20; durch Adhole- il Zweigstellen monatlich 6o Pi.; durch diePoslMk.2.—vienel- jäbrL auslchl. Bcslcllg. Annahme von Anzeige« ür die Tagesnummer ?tl vormittag« 10 Uhr. ^etlenpvetl: lokal ILPll.
auflrvürtfl 20 Pig. Verantwortlich ’ih den poltL und augem. Teil: V- Witiko. tüt ,Eladl und Uanb" und .Gerichtsfaal*. August GSh, für den Anzeigenteil: Han« Beck.
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Siebener Anzeiger
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ReDafnim. trpefnw« u v
-L5Z- Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Stehen
^r-ntprechonllblich Nr 6L ____
djen hier mehrere Male in reizender Weise deutsche Gast* । die feinen Kind er stimmen wieder von dem Decke unserer ' ' ' . Einmal war ein kleines Tänzchen an I stolzen „Hansa".
Ich kann wohl sagen, dieser Weihnachtsnachmittag hat
mir über viele trübe Stimmungen hinweggeholfen, die mich


