zu bessern beginnen.
Märkte.
-Anl.
. 103.80
. 64.00
. 82.45
. 37.40
. 141 60
45.00
42.90
Reichsanleihe do.
Konsole . do . .
Hessen
. 102.40
. 91.75
. 102.30
91.75 . 101.75 . 100.00 . 102.90
Paul Becker aus Worms, Karl Bock aus Jugenheim, Hermann Braun aus Herbstein, Will). Brücket aus Lang-Gons, Gg. Degen aus Auerbach a. d. B., Herm. Engelhardt aus Duderstadt, Ernst Gallus aus Darmstadt, Jean Gruber aus Gießen, Ferd. Haberkorn aus Alsield, Karl Joseph aus Eberstadt, Gustav Knaus aus Gießen, Wilhelm Kochs ans Heuchelheim,
. . 26.30
. . 92.80
. . 112.10
. . 106 GO
£ 217.30
199.70
. 149.30
. . 160.40 165 60
. . 146.40
. 17.80
. 189.50
242.00
. 191.60
. 205.75 fest»
Fritz Stumps aus Flonheim, Wilhelm Thomas ans Mainz, Hermann Usinger aus Mainz, Theodor Weber aus Lieh, Otto Zentgraf aus Eberstadt.
4°/o Unech. Monopo> 4*/,% äussere Argentiner
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Bu/u Mexikaner 4t/s /o Chinesen . Electric, bet ackert Nordd Lloyd . . hreditaktien lh Skonto-Korn mandii Darmstädter Bank Dresdener Bank . Ber iner Haudelsges Oestorr Staatebahn Lorn Barden . . Uotthar ibahn . . Laura।lütte . . . Bochum .... llarponer
Tendenz:
Aus Stadt und Land.
Gießen, 14. Dezember 1903.
Telephonischer Kursbericht.
fcraJMHiiiri «*. - 14. Dezemuer »bo3
Gerichtssaal.
— Wegen wissentlichen Meineids wurde der Polizeisergeant Otto Gerl ach aus Dirsckau vom Schwurgericht m Danzig, wie von dort gemeldet wird, nach mehrtägiger Verhandlung zu drei Jahren Zuchthaus und fünf Jähren Ehrverlust verurteilt.
Prag, 12. Dez. Im Prozeß gegen die Verwalter der St. Wenzels' Vorschußkasse wurden Peter ^rozd und Direktor Kohout zu je 7 Jahren, Hertzka zii 3 und Peckelander zu 19 Monaten Z u ch t h a u s verurteilt. ——
daß der fragliche Wald Gemeindeeigentum sei und da,, die beantragte Verteilung den: Gesetze widerspreche. In seiner Sitzung vom 6. Mai d. I. erkannte der ProvinA'ial- Ausschuß zu Recht, daß die Entscheidung ausznsetzen und in einer der nächsten Sitzungen zu verkündigen sei, was in heutiger Sitzung, wie anfangs erwähnt, geschah.
Schluß folgt.
•* Der Kreisausschuß hat heute vormittag in öffentlicher Sitzung beschlossen, daß der Rekurs der Gg. Weber Erben gegen den Polizeibefehl der Bürgermeisterei Gießen wegen der Niederlegung des Hauses 9t eiten baue 20 (Krachenburg) zu verwerfen sei, der Rekurent die Kosten des Verfahrens zu tragen und eine Verhandlungsgebühr von 45 Mk. an die Kreiskaffe zu entrichten habe.
- Juristische Jakultätsprüfung. An der am 12. Dezember d. I. abgeschlossenen juristischen Fakultätsprüfung beteiligten sich 37 Kandidaten. Nach Beendigung der schriftlichen Prüfung werden zwei Kandidaten wegen ungenügenden Ausfalles ihrer schriftlichen Prüfung zurückgewiesen. Ein Kandidat trat zurück. Von den im Examen verbliebenen 34 Kandidaten erhielten 3 die Note 2 (gut), 12 die Note 3 (im ganzen gut), 15 die Note 4 (genügend), 3 die Note 5 (ungenügend). Die mündliche Prüfung eines Kandidaten wurde wegen Erkrankung des Kandidaten bis zum Januar k. Is. verschoben. — Folgende Kandidaten haben das Examen bestanden:
Ludwig Oppel aus Rüsselsheim, Karl Pistor aus Darmstadt, Karl Rau aus Darmstadt, Hemrich Schmitt aus Mainz, Ernst Schneider aus Heuchelheim, Ludwig Schneider aus Darmstadt, Joh. Bapl. Schurgens aus Bingen Ludw. Schwebet a.Auerbach a./B. Wilh. Schwörer aus Osthofen, Manfred Scriba aus Alsield,
Sais. Die ersten Szenen spielen in Jerusalem im Palast des Herodes. Tie Wahrsager, ein Mannerchor, bestätigen ihm seinen «.llnächttlichen Traum, daß ein Kind geboren sei, das ihm Reich und Macht nehmen würde. Diese Kunde gibt dem ftiönig Veranlassung, die Ermordung aller Erstgeburten in Bethlehem anzuordnen. Maria und Joseph werden durch Engelstimmen vom Himmel gewarnt und zur Flucht nach Egypten ausgefordert, wozu sie .ich eiligst rüsten. Unter vielen Entbehrungen erreichten sie endlich Sais, wo es schwev hielt, Unterkommen zu finden. Nachdem sie und das Jesuskind sich erholt, ziehen sie mit Dank gegen ihre Wohltäter weiter. Hier schließt das Werk ab mit der Kunde, daß nach zehnjährigem Aufenthalt die drei in die Heimat zurückkehrten. Außer dem Wahrsagerchor und den hinter der Szene singenden Eugelstimmen ist für den Ehor im ersten Teil nichts zu tun. Im Zwecken Teil singen die Hirten, gemischter Ehor, einen jachnen Abjchiedsgesang. Im dritten Teil hat der Chor auch noch einige Nummern zu singen. Die Solopartien hatten bewahrte Kräfte übernommen.
Fräulein Marie Busjäger aus Bremen war eine ausgezeichnete Maria, die mit ihrem schönen, wohlklingenden Sopran, dem auch die üo^geu Vorzüge nicht fehlten, diese Partie mit bestem Erjolg zu Gehör brachte. Ihr Partner, Herr Leime r, der außer dem Joseph noch den Herodes sang, hat seine in Gießen schon oft bewahrte Kunst als Konzertsauger auch diesmal wieder im schönsten Lichte erscheinen lassen. Heber einen kräftigen Baß verfugt Herr Dr. Hans Weilhammer, der sich mit den Partien des Polydor und des Hausvaters ebenfalls einen schönen Erfolg ersang. Dasselbe berichten wir, last not least, von dem Tenoristen Herrn Willy Schmiot, der als Eeilturio und als Erzähler eine große Ausgabe übernommen hatte, die er mit Geschick und Glück ü>|ie. Das größte Verdienst an der ganzen Aufführung hat unser geschätzter Musikdirektor Herr Gustav Trautmann, dem wir für das wohlgelungene Konzert, das ihm restlichen Beifall ein- brachte, herzlich danken. Auch Ehor uno Orchester haben dank der vorzüglichen Einsiudierunü nur vollenoete Lcip- ungen geboten.
Handel und Verkehr. UMswirlschasst
3proz. deutsche Anleihe und der Geldmarkt. Die an der Samstagsöörfe hervorgetretene Nachfrage nach ^n 3proz. deutschen Reichsanleihen und den Preußischen Konfols gab dem Markt das Gepräge, bildete sogar die Hauptstütze desselben und war für dte feste Tendenz der bestimmende Faktor. Als Ursachen dieser Erscheinung werden bezeichnet, daß die Lage des heimischen Geld- narktes' zusriedenstellend bleibt und bi». Erfordernisse für den Jahresschluß bisher noch keine nennenswerte Einwirkung auf den offenen Markt gehabt haben. Der Privatdiskont ist am Schluß der ersten Tezemberwoche um V» auf 3', Proz. hmausgegangen und ist auf diesem Stande geblieben, obwohl die Monatsmitte unmittelbar bevorsteht und damit bereits ein größerer Austausch von Barmitteln beginnt. Alan erwartet deshalb, daß die Versteifung zum Jahresschluß keine einschneidende Aenderuna der Zinssätze ergeben wird, und im Zusammenhang mit diesen befriedigenden Aussichten des Geldmarktes macht sich Begehr nach heimischen Anleihen bemerkbar, da bei flüssigem Geldstande ein größerer Anlagebedarf zu erwarten ist. Gefördert wird die Bewegung auch durch die Festigkeit der Renten an der Londoner Börse, die als ein Anzeichen dafür gelten, daß die Verhältnisse dieser Börse sich
meisterci Lltzenhain berichtete nnterm 12. August d. I. dem Gr. Kreisamt Alsfeld diesen Vorfall, woraus dieses vev- fügte, daß p. Hahn einstweilen vom Dienst zu dispensieren sei, und beantragte nnterm 4. September d. I. bei dem ProvinzialaussckMß in Gemäßheit des § 53 der Gewerbeordnung die Zurücknahme der Bestellung des Joh. Hahn. Aus dem Beschluß des Ortsgerichüs Grünberg, durch welchen Hal-n wegen Trunksucht entmündigt worden sei, erhelle, daß dem Bestallten jetzt diejenigen Eigenschaften fehlten, welche bei der Bestallung vorausgesetzt werden mußten. Nachdem der in der heutigen Verhandlung vernommene Bürgermeister der Gemeinde Atzenhain bestätigte, daß die vorgetragenen Verhältnisse noch beständen, erkannte der Provinzial aus schuß nach geheimer Beratung zu Recht, da-ß die dem Johs. Hahn zu Atzenhain erteilte Bestallung als Leichcubescyauer ^urila genommen wird. Die Kosten des Verfahrens hat p. Hahn zu tragen.
Tann wird das Urteil in Sachen Verteilung des Kapitalvermögen s der Hohenrnark-Forst- kasse verkündigt, dahingehend, daß unter Aufhebung des Urteils des KreiSauöfchusses des Meises Friedberg vom 5. Januar 1901 den von den Ortsvorständen Dortelweil und 'Nieder-Erlenbach! gestellten Anträgen auf Verteilung des Ueberjchusses der Hohenmarkkasse stattzugeben sei. Die baren Auslagen des Versahrelis fallen den Gemeinden Dortelwell und Nieder-Erlenbuch zur Last. Aus den Ver- j Handlungen vom 6. Mai d. I. tragen wir über den Such»- , verhalt folgendes nach: Für den Hohenmardvald, der den Gemeinden Dortelwell und Nieder-Erlenbach hessischerseits «und den Gemeinden Bonames und Meder-Ursel preußischer- 'seits gehört, besteht ein besonderer Markwald, ein beson- , derer Rechner und wird auch eine besondere Rechnung geführt. Tas Recht auf Holzverteilung in Natur ist an das Ortsbürgerreck)>t geknupjh und daher muß jeder als Or.s ärger Aufgenommene ein diesem Los Holzbezug entsprechendes Einzugsgeld bezahlen. Da die Erträgnisse des H o y en mar llvald es den Wert des an die Onsourger zu liefernden Losholzes um ein Erhebliches über.uugt, dieser Reinertrag aber nicht verteilt wird, hat sich sell einer Reche von Jahrzehnten ein Kapital äuge sammelt, welches im Jahr 189? ca. 70 000 ML betragen host Däeses ist dann unter Zurückbehaltung eines Reservefonds im Jahre 1898 unter die vier Atarier gerne luden verteill worden, und auf die Gemeinde Dortelwell kam der Betrag von 12 452,09 Wit., auf die Gemeinde Nieder-Erlenbaa)der Betrag von 17 334,17 Mark. Bon den genannten Gemeinden wurden nach Auszahlung dieser Kapitalien die Auffassung Oertreten, daß die Zinsen dieser Kapitalien unter die Ortsbürger zu Der- teilen feien. Von Gr. Kreis amt wurde dieser Verteilung widersprochen mit ber Begründung, daß die von den Gemeinden beabsichtigte Verteilung der Zinsen den Vor- fchrifteu des Gesetzes vom 22. Nov. 1872 w rsprechen würde, da die Gemeinden gegen diese Anordnuiig des Kreisamts remonstrierten, erfolgte die Vorlage der Akten an den Kreis aus schuß des Kreises Friedberg, und von diesen wurde durch Urteil Dom o. Januar 1901 zu Recht erkannt, daß die Don den Ortsvorständen Dortelwell und Nieder-Erlenbach beantragte Verteilung des Ueberjchusses der Hohenmarksorsrkasse als dem Gesetze zuwider nicht zu genehmtgen sei. Der Kreisausschuß gelangt zu dieser Entscheidung zunächst, indem er ausführt, die Ausdehnung der 9kutzungsrea>te der Ortsbürger finde statt zum Nachteil der Steuerpflichtigen, widerspreche also dem Art. 2 Abs. 2 des zit. Gesetzes, da die Gemeinden Umlagen erhöben, dann aus der Erwägung, daß der fragliche Waldanteil nicht Privateigenllun ber Märker, sondern Gemeindeeigentum sei. Gegen biese Entscheidung hat ber Vertreter ber zwei Gemeinden Rekurs an den Provinzialausschuß verfolgt mll bem Antrag, die angefochtene Entscheidung auszuheben und den Anträgen der Ortsvorstände Dvrtellvell uni) Nieder-Erlenbach vom 28. Aprll und 8. Mai 1899 bie Genehmigung zu erteilen. Zur Begründung seines Antrages machte er gellend, es sei nicht erwiesen, daß der fragliche Waldantell Eigentum ber Gemembe jei, sie hätten nur verschiebentlicy bie Vertretung bes Waldes in bie Hand genommen, niemals aber dessen Eigentum erworben. Das Voihandensein eines Markvorslandes, eines besonderen Rechners und einer besonderen Rechnung spreche gegen die Annahme, ber Wald sei Gemeindeeigentuin. Die Ansammlung des Kapitals jei nur erfolgt, well' früher die Berechtigten aus eigenen Mitteln bie Kosten ber Wald- kultur hätten bezahlen müssen, auch sei durch die Anträge ber Gemeinden Art. 2 des genannten Gesetzes nicht verletzt, im Gegenteil spreche Ws. 1 des Art. 2 für bie Rechtsaussajjung ber öemeinben. Der Vertreter bes Großh. Kreisamts Friedberg vertrat bemgegenüber die Auffassung,
Heinrich Kühii aus Gießen, Ludwig Letzr aus Darmstadt, Wilh. Müller aus Westhosen,
•* Dilettanten - Konzert. Eine Anzahl hiesiger Studenten beabsichtigt, wie wir erfahren haben, am Mittwoch den 13. Januar 1904 im Neuen Saalbau zu Gunsten des Reservefonds für das warme Frühstück armer Schulkinder ein originelles Dilettanten-Konzert abzuhalten, wobei die verschiedenartigsten Instrumente (Bumbaß, Mandolinen, Guitarre, Klavier, Streichinstrumente rc.) Mitwirken. Eine große Anzahl von hiesigen angesehenen Bürgern haben schon für dieses Unternehmen zu gutem Zweck ihre Sympathie ausgesprochen, so daß auf eine starke Teilnahme aus allen Kreisen der Bevölkerung, auch aus Familienzuspruch, mit Sicherheit gerechnet werden kann. Die Vorbereitungen sind schon seit einiger Zeit in regem Gange.
** Vortrag des Evangelischen Arbeitervereins. Gestern sprach der zweite Vorsitzende des Vereins, Jakob Ritsert, über bie wirtschaftliche Bedeutung des Frankfurter Arbeiterkongresses. Siachdem der Redner festgestellt hatte, welche Organisationen sich am Kon- greß beteiligt hatten, besprach er die vom Kongreß aufge- lellten einzelnen Forderungen, welche in den gefaßten Resolutionen Ausdruck gefunden haben. Was zunächst das Vereinsgesetz betrifft, so richten sich bie Hauplbeschwerben auf bie Verhältnisse in Preußen, wo eine Reform bringend geboten erscheint. Beispiele aus der Praxis lassen das leicht erweisen. Die zweite ber in Frankfurt gestellten Forderungen betrifft bie Errichtung von Arbeitskammern, welche berufen fein ollen, vorhandenen Schäden entgegen zu wirken, Verständigungen zwischen Arbeitern und Arbeitgebern Herbeizuführen ujw. Em kleiner Ansatz für solche Einrichtungen ist in Hessen schon vorhanden, indem das Alinisterium, Abteilung für Handel und Gewerbe, einen Arbeiter-Beirat von 9 Mitgliedern, aus jeder Provinz 3, berufen hat. Eine ersprießliche Wirksamkeit wäre jedoch nur zu erwarten von frei gewählten ^lrbeitskammern für kleinere Bezirke. Diese Kammern würden sich zu gliedern haben um eine Reichs-Arbeitskammer. Diese Angelegenheit wird voraussichtlich in nächster Zeit auch den hessischen Landtag beschäftigen. Der Kammer-Ausschuß, welcher diese Frage bearbeitete, wird voraussichtlich dem Landtag vorschlagen, die Regierung zu ersuchen, im Bundesrat für Errichtung von Arbeitskammern im ganzen Reiche einzutreten. Auch im Reichstag ist ber Antrag einer Gruppe von Abgeordneten eingegangen, welcher sich verwendet für Einführung von Arbeitskammern. Zu den Antragstellern zählt auch der Reichstagsabgeordnete des Wahlkreises Gießen. Die dritte der in Frankfurt gestellten Forderungen betrifft die Gewährung voller Koalitionsfreiheit für Arbeiter. Es bestehen in dieser Hinsicht Beschränkungen, welche als unbillig empfunden werden, aus den auch in Frankfurt besprochenen Gründen. Bedauert wurde gestern der schwache Besuch des Abends. Man wünschte, daß die Arbeiter größeres Interesse für ihre Angelegenheiten zeigen würden, so daß eine öftere Besprechung genieinsamer Angelegenheiten veranstaltet werden könne.
** Jubiläum. Der Samstag Abend vereinigte das gesamte Personal der Th. Brückschen Rl öbelfabrik und, insoweit, die verheirateten Arbeiter in Betracht kamen, and) Deren Frauen, zu einer einfachen, aber gelungenen Feier im Restaurant Schneider, um das 45 jährige Bestehen der Fabrik zu begehen. Gleichzeitig verband mit diesem der Senior der Firma Th. Brück seine 70. Geburtstagsfeier. 91ach einem einfachen Essen begrüßte Herr Brück fen., herzlich dankend für die ihm übersandten Blumenspenden, die Anwesenden, worauf einer ber Vorarbeiter eine längere Ansprache hielt, in ber er auf baS gute Verhältnis zwischen Prinzipal und Personal hinwieS und ber rastlosen Tätigkeit bes Herrn Th. Brück sowie besten Frau gedachte, die aus bescheidenen Anfängen heraus das Geschäft, unterstützt durch ihren Sohn, zu der heutigen Stellung gebracht haben. 9lad) noch weiteren Toasten, bei denen Herr Brück jun. den Haupterfolg des Geschäfts auf bie tüchtige Mithülfe eines anhänglichen treuen ’ Arbeiterpersoncsts grünbete, einigen Musik-Vorträgen, Tänzchen 2c. trennte man sich in ber Frühe mit dein Bewußtsein, . einen schönen Abend verlebt zu haben. — Die Geschäftsgründung erfolgte 1858 luUer sehr mäßigen Verhältnissen.
Oberhessen
4% Oesterr. Go drente
41 b% Oesterr. oiiberrente 101.30 4% Ungar. Uoldrente . . 100.50 4" Italien Rente . .
4» ,56 Portugieser » . o, «.rtug.eern. . .
1 % C. Türken . . .
1 urkenlose ....
Vermischtes.
• Würzburg, 13. Dez. OberamtsrichterHallein von Ochsenfurt, der 15 bis 20 000 Mündelgelder unter- schlagen und nach Bekanntwerben ber Verfehlung sich selbst in bie Kreisirrenanstalt Werneck begeben hatte, inbem er Geistesstörung simulierte, ist nach mehrwöchiger Beobachtung in bas hiesige UntersuchungsgefängntS emgeliefert worden. _ , _ , „
* Vardoe, 13. Dez. 2ln Bord des Dampfers „Orion* aus Bergen brach gestern nachmittag, als das Schiff sich zwischen Makur und Syltefjord befand, Feuer aus. Das Schiff wurde nach vergeblichen Versuchen, es an Land zu etzen, zerstört. 26 Personen von ber Mannschaft unb ben an Bord befindlichen Passagieren konnten sich in Booten retten, sechs kamen in den Flammen um. Von den Geretteten erlitten drei schwere Brandwunden.
* Marseille, 13. Dez. Die Vergiftungs-Affäre der Frau Massot, die ihren Gatten gemeinsam mit ihrem Geliebten vergiftete, wird weitere lireise ziehen, da, wie verlautet, mehrere Personen aus der Bekanntschaft der Frau Massot ihre Absicht gekannt haben ohne etwas dagegen 5 » Madrid, 13. Dez. Zwischen Baena und Alcaudete
(Provinz Cordoba) entgleiste ein von Malaga nach Madrid fahrender Postzug. Der Zug stürzte den 15 Meter hohen Bahndamm hinab. Zwölf Personen wurden getötet.
* Nizza, 13. Dez. Hier wird viel über eine Erb - schafts-Angelegenh eit von über 100 Millionen Franks gesprochen, bie von einem Kapitän zur See, Costa, herstamint. Der Kapitän war aus Corsica gebürtig unb Harb in Italien. Er hinterließ keine direkten Erben. Em Priester bemächtigte sich seines Vermögens. Die ^lngelegenheit wurde erst jetzt bekannt. Der Priester wird vor Gericht gestellt und als eine ber Hauptzeugen in ber Sache wird eine höhere Persönlichkeit genannt, die kürzlich einen hervorragenden Posten aufgegeben hat, um sich ausschließlich dieser Angelegenheit zu widmen.
* Trient, 12. Dez. Der Gemeindesekretär von Nomi fand im Hausflur des Gemeindehauses eine Bombe, deren Lunte er auslöschte. Der Täter ist nicht ermittelt.
te. Frankfurt a. M., 14. Dez. (Orig.-Telegr. des „Gießen. Anz.") Amtliche Notierungen der heutigen Fruchtmarktprei,e: Weizen All. 16.25—00.00, Kurheffsicher Mk. 16.50—00.00, La Plata Ml. 17.00—18.00, Kansas All. 17.00—18.00, 'Roggen (hiesiger) Mark 13.25—00.00, Gerste (Wetterauer) All. 15.25—15.50, t?ranfen- ieldcr All. 16,00-16,25, Hafer All. 13.00-13 75, Mais Mk. 12.25-12.75 Weirenmebl 0 All. 25.75—26.25, 2. Qualität Mk. 23.2o
bis All. 24.25, 3. Qualität Mk. 21.75-22.25, Ochggenmehl 0 Mk. 22.00-22.50,1. Qualität All. 19.25-20.25, Weizenkiele Mk 8.7o bis Atk. 9.00, Äoggenkleie All. 9.75-10.25, Maiskeune Mk. 10.25 bis All. 0.00, Franken, Pfalzer, Ried Atk. 00.00—000.0. Alles per
>?. Frankfurt a. M., 14. Dez. (Telegr. Orig.-Bericht des Gieß. Anz.">. Amtliche Notierungen der heutigen Ri e hm arkt- preise. Zum Verkaufe standen: 462 Ochsen, 162 aus Oestreich, 43 Bullen, 1 aus Oestreich, 711 Kühe, tferfen, Stiere und Rinber, 0 aus Oestreich, 240 Kälber, 319 ©ebafe und Hummel, 1499 Schweine. 0 Ziegen, 0 Ziegen-, 0 Schaflammer. Bezahlt wurde für 100Pfund Schlachtgewicht Ochsen 1.Qualität71 73Mk., 2. Qual. 66-68 All., 3. Qual. 61-64All.; Bullen 1.Qual. 65 bis 67 All., 2. Qual. 62—64 All.; Kühe 1. iQual. 62 64 All., 2. Anal. 58—60 All., 3. Qual. 48—50 Alk, 4. Qual. 4v 47 iiC., 5. £tucü. 00—00 Alk. Kälber: 1. Qualität82—84Pfg., "obendgewicht 48—49 Pf? 2. Qual. 73—76 Pfg., Lebendgewicht 43—46 Pfg., 3. Quai. 57—60 Pfg., Schafe: 1. Qual. Schlachtgewicht 66 68 Pfg., 2. Qual. 52-56 Pfg., 3. Qual. 00-00 P,g.; Schweine 1. Quast 54—00 Pfg., Lebcndgew. 49 Pfg., 2. Qual. v0--53 Pfg., Lebendgewicht 41-00 Pfg., 3. Qual. 44-46 Pfg., Lebendgewicht 00-00 Pfg. - Hornvieh gedrückt. Üeberstand bedeutend. Kleiiivieh gut. Keiii lieber stmid. _____________ -
Kirchliche Müirichten.
Evangelische Gemeinde.
Montag, den 14. Dezember, abends 8 Uhr: Bibelstunde im Äanfmnanöenjaal der JohannesUrche. Text: Joh. 1, 26 ff. Pfarrer Eule r.


