Donnerstag 14. Mait 903
153. Jahrgang
Erstes Blatt.
flcbenen 2 Lieferung des populären Prachtwerkes „DieiJugend schrieb Wagner ein großes Schauerdrmna. Da bei- LierV der Erde" von Professor Dr. W. Marshall nahe alle Personen darin starben oder ermordet wurden, (Stuttgart Deutsche Verlagsanstalri. Ter unaemein an- mußte er am Schluß fortwährend ©nfter ^^t^t lasset, ikhenb geschriebene Tert dieser Lieferung behandelt die um überhaupt Personen zu haben. „Wie konnten Cte «nen Äffen und wird durch zahlreiche Illusttativnen belebt, die derartigen Unsmn schrerben?" fragte chn spater m 1000 Illustrationen dieses Walhall. „Verstehen Sie denn nicht: das GanZe^tst eine
Kbtefle für TepdcheiU «uzetger Siebe». FrrniprkcdanichtußNr 61.
d. M. besichtigte der östreichisch- m russischen Konsulats-Geranten Gefangene zusammen- e sich bereit, dem Vor-
Nr. US
Erscheint ,«glich außer Sonntags.
Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dem hessischen Landwirt bie Lietzener Familien, blätter dermal In der Woche beigelegt.
Rotationsdruck u. Verlag der Brüh l'schen Univer1.-Vuch-u.Etem« bruderet('Uiet1cb<trben) Rieda tl ton, drvebitum und Truaeret:
laubt gut unterrichtet zu fein, eine Erhöhung
Feuilleton.
Selma Lagerlöf, Jerusalem v heiligen San b", Erzählung. Geheftet Mk. 4 —. Verlag von Albert Langen, München. Ihrem Roman "Jerusalem I, 3n Talarne", der auch bei uns in Deutschland emen großen Erfolg errungen Hit, hat Selma Lagerlöf ieht semeFort, setzung „Jerusalem II, Im heili^n Land folgen lassen, der die Geschichte Ingmars erst zu Ende fuhrt. Selma -ager os ist mit diesem Werk die größte lebende ^chterrn aller Rationen geworden, darüber tarnt gar lein Zweifel bestehen. Tas ist feine Damenliteratur, auch unter ihren heute lebenden männlichen Kollegen wird man nich viele finden, denen solch eine Kraft der Gestaltung, solch eine herbe Stimmungsgewalt zu Gebote stünde. Zcrw- salem I und H sind Bücher, die zeder ge ricn haben muß, der für einen literarisch gebildeten Menschen gelten will, und e* sind Bücher, so rein und klar, day sie leder lesen kann Auch unserer Jugend können sie ohne Bedenken in die Hand gegeben werden, und daß das recht oft geschehen möge ist sehr wünschenswert.
%aDian‘c als Qu ellenftnder. Gezähmte Paviane werden in Südafrika häufig aur beschwerlichen und gefährlichen Reisen in das Innere mitgenommen, weil sie Dosier aus großer Entfernung wittern und mit merk- wEger Sicherheit auch unterirdisches anzugeben wissen 2tenn bn: Das'ervorrat der Gesel schatt aus^igch?n droht, füttert man die Affen mit Salztteisch, wodurch ,te natürlich Durst bekommen und dem Wasser eifriger und erfolgreicher nachspüren. Da sicht man einmal wieder wie der nnetgen- n-Ä Herr der Schöpfung seine Mttgeichopfe in seinem Interesse auszunutzen versteht. Er hat eine biswei.en ge- Ldezu „unheimliche" Genialität in diesem Puntte. Wtr entnehmen diese' interessante Angabe der soeben au.ge
nügen die türkischen Moscheen, um die Muselmanen gegen die Ehristen im allgemeinen zu fanattsieren.
Nach Angabe des Yildiz verzögert sich der tonmarfd) der Truppen in Ipek nof> um einige läge, ba ^rilarr- unfltm der Truppen abgewartet werden. Der wirkliche Grund der Verzögerung dürfte sein, daß die Verhandlungen mu den oppositionellen Chefs in Ipek und Umgebung nach nicht beendet sind. Tie Nachrichten über eine neue Mobttr- sierung von Jlawe-BataMonen bestätigten sich biSber nicht.
Die französischen Kriegsschiffe Pothuan, Mouche, Cheville, welche nach Saloniki beordert sind, Jtnb in 9 h U) eingetroffen, wo sie den Befehl erhielten, vorläufig wettere Instruktionen abzuwarten. Angesicksts der m Saloniki herrschenden Ruhe werden sich die Kriegsschiffe nicht Wetter in die türkischen Gewässer begebem_______________________
Die „Dtsch. Tage^tfl" glaubt gut und wenn sie erhärt, daß ihre Freunde für ei , . -
der Biersteuer nicht zu haben fein werden. Sollte an eine Reform der Drausteuer herangetreten werben, so würde diese Reform diesem Matte zufolge nicht daS Ziel haben dürfen, das Bier zu versteuern, sondern lediglich das, die Lasten der Biersteuer besser und gerechter zu verteilen. Wenn bei irgend welchen Betrieben der Großbetrieb besondere Vorteile hat und deswegen eine verhältnismäßig stärkere Belastung wohl vertragen kann, so ist das bei der Sterb rau erei Der Fall. Die kleinen uno mittleren Brauereien kämpfen einen ungemein schwer ren Konkurrenzkampf mit den großkapttalisttsc^n Riesenbetrieben, die alles aufzusaugen Mit großem Erfolge besttebt sind. Diese kleinen und mittleren Brauereien zu halten und zu entlasten, liegt nicht nur im Interesse dieser Betriebe selbst, sondern auch in dem der Landwirtschaft, des Mittelstandes und der Gesamtheit überhaupt. Das Ziel einer Brausteue'rreform würde also nur fein können: „Entlastung der mittleren und kleineren Brauereien^
halten.
Wir hegen keine Hoffnung, daß die ZerstörungSarbett der Gewalttäter durch eine Ein spräche von selten ber euro- päischen Presse in ihrem Laufe gehemmtwerden könnte Wir haben jene öffentliche Meinung in ber zivilisierten Welt, welche sich voll Teilnahme auf unsere Seite gestellt hat, von ben letzten und gewalttätigsten Aeußerungen des Regimes in Kenntnis setzen wollen, das jetzt unser nationales Tasein vollständig zu vernichten sucht: wir haben uns an die Vertreter der Zivilisation in den Landern wenden wollen, wo man unS kennt, um im Namen dieser Zivilisa- tion dagegen zu protestieren, daß ein Gebiet abendländischer Kultur verheert wird, daß ein Staatswesen, das sich tu Jahrhunderte langem Schuhe von Gesetz und Recht entwickelt hat, im tiefsten Frieden einem förmlichen Kriegs- zustande preisgegeben wird, daß dessen Mitglieder ohne jegliches gerichtliche Verfahren ihrer Arbeit ihres Aus- kommens und ihres Vaterlandes beraubt werden.
Ueber die brutale Art, wie bei ben Ausweisungen vor- aeaanacn wird, schreibt man dem „Berl. Tgbb" olgendes: 9 9 In aller Herrgottsfrühe ftertte sich ber Polizeimeister twn Hclsmgsors beim Grasen Manner beim dem ersten Opfer ber neuen Meta, em. Man b r a ch in aller Gemütlichkeit etwa verschlossen vorgefun bene Möbel auf, untersuchte deren Inhalt g^nbllch und fiel äußerst interessiert über private Briefschaften des Grafen ber. Tiefer bemerkte, es seien das zumeist Briefe feiner Frau, worauf ber P o l i z e i m e ist er beruhigenb meinte, nur c r f c 1 b cr roer b e b ie Brie fe lesen. Tas Resultat bes Fruhbesuchs war bes Grafen Aus Weisung. Der Ausweisungsbefehl mürbe schriftlich m/tgetettt. ^aS betreffenbe Aktenstück ist nicht uninteressant: es stellt sich bar als ein in schlechtem Schwedisch abgesaßtes h^ktogra- phierteS Schreiben, das dem Adressaten „verbietet, im Lande Kroffcn zu werden." Weiter teilt es mit, daß man ihm in Rußland eine Wohnung antoeifeir" werde, f0!6™?* nicht innerhalb einer Frist von sieben Tagen außer Landes
verfügt haben fotlte. Tiefe Bedingungen sind in allen AuSweifunaSordreS dieselben.
Beim Advokaten IonaS Castrsn, den man gleichzeitig besuchte, traten die Polizeiorgane wesentlich rücksichtsloser auf. Etwa 20 Polizisten überschwemmten das HauS, chlossen bie Haushälterin ein unb nahmen eine regelrechte Plünderung vor. Man zerschlug bie meisten Möbel und beschlagnahmte ben sogenannten „politischen Wanb- chmuc^. Beim Buchhändler H a g e l st a m brach man- ein, als dieser nicht anwesend war: bie Buchhandlung wurde völlig verheert, bie Pulte brach man auf, nahm GeschästSpapiere aller Art und Manuskripte in Verwahrung, brach bie Kasse auf und streute bereu Inhalt auf ben Fußboben, bemächtigte sich großer Posten zensurierter Literatur unb führte das meiste mit fort Einen Angestellten,-ber den Tirektor rufen wollte, hielt man mit Gewalt vom Telephon weg: gleichzeittg besuchte ein* Polizeioffizier bie Mutter Hagel- stamS auf dem Lande. Beim Baron v. Born gmgs ähnlich her; auch dessen'alte Mutter suchten 15 Polizisten in ihrer Landwohnung auf, und nur mit größter Muhe gelang es, die Russen von dem Krankenbett der alten Baronesse fernzuhalten. Auch die Willmansstrander^ Garnison wurde zu Polizeidiensten herangezogen. Eine Abteilung Dragoner suchte den Ausgewiesenen Wolff auf und überbrachte ben Ausweisungsbefehl. Nirgends war wohl die Ausweisung weniger motiviert als in bem Falle dieses Fabrikanten: er trat politisch durchaus nicht hervor und hat nichts anderes auf dem Gewissen, als ein Bruder des den Russen verhaßten ehemaligen Konsuls Wolff in Wiborg zu
Serbische Blätter melden, um (Rakovitza seien viele tausende rebellische Alban ef en versammelt, die die uralte Drücke am Drimfluß in die Luft fprengten, um das Vordringen türkischer Truppen zu verhi.n^rm__
Seit dem 13. Mai kämpft eine starke bulgarische Baude bei Kratowo mit türkischem Militär. Ueber den Ausgang des Kampfes ist noch nichts bekannt.
Nach einer Meldung aus Wien kämpft laut Privatmitteilungen aus Ueskueb bei Sitoroo eine starke Bande gegen ein türkisches Bataillon, welches dieselbe einge- schloslen hat. — Am 12. d. M. besichtigte der östreichisch- ungarische Konsul mit dem russischen Konsulats-Geranten bie Gesängnisse, in welchen 772 Gefangene zufammen- gebrängt sind. Hilmi Pascha erklärte sich 'bereit, bem Vorschläge ber Konsuln auf Abhilfe ber Uebelstände möglichst Rechnung zu tragen. . ,
Mullei Sulah, einer ber angesehensten Albanesenchess, würbe in Stimlje verhaftet. — Wie aus Serres gemelbet wirb, würbe dort die gesamte bulgarische Bevölkerung gemalt am aus der Stadt vertrieben.
Trotz aller Dementierversuche von türkischer Seite ist durch übereinstimmende Konsularberichte authentisch fest- gestellt, daß an verschiedenen Stellen, besonders auch in Monastir, die fanatisierte muselmanische Bevölkerung unter den Christen ohne Auswahl der Nationalitäten sowie ohne Rücksicht daraus, ob schuldig ober unschuldig, ein Gemetzel angerichtet hat. Außer den bereits erfolgten ernsten Vorstellungen sind weitere Schritte ber Machte zu erwarten, falls ähnliche Vorkommnisse sich wiederholen sollten. Man befürchtet trotz des ziemlich radikalen Vorgehens bei ben bulgarischen Ausweisungen weitere Putsche
wie bie sämtlichen mehr als 1000 Illustrationen dieses Werkes (darunter 25 Farbendrucktafeln) ohne Ausnahme auf photographischen Abbildungen nach dem Leben beruhen. Außerdem enthält diese 2. Lieferung einen prachtvollen Farbendruck mit der Darstellung eines zenttalamerikanischen Lcelot. Diese volkstümliche Tierkunde, die im unmittelbaren Anschluß an Dr. Kurt Lamperts ,Molker der Erde" unb als zweite Abteilung des großen Sammelwerkes „Tie Erde in Einzeldarstellungen" erscheint, wird in 50 Lieferungen zu je 60 Pfg. crusgegeben, um seine Anschaffung allen Freunden der Nattrw s'enschaft zu ermöglichen.
Wagneriana. Tu Münchener „Juaend" schmückt ihr neuestes Heft mit einem Bildnis Richard Wagners von Lenbachs Meisterhand unb bringt im Text einige sehr boshafte Bemerkungen. Z. Aus einem Hiftorien- buch. Unb es ereignete sich fernerhin, daß in Berolinurn im Jahre des Herrn 1903 ein Denkmal enthüllt wurde, wie das zu jener Zett dort Sitte war. Unb es stand auf dem Sockel „Richard Wagner". Und ein großer internationaler Musik-Wettstreit sand statt an diesem Tage. Und es wurden gesungen und gespielt Lieder aus aller Herren Ländern. Und als sodann bie Hülle des Denkmals fiel, siehe da. entftanb großer Schrecken unb Staunen unter bet Bevölk rüng. denn ein Wunder war geschehen: die Statue hatte sick umgedrcht!--Aus einer R. Waguer-
Biooraphie. . Wie war's denn gestern im „Tristan"?" fragte ein Münchener einen anderen. „O mei, is dös a saubumm's Stück: erst trinken's z samma aus oaner Maß, nadja busseln's an ganzen Akt lang, unb nacha sterben's langer als unseroans lebt! Saubumm!" — In feiner
Walhall. „Verstehen Sie benn nicht: das Ganze isteine Satire auf die heutigen Komponisten. In deren Stücken erscheinen auch immer wieder die Geister der Toten.
Finanzieller Berater in allen Grundstücks- und Hypotheken-Anaeleaenheiten des städtischen Grundbesitzes von I. Schneider. Verlaa vvn Hermann Schild, Berlin, SW. Preis 2.50 Mk. - In dieser für alle Interessenten aus dem Gebiete des Grundst^s-, Hypotheken- und Baumarktes so überaus wichtigen Broschüre unternimmt es der Verfasser, das schwierige Problem zu lösen, für dengesamtenstädtischenGrunb- besitz Deutschlands, ttotz seiner verschiedenen Grund- und Sobenmerte; einheitliche Grundsätze für ben Scl^ätzungswert des städtischen Grundbesitzes aufzustellen, wie dieser bei jedem normalen Verkauf oder Hypvtheken- kredit zu Grund gelegt werden muß. Des Ferneren beleuchtet das Buch die ersahrunasgemäß so häufige unsolide und oft schwer schädigende Geschäftspraxis zahlreicher Elemente auf diesem Gebiete, gegen die es hier nur bie Selbst hilft fließt, deren Prinzipien trefflich gezeigt werden. Auch alle anderen in Bettacht kommenden Punkte z. B.: Wie hoch ist ber Verkausswert eines Hauses? Wie hoch ist ein Wohngrundstück mit Hypotheken belastungs- fahig? Wo und wie beschafft man Hypotheken, bezw. leat man Kapitalien in Hypotheken an? usw. werden behandelt. Das Derk dürfte allen Interessenten, wie Hausbesitzern, Hypotheken-Gläubigern und Schuldnern, Grundstücks- und r^ypothekenmattern, Bauunternehmern usw. Dienste leisten.
Aiutavds Aufschrei.
Ein flammender Protest von Finländern gegen die russische Gewaltherrschaft ist der abendländischen Presse zu- gegangen. In drastischer, packender Weise toirb daS Schreckensregiment deS Gouverneurs Bobri* kow geschildert, der neuerdings mit diktatorisch er Gewalt ausgerüstet worben ist unb, von Spionen und De - nunzianten bedient, ausgiebiy von seinen Befugnineu Gebrauch macht. Insbesondere sind in den letzten Tagen des Avril zahlreiche Finlänber einfach ausgewiesen worden. In dem Aufruf heißt eS darüber:
„Einige der besten Söhne unseres Lande? sind von einer der schwersten Strafen, die ein Mensch erleiden kann, der Verbannung, bettoffen worden, einer Strafe, die übrigens im finläitt)ischen Strafgesetz ausdrücklich verboten ist. St einer unserer ausgewiesenen Landsleute hat davon Kenntnis erhalten, was ihm zur L a st gelegt wird; hinsichtlich der meisten kann man aber schließen, daß leichtfertige Denunziationen und persönliche Rachsucht den unglaublichen Gewaltakt veranlaßten. Roh? Vertreter der sog. „Orbnungdgctoalt" haben ben Betroffenen bie hektographierten Ausweisungsdekrete eingehändigt, auf denen nicht einmal immer der Name des „Verurteilten etngettagen worden. Diese Handlanger des Generalgouver- neurS sind in Privatwohnungen und GeschüftSlokale ein- gebrungen, sie sind in Bücherniederlagen von Verlegern mit Gewalt eingebrochen, sie haben Warenund Privateigentum zerstört und gleich Dandalen ge- plündertundgehaust. Eine längst genährte Begierde, die Früchte der sinländischen Kulturarbeit mit Fußen treten zu können, scheint mm endlich ihre Befriedigung zu finden unb ttiumpyierenb ihren Siegeszug durch unser Land zu
Politische Tagesschau.
Pom deutschen Metern gegen den Mißbrauch geistiger Getränke.
Der Vorsitzende deS deutschen Vereins g. d. M. g. Senatspräsident Dr. von Strauß unb Torney in Berlin ersucht uns um die Veröffentlichung der nachfolgenden m der letzten Sitzung des VerwaltungS-ÄuSschuffeS m Berlin einstimmig angenommenen Erklärung:
Gern erkennen wir die vielfache Anregung und Belehrung, welche der internationale Kongreß gegen den ttlkohonSmuS zu Brenien geboten hat, an. Taaegcn bedauern wir, daß die Hoffnung, derselbe werde den aussichtsreichen Ausgangspunkt für em engeres Ztlsammenichließen aller verschiedenen Richtungen in dem Ramvfe gegen den AlkoboliSmus in Deutschland bilden, sich nicht erfüllt hat. Die Haltiing der Vertreter ber ertrem abstinenten Richtungen ließ das hierfür erforderliche ^erstandniS und die gerechte Anerkennung der Bestrebungen deS beutfdien SeremlI gegen ben M. a. G. durchaus vermlsien und es wurden vielfach ®runb- fäffe aufgestellt unb rücksichtslos verfochten, mit denen bie be« DeiUschen Vereins sich nicht vereinigen lasten. UnS haben bte 43er- banblungen deS Kongrestes in ber Ueberjeugung aus ber einen Seite von der nnbauemben NotwenbigkeU ber energischen Bekämpfung bc6 Mißbrauch- geistiger Getränke, ouf der anderen Seile aber auch von der Richtigkeit der in den Satzungen unseres Vereins in dieser Beziehung niebergelegten Drundsätze, nach denen nicht nur die Enthaltsamkeit, sondern auch die Mäßigkeit a« ein wirksames und vollberechtigtes Mittel gegen den AttoholiSmuS anzuerkennen ist, nur bestärken können, und wir sind entschloffen, nach wie vor auf dem Boden dieser Satzungen jenen Rampt mit voller Entschiedenheit weiter zn führen. Wir fordern alle, die m,t uns in dem Mißbrauch geistiger Getränke einen der bedenklichsten, am Marke deS deutschen Volke? zehrenden Schaden erblicken, aus, un5 in diesem Kämpft kräftigst zu unterstützen.
Die Biersteoer.
_______ /V —y* O monaUich7bPi^viertel.
Q . sährlich Pit. L.L0; durch
Glchener Anzeiger W
Eeneral-Anzeiger v
Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis
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Es ist eine erschütternde Tragödie, die nationale Selbständigkeit deS finischen Volkes unter Knutenhieben enden zu sehen, aber Hilfe giebt eS für bie gequälte finische Natton nicht mehr: der Panslavismus wird bald die letzten Reste nattonaler Eigenart verschlungen haben.
Die Balkan-Unruhen.


