MAIZI. VA
Zur Herstellung von Saucen verwendet, und niemitl« wird der Hausherr über geschmackloses Essen klagen. Erst durch eine geschmackvolle uud seimige Sauce erhall das Essen den erwiinschten Wohlgeschmack. Keine Hallsfrau koche daher ohne „Maizena". General-Depot bei Lürk u. Pabst, Frankfurt a. Main.
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ist, D. Red.), der Gendarrnerie-KornmanLant, dessen Stellvertreter und ein anderer Gendarmarieoffizier wurden ihrer Posten enthoben. Die Pforte hack überdies beschlossen, der Familie des Dahingeschiedenen eine entsprechende Ent- schädigung zu überweise::.
— Die von der Türkei an die Witwe des ermordeten Konsuls Rostkowski zu zahlende Entschädigung wurde auf 200 000 Frcs. festgesetzt. Die Empfangnahme der Entschädigung ist russischerseits noch nicht erfolgt.
Batavia, 12. Aug. Tas Dors Polve Tengah im Innern von Sumatra wurde von den niederländischen Truppen genommen. Der Feind hatte 300 Tote. Auf feiten der Niederländer wurden ein -Offizier und sech«sMann getötet, ein Offizier uixb 50 Mann verwundet.
Aus Stadt und Land.
Gießen, den 13. August 1903.
** Stenographie. Tie zur Zeit in Salzburg tagende Hauptversammlung des Allgemeinen Deutschen Stenographenbundes Ga b e l s b e r g e r hat sich endgiltig gegen die Berliner Reform- beschlüsse erklärt. Auf Antrag der bayerischen und sächsischen Vereine wurde beschlossen, auf der Grundlage der Dresdener Beschlüsse vom Jahre 1900 auf eine Systemrevision einzugehen. Zum Bundesvorort wurde Wien, zum Ort des nächsten Bundestages im Jahre 1906 Leipzig bestimmt.
•* Der Neubau der katholischen Kirche an der Liebigstraße schreitet rüstig fort. Dian hofft, denjenigen Teil des Gotteshauses, welcher zuerst zur Benutzung fertig gestellt wird, in 4—6 Wochen unter Dach zu bringen. Man kann sich bereits ein Bild machen über die werdenden Formen, die die Kirche erhält. Und betritt man das Innere der werdenden Kirche, so sieht man schon, wenn alles auch noch unfertig ist, daß der Baumeister im Begriffe steht, in gothischen Formen ein schönes Werk zu schaffen. Hübsch wirken jetzt schon die harmonisch gegliederten fertigen Fenster, und schon ragen die kräftigen Pfeiler, welche die Spitzbogen der Seitenschiffe tragen, empor. Maurer und Steinbildhauer sind fleißig an der Arbeit, das Werk zu fördern. Neben dem Bauplatz sind die Zimmerleute schon dabei, das erforderliche Gebälk vorzuöereiten. Man weiß schon jetzt, daß der Bau unserer Stadt einst zur Zier gereichen wird.
** Städtisches Elektrizitätswerk. Keine unserer städtischen Unternehmungen hat seinerzeit bei seiner Begründung so die Kritik weiterer Kreise der Bürgerschjaft gefunden wie unser Elektrizitätswerk. Man war früher vielfache der Ansicht, das vor co. 2 Jahren errichtete Elektrizitätswerk sei, soweit der Bedarf der Bürgerschaft selbst in Frage komme, verfrüht angelegt und die wegen dessen Rentabilität gehegten Erwartungen würden eine schwere Enttäuschung erleben. Indessen wird der demnächst zur Vorlage kommende Abschluß des Werkes den Umständen nach günstig abschließen und eine Verzinsung des Anlage- Kapitals ergeben, wobei zu bedenken ist, daß die Anlage in ihrem vollen Umfange noch gar nicht ausgenutzck worden ist, weil der Bedarf an Licht und Kraft sich erst, wie bei jeder Neuerung, nach und nach einstellen wird. Immerhin kann man mit der Entwickelung des Werkes im ersten Betriebs- stahr wohl zufrieden sein, wie die nachstehenden Angaben beweisen. In der Zeit von der Jnbeckriebnahme desr Awlage, im September 1901, bis zum 31. März d. I. ist die Zahl der Hausanschlüsse um 88, die Zahl der Abnehmer von 90 auf 252 gestiegen. 3224 Glühlampen, 35 Bogenlampen, 47 Motoren und 188 Elektrizitätszähler wurden in der Stadt neu installiert, während die Anlagen der Eisen- bahnbehörüe, welche von der Stadt mit elektrischem Strom versehen werden, eine Vermehrung von 102 Glühlampen und 12 Bogenlampen erfuhren. Diese überaus erfreuliche Vergrößerung des Anschlußwertes, welche insgesamt am 31. März d. I. rund 10 700 Glühlampen von je 55 Watt Stromverbrauch betrug, ist am besten der Beweis von der zunehmenden Erkenntnis der Annehmlichkeiten des elektrischen Stromes für Beleuchtungszwecke und ganz besonders aber auch fiir den Betrieb von lleineren und mittleren Arbeitsmaschinen. Der zunehmende Verbrauch des elektrischen Stromes ist zweifellos auch darauf zurückzuführen, daß die städtische Verwaltung mit der am 1. Januar d. I. in Kraft gesetzten Verbilligung für elektrische Energie das r)ttch^ tige getroffen hat. Die Gesamtlänge der einzelnen in die Straßen gelegten Leitungen beträgt rund 88 Kilometer. — Wir erfahren übrigens, daß das Hotel „Großherzog von Hessen" demnächst ebenfalls an das städtische Kabel angeschlossen werden soll.
** Ortegue, der Fußwettläufer, der nächsten Sonntag auf dem Sportplatz an der Hardt sich vorstellen wird, hat sich in der ganzen Welt großen Ruhm erworben. Bei dem bekannten Marathon-Wettlauf in Paris im Juli 1896 hat er 40 Kilometer in 2 Stunden und 41 Minuten zurückgelegt.
(?) Großen-Buseck, 12. Aug. Hier ist ein Rad- fa hrerverein gegründet worden mit dem Namen „Edelweiß". Er zählt bereits 30 Mitglieder.
(!) Lich, 12. Aug. Das zum Kloster Arnsburg gehörige Paradiesgebäude soll einer Renovierung unterzogen werden. Die vorzunehmenden Arbeitet: sind auf 3800 Mk. veranschlagt.
Lauterbach, 12. Aug. Welches Interesse Se. Kgl. Hoheit der Großherzog unserer heimischen Industrie entgegenbringt, geht daraus hervor, daß S. K. Hoheit bei dein oberhessischen Leinenversandtgeschäft Konrad List größere Bestellungen auf den neu eingeführten Tafellikör Curacao Nosiola bei dem Fabrikanten desselben ausgab.
Neu-Isenburg, 11. Aug. Heute nacht verschied nach längerem Leiden die älteste Einwohnerin Neu-Isenburgs, die Witwe Klein, die das seltene Aller von 95 Jahren erreicht hatte.
Vermischtes.
* Berlin, 12. Aug. In einer Zuschrift an das „Bert. Tgbl." wird die Blättermeldung von der Erblindung Edisons durch Röntgenstrahlen von maßgebender Stelle als völlig unbegründet bezeichnet.
* Hamburg, 13. Aug. Im benachbarten Wilhelmsburg herrscht eine Scharlach-Epidemie in Verbindung mir Diphtherie. Eis jetzt sind 15 Kinder gestorben. Ein Vater verlor vier Kinder.
* Hamburg, 12. Aug. Das Segelschiff Isabella Walker ist im Kanal nach einem Zustammenstoß mit dem norwegischen Dampfer Theodora gesunken. Auch die Theodora ist untergeaangen. Die Besatzung beider Sckikie. 7 und
16 Mann, find ertrunken. Wrackstücke sind beim Dud- geon-Leuchtturm angetrieben.
* Von der Mosel zum schwarzen Meer. Fünf Ruderer aus Metz sind z. Z. auf einer Wasserfahrt nach den Donaustaaten begriffen. Auf einem Viererbootchen benutzten die jungen Sportsmänner die Mosel als Wasserstraße, fuhren dann auf dem Rhein bis Mainz und von da den Main stromaufwärts. Durch den Ludwigkanal gelangen die Wasser- touristen auf die Donau und auf dieser bis in das schwarze Meer.
* Ostende, 12. Aug. Das deutsche Schiff „Par- nas" hat gegenüber Dünkirchen das Leuchtschiff „Sandetti" an gerannt und ist gesunken. Die Besatzung konnte gerettet werden.
* Paris, 12. August. Das Reiterstandbild des Zaren Nikolaus II., das von dem Komitee „Erinnerungen an Betheney" bestellt wurde, ist nunmehr fertig gestellt und wird nach Petersburg gesandt, uni dort im Wintergarten Aufstellung zu finden. Das Standbild ist aus Bronze mit einem Sockel aus Granit.
* Neapel, 12. Aug. Der Eruptionskegel des Vesuv spaltete sich und warf neue Äavamassen aus, die jedoch nicht über das Kratergebiet hinausgehen. Die Ausbrüche waren sehr heftig. Durch die letzten Erdstöße in Sizilien wurde die Bevölkerung der betroffenen Ortschaften in große Aufregung versetzt. In Mineo sind mehrere .Häuser eingestürzt, andere zeigen Risse, darunter die Kirche und der Glockenturm.
* Die verschluckte Uhr. Die Pariser „Gazette medicale" erzählt eine wunderliche Geschichte von einer Uhr, die einer amerikanischen Schauspielerin zum Geschenk gemacht worden war und nicht größer war als ein Fünfpfennigstück. Die glückliche Besitzerin dieser Kostbarkeit war eines Abends mit der Uhr in der Hand eingeschlafen, sand sie aber am nächsten Morgen nicht w:eder, auch alles weitere Suchen blieb vergeblich. Einige Tage darauf stellten sich bei der Dame heftige Magenschmerzen ein. Der befragte Arzt, der sich die Natur des Leidens nicht erklären konnte, nahm schließlich eine Röntgenphotographie des Magens auf, auf der sich ein Fremdkörper im Magen zeigte, der mit der vermißten Uhr identisch war uud durch eine Operation herausbefördert werden mußte.
Kunst und Wissenschaft.
Berlin, 11. August. Professor von Leyden hat an seinem heutigen goldenen Doktor-Jubiläum in Pontresina die Glückwünsche der Berliner Universität erhalten, an der er vor 50 Jahren die erste akademische Würde erlangte. Der Senat zeichnete der: berühmten Kliniker durch eine Adresse aus, die den Verdiensten und Leistungen des Jubilars grZße Anerkennung zollt. Auch die medizinische Fakultät, der v. Leyden seit 1876 angehört, widmete ihm nutzer dem erneuten Doktor-Diplom eine kunstvoll ausgestattete Adresse.
Gerichtssaat.
Paris, 12. Aug. Humbert-Prozeß. Der heutigen Verhandlung woynte wiederum ein zahlreiches Publikum bei. Der Polizeikommissar Hennion erzählt zunächst, die Vorgänge bei der Verhaftung der Humberts in Madrid. Der Notar Dectectt in Bayonne und seine Angestellten erkennen in Romain Taurignac eine Persönlichkeit wieder, welche in Prokura mit dem Name.: Crawförd zeichnete. Bezüglich Emil Taurignac lauten ihre Aussagen weniger bestimmt. Während der Vernehmungen versichert Labori, daß die Crawfords existierten, aber einen anderen Namen trügen. (Bewegung.) Tie drei Schreibsachverständigen erklären, paß die Prokurazeichnung mit dem Namen Craw- ford von Romain und Emile Taurignac mit verstellter Handschrift gegeben sei. Tie Angeklagten und die Verteidiger widersprechen diesen Behauptungen der Sachverständigen in längeren Ausführungen. Drei Postbeamte erkennen gleichfalls Romain Taurignac wieder: er habe post- lagernde Briefe abgeholt. Romain Taurignac tieftmteit auch diese Tatsache. Tie Sitzung wird unterbrochen.
Kandel und Verkehr. Volkswirtschaft.
Berliner Börse vom 12. August 1903.
(Mitgeteilt von der Bank für Handel und Industrie, Gießen.)
Wie an den vorhergehenden Tagen zeigte sich auch heute von Anfang an auf allen Gebieten rege Kauflust, welche durch die stramme Haltung der New-Porker Börse ihre Unterstützung fand. Erwähnenswerte Kursaufbesserungen hatten besonders die Atrien der Oberschlesischen Hutten zu verzeichnen, für die sich auch im ganzen Verlauf der heutigen Börse reges Interesse bemerkbar machte. In der zweiten Börsenstunde trat auf dem Jndustriemarkte ein recht lebhafter Verkehr bei anziehenden Kursen em, welcher aus günstige Aeußerungen des Handelsministers betr. der Handelsverträge zurückgeführt wurde. Besonders profitierten von dieser Aufwärtsbewegung Eisenwerke und die Aktien der elektrischen Gesellschaften.
Privat-Diskont 37a Prozent.
Anfangs- u. Schlußkurse.
Oest. Kredit .... 207.75 207.87
Deutsche Bank . . . 211.90 212.00
Darmstädter Bank . . 136.25 136.25
Bochumer Guß . . . 181.10 182.10
Harpener Bergbau . . 179.00 179.75
Schluß-Tendenz: fest.
Märkte.
— Friedberg, 12. Ang. Auf dem heutigen Schweine- markte, dem ersten seit dem Ausbruch der Schweinepest, herrschte ein reger Geschäftsgang. Die Preise waren ziemlich hoch, was wohl durch die Schweineseuche, Pest und Rotlauf mit verursacht wurde. Besonders stark war der Antrieb von Ferkeln. — Auch auf dem Krämermarkl herrschte größere Kauflust, da infolge des Schweinemarktes eine größere Anzahl Landbewohner in die Stadt kamen.
f. Ortenberg, 12. Aug. Der Ortenberg er Pferdemarkt wird am 5. November abgehalten. Es ist damit eine Verlosung verbunden.
Limburg a. d. L., 12. Aug. Fruchtmarkt. Durchschnittspreise pr. Malter. Roter Weizen 14.00 Mk., Weißer Weizen 00.00 Mk., Korn 11.00 Mk., Gerste 0.00 Mk., Hafer 7.14 Mk., Erbsen 0.00 Mk., Kartoffeln 0.00 Mk.
Landwirtschaft.
-k Assenheim, 12. Aug. Die Aepfelernte fällt in diesem Jahre schlecht aus. Die edleren Obstsorten haben fast alle keinen Ertrag, wogegen die als Kelterobst gesuchten „Schafnasen" eine mittlere Ernte liefern, viele dieser Bäume sind gestützt. Bei Staden, Mockstadt und Stammheim hängen die Aepfelbäume an den KreiSstraßen recht voll. Die 2lepfelpreise dürften in diesem Balles bedeutend höher werden lüie im vorigen Herbst.
Arbeiterbewegung.
B 6 r l i n, 13. Aug. Heute beginnt ein allgemeiner Ausstand der Berliner Ai ar mor- undGranitarbeiter.
. A n i n a, 12. Aug. Die in den Bergwerken der ö st e r- L® kyj sfl) - ungnris ch e n S t a a t s e i s e n b a h n beschäftigten Acaichuusten und Heizer haben Forderungen auf Lohnerhöhung gestellt; sie drohen, falls diese nicht innerhalb 48 Stunden bewilligt werden, in den Ausstand zu treten
Hottesdirnff der israelitischen Kcligionsgrsellschast.
Sabbathfeierarnl5 August l90 3.
»z-reltagabend 7.10 Uhr. Samstag Vormittag 8 Uhr.
Nachmittag 4 Uhr.
Sabbathausgang 8.35 Uhr.
Wochengottesdienst: Morgens 6.30 Uhr, abends 7 Uhr.
Neueste Meldungen.
Originaldrahtmeldungen des Gießener Anzeigers.
London, 13. August. Wie die St. James Gazette mitteilt, wird für das Jahr 1907 eine internationale Ausstellung in London geplant.
London, 12. Aug. Tas Unterhaus stimmte m:t 92 gegen 18 Stimmen dem mit der Cunard-Linie und dem Morgan-Trust geschlossenen Abkommen zu. Im Laufe der Debatte begründete Unterstaatssekretär Forster im Hinblick auf die H i l f s k re uzcr anderer Nationen die Notwendigkeit für England, gleichfalls solche schnell fahrenden Schisse zu besitzen, um die Fortdauer des englischen Uebergewichtes im Atlantischen Ozean zu wahren.
Vlisstngen, 13. Aug. König Eduard von Eng. land ist gestern nachmittag auf der Pacht „Victoria and Albert" auf der Vlissinger Rhede eingetroffen. Der König, der inkognito unter den: Namen eines Grafen von Balmoral reist, fuhr später nach Marienbad weiter, wo er heute nachmittag 2j/2 Uhr zu einer dreiwöchentlichen Kur eintrifft. Außer dem Kurier begleiten den König 6 Diener.
Paris, 13. Aug. Die Subskriptio n des „Figaro" für die Opfer der Eisenbahn-Katastrophe ergab bis gestern abend bereits 19 365 Frcs.
Madrid, 13. August. Admiral Cervera hat seine Demission als Generalstabschef der Marine gegeben.
Wien, 16. Aug. Auf der Station Mapagedi stieß ein von Wien kommender Personenzug mit einem Last - 5 u g e zusammen. 21 Mann trugen Verletzungen davon.
B u d a p e st, 13. Aug. In der u:: g a r i s ch e n K r i s i s ist eine Verschleppung eingetreteu, die ihren,.Ausdruck darin fmdet, daß die Reise d e s Gr a f e n Kh u e n nach Wien neuerdings aufgeschoben wurde. Auch die Reise des Kaisers nach Budapest ist auf Anfang nächster Woche verlegt worden. In den Kreisen der Opposition will man sogar wissen, daß die Reise des Monarchen überhaupt zweifelhaft geworden ist. Diese Wendung wird auf den WiDerstand Körbers und Goluchvwskis zurückgeführt, welche dem Monarchen angeblich vorgestellt haben, daß eine 9tachgiebigkeit gegenüber der ungarischen Obstruktion sofort auch eine östreichische Obstruktion nach sich ziehen und so einen Ausgleich unmöglich machen würde.
Belgrad, 13. Aug. Aus die partielle Ministerkrisis in Belgrad ist jetzt die Demission des gesamten Kabinets gefolgt. Wie gemeldet wird, hatten zuerst der Justtzminifter, der Kultusminister und der Finanzminister ihre Demission gegeben, die auch vom König angenommen wurde. Schließlich reichten auch die übrigen Minister des Kabinetts ihre Entlassung ein. Mit der Neubildung wird entweder der jetzige Ministerpräsident Ava- kum o witsch oder der serbische Gesandte in Konstantinopel, Gruitsch, betraut werden.
Saloniki, 13. August. Die Ausständigen haben in Debaratz die dortigen Festungswerke zerstört und alle Türken und Arnauten niedergemacht.
L- Washington, 13. Aug. Dem Staatsdepartement ^gegangenen Nachrichten zufolge hat ein Franzose Namens Eduard Mollard ein neues Metall, „Selium" entdeckt, das leichjter, stärker und billiger als Aluminium ist. Das neue Mehall rostet nicht, läßt sich polieren und ist in besonderer Weise geeignet für Schiffsbau zwecke.
Erie (Pennsylvanien), 12. Aug. Das Fischereifahrzeug ^,Silverspray" kam heute nachmittag arg beschädigt infolge Z u s a m m e n st o ß e s auf bem Eriesee mit dem kanadischen Zollkutter „Petrel" an, der auf der Suche nach Fi sch di eben war. „Petrel" sichtete die „Silverspray an der kanadischen Seite mittags und befahl dem Kapitän der letzteren, die Chan anzuhalten. Man behauptet, die „Petrejl" habe die „Silverspray" gerammt, bevor der Kapitän der Ehau dem Befehl nctchtommen konnte. Als die ^„Silver- spray" hierauf so schnell sie konnte, weiterfuhr und zu ent- tontmen versuchte, eröffnete der Zollkutter mit allen Geschützen Feuer auf die „Silverspray". Letztere erhiezlt 20 Schuß; von der Bemannung wurde jedoch niemand getötet. Die Verfolgung wurde erst aufgegeben, als die „Silverspray" über die Grenze war. Der Kapitän derChau behauptete, er suchte nur seine Netze, Die- auf die kanadische Seite getrieben waren. Er will den Vorfall an das Staatsdepartement berichten.
Telephonischer Kursbericht.
Fra»kliirt aj., 13. Aiurust Ivo3
372% Reichsanleihe . . 102.—
3% do. ... 90.55 37,% Konsole .... 101.80 3% do 90.65 37r% Hessen . . . .100.85 37,56 Oberhessen . . . 100.20 4% Oesterr. Goldrente . . 102.90 47s96 Oesterr. Silberrento 100.90 4% Ungar. Goldrente . . 100.80 4°/o Italien. Rente . . . 103.30 47,26 Portugiesen . . . 49.70 3°/ Portugiesen 31.20 196 0. Türken .... 34.90 Türkenlose 130.44 4% Grieoh. Monopol.-Ani. 40.60 47,96 äussere Argentiner —.—
3u/o Mexikaner . . . 26.60 472% Chinesen ... 92.50 Electric, tiobuckert . . . 96.90 Nordd. Lloyd . . . . 99.00
Kreditaktien .... 207.70 Diskonto-Kommandit. . . 187.80 Darmstädter Bank . . . 136.30 Dresdener Bank .... 147.45 Berliner Handelsges. . . 154.40 Oesterr. Stäatsbahn . . , 142.80 Lombarden . . . . . 16.75 Gotthardbahn .... 191.00 Laurahütte 226.00 Bochum ...... 183.00 Harpener 181.25
Tendenz: ruhig.


