Ein Militärkonzert der Kapelle der 9. Württ.
es gelang chm aber nicht.
Lesern folgendes: . .
Vor einigen Tagen wurde der neue Gießener ^rredhof am Rodtberg eröffnet. Ter Stadtrat beschloß, dem ersten Erwachsenen, der dorr bestattet werden würde, das Gelette zu geben, was aur . - 1 ' .L /Ti Ä1 e ♦ f e f ml i A A höt* M Ai
fest des Kaufmännischen x r . u» , — ,.,'senberg, wenigstens während der tautaib Nachmittagsstunden im Freien abgehalten, wurde sehr ver- liche tauseno hnHp-n firfi iniiTreidie Terlnebmer brn-
weißen Falken verliehen.
•• Auszeichnung. Tas Komturkreuz zweiter Masse des Groß. Hess. Verdienstordens Philipps deS Großmütigen
Aus Stadt und Land.
Gießen, 13. Juli 1903.
— OrdensauSZeichnung. Ministerialrat Braun in Darmstadt wurde von Sr. Kgl. Hoheit dem Großherzog von Sachjen-Weimar das Komturkreuz des Ordens vom
bcm Lieferanten zur Verfügung gestellt sei; dies« wissen auch, das; scharfe Kontrolle geübt wird, und hüten sich, minder gute Ware anzuliesern. Es smd bisher ca. 450 000 Kilogramm Zement und ca. 400 000 ügr. Trust angelrefert, welche in der Hauptsache verarbeitet worden smd. Jin nun ach sind bisher für die Kanalisation über dem ^ugerplast iur 150000 Mk. Baumaterial und Eisenzeug geliefert, wozu noch für etwa 25 000 Mk. Gailsche Klinker kommen die allerdings vom Tonwerk direkt zur Baustelle gefahren
Jas ZLaumaterialien-sLager für unsere Kanalisationsöauten.
Mau schreibt und:
Em gewaltiger Vorrat von Baumaterialien ift für die Herstellung der Kanalisation auf dem dafür bestimmten Laaeräatz an der Margaretenhütte aufgespeichert. Täglich wird von dort durch Fuhrwerke abgefahren, was auf den einzelnen Baustellen benötigt wird, aber auch fast täglich treffen aus dem Lagerplatz für die ausgegangenen wieder Baumaterialien ein. Es lohnt wirllich schon einmal die Mühe, auf das Lager an der Aiargaretenhütte einen Blick j -u werfen, um einen Begriff zu bekommen, was alles nötig ist, um das lang ersehnte, nun im Bau begriffene Derk einer kunstgerechten Entwässerung unserer Stadt entsteben zu lassen. — Mit Genehmigung des Leiters des städtischen Tiefbauamtes, des Baumeisters Braubach, unb unter Führ- img des Lagerverwalters Dachsen machten wir kürzlich einen Rundgang über den weiten Lagerplatz für die Kanalisation; auch die anstoßende ehemalige große Maschinenhalle der Hütte dient als Lager. r
Im Freien sind sein säuberlich ausgestapelt große^Pofteu Zementrohre und Steinzeugrohre in verschiedenen Dimensionen, sowie eine sehr große Anzahl von Sinkkästen, aus Steinzeug hergestellt. Große Quantitäten Sohlsteine harren ihrer Verwendung für die gemauerten Siele. Tie aus Zement fabrizierten Rohre fmden ausschließlich nur Verwendung für Kanäle, die zur Aufnahme von Regenwasser oder reinem Wasser bestimmt sind. Zur Fortführung von Schmutzwäsjern, die u. a. auch mit Fäkalien usw. durchsetzt nnd, eignen sich Zementrohre nicht. Für diesen Zweck dienen Leitungen von Steinzeugrohren, welche vermöge ihres ge- jalterten Scherbens und der Glasur, mit welcher fie_ in* und auswendig bezogen sind, Säuren und fettigen Substanzen, welche in Mk uge im Schmutzwasser sich befinden,
Zahl von Pfahlbaufunden aus Bodmann am Bodensee, darunter Steinwaffen und Geräte, Gefäße und Ueberreste von Tierknochen usw., verschiedene große Zinnkannen, Teller aus Zinn, Porzellan uud Steingut, mehrere Bilder und alte Bücher, schön geschnitzte Tabakpfeifen Lichtputz- scheren, Messer, Osengußplatten mit Sinnspruchen, Mbit- cher Darstellung und Jahreszahl, eiserne Beschlage und Winde zum Armbrustspaunen, Ofenkachel aus Don mit Bemalung, 6 Mariengroschen.
•* LandwirtschaftlicheAusstellung m Gießen. Die Vorbereitungen sind in vollem Gange, die Anmeldungen sehr zahlreich. Es ist sehr anzucrkenncn, daß die zum Preisrichteramt aufgeforderten Herren aus der Provinz und dem I ganzen Lande, auch aus anderen deutschen Bundesstaaten, sich bereitwilligst zur Verfügung stellen. Am 16. ds. Mts. findet eine Sitzung des Wirtschaft- und VergnügungsauS- schusseS statt, der eine Sitzung des Finanzausschusses vorangegangen ist. Der Bau- und Platzausschuß wird eine weitere Sitzung demnächst ankündigen und die Arbeiten dann voraus-
Ausland.
London, 12. Juli. Tew „Manchester Guardian" zu- folge soll Sir Ernest Cassel Chamberlain für dessen Zollvereins Campagne viele tausend Pfund angeboten haben. . „ o ... t
Paris, 12. Juli. Der Prinz von Wales ist vom Präsidenten Loubet ein geladen worden, Paris einen Besucb abzustatten. Der Prinz soll die Einladung ange
Saloniki, 12 Juli. Im 0 ebirgsHebiete Hadjide fand ein heftiger M ain p f zwischen aufrührerischen Banden und türkischen Soldaten statt wobei der Chef der inneren macedonischen Organisation, Kapitän Alexis, getötet wurde. Da Alexis ein ebenso einflußreicher Führer wie Delbschew war, bedeutet sein Tod einen beträchtlichen ^Lcha den für die aufständische Bewegung.
Petersburg, 12. Juli. Ein Rundschreiben deS W Nisters für Bolksaufklärung an die Kuratoren der Lehrbezirke richtet die Aufmertsamkeit derselben aus die Lücken in der Disziplin an den Mittelschulen und teilweise auch an den Stadtschi. en. Er weist hierbei auf die Fälle offener Auflehnung gegen die Schulobrigkeit und regierungsfeindliche Propaganda seitens der ^schaler höherer Klassen hin. a , < 3
Washington, 12. Juli. Für das Telegramm, das der König von England am 9. Juli an Präsident Roosevelt richtete, hat dieser dem König telegraphisch herüich gedankt, und zugleich seinen warmen Dan k für die den amerikanischen Seeoffizieren vom König und dem eng- lrschen Volke erwiesenen Freundlichkeiten Ausdruck gegeben.
Widerstand leisten.
Unser Begleiter teilte uns übrigens mit, daß von oen UUU<;1U o__, . ....
Zement- und Stemzeugwaren für ea. 80 000 Mk. nbgeliefert I ^en Oberbürgermeister wegen des Verbots totimmung zu machen, seien, von welchen auch der größte Teil bereits verwendet L - ' L
worden fei Eine recht finnreiche, einfache, aber doch sehr . zuverlässige Einrichtung ist auf dem Lagerplatz vorhanden, um die angelieferten Rohre aus ihre Güte und Haltbarkeit zu probieren. Damit nur tadelfreies Material zur Ver-1 wendung kommt, werden die angelieferten Zement- und Steinzeugrohre sofort nach Eingang der Ware regelmäßig auf ihre Widerstandsfähigkeit durch Tmckproben von außen und innen einer Kontrolle unterzogen, wobei eine genaue Messung nach Atmosphärendruck vorgenommen wird.
In der großen Halle, also unter Dach und Fach, lagern die Vorräte von Zement in Tonnen und Säcken, welche, nebenbei bemerkt, von dem Zementwerk Lollar geliefert wird. Weiterhin ist in der Halle aufgespeichert eine große Menge von Traß, welcher in Traß-Kalk oder Zement-Traß l mörtel verarbeitet wird. Traß besteht aus gemahlenem I Tuffstein, welcher bei Andernach am Rhein gewonnen wird. Ein großes Lager von ijerncn Linkkastenauffatzen, eisernen Schiebern in verschiedenen Größen, Einsteigeisen, sowie anderem Eisenzeug lagert ebenfalls, gegen Witterungseinflüsse I geschützt, in der Halle. Alle diese Baumaterialien kommen waggonweise mit der Eisenbahn hier an und werden zur I Entladung auf dem die Margaretenhütte mit den Gleisen des Güterbahnhofs verbindenüen Entladegleise direkt vor den Lagerplatz gestellt, wo die Entleerung der Waggons mittels eines extra hierzu beschafften eisernen Kraynens geschieht. Auf dem Lagerplatz selbst liegen weit verzweigt Feldbahngleise, sodaß die Verteilung der eingehenden recht schweren Materialien zum Zwecke der Lagerung praktisch und leicht erfolgen kann. Hätte die Stadt Gießen nicht als Eigentümerin der Margaretenhütte über einen so günstig nnt allem Nötigen, besonders mit Bahnanschluß versehenen Platz verfügen können, sie hätte zweisellos für schweres Geld einen Lagerplatz, der so günstig liegt wie der jetzt benutzte Platz, nicht erhalten können. In der Maschinenhalle besindet sich noch ein abgesonderter Raum, welcher als Laboratorium dient. Sinnreich konstruierte Apparate! der verschiedensten Art sind darin vorhanden, und zwar u a Apparate, mittels deren der angelieserte Zement vor seiner Verarbeitung auf Bmdefähigleit, Zugfestigkeit, bie Zell und den Grad seiner Erhärtung untersucht wird. dh diesem Zweck wird der Zement m Formen gebracht, iiann nach 7 bezw. 28 Tagen einer gründlichen Prüfung unterzogen. Erst wenn man sich aus diese Wei,e nach ieoer Richtung hin überzeugt hat, daß der gelieferte Zement allen Anforderungen entspricht, kommt er zur Baustelle zur Verarbeitung. Es wurde uns vvm Lagerverwalter versickert daß bei alten den Prüfungen mit der peinlichsten Genauiakell nno Gewissenhaftigkeit verfahren wird, well man sich der schweren Verantwortung wohl bewußt sei, die man tragt, wenn es einmal Vorkommen wurde, bay, minder (Jutes Material unterlaufen würde; es sei aber nur in einzelnen Fällen vorgekommen, daß geliefertes Materuu
die bei Gelegenheit der Beerdigung eines hiesigen auswärts verstorbenen Burgers voraenommen werden sollte und wozu von der Kirchenqemeinde durch Inserat eingeladen wurde. Weit der ^rredhoi aber Siadleigentum ist und keiner Kirchengememde gehört, unter- jagte der Bürgermeister mit Recht die Eniwechuilg. Darob natürlich großer Zorn bei der evangelischen Geistlichkeit und den frommen. Bei der Beerdigung suchte der Pfarrer 9laumami gegen V r < •• . . . .'.. ... 211 tTinCDPIT.
u. a. Kardinal Fisckrr Drihlüsckvs Müller, Regierungsptäsi- dent Balun und Oberbürgermeifter Becker bet.
D r e s den. 11. Juli. Die Regierung nun) bereits dem Aadiftcii Landtag einen Gesetzentwurf über Abänderung deS Wahlrechts vorlegen
Reihe nach an:" ö spätiacolingische Tongejätze nebst emem alten Salzsiedetops von der Gemeinde Annerod. — Flachsschwinge, Flachsreff und Flachshechel von Kreis amt mann Tr. Kranzbühler. — 2 Kanonen, gejchweiftev Maßkannchen aus Zinn von Gastwirt PH. Schneider. — 2 alte Pulver- Hörner, 4 tzolzjoche für Kuhbespamlung aus dem Anfänge des 19. Jahrhunderts, ein altes Petschaft von Gastwirt
— Meteorsteine, gesunden aus der Totenhohe bei ! Frankenberg i. H. von Aug. Kretzschmar. — Steinmeitzel (neolithische Zeit) von Ratsdiener Ochs. — Versilberter Abendmahlkelch, Abendmahlkanne aus Zinn, gekauft von der Gemeinde Obbornhofen. — Zwei Garngabeln aus Eichenholz in Form einer Forelle, kunstvoll gefchnitzt, von Profesior Tr. Buchold. - Alte irdene Psanntuchenichu,se, von Frau A. Stall. — Tabakspjeise, geschnitzt, von C. Ott. L- Grubenlampe mit Messinglnöpsen, Porträts und Er- mnerungsb-ilder an I. v. Liebig, Leuchterverzierung aus I Perlen, angefertigt von G. Wohlmuth. Mittel alter lich es
I Speer eisen, von Graulich Bersrod. Teekanne, Rufsels- heimer Fabrikat, gct. - Irdene, glasierte Schüssel mit ! Jahreszahl 18C)0 und Spruch, zivei sehr schon geschnitzte I Garnhaspeln, von W. Roth. — Ein -Totentanz aus deni Jahre 1848. Erfunden und gezeichnet von Atsred Rethel I mit erklärendem Text von R. Reittich. Geschenk von H. I R. Dujs. —Schule aus der La Tem Zell (enuu 100 vor bis 1100 ii. Chr.) gesunden in Olloßen Linden, von.Herrn Fischer I dortselbst. — Von einem ungenannten Gönner: Eine große
In dem geräumigen Bureauraum, welcher dem Lagerverwalter zur Verfügung steht, befindet sich die überaus praktische und leicht übersichtliche Korllrolle darüber, welche Quantitäten Material von seder Sorte bisher von den > Lieferanten angeliefert sind, aus welcher Baustelle und mt welchem Fuhrmann die einzelnen Posten da Hut geschasst wurden; auch die Quittung dafür, daß die Ablieferung aus der betreffenden Baustelle wirklich erfolgt ist, sehlt nicht. Diese Kontrolle korrespondiert mit den aus dem Tiefbau- amt eingerichteten Tagesberichten, worin alles, was auf dem Lagerplatz und auf den einzelnen Bauftellen betreffs der Materialien gcfchicht, und der Arbeiten ausgezeichnet wird. Dadurch ift es überaus leicht, einen ettoa vor- kommenden Fctz.ee oder einer Ungenauigfett m der Kon- trolle auf die Spur zu lontmem — Wir schieden recht be- sriedigt von dem Lagerplatz, haben wir doch Meles dort, f gesehen, was unfer Interesse mrd K WMen Militärkonzert der Kapelle der 9. Württ.
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gehört zur Ordnung, und diese ist vor allen Dingen gut. I Gemäß einem Beschluß der letzten vorjährigen Versammlung,
. ~ — jährlich einmal zusammenzukommen, feierten gestern die 50er
Zwei Tarfleuungen. von 1852 ein Wald fest am.Ludwigsbrunnen. Unter Voran-
Der „Offenb. Ztg.", dem dortigen Amtsblatt, wird aus einer Musikkapelle zog man vom Ludwigsplatz nach dem Gießen geschrieben: . E m . herrlichen Waldplätzchen .Ludwigsbrunnen". In einer
Die kirchliche Weihe des neuen ^nedhofes amJRobtberg, wtc f Ansoracke begrüßte Stadtrat Huhn die Teilnehmer ! aepünu ÄÄäS' und gedachte fern, die Leid getroffen im oerfloffenen Jahre,
untersaqt worden. Die Beerdigung des Ortsgerichtsmannes Haubach Alsdann war alles vergnügt trotz Donnergrollen und drohender
I voUzog sich daher in der üblichen Form durch Trauerrede m der Zwitter, ^ie kleinen „50erfl wurden durch Spiele, Bretzeln ' KopeUc u»d Euhegnung der L-'ch- °m Vier prot^tlcrtc I Apfelsinen erfreut Als die Dunkelheit „Halt" gebot,
bagegm6" bati’^m^bieS oon "bcm lacholische» Oberbürgermeister zog man bei Lampionsschem fröhlich und guter Dinge m die
I unieiiaat worben fei. (Herr Oberbürgermeister Mecum ist Alt- Stadt, um noch einen „letzten" ^runk zu tun.
katholik.) Ter Fehler, den die Stabt, bezw. bie Baubehorbe ba- ** Das Sommer fest des Kaufmännischen durch beging, daß sie auf der Friedhofskapelle em Kreuz errichtet, auf dem Schistenberg, wenigstens während der
und ber, nebenbei bemerkt, bet Stabt wegen der ^nfolgebessen not- Nachmittagsstunden im Freien abgehalten, wurde sehr ver- ivcndigen Erbaumig einer Leichenhalle für die Juden etliche tausend -Vrüß^eitia hatten sich zahlreiche Teilnehmer hm-
| “ia i t J , v ...» <1111 i'iti hni(llphlPt I Qllf b egeben und ^ich bei den munteren Weisen eines Teils
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ein bcwnbercs Gebiet des Totenackers bestimmt ist. Der Ober- zuckten Blitze aus den dvohend über bvxn ^cgistenberg bbraermeifter erklärte es für unstatthaft, einem ber Stabtgemembe sagenden W-vlken, und die Teilnehmer, besonders einige qeborenben, konfefsionslofen Friedhof eine besondere eoangelifc^e I änaftlicfte Damen, flüchteten unter den Schutz der Hullen. Weihe au geben; er würbe bie Weihe nur bulbcn, wenn er biß|$ürt ^rde dann die lange Tafel zum Abendesten gedeckt, mittags 12 Uhr eine vorbehaltlose Bescheinigung des katholischen Pfarrers und ber beiben Rabbiner besitze, wonach biese gegen bie beabsichtigte Weihe nichts einzuwenbcn haben. Da diese Be- jcheiniguiig nicht beigebracht, vielmehr seitens bes katholischen I Pfarrers dagegen Eiiispruch erhoben wurb^ elllarte der Oberbürgermeister, baß er zur Wahrung und Erhaltung bes bisher alückticherweise ungetrübten konsefsionellen Friebens geiwtigt sei, eine kirchliche Weihe bes Friebhofs zu untersagen unb biesewe aus jedes einzelne Grab zu beschränken. .
L Das sozialdemokratische .Offenb. Abendbl.- erzählt fernen
sichtlich ausschreiben.
•* Roman in den Familienblättern. Wir beginnen heute in den Familienblättern mit dem Abdruck eines hochinteressanten Romans ,Schloß Osterno" von S. Merriman, dessen spannende Lektüre wir unseren Lesern
Tort wurde dann die lange Tafel zum Abendessen gedeckt. Aber angesichts der grellen Blitze, weshalb einzelne Damen keinen Bissen berührten, wurde die Stimmung anfänglich etwas gedrückt. Als man sich aber etwas an das gewllter- lichc Wetter gewöhnt hatte, vertrugen sich die Anwesenden nod) bis in den späten Abend hinein recht gemütlich. Auch die Tanzlustigen kamen um ihr Vergnügen nicht. Gegen i/210 Uhr ging es dann, unter Vorantritt der Musll, in munterer Festtour wieder zurück nach der Stadt.
•• Der Bauersche Gesangverein feierte am eomu tag im Hardtwäldchen fein Sommerfest. Unter der Leitung n des Kapellmeisters Polster gelangten viele herrliche Lieder ch zu schönem Vortrag. Das von heftigen Regengüssen gesthetz«» V°n"d7r"^üfchcn Weisüichkeü wutbe aber no^ begleitete Gewitter trieb etwa um 6 Uhr die F°stt--lnehm--
eine kirchliche Einweihung bes Friebhofs in Aussicht genommen, der Textorschen Terasse, wo bei Gesang und Plcmtanz xr. woarh.AHnn pmPÄ hieftoen auswärts Der-1 Mähliche Fest sein spätes Ende nahm.
V. Mitteldeutsches Fleisch er gehilfen-Bun- desfest. Aus Anlaß des 15jährigen Bestehens des Schlachtervereins „Brüderschaft" zu Gießen sand gestern hier das V. Dundessest Mitteldeutscher Flestchergejellen- Vereinigungen statt. Zahlreich hatten sich die Gehilfen- Vereine von auswärts eingesunden. Nachmittags gegen 3 Uhr durchzog ein stattlicher Festzug die Haiiptjtraßen der Stadt und erregte, wohin er kam, wegen des geschmackvollen abwechselnngsreichcn Arrangements und der darm mitaeführten, teilweise kostbaren Fahnen und Banner, verdientes Auffehen. Von auswärtigen Vereinen nahmen u. <l teil Franksiirt a. M., Darmstobt, dllltinz, Wiesbaden, Hanau, i Wetzlar, Weilburg, Siegen, Bad-Nauheim, Marburg und Lauterbach. Der größte Teil der Meister, m der ^-leifcher- innung vereinigt, fuhr in eleganten Chaisen un Zuge mtt, welcher sich nach dem Festplatz der Pulvernmhle bewegte. „ X1S Namens des Bundesvorstandes begrüßte Habicht-Mamz
- - Phüipps deS Großmut g bem Festplatz die Gießener Meister, di,e Ehrenbamen,
wurde dem Direktor der Bank für Handel und 3nbuftnc ^urc^ ihre Anwesenheit das Fest verschönern helfen.
Geh. Justizrat Dr. I. Rießer in Berlin verliehen. unt> dankte den fremden Vereinen, welche so zahlreich
- Ernennung. Der Direktor des Stadttheaters §u um Bundesfest gekommen seien. — Stadtverordneter fiöniqSbcrq i. Pr., Adolf Varcna, wurde von S. K. H. Pirr, der Obermeister der Gießener vleilchemnnung, Gießen unb Basel ift vom 16. Juli ab zugelaffe» worden, zu pflegen suche.
Gesprächsgebühr 2,50 Mk. SiJ^ie ^nnuna habe ihn beauftragt, der Brüderschaft, zum
** Museum. Wir berichteten kürzlich >chon über die ßa(. ?jc ^hre Bestrebungen anerkenne, heute eine
Vermehrung der Schätze des Museums be» fammelftanbartc zu überreichen. Er erledige den Auftrag
Gefchichtsvereins. Mr sind heute m der Lage, MrttMung ben't zgunsch, daß die guten Beziehungen zwischen zu machen über die Geschenke, welche im lePtcn Vrerteliahr uutl Gesellen im Gewerbe immer so bestehen
oem Museum zugegangen )md^imd Tu^en Jte^ur.^er mijc£)tcn schätz seine Rede mit einem Hoch
auf den Mitteldeutschen Bund unb ben Verein Brubcrschaft in Gießern Fräulein Arnold Überreichte unter poetischen Worten der Brüderschaft eine prächtige Fahnenfchleife in den Landeösarben, welche von den Ehrendamen gewwmet sei. Ter Verein Hanau widmete einen goldenen Fahneit- naael, weitere Geschenke in Form von Fahnenschleifen Überrcichtcn an die Brüderschaft die Kollegenvercme Frank- surt a M, Darmstadt, Osfenbach, Klub Wiesbaden, Verein Wiesbaden, Mainz und Marburg. Dann begann bie Geselligkeit, Konzert unb Tanz. Seihet störte das gegen 8 Uhr aufzichcndc Wetter das schöne Fest, da die meiften der fremden Kollegen infolge dessen früher wieder zur Heimat zogen, als sie ursprünglich sich vorgeiwmmen hatten.
♦* Ausflug. Gestern machte der katholische Gesellen verein einen Ausflug nach Kloster Arnsburg, der bei gemütlicher Unterhaltung schön verlief. Mehrere Vorträge wurden mit Beifall ausgenommen. Abends ’/i9 u6r ging man in frohem Zuge nach bcm Bahnhof Sich.
Die Gemälde- und kunstgewerbliche Au stellung im Turmhaus am Brand ist auch in dieser Woche Montag, Dienstag und Mittwoch außer der übüchcn Zeit von 11—1 auch nachmittags von 3—5 Uhr geöffnet. An Gemälden sind neu ausgestellt einige Temperagemälde von M. Loose-Berlin, „In der Sommerfrische" von R. LippS- München, .Flora" von E. Pieph o-Dtünchen und zwei


