Ausgabe 
12.6.1903 Zweites Blatt
 
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Warnung

an die Mähler te 1. Hess, RtiilisNsMljItaifrs!

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Meinen

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@ine sonderbare Erklärung eines Mitgliedes des Bundes der Landwirte sucht m letzter Stunde Stimmen für den Bürgermeister Köhler in Langsdorf zu werben. Es ist merkwürdig, daß gerade aus diesen Rechen der wankende Reichs­tagssitz des Herrn Köhler gestützt wird, der doch noch vor kurzem in seiner Zeitung den Bund der Landwirte als den Bund der Bauernfänger bezeichnet Hal. Und dock ist es begreistich. Herr Kohler wird empfohlen wegen der Einseitigkeit, mit der er m übertriebener Weise die vermeintlichen Interessen des Bauernstandes vertritt. Es gibt leider manche Bauern, die glauben, der Kandidat sei für sie der beste, der am kräf­tigsten auf den Tisch schlägt und landwirtschaftliche Zölle von unsinniger Höhe empstehlt.

Schlecht dient dem Landwirt, wer unausgesetzt durch übertriebene Hilferufe das Ansehen und den Kredit der Landwirtschaft herabsetzt. Zwecklos, ja unsinnig ist das Bemühen, Zölle zu fordern, die jedes vernünftige Maß überschreiten. Fordert die Industrie solche maßlose Zölle, so bereitet sie siä; selbst den Untergang; denn die Erzeugnisse der Industrie lassen sich ins Ungemessene vermehren, und was dem Ge- dankenlosen als Schutz erscheint, wird eine Quelle des Verderbs durch aus der Zoll­steigerung hervorgehende schrankenlose Konkurrenz. Allzuhohe Landwirtschaftszöllc aber haben ebenfalls nur einen scheinbaren Nutzen; sie vereiteln überdies den Abschluß günstiger Handelsverträge und zerstören die Industrie, die auf Ausfuhr ^angewiesen ist, und damit den Wohlstand vieler Millionen, die seicher dem Staate die Steuerkrast, der Landwirtschaft die Abnahme ihrer Produkte geboten haben.

Also Mast halten, wie in allem, so auch in Bezug auf die Zölle und den Schutz der Landwirtschaft!

Dieses maßvolle unb verständige Verhalten findet der Wähler bei dem liberalen Karrdidaten

jlem jkylijwtadt

in Giesten.

Oder spricht es von Achtung vor den Wählern, wenn ein Mann im Jahre 1893, dann 1896, dann 1898 sich den Wählern eindringlich zur "Wahl enrpfohlen und fett zehn Jahren kaum je den Reichstag, zu dem er gewählt ist, besucht hat.

Wie hat die Bevölkerung unseres Wahlkreises aufgejubelt, als ihr zum ersten Male vor 36 Jahren eine Gesamtvertretung des Deutschen Volkes im "Norddeutschen und später Deutschen Reichstage geboten wurde mrd als endlich irach jahrzehntelangen Kämpfen der Traum unseres Volkes üoh einer direkten und allgemeinen Wahl seiner Vertreter in Erfüllung ging! Welche Summe politischer Freude und Begeisterung lag in den früheren Wahlen auch unseres Wahlkreises! Und was hat dieser uiighicffeligc Abgeordnete Köhler aus dem politischen Leben unseres Kreises gemacht!

Es soll hier abgesehen werde,i davon, daß dieser Mann zu der ohnmächtigen und in kleine Abteilungen von wenigen Mann zerrissenen Partei der Antisemiten gehört. Von dieser Partei vertreten zu fein, ist kein Ruhmestitel für unseren Kreis der da ur die kopfschüttelnde Verwunderung ganz Teutschla'ids genießt. Aber man konnte sich das noch, wenn auch mit Bedauern, gefallen lassen, wenn nur der Gewählte pflicht- mäßig seines Amtes waltete. Doch der Platz des Gießener Abgeordneten mi Reichstags. Hause ist seit zehn Jahren unbesetzt, und es ist dahin gekommen, daß ein Deutscher Wahlkreis von lebhafter patriotischer politischer Empfindimg seit zehn Jahren seiner Vertretung, ja seines Wahlrechtes verlustig ist! Auch feines Wahlrechtes. Denn zum Wahlrecht gehört als abschließende Ergänzung, sott es nicht leer und Zwecklos sein, daß der Gewählte auch feinen Platz unter den Volksvertretern einnimmt und des Amtes waltet, zu dem ibn die Wähler gerufen haben. Er könne die Preußen nicht leiden, et habe kein Geld, um in Berlin zu sein, das sind die Gründe, die dieser Schallen emes Mgeordneten zur Rechtfertigung des Zustandes angiebt, unter dem der Wahlkreis lernet höchsten politischen Ehre schon seit zehn Jahren verlustig geht und fern politisches Leben immer mehr verödet sieht. Der Herr denkt offenbar, die Städter wählen ihn doch nicht unb die Bauern machen sich nichts daraus, ob sie in Berlin vertreten find.

An alle Wähler, die das Wahlrecht zum Reichstage achten und ehren und die da verlangen, daß mit der Wahl die Tätigkeit des Abgeordneten nicht abgeschlossen sei, sondern nun erst beginne, an alle, die nicht wollen, daß auch in nächsten 5 Jahren unser Wahlkreis immer mehr politisch versumpfe und zum Gespotte Deutschlands werde, ergeht die dringende Aufforderung:

llicneliMletvttelli snr Gießen n. fllng.

Versammlung

Sonntag »ct. w. Jun. 1903, nach-.. 3 Nhr pracw bei Bauer. 4690

^-^Ordnunq ist durch Nr. 6 der .Biene* bekannt.

Zahlreicher Besuch wird dringend empfohlen. ° Der Vorstand.

Es ist nicht wahr, daß dieser nur für hohe Jndustriczölle stimmen werde. Er hat von kleinen Anfängen fein Unternehmen mit Fleiß, Umsicht und Gewissenhastig- keü emporgcbracht; er ist sich bewußt, daß nicht der Starke, sondern der Schwache des Schutzes bedarf, und daß das Wohl aller Berufsstände innig zusammenhangt. Er weiß daß das alleinige Gedechen der Industrie neben einer darniederliegenden Land­wirtschaft nicht haltbar und daß das Gedechen der Landwirtschaft ohne kaufkräftige Industrie unmöglich ist.

Es ist ein großes Unglück für die Entwicklung unserer Nation, daß unver­ständige um nicht zu sagen gewissenlose Agitatoren den Glauben zu verbreiten suchen als lasse das Wohl von Stadt und Land sich trennen. Das ist so undenkbar, als ob tzer; und "unqc des Menschen ein getrenntes Dasein führen und das eine verkümmern, das andere gedeihen könnte. Jeder Tropfen Blut, der dem Teile des Volkskörpcrs, den die Landwirtschaft blldet, verloren gehl, jchwächt auch den anderen Tell, aber ebenso umgekehrt. Zwischen beiden besteht kein Gegensatz außer dem, den btc Demagogen stch zurechtlegen. Diesen Gegensatz behauptet und sucht durch sein ganzes Verhalten unausgesetzt künstlich zu nähren

-ev Bürgermeister Ao hl er in Langsdorf.

ählt

den energischen und freien Mann, der dem Rufe der Wähler auch Folge leisten wird, und die dringende Warnung:

Behandelt -re Stimmzettel des

Bürgermeisters Köhler

als wären sie glühendes Elfen 1

4692

Giesten, 12. Juni 1903.

Ein Wähl», 6er 6ns Wahlrecht iinsms Kreises M6n ;n Ehrt« bringen möchte.

4491

4683

Hierzu labet ergebens! ein

AahnenweiheM

4592

Die Festwirtschaft ist Herrn Gastwirt Heinrich

Wagner II. übertragen.

Der Borstand.

Emil Schäfer, Wirt.

Gegen 7 Uhr Sonntags:

Aufsteigcn eines Luftballons mit Fallschirm-Absturz.

Kliegn-Verein Mgen.

Sonntag den 14. nnd Montag den 15. Juni:

Lieferuugs - Verdingung.

Dic Lieferung von ca. 2470 Zentnern Anthrazitkohlen II, 181S Zentnern I und II gern. Nußkohlen, 500 Zentnern Sohlen 150 Zentnern eierformbntettS (Zeche Alle 480Zentnern Ilvüttenkols und 800 Zentnern Hütten, krob oks lko Zenwern 'Braunkohlenbriketts aus der Grube Wöllersheim, 22 '.Raummetern Bucheu-scheitholz und 81 Raum, jjöltersqem , dem Wege öffentlicher Ver­

dingung vergeben werden. Angebote sind bis zum 27. ljd. Mts., 11 Uhr zu welchem Zeitpunkt die Oessnung der. i°elbm auf unsere?Amtsnube stattftndet, verschloßen unter der Auffchmst' .Angebot für Brennmaterialien- bei der unter- jei^neten ^mngsbeding^ngen sowie das Verzeichnis der beziehenden Jnstüute -e. können aus unserer Schreibstube (Bismarckstraße 22) eingesehen werden.

Gießen, den 10. Junr 1903.

Großberzogliche akademische AdmmvrratwnSkomnnssion.

In Vertretung des Kanzlers:

Krüger. [4684

61 MONTIGNY (Metz.) EPERNAY (Champagne.)

R KönigI. Bayer, u. Wurttem berg. Hoflieferanten. K

Alleinverkauf für Giessen: Hch. Anbei, Cigarren und Wein, Giessen, Seltersweg 58.

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Bringe mein neu hergerichtetes Bierlokal nebst Villard in empfehlende Erinnerung. Vorzügliche Biere und Wciuc. Guten, billige» Mittagstisch. - Logis von 3lf. l.oO an.

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Hochachtend Rob. Meuser.

Turnfest.

Der

Hurnverein Dauöringen

feiert nächsten

Sonntag den 14. und Montag den 15. Juni

sein

achtjähriges Stiftungsfest

verbunden mit Fahnenweihe.

einsichtige Teil des Bauernstanbes erkennt bies auch immer mehr unb .mnfinbet um so mehr Reue barüber, biesen Mann je bei Wahlen unterstützt zu haben, wett er allmählich einsieht, baß er burch sein Verhalten seinen Spott mit ben Wählern treibt und sie grünblich mißachtet.