Ausgabe 
11.11.1903 Erstes Blatt
 
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SNan ry vielfach txrr Meimmg, man solle den Nieren Mt- Yliedern daS ihnen zug-csagte Sterbegeld von 500 Mk. be­lassen. Da dies aber nur dann möglich sei, Menn die über 50 Jahre alten Mitglieder zu höheren Beiträgen herange- Kogeu werden, so stellt Negierungsrat Noack den Antrag, den älteren Mitgliedern das Sterbegeld von 500 Mk. zu belassen, dagegen ein erneutes Gutachten bezw. eine er­neute Berechnung über die sich demgemäß höher stellenden Beiträge der ü6e.r 50 Jahre alten Mitglieder von dem Versicherungsmathematiker einzufordern. Dieser Antrag vmrde angenommen. Der Statutenentwurf findet Geneh-- migung. Es findet ferner der Antrag, daß den aussck-eideir- den Mitgliedern die Rückzahlung ihrer geleisteten Beiträge mtt 50 Prozent zu gewähren sei, Annahme, jedoch mit der Bestimmung, daß dieser Austritt bis zu Envc des Jahres zu erfolgen habe. Trotzdem wird angenommen, daß irgend ein Austritt seitens der älteren Mitglieder geschieht, denn es liegt außer Zweifel, daß gerade diese den Vorteil drir Kasse genießen. Indem der 'Vorsitzende Rockel-Darmstadt darauf hinweist, daß durch die Umwandlung und nament­lich durch den Umstand, daß die Kasse jetzt dem Reichsver­sicherungsamt in Berlin unterstellt ist, sei die Kasse in ein stupideres Verhältnis getreten. Er schließt die Versammlung mit dem Wunsche, daß es kein Mitglied des Landesgewerbe­vereins versäumen möge, dieser Kasse als Mitglied beizu­treten (auch Ehefrauen können nach den neuesten Satzungen ausgenommen werden), und daß die Sterbekasse auch ferner­hin zum Wahle und zum Segen des Handwerkerstandes gereichen möge. Es sei noch bemerkt, daß die Kasse Be­träge von 200 bis 1000 Mk. versichert: ihre neue Tättgkeit beginnt dieselbe am 1. Januar 1904. Der Ortsrechner Haas, Wilhelmstraße 36, ist zu näherer Auskunft bereit.

** Konzert verein. Erika Wedekind, die Zierde der Dresdener Hofoper, deren Rllf als erste Kvlo- ratur-Sängerin, weit über die Grenzen Deutschlands hinaus, bekannt ist, wird am vorliegenden Sonntag hier konzertieren. Ihr Partner ist der ausgezeichnete Pianist Prof. I. K w a st, der Direktor des Scharwenka-Konservatoriums in Berlin. Ein Blick in das vielversprechende Programm belehrt uns sofort, daß die Künstlerin durchaus nicht beabsichtigt, uns nur Beweise ihrer verblüffenden Kehlfertigkeit zu geben. Frau Wedekind hat sich aucb' auf ganz anderem Gebiete liegende Aufgaben gestellt, die der Kunst und dem guten Geschmack gleichzeitig dienen. Auserlesene Genüsse sind uns für das vorliegende Winterhalbjahr in Aussicht ge­stellt; das erste Konzert am 1. November war ein Glück verheißender Anfang, der vorliegende Sonntag wird sich dem würdig anschließen, bedeutet sogar in mancher Be­ziehung eine wesentliche Steigerung.

X G r ü n b e r g, 10. Nov. Der bereits telegraphisch gemeldeten schrecklichen Tat sei noch folgendes nachgetragen: Die hier bediensteten beiden Knechte, Valentin Kempa aus Rojow in Posen und Gustav Klostermann aus Jakobsjagen in Pommern, Burschen im Alter von etwa 20 und 23 Jahren, gerieten gestern abend gegen * 1 2/310 Uhr auf der Neustadt wegen eines Frauenzimmers in Streit. Hierbei zog Kloster­mann sein Messer und versetzte dem Kempa einen tiefen Stich in die Schläfe, worauf dieser sofort zusammenbrach und nach einigen Minuten verschied. Der Täter, welche^ uch zwei bedeutende Verletzungen durch ein stumpfes Instrument am Kopfe trägt, (durch den Toten also zuerst geschlaaen worden zu sein scheint), begab sich nach dem blutigen Vorgang in die Wohnung seines Dienstherrn und wurde hier auch später verhaftet. Heute trafen die Staatsanwaltschaft imd Gerichts» ärzte aus Gießen hier ein, und der Messerheld wurde bei her Besichtigung der Leiche dieser konfrontiert, wobei er tiefe /ieue über seine ruchlose Tat zu empfinden schien.

i Friedberg, 10. Nov. Dem Polizeikommissar Weiß, der früher auch in Gießen als Kriminalschutzmann tätig gewesen ist, hat der K a i s e r von Rußland die Große goldene Medaille des Stanislaus-Ordens mit dem Band verliehen,

Darmstadt, 10. Nov. Zu Ehren des Geburts­tages Sr. Maj. de§ Königs von England ver­anstaltete der großbritannische Gesandte Mr. Herbert nach dem N. H. Vbl. ein Festmahl, welchem u. a. Ihre Königl. Hoheiten Prinz und Prinzessin Andreas von Griechenland, der kgl. preuß. Gesandte Prinz Hohenlohe-Oehringen, der kaiserl. russische Gesandte Fürst Küdascheff, Se. Erz. Staats­minister Rothe, Se. Exz. Obersthofmarschall v. Westerweller und andere offizielle Persönlichkeiten am Großherzogl. Hofe beiwohnten. Ein eigenartiges Schriftstück fiel vor einiger Zeit beim Nachsehen der Kammer ihres Dienst­mädchens einer Hausftau in die Hände. Das originelle Schreiben, dessen Absender mit der Orthographie auf etwas gespanntem Fuß gestanden zu haben scheint, lautet folgender­maßen:

Darmstadt den 3. August 1893, Hochverehrte Matam!

Ich Ersuche sie mit der Biette das sie so gut sein möchten, Leuchen bis 1. September vohrt laßen es ist meine Braud! Biette laßen sie Ihr Jehden Sontag Ihren ausgang und einmal in der Woche damlt mthr unsere Babbiere in Ordnung machen Können, Heieraden Briegt Küntiegungs-zeit die Briefe wo sie Beckomt sind von miehr Khrem Liebhaber! das heißt von Ihren Bräutiegam, Ohne Lieben Heirad-mahn nicht Matam.

ist das nicht der Fall, so muß ich weitere Schritte tahn, Achdungsvol, Gruß an Lenche Haas.

von Ihrem Breutiegam/

Ob dieHerrschaft* das Ansinnen des biederen Bräuti­gams erfüllt hat, so berichten die N. H. Vbl., haben wir nicht erfahren.

Niederdresselndorf, 10. Nov. Beim Aus­fahren eines Güterzuges aus dem hiesigem Bahnhof sind in der Kurve 10 Wagen entgleist. Sie wurden ziemlich stark beschädigt. Personen wurden nicht verletzt. Es gab einige Stunden Verspätung, aber der Betrieb wurde bald wieder ganz hergestellt.

x Fulda, 10. Nov. Ein Konflikt ist bei der Ausführung der Kanalisation der Stadt Fulda zwischen dieser und der benachbarten Landgemeinde Horas entstanden. Nach dem, dem gesamten Kanalbau zu Grunde liegenden Plane sollte die Ausmündung des Kanals in unmittelbarer Nähe dieses Dorfes im Flußbette der Fulda stattfinden. Die Regierung von Kassel verlangte jedoch aus sanitären Rück­sichten, daß die Mündungsstelle des Kanals noch 75 Meter weiter stromabwärts verlegt werde. Dies genügt der Ge­meinde Horas noch nicht; sie besteht vielmehr darauf, daß der Kanal noch einige hundert Meter weiter stromabwärts ausmünde, und weigert sich überhaupt, denselben in ihrer Gemarkung einbetten zu lassen. Da hierdurch jedoch der

Stadl Fnldu rin Meyrverrag von 40000 Mark an Baukosten entstehen würde, so beharrt der hiesige Magistrat nun seiner­seits auf der Ausführung des Kanalprojekts in der von der königlichen Regierung abgeänderten Fassung und hat gegen die Gemeinde HoraS das Enteignungsver­fahren einzuleiten beschlossen, auf dessen Außgang man in den beteiligten Kreisen sehr gespannt ist.

25. Jayresfcst des Aöergesstschen Wereins für innere Wifsiou.

** Gi eßen, 10. Nov.

Die Reihe der Veran stak tim gen eröffnete heute morgen um Voll Uhr im oberen Kvnsirmandensaal in der Kirch­straße der Verbandstag der Oberhessischen Erziehungs­vereine. Es waren dazu Vertreter von acht Dekanats- Erzichungsvereinen erschienen, als Vertreter der städti­schen Armenverwaltung zu Gießen Beigeordneter Cursch- mann, als Vertreter der Staatsbehörde Regierungsrat Dr. Wagner, als Vertreter der Kirchenbehörde Super­intendent Petersen, als Vertreter des Vorstandes des Oberhessischen Vereins ftir I. M. Pfarrer Schlosser. Der von dem Vorsitzenden, Pfarrer Röschen aus Freienseen, erstattete Jahresbericht gab ein recht erfreuliches Bild der regen Tätigkeit der Erziehungsvereine, wies aber auch die großen Schwierigkeiten, die der Arbeit entgegenstehen, auf. Besondere Schwierigkeiten bereitet die Unterbringung von Lehrlingen und Gewerbegehilfen aus der Stadt auf dem Lande. Die Zahl der Pfleglinge innerhalb des Verbandes beträgt 455 gegen 293 im Vorjahr. Diese Steigerung be­ruht aber wohl teilweise auf genauerer Zählung, als zuvor. Das Zusammenwirken mit den Verwaltungsbehörden ist meist sehr günstig geordnet. Die Erfahrungen mit den Pfteglingen sind, trotz vielfacher Mißerfolge, doch im ganzen recht ermutigend. In dec Besprechung kommt u. a. die Klage der Rettungsanstalten zur Sprache, daß die Er- ziehringsvereine auch Kinder, die in Anstalten gehören, zu lange in Familien behalten und sie erst in die Anstalt verbringen, wenn es zu spät sei. Cs wird anerkannt, daß, obwohl die Erziehung in einer Familie das Naturgemäße sei, doch Fälle von solcher Verwahrlosung vorkommen, in denen nur die Zucht der Anstalt Erfolg haben kann. Gegen­über dem Verfahren einzelner Kreisämter wird betont, daß eine gedeihliche Wirksamkeit der Erziehungsvereine dann am besten gesichert sei, wenn die Fürsorge für die Kinder von Anfang an, auch die Unterbringung und Abschlietzung der Verträge, in die Hände der Vereine gelegt werde. Es wird beschlossen, bei der Eisenbahndirektion Frankfurt um Ausdehnung der im Interesse der Magdalenensttfte ge­währten Fahrpreisermäßigungen auf die Dienstreisen der Vertreter der Erziehungsvereine nochzusuchen. Allerlei bei TDschließung von Lehrverträgen bei Zwangszöglingen auf­getauchte Fragen, z. B die Notwendigkeit'der Unterschrift der Lehrlinge, kamen zur Sprache und Erledigung. Nach­mittags 31/2 Uhr folgte dann die öffentliche Sitzung des Vorstandes und die der Synvdalvertrcter, die aber auch von sonstigen Mitgliedern aus der Provinz sehr gut besucht war. Dabei wurde dem Gesamtverbaud der Cv. Arbeiter­vereine zum Zwecke der Abhaltung sozialer Kurie für Ar­beiter ein jährlicher Beitrag von 50 Mk. bewilligt. Sehr lebhaft waren die Verhandlungen überdie Behandlung der inneren Mission im Religions- und Konfirmanden- unterricht". Der Referent, Pfarrer Sic. Dr. Dieckmann aus Rodheim v. d. H., betonte, daß, wenn es in der Schule recht zngebe, die innere Mission auf dem Katheder sitzen, der Geist oes Glaubens und der Liebe den ganzen Unter­richt beherrschen, und die ganze Persönlichkeit des Lehrers und Pfarrers gewohnt ermaß en einen Anschauungs­unterricht in die innere Mission bieten müsse. Dann wies er in recht seiner und wohl­erwogener Weise die Anknüpfungen, die der Religions­unterricht für die Behandlung der inneren Mission im ein­zelnen biete, auf. Seine Ausführungen fanden in der Dis­kussion mannigfache Ergänzung. Besonders wurde betont, daß die Kinder mit den am Ort und in der Nähe vor­handenen Veranstaltungen der Barmherzigkeit bekannt ge­macht werden müssen. Als unentbehrlich dafür wurde die Abfassung eines kurzen Leitfadens als Anhang zum Kate­chismus erkannt, und der Vorstand beauftragt, mit dem Oberkonsistorium deshalb in Verhcnrdlung zu treten.

Um 61/4 Uhr riefen die Glocken zum Festgottesdienst, der auxfy eine zahlreiche Gemeinde versammelte. Es war eine wahrhaft erhebende Weihestunde, die der Festgemeinde da unter Liedern und Gesängen des Kirchengesangvereins und der Knabenchorschule, vor allem durch die tieferufte und die Herzen erfassende Predigt von Professor D Drews geschenkt wurde. Er legte darin Matth. 9, 12 und 13 aus und zeigte, daß eine gesegnete Arbeit der inneren Mission nur getan werden könne in Demut und in herzlicher Barm­herzigkeit.

Eine stattliche Versammlung war eS auch, die sich in SteinS Garten zusammengefunden hatte. Dort führten Pro­fessor D. Stamm und Pfarrer v. Schlosser der Fest­gemeinde ein Bild der verflossenen 25 Jahre, jener in großen Zügen die Physiognomie und die Entwicklung des geistigen und sozialen Lebens zeichnend, dieser auf die besonderen Ver­hältnisse Oberhessens und die Geschichte des Vereins eingehend vor. Wir behalten uns vor, darüber später weiteres mit­zuteilen. Auch hier machte sich der Kirchengesangverein wieder verdient und erfreute die Versammlung durch seine schönen Gesänge. Am Schluß sprach Stiftsdechant Klingelhösfer aus Sich dem geschäftssührenden Ausschuß den Dank der Vereinsglieder aus für das, was er in diesen 25 Jahren dem Verein geleistet habe und die Versammlung stimmte dem durch Erheben von ihren Sitzen zu.

Kandel und Verkehr. Volkswirtschaft.

Trust für Petroteumwerte. Wie es heißt, beau.id)ugt die Deutsche Bank, einen großen Trust für Petroleumwerre zu gründen. Tas Kapital dieses Trustes soll 16 Millionen Mk. be­tragen. In dem Trust sollen die Aktien der Etoile ronmaine, auf welche die Deutsche Bank von der Ungarischen Jndustriebank die Ovtuon erworben Hal, ferner die neuerworbenen 4000 Stück Schoduica-Aktien angelegt werden. Auf diese Weise breitet sich das Trustsystem nut seinen Uebergriffen und Gefahren immer weiter aus ob zum Heile unseres Wirtschaftslebens möchten wir doch einigermaßen bezweifeln.

OesterreichischcS Petroleum. Die Petroleumpreise in Oesterreich sind jetzt schon, kurz nachdem das Kartell entstanden ist, um nicht weniger als 400 Prozent in die Höhe getrieben worden. Ob bei einer derartigen Preistreiberei das österreichische Petroleum in Deutschland dem Standard Oil Eo. Konkurrenz machen kann, ist sehr fraglich.

w. Gießen, 10. Nov. (B i e h m a r k l b e r i ch t.) Der heutige Viehmarkt hatte einen Auftrieb von etwa 1000 Stück Milch- und Fettvieh sowie einen Vorrat von 250 Kälbern. Die alteKund- schaft für Milchkühe war wegen des konkurrierenden großen Herbst- viehmarktes m Haniwver teilweise dem Markt fern geblieben, so

daß schon der Handel am Vormarkt viel zu wünschen übrig ließ und auch am Hauptmarkt fertig brachte, daß die Tiere durch­schnittlich um 2025 Mk. gegen die Preise des letzten Marktes ab­schlugen. Der Vorrat an fetten Rindern war für die Nachfrage zu groß, so daß auch in dieser Ware der Markt eine gewisse Flaue zeigte und der Handel erst gegen die Mitte des Marktes hin in Gang kam, nachdem die Ware billig offeriert wurde und unsere Gießener Metzger ins Geschäft eingriffen, indem sie bei dem billigen Angebot ihren Bedarf decken konnten. Ein Posten älterer Schlacht­kühe konnte selbst bei einem sehr billigen Angebot nicht ganz unter­gebracht werden. Das schlechte Geschäft der Verkäufer des Marktes für fette Rinder übertrug sich auch auf den Kälberhandel. Die Reflektanten verhielten sich zu Anfang des Marktes den hohen Forderungen der Verkäufer gegenüber ablehnend. Später, als die Tiere billiger als beim letzten Markt offeriert wurden, kauften auch die Gießener Metzger besonders schwere Ware und machten damit den Markt lebhaft, da auch nun die von auswärts gekommenen Käufer lebhaft ins Geschäft cingriffen. Milchkühe und Fettvieh blieb überständig. Der Vorrat in Kälbern wurde jedoch geräumt. Es wurden gehandelt und zwar pro Stück Kühe frischmelkend und tragend 1. Qualität Mk. 430475, 2. Qualität Mk. 360400, 3. Qualität Mk. 250-320. Aeltere Schlachtkühe Mk. 170200 Ver­kauft wurde der Zentner Schlachtgewicht: Fette Rinder 1. Quali­tät Mk. 66-68, 2. Qualität Mk. 6264. Die Preise für Kälher stellten sich pro Zentner Schlachtgewicht: 1. Qualität (Tiere über 50 Psd. Gewicht) Mk. 6872, 2. Qualität (zwischen 40-50 Pfd. wiegend) Mk. 6064, 3. Qualität (leichtere Tierei Mk. 5256.

Neueste Melduiuieu.

Berlin, 11. Nov. Me Frau des Schriftsetzers Winter» stein, deren Mann sich in der Lungenheilstätte Belitz be­findet, erhängte heute früh ihre drei Söhne uu Alter von 7, 6 und 4 Jahren und stellte sich der Polizei.

L 0 n d 0 n, 11. Nov.Daily Mail" meldet aus Tientsin, die russischen Truppen seien aus Korea zurück­gezogen worden.

Paris, 11. Nov. Kriegsminister Andrö hat eine Unter­suchung einleiten lassen, um fesizustellen, ob zwei fran­zösische Feldgeschütze neuesten Modells an die e n g - lis che Kriegsverwaltung, die eine Neugestaltung ihrer Artillerie nach französischem Muster plant, verkauft worden sind.

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Der Arbeitsnachweis hat die Ausgabe, zwischen Arbeitgebern und ArbeiMehmern (Arbeitern jeglicher Art, Dienstboteu und Lehrlingen) unentgeltlich Arbeit zu oermitteln.

An den Werktagen von 8 bis 1 Uhr und von 8 biß 6 Uhr geöffnet.

Es können eingestellt werden: 8432

3 landwirtsch. Pferdeknechte, 1 Schlosser, 1 Svengler, 1 Bau- und Möbelschreiner, 1 Küfer, 3 Holzbildhauer, 1 Metzger, 1 Schuh­macher, 1 Schneider, 1 Friseur, 1 Glaser, 10 Erdarbeiter, 2 Haus­bursch eu, 10 Dienstmädchen für hier und auswärts, 2 Laufmädchen, 3 Lauffrauen, 2 Zeitungsträgerinnen für Samstags.

Es suchen Arbeit:

1 Knecht, 2 Kunst- und Bauschlofser, 1 Spengler, 1 Schmitt

1 Maschinist oder Heizer, 1 Buchbinder, 3 Schreiner, 1 Wagner, 2 Küfer, 1 Metzger, 1 Bäcker, 1 Flickerin, 1 Büglerin, 1 Wasch­ob er Putzfrau, 2 Installateure, 1 Glaser, 3 bausburschen, 1 Fuhr- knecht, 1 Kellner, 1 Dienstmädchen, 3 Lauffrauen, 2 Laufmädchen,

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