Ausgabe 
11.6.1903 Erstes Blatt
 
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(Mitgeteilt von der Bant für Handel und

der Station Gießen.

208.25

208.50

135.37

174.

178.12

Industrie, Gießen.) u. Schlußturse.

Vermischtes.

a. d. Ruhr, 10. Juni. Auf dec Zeche sind beim Einfahren zur Frühschicht drei Tiefe gestürzt. Alle drei sind tot.

bekundet, daß die Ehefrau Beinecke ihm gegenüber geäußert habe, in Bezug auf die Verhältnisse in Bud Salzhausen: Ein Bries ist da, und "ein anderer kommt noch nach." Berne cke, als Zeuge vernommen, bestreitet, je­mals einen anonymen Bries geschrieben zu haben. Tie Ehefrau Bernecke sagt von sich dasselbe. Tie Zeugin stellt entschieden in Abrede, zur g-rau Schäfer sich in der Weise geäußert zu haben wie diese angiebt. Frau Schäfer

- Einzelheiten von dem Untergang des ßib an*. Ueber die Katastrophe, die sich vor dem Hafen

waren viele der Passagiere wie gelähmt und einige wurden irrsinnig. Eine Frau mußte gefesselt werden, iwl sie versuchte, sich die Augen auszureißen, um das ent» setzliche Bild nicht sehen zu muffen. Unter denen, die von dem Dampfer /Halfan* gerettet wurden, befand sich auch ein kleiner Junge von 8 Monaten. Man glaubte zuerst, er wäre tot, brachte ihn aber durch Einreiben mit Alkohol und durch künstliche Atmung wieder zum Leben. Eine Dame nahm den Kleinen an sich, und man war im Begriff, ihn m das Hospiz zu bringen, als man entdeckte, daß sich die Mutter unter den Geretteten befand. Die Dampfschiffahrls-Gesellschaß schweigt sich über die Verantwortung für den Unfall voll­ständig aus. Bei der Beerdigung der Verunglückten sprach einer der Anwesenden heftig gegen die Reeder. Als der Reeder Fra iss in et einige Worte svrach, rief jemand:

jst das erste mal, daß man den Mörder auf die Särge der Opfer Tränen vergießen sieht. Der Bürgermeister erhob Einspruch gegen die Aeußcrung und zog sich mit den Vertretern der Behörden zurück. Im Hafen veranstalteten mehrere hundert Personen vor einem Dampfer der Reederei Fraissinet, der nach der Insel Rousie abgehen sollte, feind- liche Kundgebungen. Die Menge verhinderte die Passagiere, an Bord zu gehen. Die Polizei mußte einschreiten, um dic Demonstranten zu zerstreuen. Die Kapitäne desLi- ।b an* undJnsulaire* werden vor Gericht gestellt werden. Ebenso glaubt man, daß die Schiffahrts-Gesellschaft Fraissinet für die Hinterbliebenen der Opfer zur Leistung von Entschädigung verantwortlich gemacht werden wird.

Prwat'Diskont 8*/. Prozent.

Anfangs-

Oest. Kredit.... 208.20 Deutsche Bank . . . 208.25

Darmstädter Bank . . 135.

Bochumer Guß . . 173.90

Harpener Bergbau . . 178.

Schluß-Tendenz: Ziemlich fest.

zu stände gekommen ist, wie die Singe Nagten cmgeberr. Er DampferJnsulaire* antwortete auf das Signal nicht, und« sei damals gerxrbc mit Arbeiten sehr überlastet gewesen ich sah, daß er direkt auf uns zukam. Ein Zusammenstoß und so habe er dem Hilfsgerichtsschreiber Baer dic Ser-1 roar unvermeidlich. Ich lief hinunter, riß meinen Knaben an nehmung der Zeugen im vorbereitenden Verfahren wegen unö roar kaum mit dem Kinde in den Armen an Deck

Beleidigung des Ovr-rförsters Cellarius überlassen. aefommen, als der fürchterliche Zusammenstoß erfolgte. Es

Ter Hilssgercchtsschreiber Baer schildert das entstand eine furchtbare Panik, aber ich kämpfte mich

- A d.s ,ch die Re-ling errenht hatte M.d es ge^g mit, fragen, er ne^ne an, e3 fm ben ixnnaligcn Sengen bei tn em SBoot 3u tomme^ baS man h-runt-rg-lagen hatte. Brief seinem Inhalt uad) von ihm mitgeteilt worden. Auf I Wir wurden später von dem SchiffeBalkan ausgenommen Vorhalt des Vorständen, daß ein bezüglicher Vermerk hier-1und nach Marseille gebracht.* Der Korrespondent der über im Protokoll fehle, obschon für diesen Vermerk sogarDaly Mail* schreibt weiter:Ich komme soeben von dem! am Kopfe des Formulars ein besonderer Vordruck sich «Bureau der GesellschaftFraissinet*, wo ich sieben ihrer befände, erklärt der Zeuge Baer, er glaube wenigstens, daß ^nzen Habe beraubte Italiener sah, die sich, als der Zu- er den Angeklag^r den Inhalt des Briefes bekanntgegeben ^mmcnstoß erfolgte, Waffer stürzten und an Land

leuae, es fei gar nicht anders benlbar, als daß der! waren barfuß und sozusagen nackt. Mn Kranen in den Augen Zriej^ in irgend einer Bxnse dem Jin gefragten zur Kenntnis I baten sie, daß man ihnen etwas zu essen gäbe und sie gebracht worden fei, wenn dies auch im Protokoll., wie f nach Storno zurückschaffen möge. Nach der Kolllsion

bleibt bei dem, was sie gesagt hat.

Hierauf wird $ur Vernehmung der Schreibsachverstän­digen geschritten. Landgerichtssekretär Pähler erörtert die Gründe, welche dafür sprechen, daß nicht die Eheleute Bernecke, nicht der Angetlagte 'Möser, sondern nur dessen Ehefrau die Schreiberin des anonymen Brieses sein könne. Schulrat Dr. Grabow tritt in allem den Ausführungen seines Kollegen bei. Er könne mit voller Ueberzeugung jein Gutachten ab geb en, welches dahin gehe, nur die Frau Möser habe die Anzeige, um die cs sich hier handle, ge­schrieben. Der Verteidiger richtet verschiedene Fragen an die Schreib sachverständigen. Damit ist die Beweisauf-

Kandel und Verkehr. Volkswirtschaft

Berliner Börse vom 9. Juni 1903.

Universitäts Nachrichten.

In den Tagen vom 2. bis 5. Juni fand, wie man un? schreibt, zu Eisenach in althergebrachter Weise das 26. Warr burgsest des Wingolf-Bundes statt. Alle dem Bunde angehörigen aktiven Verbindungen, sowie zahlreiche alte Herren nahmen an dem Feste teil; die Zahl der wingolfftischen Festteil- nehmer betrug mehr als 500. Tie Organisation der Phlüsterschafl des Wingolf ist nahezu vollendet: die große Mehrzahl der Bezirks- verbände hat sich dem »Verband alter Wmgolsitcn*, der vor zwei Jahren begründet wurde, angeschlossen. Neu in den Bund ausge­nommen wurde der Wingolf zu Münster, damit ist die Zahl der dem Wingolfbunde angehörigen Verbmdungen auf 22 gestiegen, bereit 700 Aktive und Inaktive sich auf die verschiedenen Fakultäten verteilen wie folgt: 315 Theologen, 140 Philosophen, 70 Juristen, 50 Mediziner, 100 Architekten, 25 Chemiker, Forstleute rc. Söhne von alten Herren sind 160 Aktive und Inaktive.

reichen Photographen im Bilde festgehalten. Bei der Schluß-I-S e^enMch M grs-^ h^°, mcht bes°nd«s gewährt ~ M Ä Unterof^und -in Man nom Werbe | S

ihn, ob er unter Eid bestimmt behaupten wolle, daß ' 1 en, den jetzigen Angeklagten, bet

nhalt des in Rede stehenden ano-

Georg U. JaSmatzi, A.-G., DreSden-A. 21. Der Geschäftsbericht für 1902 liegt uns vor. Tas Jahr 1902 war für den Betriebs-Absatz weit günstiger als das vorangegangene. Während sich der Z ig ar e 11 e n-V erfa nd in Deutschland in 1901 gegenüber 1900 um weniger als 25 Prozent vergrößert hatte, zeigt der Zigaretten-Deckaus in Deutschland tm letzten Jahre eine Vermehrung von über 57 Prozent gegenüber 1901. Tas Export- Zigaretten Geschäft im vergangenen Jahre zeigt eine Vergrößerung gegenüber 1901 von über 715 Prozent, während der Mehrumsatz für 1901 gegenüber 1900 weniger als 35 Prozent betragen hatte. Die Tabak-Verkäufe haben sich ebenfalls ganz erheblich gesteigert. Der Umsatz im Jahre 1902 wäre noch bedeutend größer gewesen, wenn sich Die Erwartungen auf ein belangreiches Ausiuhrgeschäst hätten im vollen Maße verwirklichen lassen können. Jedoch sind durcb Verzögerungen in den Verhandlungen mit den Exportagenten, der British American Tobacco Eampany Ltd., und auch durch die langsame Lieferung neuer Maschinen Hindernisse emgetreten, die sich nicht haben beseitigen lassen. Das Resultat des Geschäftsjahres ist sehr befriedigend. Es verbleibt nach Abbuchen sämtlicher Re­klame- und Propaganda-Kosten und nach Rückstellungen und Ab­schreibungen auf Gebäude, Maschinen u. s. w. im Betrage von ! Alk. 81 211.93 ein Reingewinn von Mk. 27 812.61, sowie nach Ueber- weisung von 5 Prozent an den gesetzlichen Reservefonds von Mk. 1390.63 ein Gewinn-Saldo von Mk. 26421.98. Sämtliche zweifel­hafte Debitoren sind mit 100 Prozent abgeschrieben worden. Unter Passiven sindMk. 52 295.63 eingesetzt, die den Wert sämtlicher noch un­eingelöfter Gutscheine und Kiipons, die am 31. Dzbr. noch ausstanden, enthält, lieber den Geschäftsgang in 1903 ist vorläufig nur Gutes zu berichten. Der Umsatz hat sich weiter erheblich gesteigert und zwar zeigt der Zigaretten-Verfandt in Deutschland für die ersten vier Monate dieses Jahres einen Zuwachs von über 55 Prozent gegenüber Den korrespondierenden vier Monaten 1902, und der Export-Zigaretten-Versandt in denselben Zeitperioden eine Zu­nahme von über 149 Prozent. Mitte Juni werden bauliche Ver- änberimgen in der Fabrik fertig fein und die Produktion auf über 3 Millionen Zigaretten täglich gesteigert werden können. Es wird vorgeschlagen, den Gewinn-Saldo im Betrage uon Mk. 26 421.98 I wie im vergangenen Jahre den Reingewinn für 1901 von Mack 19 595.67 auf neue Rechnung vorzutragen, welches einen Rein- gewinn-Vortrag auf 1903 von Mk. 46 017.65 ergibt.

Straßburg i. Els., 10. Juni. Die elsasische Tabak- Im anufaktur erklärt die Nachricht verschiedener Blätter, daß der amerikanische T a b a k t r u st ihr Geschäft, sowie mit ihr I in Verbindung stehende Firmen gekauft habe, für vollständig unrichtig

Märkte.

Höchste Temperatur am 9.10. Juni 23,9" C.

Niedrig'te , , 9.-10. 12,8° C.

Couverts mit Firma billigt vrühl'sche Unioersitätr-Druckerei. Sieben.

geworfen, glücklicherweise ohne Schaden zu nehmen.

Frankfurt a. M., 10. Juni. Zuwl GesangSwett-, -bamaIigen

streit wird gemeldet: Der Kaiser äußecke am Sonnabend gjemehmunfl ben _v.._, ...

jum Oberbürgermeister, er sympathisiere mit dem Gedanken, n^men Briefes mitgeteilt habe. Der Vorsitzende konstruiert, den Gesc-.ngswettstrest immer in Frankfurt a. M. abzu- daß er diese Frage an den Zeugen bereits gerichtet hat und kalten. Vielleicht würde sich der Plan verwirklichen lasten, daß dieser eine solche Behauptung nicht habe ausstellen Nach anderer Meldung soll Dresden den nächsten Fest- wollen und auch nicht wufgestelll hat. ^r^von der Ver-

. teidigung geladene Zeuge Oberftnanzrat Fuchs-^arm-

on aogeoen. ftnht bekundet, daß er gelegentlich seiner Anwesenheit in

~~ ~ Bad Salzhausen die neuen Anlagen und Wege besichttgt

StfhnnirflPridlL habe, wobei der Gärtner Möser chn begleitet habe. Er

ö J B J misse nicht mehr, ob er oder Möser des letzteren Gehalts-

t Gießen, 11. Juni. Verhältnisse angeschnitten habe, soviel wisse er aber noch, daß Gellern verbandelte das Schwurgericht von vormittags er dem Manne den Rat gegeben habe, sich an das Mrmste-

9 Uhr mit Unterbrechung einer zweistündigen Mittagspause rium^t weriden und ^vorstellig 3^ we^M, man ihn bis ^abends 91/2 Uhr. Der Gerichtshof wurde gebildet durch un Gehalt mit den tfo^ttwirten 9lerchstellen möge. Landgerichtsrat Prätorius als Vorsitzenden und den beiden habe e-tatsächlich für nicht^A^ig gehalten, ^ß d ® beisi^nden Richtern, den Landgerichtsräten Sandmann und ner in Salzhausen in feinem Einkommen unter den Fors - Hellwig. Die Anklagebehörde vertrat Oberstaatsanwalt Tr. warten rangiere. a»rfn J

Thevbäd. Als Verteidiger fungierte Rechtsanwalt Metz- , Heraus wird der Oberförster Badekommiffar ^lla- mZktT- «ssip 9/nFfnne richtete jich aeaen den bisber un-i tius als Zeuge vernommen. Diefer bekuiidet, daß etr I bestraftes am^210 Juni 1867 zu ^Darmstadt geborenen seit 1900 in Salzhausen tätig sei und wegen des Angeklagten

Friedrich unb be^n am 8. September 1860 Möser, was ^ssen Tätigkeit als Gärtner- . Beamtcu: an-

u! Nieder-Mörlen geborene, ebersialls noch unbestrafte Ehe lange, nicht die geringfte Klage führen köune. Rur sei es kau Anna Möser, beide wohnhaft zu Bad Salzhausen. Tic chm fo vorgekommen, als wenn ^er vor seiner Perfon Angeklagten wurden beschuldigt, vor dem Amtsgericht Nidda als Vorgefetzter nicht den richti^n Respekt h^^ TattachQi im vo^ere-iteten Verfahrest wegen Beleidigung des ann aber der Zeuge hwrfur nicht Migeben Gegen die Ehe- Oberförsters und Badekommissars Cellarius einen Meineid frau Maser bringt der Zeuge vor, daß sie eine öon ifym an^ geleiftet zu haben. Es waren eine ganze Reihe Zeugen in geordnete Maßncchme dri^i Per,onen gegenüber unb

der Sache, außerdem aber auch die Schreibsachverftändigen tn unzulafsig^ Weise krttisiert habe. Er h^.b^en Ehe- Landgerichtssetretär Pähler-Frankfurt a. M. und der Schul- mann dienstlich dar^er Vorhalt gemacht^und dieser sei an- rat i.P Dr. Grabow-Wilmersdorf bei Berlin zu vernehmen, scheinend mit der Handlungsweife, bet^cauun^rxebeT.11

Die Angeklagten bestreiten ihre Schuld und geben wegen gewesen. OberforsterEellarius Möglichkeit, wer

ihrer persönlichen Verhältnisse das Folgende an: Ter Ehe- von seinen wenigen Beamten wohl der schreib«^des Briefes irt wt ptmn 19 ^hrpn in Bad Salibaufen I geweien sein könne, und verweist darauf, daß dies nur dic als Gärtner, dessen Ehefrau als Badefrau tätig, und zwar Samüie Bernecke oder die Angerlagten sein tönuten. Ber- ist der Angeklagte sest angestellter Beamter. Seit dem n°ck° habe durch em°e Neuanstellung leinen P° er> rn Salz- ->ahre 1900 ist der Oberförster Cellarius als Nachfolger Hausen verloren, urü> Maser lei ern rhm bisher Untergebener des Oberforstmeisters Schnittspahn Badetommissar und Vor- iw Gehalt gleichgeftellt worden.

gesetzter der Angeklagten. Beide Angeklagten geben an, ,^au aIet»91tbia t|t ebet^älB tm daß chnen bekannt gewesen sei, daß beim Finanzministeriun, Bersahrm wegen des anonymen Brtc,es vor d«m Amts, in Darmstadt mehrfach anonyme Briefe eingelausen seien geruht Niddal vernommen worden und zwar ebenfalls unter wegen gewisser, die Bcamtenverhältnisse in Bad Salzhausen Cid. Ttese Zeugen schildert in lleberernsttmmung mti i>en ^Zcfsendcr Angelegenheiten. Frau Möser sowohl als der beiden AngetlagLn, wte es dabei zugegangen sei. 2lltch Ehemann bleiben dabei, daß sie allen diesen Denunzia- dieser Zeugm tst der Brief ntcht vorgeleg^ noch des en tidnen fern gestanden hätten. Me Ehefrau Möser gibt zu, Inhalt mrtgetellt worden. Trese Zeugm bekundet Wecker, daß sie chrL, Manne gegenüber geäußert habe, in der vatz die Ehesrau Bernecw chr gegenubei: nachWeihnachten, Ernennung eines Badewirtes sei man nicht richtig verfahren, etwa rm Februar, ob 1901 ober 1902 kann sie Nicht mehr Richtig sei auch, so erklärt die Angeklagte, daß sie einmal anaeben, gesagt habe, chr Mann, Bernecke, habe nach Tarm- eine Anordnung des Oberförsters Cellarius, welche darin stabt berichtet, mid, ein werterer Bericht werde noch folgen, bestand, daß dieser einer Witwe eine Hecke auf StaatskostenI Ter Zeuge Hilfsgeruhtsschrmber Baer erkllirt aus Be­höbe anlegen lassen, anderen Personen gegenüber kritisiert ragen, diese Zeugm lei jn als Schrerberm des Brref^ nicht hat. Ihr Ehemann habe diese chre HaiLlungsweise später m Frage gekommen, daher habe er chr denselben auch nicht energisch gerügt. Die Angellagte Möser erzähll dann weiter, vorgelegt

wie eines Tages der Gendarmeriewachtmeister zu ihr ge. Oberforstmetster Schutttspahn, der Vorgänger des kommen sei und erllärt habe, sie sei verdächtig, einen Oberforstiws Cellarius, gwbt den Ehelnllen Moser em m anonymen Brief an das Finanzministerium gerichtet zu feder Beziehung sehr gMes Zeugnis, besonders auch wegen haben. Er habe sie aufgesordert, nach Diktat zur Hand- lhrer Wahrheitsliebe. Weitere Zeugen bestätigen den guten jchristenvergleichung eine Schriftprobe abzulegen, wozu sie Leumund der Famllre Mofer Bon einem Zeugen wird noch auch fofort bereit gewesen fei. Später sei sie und ihr Mann sowie andere Personen nach Nidda vor das Amtsgericht geladen worden. Der Gerichtsschreiber Bär habe sie dort rernommen. Die Angeklagte schlldert dann, wie sie von dem Gerichtsschreiber, ohne daß der Richter dabei war,! vernommen worden sei. Dieser habe ihr damals weder enten Bries vorgelegt, nach sie mit dem Inhalt eines solchen bekannt gemacht. Es sei nur bie Rede gewesen von einem Petroleumbrief/ Der Gerichtsschreiber habe dann ein Pro­tokoll zurecht gemacht und man sei in ein Nebenzimmer gegangen, wo das Protokoll verlesen worden sei. Der Amts­richter habe ihr dann gesagt, daß sie das Zeugnis ver­weigern könne, wenn sie sich durch dasselbe einer ftrasbaren Handlung zeihen würde. Sie habe bann ben Eid geleistet und das Protokoll unterschrieben, ohne auch vom Richter den fraglichen Brief vorgelegt bekommen zu haben oder mit dessen Inhalt bekannt gemacht worden zu sein. Die Angeklagte bemerkt, daß sie den in Rede stehenden Brief das erstemal nach ihrer wegen Meineids erfolgten Ver-

s» < >- assk «? gwrtesws ssr» s sjets ^ Der^2ellaate Ebemanu bestrettet daß er irgend etwas Wahrheit sür die Angeklagten eine Verfolgung wegen einer oav o?wisse^we^ ^n Ä ie f"an das inister iuut^ ge^s ch rieb en st r af b a rcn Handlung hätte nach fich ziehen können. 9!ach

» 0 öon »om Reden des Oberftaatsanwatts und des Verteibigers

Oberförster Eel?arius des öfteren gehört haben. Tas bezwu^de das Urteil gesprochen: Dre Auge Nagten werden beide bei vorliegenden Strassacl-e in Frage kommende Schriftstück,

jo bekundet Dköser, habe er das erste Mal zu Gesicht bo -------

kommen, als der Oberforstmeister Walther im Auftrage des Ministeriums von Tarmstadt nach Salzhausen go * Linden ckommen war, um nach dessen Belvandtttis zu forschen. TernntPY m?urbet Angeklagte roül aber von dem Inhalt des Brieses damals * , . h-

keine üeniitniö genommen, sondern nur dein Oberforstmeister -oergieuie m uir gesagt haben, er kenne bie Handschrift des Brieses nicht 1 und wisse nicht, wer der Schreiber desselben sei. Ter Darrn- ,Liban*. U-----7r/*" y1;"

stadter Beamte habe isim zwar gesagt, seine, des Angeklagten in Marseille abspielte, wird derDaily Mall* die Aus- Frau sei verdächttg, von dem Bries etwas zu wissen. Er sage eines Paffagters mügeterlt. Dieser Passagier qt em l)abe dann ferner Frau auch Vorhatt deswegen gemacht. Briefträger nu§ Mascara in Algier. Er rettete sich von dem Doch habe sie ihm die Beschuldigung alS nicht zutreffend schkenden Dampfer mit seinem Kinde und schildert die Kata- bezeichnet. Von dem Jnhatt des Briefes hat, wie _ec,öei> ftrophe mit folgenden Wocken:Mein Junge war im Bette I Limburg a. d. L.» 10. Juni. Fruchtmarkt. Durch- sichert. auck>dec Ehemann Möser erst durch dir Unterfuchung bcfanb niich, eine Zigarette rauchend, an Deck, als S'Ä»'1'In1-?

0^rich!schftssor Plagge ° stellvertretender Amts-WM zchamnienfchrak, weil dieDampfpfeift dcs .Liban* I o.oo Mk., Kartoffeln o.oo Mk.

richte-r in Nidda, als Zeuge vernommen, gesteht zu, daß "neu lauten -schrei ausstleß. In d-esem ^ugenbUck waren ft---- - ---~

das Protokoll, um welches es sich heute harrdett, wohl fo mir etwa 50 Meter von der Insel Mmre entfernt. Der Meteorologische Beobachtungen

. n . . i . vi- ai 1 Q'nUilnir«' ntifinnrTPTf* «1117 nfl« Atnnnl mmt imS I '

Juni 1903.

Barometer nuf 0° reduziert

Tempera t»«r der Luft

Absolute Feuchtigkeit

Relative Feuchtigkeit

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Windstärke

Wetter

10.

2

733,6

23,6

11,8

55

E.N.E.

2

Bew vinimel

10.

9»

740,1

15,9

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85

tiSW.

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Regen

11.

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742,4

15,6

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WSW.

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Bed. Humncl