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Cara, 10. Febr.
Die Polizrimannschaften erwiesen sich trotz energischen Eingreifens als völlig machtlos; die von den Tobenden eingekeilten Schutzleute waren wiederholt in einer höchst unangenehmen Situation, und nur ihrem Takte ist es zuzuschreiben, daß Tätlichkeiten verhindert wurden. Die Polizeiwachtstube war fortgesetzt stark frequentiert; die Sistierten wurden stets von ihren schreienden und johlenden tonen begleitet und jdie Beamten provoziert; die wurden stets von ihren schreienden und johlenden tonen begleitet und die Beamten provoziert. Em verbotener Umzug fand dennoch mit Musik statt.
betreffenden Bierlokale sind, wie wir von informierter Seite
erfahren, zu dem Bockrummel 400 Gläser „verbraucht" worden; etwa 100 wurden im Lokale selbst zertrümmert, mit den übrigen wurde das Hanfried-Denkmal (das Standbild des Gründers der Universität Jena, dessen 400. Geburtstag die Universität am 30. Juni d. I. mit einer größeren Festlichkeit feiern will) bombardiert und die Lentta- und Johannis- sttaße mit Scherben geziert. Das Denkmal zeigt infolge der ihm zu Teil gewordenen sonderbaren Ehrung Spuren der Beschädigung.
• Brüssel, 9. Febr. Gestern stürzte sich in einem Anfalle von Geistesstörung der irländische Offizier Furton aus einem Fenster des zweiten Stockwerkes des „Grand Hotel" auf die Sttaße. Er wurde tätlich verletzt ins Krankenhaus gebracht.
* Paris, 9. Febr. Gestern wurde der Sicherhetts- Jnspektor Bouche bei der Verhaftung eines Italieners von diesem durch Messerstiche lebensgefährlich verletzt.
• Brest, 9. Febr. Um Mitternacht wurde hier ein 30 Sekunden andauerndes Erdbeben in der Richtung von Nord nach Süd verspürt.
• Toulouse, 9. Febr. Die Gesellschaft für Gerbstoffe ist fallit, die Passiva belaufen sich auf über 2 Millionen Franks. Sämtliche bei der Gesellschaft beschäftigten Arbeiter sind dadurch brotlos geworden.
• New-Pork, 9. Febr. In Illinois, Missouri und Kentucky wurden starke Erdbeben verspürt.
• Die Katastrophe auf den Gesellschafts- Inseln. Schon in unserem heutigen Morgenblatte berichteten wir, daß mehrere Tage lang auf den Gesellschafts- Inseln ein gewaltiger Orkan gewütet hat. Eine mächtige Springflut überströmte achtzig Inseln, wobei tausend Personen getötet wurden. Manche Eingeborene, die Kokosbäume bestiegen hatten, kamen dennoch um da die Flut alles niederlegte. Die Geretteten langten au Uahiti an. Die Gesellschafts- oder Sozietäts-Inseln im Stillen Ozean zwischen 16 und 18 Grad südl. Br. und 148 und 153 Grad westl. L. werden nach ihrer Lage zum Passatwinde in zwei Gruppen geteilt: die Inseln unter dem Winde (471 Qkm.) im Nordwesten und die Inseln über dem Winde (1179 Qkm.) im Südosten. Die östliche Gruppe enthält die Hauptinsel Tahiti und ist französischer Kolonialbesitz. Die Inseln sind von großen Korallenriffen umgeben, hinter denen schöne, aber schwer zugängliche Häfen liegen. Der höchste Berg ist der 2231 Meter hohe Orohena auf Tahiti, die übrigen Inseln erreichen mit den höchsten Spitzen kaum 900 Meter. Die Zahl der Bewohner, von Cook und Forster auf hunderttausende geschätzt, beträgt jetzt etwa 18 000, die sich sämtlich zum Christentum bekennen. Eingeschleppte Krankheiten und Laster haben die Zahl der Eingeborenen, die von großem, schönem, polynesischem Schlage sind, so sehr vermindert. Zahlreich sind die Kapellen und Schulen der englisch-protestantischen und der katholisch-französischen Missionsgesellschasten. (Es ist eine Eigentümlichkeit des Großen Ozeans, daß sich, wie jetzt hinlänglich erwiesen ist, die Teifune und die großen Seebeben bezw. die Springfluten, die eine Folge jener gewaltigen Naturereignisse sind, in Zwischenräumen von etwa 10 bis 14 Iahren regelmäßig wiederholen. Wir erinnern daran, daß bei dem letzten derartigen Ereignis in der Südsee (am 16. März 1889) unsere beiden Kreuzer „Adler" und „Eber" irn Hafen von Apia scheiterten, während die „Olga", die sich im selben Hafen befand, auf den Strand gesetzt werden konnte. D. Red, d. Gieß. Anz.)
Arbeiterbewegung.
vremerr. 8. Febr. Die Arbeiter des „Vulkan" in Vegesack nahmen die Vorschläge der Direktion an. Die Differenzen find damit beseitigt. Der Betrieb wird morgen in vollem Umfange wieder ausgenommen.
Ucnette Meldungen.
Originaldrahtmeldungen des Gießener Anzeigers.
Berlin, 10. Febr. Der Kaiser nahm mit dem Kronprinzen und dem Prinzen Heinrich an dem Tage der Wiederkehr seines Eintrittes in das 1. Garde-Regiment zur praktischen Dienstleistung an einer Feier im Offiziers- Kasino des Regiments teil. Außerdem waren der Großherzog von Sachsen-Weimar, der Erbprinz von Hohen- ^ollern und andere Fürstlichkeiten erschienen. Während >er Tafel hielt der Kaiser eine längere auf den Tag bezügliche Ansprache, die mit einem Hurrah aus das 1. Garde- Regiment endete. Nach dem Schluß des Mahles gelangten kleinere Lustspiele zur Ausführung, in denen die handelnden Personen von Offizieren des Regiments dargestellt wurden. — Die Jungbier-Kutscher haben früh den Brauereibesitzern ihren Lohntarif vorgelegt, der von sieben Brauereien anerkannt und unterschrieben wurde. Bei 20 Brauereien, die ihre Unterschrift verweigert haben, wurde >ie Arbeit einmütig nieder gelegt. — Auf dem Sed- >in-See kenterte ein Boot, wodurch die drei Insassen ins Wasser fielen. Zwei von ihnen, ein achtjähriger Knabe und ein neunjähriges Mädchen aus Berlin fanden den Tod in den Wellen. — Die gemeldete Kuppelei-Affäre scheint große Dimensionen anzunehmen. Mit dem Taxator Oberleutnant Steldt, der zunächst als der am meisten Belastete in der Affäre angesehen wird, find vier Besitzerinnen von übelberüchtigten Kuppel-Quartieren Berlins im Untersuchungsgefängnis eingeliefert worben. — Gegen das Blumenmedium Anna Rothe ist Termin zur Haupwerhandlung auf den 23. März vor der zweiten Strafkammer des Landgerichts II anberaumt morden. Der Prozeß verspricht mancherlei interessante Enthüllungen zu bringen. Seitens der Staatsanwaltschaft find gegen 90 Zeugen geloben, denen 30 Entlastungszeugen gegenüber stehen. Die Verhandlungen dürften etwa acht Tage in Anspruch nehmen. — Demnächst wirb bas hiesige Landgericht ein neuer Kurpfuscher-Prozeß beschäftigen, der sich gegen einen sogenannten Haar- und Bart- Spezialisten richtet. Derselbe hat in den letzten Jahren von Berlin aus eine umfangreiche Reklame für ein angeblich unfehlbares Haar- und Bartwuchsmittel in Szene gesetzt. — Der schwedische Forschungsreisende S w e n Hedin hielt in der Urania einen Vortrag über seine letzte große dreijährige Reise durch das chinesische Turkestan und Tibet.
Dresden, 10. Febr. Zu der Angelegenheit der früheren Kronprinzessin von Sachsen rouo gemeldet: Die Verhandlung im Ehetrennungs-Prozeß wird ohne jede Aufschiebung morgen vormittag zehn Uhr im Oberlandes- gerichtsgebäube stattfinben. Alle anderen Nachrichten sinb unzutreffend — Der Entschluß der Prinzessin Luise, das Sanatorium La Metairie auszusuchen, muß rasch gefaßt morden fein, da sie bis zuletzt noch die Ansicht geäußert hat, allem zu trotzen und auf jede Gefahr hin nach Dresden zu reifen. — Während der ganzen letzten Nacht mar die Prinzessin unpäßlich und hat beständig von ihren Kindern geträumt. Ein Blatt nimmt unter Vorbehalt von einem Gerücht Notiz, daß die Prinzessin vor ihrer Ueber- siedlung nach La Metairie in einem Anfall von Schwermut versucht habe, Hand an sich zu legen. — La Metairie gilt in erster Linie als Irrenanstalt. Hier glaubt man, daß es sich bei der Aufnahme der Prinzessin darum handelte, durch den dirigierenden Arzt Dr. Martin prüfen zu lassen, ob die Prinzessin zurechnungsfähig sei. — Die Herzogin von Toseana wird beim Kaiser Franz Jos es eine Versöhnung herbeizusühren suchen. Die Familie Toscana rechnet auf Wiedereinsetzung der Prinzessin in die Rechte einer östreichischen Er zh eir- zogin. Die Großherzogin wird sich nach Cannes begeben. Der Zustand der Kronprinzessin wird von den Aerzten als nicht unbedenklich bezeichnet. Sie leidet an einem hysterischen Seelenleiden und der Eintritt einer Frühgeburt ist wahrscheinlich. Dr. Martin wünscht, daß jemand von den weiblichen Verwandten der Prinezssin demnächst sich in die Anstalt La Metairie begibt. Alle von Giron einge- trofreuen Depeschen und Briese wurden beschlagnahmt. — Der Entschluß der Prinzessin, sich von Giron zu trennen, ist in erster Linie auf den Einfluß des Papstes zurückzuführen, der einen Bevollmächtigten zur Prinzessin nach Mentone entsandte.
London, 10. Febr. „Daily Mail" veröffentlicht (inen Auszug aus dem Programm der englischen 3)1 arine bauten oon 1904. Vorgesehen ist der Bau von drei großen Panzerschiffen eines neuen Tips, welche sämtliche bisher gebauten Schiffe an Größe übertreffen sollen. Dir neuen Schiffe sollen 22 000 Tonnen enthalten.
Cadix, 9. Febr. Die Arsenalarbeiter und die Bäcker traten in den Ausstand. Die Eisenbahn- arbeiter werden sich ihnen anschlreßen.
Brüssel, 10. Febr. Die Prinzessin Charlotte, die Witwe des Kaisers Maximilian, befand sich kürzlich in einer heftigen Krisis, die Beunruhigung hervorrief. Heute wird gemeldet, daß Erholung eingetreten ist.
Men tone, 10. Febr. Ungünstige Gerüchte über das Befinden des ^Präsidenten Krüger sind übertrieben. Der Präsident empfängt zeirweife Besuche aus der Garten-Pro-
nicht einmal das zur Durchführung des KontttrSv erfahrens nötige Personal bezahlt werden. Es hat nun die Polizei die Abwickelung der Verhältnisse der „Bavaria" zu übernehmen. Die Kasse hat etwa 20 000 Mitglieder, die über ganz Deutschland verstreut sind.
— Verband deutscher Zigarettenfabriken. Aus Dresden wird berichtet: Die Jahreshaupwersammlnng beschloß, im Interesse der Erhaltung der bisherigen FrecheU von der Bildung eines Gegentrust abzusehen.
Märkte.
Gießen, 10. Febr. Marktbericht. Aus dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Butter pr. Pfd. 0,85—0,95 'Dtf., Hühnereier 1 St. 7—8 Pfg., 2 Stck. 00—00 Pfg., Gänseeier 00—00 Psg., Enteneier 0—0Psg., Käse pr. Stck. 5—8 Pf., Kasematte 2 Stck. 5—6 Pfg., Erbsen pr. Liter 21 Pfg., Linsen pr. Liter 32 Pfg., Tauben pr.Paar 0,80—1,10 Mk., Hühner pr. St. 1,00—1,50 Mk., Hahnen pr. Stück 0,90—2,40 Mk., Enten pr. Stück 2,00—2,50 Mk., Gänse pr. Pfd. 54—60 Psg., Ochsen fleisch pr. Psniid 61—76 Psa^ Kuh- und Rindfleisch pr. Pfund 60—66 Psg., Schweine- leisch pr. Pfund 66—76 Pfg., Schweinefleisch, gesalzen, pr. Pfund 80 Psg., Kalbsteisch pr. Pfd. 66—72 Pfg., Hammelfleisch pr. Psund 50—70 Pfg., Kartoffeln pr. 100 Kar. 6,50—7,00 Alk., Weißkraut per Stuck 00—00 Pfg^ Zwiebeln pr. Zentner 5,00—6,00 SOZI., Milch per Liter 18 Pfg. Aepfel per Pfd. 0—00 Pfg., in Körben 00—00 Pfg. Trauben 00—00 Pfg.
Stiftungsfest. Der Verein zählt gegenwärttg 64 Mitglieder. — In Frankfurt a. M. hat sich der Arbeiter Heinrich Sperle erschossen. Familienzwistigketten sollen der Grund zur Tat gewesen sein.
Vermischtes.
• Münster (Wests.), 9. Febr. Die Küpperfche Weberei in Emsditten ist gänzlich niedergebrannt.
• Aachen, 9. Febr. Im Stadttheater starb während der Vorstellung ein Theaterbesucher, der BergwerkSbesitzer Karl Honigmann; er wurde vorn Schlage getroffen.
• Leipzig, 9. Febr. In der Wohnung des Ehepaars Spath vergiftete sich die verheiratete Hebamme Moricke mit ihrem Liebhaber, dem Orgelbauer Süssel, durch Larbolsäure.
• Jena, 9. Febr. Wir lesen im „Jen. Volksbl.": Zu groben Ausschreitungen kam es am Donnerstag nachmittag sowie am Abend und während der Nacht auf dem Marktplatze und den angrenzenden Straßen durch eine große Anzahl Studenten, die gelegentlich des im „Weimarischen Hof" stattsindenden Bo ckbie rfestes in einen Zustand geraten waren, den man als nicht mehr nüchtern bezelchnet. Man ist es schon seit Jahren gewöhnt, daß es gelegentlich dieses Bockbierfestes seitens der teilnehmenden akademischen Jugend zu derbem Allotria kommt; was sich die Herren Studios aber diesmal leisteten, spottet aller Beschreibung.
Kunst und Wissenschaft.
Frankfurt, 9. Febr. Wilhelm Jordan feierte gestern die Vollendung seines 84. Lebensjahres. Aus diesem Anlaß waren ihm wieder von nah und fern viele Glückwünsche und Geschenke zugekommen. Der greise Dichter hat die Folgen feiner letzten Krankheit noch nicht ganz überwunden, aber er ertrug die Strapazen der Geburtstagsfeier doch mit merkwürdiger Frische.
Handel und Verkehr. Volkswirtschaft.
München, 9. Februar. („Bavaria, Allgemeine K r a n f e n f af j c f ü r gang Deutschlan d".) Tie heutige Gläubigerversammlung hat auf Antrag des Konkursverwalters R.-A.Dr. Troll die Ein st el l u n g d e s Ko n k u rs v e r f a h r e n s aus Mangel an Konkursmasse beschlossen. Es könnte
Hunger-Typhus befürchtet, hat sich ein Hilfskomitee zur Linderung der Not gebildet.
Kiew, 10. Febr. Der Erzbischof Antony von Wolhynien richtete an die ihm unterstchnde Geistlichkeit eine Verordnung, in welcher verfügt wird, daß von nun an kein Schnaps als Entgelt von Amtshandlungen mehr angenommen werden darf. In Neberirctungsfällen werden die Geistlichen vor Gericht gestellt und ihrer Funktionen enthoben werden.
Manila, 10. Febr. Eme Truppen-Abteilung von 100 Amerikanern brachte in der Nähe von Maria Tigre 200 Philippinern, die sich noch immer nicht ergeben hatten, eine Niederlage bei. Die Amerikaner hatten sich in drei TruppS geteilt. Einer derselben war von den Philippinern überrascht und dessen Führer getötet worden. Trotzdem konnte eine dieser Abteilungen sich halten bis zur Ankunft der Haupt- Abteilung. Die Rebellen wurden in die Flucht geschlagen und ließen 105 Tote zurück, während die Amerikaner nur 2 Tote und 2 schwer Verwundete hatten. Das Rcbellenlagcr wurde verbrannt.
Manilla, 9. Febr. Der Kabylenstamm der Bemticar erkannte die Oberhoheit des Sultans an.
Tanger, 9. Febr. Ter Prätendent erhielt von der Grenze Saharas her Ver stör tun gen( welche von den Söhnen Butmcmas befehligt werden. Die italienische Militärmisfion, welche mit der Herstellung von Waffen betraut wurde, kehrte nach Fez zurück.
New York, 10. Febr. Aus Rio de Janeiro wird gemeldet, daß in letzter Stunde beschlossen wurde, den Kvn- likt betreffend das Acre-Gebiet dem Haager Schiedsgericht zu unterbreiten.
Cara cas, 10. Febr. (Reuter.) 1500 Aufständige verwüsteten den Bezirk Rio Schicko. Am Morgen brachen 2000 Mann mit 2 Kanonen unter dem Befehl des Kriegs- m i n i st e r s aus, um die Aiifständischen anzugrerfen.
Telephonischer Kursbericht.
fcrtunklurt m. ■(*., 10. Februar I»i3.
3*/8% Reichsanleihe . . 103.— 3% do. ... 93.15 3V,% Konsole .... 102.95 3°/0 do.....93.—
3*/2°/o Hessen .... 101.35 3% Oberhessen . . . 100 50 4% Oesterr. Goldrento . . 103.30 4'i,% Oesterr. bilberrente 101.15 4% Ungar. Goldrente . . 102.20 40/ Italien. Rente . . . 103.90 41l,% Portugiesen . . . 51.20 .»/ Portugiesen.....32.20
\% C. Türaen . ... 30 50 Türkenlose......133.20
4% Uriech. Monopo' -Anl. 45.45
4*,% äussere Ar^f-ntiner
8j/q Mexikaner . . 25.85
4*/g /., Chinesen . . . 92.70
Electric, frei uckert . . . 104.— Nordd Lloyd . . . . 98.75
Kreditaktien . . . . 220.50
Diskonto-Kommandit. . 198.—
Darmstädter Bank . 140.70 Dresdener Bank .... 150.00 Ber iner Handelsges. . 162.20
Oesterr. Staatsbahn . . . 150.20 Lombarden . . . 15.80
Uotthar ibahn .... 181.50
Lauraniitte......217.00
Bochum ....... 184.50 Harpener......174.25
Tendenz; f ■ t.
Tas Auypriugen, Rauh- und Rissigmerden der Haut, Rölhe, Ausschlag, Pusteln u. s. w. zu verhüten oder zu befettigen, gibt es kein besser wirkendes Mittel als die von Tausenden erprobte und bewährt befundene „Patent. Atyrrhotin-Seife"; unübertroffen für die zarteste Haut der grauen und Kinder. Ueberall, auch in den Apotheken, erhältlich, woselbst auch die 400 hochinteressanten Alyrrhotin-Bllder gratis zu haben sind.
Wie ntanchmal ist die Hatlsfrau in Sorge um die Herstellung der täglichen Suppe, namentlich dann, wenn sie nicht gerade Fleischbrühe zur Veriügimg hat. Ta bilden Atagai's Suppenwürfel ä 10 Pfg. für 2 Teller einen Helfer in der Not. Ihre Zubereitungsweye ist die dcillbar einfachste, da nichts weiter als Wasser dazu erforderlich ist. Sie ergeben ebenso vorzügliche als nahrhafte Suppen und sind in ca. 30 Sorten wie Tap i o ca- I u l i e n n e, G rü nk ern, Reis, Sa g 0, Er bs in den m ei- sl e n Kolonialwarengeschäften zu haben. Tie einfache Kochvorschrift ist jedem Würiel beigegeben. Utiserer heutigen Lokal-Auslage liegt ein Suppen-Profpetl der Maggi-Gesellfchast bei.
Die grosse Kalte
verursacht Allen, die an ailsgesprungenem Gesicht oder aufge- sprungerten rissigen Händen leiden, Schmerlen. Die von hiinderten von ärztlicheil Auloritätell enipfohlene Lbernrcners Herba-Seife heilt in kurzer Zeit alle diese Leiden. P. Stck. 75 Psg. u. Mk. 1,25 z. h. i. alleii Apotheken u. Drogerien. Fabr. I. Gioth, Hancm. Pemögtiis-VilliH m 31. Iezember 1902.
Aktiva. vtu H
Kassa-Konto 247.50
Waren-Konto 3326.75
Mobiliar nach 10%
Abschreibung 321.06
Ausstände bei Genossen 269.44
Passiva. JL H
Geschästsguthaben der
Genossen 525.—
Eintrittsgelder 23.—
Anleihe-Konto 2000.—
Lieferanten-Konto 216.92
Noch zu deckende
Verwaltungskosten 480.46
Reingewinn 919.37
4164.75
4164.75
Mitgliederstand bei Errichtung 18. Januar 1902 36
Zugang im lausenden Geschäftsjahr 11
Abgang , „ , — _
Mitgliederstand Ende 1902 47
Steinberg, den 9. Februar 1903. 1284
Koihum Dcrein rUkinbcrg.
Eingetragene Genossenschaft mit beschränkter Haftpflicht.
B. Hirz V. L. Haas 11 B. Häuser XiV.
Hosiversttigcrung
der Stadt Gießen.
Montag, 16. Februar 1903, vormittags9 rUhrbcginueuv, werden in ver Letb'schcn Wirtschaft im Philofophcuwald versteigert
aus dem Distrikt Waldshut:
11 Fichtenslämme mit 2,21 fm, 189 Flchtenderbstang. „ 12,00 „
5 rin Eichen-Scheitholz-,
18 , Nadel- „
1 „ Erlen-
377 „ Nadel-Knüppel,
193 „ Nadel-Stockholz, 1600 Wellen Eichen-Reisig, 5400 „ Nadel- „
aus dem Distrikt 2-aune:
2 rm Buchen-Scheitholz,
43 „ Eichen-
2 „ Buchen-Knüppel,
28 „ Eichen- „
38 „ Eichen-Stockholz,
230 Wellen Buchen-Retstg, 990 „ Eichen- „
aus den Distrikten Unterhag und Oberhag:
2 Kieiernstämme mit 1,18 fm 51 Fichtenstämme „ 13,98 , 715 Fichten langen „ 25,32 ,
11 rm Nadel-Scheitholz,
41 , „ Knüppel,
19 „ „ Stockholz,
1410 Wellen Nadel-Reisig,
50 „ Erlen- „
Gienen, 9. Februar 1903.
Der Oberbürgermeister.
Mecum. 1271
Giessener OmBibns-OesellsthaK
E. G. m. b. H.
Tie Rückseite unserer Fahrscheine, 166 000 Stück, ist zu Reklame-Zwecken zu veraeben.
Nähere Auskunft ertent Herr Stadwerordneler Hanau.
1285 Der Vorstand.


