Ausgabe 
9.4.1903 Drittes Blatt
 
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Donnerstag 9. April 1903

153. Jahrgang

Drittes Blatt.

GietzenerAnzeiger

General-Anzeiger v

Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen

Nr. 84

Erscheint täglich außer Sonnlag«.

Dem Gießener Anzeiger werden tm Wechsel mit dem bessischen Landwirt die Gießenek Familien, blätter viermal tn der Woche beigelegt.

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Verantwortlich Mr den poliL und aUflem. Teil: P. W'ttko. Mr .Stadt und Itanö' und .Gerichtssaal'. Auaust Gütz- Mr den *ln* zeigenteil: Han« Beck.

Kirche uud Schule.

Neber die geplante russische Schulreform, Lie der frühere Unterrichtsminister Wannowsk angeregt hatte, ist lange nichts zu hören gewesen. Jetzt erging soeben vom Minister Sänger an dasGelehrte Komitee" des Ministeriums der Dollsausllürung ein Erlaß, der eine Richtschnur enthält für die Ausarbeitung des Gesetzes über die Schulreform und manche bemerkenswerte Gesichtspunkte in sich schließt. Zunächst soll als normaler Typus der Mittelschule daS Gymnasium mit einem achtzährigen Kursus gelten. In den Gymnasien wünscht der Minister die lateinische Sprache au erhalten, doch soll auch das Griechische nicht vollständig beseitigt werden, sondern in einzelnen Schulen weiter gelehrt werden. Neben den Gymnasien steht die Richtschnur die Realschulen vor, die mit ihrem siebenjährigen Kursus wie früher bestehen bleiben sollen. Bemerkenswert ist der Wunsch des Mi­nisters, daß nur die Abiturienten der Gymna- fien, und hwar sowohl die, welche Griechisch und Lateinisch, als auch die, welche lediglich die letztere Sprache erlernt haben, die Universitäten beziehen dürfen. Für den Eintritt in die privilegierten Anstalten Petersburgs und Moskaus erhalten die Gymnasialabiturienten ebenfalls e:n Vorzugsrecht, doch wird die Aufnahme von Realschülern unter Um,täiiden auch gestattet. Der Entwurf sieht endlich noch eine drille Gattung von Schulen vor, die einen sechs- lährigen Kursus haben sollen und für solche Kinder be­stimmt sind, denen man eine abgeschlossene Bildung, wie sie die Mittelschulen gewähren, zu teil werden lassen wlll, die aber aus verschiedenen Gründen die bestehenden Gym­nasien und Üiealscyulen nicht besuchen sollen. Diese Anord- nung ist sehr unklar. Was in diesen Anstalten gelehrt wird, ist nicht gesagt. Jedoch werden die Abllurienten der letztgenannten Schulen den Abllurienten der Gymna­sien utid Realschulen insofern gleichgeftelll, als sie die gleichen Rechte und Vorzüge beim Eintritt in den Staats­dienst genießen. Allmählich wlld wohl Näheres hierüber bekannt werden. Aus dem Vorstehenden sieht man, daß die Tendenzen des Ministers Wannowski keineswegs mehr die maßgebenden sind. Wannowski wollte bekanntlich die alten Sprachen so gut wie vollständig abschaffen; nur das Lateinische sollte in beschränllem Alaße erhalten bleiben. Von dieser Idee ist man abgekommen. Wann der Schulresormentwurf fertig ausgearbellet sein wird, ist llotz des jüngsten Erlasses vollkommen unsicher. Das Gelehrte Komitee" wird sich vermutlich nicht beellen. Und dann kommt eine gründliche Durchberatung im Reichs­rate. In diesem Jabre wird der Entwurf jedenfalls noch nicht Gesetzesllast erlangen.

Hitzung -er Stadtverordneten.

Gießen, 7. April 1903.

Anwesend: Oberbgm. Mecum, die Beigeordneten Georgi und Heyligenstaedt, Assessor Curschmann und die Stadtverordneten in beschlußfähiger Zahl.

Oberbgm. Mecum kommt auf die Anfrage des Stadtv. Orbig in der Sitzung vom 20. März, betr. Augenuntersuchungen von Schülerinnen der Volksschule, zurück und teilt das Ergebnis seiner Erheb­ungen über diese Angelegenhell mit. Lehrer Spitz beruft sich auf Mitteilungen seines Vorgesetzten, während Haupt­lehrer Schaas auf Befragen erklärte, eine bestimmte Auf- sorderung.an die Schülerinnen, sich in der Augenklinik die Augen untersuchen zu lassen, habe nicht stallgefunden. Tas [ei vielmehr seitens der Schülerinnen auf eine allgemeine Mitteilung ganz freiwlllig erfolgt, ohne daß darum irgend welche Klage der Eltern eingegangen sei. Lebrer Spitz hat bei Gelegenhell des Augenspiegelkursus in der Klinik die Kinder lediglich darauf aufmerksam gemacht, daß ihnen eine kleine Vergütung gezahlt würde, wenn sie sich in der Klinik die Augen untersuchen ließen. Prof. Vossius erklärte dem Herrn Oberbürgermeister, er habe beim An- tiitt seiner Professur die Sitte auch bei seinem Vorgänger vorgefunden, daß im Herbst solche Augenuntersucbungen stattjanden. Auch von Königsberg her wisse er von solchem Brauch. Den Kilidern könne dabei in keiner Weise etwas passieren. Die Untersuchung sei in Gegenwart einer Krankenschwester geschehen, und er und seine Assistenz­ärzte seien zugegen gewesen. Die Aerzte hätten meist den Kindern non- ein kleines Trinkgeld obendrein gegeben, und er glaube, die Eltern hätten von allem gewußt. Es sei nämlich vorgekommen, daß nicht schulpflichtige Kin­der mitgeschickt worden seien. Oberbgm. Mecum tellt weiter mll, daß er hierauf Herrn Prof. Vossius bemerkt habe, er nwge von derartigen Aufforderungen an die Lehrer Abstand neymen, worauf Prof. Vossius versprochen habe, er wolle sich das nächste Mal an den Schulvorstand wenden, damll die Kinder in der Schule auf den Zu­stand ihrer Augen untersucht oder aber zu einer Unter- suchung in die Klinik geführt würden. Es fei oft vor- gekommen, daß bei solcher Gelegenhell Verschlimmerungen von Augenkrantheiten bei den Kindern bei Zellen vorgebeugt worden sei. Dem Schularzt sei es in vielen Fällen nicht möglich, die Augenerkranlungen rechtzeitig im Anfangs- stadium zu erkennen. Oberbgm. Mecum fährt fort, daß man nach dieser Erklärung des Pros. Dos,ins, wie er glaube, über die Angelegenheit zur weiteren Tagesord­nung übergehen könne, was geschah.

Lei dem Laugesuch des Joy. Gg. Pfaff handelt >g sich um den Bau von Wohnhäusern an der Elle Credner- und Hillebrandstraße. An der Hillebrandstraße hat, so be­richtet Oberbgm. Mecum, das Projell des Gesuchftellers lein Bedenken, da hier Vorgärten vorhanden seien. Da­gegen sei bezüglich der Lage an der Crednerstraße, nach tveU^r vom Antragsteller eüt Erker errichtet werden solle.

Dispens erforderliche den die Baukommission befürworte. Stadtv. Jughardt will mit der Genehmigung zurück­halten, da man eine bessere Ausgestaltung der Front des Hauses fordern dürfe. Oberbam. Mecum entgegnet, das sei dem Gefuchsteller auch bereits vorgehallen tvor- den; man habe unter den vorgelegten Planen den re­lativ besten ausgesucht. Schön sei allerdings die Fassade nicht. Auch Stadtv. Kirch wlll eine bessere Front; derartige lafernenaitige Gebäude, wie das in Frage kom­mende, seien für die Stadt nicht wünschenswert. Tie Abstimmung, die nun über daS Bange,uch erfolgt, lautet auf Ablehnung.

Das Baugesuch des H. W i n n für die Elle Riegel­pfad und Querjttaße, wobei es sich auch um Tispens wegen etnes Erkers handelt, wlld von der Versammlung befür­wortet.

Dagegen wird der von Gebr. Zutt erbetene TiS- penS bezügl. eines Bauunternehmens an der Stein st raße auf Antrag der Baulommission nicht erteilt.

Dem A. Scheppelmann wird sein Gesuch um Bau­dispens für den Gr. <51 ein in eg auf Befürwortung der Baudeputation genehmigt.

Karl Beller wlll am Schiffender gerweg ein Haus bauen und sucht um Dispens nach Es wird ein Be­denken geäußert, da die Flucbtlinie der Straße noch nicht ganz festliege uiid man bis dahin die Genehmigung auf­schieben könne. Aber auf Befürwortung der Baulommission und des Oberbürgermeisters wird der Dispens erteilt.

Elli weiteres Baugesuch des Karl Müller für die Blockstraße wird ebenfalls genehmigt.

An Der Straße Gießen-Heuch elhe im auf der linken Selle, möchte B a l t d. Keil von Heuchelheim ein Wohnhaus errichten. Dabei oedarf es ebenfalls eine» Bau­dispenses. Das Feld, woraus der Gesuchsteller bauen will, wird bei der Regulierung der Gemarkungsgrenzen später zur Gemeinde Heuchelheim gehören. Auf eine bezügl. Anfrage äußerte der dortige Bürgermeister kein Bedenken. Tie Baudeputation befürwortet den Dispens unter der Be­dingung, daß nicht 2 Stockwerke über dem Sockel errichtet würden. Der Dispens wird danach erteilt

Beim folgenden Punkt der Tagesordnung handell eS sich um das Projell, im Turmhaus am Brand ein Dachzimmer her-uri chten. Der Zeugwart R i e b e l führt Klage darüber, daß seine Wohnung dort zu klein fei Er besitze nur einen einzigen Raum, in welchem keine Betten stünden und versüge nur über 3 ganz kleine Zimmer. So sei denn, sagt Oberbgm. Mecum, die Idee entstanden, oom Lreppeichaus, das übermäßig groß sei, ein kleines Zimmer abzutrennen und für Riebet herzurichten. Die jtoften dazu würden 260 Mk. betragen. Stadtv. Krumm stellt die Anfrage, ob baupolizeilich nichts dagegen einzu- wenden sei, und Stadw. Huhn hall daS Projekt auch für unzulänglich. Oberbgm. Mecum antwortet, man hätte keinen andern Ausweg, es sei denn mit großen Kosten. Höchstens könne ein Anbau in Betracht kommen. Und das sei Aur Gewinnung nur eines Zimmers doch wohl zu kost-- jpielig. Stadtv. Huhn äußert ein Bedenken auch in gesundheitlicher Hinsicht und befürchtet daß der Raum sich später nicht heizen lassen würde. Dann würde wieder ein neues Bedürfnis auftauchen. Stadtv. Löb er meint, es gebe keinen andern Raum. Die Wohnung sei genügend, und es fei auch der Fall vorzusehen, daß unter Umständen der Wohnungsinhaber keine Kiaber unterzubringen habe. Stadw. Heichelheim hält die Herstellung eines solchen Zimmers für einen schlechten Notbehelf. Stadw. Petri bemerll, Riebel sei es nur darum zu tun, Raum für ein Dienstmädchen ^u erhalten. Er, Petri, halle den Raum für genügend. Aber man könne Die Frage ja auch Der* tagen. Der Zeugwart habe einen Sohn, der eventuell später nicht mehr im Hause sein würde. Die Abstimmung ergiebt, daß die Herstellung des Raumes, wie sie geplant ist, ge­nehmigt wird.

DaS Abkommen mit der Univ er sitatsb chörd e wegen der Unterhaltung der Anlagen vor dem Uniber» sitätsgebäude wird auf em Jahr verlängert.

Der Friedhofsaufseher Sier hat um pachtweise lleb erlas sung eines Landstückes beim neuen Friedhof nachgesucht. Tie Stadwerordnetenversammlung erteilt ihre Genehmigun g dazu, dem Sier 40 Klafter Land für drei Monate zu verpachten, unter der Bedingung, daß vom Erllag des Feldes nichts verkauft würde.

Oberbgm. Mecum verliest dann em Schreiben, worin die Arbeitnehmer beisitzer des Gewerbe-Ge­richts um Entsendung eines Beisitzers zu dem am 11. und 12. September 1903 in Dresden stattfindenden Der- bandswg nachsuchen. Tie Finanzkommission beantragt da­gegen, dem nicht Folge yu leisten, da die Presse ge­nügend orientiere. Die Versammlung stimmt dem bei.

Einige Rechnungsangelegenheiten der Stadt Gießen für lOuO/Ol von geringem össenclichen Interesse bedürfen der nachträglichen Gen.h.nigung durch die Stadt­verordnetenversammlung, worauf die Versammlung diese Tinge erledigt.

Der weitere Punkt der Tagesordnung betrifft die Her­stellung von Regenwasserkanälen in der Bahnhofstraße und der WalUhorsiraße. Tas Projekt, das 6200 All. Kosten in Anschlag bringt, wird genehmigt.

Schließlich waren einige Gejuche um Erlaubnis zum Wirtschaf tsbet riebe zu erledigen.

Das bezügl. Gesuch des Rudolf Trescher und Herrn. Schrödel von Frankfurt a. M. im Hause Bergstraße 20 wird genehmigt.

Versagt wird dje Erlaubnis bei Karl Hartmann im Hause An den Bahnhöfen 71. ES wird Dabei geltend gemacht, daß das Haus ganz isoliert stehe und, da für Die

Eisenbahnbediensteten Kantinen in der Nähe vorhanden seien, die Bedürfnisfrage zu verneinen sei.

Adschläglich beschieden wird auch Paul DrexeliuS au8 Dortmund, der in der Wallthorstraße eine Logir- und Anspannewirtschaft für nötig hält. Die Kommission war der Meinung nicht, da dort schon vier Wirtschaften beinahe neben­einander säßen.

Die folgenden Gesuche um Wirtschaftskonzession werden genehmigt: deS Wilh. ComeS für Sonnenstiaße 29; des Ioh. Seeger für Neuenbäue 6; des Georg Kraft für Frankfurterstraße 88; des Wilh. Wagner für Bahn­hofstraße 31 und des Gg. Korndörfer für Grünberger- straße 117.

Damit war die Tagesordnung der öffentlichen Sitzung erschöpft. Es folgt geheime Sitzung.

Aus Stadt und Land.

Gießen, am 9. April 1903.

** Osterbr äuche. Ostern, obwohl ein rein christ­liches Fest, vermengt sich doch in seinen Gebräuchen innig mit dem Leben Der Natur nach den Anschauungen ber alten Völker aus uralten Zeiten des Heidentums. Ist Weihnachten das Hauptfest der germanischen Volksstämme, so ist Ostern das der slavischen. Tag die Religion dabei nicht allein maßgebend ist, sieht man daraus, baß es nicht blos bei Den griechisch-katholischen Slaven, sondern auch bei den römisch-katholischen als das hauptsächlichste Fest gefeiert wird. Die Sille des Osterwasserholens, ber bekannteste Lstergberauch, nimmt zu nach Osten hin und ist nicht nur in Rußland, sondern auch in Polen unb Ungarn tief ein­gewurzelt. Alle alten Gebräuche haben eine tieffinniae Bedeutung, ost viel tiefer gehend, wie unsere äußerliche Zell ahnt. Wie kommt das Wasser aerobe zu Ostern zu seiner hervorragenden Bedeutung? Nun, ist Ostern nicht Die Zell, in welcher die segenbringenbe Triebllaft ber Erde von neuem entsteht? Unb was macht den Erbboben frucht­bar? Das Master. Wenn nun die altheidnische Anschauung dem Wasser besondere Heilkraft zuschreibt, so war sie der modernen Zeit weit voraus; denn erst in den letzten Jahr­zehnten hat sich die Erkenntnis der Hellkraft bes Wassers wieder Bahn gebrochen. Daß es vor Sonnenaufgang geschöpft werden muß, deutet auf den Segen des. Frühauf- stebenS hin. Ostern ist die Zell, damit zu beginnen. Das Schweigen besagt: für den Landmann ist nun bie Arbeits­zeit gekommen, in welcher vieles unnützes Plaubern viel Zell vergeudet. Die Unterhaltungsstunden des Winters sind vor­über. Die Ostereier haben ebenfalls einen unbestreitbar heidnischen Ursprung. Sie empfingen erst später eine christ­liche Deutung. Bei Den Völkern des Altertums, namentlich bei Den Persern, galt das Ei sehr sinnig für das Urbild der Schöpfung und der Fruchtbarkeit; die christliche Kirche aber machte es zum Sinnbild des Erlösers unb bessert Auf­erstehens aus dem Grabe zu einem neuen Leben. Infolge der christlichen Deutung werden die Eier in manchen Gegen­den, namentlich in katholischen, mit Engeln, einem Christus- kinde, einem Lamm mit der Fahne bemalt, in protestan­tischen Ländern werden sie Dagegen blos bunt aber farbig gekocht. Tas Weihen bes Salzes, der Lsterkuchen und ber Menschen war früher auch in Deutschland üblich. Unmittel-, bar nach Beendigung des Morgengottesbienftes bränaten sich Kinder, Dienstmädchen, Matronen, Hausfrauen zu dem Weihealtar. Hier wurden die Körbe groß und flein nieder- gesetzt, mit allerhand Eßwaren gefüllt und sorgfältig mit weißen Tüchern bedeckt. In Rußland aber, besonders in Petersburg spielt Die Lijterweihe jetzt noch eine große Rolle. Unter dem Lftergebäck heben sich die Osterflccke in Wien und die Ofterflaben in Sachsen hervor, bie auch ungeweiht viele Liebhaber finden. Eine besondere Sitte in 91ori>- ^men und bei den Lausitzer Wenden ist das Ofterreiten. Sorgfältig werden dazu schon vorher die Pferde geputzt, 'Mähne und Schweif geflochten und mit bunten Bändern reichlich geschmückt. In geordnetem Zuge reitet ein Kirch­spiel in das andere unb unter Gesang geistlicher Lieber um Die Kirche, um Den Marktplatz oder im Klosterhof herum. Es bebeuret dieses Reiten und bie Schmückung ber Pserde in diesen Lanbgegenden die Freude über dte Wiederaufnahme Der Landarbeit, weiche die Bevölkerung ernährt. Tas Singen geistlicher Lieder druckt den Tank aus gegen den ^^öpfer. Der von neuem die Sonne aufjteigen läßt, bie Erde zu befruchten. Ostern erfüllt desyaio atle Menschenherzen mit Freude, nicht blos im christlichen Sinne als das Auf- erstehungssest unseres Heilandes, sondern auch als Fest des "Kuf^ruehens des ganzen Lebens in ber Natur!"

** Turnerisches Am Sonntag sand in ber Turn­halle eine Turnstunde der Gaumusterriege stall. Tas Tünsbergwett turnen, welches sich unter den Turnern d.s Gaues Hessen allgemeiner B.liebthell erfreut, roirb im August abgehallen werden. Es ist dies bas vierte Tünsbergfest. Am vorjährigen war die Beteiligung bis letzt am größten, es traten nämlich aus 35 Vereinen fast 200 Turner zum Wettkampf an, von denen infolge der vor­züglichen Leistungen ca. ztvei Trillel Preise erhielten. xer Männerturnverein zu Rodheim a. d. B. und der Turn­verein zu u unbilligen hallen in Diesem Sommer ihr Fahnen- wechfest ab. Am 2o. d. M. ist hier Gauvorturner stunde.

P. Ter Feueroer sicherungsoerband hessi« scher Leyrer zählle am 1. Januar ldO3 eine MitglleDer- zahl von über 1200, uno ca. 94ö Versicherungen mit einem Versich-rungskapllol von über 4 Mill. Mark.

n. Oppen roo bei jiei=Lrü,cm, u. ^put. Die Rohbau- arbeuLn |ur ein neues Schu 1 hauS sollen demnächst m Angriff genommen werden.