Berlin den hannoverschen (lutherischen) Landeskonsistorial- Präsident Voigts zum Präsidenten des Evangelijck)en Ober- rircheurats berufen, ganz sichtlich in der Absicht, falls er einmal (wie zu vermuten) auch Präsident des mrcheuaus- schusscs wird, der Befürchtung von Unionsgelüsten die Spitze abzubrechen. . . . Am unerfreultchiren bleibt vielen, daß, wenn auch nicht im Prinzip, so doch taisächlich der Sitz des Kirchenausfchuss.s nach Berlin und der Vorsitz ui die Hände des Präsidenten des preußischen Oberkrrchenraus kommen wird. Der Ausschutz folgt hier einer rein prat- tischen Nötigung — sein Bureau nut Archiv und Bibliothek kailn nicht lvandertl; die unmittelbare Nähe der Re ich S- beHörde und die dem Präsidenten des preußischen Ober» tirchenrates gegebene Raö glich kert, schnell überall Zutritt zu erlangen — in diesem Maße i)t sie teinein anderen gegeben — i|t hier voii entscheidender Bedeutung. Wrr hoffen aber aucl), daß das Beivugtsein seiner Verantwortlichteit der Reichsregierung gegenüber dem Vorfitzenden des Kirchenausfchufjes eine erhöhte Kra,t geben wird und daß, wenn er einmal Einspruch erhebt — ioie fetnerzeit seitens des preußifchen Ooecuichenrats Einjpruch erhoben worden iß gegen die unerquittliche Halrung der preußifcheii Regierung ui Bezug au, das Iesuitelig^setz —, dag bann fein Wort mit ganz anderem Nachdrnu.e zur Geltung tom- men luirb, da nun gleichsam das gefa.nte evaiigetifche Teutschland hinter ihm fleht, Gerade ui Preußen Die knch- liche Spitze nach oben zu gar tun, i|t uiigeugeni)eit des ganzen Reiches.___________________
Schwurgericht.
W. ließen, 8. Dez.
Gestern vormittag wurde die 4. diesjährige Tagung des SechourgerichtS sur die Provinz Oberhof,en durch Den Landgerichts rat Dr. E,chä,er eacsjtieü Als ^>eifiper ui der gefirrgen Berhaiidrung fungierieii die Lun^g^richtsrut». Sandmann um) «chuieuenoecher. Die Anträge vertrur Obersiaarsauwatt Theodard. Berhundert murue gegen den 2chahrrgen Glasmacher narl Kuhr uno ben 2ijuh^igtii i^.as- uiacher Lv-ilhelm Zuugruig, beide voii Orieshaufeu bei km- dingen, beschuldigt des sittlich teil svervreche ns an einer gei,restranten Per,on (§ liu U d. Slr.-G.ttuhi wurde voui viechtsanioart Liuk-chiwr-a, J^ngiuig vorn Rechtt- anwalt Katz verteidigt. ES waren in oer Verhandlung, d.e unter Aus Mu g der OejfentliMeit frattfauo, 17 Zeugen zu höreti. ^ie Geschworenen ertrarten durch ihren «pruch, den der Bürgermei,rer Altes von tievei-u Inraot als Obmann verkairoete, die Angeklagten >ur nMch-uttig, mvrau, der Gerichtshof die,e freifprach uno den g^gen sie in Kraft befindlichen Haftbefehl aushob.
yrnnifdjtfs.
♦ Oberlahn st ein, <. Bürgermeister
Reusch hier wird schon seit tangerer Zeit durch anonyme Tro Hungen belqiigt, die jelb,i vor der Aitkün- digung von Dy n a m i t a 11 e n t a t e n nicht zuruck- schrecten. Der Magi,trat hat nun eine Belohnung von luO Mart auf die ^nweckung des Anonymus ausgesetzt.
* Munchen-Gladbach, 7. Tez. ^n Vier,en erst a ch gesierii abenb aus der Haupt,.raße der 1 «jährige Fabritaroetter Manier oyue jede Veraum.,jung den Kutschier Berten.
* Göttingen,7. Tez. In Obergandern brachen fünf Kinder aus dem Eije ern. Zwei ertranken.
* Dessau, 7. Dez. Als gestern nachmittag gegen Schluß der Vorstellung die Veji^erm einer suh hier aufhaltenden Menagerie, Th. Fifchec-T-nedluibuig zur Vorführung von Löwen sich in den Vmoeuws.g ,. urz11 sich ein Löwe aus die Bändigerin und schlug dieselbe mit einem Prankenyieo zu ^owen, sooap das Gehuli freigettgr wurde. Sie war sofort tot. Die andern drei Löwen tonnten nur durch die Ve,onnenhett enug<-r Männee durch Diseuflangen voii dem Opser getrennt werden.
* Görlitz, 7. Dez. Hiesigen Blattern zu.oige ist der Zugführer Gufiav Finke wegen Diebstahls von Eis en d a h u g ü t er n verhaftet worden. Bei der Haussuchung wurden zahlreiche gestohlene Gegenstände gefunden.
* Stettin, 7. Tez. In dem Vororte Bredow wurden die Eheleute diatziu üi ihrer Wohnung, als Le ichen ausgesunden. Ter ^od des Ehepaares wurde durch aus- stromende Kohlengase herbeigeführt.
* Wyk au> Föhr, 7. Dez. Der bei Amrum gestrandete Hamburger K o h l e n d a m p f e r „Elbe" ist heute mitten durch gebrochen, das Schiss gilt als voll,madig verloren. «.eben BergungSdump,er befanden sich in der Strandmigspelle. Die Ursache oer Straiidung i,t aus eine Verwechselung der Am immer Leuchtfeuer mit denen der „Elbe" zurauzusuhren. Die Besatzung reifte heute nach Hamburg ab.
* München, 7. Tez. Der Eisenbahnverkehr über den Brenner ist w-gen der L a w i n e n v e r s ch ü 11 - ung zwischen Steinach und der Station Brenner auch
WlRßEiW
Kupferberg
WMRWM .Grosses il''j strirres
heute noch gestört. Man hofft jedorb, daß vielleicht um Mitternacht die Strecke wieder frei wird.
* Madrid, 7. Dez. In ganz Spanien herrscht ein entsetzlicher S tu r in. Alle Veibttdungen sind unterbrochen. Ter angerichtete Sckfaden ist bedeutend.
* Madrid, 7. Tez. Aus Oviedo wird telegraphiert: Fn der Grube Marianne wurden durch schlagende Wetter 7 Bergleute ge tötet und 3 schwer verletzt.
* Rom, 7. Dez. Aus Belluno wird gemeldet, daß in der ganzen Gegend seit 48 Stunden cl). nee und Regen jallen und die Flüsse steigen. Die telegraphischen Verbindungen erleiden Unterbrechung und die Ensenbahnzuge treffen mit Verspätungen ein. 3» Sardinien über- s ch w e m m t e der Fluß Tirfo das Land, jooaß die Landarbeiten eingestellt werden mußten. 311 Terralba stürzte ein Haus ein, wodurch zrvei ftuioer unuainen. In chtrago und Gradiska sind gleichfalls Ueberjchweminnngen eilige» treten. Ein Teil der über die Cosa führenden Brücke wurde zerstört. Nach Meldungen aus Prato wurde die Umgegend auf eine Streue von etwa 3u Stilb nie ter in einen See verwandelt. Die Lebensmitiel musjen den Bewohnern durch Barken herbeigebracht werden.
rtsarc gag.;' CaT H
Wcryuachloptamie für unfere Ävvuneule».
Atalhilde Ehrhardt
Großes illustriertes Kochbuch
für den einfnchett, bürgerlichen und fnneten H.jch
Neue verbesserte und vermehrte Auflage (70. bis 90. Tausend) durchgesehen von A. Ntathis, Präsident des Znternauonalen Verbandes der Fläche m Frantsurt a. Mam. <84 Seiten, (Lexilon-Format) in elegantem und solidem Ganzleinen-Prachlband nut vielen farbigen Zlunslbellagen und Testbildern, zusammen über 1000 ZUufiralionen.
In noch nicht zwei Iahien etwa 70 000 Exemplare abgejegt. ^luf den bedeutendsten Jach- auSüeUungen -in Berlin, Paris, Wien, Brüssel, Frankfurt a. SJJL, Hamburg, Straßburg 2C. wurde dieses Werk nut goldenen Medaillen rc. prämiiert. Hunderte von Giilachien aus ersten Fachkreisen, welche seine Vorzüglich-
lichkeit und praktische Verwendbarkeit begeistert rühmen, beweisen, daß dieses Werk unstreitig das befle und praktischste Koch brich der Neuzeit ist. Es umfaßt das ganze Wesen der modernen Küche und des Hautzhalies, sowohl für den kleinsten wie auch für den auf viele Gaste berechneten größeren Haussiand. Es enthält über 2000 erprobte und bewährte Ltezepte nebst vielen Originalrezepten der süddeiilschen, norddeutschen, rheinischen, Ihürmger, ham- biirger, wiener, französischen und englischen Küche, der Faften- und Krankenkost. Ferner enthält es wertvolle Winke für praktische Hausfrauen, welche für jeden geordneten Hausstand unentbehrlich sind, insbesondere betrefjend des vorteilhaften Einkochens, Einmachens der Früchte und Gemüse, der Behandlung und Aiijbewahrung der Vorräte in Speisekammer, Küche und Kelter, der Steinigung der Koch- und Tischgeräte, der Küchen- und Tischwäsche. — Durch günstigen Abschluß sind wir in der Lage, dieses Prachtiverk an unsere Abonnenten ztim Vorzugspreise von 3 Ntk. ab geben zu können. Frei ins Haus gebracht durch unsere Zeitungsträger und Zweigstellen Nck. 3,10, frei durch die Post Ntk. 3.40 gegen Vorausbezahlung. Ein Exemplar des Werkes liegt zur Einsicht in unserer Gefchäftsstelle auf.
Verlag des Gietzeners Anzeigers.
* Wien, 7. Tez. Tie o-on der „Frkf. Ztg." über ben Fürsten Wind tschgrätz und dessen Gemahlin, Erzherzogin Elisabeth, bcrbrciieren Gerüchite werden von zuständiger Seite als völlig erfunden bezeichnet. Zwijchen dem Fürstenpaare herrsast eilt ungetrübtes Einvernehmen. Tie Fürstin fiild in nächster Zeit einem freudigen Ereignis entgegen.
* Belgrad, 7. Tez. Bei der hiesigen Genossenschaftsbank sind bedeutende U nt e r s ch l a g u n g e n entdeckt worden. Ter Chef der Versicherungsabteilung, Babie, soll viele Tausende defraudiert h-aben.
*Abbazia,7. Tez. Ter gestrige außerordentlich starke Siro t ko trat mit solcher Gewalt auf, daß die Mole viele Senkungen und Sprunge aufweist. Der Regen hält noch immer an.
* Humor im Ehestande. In letzter Woche konnte mein im „Landauer Anz." folgendes Inserat lesen: „D<l ich meine gewesene Frau W. H. von Winden wegen Eifersucht von mir entfernt hat, leiste ich teilte Zahlung für dieselbe. Freaenfeld, den 26. Nov. 1903. M. Z." Tie „gewesene" Frau fajeint aber bei ihrer Rückmnst ihrem r>.yegatten gunz geporig den Srandpuntt klar geinacht^zu haben, denn heule lesen wir in deinfeloen Blutte: „Die Beleidigung gugcii meine Frau nehme ich reumütig zurück, Freckenfeld, den 2. Dezember 1903. M. Z."
bkuriiMmu.
R.-B. Darmstadt, 7.Tez. Tie letzte Schwurgerichtsperiode dieses Fahres ivurbe heule durch Landgerichtsrat Ho mann mit zwei Anllagen wegen S 11 t l i ch k e i t s v e r b r e ch e n s eröffnet Die eine richiete sich gegen den 'Maurer Zatob Egli in Warien- aejäß, die anoeie gegen den Taglöhirer Fakob Ta um m Reu- Fjenburg. Tie Vertzandlung iand natürlich unter Ausschliiß der Oesfemlichkeil statt. Beide Angeklagte ivurden von den Geschworenen sür fchnldig erachtet uitö zu zivei Fahren, bezw. anderthalb Fahren Gefängnis verurteilt. ,
ff 'Marburg, 7. Tez. Tas Lchwurgericht, welches heute seinen Aniang nahm, vertzandelie zunächft gegen den schon vreliach vorbesiranen 32 Fatzre aiten Tieiistknecht Auguft Fritz aus Schwedt a. d. Oder, der m der Stacht vom 24. zum 2ö. Leptember ds. Fs. die GebanUch.eilen seines Herrn, des Landwirts Sialb in Borken, aiizündete nnd dadurch ein Großieuer veriiriachte, bet dem oas ga.ize Eetzoit und noch drei ^tachbargebäude etiigeafchert ivurden. Wie ans der Beryandlung hervorgmg, bandelte es sich um einen Racheatt, denn Fritz baue stch -wet Tage vorher mit ,einem perin gezankt. Tas Uvielt lautet aui ö Fabre Zuchthaus. — Ter wegen Notzucht angellagte Tienftlnecht F. Schneider aus Lüuclmig erzielte Freiiprechnng.
— Herausforderung seines Vorgesetzten zum Duell. Aus Dresden wird berichtet: Gegen das Urteil der Tisziplmartammer zu Tresden, die als erste Fnstanz aut Antrag des Köntgl. Fmauzmimsteriums gegen den O b e rt or fie r 'Müller aui Dienfienilasfung wegen Verletzung der Beanuendisziplm er- lamue, west er feinen Vorgesetzten, den £ b er i o v U mei |ie u iU e 11 e diirch den Forslasfeffor Zurner zum Zweikampie Halle heraussordern laßen, bai der verurteilte Lberwrster V e r ut n ng aiigemeldel. Tie Lache lammt mmmcbr im nachfien Fabre vor der zwenen Fnslanz, dem Tlszipluiargof, oem als Voifitzeuder pr. Oberlandesgenchts- prafident Lognitzer vorfieben wird, ziir nochmaligen Verbaiidliing.
^Iliivnlilüts-Uachrichten.
Münster i. W., 7. Tez. Ttu ö\ompoiu|i und Pianist Professor Tr. Fiüius Otto Grimm ift un Aller von 76 Fahren g e- Horben. iGrinun, ein außerordentlich liebenswürdiger Herr, der m fbtünster höchste Achtung genoß, ein geborener Baste, ivar Twigent des 'Mufilvereins und des Akademischen Gesangvereins in Ntünfier. Er bat eine größere Anzahl Smiom'en, <^uiteu in Kaiioniorm iür Streichorchester, soivie Klavierftüüe und Lieder komponiert und das muslkalijche Leben der weslfälljchen Hauptstadt wejenltich gefördert. T. Red.) e ,
Stiel, 7. Tez. Der fielet Ztg/ zufolge ist der ordentliche Proiesior der Archäologie an dec biefigen Universität, 'Mitchhöier, gefior beu. ,
2üetterbericht vom 7. Dezember.
Ein neues kralliges Tief ist nördlich Frlaiid erschienen und dürfte lvobl oftivarts Vordringen. Ein flaches Hoch bedeckt den Osten Europas. Tas Weiter ift trüb, ohne nennenswerte Niederschlage. Heule, Atonlag, herrschte früh morgens ganz leichter Frost. Für Dienstag und Atituvoch: Ateifl trüb, mildes (Tauwetterj, windig bis starlivindig, Regeniälle.
Wetierdtenft zu Gießen: A. Peppler.
« Kupferberg Gold zeichnet sich durch erstklassige Qualität, vorzüglichen Selchrnack, durch seine leichte Hrt und grosse Bekömmlichkeit auct und gilt deshalb unter Kennern ohne weiteres cis der beste deutsche Sekt
Der Ulli)
meisten aufsuttt. Da fre mit bez^lio^rs juMner Gesii.is-Prv- filicrung in Das Mauerwerl eintrut uud einem Schleier gleich em NtaßwerL-Voegelege erhalten hat. Das in zierlichstem Wuch,e so recht Die Hrch-e uud Schönheit jpäigvti-
mu,,en Daher vom Altäre leicht erreichbar (tun.
Niit Wvhlgvfallen unD Staunen nunmt das Auge den ^esamt-Jnnerruum wahr, bei, in (einer einfachen Guße die edle Linienführung aui Das vdrreii.haft.este archeoi uno in dem sich eine entfchreDen tiare AzUlensmeiltultg mit wirklicher Schönheit paart. Da Die Gewutbe noch fehlen, schweift der Duck ungehindert bis zu Dem 2/ Meter über Dem FußbvDen UcgciLDcn Dach.grat uno gewahrt, da Die Dachluten verschlafjen jiuo, un Tümmerlichte ein 5)eer von Dachsparrrii, welche von Den gropm, in gleichmäßigen Ab^atiden wirienoon TachbinDeiir m Ordnung und Zucht gehalten werden. Nur ui Der Mitte des Kreuzscyasses erhebt fich im Dachfruyle em Gewtrc uno Greben Der Hon* struttioushölzer nach oben, uuD diese haben es fertig gebracht, sich hoch über dem Dache in die Form eines Dau.>- reiters zu einigen. Hier liegt Die gcogte Lofung dec Hon* ftruUibnen unu ,ichec hatte oec Staickec, der für ule starken Fundamente der Vicrungspfeiler fotgre, ebenjo Recht, wie Der Aep he liker, der für die pajfenoe K'rwiiung feines Wertes bedacht war.
Zum 'Schlüsse sei es gestaltet, die Perspektive der noch kommeyderi KirchLubauteu zu (tret,en. Es gibt kaum eine Gelrnudeart, bei Der jo leicht streng fthliptsche Behandlung erreichbar ist, wie bei Kitchenbauten. Es kann somit nicht nur für die duktile Gemeilioe, fonoeru auch für Die lebenden und kommenden Generationen etwas Gutes gestiftet
schor zmufl erkennen lapü Tiefe stredonzeti Dienen bei Messe zur Abstellung Der Weill- uno Wa;,ergefatze
werden, wenn man in solchen Fallen, wie ec in Giepen liegt, aus größerer Eindringung mittclalterlicher Kunsl> richlungeu Dedacht nimmt Insbesondere wäre es wünschenswert, Ku.nft,timmungen wie „Romanisch" und „Fruh- gvtijch" bei neuen größeren Bauten zu schaffen, um ;v dem allgemeinen Geschmaa einen erzieherischen Halt zu bieten.
Anse-e Dichter an der Krötit.
Tas „T-ert. Tagebi." hat an eilte vreihe bekannter Autoren die Bitte achü.ytct, einiges von ihr en liter arif ch e n Dianen zu erzählen. Wilhelm Raabe, der verehrte Zweiund, lavziger, der liebe Meister deutscher Erzahlungv- lnnst, schreibt: Allershausen, im Jahre 18W begonnen, ist auch heute noch Fragment. Es i,£ besser, daß die Leute sagen: „Sckjode, daß er aujgehöft hat, zu sch rettens als: , via, endlich konnte er doch aushöien!" — Akit einem Roman (aus dem Hamburger Leben) ift Otto Ernfi befchafligt, er hofft, das Bach zu Ostern herauSzubringeu. Außerdem haben wir vvn dem E-chövfer des: Flachsmann als Erzieher ein zeit-.atirifches Lustspiel zu euiuaricn, wenn nicht in dieser, so doch m dec nachfien Spielzeit. Zu diesen dichterischen Arbeiten wird sich vielleicht noch eine dritte ge,eilen, ein Büchlein Uber tue Gtuubzuge der modernen Kritik. Richard Tehmel jchceibt: „Ich will im nächsten Jahr zwei Kinder- bücher hecausgeben, ein Sammelbuch: Ter^ Buntfcheck und eine größere Dichtung von nur allein: Der kleine Held. Im Übrigen bin ich auf längere Zeit hinaus mit einer Gesamtausgabe meiner bishertgen Schriften (in 10 Bänden^ be.üMi|-igi, icrnn also vorläufig nichts anderes vornehmen."
Orro ^ulius Bier bäum jchretbt au der Tichtimg zu einer heueren Opec, ote 5.'ans bttchard WUnhöpper tompo- | niert und die den Titel: Der Mujenrrieg fuhren wird.
Außerdem Plaut er eine weitere Dichtung für wtUjtt mit dem Titel: Pan und Baldur. Auch von zwei rein dramatischen Plänen spricht dec glückliche Dichter von e-tclia unö Antonie. Er beult an ein Schau;piek Paracelsus und arbeitet an einer Einakterreihe Studenten, in der auch die Gestalt des Stilpe von neuem aus raucht. Ein Roman: Ter geblümte Schlafrock, wird im uächsien Jahre zu Ende geführt.
— Kun st wart. 5)alb monatsschau über Dichtung, Theater, Atufik, bildende uno angewauote Künste. Herausgeber: Ferdinand Avenarius. — Dcc Kun, uvc.it i,c wohl nicht nur das verbceiietfle Deutsche Blatt |einer Art, fou- oern überhaupt die oerbreitet|ie aller dcuifchen Revueen, Tas ist das fchbue Dabei: ec ist es gewac^en, obgleich er kein „leichtes" Blatt ift Es mutz dock) noch viel freudiger Ernst bei uns deutschen sein, vt^l <^^t)/tu»c i<i-er leeres Spielen hinaus nach Cinuiii Austausch vo.i T...s.c.F.en! Der Kunstwart ist als ein ernstscohec Hausfreund zu den Gebildeten gekommen, um ihnen und Den ihr.gen Erhebung unD Freude ins Heim zu bringen, inoem ec sie Wittlich beteiligte am Wollen uno am ^cha,fen Der deurfchen Kunst. Gleichviel, ob sich das mit Wort odcc Ton betätigte over nut Tuue, Form und Farbe. Er wnstle aber: das Reden Darüber tut s nickst allein. Deshalb zeigte er auch, w-S gutes er zechen tonnte. Schöpftingen der besten deutschen dichter, Tonjetzer und bilbeuoen Künsiler durfte er Den Lesern nut seinen Losen Blattern, je inen Bridern und jeinen Noten aus den Tijch legen, und Daneben solche, die irgend eine Erscheinung un Kunst leben erläuterten oder kennzeichneten, oo uiuujie cr's, und jo macht er s noch. Ein Kunstwact-Baud i stfür alle Freunde des Schönen das beste Weihnachtsgejchenk,


