Dienstag 7. April 1903
158* Jahrgang
Drittes Blatt.
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Bed. Himmel
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Höchste Temperatur am 5.-6. April 4-
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Gegen Schnupfen: Korman-Aether-Watte (Dose 30 Pfg.).
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T*m <L tetzen« Anzeig« werden im Wechsel mit dein hessischeo taeAeth btt »Itiaur SaeUit«. Mittet viermal tu Der
Woche beigelegt
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Meteorologische Beobachtungen
der Station Gießen.
N.
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April 1903.
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drüben zu unserer Linien zerchuen sich die Hohen des VogelS- Horizont ab. Unmittelbar Ünlü neben uni
berges am Horizont ab. Unmittelbar ums neven un» treibt die Ufa ihre klaren Wellen im steinigen Bachbett. Leiber werden diese Wellen immer trüber, je mehr sich Die Gesichter dec Nauheimer in der Hochsaison er* hellen. Tai geht mit etwas Chemie und viel Natürkich- keu zu. Tarüber bellageu juh nun luieder die Friedberger Mr nähern uns der Burg und Stobt Friedberg Noch lieht die Burg drohend genug von der Höhe herab. Der gewaltige Lunn, bestimmt, die Umwallung an dieser Seite zu slankie- ren, zeigt Scharten für Geschähe, Die langst zurückgezogen: und aü Schaustücke in Zeughäusern ruhen, giorreicher Zellen gedenkend. Aus der nuijerftraße herrscht reges Leben, vom Lande herein strömen die Scharen von Dlenjchen, um die Stabt zu jebvii und die Laben auszusuchen. Au» den Mauern ziehen die Städter, um in Klar und Wald das Blühen und Wirken des Frühlings zu berounbem. So sind die Menschen, Wechsel in das Gewohnte bringen ist Wunsch und 'Neigung, wohin man sieht.
Borlausig meiden wir noch das Hotel Trapp, bieaen um die Ecke und suchen das Hotel zu den drei Schwaben auf. Und seht muß ich, falls eine freundliche Leserin mir bisher gefolgt fein sollte, sie in ihrem Interesse bitten^ sich von mir zu trennen. Im nächsten Augenblick scheibe Ich vom hellen Sonnenlicht und von Frühlingsluft und überschreite dte Sck-welle eines nur mäßig hellen Saale-, wo schon über den Lüpfen der Versammellen lange Schwaben von Labaksdamps ziehen, wo — |a rümpfe nur das Näschen, das sieht u-nter Umständen allerliebst ans — Bier und Wein getrunken wird unb Gebauten auögetauscht werden, denen poetischer Anhauch fern ist:
Die Hauptversammlung des lanb toirt* schaf tlichen Bez ir ksvereins ist eröffnet. Die Tagesorbnuna erledigt sich unter gewandter Leitung mit Den notwendigen Auseinander!ehungen glatt. Es werden eine Reihe von Wahlen vorgenommen Der Leiber erkrankte 1. Vorsitzende Lreisrat Fey wlld durch Zuruf wieberge- wähll und seiner Verdienste um die gute Sache gebührend gedacht. Der 2. Vorsitzende Reitz hat wegen hohen Aller- jein Amt niebergelegt, für chn, der zum stimmberechtigten Ehrenmitglied ernannt wird, tritt der Bürgermeister von Niederflorstadt in die Bresche. Direktor Dr. v. Peter, der langjährige Schriftführer des Vereins, wird unter an- erkennenden Worten gleichfalls wiebergewählt. Die Tagesordnung ist erledigt. Beim Glase Wein unterhalten wir uns! sehr angenehm bis zum Abgang des Abendzuges, der uns nach Gießen zurückführt in dem Bewußtsein, daß tvir heute Das 'Nützliche mit dem Angenehmen verbinden konnten.
Doch ein Aries Aismarcks an seine Kattin ans dem Feldzug 1870/7L.
Die „Gartenlaube" setzt chre «eröffeillllchung einer Auswahl aus den wieder aufgefundenen Briefen Bismarcks in ihrer neuesten Nummer fort Durch Entgegenkommen der Vcrlagshanblung sind wir in der Lage, unseren Lesern wlaenden Brief mitzuteilen: „
1' Pout-Eousson, 17. Ang.
Mein Liebling!
Die Hauptsache telegraphierte ich Dir.Wll J"™«1 heut früh 3 Uhr allarmiert, fuhren und «W
dort hörte ich zufällig, erzählen, daß 1 G^rag. mel Verlust, ritt 2 Mellen querfelb unter meiern tyragen unb wenig Gefahr, fand Herbert mll 250 Berwunbeten m einem Packthoft, Bill zum Besuche bei ihm unter dem Vorwande, sich ein ander Pferd zu requirieren; er fanb wirklich eine magere Mähre. Herbert sah ans wie.soust, nur 2 Löcher in 5er linken Lende, Aus- und Lin schütz gut verbunden. Ich bestellte meinen Wagen hm, blieb tuet Stunden, um den zu erwarten, unb ate «tam, f«ib sich, daß chn das Sitzen schmerzte und btt Hitze &u groß. Ich ließ ihm den Kan zleidi en er Krn ger, «eqmsittte emn Sieaemaaen in dem er heut hier bei kühler Nacht an- bS Er hatte noch zwei. «°ib«M^L einer an meiner schwarzen Holzuhr unter Zertrümmerung derselben abaealitten. Ich nahm sie mit unb ließ chm meine in St Avolb gekaufte 10 Franken-Uhr dasur. Tue uX, Dir mit, und laufe hier wieder eine
n^^üJ^fcrb^wuric l-ei »er «bade W
er koviüber aina, unb erst tot gesagt wurde. Er ijt aber Mdu^bLuirifc;al) sehr ichmimz au3. jur gerben i)t nun bä Äug hicmit »ortet, und er, wenn (Sott lein üngluck ichickt, in Deckung gegen Wntres, denn einige ZE» wbd er Loch daran Hellen. Ich null chn gleich
Mit Eisenbahn nach Deutschland schicken. Wie wäre es, wenn Du chn in Nauheim pflegtest? Wenn er nicht das Kreuz bekommt, so will ich nie wieder Orden tragen. Weödehlen, Westarp, Reust, Kleist, sind geblieben, Auers- walb durch den Unterleib geschoflen, schwer; er lag dort auch Die 3 Schwadronen, die attackierten, verloren zwölf Offiziere, Leute noch ungezählt. Zeder ein Held! Tie 3. Husaren, 13. und 16. Ulanen unb meine armen gelben Kürassiere haben bei den unsinnigen unb unmög- litben Kavallerie-Attacken, die Voigts-Rheetz befohlen, ein Drillet chrer Leute unb alle mehr als die Hälfte der Offiziere verloren. Ick will nach (Bottes gnäbi- aa Erhaltung unsre Beiden nicht bitter fein, aber die Führung ber L unb 2. Armee ist ungeschickt im Mißbrauch der todesmutigen Tapferkeit unsrer Leute, nur Faust, ohne Kopf, und doch siegen mir. Wir haben aber soviel, Offiziere namentlich, wie wir verlieren, nicht übrig, wenn wir noch nach Paris wollen. Es ist Verschwendung der besten Soldaten Europa- Mollke ist gut, aber Steinmetz kein Feldherr. Wir schlugen gestern gegen mehr als doppelte llebermacht, gegen beffre Stellung, bessre Gewehre und topfte Feinde, und siegten doch Leb wohl, mein geüebetd Herz, umarme Marie, und fürchte nichts. Tein ®-
Revolver gut, Pferde gesund, aber raube, todmüde, von 3 his 8 Ab. zu Pferde.
Zn einem weiteren Briefe aus Glennon! vorn 28. Äug. schildert Bismarck die beschränkten Raumverhältnisse, mit Denen er unb sein Bureau, sowie der Generalstab sich dort behelfen mußten. Bismarck schreibt: „Sehr nett ist es hier nicht, mit dem einzigen Binsenstuhl, Generalstab mit Nachtdienst unter mir, Bureau mit dito über mir, 20 Leute, Die in dem dünnen, schallenden Hause wohnen, fünf schreiende Kinder neben mir, unb nicht einmal ein--
____; man muß sicy daran gewöhnen, angesichts des Publikums schamlos zu verfahren, wie es eben geht.
$ in Sovotagllachmlttag in der Wettern».
Gießen, 29. März 1903.
» ist doch rin prächtiger Zug, der mittags 12.03 llhr Misere Station Gießen verläßt unb uns gen Frankfurt fahrt. Die Wagen schütteln nicht und Boßen nicht, sie gleiten Ärmlich auf den Schienen, und pfeilgeschwind fährt uns die Maschine an all den Aepfelbäumen vorbei, an denen der Bummelzug zu halten genötigt ist-
lins« vorläufiges Reiseziel istNauheim Mr steigen aus, noch ist kein Gedränge auf dem Bahnsteig, reich gallo- nier te Bedienstete der großen Hotels stehen mü den Händen in den Tasck-en gelangweilt da herum, noch ist chre goldene jeit nicht gekommen, ab« sie steht vor der Tür. Wir haben jeit unb benutzen sie zunächst, den Nauheimer Park anzu- sehen, lieb« den Laumgruppen liegt ein grün« Schimmer, in günstig gelegenen Gürten blühen Pflaumen bäume und anderes Steinobst. Menschenleer sind die Wege, hier und da wird noch daran gebessert. In der Umgebung der 53abo häuf« sind Gräben aufgeworfen, Rohrleitungen bloßgelegt. Der Verkehr noch gestört. Die einheimischen unb die Wandervogel sind jetzt fast noch die einzigen bemerkbaren Lebe- ivesen, die den ausgedehnten Par! bevölkern. Da balgt sich vor uns ein ganz« Knäuel Sperlinge im Staube des Weges, deullich an ihrem lebhaft gefärbten Gefieder als Sperrlings Männchen zu «kennen. Es handelt sich offenbar um eine Auseinandersetzung, um eine Sperllngs- iungfrau. Die Gesellschaft hat sich förmlich ineinander verbissen. Fed«cheu fliegen. Staub wirbelt auf, eS ist ein Schreien unb Toben wie in einem Reichstage. _ Da, unmittelbar vor unseren Füßen löst sich der Knäuel, die Streitenden fliegen nach allen Richtungen auseinander, bevölkern die nächsten Saume und schimpfen von dort noch eine Welle fort, jeder will das letzte Wort behalten. Viel verständig« benimmt sich ein Buchfinkenpaar. Er, wiederum leicht «tennbar an feinem buntfarbig heraus geputzt en Gefieder, das ber Bogelkundige treffend das Hochzeitslleib nannte, hüpft gravitätisch auf dem Wege herum, jeder Zentimeter an ihm ein Mann, d« viel auf sich hält. Sie, das Weibchen, trägt ein unscheinbares Gewand, verwaschen und b«tragen, ihm ist es genug, ein so stolzes Ehegemahl zu haben. Zn ber Vogelwelt scheint die Klage deS weiblichen Geschlechts beim Wechsel ber Jahreszeiten unbekannt zu fein: „ich habe nichts anzuziehen". — Da vor uns geht nuna ber auch ein Mensch-npärcheu, ttll die» sind offenbar noch „die Tage der Bosen". AuS manchen besonderen Eigen- tümlicMeden «kenne ich, daß es ein Liebespärchen ijt Unb Da fällt mir der Unterschied auf: In der vogelwett trägt er" das buntfarbige Hochzeitskleid, beim Menschen-Ge- schlechte schmückt „fie" sich in den leuchtendsten Farben des Frühlings, während er das-unscheinbare, nicht leuchtende Gewand trägt — Eine Wegebiegung läßt das Paar unfern Augen nahezu entschwinden. Es hätt sich durch das junge Grün des Buschwerks genügend gedeckt und tauscht feurige, vielleicht lange entbehrte Küsse aus. Diskret biegen wir in einen Nebemveg ein unb der führt uns gerade auf den Sprudel Nauheims. Ja diese Sprudel, cm Tage spricht Der Nauheimer davon, in der Nacht träumt ex davon, unb wenn ber Traum furchtbar war, bann hallen die Wassergeist« die Sprudel für immer hin abgezogen, tief in den ^chost bet Mutter Erde, der sie geboren Halle. — Es finb drei Sprudel da, auch an ihnen wird noch gearbeitet, die Zugänge sind gezerrt Nach mein« Schätzung springen alle Drei Sprudel gleich hoch das perlende Nah hat tue gleiche weißliche Färbung. Noch steht der jüngste Sprubri mit seinem Rohr, das chn aufwärts weift, nackt da. Er soll wie seine all«en Brüder auch etn Kleid «Hallern das ihn umschließt mit Stein gruppen unb grünenden unb blühenden
und die Schildwachen zu bewegen, daß sie wenigstens nicht mll vräsenti«tem Gewehr dabei stehn. Verzeih dieses Detail, ab« es ist mir die unangenehmste ber krieg«- ischen Entbehrungen."
Aus Darmstadt schreibt man uns: Unabhängig von d« Künftl«kolonie hat sich zu Anfang dieses Jahres eine neue Lünstlergruppe in Darmstadt gebildet, die den Tllel „Vereinte Kunstgewerbler" führt unb sich ganz dem ftunftgetoerbe widmet. Nach den bis jetzt ausgeführten Slrbeüeii zu schließen, hat man es chll versprechenden Künstlern zu tun, von denen das heflische Äunftgetüerbe jedenfalls noch viel Bortell ycben wird. Die Gruppe setzt sich zusammen aus dem Mal« Hans Günth« Re in ft ein, dem Architekten Alfted Koch und dem Mldhau« h. K. Meyer. Auf ber Surin« Ausstellung waren die Künstler einzeln mll sehr guten Arbeiten vertreten. In Darmstadt bestehen jetzt 3 bedeutende Kunst- l«gruppen, die vollsiändig unabhängig von einander sind, nämlich „Tie Künstler-Kolonie", „Tie freie Vereinigung Tarmstädt« Künstler" und die eben genannten „Vereinten Kunstgewerbleri, außerdem sind noch eine ganze Anzahl Künstler mit Einzelateliers vertreten.
Aus Berlin schreibt man uns: Welche Aufmerksam* leit man im preußischen Kultusministerium dem modernen Kunstgewerbe widmet, ersieht man aus d« Berufung des bei der Botschaft in London tätig gewesenen Baurats M n* thesius nach Berlin als Aotrilungsdirektor im Mi- nifttrium. Tic Berufung des Professors Behrens von T arm stabt nach Tüfftldors soll auf dessen Veranlassung geschehen sein. Tie vorzüglichen Erfolge, die Professor Behrens in Nürnberg mit seinen Meisierkursen erzielt hat, werden das Hessen land den B«lust dieses Künstlers noch lange bedauern lassen.
MetzenerAnzeiger
General-Anzeiger v
Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen
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Gewächsen. Wann'» morgen noch nicht fertig ist, wird S ab« üb«morgeu ganz gewiß fertig!
Die Nauheim« Sprudel stehen im innigsten Zusammenhänge mll dem Prozeß, den das Ko h l e n s ä u r e we r k dicht bei Nauheim durchführen muß» um feinen Betrieb vergrößern zu können. Tie» Kohlensäurewerk pumptKvhlen- äure in Gasform aus der Erde unb verarbeitet dieselbe zu echnischen Zwecken. DaS Geschäft geht offenbar gut, denn Das Werk will feinen Betrieb wesentlich vergrößern. ES will noch piel mehr Kohlensäure aus der Erde pumpen, als bish«. Nun sind aber cipe fürsorgliche Regierung unb nidyt zuletzt die Nauheim« d« Ansicht, durch das verstärkte Anpumpen der Muller Erde um Kohlensäure könnte Den Sprudeln der Lcbensobem entzogen werben. Sie protestieren gegen die in Aussicht stehenden Maßnahmen. Nun entstand die Streitfrage, ist das Kohlensäurewerk eine chemische Fabrik? Dann bedarf es zur Vergrößerung einer Konzession, die chm leicht vorenthallen werden kann. Ter Provinzialausschuß für Ober Hessen ersucht Sachverständige, hochgelehrte Leute, um ein Gutachten über die Frage. Ti« Gutachten wid«sprLchen sich, Tas eine Gutachten belegt mll guten Gründen, das Kohlensäurewerk ist eine chemische Fabrik, das andere Gutachten sagt, auch mit unten Gründen, Das Pumpen unb weitere Verarbeiten d« Kohlensäure als Kohlensäure hat mll der Frau Wissenschaft Ehcmie nichts zu tun. DaS Werk ist also keine chemische Fabrik, es ft eilt 1a au» der Kohlensäure leine neuen chemischen Verbindungen ber.
Zch hätte, ohne daß mir widersprochen werden komlle, bewiesen, daß ganz Nauheim und damit das Kohlensäure- w«k eine chemische Fabrik ist. Und das geht so zu: Nauheim bildet, wenn die Saison beginnt, em großes Filler, in dem aus all« Herren Land« LNenschen sich sammeln, die wenig chemische ob« sonstige Verwandtschaft mll einander haben. Sie mischen sich ganz von selbst in einem für Nau- hcrrn glücklichen V«hältnis. Ist der eine arm an gewissen chemischen Öementen, so sind andere um so reüher daran. DaS Filtrat rinnt in eine LerdampfungSschale, die in ein Sand bad gesetzt wird, das die Nauheimer gut zu heilen verstehen. Am Schluß d« Saison ist auch der letzte Rest des Filtrates «rdampft in alle Windrichtungen. Die Nauheim« beugen sich neugierig über die Verdampfungsschale unb entdecken als Rückstand zu ihr« Freude pures Gold, mll dem sie eine günstige Bilanz machen. Also, sonnen- Har, nicht allein das Lohlensäurewerk, nein, ganz Nauheim ist eine chemische Fabrik. ES wlld aus den alter» verschiedensten Stoffen ein neues Produkt, ja sogar das, was d« Ehemik« ein Element nennt, gewonen.
Wll haben nun von den Sprudeln unb dem Kohlensäurr- rvert genug. ES ist uns dabei «was ^plemperig" geworden unb wir denken daran, daß wir unserem Magen etwas schuldig finb. Der läßt nun einmal nickt von der allen Gewohnheit, zu mahnen, wenn « vorübergehend einmal vergess« nrirbT Wir kehren bei Langsdorf ein, und da finb sie ja schon, die «sten Kurgäste. Denn auch die ersten Schwalben keinen Sommer machen und die ersten Kurgäste in Nauheim noch keine Saison, so «regen die ersten zurück- kehrenden Wandervögel aller Art angenehme Hoffnungen, und die spiegeln sich in unserem Falle in den Gesichtern Der Langsdorfschen Lellnerschar wieder. Die jungen Kellner lachen, ber Herr Oberkellner lächelt nur disttet hinter der vorgehallenen Serviette.
Nach dem Kaffee wandern wll zu dreien well« den Fußweg eullang, ber Nauheim mit Friedberg verbindet unb der für so viele Menschenkinder im Hotel Trapp zu endigen pflegt. 3u unseren Rechtep dehnen sich ine Buchenwälder des Taunus, deren Kronen ein leuchtendes Braun angenommen haben: die Biattknospen schwellen. Well
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