Ausgabe 
7.3.1903 Fünftes Blatt
 
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Samstag, 7. März 1903

153. Iahrg.

tr<Mn' »LgNch mit Ausnahme bef Sormtafl«.

Ti .Siehe ZamilienbläNer" werden dem

JL eigec v crma ivochenilich beigelegt. Ter hejßsche Landwti'- erscheint monatlich einmal.

Giehener Anzeiger

verantwortlich Kh bei afloewteei t* U ffitttle; tüi den Änirtflcnuti; t Bit

Äotaftontorud und Verla- der Brüht Ich» llnwersnärLdrudere, (Pieych Lrde»^

General-Anzeiger, Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gietzen.

Turrfi eine solche ZwangSkartellirung wird auch der Schutzzoll auf

ist dieser Reichstag am aller

Leidtragenden sein.

Nebrigens

daher, von allen Versuchen nach dieser Richtung abzusehen.

Durch die Herabsebung der ^"ckersteu-'r von PO mir 14 Mk irofl

man gerade den .Konsum heben.

wieder durch künstlich koch gehaltene Trr

Mittel gewinnen will, um entweder ?^usfut".vrämien ?:t verthcil-n,

oder dem Auslande billige Preise stelle:- ?n können

man auch dem Rübenban-r erst recht

Pr

Abg. Speck sCentr.i meinr. die ganze Entschädigungsfrage ge-

ineicr von einer Zuckerfabrik abliegr.

auf Deutschland übertragen, bedeutet also nichts weiter als das

Monopol der bestehenden und das Verbot neuer Fabriken.

Ob

Bedenken

der nächsten Woche zugehen.

rlcibcn die Landwirthc in Folge der Aufhebung der Prämien einen wesentlichen Ausfall. Es muß also etwas geschehen, um die deutsche ,

Etats Titel

Dann würde diktiren. und

Verbrauch des Inlands festzusehen, welcher den Zucker zu den Be- j dingungen des Steuergesehes beziehen darf. Jedes Pfund Zucker, 1

Abg. ©amb (Stp.) meint, c5 käme bei der Entschädigung des Saccharinfabrikanten nicht darauf an, waS die einzelnen Fabriken

.-oll von 4,PO Mark aufgehört zu existiren. Zudem würden bei einer Kontingentirung nur die großen Raffinerien den Rahm von der

ist das nach der Brüsseler Konvention nicht, das ist von der öfter = 1 reichischen Regierung bei der Begründung ihres Gesetzes klar nach

Zuckers, sei es in Form einer ErzeugungS- nb^r, wie in Oester­reich, einer Vcrbrauchskontingentirung vorzufchlaicn. Es wurde

die Landwirthe würden wirklich Grund -um Klagen Haber.. Hüten wir uns daher vor neuen Experimenten! Dir haben an den alten

Zuckerkonferenz hat vor wenigen Wochen zu einem Interviewer ge­äußert, er habe keinen Zweifel, daß daß österreichische System eine Prämiirung im Sinne der Konvention bedeute. Er sagte, die Sacke sei von prinzipieller Tragweite, da, wenn Oesterreich unbeanstandet io handeln dürfe, Deutschland wohl nackfolgen werde. Der Wort­laut bet Konvention lasse keinen Zweifel über bie Auffassung ber Connngentirung zu. Im Schoße ber ständigen Kommission in Brüssel werden zwei gewichtige Stimmen, Frankreich und England, das österreichische Kartell unter die Prämienbestimmungen ber Konvention bringen wollen. ES wäre aber sehr unvorsichtig von ber deutschen Regierung, wenn sie sich auf einen Boden begeben wollte, wo ihr das Feuer bereit» unter den Füßen brennt. Sie ist daher nicht in ber Lage, einen Vorschlag auf Kontin -

Sckatzsekretär Frhr. von Thielmann: Direkt farm ich auf die Eisenbahntarife nicht einwirken. Ich kann dem Vorredner aber mittheilen, daß im BundeSrath beschlossen worden ist, die Reso­lution deS ReickStagS auf Herabsetzung der Eisenbeckntarifc für Rohzucker, Melasse und Zuckerrüben dem Reichskanzler zu über, weisen. DaS Reichseisenbahnamt hat die Sache bereits der ständi­gen Tarifkommission überwiesen, und ich kann die Herren, die ein Interesse daran haben, nur bitten, bei den Eiscnbahnvertoaltungen vorstellig zu werden.

Mg. Dr. Pachnicke ffreif. V.s bekämpft gleichfalls das Shitem der Kontingentirung. Die Durchführung des Carmerschen Pro-

auf dem amerikanischen und englischen Markig verdrängen wirb Das Amerika betrifft, so wirb ber österreichische Zucker dort auf seine Herkunft sehr genau angesehen werben, und es ist mir sehr wahrscheinlich, daß bie amerikanischen Behörden in ber österreichi­schen Kontingentirung eine Prämie erblicken und den Zucker daher, wie sie dies bei !llußlcmd lhun, mit einem Zuschlags-oll b-legen werden. (Hört! hörtl) Ein englischer Vertreter auf der Brüsseler

wird wieher eine Inkongruenz geschaffen, die wir durchaus miß­billigen. 'Es giebt nur ein Gebiet, auf dem wir vorgehen können, wenn wir unserer Zuckerindustrie helfen wollen: bad ist das Gebiet her Eisenbahnfrachten. Auf diesem Gebiet scheint ber Staats­sekretär seinen Einfluß zu unterschätzen; er könnte da aber manches thun. Im Uebrigen wollen wir erst einmal die Wirkungen der

doch wahrlich genra. Nur eine ruhige, stetige Entwickelung und eine gesunde Preisbildung kann der Zucker-Industrie helfen.

Abg. Graf (fermer m-nnt, die Verhältnisse-ren iet-t anders, als im Juni 1902. möglicherweise würde setzt die Mehrheit des Reichstags für die Kontingentirung sein. Auch die Zucker-Indu­strie sei in ihrer Mehrheit dafür, von den beiden großen Syndi taten sei kein einziges Mitglied daaegen.

Abg. Dr. Hermes ffreif. Vp.1 frägt an, in welcher Weise die

lag, ober seit ibrer Annahme burch den Reichstag an sie heran- getreten ist. Ich kann mit kurzen Worten sagen, daß br>-§ Material den Regierungen gegenwärtig noch keinen Anlaß grbt, in Form einer Novelle dem Reichstage eine Kontingentirung beS

Ann foll eine neue Versteuerung bc3 Verbrauchs eintreten durch die Kontingentirung! DaS würbe auf jeden Fall ben Verbrauch wieber --um Sinken bringen Ick bin entschieden dagegen, daß man io auf Umwegen eine neue Belastung de» KonimnS herbeiführt.

..evrifi- daß auch in den erwähnten Bestimmungen lediglich der AnSfli.ß einer großen Nackgiebigkeii der Staatsgewalt gegenüber i'»,। ?.fnff-n.-rc" der römischen Hierarchie und der sie deckenden poli- tisch.'N r zanisation h b ntrnms rn erblicken sei. (Lacken im (fentiyir.?j Namentlich in letzter Zeit ist in Folge der unglücklichen

dats entspreche Begründet wird biefer Standpunkt damit, daß die Lehren der Kirche nur die Kirche selbst feststelle, unb daß das nickt Sacke des Staate» sei Em kleiner Theil deS Klerus mag wohl auch auf dem Standpunkte stehen, daß die staatlich angestellten Pro­fessoren moderne Freigeister seien, ober, daß der Srudent, wenn er die Universität beftiche, stch mehr als freier Bursche fühlen werde,

jektes würde eine Umgebung der Brüsseler Konvention sein Die österreichische Industrie wird keinen Voriheil von der Kontingen­tirung haben, das merkt sie jestt schon. Der Carmcrscke Vorschlag widerspricht auch der ganzen T-ndcnz der d-nstscken Gef-ngcb'.in.'

I Standpunkte muß doch

Es giebt eine aroße Zahl von Katholiken, die den Standpunkt vertreten, daß die bischöflichen S-minarien. wie sie augenblicklich in Metz und Straßburg belieben, bie einzigen -uverlässigen Anstalten für die Vorbildung des Klerus feien, und daß mich nur eine solche Vorbildung den Bestimmungen des Tridentinums und des Konkor-

, .. - .. em f,r - , des Auslandes geschützt war. Denn wenn man durch staatliche

lontingcnhrung nack osterretchi,chem Mirster empfohlen. Verhören b(,n Inlandspreis um 4,80 Mar? hebt, bat dock ber Schutz-

... 'S .<v tl \ j ei* Nm«- . ... ........

Abg. Sveck (CentrOe Ein großer Theil meiner Freunde bat der Zuckerionvention und der Zuckersteuer nur unter b'r Bedingung zu- < nrint, daß damit j-de Kartellimng unmöglich würde. Ei".e Kur , lingentirung des Grafen (Sarmer schließt aber gerade eine Zwnnas- karrellirung ein. Aus diesem Grunde erklären wir uns 'wikte

'r.-i'-iiebin?eir gegenüber Forderungen des Eentrums in einem roü/v ^h*i(e der Bevölkerung eine wahre, innere, stille Wuth eTtt'tanhen (Gelächter im Zentrum) und ein Zorn, daß man der- nrtige Ansprüche her römischen Hierarchie nicht zurückweist. Man ^'"f/irr? in Weir-N Kreisen in der Art des Zustandekommens der rrbü'.ifdien ,<af ät Straßburg eine weitere Etappe auf dem Leidenswege des Zurückweichens (Lachen im Eentrums der Staats­gewalt vor der römischen Hierarchie, und es ist unsere Vflickt. hier1- G.-danken bie- Ausdruck zu geben, weil ein Theil der Bevölkerung unter diesem Drucke wahrhaft seufzte. (Er­neutes Lacken im (SentrumJ Tie Bevölkerung ist auch ber Mei- nung, daß. wenn die Reicksregieruna und die preußische Regie­rung derar- zurückweicht vor der römischen Hierarchie, daß man sich dann nur nickt Wundern kann, wenn ein streitlustiger Domkapitular in öffentlicher Volksversammlung behauptet, ber Staat bringe der Bevölkerung eigentlich nur Steuerzettel und Kanonen, ober, wenn ein Bischof der Reckeruno offen den Fehdehandschuh in? Ge­st ckt wirft, indem er eine staatliche Mädchenscknw bohfottirt. (Sehr wabr! links: Unruhe im (Zentrum ) Ich erhoffe von dem Reicks­kanzler eine Erklärung, die ceeigne* ist, bie Beunruhigung in der Bevölkerung einigermaßen zu dämpfen. (Beifall links)

Elfästischer Gebeimratb Halle»: Als Vertreter ber elsaß-lotku ringiscken Regierung, die das Abkommen geschlossen Hai. habe ich

bas mehr in ben inlänbischen Zuckerkonsum übergeht, muß außer sich herausreckneten. sondern man mülle die gamen Verbältnille ber Steuer den Zoll tragen. ES scheint danach, als ob mOn in und auch den durck Gesehgebuna herborgerufenen Rückgang der Oesterreich-Ungarn daran verzweifelte, durch eine Gesetzgebung ben , Produktion berücksichtigen Dock bin ick auch dafür, daß nur mit Zuckerkonsum im Innern zu heben. Wir stehen genau auf dem ent , Wohlwollen und nickt mit Rücksichtslosigkeit voraeganaen wird. Zu gcgcngcsetzten Standpunkte. Wir hoffen, baß bie Herabsetzung brr' erwägen ist nock, ob man nickt bie einzige Fabrik veranlallen sollte, treuer von 20 auf 14 Mark geeignet sein wirb, im Verein mit den Händlern die Uebersckülle über 50 Gramm abzunehmen.

2^fenahmcn ben Zuckerkonsum bes Inlandes j Geheimrath Kühn erobert, daß die Regierung hierzu keinerlei

dv du diesen anderen Mabnahmen Möglichkeit habe. Die Händler seien ja keineswegs überrascht

T. Herabsetzung beS Thcezolls zu rechnen worden, sie hätten doch gewußt, was ihnen bevorstehe.

wodurch eine Vermehrung des Thee- unb bamtt auck^ bes, Zuckerverbrauchs herbeigeführt wird. Die

.. x, c jrv- 'o Konvention abwarten: vielleicht wird es uns nachher möglich fein,

von ver.ch,ebenen Setten, u. A. vom deutschen LanbwtrthschaftSrath bie Z^^rsteu-r von 1-1 ans 10 Mk. herabzusetzen.

imb vom öorftanbe bcs BeremS ber Zuckerindustnellen, von oen

Dec Titel ..Gebalt des Staatssekretärs" wirb hierauf be­willigt, ebenso eine Reihe weiterer Titel.

Beim KapitelAllgemeine Fonds" werden 400 000 Mk all Beitrag zur Deckung der laufenden Ausgaben der Universität Straßburg gefordert.

Abg. Dr Sattler (nat. üb.). Ich möchte die Aufmerksamkeit des Hauses auf die katholisch-theologische Fakultät der Universität Straßburg lenken unb dies um so mehr, als mir von elsässischen Abgeordneten gesagt, daß die Mittel zur Errichtung derselben vom clsaß lothringischen LandesmiSsckuß wahrscheinlich nicht werden bewilligt werden, daS Reick somit in die Lage kommen wird, als außerordentlicher Landesausschuß zu fungiren. (Heiterkeit.) Ich habe die Absicht, einige Fragen zu stellen, weiß allerdings nicht genau, an wen diese zu richten sind. (Heiterkeit.)

Ta die Verhandlung mit dem römischen Stuhl vom preutzi« scken Gesandten am Vatikan gepflogen sind, so wäre es fraglich, ob man sick nicht an die preußische Regierung zu toenben hätte. Ich sehe aber hier nur einen Gebeimrath von ber preußischen Re­gierung. der unS die Ehre seiner Gegenwart schenkt, und ich zweifele, ob der in der Lage sein wird, mir Auskunft zu geben. Vielleicht wäre c5 dann schon richtiger, daß ich mich an den Kollegen Frei­oer rn von Hertling wende (Heiterkeit), der ja das Abkommen zur höchsten Zufriedenheit beider Theile zu Stande gebracht hat, aber schließlich trägt nicht er, sondern der Reichskanzler die Verant­wortung, und io müssen sich meine Fragen wohl an ihn richten. Ich will gar nickt leugnen, daß der Gedanke, es sollen die römisch- karholischen Theologen ebenso wie die evangelischen ihre Ausbil­dung an den Universitäten erhalten, in Gemeinschaft mit den übrigen Studirendenhre Studien in freiem, wissenschaftlichem Geiste betreiben, mir außerordentlich svrnpathisch ist, und ich würde jeden Schritt begrüßen, der dahin führen konnte. Ich will auch gar nicht leugnen, daß vielleicht auch in dem Abkommen ein erster Schritt nach dieser Richtung erblickt werden kann, aber jedenfalls ist cs nur ein ganz, ganz kleiner Es ist auch ganz richtig, wenn man zur Beurtheilung diefes Schrittes fragt: Wer ist sein Gegner? Gegner war der Kardinal Rampolla, der sich nie durch Deutschen- frcnndlichkeit ausgezeichnet bat, sondern intime Beziehungen zu Frankreich unterhält, Gegner war auf der anderen Seite der Vi'.An>'cke Kieru.' der sich auch nicht durch Tcutschenfteundlichkeit ausgezeichnet bat. Trotzdem ist der Schritt nur ein sehr kleiner, ui i das Seminar bleie: bestehen, es verzichtet nur auf die wissen- sch,st'liehe Ausbildung der Studirenden, die sonstige Ausbildung leibt ihm erhalten. Eher einverstanden wäre ich schon mit der Errichtung der Fakultät, wenn sie auf denselben Grundlagen be» 11 - wie bi lailwi'ifchen Fakultäten in Breslau, Bonn und Münster. ' iese Grundlage für Straßburg ist aber eine ganz andere. Die Fakultäten in Br--lau, Bonn und Münster beruhen auf Statuten, die vom preußischen König erlassen sind, die Fakultät in Strah- bura aber beruht auf einem Vertrage mit der römischen Kurie. DaS ist ein großer Unterschied. Ich bebaute es, daß man in diesem Falle mit Rom verhandelt hat, statt die staatliche Machtvollkommen­heit zu benützen. (Lachen im Centrum.) Die katholische Fakultät in Straßburg ist unter Bedingungen errichtet, welche Jurisdiktion imb Autorität des Bischofs unb auch die des Papstes über die Fakultät sicher stellt. Tie Professoren werden nach vorhergehendem Einvernehmen mit dem Bischof ernannt, der Bischof hat das Recht, ste zu maßregeln und sogar ihre Entfernung au5 dem Amte zu bewirken. Wird durch die kirchliche Behörde der Nachweis erbrächt, daß ein Professor wegen mangelnder Rechtgläubigkeit oder gröb­licher Verstoße als unfähig zum Lehramt anzusehen, so ist er zu entfernen. Der Bischof hat also eigentlich das Recht der Ent­setzung der Professoren, wenn er sie auch nicht ihres Gehalts und Tit-lS berauben kann. Hierin liegt unzweifelhaft ein weiteres Zu- rückweicheu der Staatsgelralt gegenüber den Anforderungen der : ömisckeu stircku Meine Frage an den Reichskanzler ist nun die: mfb r- die Rcgi.'run in der Wahrung der staatlichen Rechte hcrarf zurückgewickeu.' Ick wende mich nicht gegen die Errich- einer s.-icken Fakultät überhaupt, sondern gegen die Art und

Bruchtheil eines Postpackets betragen. Ein Händler war aller- .. ... ....

dings so unvorsickrig, sich noch 500 Kilo hinzulegen, was also einem als als Anwärter für den ernsten Beruf eines Geistlichen. Ich Werth von 2500 Tovvel-emnern Zucker entspricht Wcaen solch 1 meine aber, päpstlicher als der Papst braucht kein Katholik zu sein, einer Unvorsichtigkeit bas Gesetz entgegen °°-rx '* clj. v... «- #.. %.

intrepretiren, das geht dock nicki an. D gen zum Süß'tofsgcsetz .r-rben übrigens

aewstsen. England Mt Alle? für erlaubt, was in der Kon ^hne abschövken: gerade die kleinen RüberckM.ern würden die

vention nicht miSdruckllck verboten ist. Warum sollen wir ander? ~

Zuckerindusrrie konkurrenzfähig zu erhalten. Der richtige Zest-

punkt ist jetzt dazu gekommen. Am besten würde wohl eine.Kon- ! ^urm ctnc ,uia.c oluullHyiUktcultulll1 uuu, U.

hngeiihrung helfen Wrr haben noch ,',ert genug, sie ^'etzftch .^utfer ailfgebo6cn, durch den unsere Industrie gegen die Konkurrenz

festzulegen. Der deutsche Landwrrtb,chaftsrath hat bte Dovvel- M - v - -

verfahren? Ich halte es also, für nothwcndig, dA am 1. Sep- ^^igsten in der Lage. Noch ein neues Gesetz zu macken. Ich bitte ember ein KonnngentrrrmgSgeseh bet uns in Kraft tritt. daher, von allen Versuchen nach dieser Richtung abzusehen.

Staatssekretär Frhr. v. Thielmann: Ich bin dem Vorredner bankbar, daß er seine Frage so prä-ise gestellt hat. DaS erleichw'-t mir die Antwort. Es ist in der Denkschrift ,:n dem Gesetz- vc! die Brüsielcr Konvention allerdings suacagt, daß die Regier'.: -' in eine Prüfung der neuen Verhältnisse eintreten IrnHe, ob sie rme Kontingentirimg oder andere Mahnasnnen nothwendig mack^. n ,jnfn derartigen Abänderungsversi.ch. ES war ja gei..." der Die Konvention ist aber dock nock nickt in Kraft getreten, "nd so, ^ck der Zuckerkonvention, zu er'-ricken, baß kein Srgar vor dem haben d,e Regierungen bisher nur ans Grund MatermlS ar-- ^^rn etwa? vorauShaben foll. Drwck doS Österreickiscke Sv'tem beiten können, das beim Abw'lus'e der .K^nvuitioii bereit- vor

Regierungen gefordert, jie sollten eine Doppelkontingeiftiriing ber Raffinerien unb RoHzuckerfabriken nach Maßgabe des österreichischen Gesetzes emleitcn. Wer fordert daS von ims? Ist e5 die ge- sammic Zuckerindustrie? Nein, ein Theil der Zuckerfabriken, eS wird gesagt 80, stehen außerhalb dieses Bundes. Gerade in den letzten Tagen und Wochen sind mir bittere Beschwerden darüber zugegangen, daß der Dorstaiid des Vereins der deutschen Zucker- industriellen mit seinem Anträge auf Einführung der österreichischen Doppelkontingentirung aus eigener Machtvollkommenheit vorge­gangen sei, ohne sich mit der Industrie vorher eingehend inS Be­nehmen gesetzt zu haben. (Hörtl hört!) Ich führe ferner an, daß, wenn her deutsche Landwirtbschaftsratb vor .Kurzem be- i'chloi'sen hat, den Regierungen die Dovvelkonftngentirung zu em­pfehlen, er in derselben Sitzung beschlossen hat, die St-gicrungen auch darauf hinzuweistn, daß bei dem gegenwärtigen Stande der Zuckerindustrie die Erhebung irgend welcher Zikckersteuer ein Unding fei. Daß diese Dünsche brr Jnterenenten, namentlich der letzt­genannten. ehrlich gemeint sind, glaube ich gern. Die Aufhebung jeder Znckersteuer würde zweifellos die Industrie förbern. Sie wissen aber auch, daß wir gegenwärtig nickt mft Utopien rechnen können Im Reichstage haben 114 Abieordnete für und 194 gegen die Kontingentirung gestimmt. Die Linke hat geschlossen big-g-n gestimmt, aber cs haben doch auch Männer, deren freundliche Ge­sinnung geaenüber de. Lanbwirthschaft Sic nicht in Zweifel ziehen werden, dagegen gcirinuni, 3. B. Graf Bernstorff, Fürst Bismarck. Dr v. ssimiierowski, Graf Schwerin-Lowitz, Srm'dv u. A. Graf Schwerin-Lowitz har sich in der Debatte, die der Abstimmung vorher- ging, sehr scharf gegen die Kontingentirung ausgesprochen, und wenn die Zeitungsberichte zutreften, bann Bai er das auch in der letzten Sitzung des Landwirthschaftsrothes gethan. Also, wenn ich die Frage wiederhole: Wer verlangt die Kontingentiruna?, so komme ich zu der Ansicht: ein Theil der Zuckerindustriellen unb zwar vor- Entschäbigung bei bem Saccharin-Gci'etz geregelt werben sollte. Es wiegend die Raffineure. Die österreichische Tovvelkontrngentirung! sei misdrücklich zugesagt worden, daß die Entschädigung eine cm- bcschränkt nicht bie Produttion, sondern den Verbrauch, indem sie ständige und an-cmeffme fein sollte, er hoffe, daß bie Ent- bic Regierung ermächtigt, in einem gewissen Zeitraum d-njeniaen schädirnrng mich in biefer Weise geregelt werde.

Abg. Graf Germer (kons.): Ich möchte die Regierung fragen, iir.tnn ... m.x,n

MS ft- ÜU t6im um nach Jnk^tk-t-n dn B-iift-I-r ' D 0 -lib: meiner Neberi-uaung nach »er.

3ujerlonb.ni.on 3uta.njufc>. rrtrnäW^ jn er, X Kontinaentirung nach öi.erreichischem Muster g-aeu bie

S»1'6«;. 6 : Conbention. j-denfaft? Se«en deren Geist. Unser, gutert-bri-en

d-r Vruft.ler Kanbenfton die ZuckerbraMen in Wegfaft k-mmcn b s 1 cinc flontrngemirung auch niebt. Man täusch! unb ber Unterschmd Mstch-n Bott unb «teuer der fogenn.mte d mclI1 grau6t. dadurch unserer Zuckerindustrie ein. l?- de-n b^h-r d,e Pram'.n ge»°Ut wurden. ftnN b°n ^ucrn6c Hilf, gMäftr.n ,u Tonnen. Ti. Zuckerindustrie ftat itc.8 BO MI. auf 4,80 KI. Tw armofimc. daft bon ben Ausfuftr- Ermäßigura der Znck.rst.u-r bedangt, um den inneren

pram,-n nur dw Zabmlen Vorcheil haben Ui irrig; di. Fabriken m ftärlen. dar. -in: Erhebung bei «enfur-S «Wat.

theilen den Vorthcil mit der Landwirthschoft. In Folge dessen n

toärrrrb Graf Carmer gerade 'll'eife, !ric iie hi-: erfolgt ist. Ich habe alle Veranlassung zu n? Pr-A- fi'ir das Inland die ' Frage. »re>l V- weiten Vireisen der Bevölkerung die Meinung

nonringeutirung, die mit dem 31. August ihr Ende erreicht.

österreichische Kontingentirung enthält ein ausdrückliches Verbot der ' .. . . .......

Gründung neuer Zuckerfabriken im Umkreise von 100 .Kilometer um höre nicht in das Gebiet des R.ickSsckM?amtes. sondern in das des jede bestehende Fabrik. Im Norden und besonders im Nordosten Ncichsamls des Innern. Im Uebrigen unterstützt er die An- Deutschlands giebt es keinen Punkt, der nicht weniger als 100 Kilo regung des Abg. Hermes. E? wäre wohl zu empfehlen, daß man 7 ' ' ' . Das österreichische System, den Händlern gestatten solle, ihre Vorräthc über den 1. April 1903

~ " i hinaus auszuverkaufen.

Parlamentarische PerhanSlniiiie».

'achdruck ohne Vereinbarung nicht gcstal

Deutscher Ncichstaq.

275. Sitzung vom 6. März.

1 Uhr. Das Haus ist sehr schwach bescht.

Am BundeSrathStisch: Frhr. o. Thielmann u. 2L

Aus der Tagesordnung steht die zweite Bcrathung des des R e i ch S f ch a tz a m t s. Die Berathung beginnt beim Staatssekretär".

und damit auch des . ' Y* l YYY'^) Z, YY\a > « 2 ^obl eine gewisse Legitimation, dem Vorredner zu antworten. Ich

... österreichische Gesetz-Or -paasche lnar.^. o.l w ck: i,ck gleichfall.' dafür aus. f$ue um f0 Heber, als der hier behandelte Gegenstand in gcbung geht aber noch erheblich schärfer vor, als unsere bisherige das Reich in der Enrschat.im,ngs rage nch reckt anständig zeigen Unfr über seine Grenzen hinaus lebhafte Erörterung

6t 6nbc .rrridbt. Di. Sw OHcrn wüt mor :d. Hat«, b-tm-iben. _ g-fmü>-n und statk. Waa.n auigdbors-n bat

~-------- - Schatzsekretär Frhr. von Tbielmann: Tie Händler sind seit

damit der Landwirtbschaft gedient wäre, diese Frage werden L'c; Jahren gewarnt, feine großen Quantitäten vorräthig zu haften, sick Wohl selber beantworten können. Es ist hervorgehoben worden ; Tas Gci'cn ist bereit? feit 9 Monaten pubfiiirt. Bei den meisten daß, wenn wir keine Kontingentirung cinfübren Oc't-crrcick uns Händlern werden dic Vorräthe am 1. April nur einen kleinen

i feinem Vorlaut zu, und nachdem Rom gesprochen hat und sich mit der Errichtung der A'.isführungsl - rnmun- ' rnfultät einverstanden erklärt fiat, ist es überftüssig, von katfio- rtr ReiÄsta Laufe lisckcr Seite Bedenftn zu erheben, denn auf dem

jeder Katholik stehen, daß