Ausgabe 
5.9.1903 Drittes Blatt
 
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Drittes Blatt.

153. Jahrgang

Samstag S. September 1903

Eichener Anzeiger

** General-Anzeiger w

Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen

BezngspretSr monatlich 75 Ps., viertel­jährlich Mk. 2.20; durch Abhole- u. Zweigstellen monatlich 65 Pf.; durch die Post Mk.2.viertel- jährl. ausschl. Bestellg. Annahme von Anzeigen ür die Tagesnummer D18 vormMagS 10 Uhr. ZellenpretS; lokal 12 PU, auswärts 20 Mg.

Beraatwörtlich für den poltt. und allgem. Teil: P. Wittko: für Stadt und LandE und .Gerichtssaal*: A ugu ft Götz; für den An­zeigenteil; HanS Beck.

Nr. 208

Erscheint täglich außer Sonntags.

Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dem hessischen Landwirt die Gießener Kamillen, blätter viermal in der Woche beigelegt.

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5>ie Zukunft der Landwirtschaft in wissenschaft­licher Beleuchtung.

In keinem Land der Erde geschieht soviel zur För- öermig der Landwirtschaft wie in den Bereinigten Staaten von Amerika, und namentlich ist nirgends ein so großer Stab von Gelehrten dauernd an b-er Erforschung aller damit in Verbindung stehenden Fragen beschäftigt. Es ist daher kein Zufall, daß große fortschrittliche Bewegungen in der Auffassung des landwirtschaftlichen Betriebes von drüben ausgegangen sind. Eine der Hervorragendsten Autoritäten auf dem Gebrete wissenschaftlicher Landwirtschaft, insofern als letztere Bodenkultur und Pflanzenzucht bedeutet, Pro­fessor Bailey, hat in der Versammlung der amerikanischen Philosophischen Gesellschaft einen außerordentlich wichtigen Vortrag gehalten, worin er über die Zukunft der Pflanzen­zucht sprach. Die leitende Idee in der Pflanzenzucht ist die Schaffung von neuen Varietäten, aber eine Varietät ist nicht ein Ding für sich, sondern nur eine Häufung der Formen, die untereinander mehr übereinstimmen als ver­schieden sind. Einige der abweichenden Formen können dann als eine besondere Spielart ausgeschieden werden. Die endgiltige Form oder Einheit ist eine individuelle Pflanze. Und von dneser Individualität, gleichviel welche Spielart sie darstellt, wird die Pflanzenzucht der Zukunft ausgehen müssen. Die neue leitende Ide? ist nach Professor Bailey die Anerziehung bestimmter Charaktere für eine Pflanze, durch die ihr Wert gesteigert wird. Wir müssen unsere Nutzpflanzen nach ihrem Nutzwert abschätzen. Wenn wir z. B. eine neue Maisart züchten wollen, so sollen wir nicht darauf sehen, eine neue Spielart der bekannten Pflanze zu gewinnen, sondern die Brauchbarkeit irgend einer Varietät mit Bezug auf Ertrag, Eiweiß- oder Stärkegehalt, Wider­standsfähigkeit gegen Dürre oder gegen Krankheiten zu steigern. Nach dieser Richtung hin sind in den verschie­denen Teilen der Vereinigten Staaten, namentlich mit Mais in Illinois, mit Weizen in Minnesota, mit Baum­wolle und anderen Nutzpflanzen seitens des landwirtschaft­lichen Ministeriums wertvolle und vielversprechende Ver­suche gemacht worden. Das dabei verfolgte Ziel weicht er­heblich von den früheren Idealen ab und ist lediglich auf Steigerung der Brauchbarkeit gerichtet. Bisher wurde die Qualität nach anderen Gesichtspunkten bemessen. Ein aus­gezeichnetes Beispiel haben wir dafür in Mais. Bei der' Abschätzung einer 'Maisprobe nimmt man gewöhnlich an, daß die vollkommene Aehre in ihrer ganzen Länge ein­förmig zylindrisch und an der Spitze wie am Grunde voll mit Körnern bedeckt sei. Nach der alten Vorstellung gilt als eine gute Varietät von Mais diejenige, die solche Aehren trügt. Ties Ideal nimmt offenbar nur auf die Vollkommen­heit und Vollständigkeit der Form Rücksicht. Wir haben keine Kenntnis davon, daß eine solche Form einen Zu­sammenhang mit Ertragsfähigkeit, mit Härte, mit Wider­standsfähigkeit gegen Dürre, mit Gehalt von Eiweiß und Stärke verbürgt. Und doch sind es gerade diese Eigen­schaften, um derer willen der Mais gebaut wird. Eine andere Veranschaulichung der alten und neuen Idee kann man von der Gartenbohne herleiten. Als ideale Bohnen­hülse wird die betrachtet, deren Spitzenfortsatz sehr kurz und nur schwach gebogen ist. Dies ist augenscheinlich nur eine Frage der gefälligen Form, obgleich eine kurze Spitze für gewöhnlich Huch mit dem Fehlen des ungern gesehenen

Kirche und schule.

In einer den Großh. sächsischen Bezirksschulinspeftoren zugegangenen Verfügung heißt es außerordentlich richtig, daß die Verbüßung der gegen Schulkinder gerichtlich verhängten Freiheitsstrafen wirte nach den bisherigen Erfahrungen nicht nur nicht bessernd, sondern geradezu moralisch schädigend, u. a. auch nach der Richtung hin, daß sie bei dem noch nicht gefestigten Charakter des Kindes dessen Ehr­gefühl leicht ab stumpft. Derartige moralische Schädig­ungen würden namentlich dann eintreten können, wenn die Straftat nur jugendlichem Leichtsinn, nicht sittlicher Ver­derbtheit entsprungen sei. Es sei daher wünschenswert, daß in solchen Fällen auch seitens der Schule unter gewissenhafter Prüfung aller Verhältnisse erwogen werde, ob etwa durch Anrufung der Gnade des Landeshern ein wenn auch nicht gänzlicher, so doch wenigstens bedingter Straf­erlaß erwirkt werden könne, der darin bestände, daß die Vollstreckung der Strafe bis zu einem gewissen Zeitpunkt aus­gesetzt werde oder schließlich ganz in Wegfall komme, wenn bis zu diesem Zeitpunkt eine weitere Verurteilung des jugendlichen Uebeltäters nicht stattgefunden habe. Die Lehrer und die Schulbehörden haben Anweisung erhalten, die Eltern gegebenenfalls bei der Einreichung eines Gnadengesuches zu unterstützen oder dasselbe seihst einzureichen._________________

Vermischtes.

* Berlin, 4. Sept. Der Straßenoerkaus der Neueste« Nummer desSirup licissirnus" wurde für Berlin ver­boten, wahrscheinlich wegen des Bildes aus der Titelseite, das die Danziger Vanderbllt-Affaire glossiert.

* Kurz vorder Hvchzeit verschwand eine Buch­halterin in Berlin. Das Mädchen wollte sich am 29. v. M. mit einem Handlungsgehilfen verheiraten. Das Auf­gebot war schon besorgt, eine Wohnung bereits gemietet. Angeblich erst da entdeckte der Arbeitgeber der Braut, der Kurzwarenhändler Cohn, daß seine Buchhalterin, die fünf Jahre bei ihm beschäftigt war, ihm nach und nach im ganzen etwas über 100 Mk. veruntreut hatte. Er entließ sie und zeigte sie trotz der Geringfügigkeit der Summe auch an, weil die Veruntreuungen in einerganz unge­heuerlich raffinierten" Weise vorgenommen sein sollten. Nach Hause zurückgekehrt, sagte die Entlassene nichts von dem Vorfall, ging aber bald unter dem Vorwande, ihre künftige Schwiegermutter besuchen zu wollen, wieder weg. Seitdem ist sie verschwunden, während die Ermittelungen in der Strafsache weiter gehen.

Fadens zusammengebracht wird. Wissenschaftlich verbürgt ist ein solcher Zusammenhang keinesfalls.

Uebrigens steht es in der Tierzucht nicht viel anders, indem auch m der Regel weit mehr auf Aeußerlichkeiten in der Form als auf Tüchtigkeit der Leistung gesehen wird. Tie Begriffe von den Werten würden also sowohl in der Tier- wie in der Pflanzenzucht zu Gunsten der Erzielung höherer Eigenschaften von Grund aus verändert werden müssen. Ter verständige Mensch muß seine Züchtungsver­suche nicht bloß daraufhin einrichjten, daß er neue und auffällige Eigenschaften erzielt, Don denen man als von einer Neuigkeit sprechen kann, sondern er muß in erster Linie auch die Vervollkommnung der nutzbaren Eigenschaften des gezüchteten Tieres oder der gezüchteten Pflanze berück­sichtigen. Professor Bailey behauptet, daß es möglich sei, nur durch Beobachtung solcher Grundsätze in der Pflanzen­zucht den Ertrag der Ernten um 5 v. H. zu steigern, und man braucht nur die Zahlen einer Statistik zur Hand zu nehmen, um sich zu überzeugen, was diese 5 v. H. für ein ein­zelnes Land wie Deutschland oder gar für die ganze Erde be­deuten würden. Tie Absicht der neuen Pflanzenzucht geht dahin, Pflanzen zu erzeugen, die für einen bestimmten Ge­brauch und für bestimmte WachSrtumsgebiete die größt­möglichen Werte hervorbringen. Selbstverständlich müssen sie ihrem Standort besonders angepaßt werden. Professor Bailey stellt sechs Ideale der Leistungsfähigkeit einer Pflanze auf (die man übrigens mutatis Mutandis auch auf die Tierzucht anwenden könnte): das Ideal der Ertragfähig­keit, das Ideal der Gülte, das Jdeas mit Rücksicht auf die Jahreszeit (Wachstumsperiode), das Ideal der natürlichen Gestaltung (Körperform), das Ideal mit Rücksicht auf die Anpassung von Klima, Höhenlage, Bodenart usw.; das Ideal der Widerstandsfähigkeit gegen Krankheit und Schädlinge.

Tie hauptsächliche Verbesserung und Entwicklung der Landwirtschaft muß das Ergebnis eines größeren und besseren Ernteertrages und einer größeren und besseren Vieherzeugung sein. Sie kann nicht in erster Linie durch Erfindungen, Schaffung guter Wege, Anlage von Ferm sprechern auf dem Lande, durch Gesetzgebung, durch lange Erörterung über wirtschaftliche Fragen vermittelt werden. All dies kommt nur als tzflfsmittel dazu. Eine Steigerung der Ernte und der Vieherzeugung aber kann nur aus zwei Umständen hervorgehen: aus einer Ver­besserung in der Behandlung und einer Ver­besserung der Pflanzen und Tiere selbst. Mit anderen Worten, sagt Professor Bailey, die neue Landwirt­schaft muß aufgebaut werden auf den vereinigten Ergeb­nissen einer besseren Kultivierung und einer besseren Zucht. Soweit die neuen Grundsätze der Zucht in Frage kommen, so werden sie gekennzeichnet durch eine gründliche Fest- setzung der Ziele und der Mittel, die Abstreifung aller will­kürlichen und eingebildeten Normen, die Beseitigung speku­lativer Theorien und das Festhalten der einen großen Tat­sache, daß jede Pflanze und jedes Tier eine Individualität besitzt, die durch vernünftige Beeinflussung seitens des Menschen auf ein Maximum der Leistungsfähigkeit gebrach^ werden kann.

Plaudereien aus der Kaiserstadt.

(Nachdruck verboten.)

Zwei schulfreie Tage. Ein neues Photoskulptur-Verfahren. Gegen die Hoteltrmkgelder. Premiören-Rundschau.

Ter Kaiser ist ein lieber Mann" das kleine Schulliedchen nach der alten, guten Volksmelodielieb immer Treu' und Redlichkeit" gesungen, ist bei den Berliner Buben und Mädeln in diesen Tagen besonders populär ge­wesen. Denn drei Wochen nach den großen Ferien schon wieder zwei schulfreie Tage: das ist königlich freigebig! Allerdings war der eine Tag nur ein Irrtum, ein Geschenk des launischen, regenverheißenden Himmels, der in der Frühe des 31. August durchaus kein heiteres Paradewetter- Gesicht zeigen wollte, sodaß im letzten Augenblick das lockende militärische Schauspiel auf dem Tempelhoser Felde abgesagt wurde. 'Aber die Schulfteiheit ließ sich für diesen Tag nicht rückgängig machen, und als nun am folgenden Morgen ein geradezu goldig schöner Herbsttag einsetzte, der Paradebummlern wie ein Fingerzeig des Himmels er­schien: sollte da nun Jung-Berlin auf den harten Bänken hocken und büffeln, während durch die Straßen der Fried­richstadt ein Regiment nach dem andern hinauszog mit klingendem Spiel und wehenden Fahnen, begleitet von tapfer Schritt haltenden Privatkritikern, zum Teil mit den Rationen für den ganzen Tag ausgerüstet? Die Schule fiel also nochmals aus und die also glücklich Gemachten sorgten beim Heimritt des Kaisers dafür, daß ihm ihr Dank in hellen, begeisterten Hurras zu Ohren kam. Nicht ganz so lebhaft beteiligte sich das Publikum an diesen Ovationen, das durch fir enge A b sperr u n g s m- rege l n gekränkt'schien. Tie doppelte Postenkette der Schutzmamgchaft war diesmal dichter wie bisher und beim Nahen des Kaisers machte die'geschlossene Sicherheits­mauer Front gegen die Zuschauermenge, alles streng im Auge behaltend. Eine Maßregel, die neu für die Berlirier war und deshalb ausfällig wirkte, vom praktischen Stand­punkte aus aber als sicherheitserhöhend anerkannt werden muß. Ter Kaiser sah vortrefflich aus, verhielt sich aber ernst und schweigsam.

Die Kodaks, die sich Heuer schon in den Händen der Knirpse bemerkbar machten, hielten bei dem Prachtwetter eine reiche Ernte Es ist erstaunlich, was die Konkurrenz auf diesem Gebiete für wenig Geld an guten, wenigstens recht brauchbaren Apparaten liefert. Jetzt kommt auch die Kunde, daß ein ingeniöser Fachmann auf dem Felde der P h o t o s k u l p t u r zu einem neuen, stark vereinfachten Ver­fahren gelangt ist, das uns in absehbarer Zeit plastische Photographieen zu erschwinglichen Preisen liefert. Die Photoskulptur, die aus einer Reihe immer schwächer beleuch­teter Bilder dadurch zu einem Hochrelief kommt, daß sie die sorgfältig ausgeschnittenen Lichtumrisse peinlich genau aufeinander klebt und die Uebergänge durch einen geschick­ten Modelleur ausgleichen läßt, arbeitet vorläufig noch für reiche Leute. Denn ein Bild, nwch der im Groben skizzierten Methode hergestellt, kostet 100 oder auch ein paar hundert Mark, während nach dem neuen Verfahren, das mit einer einzigen Aufnahme zu noch besseren Re­sultaten kommen soll, ein ganzes Dutzend dieser plastischen Photographieen in Kabinettgröße für 4050 Mark zu lie­fern toärei Jedenfalls würde das ein recht bemerkens­werter Fortschritt auf einem Gebiete fein, das uns in den letzten Jahrzehnten schon manche wunderbare Ueber- raschung gebracht hat und für die Zukunft noch bringen mag.

Weniger angenehm überrascht mag sich die Zunft der Hotelgeister vom stilvollen Oberkellner herab bis zum Wichseleven des Hausknechts berührt fühlen, wenn es ihr bekannt wird, daß sich in Berlin wieder einmal ein Verein gebildet hat, der der leidigen Unsitte der Hoteltrink-i gelder an den Kragen gehen will. Leute, die berufs­mäßig die Hälfte des Jahres und darüber auf die Hotel­wohnung angewiesen sind, machen Propaganda für klipp und klare Hotelrechnupgen, in denen der Wirt seine Kosten für Bedienung vom Portier bis zum Piceolo in vernünf­tiger Höhe mit ansetzt, dafür aber alle seine Leute fortan selbst besoldet, und sie nicht, wie bisher, halb oder ganz auf die Generosität seiner Gststp anweist. Das moderne ^Spießrutenlaufen, dem sich der scheidende Gast bislang noch aussetzen muß, da auf ein bestimmtes Zeichen die Zimmer. Mädchen, Kellner, Hausdiener, Kutscher, Tag- und Nacht­portiers re. sich wie eine große Familie in irgend einem

zu passierenden Vorraum postieren und mehr oder niinder bescheiden die Hand aufhalten, würde dann endlich auf­hören, und das Reisen, das ja manchmal ein Vergnügen sein soll, von einem der ekelhaftesten Momente befreit werden. Der Anfang ist gemacht. (An Berliner Hotel hat die Trinkgelder samt und sonders abgeschafft und dafür den Zimmerpreis entsprechend erhöht. Ob sich freilich diese vernünftige Einrichtung auch anderswo einbürgern wird, Üft eine andere Sache. Zu wünschen wäre es wirklich, daß das Trinkgelder-Unwesen endlich einmal in die bescheidenen Grenzen zurückgeführt würde, in denen es unsere Vorväter kannten. Heute ist es ja faktisch in manchen, zu den vornehmen" zählenden Gasthäusern so, daß der Uebernach- tende mehr für die oft imaginären Dienste des Personals zahlt, als für sein schönes, weiches uiid elegantes Bett.

An unseren Bühnen haben wir die erste Serie der Premieren nun schon hinter uns. Das Theater, das uns mit den Sitten des Landesüberm großen Teich" bekannt machen wollte, bot insofern eine ziemliche Enttäuschung, als fein erstes Stück eigentlich nichts weiter war wie die früher so beliebte Adolf Ernft'sche Posse mit viel Trikot, Tanz und Gesang. Natürlich war ein bischen amerikanische Schminke über das Ganze gewischt: aber mit den Bildern ä la Br et Harte, Ruppius oder Gerstäcker, auf die sich mancher gespitzt hatte, war es Essig. Ich glaube nicht, daß dieses Genre allzuviel Glück an der Spree haben wird, trotz des wirklich ausgezeichneten Herrn Philipp, der als Coupletsänger vorzüglich ist. Im Th al i ä-Th e atcr, Tummelplatz unseres Guid o Thielscher, gab's eine Kraatz und Nealsche Posse, derHochtourist", die dem Publikum dieser Bühne sehr gefallen hat. Und da Thiel- fcher wie immer sehr komisch war, hat das Stück ja seine Schuldigkeit getan, indem es ihm Gelegenheit dazu ge­geben. Im Lessing-Theater errang Skowro n n e k- Steins VolksstückGeschwister Lemke", das auf L'Arronge'schen Pfaden wandelt, einen ganz hübschen Er folg. Von packender Wirkung aber war im deutschen Theater der neu ein studierteCollege C r a in p t o u" von H a u P t mann, dem Bass ermann mit großem inneren l£r fassen ein no.ch schärferes Profil zu geben wußte als seinerzeit der weichere Engels. A. R.