Ausgabe 
3.10.1903 Erstes Blatt
 
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Nr L3Ä

Vrschet«, täglich außer Sonntag-,

Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dem hesfischcu Landwirt die Siebener Kamillen» blätter mennoi in der Woche beigelegt.

SLotaNvn-druck su Ver­lag der Brühl 'scheu Unwers.-Buch- u.Stem- druckerei (Pietsch Erben)

Rebaktwu. ErpedMoa und Druckerei:

Schalstratze 7.

Adresse für Depeschenr Anzeiger Gießen, Fernlprechanlchluß 9fr.5L

Erstes Blatt.

153. Jahrgang

Samstag 3. Oktober 1303

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GlchenerAnzeigers

** General-Anzeiger v ää

w den poltt. und allgern.

Amis- und Anzeigeblatt für den Kreis Sichen MW

1 ** »etqentetf: Han« Beck.

Politische Tagesschau.

Frauen uub Politik.

Die 2. Generalversammlung deS Verbandes fortschritt­licher Frauenvereine, die bekanntlich in Hamburg tagt, be­schäftigte sich mit den , Mitteln und Wegen, das politische Interesie der Frauen zu erwecken." Fräulein Martha Zletz meinte, es sei ein trauriges Zeichen der Zeit, daß die Er- örkerung eines solchen Themas überhaupt noch notwendig sei, und daß die Frau immer noch aus die Tätigkeit am Koch­topfe und in der Kinderstube angewiesen bleibe. Von den Männern im allgemeinen sei nicht zu erwarten, daß sie für die politische Gleichberechtigung der Frauen eintreten würden; es bestehe zwischen ihnen und den Frauen eine un­überbrückbare Kluft; deshalb sei es die Pflicht der Frauen, selbst in den Kampf für politische Gleichberechtigung einzutreten; die Töchter müßten über politische Tagesfragen aufgeklärt werden, in den Mädchen­schulen müsse Gesetzeskunde gelehrt werden. Eine kleine Besserung sei zu verzeichnen; während bisher alle politischen Parteien mit Ausnahme der Sozialdemokratie die Mitarbeit von Frauen abgelehnt hatten, seien jetzt fast sämtliche Parteien bereit, Frauen aufzunehmen; die frei­sinnige Volkspartei sende bereits Frauen aus Agi­tation s reisen, es empfehle sich daher, daß die Frauen sich den verschiedensten politischen Parteien anschlöffen, um dort sür ihre Gleichberechtigung zu wirken; das A und 0 der politischen Forderungen müsse das allgemeine Stimm­recht sein. Frau Howe meinte, daß die Frauen, wenn sie in politischer Beziehung etwas Radikales erreichen wollten, eine eigene politische Frauenpartei bilden müßten. Pastor Beckmann erklärte, man werde aus die Dauer ohne weibliche Pastoren nicht auskommen können. Chef­redakteur Kurt P lat en vom demokratischenHamb. Gen.- Anz." führte aus, die freisinnige Volkspartei erkenne die Gleichberechtigung der Frauen vollkommen an; der Erlang- langung des Frauen-Stimnrrechts, das seine volle Sympathie habe, stehe aber das allgemeine, gleiche, direkte Wahlrecht als Hindernis entgegen. (Das ist nicht recht verständlich. Da­gegen dürfte die Reichsverfassung dieser Forderung rm Wege stehen. D. Red.). Es sei jedoch die Pflicht aller fort­schrittlich gesinnten Männer, die Frau zum Wahlkampfe heran­zuziehen und für das Frauen-Stimmrecht einzutreten.

Eine volle Gleichstellung der Frauen mit den Männern m politischer Beziehung wird unserer Ueberzeugung nach erst dann möglich sein, wenn die Kinder aus den Bäumen wachsen oder in der Retorte destilliert werden.

Die Stellungnahme des Bildes der Landwirte gegen die Nationalliberaien.

Die Delegiertenversammlungdes Bundes der Landwirte m der Provinz Hannover faßte eine Resolution, in der es heißt: Für die Landtagswahlen in unserer Pro­vinz befürworten wir, unter keinen Umständen solche Kandidaten zu unterstützen, die auf dem Boden des kürzlich veröffentlichten Wahlaufrufs der nationalliberalen Partei stehen. Dieser Wahlauftmf malt ohne irgerid be­gründete Veranlassung das Gespenst der Reaktion an die Wand, und das zu einer Zeit, wo im Reiche wie in Preußen die gegenwärtige Regierung dem Liberalismus, dem wirt­schaftlichen wie dem politischen, völlig freies Feld läßt. Der nationalliberale Wahlaufruf stellt sich mit seinem Ein­treten für den Mittellandkanal auf den einseitigsten Inter­essen standpunkt gewisser großkapitalistischer Erwerbsrreise, geht über die wrrtschaftliche Bedrängnis des Mittelstandes stillschweigend hinweg und stellt mit der Forderung ander­weitiger Abgrenzung der Wahlbezirke den durch unsere neue wirtschaftliche Entwicklung schon vielfach geschädigten Land- bezirten eine weitere Verringerung ihrer Bedeutung 'm Staate in Aussicht. /Al

Falsche Prophezeiungen.

DiePreuß. Korresp." schreibt:

Wir erhalten soeben'die überraschende Mitteilung, baß entgegen den Absichten der Regierung noch vor ganz kurzer Zeit die Kanalvorlage bei der Er­öffnung des Landtags in der Thronrede Erwähnung finden und- dem Landtag zugleich mit der Vorlage über die Oderregulierung zugehen wird. Wie uns weiterhin versichert wird, ist der abermalige Umschwung in der Haltung der Regierung auf das persönliche Ein­greifen des Kaisers zurüctzuführen; die Aenderung der Situation ist vor fünf oder sechs Tagen eingetreten." Der Appell der preuß. Nationalliüeralen auf dem Parteitag zu Hannover Hütte also ungewöhnlich rasch ge- fiuchtet, ein Erfolg ersten Ranges wäre zu verzeichnen, die Zuversicht der Agrarier, daß der Kanal vorläufig abgetan sei,'hätte einen empfindlichen Stoß erhalten wenn nur die Neuigkeit wahr wäre. Wer, wer's glaubt, bezahlt einen Taler.Voss. Ztg." undVerl. Tagebl." nehmen die Information skeptisch auf. DieNationalztg." schreibt zur Sache:Wer nur einigermaßen unterrichtet ist, wie sich die Dinge in Wirklichkeit verhalten, weiß, daß bereits vor längerer Zeit ein endgiltiger Beschluß über die Behandlung der Kanalvorlage gefaßt worden ijt Von einer Aenderung in den Absichten und Dispositionen der Regierung kann gar nicht die Rede sein."

Deutsches Keich.

Berlin, 2. Okt. TieNordd. Allg. Ztg." schreibt: Ter PariserTemps" hat sich erzählen lasten, der Kaiser

habe wahrend der Tagung des internationalen Friedens- rougresfes in Rouen in einem Schreiben cm den Fürsten von Monaco, als einen der Mrenprüsidenten des Kon­gresses, erklctttt, daß nur die Wissenschaften einen Frieden herbeiführen würden. Diese Geschichte ist erfunden.

Der Kaiser hat an den General der Artillerie z. D. und Chef des 1. Posenscheu Feld-Artillerie-Regiments Nr. 20 v. Hoffhauer anläßlich seines gestrigen 50jährigen Tienstjubiläums nachstehendes Telegramm gerichtet:

Rom inten, 1. Okt. 1903. Ich wünsche Ihnen zum heutigen Tage, an dem Sie vor 50 Jahren Ihre ehrenvolle, in langer Friedensarbeit wie in drei Feld zögen gleich bewährte militärische Laufbahn begonnen haben, von Herzen Glück und erinnere mich dabei gern und dankbar Ihrer besonderen Verdienste, die Sie sich um die Aus­bildung und Entwickelung Ihrer Waffe erworben haben. W i l h e l in.

Einfach scheußli ch" hat, wie derVolksztg." aus Hamburg berichtet wird, der Kaiser unter den Ent­wurf des Z entr a lb a hnh o fs in Hamburg ge- schrieoen, als er chm vorgelegt wurde. Ter Bau des Zentralbahnhofes schreitet so langsam vorwärts, daß jetzt Die Fraktion der Linken den Senat um Auskunft über die Gründe dieser Verzögerung ersucht hat.

Man schreibt aus Mexiko:Die schon wiederholt bekundete deutschfreundliche Gesinnung des Präsiden­ten Porfirio Diaz hat jetzt eine internationale Be­deutung erhalten, indem sich der Präsident für den Kaiser hat malen lassen.

. Das neue Militärpensionsgesetz liegt der Neuen Polit. Korr." zufolge gegenwärtig dem Staats­ministerium zur Beschlußfassung vor. In unterrichteten Kreisen wird ^efyofjt, daß es im Januar an den Reichstag kommt. Es tourt) daran festgehalten, daß die Höchstpension bereits bei 3öjähriger Dienstzeit erreicht wird, aber die rückwirkende Kraft ist auf die Kriegsinvaliden beschränkt und bei Friedensinvaliden nur auf die Verstümmelten aus­gedehnt.

Köln, 2. Okt. Nach der gestrigen Enthüllungsfeier der Denkmäler Kaiser Friedrichs und der Kaiserin Augusta sandte Oberbürgermeister Becker an den Kaiser ein Tele­gramm. Der Kaiser sandte noch an demselben Abend aus Romurten folgende Drahtantwort:An den Ober­bürgermeister Becker, Köln. Ich danke den Herren für die Meldung von der Enthüllung der von der Stadt Köln er­richteten Denkmäler weiland Ihrer Majestäten des Kaisers Friedrich und t)»er Kaiserin Augusta, der ich zu meinem Bedauern nicht selbst beiwohnen konnte. Es war mir eine besondere Genugtuung, durch die Entsendung meines Sohnes, des Kronprinzen, der Stadt Köln zeigen zu können, wie hoch ich ihre dem Andenken der beiden hohen Ver­ewigten bewiesene Treue schätze. Wilhelnr."

Stuttgart, 2. Okt. DemSchwab. Merkur" zufolge ist auf das Begrüßungstelegramm des evangelischen Bundes aus lllm an den Kaiser aus dem geheimen Kabinett eine Antwort eingelaufen, in welcher der Kaiser für die Begrüßung vielmals danken läßt.________________

Kirche und schule.

Evangelische Konferenz. Man schreibt uns: Wie alljährlich, so hielt auch am 30. September die evangelische Konferenz für das Großherzogtum Hessen ihre Jahresver­sammlung zu Friedberg ab im Saale desHotel Trapp". Eröffnet wurde sie durch den stellvertretenden Vorsitzenden, Pfarrer Sturmfels vor: Seligenstadt. Er be­grüßte die Mir sehr kleine Zahl von Mitgliedern und Gästen und sprach am Schlüsse seiner Ansprache ein Gebet. Pfarrer Schulte von Beuern erstattete die Rechnungsablage für 1901/02 und konnte die Mitteilung machen, daß die Mitgliederzahl der evangelischen Konferenz die Zahl 200 im letzten Jahre überschritten habe. Nach Erledigung des zweiten Punktes der TagesordnungGeschäftliches, Mit­teilungen, Anträge von Mitgliedern usw." trug Sencinar- Oberlehrer Lic. theol. Jäger aus Friedberg sein Referat vor über die Frage:Welche Anforderungen stellen wir an eine neue Biblische Geschichte?" Das sehr lehrreiche ^und gründlich ausgearbeitete Referat wird im Korrespondenz­blatte der Konferenz abgedruckt werden. An das Referat schloß sich eine sehr lebhafte Diskussion an. Am Schlüsse wurde folgende Resolution angenommen:Die Konferenz stimmt mit dem Refernten dahin überein, daß den ün- zweiselhast bestehenden Mißständen im Biblischen Geschichtsunterrichte, insbesondere den fortgesetzten Wiederholungen und der Ueberfülle an Stoff durch Be- schränkung uni) scharfe, sinngeämße Verurteilung des Stoffes auf die verschiedenen Altersstufen nach Möglich­keit abgeholfen werden muß. Sie wünscht baldige Verwirk­lichung der ausgestellten Grundsätze durch eine neue biblische Geschichte, die durch ihre Gruppierung des Stoffes zugleich elastisch genug wird, um den verschiedensten theologischer! Richtungen gerecht zu werden."

Der 32. Kongreß für Innere Mission in Bra. unschw eig in den Tagen vom 21. bis 24. Sept, hat den von uns ausgesprochenen Erwartungen im vollen Maße entsprochen. Seine bedeutsamen Verhandlungen wer­den ihren Crndruck nicht verfehlt haben. Unter sehr starker Beteiligung wurde in den berden Hauptversammlungen das Verhältnis der Inneren Mission, zur Moderrren Welt nach seiner theoretischen und praktischen Seite erörtert. In klarer und von tiefer Sachkenntnis zeugender Weise be­handelte D. Mayer ans Straßburg die antichristlichen Geistesströmungen der Gegenwart, wie sie die Masse der Gebildeten und deS Voltes beein.flussen. Er zeigte, daß der Materialismus wissenschaftlich überwunden, Haeckels Welttätseln trotz ihrer weiten Verbreitung von den be­deutendsten Männern der Wissenschaft das Todesurteil ge­

sprochen sei. Es gelte daher, diesen und anderen Systemen Den falschen Glorienschein der strengen und aUeinigen Wisserrschastlichkeit herunterzureißen, und in öffentlichen und privaten Diskussionen das wissenschaftliche Recht der christlichen Welt- und Lebensanschauung zu erweisen. Hier hat die Innere Mission große Aufgaben an den Gebildeten aller Stände, die sie mit neuem Ernst und eindringendem Verständnis lösen muß. Dekan Dr. LZurster aus Württem­berg besprach das Verhältnis der Inneren Mission und der humanitären Liebestätigkeit. Er gab jeder ihr Rech-, und ihr gesondertes Arbeitsgebiet, sie müssen sich ergänze.^ und tDUTien sich nicht entbehren. Um eine Zersplitterung der Kräfte zu verhüten, müssen fteilich die evangelischen Kreise sich in der Regel aus die Arbeit der Inneren Mission tonzenrrieren, deren Kern Seelengewinnung ist. Be­herzigenswerte Worte fielen dabei aus dein Munde eines hochgestellten Juristen. Was wir brauchen, sagte er, sind nicht mehr Worte, sonderrr mehr Opfer, persönliche Opfer. Gebildete Männer und Frauen nrüssen ihre Zeit urrd Kraft in den Dienst stellen, nach der Berufsarbeit die Abend­stunden jungen Leuten widmen oder dergleichen. Er erzählte, daß er seit Jahren in dieser Weise der Jugend diene; und es ist sicher, daß ein solches Beispiel persönlicher Hingabe mehr wert ist als viele Predigten. In den Dier Spezial- tonferenzen standen brennende Fragen des ösfentlichen und sozialen Lebens zur Erörterung, während die beiden großen Abendversammlungen und die vier Gottesdienste dazu dienten, die großen Gedanken der Inneren Mission in weitere Kreise der braunschweigischen Bevökke-nmg zu ttagen.

Auslanö.

London, 2. Okt. DemStandard wird aus Tientsin gedrahtet: Wenn die bezüglichen Dokumente echt seien, so hätte China die Goldminen Wei-hai-wer's vor der britischen Besetzuirg an Deutschland verpachtet, wo­durch die brrtischeti Rechte null und nichtig würden.

Sheffield, 2. Okt. In einer Rede, die Balfour heute hier hielt, teilte er mit, daß Lord Miln er das 2lmt des Kolonialsekretärs ausgeschlagen habe. Es bestehe keine Meinungsverschiedenheit zwischen Miluer und der Regierung. Milner sei jedoch der Ansicht, daß er der schwierigen südafrikanischen Frage besser Herr werden könne, wenn er an Ort und Stelle sei.

Brüssel, 2. Okt. Tie Konferenz für internationales Recht besprach die internationale Schiedsgerichts frage. Der französische Delegierte Hubbard erttärte u. a., Mi- nisterpräsidenr Combes sei bereit, die Mächte zur Ein­stellung jeder Vermehrung der militärischen .Rüstung aufzuf ordern.

M ür z st eg, 2. Sept. Aus unbekannter Ursache wurden heute dieSicherheitsvorkehruugen für den Zaren außerordentlich verschärft. Die Gendarmerie ist wesenttich verstärkt worden und die Straßen, welche die beiden Monarchen auf der Hin- und Rückfahrt zum Jagd­revier benutzten, wurden für jeden Verkehr abgesperrt. In der Nähe des Standes des Zaren wurde ein (Ändarmerie- posten ausgestellt. T)ie Abfahrt des Zaren nach Darmstadt erfolgt morgen nachmittag. Die Kon­ferenzen der Minister hatten, tote es heißt, das macedonische Reformprogramm zur Grundlage, dasselbe sei ertoeitert lieber das Ergebnis der Konferenzen werde in den nächsten Tagen eine Veröffentlichung er­folgen. Oesterreich-Ungarn und Rußland hofften noch immer, daß es die Türkei-Reformen durchführen urrd daH es ge- lingen werde, in Macedonien Ordnung zu schaffen.

Aus uni) Kani).

Gieß e.n, 3. Oktober 1903.

** Personalnachrichten. S. K. H. der Großherzotz hat, wie uns aus Darmstadt drahtlich gemeldet wird, den Geh. Kirchenrat Prof. Dr. Stade in Gießen auf sein An­suchen aus dem Amte eines Mitgliedes der Landessynode entlassen und zu seinem Nachfolger den Geh. Kirchenrat Pro­fessor Dr. Kattenbusch ernannt. Der Pfarrverwalter Georg Becker in Hopfgatten (Dekanat Alsfeld) wurde daselbst zum Pfarrer ernannt. Die durch die evang. Dekanats­synode zu Büdingen erfolgte Wahl des Pfarrers Ernst Büchner zum Stellvettreter des Dekanats Büdingen erhielt die Großh. Bestätigung.

* Personalien. S. K. H. der Großherzog haben den Oberlehrer an dem Ludwig-Georgs-Gymnasium zu Darmstadt, Professor Dr. Heinrich Schopp auf sein Nach­suchen, unter Anerkennung seiner langjährigen treuen Dienste in den Ruhestand versetzt und ihm d:e Krone zum Ritter­kreuz 1. Klaffe des Verdienstordens Philipps des Großmüttgen verliehen. Der Oberlehrer an dem Realgymnasium und der Oberrealschule zu Mainz, Professor Karl Stoltz, wurde zum Oberlehrer an dem Ludwig-Georgs-Gymnasium zu Darmstadt ernannt, der Pfarrer Otto Gros aus Zotzenheim zum Oberlehrer an dem Gymnasium und an der Oberreal­schule zu Worms. In den Ruhestand wurde versetzt der Bahnwärter in der Heff.-Preuß. Eisenbahngemeinschast, August Schulz zu Büches, auf sein Nachsuchen.

**Von der Landes Universität.. Nach dem amtlichen Teile derDarmst. Ztg." wurde der außerordent­liche Professor für römische? Recht an der Universität Leipzig, Dr. jur. Paul Kr et schm ar, zum außerordent­lichen Professor in der juristischen Fakultät der Landes- uniüerjität Gießen ernannt.

** Aus dem Bureau des Stadttheaters. Die am Sonntag stattfindende Premiere vonDer blinde Passagier", Lustspiel in 3 Akten von Blumenthal und