Nr. 127
•rltclet täglich außer Sonntag*.
Dem Gießener An-erger werden tm Wechsel mit dem Kelfische, fanörolrt die tießener Kamillen- blätter otermal tn der Woche beigelegt
No tattrxriörucf u. Verlag der vrühI 'schen Unwerl.-Buch-u. Stein» bruderet (Pietsch Erden) Redaktion, «rpeötttoa und Druckerei:
CdjnlRrafce 7.
Ndrefte für Levelchent Anzeiger Diebe».
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Mittwoch Ä. Juni 1803
Zwettes Blatt.
153. Jahrgang
Bezugspreis, moncttuch75P|„ viertel» fährlich Mk. 2.20; durch Adholc- iu Zweigstellen monatlich to W.; durch diePost Mk.2.— viertel- tährL ausschl. Bestestg. Annahme von Anzeigen für die ‘iaqetnummer bi* vormittag* 10 Uhr. Zeilenpre»*: letal 12'01^ aulrvärt* 20 Pig.
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GiehenerAnzeiger
General-Anzeiger w *
Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen
3>ie heutige Kummer umfaßt 10 Seiten.
Der Kaiser und Adolf v. Menzel.
Der Kaiser hat nach einem Berliner Lokalblatt von dem Lager in Döberitz in den letzten Tagen an Adolf Menzel telegraphiert:
Erv. Exzellenz sendet die um ihren König versammelte zweite Garde-Jnlanterie Brigade auS dem Lager von Döberih einen fröhlichen frischen Soldcttengruß und herzlichen Dank für daS Programm, auf dem der große König uns zum Siege führt: Pro gloria et pitria! Wilhelm R
DaS Blatt fügt hinzu, die Schlußworte bezögen sich auf ein von Menzel gezeichnetes Konzertprogramm zur Döberitzer Festtafel.
Der Kaiser hat ferner auS Prökelwitz an Menzel anläßlich deS jüngst gefeierten Jubiläums folgendes Schreiben gerichtet:
Zu dem heutigen Tage, an dem Sie der Akademie der Künste 60 Jahre angeyören, kann ich mir nicht versagen, Ihnen zu diesem seltenen Jubiläum meine wärmsten Glückwünsche auszusprechen. WaS Sie in dieser langen Zeil durch seltenes Talent und unermüdlichen Fleiß geschaffen, wird für Deutschlands Kunst und ihre Jünger stets vorbildlich bleiben. Durch unvergleichliche Meisterwerke haben Sie verstanden, den großen König und seine Heldentaten der y)lii- und Nachwelt vor Augen zu führen und die Erinnerung an jene für die jetzige Große des Vaterlandes grundlegende Zeit im Herzen deS deutschen Volkes zu befestigen. Dafür gebührt Ihnen der unauslöschliche Tank, wie meines HauseS, so der Nation unb der Armee. Mögen Sie noch lange im Rückblick auf Ihr arbeitsreiches, von den Idealen der Kunst getragenes und verschöntes Leben in geistiger und körperlicher Frische sich Ihrer Schöpfungen erfreuen und der vaterländischen Kunst als Attmetster erhalten bleiben. Meiner freudigen Anteilnahme an Ihrem Wohlergehen können Sie allezeit gewiß sein. Ihr wohlgeneigter unb in Dankbarkeit wohlafsektionierter König Wilhelm.
Volitifche Tagesschau.
Eine Abfertigung Chamberlains.
Zum Zolltariskonflikt in Kanada ergreift nun die Reichs- regierung in der „Nordd. Allgem. Ztg." das Wort. Das reichSofftziöfe Blatt läßt eS natürlich nicht so auS dem Walde herauSschallen, wie Chamberlain eS hineingcrufen hatte, und wie er vielleicht wünschte, daß eS herauSschalle, damit das Feuer nicht verlösche, an dem er sein Eisen -u schmieden gedenkt. Die .Nordd. Allgem. Ztg.^ giebt un Tone ruhiger Sachlichkeit einfach einen geschichtlichen Rückblick auf daS zoll- politische Verhältnis des Deutschen Reiches zu Kanada mü der fein-ironischen Bemerkung, daß ,im englischen Unter- Hause verschiedene irrige Auffassungen" über diese Angelegenheit zu Tage getreten seien. Dann wird ebenso elegant wie wirkungsvoll die groteske Behauptung Chamberlains abgetan, Deutschland betreibe eine Politik der Rache an Kanada. Die „Nordd. SUIg. 3tg/ konstatiert, daß von der im Zolltarifgesetz von 1879 enthaltenen Befugnis, Straf- oder ZuschlagS- zölle aufzulegen, dte deutsche Regierung gegenüber Kanada bisher überhaupt nicht Gebrauch gemacht hat, und schließt ihren Artikel folgendermaßen:
In keinem Stadium der Angelegenheit dachte die deutsche Regierung an irgend welche Einmischung in die Gestaltung der inneren Verhältnisse Großbritanniens zu seinen Kolonien, sondern führte lediglich die Vorschriften deS bestehenden Zollgesetzes auS. Wohl aber betonte die englische Regierung bei verschiedenen Anlässen, daß die Kolonien Großbritanniens als Gebiete mit eigenem Zollsystem zu betrachten seien, unb daß es ihrer Wahl vorbehalten bleiben müsse, ob sie einem Abkommen des Mutterlandes über Handels- und Zollangelegenheiten beitreten wollen oder nicht. Diesem grundsätzlichen Standpunkt der großbritannischen Regierung entipricht es, daß Deutschland Kanada als eigene* Zollgebiet behandelt.
Herr Chamberlain ist also mit seinen eigenen Waffen geschlagen; seinem Versuch, den Zollkonflikt Deutschlands mit Kanada auf das Gebiet der Beziehungen Deutschlands zu England hinüberzuspielen, ist durch den Grafen Bülow — der Artikel der „Nordd. Allg. Ztg." entstammt augenschein- lich dem Reichskanzleramt — der Boden entzogen. Die vornehme Ruhe, in der Graf Bülow den einfachen Tatbestand veröffentlicht, unterscheidet sich wohltuend von dem lärmenden Pathos, mit dem Chamberlain notorische Unrichtigkeiten in die Welt hinausposaunte. Man darf gespannt darauf sein, waS der britische Kolonialminister nunmehr zu sagen hat.
Deutsches Reich.
Berlin, 2. Juni. Ter Kaiser hörte im Neuen Palais heute die Vorträge des Vertreters des Chefs des Militärkabinetts Oberst v. Oertzen und des Chefs des Lldmiralstabes Vizeadmiral Büchsei.
— Auf der morgen beginnenden Reise des Kaiserpaares nad) Frankfurt a. M. und Wiesbaden werden sich im Gefolge befinden: Oberhofmeisterin Gräfin v. Brockdorf, Hofdame Frl. v. Gcrsdorf, Oberhofmeister Graf Mirbach, Kammeryerr Graf Mülinen, Hausmarschall Graf zu Eulenburg, der Kommandant des Hauptquartiers General v. Plessen, Generaladjutant v. Scholl, Flügeladjntanr v. Plüskow, der Chef des Civilkabinetts v. Lncanus, als Vertreter des Auswärtigen Amts von Tschirschky und Boegendorfs, Oberstallmeister Graf Wedel, Leibarzt Stabsarzt Medner; in der Begleitung des Prinzen Eitel Friedrich werden sich befinden Öcntnant v. Schweidnitz, in der Begleitung des Herzogs von Sachsen-Coburg und Gotha Hauptmann v. Gillhausen.
— Prinz Adalbert bestand an Bord deS Torpedo- Schulschiffes „Blücher" die Prüfung im Torpedowesen mit vorzüglichem Erfolg. Morgen tritt er beim
L Seebatwllon in Kiel ein, um feine Ausbildung im Jn- fanteriebienfl zu erhalten.
— Finanzminister Frhr. v. Rheinbaben ist nach enter Depesche des „58erL Tagebl." in Chicago eingetroffen.
— Die „Nationalztg." berichtet, der frühere Abg. Ham - machet, der Vorsitzende des Zentraworftandes der nationalliberalen Partei, ist an Influenza erkrankt.
Danzig, 2. Juni. Hier tagte unter dem Vorsitz des Oberpräsidenren Delbrück die vierte ordentliche Generalversammlung der Deutschen Gesellschaft für Bolksbäder. Vom Reickskanzler Grafen Bülow, vom Staatssekretär Grafen Posaoowsty rc. Lagen Begrüßungsschreiben vor. Oberpräsident Delbrück führte in seiner Eröffnungsrede unter ariderem aus:
Tie außerordentlich scharfen Formen des wirtschaftlichen Kampfes in Teutfcyland hätten eine Fülle von sozialen Aufgaben geschaffen, deren sich das deutsche Volk und namentlich die wohlhabenden Kreise mit Wärme angenommen hätten. Man könne sagen, daß der Idealismus deS deutschen Volkes heutzutage darin bestehe, hygienische .Verbesserungen herbeizusühren und die Gesundheit des .Volkes Iräftigen und bessern zu helfen. Unter biejen Verbesserungen standen in erster Linie die Fragen der deutschen Wohlfahrtspflege und hierunter nicht zuletzt die Bestrebungen der deutschen Volksbädergesellschaft, deren bevorstehenden Beratungen er den besten Erfolg wünsche. Weimar, 2. Juni. Ter Großherzog und die Großherzogin sind am Nachmittag hier eingetroffen und am Bahnhofe vom Staatsministerium und den Spillen der Behörden empfangen worden. Jnr Fürstenzimmcr des Bahnhofs hielt der Präsident des Landtags, Frhr. v. Woten- han, eine kurze Begrüßungsansprache, woraus unter Glockengeläute, Kanonendonner und dem Jubel einer vieltausendköpfigen Menschenmenge der feierliche Einzug in die festlich geschmückte Stadt erfolgte. Bei der ersten Ehrenpforte bot Oberbürgermeister Pabst den Herrschaften einen Willkommengruß. Am Hoftheater begrüßte Generalintendant v. Bignau das Großherzogspaar.
Bayreuth, 2. Juni. Tas 6. Cheveauxlegers- Regiment begeht heute, morgen und übermorgen die Feier des hundertjährigen Bestehens in An- weesnheit des Prinzen Leopolo von Bayern, des Prinzen Albrecht von Preußen und anderer Ehrengäste. Für oie festlichen Veranstaltungen sind vorgeseyen ein Fackelzua el)e> maliger Regiments-Angehöriger, Rettersestspiele uno Parade. _______
Wahlbewegung.
DaS kaiserl. statistische Amt hat vor einigen Wochen ein umfaßendes Quellenwerk über die Ergebniffe der Volkszählung vom 1. Dezember 1900 veröffentlicht, bas u. A. auch Ausschlüsse über die konfessionelle Zusammensetzung der Bevölkerung der Reichstagswahlkreise enthält. Diese Angaben dürfen jetzt unmittelbar vor den Wahlen von besonderem In* tereffe sein. Wir teilen daher unseren Lesern die Haupt* ergebniffe dieser Zusammenstellung au5 unserem Lande mit, indem wir zugleich bei jedem Wahlkreise die Patteizugehörigkeit deS Abgeordneten während der letzten Legislaturperiode vermerken.
Bevöl-
davon
davon
Parteistell-
Wahlkreise
keruug
evange-
katho-
ung des Ab-
überhaupt
lisch
lisch
geordneten
1. Gießen
112 220
106 182
8 239
Antisemit
o. Friedberg
94 482
72 634
16 022
Nat.-lib.
3. Alsfeld
79117
73 779
8 826
Antisemit
4. Darmstadt
159196
137 639
17 633
Sozialdem.
5. Offenbach
174 789
96 653
73 058
■
K. Bensheim
109 836
80130
27 885
Nat.-lib.
7. Worms
128 312
66 364
57 589
0. Bingen
101 882
57 092
40 052
Freis. Dv.
g. Mainz
163 069
55 728
102 176
Cenlrum
Soeben ist uns zugegangen der Nachtrag zu der von dem Polizeirat Tr. Fischer in Dresden erläuterten Ausgabe des Reichstagswahlgesetzes und Wahlreglements. Verlag von C. Heinrich in Dresden. Preis 30 Pfg. Ter Nachtrag behandelt die durch die Einführung der Wahlzettclumschläge und des Jsolierraumes iWiig gewordene Abänderung der einschlagenden Paragraphen des Wahlreglements.
Dre Balkan-Unruhen.
Im Wilajet Adricmopel sand am 26. Mai in der Nähe des Dorfes Kowtschas ein hartnäckiger Kampf zwischen drei Banden und einem türkischen Detachement statt. Die ersteren ließen acht, die letzteren fünf Tote zurück. Eine andere Bande überraschte in den letzten Tagen eine türkische Abteilung bei Kadiköj und tötete fünf Mann. — Im Dorfe Sarakina entführte e ine Bande den griechischen Notabeln Nico Albantis und kreuzigte ihn. nachdem das Lösegeld von 300 Pfund nicht rechtzeitig für ihn gezahlt war.
Tie macedonischen Führer erhielten glaubwürdige Nachrichten, daß der russische und der östreichische Konsul m Monastir auf einer internationalen Untersuchung des Vorgehens der türkischen Behörden und Truppen während der Zerstörung des Tories Smerdesch bestehen. Türkischerseits wird geleugnet, daß Artillerie gegen das Torf benutzt wurde.
Nach einer Depesche aus Sofia hat die Regierung alle Mächte durch u>lc Vertreter über Die nicht offizielle Sendung Natschewuschs nach Konstantinopel unterrichtet. Von feiner Seite finö dagegen Einwendungen erhoben ivvr-
den. — In Sofia verlautet gerüchtweise, daß ca. 600 cm- gekerkerte Bulgaren im Wilajet-Saloniki auf freien Fuß gesetzt worden sind. Täglich treffen auS Macedonien neue Flüchtlinge ein, meistens Frauen, da die Männer sich ins Gebirge zu den Aufständischen schlagen.
Fürst Ferdinand ist nach Ebental ht Weber- Oesterreich zum Besuch seiner Mutter abgereift.
Der Pforte gingen Melbungen zu, baß bie Albanesen von Luma Hasst unb Neka bie Opposition gegen Die Reformen toieber ausgenommen haben.
Die „Frkf. Ztg." mclbet auS Konstantinopel: Die Pforte entsanbte ben Sektionschef Jassus Bey zum Doyen bes biplomatischcn Korps, Botschafter Baron Calisch, um im Interesse ber Sicherheit ben Botschaften vorzuschlagen, baß bie ben Zollfreiheiten genügenden Paketsendungen an die Botschaften in Gegenwart eines diplomatischen Beamten bei der Zollbehöroe revidiert werden sollen, da die Pforte anarchistische Attentate befürchtet. Baron Calice nahm den Vor|chlag vorläufig unb mit ber Be- bingung an, baß bie Senbungen in ben Botschaften selbst in Gegenwart von türkischen Zollbeamten geöffnet werben. Sämtliche anbere Gesanbtschatten schlossen sich cm.
Die „Agence Havas" meldet aus Konstantinopel, bat UnisikationSprvjekt ist burch ein kaiserliches Jrabe enb- giltig sanktioniert worben.
Ausland.
Paris, 2. Juni. Ter Strafzug gegen bie Stämme ber Higig-Oase ist beschlossen. Es handelt sich, wie offiziös nochmals versichert wird, keineswegs um Eroberungsabsichten, sondern um bie Sicherung der Oran- Grenze. Tie Besetzung Figigs wird im Einvernehmen mit ben marokkanischen Behörben erfolgen, bic „unfähig sind, die Ordnung in den Wüstenstäbten aufrecht zu erhalten." 3 Heeressäulen gehen von drei Seiten gleichzeitig nach Figig. Einheimische Hilsstruppen werden in großer Stärte zur Mitwirkung herangezogen.
Rom, 2. Juni. Tumultuarische Kundgebungen gegen Oesterreich dauern fort. Gestern abend bei bem Konzert auf der Piazza Colonna verlangte das Publikum, unter dem sich viele Studenten befanden, stürmisch die Garibaldi-Hymne. Auf Befehl der Polizei weigerte sich die Musik, dieses Stück zu spielen. Tavauf brachen Tumulte mit Pereatrusen aus. Wegen der in der Nähe der Piazza Colonna liegenden österreichischen Botschaft ging die Polizei mit größter Rücksichtslosigkeit vor, auch Militär erschien und die Ternonstranten wurden auseinandergetrieben, wobei mehrere von ihnen leichte Verletzun gen erhielten.
— Tie vatikanische offiziöse Presse erklärt, wenn Präsident Loubet nach Rom komme, um den Besuch finnig Viktor Emanuels zu erwidern, so werde er als Katholik und Haupt eines trotz der Bemühungen des Ministerpräsi- Denten Combos noch immer katholischen Staates natürlich vom Papst nicht empfangen werden.
Budapest, 2. Juni. Anläßlich der Zusammenkunft der slowenischen Lehrer kam es gestern zu Ausschreitungen. Tie Polizei gab, als der Volkshaufe stetig anwuchs, A l a r m s ch u s s e ab, um Hilfe herbeizurufen. Die Menge üerftanb die Schüsse falsch und griffdiePolizei an. Tann zog sie vor die Universität, wo sie von der Polizei und Genbarmerie zerstreut würbe. Hierauf verteilte sie sich und verübte Ausschreitungen in ber Stabt, bis Militär zugezogen würbe, welches bie Straßen absperrte und bie Ruhe triebet herstellte. Etwa 50 Verhaftungen würben vorgenommen.
Ans Stadl und Land.
Gießen, 3. Juni 1903.
•• DaS Großherzogliche Regierungsblatt Nr. 3 5, ausgegeben am 30. Mai d. I., enthält: Verordnung, die Lagerung und Aufbewahrung von Mineralölen betreffend. Vom 20. Mai 1903.
"Der Jahresbericht der Großh. Hessischen Gewerbe-Inspektionen für das Jahr 1902 ist jetzt zu gleicher Zeit mit dem Bericht der preußischen Inspektionen erschienen. Dieser Bericht ist bedeutend umfangreicher als wie der des Jahres 1901, denn während letzterer 181 Seiten umfaßte, weist der neue Bericht 254 Seilen auf. Die bem Bericht beigegebenen Tabelleneinlagen umfaßen diesmal allein über 80 Seiten, währenb sie im Vorjahr nur 60 Seiten auf* wiesen. Unter ben diesmaligen Tabellen hat auch eine Statistik über die Mitgliederzahl ber Allgemeinen Ortskrankenkasse in Offenbach Aufnahme gefunben. Als 2lnhang ist dem Bericht eine Abhandlung über die „handwerksmäßige Ausbildung von Lehrlingen in Fabriken sowie in Werkstätten, welche Bestandteile fabrikmäßiger Betriebe sind", beigegeben. In die Berichterstattung sind diesmal die Gast- und Schankwittschaften zum ersten male einbezogen worden.
’* Wette rnachrichten. Gestern um Mittag trat hier endlich das seit einigen Tagen schon erwartete Gewitter ein. Ein reichlicher Regen ging erst in der Nacht nieder. Heute regnet es noch weiter fort. Tie Temperatur ist erheblich gesunlen. Tas Barometer ist im Steigen begriffen. Aus Borsdorf, 2. Juni, wird uns von unserem Korrespondenten gemeldet: Gestern nachmittag geaen 2 Uljr ging hier und in ber Umgebung ein äußer st scyweres Gewitter nieber, bas leider auch von heftigem Hagetschlag begleitet war. Obstbäume und Korn haben erheb-
: r „Harbwald^ nach Ulfa führende Straße war mit abgeschlagenen jungen Zweigen Dicht bedeckt. Noch abends lagen an der Sonne nicht ausgesetztenStellen dieHagelkorner Dicht geschichtet. 3n;


