Samstag 2. Mai 1S03
153. Jahrgang
On-ftes Blatt
a fordern. Wir glauben in der Annahme nllbt I Trreguna , daß bezügliche Schritte schon erfo.gt fuib. | —■ «*
läßt die Ausführung des Anschlages aber er- Salomn.c
Städten,
Brandplatze und in den Straßen und liegen alle Straßen durch Truppen besetzen, sowie die Konsulate und andere hervorragclwe Gebäude militärisch scharf bewachen. Ter Wall versprach den Konsuln den möglichsten Schutz der
Stimme em schmeichelndes angenehmes Piano, und besonders wohltuend ist die spielende Dichtigkeit ihrer GefangSatt. Schauspielerisch stand ja Frll B. gestern nicht auf der Höhe ihrer Leistungsfähigkeit. Ihre von beiten natürlichen Gaben ge- hobene sichere Darstellungskunst braucht zu voller Entfaltung als Grundlage Munterkeit, neckischen Uebcrmut Die Figur der Fiamelta besitzt übrigens einen Hauch von historischer Wahrheit. Boccaccio befand sich zu Anfang der 40 er Jahre des 14. Jahrhunderts am Hofe Honig Roberts von Neapel. Hier lernte der junge Dichter und spätere bedeutendste uab lemsche Novellist Petrarca kennen, der m chm das Streben entfachte, dessen Ruhme nachzueifern; hier entbrannte er in heftiger Liebe zu der schönen Prinzessin Maria, einer natürlichen Tochter Honig Roberts, die jedoch bereits sett Jahren an einen neapolitanischen Edelmann verheiratet war, und nicht, wie die Herren Textdichter sie einem neuen Geschlechte oorzuführen für gut fanden, als „Jiehlochtcr" der Frau eines Gewürzkrämers üoergeven ist. Historiich aber istS wieder, daß Boccaccios Liebe nicht unerwidett blieb; sie zog ihn von dem Gewöhnlichen ab und erfüllte fernen Geist nut erhabenen Ideen und dem Streben nach den höchsten Idealen des Lebens. Er verherrlichte SJlaria unter dem Namen Fiamelta in dem Roman gleichen 9lanien6, ferner in dem Roman r$ilicopoJ und in dem epischen Gedichte .Teseide', in dem er die Geschichte ferner Liebe darstellt.
Bon den übrigen mitwirkenden Damen sind noch Fräul. Halbem, die sich mehr beciferte um der Suppe'schen Faß- bmdersgattin Lüderlichkeit als deren Liederreichtum, und Frau Schatz-Graf als verdünnte Milchschwester Petronella von Goethes Frau Marthe hervorzuyeben.
Ten Lambertucew gab Herr Bruck. Seine Zcrubeibaum- szene im zweiten Akte, das Houplet „Wie Gott will, ich halt
Volilische Tagesschau.
Die Maifeier.
Die Nachrichten über die iUlaifcicrn der Sozialdemokraten besagen sLmlllch, daß der Weltfeiertag allenthalben durchaus
junge», (JlTtfß,
In'was?
Zeiten den Leuten
stillrc. 2C waren getragen von echter Operettenkomik. Ein tüsllicher Barbier war Herr Gehring, der aber vielleicht besser mit Herrn Ganzert getauscht hätte, dem der Prinz Pietro zugefallen war. Herrn GehringS Homik ist um eurige 9luancen weniger drastisch als die des Herrn Ganzett, der als ellenlanger Barbier womöglich mit ellenlangen Schnabelschuhen eme höchst possierliche Rolle gespielt hätte, während sich Herr Gehring besser in die Prinzenrolle gefügt hatte. Herr Sommer trug das famose Faßbinderlied mit vieler Bravour vor und tat auch darstellerisch ferne volle Schuldigkeit.
Angenehm berührte die reiche Aoitümierung, auch des Chores, der auch im übrigen feine Sache ganz flott machte. Freilich hätte ja die ganze Vorstellung noch einen leichteren Fluß im Ensemble vertragen, sie war auch nicht auf jenen feinen musikalischen Ton ge|limmt, den daL graziöse Werk fordert. Zum Schluß noch, daß in „per bacco di Veuere“ des letzten Wortes erfte Silbe zu betonen ist und daß das z in Firenze nicht wie tfch, sondern wie ,ds" auszusprechen ist.
Aus F r a n k f u r t a. M. schreibt man uns: In der neu arrangierten Mai-Ausstellung der Galerie Hermes dominiert neben einer Lollettion Landschaften des Tyorna> Schülers und -Freundes Alben Lang Altmeister Lenbach mit einer Sammlung von 13 Porträts, darunter 2 Bild- uissen des Fürsten Bismarck. Ausgestellt sind ferner ein ueues Bild von Fritz Aug. von Kaulbach, Werke von Segaw- tüv, Tefregger, F^rie, Leibi, BvcNin, Muncaczy, Schönteber und Uhde. Hans Thoma ist mit sechs Werken und Professor Hengeler mit sieben seiner humorvollen Genrebilder vertreten.
monatlich 7b i»!.. Die rttle Kid) Mk. ISO; durch
He- u. Zweigstellen monaihct to Pf.; durch die Post Mk.r.— Diertd- jäbrL aue|d)L Bestellg. Mnnat)me ooe Anzeige, für die •ioqctnummec bis vormittag» 10 Uhr. ZeilenvreiS: total auswärts 8U tilg.
Beraniworllich tüt den polu. und allgem. Teil: P. Witiko, tüt .Stadt und Uanö* und
Gencht«saatt: August Götz. tüt den An» zeigenieit: $>ani Beck.
fehlzuaehen, —„ --v « , - . .
^ebenfalls läßt bie Ausführung des kennen, daß er von langer Hand vorbereitet fein muß, weshalb der Türkei em Borwurf wegen ungenügender Bewachung der bedrohten Lokale nicht erwart werden kann. Andererseits muß jcbod) auch darauf hingewllfen werden, daß die Verschwörer ohne eigentümlich günstige Umstande gewiß nicht in den Besitz so großer Thnamitvorraie, wie Der Anschlag erforderte, gelangt fein können.
Ter Berd acht verstärkt fich übrigens, Dag Bulgarien bei diesen Vorgängen seine ^and im Spiele haben
liegen ferner folgende Nachrichten vor:
Pera 1. Akai. Anger der otto manisch en Dank wurde in Saloniki der Deutsche Klub zerstört. Drei Mitglieder desselben wurden verletzt, eines i|t tot Auch der deutsche Ko n s u l a t s v e r w e s e r soll leicht verletzt fein. Tas Petroteum-Depot der Bahn und die deutsche Schule wurden mit Bomben beschossen, ^vtere ohne Schaden. Die Explosion eines französischen Dampfers ist ebenfalls die Folge eines Born-
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Stauen.
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5>ic KulLtin-ztaruyeu.
Tie Berliner „Post- schreibt, anscheinend offiziös: Die ans neueren Meldungen über den Anschlag auf die 011o m a n b a n k i n S a l o n i k i sich ergibt, i|t auch das neben der Bank belegene d e u t s che K l u blo ka 11 n Mitleidenschaft gezogen worden. Mehrere Verletzungen von Klubmitgliedern, darunter eine schwere, sind zu beklagen uiid auch der Tod eines französischen Schweizers, Der dem Stlub angehört Soweit Verluste oder eine----IT- -v - .
SÄaunabeu.jaxn &l>ci£unb liifleutumä ju »ei jei^ien | Jtemben. Lutzcr einigen tocbulbigen |oinie be»a||neten ist?wiä> bie beiltsche Regierung -weiselios ®e-|tiulgMen würben nun) jalreicge XSetbadjtige verhnileL Tie
i.
nMa), 30. April. M fsenen Nachrichten wird phe in Fran! einem t vermeintlichen Vulkan- n, die durch Die stürzen« ind. M van den 17 togleuten eiitüften, die Ä( her in dem
uf 95 geschah mrbe buuf) einen faß Es find Arbeiten im M leiten. Tu mmjten i, die durch den Mvef i verursacht routbt, un- durch das Gestein ge- unterbrochen. , ;etn wurden aus einen oerfchüsfe abgegeben, rcklöchert.
Türken zwei Tote. . , ..
— Neue unkontrollierbare Gerüchte besagen, daß Die Komitees hier und in Monastir, sowie an anderen Ltten ähnliche Anschläge, wie in Saloniki, planen. Ster- dJiebene diplomatische Stellen rieten Der Psvrie die aller- strengsten Vorsichtsmaßregeln. — Die gewöhnlich, lausen hier Die übertriebensten, völlig unbcgrünDelen Gerüchte um, zum Beispiel, daß Die Pforte und Bulgarien eine allgemeine iiü)bili|ierung aiurDncten, unD anderes. Auch be- . üglitti angeblicher Sujritte der Mächte steht nur fest, daß iw die Eh.fs Der dipidmatifchen Missionen vorläufig alleilig über Die Vorfälle unterrichten, sooann ihren Regier- ungen berichten uno um Jnstrullionen bitten werben, was nicht hindert, daß einige aus eigener Initiative die Ster- alle mit Der Psvrte besprachen unD enisprechende Älaß- regeln zum Schutze ihrer Untertanen verlangten, die Pforte ür etwaige Verluste an Leben und Gut ihrer Untertanen verantwortlich machten und sreuiidschaftiiche Ratschläge erteilten. , .
Die Vorfälle in Saloniki riefen selbstverständlich in türkischen Regierungskreisen große Erregung hervor und machten auf die diplomatischen Kreise großen Eindruck. Unter letzteren herrscht jedoch die Meinung vor, daß durch die Tynamitans'chläge, Die Verluste an Leben und Eigentum fremder Untertanen verursachten, Die Komitees ihre mace- oonischen LandSieute und Die Bulgaren unendlich fdjäbia- ten. Tie Äluchte werden wahrscheinlich Die Pforte nicht hindern, die ailer|treng|ien Maßregeln gegen die Komitees zn ergreifen. Ungtreä>t und unnötig wäre es, anzunehmen, oaß Die Ereignisse in Saloniki Die gleichen ernsten Folgen Haven müßten, ivie früher ähnliche Ereignisse. Wenn Die Pforte gleich rasch handelt, könne sie angesichts Der heutigen FneDensabjichten und der Unterstützung der Mächte alle üblen Folgen Der Ereignisse verhindern. In diplo- matisclsen Kreisen ist man erfiaunt, oaß die Pforte, die in der letzten Zeit avisiert war, daß Die Komitees in Salo- niti unD anDeren Orten Attentate planen, keine bessere Ueberwachung Durchsührte, unD solche umfassenDen Sitten- tatsoorbereitungen mogllch waren. Nach pnoaien Ermittelungen war Dies nur dadurch möglich, daß bie schlecht befolgte türkische Polizei unb Gendarmerie von Den Komitees beeinflußt wurden und den lleberwachungsBienft vernachlässigten.
•
Neapel, 1. Mai. „Agenzia Stefan?' meldet: Eine Division des Mittelmeergeschwaders erhiell Befehl, fich nach Saloniki zu begeben.
Mg.
vorige Woche haben mr n?^Mnzenberg W Ueberbrütfung der SIW joweit
steht zu hossen Oftober b. F. fertig ^^LanbwirtschLst W durchschnittene »außer betreibe auch Ben Mngen angebaut »ft verfrachtet werden sstellung der Bahn bs lle erwachsen, da als- )en jetzigen Stationen Arundbesitzer, die das keine Schwierigkeiten. Ausnahme des güchl. baldigen Verkauf ihrer besinnt man sich in
mgen.
Kietzener Wujcißcr®- s0ifer trat mit 6*’ Minutin, ton ®üde5 itten, erfolgte U Uh
L 1000 Shibcnfen
0 verwundet'
~ ist groß; Handel unb Verkehr stocken.
verlautet, daß, gleichzeilig mit Den Vorfällen itt Saloniki, auch im Wilajct Monastir verfchieDene Aktto- nen ftattfanben. Gerüchten zufolge überschritten starve BanDen Die bulgarische Grenze ES fauDen große dampfe statt. Eme Bestätigung Dieser, wohl vielfach In Der Erregung über bie Saloniker Borsälle übertriebenen ober von ben Komitees lancicrien Rachriclsien fehlen noch, yiur über eine vorgestern auf Malesch-Planina, Dem Kreise Pechtschowa, SBüajet UeSkueb, erfolgten Jusammelistoß mit emer großen BanDe verlautet, Daß Die Bande mehrere hundert Mann stark unD Der Kamps sehr hartnäcklg war. Auf beiDen Seiten seien große Verluste zu verzeichnen. Am 25. April fanD ein Zusammenstoß mit BanDe« 1U Kilometer süDlich von Krajowa im Mlajet lleskueb statt. Tie BanDen verloren vier Lote und 16 Gefangene, Die
Konstantinopel, 30. April. (Wiener Korr.-Bur.) Die herüber Des Bornbenanichlags auf Den f r an- zösifchen Dampfer „GuaD alqutvir" touiDen nach turfifdicn Angaben in llesmb verhaftet. Tie Pforte erklärt, angesichts Der Dynamitallion Des Komnees mü)|e ganz Europa Diese als Anarchismus verurtellen unD ent- ipreaicnde ^uiaüregcln giich-igen. Die Pforte bereitet über Die Ereignisse ein Ztttular an Die Mächte vor. Nach Angaben Der Pforte herrscht heute in Saloniki Ruhe. ^ie Pforte toirD zum Schutze Der sremDen Unteitanen uich deren Eigentum in Saloniki energiiche Maßregeln ergreifen und den B>.lagerunaszustand proklamieren. Im ^)llb.z»pull.ast, wo die Vorfälle m Saloniki große Erregung heroorgevusen haben, wurden nachts ein Ministerrai unb sodann militärische Beratungen abgehaltcn. Die Gerüchte, baß Das ztorps in Salonit.i unb bas zweite in Adrianvpel iiMbilisiert seien, beftattgen sich bisher nicht. Nach türkischer Angabe würbe auch gegen Das türkische Hauptpostamt in Saloniki ein Bombenatten tat ger.chicHs-h^ie großen Schaden anzutichten. Aach derselben umgäbe Die
Uebcltäter im Wagen bei Der Ollomanbank vor unb, mDem einige von ihnen sich auf ben Wachtposten warfen, brangen bie Uebrigen in das Bankgebaude em und setzten dasselbe Durch eine Tyttamit-Explosion in Brand.
— Weitere Meldungen über bie Vorsalle in Saloniki besagen: Mittwochabend rouroen seitens der macedoiiischen Komitees an etwa 50 Pu litt en Der Stadt und Umgebung Tyliamit-Anschtuge verübt. Lurch den Brand der Filiale Der Otto Mandant wurde auch die gegenüberliegende My- telenebanl ergriffen. Tie Gelddepots ui den beiden Bauten sollen gerettet sein. Auch gegen Den Fremdenllud und mehrere atejiauratits wurden Bomben ge.oorfeu Truppen, Geitdarmen und Polizei verfolgten Die Uebeltater. Labe sanden bis nach Mitternacht dauernde Lämpie statt. Au leiden Seiten gab es viele Tote unb Verwundete, Darunter viele Unbeteiligte. Ter Werkstättenleiter Der Ortentbahn, Guitao Biuigs erlitt bei ben Explosionen einen Schienendruch Sonst ist niemand vom Personal der Bahn verletzt. Auch deren Bauanlagen sind unbeschädigt. Ter Walt und der Mlllläikommatidalit erschienen auf dem
König Georg erwiderte: .
„Gestatten «le mir Euere Majestät, für Die liebenswürdigen Worte, welche Sie soeben an mich zu richten die Gate hatten, meinen wärmsten unb tiefgefühltesten Tank auszusprechen. Außerbem Drängt es mich ganz besonders. Euerer Majestät zu danken für die Ehre, Die Sie mir erwiesen haben Durch Die Ernennung zum Ehe Ihres Regiments „Alt-Württemberg". Es ist mir Diese Ernennung eine ganz bejonDere Freube, einmal, weil mein verehrter Bruder jahrelang Ehef des Regimentes mar, aber ganz besonders, well ich dadurch mich zur württemdergischen Armee rechnen kann, der Armee, mit
wir in ben denkwürdigen Tagen vor Paris bei den Ausfällen von Pilliers und Ehampigny am 30. 9teDem- ber und 2. T-ezember Schulter an Schuller kämpften. Ich erbebe mein Gtas auf das Wohl Euerer Majestät, >zhrer Diaieftät Der Königin unD des ganzen fgl. Hauses. Der König von Württemberg, Die Königin unD das gesamte njüttteinbergifdx HauS hoch!"
Sväter war eine Galavorstellung im Hoftheater. Es wurde Das Bühnenspiel „Lobetanz" von Bierbaum mll Der Musik von Thuille gegeben.
Gittzencr tztadtthralcr.
Boccaccio.
Operette von Franz v. Suppä.
Die auf Flügeln DcS Gesanges weil über ihren schnurrigen, aber leider nichts weniger als geistreichen Text uch^ erhebende Suppö'schc Operette Boccaccio* machte sich am tfrenag aus unserer Bühne recht nett. Tie ^Dlufif atmet flotte,Laune, bisweilen bis zu toller Phantastik gesteigert, sie hat schwi.ng und reiche melodische Erfindung, man trifft wirkliche Ttu i - stücke, und besonders auch orchestralen Humor. m
.Boccaccio- grotesk ist, ist doch fast immer noch zulässig und iraendwo aus dem Volksleben gegriffen; so erscheint z. -v. gleich Mi ersten Akte, wo der Ausrusir aus Lorenz m seinem Reklamewagen die neuesten cm
treues italienisches Straßenbild zu ongineller 2ku,iL
Frl. Stöger aab die Rolle des Titelhelden, wie sie von ben Lxtmachern zeichne- ilt, rech, gut unb na M*>M meb.ich in bet meltn.änni^en, lebenslustigen unb bunun. brüllen $oppelfituation beb ge.e.eNen Dichteriungl.ngS Unb Bauerndutichcn (2. AM nut bem langroaUenbcn ^onbha-r bet anerfannten Summtöpfe unb »erkannten Äemes. Im ersten Akte, bet gesanglich seht groge An,°tberungen itcllt, litt Frl. St. merklich umet einet Jnbispaimon: man per. mißte unpetbtauchte Frische, sie entlchabigte aber hier unb noch mehr in ben beiben letzten Akten durch ihre stbe e Darstellung, ihren natürlichen Humor. dr[-, ®B'tI brachte ihren alocfenreinen Sopran wicbet zur Ichänsten Geltung, namen . fihWfc .Hab .ch nut Deine Siebe- aber auch in dem Duette mir Boccaccio „6m armer Blmder und bi la beUa Fiorentina“, eie entwickelt m Der Rrittellage der
nu g tuun
Aer König von Sachsen in Stuttgart.
Stuttgart, L Mai.
Heute mittag traf Zkönig Georg von Sechsen hier ein. Auf Dem Hauptbahnhof fand großer Empfang statt, zu dem der König von Württemberg, Die Prinzessin, Der zum ChrenDienst lommanDieite Kriegsminister Generalleutnant v. Schnürten, der sächsische Gesandte Frhr. v. Friesen, Die Hofstaaten, sämtliche Generale unD Die Vertreter Der Stadt irschienen waren. Die beiden Monarchen begrüßten sich auf das herzlichste, worauf sie unter Geleite einer Eskadron Dragoner in das Residenzschloß fuhren. Am Portal des Residenzschlosses war eine Ehientompagnie aufgestellt. Beide Könige schritten die Front ab und nahmen Dann einen Parademarsch entgegen. Königin Charlotte begrüßte den Gast im Residenzfchwß, worauf sich die Fürstlichkeiten irn Wiihelnispalast zu einem Familiensrühsiück vereinigten. Am Abend sand Galalasel im Residenzschloß statt. Im Lause des Tiners brad^te König Wilhelm folgenden Trink sprach aus:
„Euere Masi'iiäk wollen mir gestatten, am heutigen Tage Ihnen in meinem, meines Dauses, meiner Haupt- ftaDt und des ganzen Landes ".'kamen einen herzllä>en Will, kommengruß entgegenzubringen. Ich darf zugleich Den Daiik dasür verbinden. Euere Majestät bet uns als Gast zu ehen, und hierin einen erneuten Beweis Der freundschaftlichen Gcs.nnung erblicken, die Euere Majestät für uns beseelen. Was an mit liegt, soll immer geschehen, um Die Gefühle herzlicb zu enuioern, unD das treue nachbarfreuiioschaftiiaie Verhältnis zwisuien unseren Län- dem zu hegen unb zu pflegen. Die allerbesten Wünsche für eine gqegnete Ougietung Euerer Majestät möchte ich zum AusDruck bringen in Dem Wunsche, daß Gott Sic lange erhalte zum Segen Ihres Volles und LLndes. Ter König von Sachsen hoch!"
GietzenerAnzeiger
General-Anzeiger v
Amts- Md Anzeigeblatt für den Kreis Gießen
Nr. 102
Erscheint täglich außer Eomnag«.
Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit bem hesfische» tondwttt Die Gießener Kamillen, blätter viermal in Der Woche betqelegt.
Rokalionadruck u. Vertag der Brüh l'schon Univerl.-Buch- n.Slern» brudetet lVielsch Erben) Äebatiion, Ervevnwn und Druckerei:
Schulstraße 7.
SdreNe tüt Teoeschen: Anzeiger Aietzeu.
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