8204
Loiaer. * ——
Wfoanet
' iurij<- fiaraitie rtrujL’Ä yii Mser- • *fiS» ?
s«n.
Qualität,
' 1 **> in «ta
‘en. “ 30 ,50 «•■
•15] «'n giülem tn
Muns
<n ft rt,. tittb'/ «iiw fl8*Wt litca 34000 Untan. mü ca 8ran4e
chiMW'L lann und die h-mSarbril it. Eintritt lann sofort er- i. Etristl. Offerten unter 34 an die Sn>edmon d. BI. Gesucht ~ DienWen, welches schon 'Lause gedient hak, in kleinen dl. Eintritt fof. ob. 1.JRai
K/Saalage 85, 12] WttDäpch-«xMer
4] lüdn Joffrin Dotm
tzavp^' MglM
cbut* L siebe
5SSr<
""tags gesucht. ___?chüHeo-a»-.
ich Arbeiter te Arbeit gesucht.
A°dk. r»kn, ernledUwgMtz.svi.vntzüu "di. Kch edeni. im Hause. slsll,Taveünu.Dckoialeui, daS Kontor emer ijufigen „Lehrling itei Schulbildung lofott ge> Dffert.unt,Erling 3215* ert die EM d. öl. smädcheu gesucht. 01635 vltichstratzr B, UL
Zuverl.ssrau türStztd.W. : Näh Ztällffratze 15, DI.
19] Gesucht zum 1. Juni bei Lohn ein Mädchen, welches kann u. Hausarbeit oerM. Velin-, Gr ßleiniveg r>. chrmüdchc»
vküder echartdt, SeiterStveg 88.
Nr. 100 Zweites Blatt.
löl. Jahrgang.
Dienstag 30. April 1901
W<HUH täglich mtt M Montag-
•k W*etr Familien* Müler KxrbtR dem An« Mhyc i» vech,«1 mit „Heff. 6w*w4rtw und „Blätter flk H- «»»Skunde- Met. om< »scheatüch beigelrgt.
■hie#**« »en va»eta«n fll Mr N#ch*t«og« für kn M*mM« lag «rschetnende» Bmwi« Hl Bonn 10 Uhr ®**e#4«e*i«* Ipürettrn« oknM Mrhrr.
E*uhtw, rnxdttion und fikMdted: Sch«lßrasie 7.
GietzenerAnzeiger
w General-Anzeiger v
Amts- und Anzeigeblatt für den Ureis Gießen
Bezugspreis vierteilLchrL Mi. 2.20, monail. 75 P^T Mlt Brulgerlohn: durch Iw Adholestelleu vieNeljLhtt. Mk. 1.90, monatl. 65 Ptzk
Bei Postbezug viert,ljähtt. Mk. 2.00 ohne BesteNgetl.
All« Anzriqcn-BcrmUilenOG. strl'en deS 3n= und Öu«l«nhl nehmen Anzeigen |6r de» ■Itcfitntr «nActger entgeer«. Bellenprtio lokal 11 rfcv auSwärlü SU Pia-
Ldresie für Depefche»! Anzeiger Stehe«.
Fernsprcchanschluß 9hr.H.
Amtlicher Heil.
Bekanntmachung.
Betr.: Maul« und Klauenseuche.
In Wieseck ist die Maul- und Klauenseuche au§ge -rochen und GemarkuugSsperre angeordnet worden.
Gießen, den 29. April 1901.
Großherzogliches Kreisamt Gießen v. Bechtold.
Bekanntmachung.
Betr.: Maul- und Klauenseuche Wieseck.
Mit Rücksicht auf die in Wieseck herrschende Maul- und Klauenseuche verbieten wir hiermit das Durchtreiben und Fahren von Klauentieren zu dem am 30. April und 1. Mai in Gießen stattfiudendeu BiehmLrkten durch die Gemarkung Wieseck.
Zuwiderhandlungen werden nach § 328 des ReichSftraf- gesetzbuchs und §§ 66, 4 des ReichSviehseucheugesetzeS bestraft.
Gießen, den 29. April 1901.
Großherzogliches Kreis amt Gieße«.
I. D.: Dr. Heinrichs.
Bekanntmachung.
Die Goethestraße zwischen Seltersweg und Südanlage wird neu eingedeckt und eingewalzt und deshalb am 30. April und 1. Mai l. Js. für den Fuhrwerksverkehr gesperrt.
Gießen, den 29. April 1901.
Großherzogliches Polizeiamt Gießen.
Hechler.
Bekanntmachung.
Dem Wilhelm Weil zu Gießen ist die Konzession als Dienstmann mit der Nr. 13 erteilt worden.
Gießen, den 29. April 1901.
Grvßherzogliches Pvlizeiamt Gießen.
Hechler.
Der Kaiser in Eisenach.
Aus Eisenach wird gemeldet: Ter Kaiser ist am Samstag hier eingetroffen, und vom Großherzog Wilhelm Ernst ewipsangen worden. Der Kaiser, der die Uniform des Jn- ßanterie-Regiments Nr. 94 (Großherzog von Sachsen) trug, schritt mit dem Großherzog die Front der Ehrenkompagme ab, während die Regimentskapelle die Nationalhymne spielte. Sodann fuhren der Kaiser und der Großherzog, von der Menge mit brausenden Hochrufen begrüßt, durch die taubgeschmückten und festlich beleuchteten Straßen nach dem ßiesidenzschloß.
Bor dem Nesidenzschlosse war eine Ehrenkompagnie des Infanterie-Regiments Nr. 94 aufgestellt. Nachdem der itaifer die Front abgeschritten, erfolgte der Vorbeimarsch Her Kompagnie. Bei der Tafel saß der Großherzog rechts, der Staatsminister Dr. Rothe links vom Kaiser. Ferner nahmen an der Tafel u. a. teil: der kommandierende Gneral deS 11. Armeekorps General der Infanterie von Wittich, der Kommandant des kaiserlichen Hauptquartiers General der Infanterie v. Plessen, der Chef des Zivilkabinetts Wirklicher Geheimer Rat v. Lucanus, der stellvertrende Chef des Militärkabinetts Generalmajor Graf von Hülsen-Häseler, die großherzoglichen Hofchargen und verschiedene Standes- versonen. Tie Regimentskapelle des 94. Regiments stellte die Tafelmusik. Während der Tafel wurden die Wartburg und die umliegenden Höhen durch Scheinwerfer beleuchtet.
Ter Großherzvg brachte folgenden Trinkspruch aus:
Ew. Majestät spreche ich meinen ehrerbietigsten Tank aus für den Besuch, den Allerhöchstdieselben meinem Hause abstatten. Ich bitte Ew. Majestät sicher zu sein, daß ich und mein Land diese hohe Ehre und Freude zu schätzen und zu würdigen wissen. Ich werde stets meine größte Ausgabe darin sehen, treu zu Kaiser und Reich zu stehen und mich immer bestrebt halten, auch die Familientraditionen, welche mein Haus mit dem hohen Hause Ew. Majestät stets verbunden haben, aufrecht zu erhalten. Meine Herren, den Gefiihlen der Treue für Se. Majestät geben wir Ausdruck, indem wir rufen: Se. Majestät der Kaiser Hurra!
Der Kaiser erwiderte:
Ich freue mich, meinen herzlichen Tank dafür aus- tzusprechen, daß ich die alten Beziehungen fortfetzen kann, die unsere Häuser verbinden. Es ist mir immer eine Freude, auf dem geheiligten Boden der Wartburg einige Tage in dem schonen Hügelland zubringen zu können. Äs ist dies mir stets eine angenehme Aussicht, wenn der Frühling heranrückt. Die Beziehungen zwischen meinem Harrte und dem weimarischen sino viele, und so vielfache, so innige und tiefe, daß sie der Erwähnung kaum bedürfen. Tie beiden Häuser sind miteinander unauflöslich verbunden. Weimar hat einen großen Anteil an der Entwickelung des Reiches uni) / an seiner jetzigen Gestaltung, denn in der furchtbaren Periode, als unser Vaterland darniederlag, haben die Geistesgrößen, die von Weimar ausgingen, uns gerettet, indem sie den
Geist In unser Volk hineinkrugen, der das neue VaterlanH vorbereitete. Ew. Königl. Hoheit sind Verwalter eines hohen, großen und bedeutenden Palladiums geworden, des Palladiums der Wissenschaft, des Palladiums der Ideale, an denen unser deutsches Vaterland, die deutsche Dicht tunft und die deutsche Kunst so reich sind. Hierher blicken infolgedessen von allen Gauen Deutschlands die Gelehrten und diejenigen, die sich noch ein jugendfrohes Herz bewahrt haben und alle, welche noch an Ideale glauben. Und deshalb, wenn ich jetzt mein Glas erhebe, trinke ich nicht nur auf den Bundesfürsten, sondern auch auf den Bewahrer der Traditionen, denen wir unsere geistigen Güter verdanken. Se. Königl. Hoheit der Großherzog Hurra! Hurra! Hurra!
Politische Tagesschau.
Bon unferm Berliner Korrespondenten wird uns geschrieben:
Die gespannte Lage in Preußen, wie sie durch die Tut Wickelung der Kanalfrage entstanden ist, dürfte wohl kaum mehr einer Steigerung fähig sein. Sie ist vielmehr auf ihren Höhepunkt angelangt, und Jedermann in den politischen Kreisen fühlt, daß der Bann von den Gemütern genommen werden muß, wenn wir nicht einer schweren inneren Krise zutreiben wollen. Die Regierung hat bis jetzt gegenüber der Lompromis- und Verschleppungstaktik der Kanalkommission noch immer nicht das entscheidende und erlösende Wort ge- sprochen, und eS ist bezeichnend genug für die Haltung der maßgebenden Minister, daß ein Blatt Herrn von Miquel kurzweg die „große Kanalsphynx" nennen konnte. Aller dingS mit Unrecht, denn Herrn v. Miquel nahestehende Personen wissen, daß in seinen Anschauungen inzwischen ein Wandel eingetreten, daß er heute entschlossen ist, sein Ver. bleiben im Amte vom Schicksal der Kanalvorlage abhängig zu machen. Dabei braucht man allerdings die Krisengerüchte, die jetzt neuerdings in einigen Blättern kolportiert werden, nicht tragisch zu nehmen. In eingeweihten Zirkeln weiß man von den Personalveränderungen, die ein Hamburger Blatt als bevorstehend ankündigt, und in deren Kreis selbst der Reichskanzler gezogen wird, absolut nichts. Solche Gerüchte tauchen mit der Zähigkeit der Seeschlange in Preußen immer wieder auf, wenn große innerpolitische Fragen unmittelbar vor der Entscheidung stehen. Um mit dem Reichskanzler zu beginnen, für den der geschäftige Ham burger Zeitungsmann bereits den bei den Agrariern allerdings bestgehaßten Botschafter in Konstantinopel, Frhrn. v Marschall, als Nachfolger bestellt hat, können wir versichern, daß speziell diese Nachricht maßgebenden Orts mit Heiter, feit ausgenommen worden ist. Weshalb sollte Graf Bülow, der das vollste Vertrauen des Kaisers besitzt, gerade jetzt gehen? Das wäre eine ebenso überflüssige wie Voraussicht lich ganz nutzlose Verschärfung der Lage, denn fein Nach folger könnte an den Dingen nichts ändern.
Nur daS Eingreifen der Krone direkt kann die jetzt vielfach gewünschte Klärung und Entscheidung herbeiführen. Wir haben bereits angedeutet, daß der Kaiser in Bonn dem Minister v. Thielen Weisungen erteilt hat, die geeignet sein dürften, in kürzester Zeit eine solche Klärung zu ermöglichen. Eingeweihte Personen wisien, daß der Kaiser von der jetzt bestehenden Verworrenheit der Lage nicht sonderlich erbaut ist, und daß er den dringenden Wunsch hat, ihr ein rasches Ende zu bereiten. Ebenso weiß man aber auch, daß kein Grund vorhanden ist, der den Minister v. Thielen, den die Krisenfabrikanten in den Kreis ihrer Betrachtungen gezogen haben, veranlaffen könnte, jetzt zurückzutreten, und was den Landwirtschaftsminister Freiherrn v. Hammerstein betrifft, so ist auch er schon oft tot gesagt worden, um sich nachher eines desto kräftigeren Lebens zu erfreuen. Verlohnt es sich also nicht, bei den Phantasien über bevorstehende Ministerwechsel Halt zu machen, so ist die Frage, waS aus der Kanalvorlage wird, allerdings eine ernstere. Der zähe Widerstand der kanalgeguerischen Elemente läßt nicht erhoffen, daß eine Ver ständigung über den Mittellandkanal herbeigeführt werden wird, und will die Regierung auf diesen nicht verzichten oder die Entscheidung auf Jahre htnausschiebeu, wie das durch den Kompromißvorschlag in der Kommission bewerkstelligt werden soll; sie wird, so versichert man, zu Maßnahmen schreiten, von denen in erster Reihe die Kanaloppofitiou ernst haft betroffen werden wird.
Deutsches Reich.
Berlin, 28- April. Der Kaiser wird sich, wie wir erfahren, am 9. Mai von hier aus nach Straßburg i. E. begeben, um den 10. Mai, den 30. Jahrestag des Friedens schluffeS zu Frankfurt a. M., dort zu verleben, an welchem Tage bekanntlich die Reichslande an Deutschland fielen. Diesem kaiserlichen Besuche wird eine große politische Bedeutung beigemeffen; man spricht davon, daß der Kaiser den Diktaturparagraphen kassieren werde. (XJiefe Meldung klingt nicht sehr glaubwürdig. D. Seb.)
— Der Sonderausschuß des Bundes der Industriellen faßte gestern eine Resolution im Sinne emeS gemeinsamen Vorgehens der Industriellen gegenüber bett privaten Feuerversicherungs-Gesellschaften- durch Gründung eines FeuerversicherungS Schutzverbandes. Dur „Berl. N. Nachr.- zufolge wurde in der gestrigen Sitzung 'es Direktoriums des ZerttralverbandcS deutscher Industrieller einstimmig Geheimrat Jencke Essen zum Vorsitzenden, Land- tagSabgeordneter VogeliuS Sulzbach zum ersten und Geheimrat König.Berlin zum zweiten Vizepräsidenten gewählt. — Oie Entscheidung, wann die AuSführuugSbestimmungen zum Fleischbeschau-Gesetz dem BundeSrat unterbreitet werde» lönnen, erfolgt nach der Rückkehr des Präsidenten des Reichs- gcsundheitSamts von seiner Reise.
— In politischen Kreisen wird behauptet, daß die Stellung deS Reichskanzlers erschüttert sei und er durch den früheren Staatssekretär des Auswärtigen Amtes, Freiherrn v. Marschall, ersetzt werden solle. (Diese Behauptung ist offenbar ein fauler Witz. D. Seb.)
Schwerin, 27. April. Zu dem 50 jährigen Militär- jnbiläum, daS der General der Infanterie, Generaladjutant Bronsart v. Schellendorf gestern in seinem Wohnsitz Marienhof bei Güstrow beging, hatten der Kaiser und die Kaiserin, sowie fast sämtliche deutsche Fürsten Glückwunschtelegramme gesandt. Deputationen von Offizieren des Feld- Art.-R-gtS. Nr. 24 in Güstrow und des Grenadier-RegtS. Nr. 89 in Schwerin, bei welchem General v. Bronsart L la suite steht, überbrachten Glückwünsche. Abends fand eine Festlichkeit statt.
Leonberg, 28. April. Die Kaiserin Friedrich hat heute nachmittag wieder in Begleitung ihrer Schwester der Prinzessin Christian von Schleswig Holstein und des Leibarztes Dr. Spielhagen eine fast zweistündige Wagenfahrt unternommen. Professor ReuverS traf heute früh zu mehrstündigem Besuch ein und war mit dem gegenwärtigen Befinden der Kaiserin sehr zufrieden.
Karlsruhe, 27. April. Anläßlich des 60jährigen Militär Jubiläums des Großherzogs vonBaden sandte der Kaiser aus Bonn an den Jubilar folgendes Handschreiben:
Durchlauchtigster Fürst, freundlich geliebter Beiter, Bruder und Onkel 1 Ew. Königliche Hoheit gedenken am 26. ds. Ms. des Tages, ax dem Sie vor 60 Jahren in den Militärdienst eintraten. Mit nie ermüdender Hingebung haben Ew. Königliche Hoheit während dieser langen Zeit Ihre Fürsorge der Schlagfertigkeit des Heeres gewidmet und noch heute darf die fünfte Armeeinspektion sich Ihres lebhaftesten Interesse- und Ihrer unschätzbaren Förderung erfreuen. Es ist mir daher ein tiefempfundenes Bedürfnis, Ew. Königlichen Hoheit mit meinen herzlichste» Glückwünschen zugleich meinen wärmsten Dank für diese aufopferungsvolle Thätigke't auszusprechen. Bor allem aber drängt es mich, auch bei dieser Gelegenheit erneut zum Ausdruck zu bringen, wie ich mit dem ganze« deutschen Volke in Ew. Königliche Hoheit einen der wirksamsten Förderer an der Wiederaufrichtung des deutschen Reiches, einen der treueste« Freunde des ersten großen Kaisers und meines vielgeliebten Herren Vaters verehre. Mit Begeisterung sind Ew. Königliche Hoheit in den Tagen der Entscheidung für dieses hohe Ziel eingetreten und unablässig sind Ew. Königliche Hoheit mit Rat und That bemüht, das auf blutigem Schlachtfelde gewonnene Werk zu stärken und auszubauen. Möchte das erhabene Beispiel treuester Pflichterfüllung, welches Ew. Königliche Hoheit ohne Schonung ihrer dem Vaterlande so wertvollen Kraft in langer Lebensarbeit gegeben haben, meiner Armee noch viele Jahre voranleucht« und es unS vergönnt sein, Ew. Königliche Hoheit in voller Frische und Gesundheit noch lange zu den Unserigen zählen zu können. Mit herzlichster Zuneigung und Freundschaft verbleibe ich Ew. Königlichen Hoheit freundwilliger Setter, Bruder und Reffe. gez. Wilhelm I. R.
Ausland.
Paris, 27. April. Wie hiesige Blätter aus Petersburg melben, beauftragte der Kaiser von Rußland Delcass«, mit dem er gestern eine längere Unterredung hatte, dem Präsidenten Loubet den Ausdruck seiner hohen Achtung und Sympathie zu übermitteln.
Petersburg, 27. April. Der französische Minister de« Auswärtigen Delcassö begab sich heute vormittag nach Gatschina, wo er von der Kaiserin-Witwe empfangen wurde und kehrte nachmittag nach Petersburg zurück. Um 6 Uhr abends reifte Minister Delcaffo wieder nach Paris ab. Am Bahnhofe waren anwesend die Minister Graf LamS- dorf und von Witte sowie das Personal der französischen Botschaft.
— Die offiziellen Kreise und die Spitzen der Gesellschaft unserer Hauptstadt haben dem Minister des Auswärtigen Frankreichs die wärmsten Beweise der lebhaften Sympathie gegeben, welches seine Person ihnen einflößt. In den russischen Regierungskreisen erkennt man offen die Weisheit und den weiten politischen Blick dieses Staatsmannes an, der durch das umfaffende Verständnis der Ziele des zwischen Rußland und Frankreich zum Wohle der beiden Nationen abgeschloffenen BündniffeS so wirksam zur Aufrechterhaltung des allgemeinen Friedens und deS guten Einvernehmens zwischen den Mächten beiträgt. Man darf hoffen, daß Dd- caffä einen guten Eindruck von seinem Aufenthalt in Rußland mitnehmen wird, wo er ein so schönes Andenken hinterläßt.


