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Mr. 200
gmUicher Teil.
Bürgermeister.
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Jetzt war endlich auch die Zeit gekommen, wo das deutsche Volk aufwachte unh sich die Mahnungen von Friedrich List vorhielt, die Bilder von Größe, Einheit und Freiheit. Und zu den ersten Zeichen des nationalen Erwachens gehörte der Ruf nacht einer Flotte, um die Flagge und die Güter des jugendlichen Volkes der Deut- chen, seine Ehre und seinen Wohlstand auf der ganzen Erde zu schützen bis in die fernsten Meerwinkel. Nationale
stonzen, die sich init ihm zu befassen haben werden, Bun- de'srat wie Reichstag, ihm eine andere Fassung geben ri> dieser und jener Einzelheit. Heute aber ist doch wohl der Eontre-Tanz noch etwas verfrüht, denn die Musik hat noch lange nicht begonnen. Bei einiger Ueberlegung wird man auch wohl erkennen, daß eine Position, deren Höhe
Her „Friedenssch lu ß" mit China wird in der Form der Unterzeichnung eines Protokolls vollzogen, denn
Tie erhielten auch Gelegenheit zu einer Waffenthat. Duckwitz berichtet darüber: „Im Mai 1849 waren drei Dampfer (Barbarossa, Hamburg und Lübeck i der deutschen Flotte aus der Weser ausgelaufen, um auf die dänische Korvette Balkyren, die vor der Weser kreuzte, Jagd zu machen. Der Däne flüchtete an die 3tüste von Helgoland unter englischen Schutz. Im Eifer der Verfolgung kam eines der deutschen Schisse der Helgoländer Küste so nahe, daß der englische Gouverneur glaubte, dasselbe befinde sich im britischen Hoheitsbereiche, und ließ daher feuern, worauf Admiral Bromme dem Schiffe das Signal zum Rückzug gab. Darauf ging unter dem 15. Juni 1849 von dem englischen Geschäftsträger eine Note bei dem Senat in Bremen ein, in welcher er im Auftrag des Lord Palmerston anfragte, was das für Schiffe seien, welche eine Aggression in britischem Wasser sich erlaubt hätten, und auf welche Autorität hin das geschehen sei. — Es wurde erwidert, daß es deutsche Kriegsschiffe gewesen, welche unter der Autorität der deutschen Zentralgewalt in Frank- urt handelten. — Darauf ging ein weiteres Schreiben vom 2. Juli ein, in welchem der englische Geschäftsträger im Auftrage Palmerstons bemerkte, daß er angewiesen sei, der Regierung in Bremen zu erklären, daß, wenn keine be- tehende Regierung diese Schiffe als unter ihrer Autorität handelnd anerkenne, sie als Piraten behandelt würden."
Uebrigens fand man bald, daß die deutsche Flotte ein lästiger Kostgänger sei und verkaufte dieselbe im April 1852 an den Meistbietenden. Allein ungefähr zu derselben Zeit, da die Flotte der ehemaligen reoolutionären Zentralgewalt verloren ging, ist der Grund zur preußischen
on Hamburg entstand ein Verein, der Sammlungen ocranstaltete fiir eine Privatflotte. Aber die freiwilligen Gaben der Einzelnen sino selbst in Zeiten der größten Aus- ceguug eine arme Fivanzquelle. Der Zustand blieb der »ll-; vorsichtig und zaghaft schlich der deutsche Handel durch »te Meere. — „Wo ist denn Euer Deutschland?" fragte mn in Brasilien und in den Vereinigten Staaten: „wir «nnLn nur eine preußische, eine hamburgische und noch flebem andere Flaggen, die sich alle für deutsch ausgeben:
Politik Frankreichs. Wie dw ,','Äo'rdd?" 'Aftg?'Ztg/^hört^ ttnrb der Reichskanzler Gras Bülow der Begegnung des Kaisers mit dem Zaren b e i w o h n e n , was nach der „Nordd Allg. Ztg." zugehenden Nacl)richten den Wünschen auch des Kayers von Rußland entspricht. Doch sei nicht vergessen, das; französische Blätter eine demnächstige Reise des rnssi- fchen Ministers des Auswärtigen, Grafen Lamsdorff, nach Paris ankündigen. Schließlich ist noch bemerkenswert, daß £-cI, Q.nr_aud) noch mit König Eduard im dänischen Schlosse Fredensborg zusammentrefsen wird.
nur die Boxerunruhen unterdrückt. Vor den Thatsachcn hat die e Fiktion natürlich keinen Bestand, aber die Diplomaten wollen es einmal so. Die vier ersten Artikel des Schluß- protokolls behandeln Vergeltungs- und Sühnemaßregeln, von China zugcstanden worden sind. Artikel 5 enthalt das Verbot der Einfuhr von Waffen und Munition aus die Dauer von zwei Jahren mit eventueller Verlänger- feuere Fristen von je zwei Jahren. In Artikel 6 verpflichtet sich China zur Bezahlung einer Entschädigung von 4.»0 Mill. Taels zum Kurse von 3 Schilling und zum h !r5 uu -?0!1 4 ^roz„ zahlbar in halbjährlichen Raten inner» hulb 39 Zähren nach Maßgabe des aufgestellten Tilgungs- Planes: ferner werden die Zollerhöhungen und sonstigen
wir kennen aber weder eine deutsche Flagge noch einen Konsul, der sie vertritt, n.'ch ein Kriegsschiff, das sie verteidigt, und wenn die sogenannten deutschen Schiffe löschen, !?. ,trn9en ihre Waren fast allesamt englische oder französische Aufschriften."
An seinen Freund in Bremen schrieb der Konsul eines Lüftchen Küstenstaates in einer Hafenstadt an der Westküste Amerikas im Jahre 1845: „Wir Deutsche im Aus- land müssen uns in streitigen Fällen durch England, Frankreich oder die Bereinigten Staaten beschützen lassen, weil unsere Fürsten uns nicht helfen. Man gießt uns freilich Gesandte, aber die armen Leute stehen wie die vergoldeten Eierschalen auf ihren Posten, da sie keine Stützen haben und ihre gerechten Forderungen nicht mit Gewalt bekräftigen tonnen. Es fehlt ihnen an Waffen, mit denen man, wie das England und Frankreich thun, uns Kaufleute unter- tutzen sollte. Daß wir Deutsche unter solchen Umständen uns noch immer ohne Händel diirchschlagen, ist bewundernswert' aber die sich täglich mehrende Ueberzeugung, daß wir von unserem Vaterland keinen Schutz erwarten dürfen macht uns auch immer gleichgiltiger gegen dasselbe, und man sagt mit Recht, daß es im Ausland keine schlechteren Va- trioten gebe als die Deutschen." — ’ +'
Tie vierziger Jahre des 19. Jahrhunderts aber, in denen dieser Klagebrief geschrieben ist, sind zugleich die- jenigen, in denen das Phantasiegebilde von einer Deutschen Flotte einige Gestalt gewann. In dieser Zeit hat der Franzose Richelot, der große Nationalökonom in Paris, geschrieben: „Die Vorstellung von einer deutschen Flagge und einer deutschen Flotte, anfangs seltsam und parador erscheinend, ist in Deutschland doch rasch ernst genommen : worden und hat ungemeine Popularität gewonnen " '
dielst sich auf die Schleifung der Forts von Taku und
Erscheint täglich mit Aasnahme des Montags.
r'ie Gießener Zamilien- lötter werden dem Mn« |Meer im Wechsel mit „Hess. W«ndwirt" und „Blätter Mr Hess. Volkskunde" vier« Mal wöchentlich beigelegl.
U»n«hme von Anzeigen nachmittag« für den ende» Tag erscheinenden Mvrr bi« vorm. 10 Uhr. defteltungen spätesten« adend» vorher.
Medaktion, Expedition und wradmv. Zchukstratze 7.
Ans den Kindheitsjahren des deutschen Flottengedankens.
Güte Erinnerung an die Vorstandssitzung des Deutschen Flotten-Verems zu Frankfurt a. M. am 21. April 1901 Ao" Generalmajor z. D, Dr. Albert von Pfister,' Stuttgart.
Schluß.
Hoffnungen hatte mau noch auf Preußen gesetzt; aber stich hier kam man über ein beschauliches Wohlwollen nicht hinaus. W. v. Humboldt spracht die Besorgnis aus, da auch die Unterhandlungen, die von den Hanseaten neuer dmgs wieder mit England angeknüpft waren, kein bedeutendes Resultat liefern werden, da England zu sehr dabei interessiert sei, das;,die Küste der Berberei keinem europäischen Staat in die Hande falle; die anderen großen Mächte Jenen zu wenig Interesse au der Sache, als daß man des- jalb mit England einen Speer brechen sollte. Schüchtern
DOn ^^.§üsrüstung einiger Fregatten für
Mittelmeer; wirklich zu stände kam nichts. Noch ein- Mt erhob sich ein ewännliche Stimme im Bundestag- Sn Gesandte für Hannover sprach: es sei einmal Ton, auf Sic Engländer zu schelten, während diejenigen, die See- Haiidel treiben wollen, doch besser thäten, dem Beispiel der Engländer zu folgen, sich anzustrengen, Kriegsschiffe aus- Musten und ihren Flaggen Achtung zu verschaffen. — 3u küchem Aufschwung aber zeigten sich der Bund, Oester- »tch, Preußen und die Hansa selbst durchaus unfähig Die Aufstellung einer deutschen Bundesflotte dürften wir wohl schwerlich erleben", dahiil ging endlich die Meinung der tz-n-.seaten.
"2b Scksaffung einer Flotte identifizierte das deutsche Volk. So drang das tieftönende Rufen der See ™ yie Paulskirche in Frankfurt. Man kaufte kriegstüchtige schiffe und stattete sie mit deutscher Rüstung und deutschen Seeleuten aus. Der Senator D u ck w i tz aus Brenien wurde .N ar ine Minister und Wilh. Jordan Unterstaatssekretär de^ Manneamts; der Kapitän Karl Rud. Bromme sah sich, zum Admiral ernannt. Auf der unteren Weser lagen Die Schiffe: 4 Dampsfregatten, 5 Korvetten und einige kleinere Schiffe.
[te^en; mit Maßlosigkeittii aber wird nichts erreicht, son-l des aroüen Krrnnhoa 6 3 .
dem nur Verwirrung angeltet Kortäufig möchfeu wir' unb friTÄAÄ L
____ , noch gern an das Wort des Grafen Bülow, das er am 5. März am längsten von ' bas es verstanden hat, Reichstag sprach, glauben, er werde Vorschlägen, die am Ruder zu bleiben ’PIct?cn dritten Republik
fär < 3<ld)^ule Mehreinnahmen speziell auv den Zöllen auf Lebensrnittel verkörperte ^Erfolg^der VKttiib^^ ®rfd)^eii des Zaren
« ^''^beiuschuttzeret uab verwandte Gewerbe. "st wesentlichen zu verwenden zur Hebung der Wohlfahrts- zu ihrer weiteren b l l^tzigen Regierung dient
Kunstgew. Fachschule mit Lehrwerkstätten zu Erbach i. O. im Reich und zum Besten der weniger günstig Götze so vieler; von U n\9 qe^lcnbet1 °l9~ lft bfCt
Beginn des Winterhalbjahres 1. Oktober 1901. K^s^ ^r Bevölkeruiig - wenn auch ?u den der so oft mit ,F?^he?t LEiP" usw
wird von 4 Fachlehrern und 2 Hiljslchrern. unter das Jo» eines Tespolen Napoleon
Gründliche fachmännische, praklische und theorelische Aus una des ^Rittmettte^ n^ be8, daren in Frankreiel, geht eine
blldung von ,ungen Leuten in den aesamten iieicklen und I ä 5; 'lTOF10E in Gumbinnen vor dem Z u l a m NI e n kn n s t mit Bem deuri »en üaller
Hde Wi.Ähnh 1 tüSe!ne ^^schloffene kunstgewerb- der in erster mstanz freigesprochen war, ivurde vom Lber- dank dem Gegensatz, der zivischen dieser ^urückbaltuna und ltche Ausbildung einen brcua^rtgen mit 6 Scmeftcrn. 5.um Tode verurteilt, nachdem in der Zwischenzeit der unverminderten Hingabe an die^verbündete^Revublik
Lehrwerkstätten nehmen nach schriftlichem Lehr« I v Alten ihn trotz deS Freispruchs als Frankreich Hegt. Auch nach biefw Seite fic?
Vertrag Schuler vom 14. Lebensjahre auf; die Lehrzeit 6e- §$“Ibt9en b5.^delt hattt. Die in dem wiederholten Ver geändert, trotz der mehr nach links verschobenen inneren trägt 3 Jahre. Nach erfolgreicher Dollenduna derselben er. Wi» geführten Indizienbeweise, die angeblich 6eil<Rrtfitir M^uen inneren
| 129 Sd,Ü‘et Ci"Cn ^-brief (®eL.Orbm
miinnf^er^^' td'" -w-rblich.r und k-us. ’Ä» U Äen'M
♦3-Ll6lIb1.U^9d^nVtri4t ^r hat selbstverständlich sofort einen Re v i si o n s g r u n d
m -D^r Unterricht wird durch eine reiche Modell- und zu finden sich bemüht und er hat auck>, wie es heißt
„ . ‘jjerfammlung, sowie gut ausgestattete Werkstätten einen solchen ermittelt. Das Revisionsgesuck) stützt sich
nuterftützt. u. a., wie aus Gumbinnen gemeldet wird, auf den 8 68
Das Schulgeld beträgt 15 Mk. im Halbjahr. ?er '^^arstrafgesetzordnung, wonach^ die Lffiziersmitglie-
Unbemittelten Schülern kann die Entrichtung beS^ul. ^m Gerichtsherrn alljährlich!
gelbes nachgelassen, aud) kann im Großherzogtum Ansässigen >ind Es soll^dies 'bei'^etti^m öu bestellen Lum ucl unrerzeieyinung eines Protokolls vollzogen, denn
der Schule durch einen Unterstützungsbeitrag "er-! ^war bei ^m, Lch F^m^LstekÄ'^e' L keinen Krieg mit^China gejü^, sondern
SciterÄnt)7rClb«nftCn(tnnb Pnb Qn ben unterzeichneten ^usterbu^rger Blatte'^sott ^dne ^mmiffuiu ‘Le/1 TiDifionZ
Schulprogramm kostenlos. I geladen sein. Authentisches hat man darüber noch nicht
Erbach i. O., im August 1901. j erfahren.___
Der Borsitzende des Aufsichtsrats: Stegmüller,
Der Diriaent der Anstalt -! . ^ur Klebung der stillen politischen Zeit hat sehr bev 4)er Dirigent der Anstalt, getragen die plötzliche Nachricht von einem neuen Farni- m ctÄ!-e , Ilienbefii che des Tiaren b e i der französischen Großh. Hauptlehrcr. IRepublik. Gleichwie 1896 bringt Nieolaj II. auch dies- -- I nmL?npbpr seine Gemahlin mit nach dem „schönen Frank- n-vt i r । I heißt sogar, auch alle vier Töchterchen nebst
yminjme Womensmau. der Familienmilchkuh sollten kommen, was das familiäre I Quellen aüiaHäbtt "dw un^-,l|tli.9en
fiamöf” parteipolitischen Presse wird der LoubH wirddem^Za^en^ > .^enen sollen. Artikel 7 handelt^vom Schutze
xampr um den Zolltaris fortgeführt. Auf der iPlttPM I ATlifeltMA ttt Xrtt» 4 J«ri r J. I ... '
Arte ist unausgesetzt die Rede von den Aushungere^.l uc» । unu uuuui vun oen israiioenten he ^oircs, auf der anderen werden die Forderungen immer I und den Ministern bealeitet sein 91m 17
. gesteigert. Ob nicht vielleicht eine vorzeitige Müdig-! der Zar in Dünkirchen erwartet um bann ^pi-npr c5,r |n’r7' 1 c vvi- yvity von ^aru uno
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lener Zollforderung selber im Lichte steht. Ruhige Erör- die Geftihle für dasfranzösisme^ Swat'banm^a^ h Ä Ruhestörungen als verantwortlich erklärt. Arterungen aber sind gewiß ganz am Platze, und für sie ihm un^er)c^ie6t bann5 roü?be er h-1 bie. Säuberungen, die China in Bezug
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GießenerAnzeigerS
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