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Telephon 231.
tnü Ausnahme derjenigen der Bäcker und Metzger
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I. 93.: Wolfs.
wie bisher zu halte». Möchte es ihm beschieden sein, in dieser Weise die ihm so lieb gewordene akademische Wirksamkeit noch recht lange zu üben, ohne seine Gesundheit dadurch zu bedrohen! Zunächst wird er sich freilich für das kommende Sommersemester vollständige Schonung auferlegen müssen. — Die ordentliche Professur der praktischen Theologie, die D. Köstlin inne hatte, wird, wie wir bereits mitteilten, dem bisherigen außerordentlichen P ofesior dieses Faches an der Universität Jena, D. Paul D.r ewS übertragen werden. D. DrewS hat den Ruf hieher zum nächsten S'mester angenommen. Er stammt aus dem Königreich Sachsen und ist 1858 geboren. Seine theolo.ische Bildung erwarb er hauptsächlich an der Universität Leipzig. Lon 1883 an war er zunächst mehrere Jahre Landpfarrer in der sächsischen Lausitz, 1889 kam er als Archidiakonus an die Lutherkirche in Dresden, in welcher Stellung er bis 1894 blieb. In seinem Dies« dener Amte erwarb er als Prediger besonderes Ansehen, und das bot 'die Beraulasiung, daß die Fakul'ät zu Jena ihn 1894 zum außerordentlichen Professor der praktischen Theologie neben dem alternden D. Seyerien berief. In Jena hat DrewS auch eine größere lüterarische Thätigkeit, besonders auf dem Gebiet der Kultusgeschichte, daneben vielsach auf dem der Reformationsgeschichte (speziell mit Bezug auf Melanchthon) entfaltet. In besonderem Maße wurde er durch das Interesse und Vertrauen des vor Kurzem verstorbenen Großberzog« vdn Sachsen Weimar geehrt. Der verstorbene Großherzog von Sachsen lud ihn wiederholt zu Predigten auf der Wartburg ein, und noch im letzten Herbst weilte er dort zu diesem Zweck in der Umgebung des Großherzogs, als dessen jugendlicher Enkel so plötzlich starb. DrewS- wissenschaftliche Verdienste wurden von der Halle'schen Fakultät durch Verleihung eines D. theol. honoris causa anerkannt. Es steht zu hoffen und zu erwarten, daß er in Gießen rasch eben solches Vertrauen sich erwerben wird, wie in seinen bis- herigen Aemtern und daß die Fakultät an ihm, soweit damöglich ist, den rechten Ersatz für den hochgeschätzten D. Köstlin
Mit Bezugnahme auf die Bestimmungen in § 25 der Verordnung werden alle im Jahre 1881 geborenen Militär- Pflichtigen, sowie die in früheren Jahren geborenen, welche sich
8 Uhr zu beschränken sei. „
Um beurteilen zu können, ob für die vorliegenden An- träge die gesetzlich vorgeschrtebene Mehrheit vorliegt, oder ob solche b t einer etwaigen bemvLchsiigen Abstlmmunq sich ergiebt mar die Aufstellung von Listen aller beteiligten Geschäftsinhaber erforderl ch. Diese Liften, und zwar: _.r,
1. der Geschäftsinhaber der Uhren, Gold« und Silberwaren
Zur Bockbier-Saison
Vurgbrätt'Ausstich
Gieße», 16. Januar 1901.
Gedenket der hungernden Vögel!
* Auszeichnung. Der Großherzog hat am 15. Dezember 190U der Marie Größ zu Darmstadt die Silberne Medaille des LudewigSordenS verliehen.
*♦ Heber den demnächst stattfiudeuden Wechsel i» der Besetzung der Professur für praktische Theologie an unserer Upt veisilät geht uns von wohlunterrichteter Seite nachstehende Notiz zu: Geh. Kirchenrat Prof. D Köstlin ist, wie man nunmehr amtlich meldet, unter glcickzeitiger Verleihung des Ehrenkreuzes des Philipps-Ordens in den von ihm erbetenen Ruhestand versetzt worben. Er wird mit dem 1. April, dem Tage deS Dienstantritts seines Nachfolgers, aus seinem Amte ausscheiden. In ehrenden Worten hat ihm das Ministerium durch den Rektor der Landesuniversität das lebhafte Bedauern bezeugen lassen, welches es darüber empfinde, daß auf seine ausgezeichneten Dienste fernerhin Verzicht geleistet werden müsie. Wie es wenigen beschieden ist, hat D. Köstlin eS in der kurzen Wirksamkeit, die ihm an der Landesuniversität vergönnt war (seit Herbst 1895), ver- macht, sich allseitiges Vertrauen zu erwerben. ■ Nicht nur die theologische Fakultät, sondern die gesamte Universität sieht mit wärmster Teilnahme diesen im Kreise der Kollegen und Studierenden gleich sehr verehrten Mann sich vor der Zeit aus seinem Amte zurückziehen. D. Köstlin, der erst im 55. Lebensjahre steht, war seit Ostern 1899 sehr leidend. Wiewohl er im vorigen und in diesem Winter cs ermöglichte, seine Vorlesungen und Seminarübungen in seinem Hause abzuhalten, glaubte er sich doch aus Gewissenhaftigkeit verpflichtet, sein Amt, das er nach ärztlichem Urteil nicht wieder vollständig werde auSfüllen können, aufzugeben. Doch hat er in's Auge gefaßt, eine beschränkte Lehrtätigkeit auch weiterhin noch fortzusetzen und besonders etwa Vorlesungen über die Geschichte der Mission unb zur Einführung in daS theologische Studium,
gefunden hat._______
Familien-Nachrichten.
Verlobter Gutta Heinemann mit Bertram Kahn. Fürth i. B.— Mainz. — Rosa Fürth mit Max Bauer Seligenstadt-London.
Gestorben: Fräulein Katharina Pappert m Offenbach a. M.
Karl Jokel I. in Hungen.___
2. der^GeschäftSinhaber aller übrigen Branchen mit Ausnahme der Bäcker und Metzger, 1901 auf
bTea,» I WäSSIÄ'btt Ätt
f Ebneben, die die Initiative meines allerhöchsten KrregS- fierrn erschwerten. Ich muß dem Kaiser berichten über das, was hier geschehen ist, woran er den größten Anteil nimmt. Was er dann thut, ist seine Sache, nicht Sache des Kriegsministers. Wenn ich es lväre, der befiehlt, Io wäreesein Unglück für die Armee. (Große andauernde Heiterkeit.) Im Jahre 1900 sind nur vier Duelle im ganzen preußischen Heeresbereiche vorgekommen, von denen drei unblutig verliefen; die kaiserliche Ordre hat also die glänzendsten Früchte getragen. (Sehr richtig! rechts.) Tie Regeneration des preußischen Offrzrerkorps datiert von der Einführung der Wahl her; un Osftzrer- korps steht einer für des anderen Ehre ein. Wir werden jedenfalls sorgen, daß die Wahl immer in der richtigen
... ^schränken sei. ots zu drei xagen oeiegr, von oer «ztuuuymv »» «
• mon einer Anzahl von Geschäftsinhabern der Uhren-, ausgeschlossen und ihrer etwaigen Ansprüche aus Zurückstellung Go^d- und Silberwarmbranche ist der weitergehmde Antrag u. s. w. für verlustig erklärt werden. Bezüglich der zur Zer gestellt worden, anzuordnen, daß die Offen Haltung der «er- her Wbeftlfl abmefmben
kuHftetten für diese Branche auch in der Zeit vom 1. Oktober Vormünder, Lehr-, Brod« ober Fabrckherren zu düsen An bi« Ende März auf die Zeit von morgens 8 Uhr bis abends Meldungen verpflichtet. Ferner wird bemerkt, daß Gesuch- ” Gno ’ - - ■ •um Zurückstellung von Militärpflichtige am Grund des § 32,
pos. 2, lit. a, b, c, d, e, f und g der Wehrordnung recht zeitig bei der Bürgermeisterei dahier vorzubr.ngen find, da verspätete Gesuche keine Berücksichtigung finden.
Gießen, den 3. Januar 1901. 378
Der Bürgermeister: I. V.: Wolff.
weidet Vüan9e‘ ;t d°rwikßn Z-s- i LZi I KÄS «Säe !
^wissen Trabi- chuung tragen, w na^ den UÄ es alskinen Wider, £?UeI1 Ärmlich W aemarfjt
auä) keine ehren-
Betracht, dahalle ' L^ 'tehen muffen, Mü dje und politische 'Menwkraten nicht dnmgen des Duell- 'erlichen Erlasse dch erde.
bedauert auch den
. Vollsp.) wirst die izierswahl notwendig ätigung des zweiten eine frühere Duellsein Bedauern, daß
' Interpellation ganz ege doch eine Wider- l, eine Rebellion | Mr entlastet, aber
Berechtigt sei auch t)t durch ihre Hand-. ilegium des Osfiziers- unsug in den Ossi- rüderen Korps- chied zwischen bürger- licht anerkennen. Er 1 man einerseits christ )Nt, und anderer!eil- che Religion und Gc ll im Zentrum.) bin in der glücklichen orrebner einverstanden lussührungen, nament- äUleben, begegnet e auch durchaus an, ierskorps vorlommn )l zu läge tteten W nammen. $vc haben nsätze, die sich m oei aus die Offmerbch igenb erwünscht, bieif en. Was ich aber "ch s Bonedners, ich dem ichste Kommandogewalt atz von dem, ms ck darf nicht der W nntt nicht Erklärungen
Tanz- und Fechtschule
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In diesem Kursus werden unter Garantie der Erlernung folgende Tänze in kQrzester Zeit gelehrt: Sechsschritt-Schleif- walzer Polka. Rheinländer, Polka-Mazurka, Esmeralda, Pas de Qu’atre. Washington Post, Tyrolienne Menuetwalzer, Kaiser-Polka, Contre (Fran^aise), Quadrille ä la cour, Gavotte der Kaiserin und Menuet de la Reine.
Privatstenden zu jeder Zeit in und äusser dem Hause. Vollste Garantie der unbedingten Erlernung jeden Tanzes.
Bekanntmachung, I
den Antrag auf vorzeitige Schließung der Verkaufsstellen für den geschäftlichen Verkehr vetr.
Nach § 139 des Reichsgesetzes vom 30. Juni 1900, die ^ch nicht zur Musterung gestellt oder welche hinsichtlich ihrer Abänderung der Gewerbrordnung betreffend, kann auf Antrag Verpflichtung zum Eintritt oder ihrer Befreiung vom Militär- oon mindestens zwei Dritteln der beteiligten Geschäftsinhaber Dienste noch keine definitive Entscheidung erhalten und entweder für eine Gemeinde durch Anordnung der höheren Verwaltungs-1 Gießen ihren gesetzlichen Wohnort haben, oder als Stu« behvrde nach Anhörung der Gemeindebehörde für alle oder Renten. Gymnasiasten und Zöglinge anderer Lehranstalten, oder -mzelne Geschäftszweige angeordnet werden, daß die offenen £QUfl, unb Wirtschaftsbeamte, Handlungsgehilfen, Lehr Verkaufsstellen während bestimmter Zeiträume oder während! fnge# Handwerksgesellen, Dienstboten, Fabrikarbeiter oder in des ganzen Jahres auch in der Zeit zwischen 8 und 9 Uhr | ähnlicher Eigenschaft sich dahier aufhalten, hiermit ausgefordert, abends und zwischm 5 und 7 Ubr morgens für den geschäft- behufs Eintragung ihrer Namen in die NekrutierungS' Uchen Vcikchr geschlossen fein müssen. stammrolle in der Zeit vom IO. biS 20. Januar d. I.
Auf Grund dieser Bestimmung ist von einer Anzahl vor. bei der Bürgermeisterei dahier im Zimmer Nr. 13 zu melden Geschäftsinhabern der Antrag gestellt worden, für die Stadt and dabei, wenn ste dahier nicht geboren find, ihren Gießen anzuordnen, daß die Offenhaltung aller Verkauft stellen Geburtsschein, welcher von dem betreffenden ^tand'Sanu .mit Ausnahme derjenigen der Bäcker und Metzger Lu erwirken tfi, und, wenn sie bereits bei einer früheren
1 in b-r Zeit vom 1. April bis Ende September auf die Musterung konkurriert haben, ihren Losungsschein vorzulegen. ‘ Seit von morgen« 7 Ubr bis abenb« 8 Uhr Zugleich wird barauf aufmerksam gemacht, baß diejenigen,
2 in der Reit vom 1. Oktober bis Ende März auf die welche die Anmeldung unterlassen, sich zu gewärtigen haben
' Rett von morgens 8 Uhr bis abends 9 Uhr |ba6 sie mit einer GelhIrafe bis zu 30 Mark oder mck Haft
vis zu drei Tagen belegt, von der Teilnahme an der Losung
Weise erfolge.
Abg. Graf v. Bern stör ff-Lauenburg (Rp.): Ich verstehe nicht, wie dadurch Remedur geschaffen werden soll, daß die betreffenden Papiere aus den Akten zuruckgezogen nwrden sind. Es kann kein Zweifel sein, daß bet der Wahl aus diese Papiere entscheidende Rücksicht genommen worden ist. Tas war aber absolut unzulässig. Ich kann »ur wünschen, daß derartige traurige Verfehlungen nicht wieder vorkommen. (Beifall.)
Tamit schließt die Beratung der Interpellation. Die Beratung des Etats des Neichsamts des Innern wird fortgesetzt.
Abg. Bebel (Soz.) verlangt die Schaffung eines Reichs «rbeitsamtes. Ter Staatssekretär nehme nur die Interessen her Unternehmer wahr. Aus der neuen Untersuchung über die Abänderung der Bäckereiverordnung werde nichts her- suskommen.
Staatssekretär Graf Posadowskh kommt auf die gestrige Debatte zurück. Betreffs der Union zum Schutz des gewerblichen Eigentums sind auf der letzten Brüsseler Konserenz alle unsere Wünsche erfüllt. Tie Vorlage wird dem Haus demnächst zugehen. Tas Gesetz über den unlauteren Wettbewerb hat bisher im allgemeinen günstig gewirkt. Auch über die Berufskrankheiten der Sandsteinarbeiter wird eine Enquete veranstaltet. Bezüglich der Phosphor-Zündholzfabrikation ist festgestellt, daß die sanitären Verordnungen zum Schuß der Arbeiter nicht genügen. In Frankreich soll eine Zündmasse erfunden sem, die für die Arbeiter unschädlich ist. Wir haben darüber Auskunft erbeten.
Abg. Möller (nl.) Tie Schrift „Materialien zum russischen Handelsverträge" sei vom Zollbeirat herausgegeben und ganz objektiv gehalten gewesen. Ter Zentralverband babe nur die sachlichen Kosten getragen; der Zollbeirat v,abe Tiäten erhalten, die Kosten für Drucksachen und Porti (6000 Mark) seien auf die einzelnen Mitglieder des Zoll- beirats aus Handel und Industrie repartiert worden. Daß inan die kosten trug, sei eine alte Gewohnheit. Mit dem sozialpolitischen Programm Bassermann erklärt sich Redner
einverstanden. Tie 12 000 Mark-Sache sollte doch nun endlich begraben sein, man solle auch nicht den Weg der Skandalprozesse betreten und sich vor Verleumdungen hüten wie derjenigen, daß Bueck den bewußten Brief selbst an die Oeffentlichkeit gebracht habe. Bueck gehöre nicht zu denen, hie einem zottpolitischen Kompromiß entgegenarbeiten.
Tarauf wird die Debatte vertagt. Nächste Sitzung: Mittwoch 1 Uhr (Anträge betr. die Reform der G e w e r b e - gerichte.)
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