Nr. 240 Erstes Blatt.
151. Jahrgang.
Samstag 12. Oktober 1001
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Der Aegin» der MrlamentsKämpse.
Nur wenige Wochen noch werden vergehen, und ine parlamentarische Hochsaison wird herausgezogen sein. Die Ergänzungswahlen srnd in Sachsen vollzogen, in Baden ist die Entscheidung gefallen und in Bayern hat man bereits tagelang den Strom der Tarifberatung durchschwommen und Jft bei mehr lokalen Beratungsgeaenständen angelangt. Tic Parteien haben ihre alljährliche Heeresschau beendet und in den Ministerien spürt man nach den wohligen Urlaubstagen die verdoppelte Last der Arbeit. Und im Reiche dürste man den kommenden Beratungen nicht mit besonderer Freude entgegengehen; denn man wird im Reichstag in dem Kampfe um den Zolltarif den überaus schwierigen Befähigungsnachweis zu erbringen haben, im Kampfe gegen die Unbefriedigten von redjitß, denen die Zollsätze zu niedrig erscheinen, und gegen die Unbefriedigten von links, die das schrille Lied vom Wuchertarif anstimniten, die goldene Mittelstraße zu erwählen, die man nach dem Geständnis der langen Erzellenz überhaupt noch nicht kennt.
Es ist nicht ohne Bedeutung, daß die bayrische Kammer sich die Verhandlung über den Zolltarif zur ersten Aufgabe gestellt hatte. Vor zehn Jahren dachte man noch nicht daran, die Reichsfragen vor das Forum der Einzellandtage zu ziehen. 'Doch die allmählich rmmer mehr sich geltend machende Besorgnis, daß die unitarischen Bestrebungen, die in Berlin zu tage traten, die Einzelschaten in das Hintertreffen rücken und die Freude am Reich auslöschen könnten, führte dazu, daß das nationale Orchester bereichert würde und die Reichsfragen auch in den Landtagen einer gründlichen Behandlung seit kurzem unterzogen werden. Man erinnere ftch nur der langen Ayrardebatten in unserem letzten hessischen Landtage. Und jetzt haben weder das bayrische Zentrum, noch die bayrischen Sozialisten Einspruch gegen die Behandlung der Zollsragen vor dem partikularen Forum erhoben, sie haben sogar selbst eine Diskussion heraufge- Mcft, HU 'ttltt hat die Zuständigkeit dieser Körper-
Man darf diese Wandlung der Auffassungen nur lebhaft begrüßen. Denn das Reich ist kein Schattengebilde, sondern es ist Fleisch und Blut, es ist kein inhaltsarmer Begriff, sondern es setzt sich derbkörperlich zusammen aus den einzelnen Bundesstaaten, und es darf, ohne sich selbst zu schädigen, die Interessen der EinzelstMten nicht verletzen. Je harmonischer die Politik des Reiches mit der Politik der Reichsglieder zusammen stimmt, desto sicherer darf sie sein, sich auf dem rechten Wege zu befinden. Es war einst, wie die „Leipz. N. Nachr." erinnern, einer der bedenklichsten Momente in unserer neueren Entwickelung, als der württcmbergische Minister von Mittnacht im Reichstage selbst auftreten und im Interesse seines Landes Opposition gegen einen Gesetzentwurf der Bundesratsmehrheit erheben mußte. Gerade die Gestaltung der wirtschaftlichen Beziehungen des Reiches muß einen direkten und starken Einfluß auf die Verhältnisse, vor allem auf die finanzielle Lage der Einzelstaaten ausüben; denn es ist für sie weder gleichgiltig, welche Höhe die Nratrikularbeiträge annehmen, noch ist es für fte erfreulich, wenn etwa infolge einer ungeschickten Zollpolitik die Steuerkraft des Landes verringert wird. Reich und Bundesrat durchdringen sich in ihren Bedürfnissen und Lebensbedingungen derartig, sie hängen in so Hohem Maße voneinander ab, daß ihre Interessen sich völlig identifizieren. Man kann als Reichsbürger nicht zufrieden und zugleich als Staatsbürger mißvergnügt sein.
Tie Vorpostengefechte sind in Münchien ausgefochten Und dem Beispiel, das dort gegeben wurde, wird man voraussichtlich in allen anderen Landtagen folgen. Dem Reichstage wird es dann obliegen, das Facit zu ziehen, und die wirtschaftliche Lage so zu gestalten, daß sein Votum nicht im Gegensatz steht zu den von den einzelnen Volksvertreb nngen geäußerten Forderungen und Wünschen. Denn mag auch der Wahlmodus verschieden sein, so sind doch die Landtage allein die autoritativen Vertretungskörper der Bun- desstaaten.
politische Tagesschau.
Auf dem antisemitischen Parteitage in Leipzig, tiber den wir ausführlich berichtet haben, hat Herr Reuther, der Redakteur der „Deutschen Volksmacht" in Offenbach, jenes Blättchens, das wir wiederholt schon wegen unerquicklicher Dinge zu erwähnen uns genötigt sahen, eine Rede gehalten, die in unserem Blatte nur unvollständig wiedergegeben war. Der Mann hat sich erdreistet, höchst ungezogene Worte inbezug auf unfern Landesherrn lautwerden zu lassen und der Wahrheit in unziemlichster Weise ins Gesicht geschlagen, sodaß selbst das führende Organ der Sozialdemokratie, der „Vorwärts", sich darüber empört. Der Mann joll u. a. folgendes gesagt haben:
„Wenn hier immer so sehr der monarchische Geist betont wird, der uns beseelt, so muß ich doch sagen, daß derselbe bei uns i n Hessen nicht vorhanden ist. (Hört! hört!) Die Liebe zum Vaterland wird und muß in uns Hessen ertötet werden, wenn wir sehen müssen, wie den sozialdemokratischen Volksvertretern Audienzen bewilligt werden, wie unser Landes- fürs't die Sozialdemokraten aufsucht und wie sie karessiert werden, während wir Bauern Not leiden. Darum müssen wir in erster Linie verlangen, daß der nationale Geist auch an der Stelle, wo gegenwärtig ein anderer Geist — Job jüdischer oder englischer ist gleichgültig — herrscht, wieder zum Durchbruch gelange, ehe wir wieder zu einem Verständnis für die monarchische Entwicklung gelangen."
Der „Vorwärts" bemerkt dazu, daß „der Großherzog von Hessen eine einzige Unterredung mit dem sozialdemokratischen
Landtagsabgeordneten Ullrich gehabt hat, um so eine unmittelbare Kenntnis sozialdemokratischen Wesens und sozialdemokratischer Anschauungen zu gewinnen." Daß ist ganz richtig! Honny soit qui mal y pense. Welch grenzenloser Unfug ist es, daraufhin von einem „Ausstichen" und „Karressieren" der Sozialdemokratie zu sprechen! Unserem Landesherrn hat kein Vernünftiger dieses eine Gespräch mit dem Führer einer der größeren politischen Parteien des Landes zu verübeln sich herausgenommen, im GegenteU man hat sich in weitesten Kreisen der hessischen Bevölkerung über die schöne Unvoreingenommenheit, über das ernsthafte Streben unseres Fiirsten, sich vertraut zu machen mit den Anschauungen dem Throne fernststehender Gesellschaftskreise von Herzen gefreut und hat darin mit Stolz das echt Fürstliche empfunden, ist gerade dadurch aufs vortrefflichste bestärkt worden in dem Bewußtsein, daß unser Großherzog weit außerhalb und weit über allem Parteigetriebe steht, daß er gewillt und berei ist, mit jedem Staatsangehörigen zu verkehren in ungezwungenster Form, daß er, vorurteilslos, Mensch unter Menschen zu sein versteht. Gerade dieses zwanglose Gespräch mit Ulrich ha ihn, womöglich, noch populärer in unserem ganzen Lande gemacht, da es uns zeigte, daß eS in unserem Lande keine Schranke giebt zwischen Thron und Volk. Wir lieben und verehren unseren Landesherrn seitdem mit doppelter Kraft. Und eine schnöde Verleumdung ist es, zu behaupten, daß das monarchische Gefühl bei uns in Hessen dadurch „ertötet" worden sei. Der mißversteht den Monarchismus gründlich, der solche Thorheit behauptet. Der echte Monarchismus, die treue, hingebende, aufopferungsfähige Liebe zum Monarchen kann nicht bester genährt werden als durch das herzhafte Beiseiteschieben alter verrosteter Traditionen, die die hermetische Abgeschlossenheit des Fürsten vom Volke in sich schlossen. In unsere Zeit paßt eine solche Abgeschlossenheit nicht, sie is chinesisch, aber nicht deutsch, nicht entsprechend unserem guten und berechtigten Volksbewußtsein. — Die Bemerkung vom „jüdischen oder englischen Geiste" ist so dumm, daß eine ernsthafte Abfertigung deplaziert wäre. Vielleicht giebt dieser oder jener hessische Bauer dem Herrn Reuter zu verstehen, daß er die bäuerlichen Interessen nicht hätte ungeschickter und geschmackloser verfechten können als mit solchen knabenhaften Unarten.
Tabakzoll.
Angesichts der Erklärung des bayerischen Ministers des Innern Fchrn. v. Feilitzsch, daß im Bundesrat von der bayerischen Regierung der Antrag gestellt werden würde, in dem Entwurf des Zolltarifs den Einfuhrzoll auf Tabak und damit den Schutzzoll für den inländischen Tabak zu erhöhen, sei an die Denkschrift erinnert, in der sich s. Z. der Staatssekretär des Reichsfchatzamtes v. Maltzahn ausführlich und deutlich, über die Tabakz-ollfrage ausgesprochen hat. Es heißt in der Denkschrift:
Eine Erhöhung des Eingangszolls, welche scharr der Reichstag zu befürworten abgelehnt hat, sind sämtliche bisher befragten Bundesregierungen überhaupt oder wenigstens zur Zeit abgeneigt. Nach ihrer übereinstimmenden Auffassung würde die nächste Wirkung einer solchen Maßregel in einer weiteren Verminderung der Einfuhr von ausländischem Tabak und einem verstärkten Andrange zum inländischen Tabakbau bestehen. Diese Entwickelung mürbe zu einer Verminderung des Abgabenertrages führen, ohne andererseits den inländischen Tabakbau lohnender zu machen, da voraussichtlich, eine weitere Steigerung desPreise s für den inländischen Tabak durch, eine weitere Abnahme des Konsums hintangehalten werden würde. Träte wider Erwarten eine Steigerung des Bedarfs an inländischem Tabak ein, so würde sie überdies ausschließlich denjeniaen Gegenden zu gute kommen, welche, indem sie einen, das ausländische Erzeugnis teilweise ersetzenden, zur Zigarrenfabrikation geeigneten Tabak zu liefern vermögen, ohnehin schon in günstigerer Lage sich befinden als die übrigen. Für die geringwertigen schweren inländischen Tabake würde unter der erhöhten Konkurrenz der inländischen Produktion noch, weniger Nachfrage vorhanden sein als bisher und den bereits jetzt durch bessere klimatische und Bodenverhältnisse bevorzugten Tabak- bauern eine noch weitere Begünstigung zum Nachteil der minder gut situierten erwachsen.
Aus Deutsch-Tüdwrst-Afrika.
Man schreibt aus Windhoek unter dem 20. August. Unsere Kolonie hat augenblicklich eine unbehagliche Zeit durchzumachen Tie fortwährenden Viehkrankheiten im Nordbezirk, die jedes einzelnen Viehftand bedrohen, haben den Kredit erschüttert und das Stocken von Handel und Verkehr ist die Folge. Eine träge Schwüle lastet auf dem wirtschaftlichen Leben. Ein Gutes ist aber doch mit dem Schlimmen verbunden: Mit zwingender Gewalt drängen jetzt die Verhältnisse auf die Erkenntnis dessen hin, was dem Lande vor allem not thut. Das ist die Erhaltung des Viehbestandes, und zu diesem Behufe die Bekämpfung der Viehkrankheiten, und die Fürsorge für eine gute Ernährung der Tiere durch die Vernichtung der die Weide bedrohenden Heuschrecken und die Schaffung reichlicher Tränkskellen. Hier im Lande kann in dieser Richtung kaum ein Zweifel bestehen. Aber das Land ist noch nicht selbständig, es wird noch von der Heimat erhalten,» und deshalb ist es notwendig, daß vor allem auch dort Klarheit über seine Bedürfnisse herrsche. Der Unterstützung durch die Heimat bedarf das Schutzgebiet namentlich zur Erfüllung der ersten Aufgabe,
der Bekämpfung der Viehseuchen. Grundbedingung dafür ist, wie schon öfters betont wurde, eine zweckentsprechende Ausgestaltung des Veterinärwesens. 'Ter Plan dazu ist entworfen, doch fragt es sicht, ob die erforderlichen Mittel werden bewilligt werden.
Zur Erfüllung der zweiten Aufgabe, der Bekämpfung der Heuschreckenplage, dürften die Mittel vorhanden sein, und es ist nur eine Zusammenfassung .aller hier verfügbaren Kräfte und eine zielbewußte und thatkräftige Mitwirkung aller hier thätigen Weißen an der gemeinsamen Arbeit notwendig. Kürzlich ist hier eine ausführliche Instruktion zur Bekämpfung der Heuschrecken, vom Gouvernement ausgearbeitet worden. Es sind die verschiedenen Methoden zusammengestellt, die in anderen, von der Plage heimgesuchten Ländern, angewandt worden sind. Eine Anzahl dieser Methoden wird hier kaum in Anwenduna kommen können, weil dieselben ein dichter bevölkertes und mit schnelleren und besseren Verbindungen ausgeftattetes^ Land vorausfetzen. Andere in der Instruktion enthaltene: Anleitungen werden dagegen mit Vorteil befolgt werden können. Tas eine aber muß vor allen Dingen im Auge behalten werden, daß der Kampf nicht nur den dazu besonders bestimmten Organen allein überlassen werden darf. Geschieht dies, so wird der Erfolg stets nur ein unbedeutender fein können. Jeder einzelne in der Bevölkerung muß sein Bestes thun, gleich als ob er persönlich unmittelbar von der Gefahr bedroht wäre. Mittelbar bleibt ja keiner von den nachteiligen Wirkungen, die aus der Vernichtung der Weideflächen durch die Heuschrecken folgen, verschont, der einzelne Mann kann aber nichts ausrijchten. Es müssen sich größere Verbände zusammenschließen, die nach einem gemeinsamen Plane handeln.
Es bleibt die dritte Aufgabe, die Sorge für reichliche Tränkstellen. Hier sind es die einzelner! Farmer, die vorzugsweise thätig sein, in ihrer Thätigkeit aber, soweit es irgend möglich ist, Unterstützung aus öffentlichen Mitteln erhalten müssen, sei es durch Vorhaltung maschineller Einrichtungen unv technisch geschulter' Kräfte, fei es durch Gewährung von Geldmitteln als Zuschüsse oder als! Darlehen/ Hier kann auch die Heimat unmittelbar helfen, wie das ja auch vom kolonialwirtschaftlichen Komitee durch Entsendung von Bohrkolonnen beabsichtigt ist.
Frachtbriefe und der Erzbergbau iu Cberhesseu.
Unter dieser UebersHrift erhalten wir mit der Bitte' um Veröffentlichung folgende Zuschrift:
Es ist Wohl eine unbestrittene Thatsachie, daß Fracht-, ermäßigungen und neue billige Verkehrslvege Verschiebungen Hervorrufen, welche die Interessen ganzer In-, dustriezweige auf das einschneidendste berühren. Ganz besonders gilt dies für Gegenden, aus welchen billige Rohstoffe versandt werden. Diese Thatsachie gewinnt zur Zeit für den oberhessischen Erzbergbau eine besondere Bedeut-, ung durch die mit dem 1. Juni d. I. eingetretene Ermäßigung des Frachtsatzes für den Versandt der in Lothringen und Luxemburg mit außerordentlich niedrigen Selbstkosten gewonnenen Minette nach dem rheinischemestfälischen Jn- dustriebezirk. Während hierfür die Fracht auf 1 Pfennig pro Tonnenkilometer herabgesetzt wurde, wird für den Versandt der oberhessischen Erze noch der alte Frachtsatz von 1,5 Pfg. pro Tonnenkilometer in Anrechnung gebracht, obgleich, bekanntlich gerade der oberhessische Erzbergbau mit Rücksicht auf feine entfernte Lage zu den verbrauchenden Hüttenwerken eine Frachtbegünstigung anderer Erzreviere: am allerwenigsten vertragen kann. Man kann auch nicht verstehen, weshalb für den Erzversandt aus OberhefseN nicht das richtig fein soll, was in Preußen für Lothringer und Luxemburger Erze als richtig erkannt worden ist. Wenn auch der oberhessische Erzbergbau im Verhältnis zu dem Minettebergbau nur eine geringe Ausdehnung hat, so muß es doch, als wünschenswert bezeichnet werden, darauf Bedacht zu nehmen, daß derselbe erhalten bleibt; jedenfalls aber entspricht es nur der Billigkeit, daß man ihm dieselben Frachtvergünstigungen zu teil werden läßt, die man anderen Revieren, welche von der Natur mit viel günstigeren Ablagerungsverhältnissen ausgestattet sind, gewährt. Bei Fache lcuten besteht fein Zweifel, daß der Erzbergbau in Ober- Hessen noch, sehr ausdehnungsfähig ist, auch sind die iober- hessischen Erze wegen ihrer leichten Schmelzbarkeit und weil sie frei von Kieselsäure sind, als Zusatzerze beliebt; nun billig müssen sie fein. Daß der oberhessische Erzbergbau für die Beivohner des Vogelsberges von nicht geringer Bedeutung ist, mag daraus hervorgehen, daß feit etwa zwei Jahren allmonatlich allein an Arbeitslöhnen 70—75 000 Mk. gezahlt werden. Bedenkt man, daß dieses Geld einer Bevölkerung zufließt, welche vielfach den Bergbau nur als Nebenbeschäftigung an sieht, und in der Hauptsache Ackerbau treibt, so ist der Wunsch vieler Orte nach weiterer Ausdehnung des Bergbaues wohl verständlich Es weiß auch jeder, der mit den Verhältnissen vertraut ist, daß im Falle eines Erliegens des oberhessischen Erzbergbaues bittere Not in manche Familie ein kehren dürfte. Der weitaus größte Teil der jetzt im Bergbau beschäftigten Leute würde wieder gezwungen sein, auswärts Arbeit zu suchen oder, wie es-' früher lange Zeit der Fall gewesen ist, in einem neuen Vaterlande sich niederzulassen. Es sollte überhaupt, insbesondere durch Frachtermäßigungen, daraus Bedacht genommen werden, daß unsere inländischen Erze mehr wie heute auf den Markt gebracht werden können, denn daß durch die Einuhr der billigen ausländischen Erze der inländische Erzbergbau immer mehr lahm gelegt wird, liegt auf der Hand, ebenso ist es für uns gleichbedeutend mit einem wirtschaftlichen Schaden, wenn jährlich viele Millionen Mark für fremde Erze ins Ausland fließen.


