Nr. 111 Drittes Blatt.
151. Jahrgang.
Sonntag 12. Mai 1901
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Bg. Max Möller.
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Kerliner Kries.
(Plaudereien aus der Saiserstadt.)
(Nachdruck verboten.)
Schlimme Ageuleu. — Witwen Vereiue und was dahinter steckt. Der Witwer-Bereiu. — Die Dummen werden nicht alle.
Die Berliner haben nicht lange Zeit gehabt, über den Abschied Onkel Miquels aus dem Haus am Kastanienwäldchen zu trauern, und sich über die Vielseitigkeit des einstigen Husarengenerals, nachmaligen Generalpostmeisters, heutigen Landwirtschaftsministers von Pvdbielski zu wundern: ein Ereignis, wie es in dem wirren Getriebe der Millionenstadt leider oft genug vorkommt, hat in seiner entsetzlichen Furchtbarkeit die Gemüter schnell von den Bierbankdcbatten um das Schicksal des Kanals und die Handelsverträge des Herrn Möller abgelenkt. Das Ver- . brechen in Mariendorf ist eine jener llnthaten, die von! notorischen Gemeingefährlichen verübt werden, deren Thätig- keit einer unablässigen polizeilichen Kontrolle unterliegen inüßte, wenn der Staat sich nicht entließen kann, dergleichen schlimme Elemente durch Deportation für das Mutterland unschädlich zu machen. Ein Mensch, der 22 ^ahre seines Lebens wegen hinterhältiger und heimtückischer Verbrechen hinter Zuchthausmauern zugebracht hat, uird nicht als gebessert in die Welt zurückgeschickt. Er fängt öort wieder an, wo er abgerufen wurde, aber raffinierter, teuflischer und selbstverständlich auch skrupelloser, wenn oas überhaupt möglich ist. Ein solcher Bursche nun betreibt Agenturen. Wer wagt es, ihn mit dergleichen Aufträgen ,;u betrauen? Welche anständige Gesellschaft cntblödet sich nicht, einen derartigen Schurken in die Häuser und Fa- iirilien zn schicken, um Verbindungen anzuknüpfen? Und ivie darf es der Ueberwachungsbehörde entgehen, daß. i dieser gefährliche Maulwurf mit dem zweifelhaften Erwerb ' eine zweite Wohnung hat, draußen in Mariendorf, dem lämdlÄen Vorort, der für seine Agenturen nicht in Betracht kommt? Ein Wunder, daß der Unhold nicht auch.
Gatten der erschlagenen Hauswirrin hat beseitigen idimen. Tann wäre die Tragödie noch viel furchtbarer Morden. Tie Mär von den verreisten Eheleuten hätte man zunächst geglaubt, und der Schreckliche hätte Muße
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genug gehabt, seinen Raub und sich selbst in Sicherheit zu bringen. Ein Rätsel bleibt übrigens der Einfluß au: das weibliche Element, den Bobbe ausgeübt hat. Er gewinnt nachi 14 Jahren Zuchthaus noch eine Frau, die mit ihm die Ehe eingeht — und nach, weiteren acht Jahren nimmt sie ihn zum zweiten Male auf. In Mariendor' aber hat er eine Geliebte wohnen, die aus gebildeter Familie stammt, und der sein Vorleben zweifellos nicht unbekannt geblieben ist. Welch arge Verirrungen weiblicher Neigung! Jedenfalls wird — nachdem die Schreckensthat einmal wieder ein grelles Streiflicht auf gewisse Schichten des Verbrechertums geworfen hat, die Polizei ihre alten Bekannten mit dergleichen bösen Gelüsten besser überwachen; der ehrenwerte Stand der Agenten aber thäte aut, soweit er mit Versicherungs-Gesellschaften in Verbindung steht, energisch gegen die vielen zweifelhaften Clemente, die sich als „Vertreter" gerieren dürfen, Front zu machen. Unter dem Deckmantel des Agententums lungert eine ganze Menge lichtscheuen Gesindels in Berlin herum.
Erne ähnliche Verschleierung, die der Polizei natürlich ebensowenig entgangen ist, und ihr viel Arbeit und Verdruß bereitet, bedeuten für die Hauptstadt die meisten der sogenannten Witwen-Vereine. Heute, wo sich alle möglichen Stände, Amateure, Sportler, Sammler usw. zu Vereinen zusammenthun, wo die dicken einmal unter sich sein wollen ebenso wie die leichten Personen, kann es einem harmlosen Gemüte nicht auffallen, daß auch lebenslustige Witwen auf die Idee kommen, ihre Fröhlichkeit zusammen- zu schießen, und bei Kaffee und Kuchen, meinetwegen auch Walzermusik ihre traurige Einspännigkeit zu vergessen. Aber in den meisten dieser schönen Witiven-Vereine wimmeln Dämchen herum, die noch! kein Standesamt gesehen haben, und hoffentlich auch nicht zu sehen bekommen, soweit es sich um eine Eheschließung handelt, wohl aber in Moabit ziemlich eingehende Lokalkenntnisse besitzen. Und der Becher )er Lust schäumt in den „Sitzungen" dieser Vereine, die immer mit Ballmusik abgehalten werden, mitunter bedenklich über. Allerlei Gimpel, die dazu da sind, die Vereinsbeiträge zu leisten, d. h. Sekt kommen zu lassen, in denen der Witwenschmerz am schnellsten erstirbt, beleben diese Orgien durch ihre holde Gegenwart und mancher Freiherr von der Portokasse erwirbt hier mit den verpraßten Klebe- ! geldern das Passepartout für Rummelsburg und Plötzensee <
und andere stille und beschauliche Orte. Ter Witwer-Verein, der sich unlängst gebildet hat, ist natürliche harmloserer Art; das sieht man schon daraus, daß weibliche Gäste, selbst Witwen, von seinen Sitzungen streng ausgeschlossen sind. Man will dort wirklich mit seinem Schmerze allein sein. Vielleicht auch soll kein weibliches Auge erblicken, wie schnell man sich zu trösten weist Zu denken giebt es jedenfalls, daß ohne weiteres nur Witwer ausgenommen werden, die sich die Fesseln der Ehe nicht etwa ein zweites Mal haben anlegen lassen. Doppelt und mehrfach Verwitwete müssen sich erst einer längeren Probezeit unterziehen, ehe man ihnen Sitz und Stimme in diesem Trauerparlament einräumt. Ich glaube, der alte Haugk hat diesen Vereinsmeiern aus der Seele gesprochen mit seinem Epigramm.
Ach, trotzdem ist es nicht ausgeschlossen, daß mancher von diesen invaliden Veteranen des Ehekrieges eines schönen Tages mit einem zweiten Kreuzlein dekoriert wird, seine Mitgliedschaft im „Witwer-Verein" aufgiebt, und zu der süßen Gewohnheitssünde der Liebe zurückkehrt!
Auch unter der Flagge der Gesinde-Vermieterin, der Masseuse usw. segelt in Berlin eine ganze Anzahl von Existenzen, die den angekündigten Beruf nur sehr mäßia betreiben. Vielst verbirgt sich dahinter die „kluge Frau , die denen, die nicht alle werden, die Karten legt und Blicke voll sonniger oder düsterer Perspektiven in die Zukunft eröffnet. Und daß sie nicht alle werden, hat man unlängst wieder einmal in einer privaten Mädchenerziehungs-Anstalt feststellen können, deren Pfleglinge von 11, 12, 13 und 14 Jahren seit Monaten ihr Taschengeld nicht besser anzuwenden wußten, als es der weisen Pythia für ihre geheimnistiefen Orakel zu opfern. Was bei diesen Albernheiten für Unglück entstehen kann, lehrt besonders ein Fall, in dem eitlem armen blassen und mageren Ting von 12 Jahren der Tod an der Schwindsucht für das 14. Lebensjahr üon_ der nichtsnutzigen alten Vettel vorausgesagt worden ist. Seitdem geht das dumme Mädel verstört, und in allen Lebenshoffnungen geknickt einher und erschwert dem Arzt, der sie ganz glatt über den Berg bringen kann, wenn sie nur vernünftig ist, die Arbeit! Ich bin kein Freund oer Prügelstrafe, weil sie leicht an )en Unrechten kommen kann: aber ich glaube, für diese Sorte von Weibern wäre sie wirklich am Platze! . . . A. R.
Kermischtes.
* Der Hessen-Kassel'sche Menschenschacher. In seiner Marie Seebach-Biographie kommt O. F. Gen- sichen auch 'auf diesen Schandfleck in der Geschichte zu spreckn-n. Er schreibt dort: ,Der im Jahre 1760 auf den Thron gelangte Landgraf Friedrich II. verschönte Kassel durch hauptstädtische Pracht und glänzende Hofhaltung. Tas Geld dazu erpreßte er in vollstem Sinne des Wortes dem Mark seiner Unterthanen. Er war es, der jene Seelenverkäuferei einführte, die Schiller in der berühmten Kammerdienerszene von „Kabale und Liebe" mit beispielloser Kühnheit brandmarkte. Gegen 100 Thaler pro Kopf verkaufte er 19 400 Mann, fast den 20. Teil seiner gesamten Unterthanen an die Engländer, welche diese unglücklichen Hessen teils in Ostindien gegen Hyder Ali von Mysore, teils in Nordamerika gegen George Washington in den Krieg schickten. Mit beißender Ironie ließ Friedrich der Große von diesen armen Scblachtopfern, als sie zu Schiff auf der Weser die preußische Grenze bei Minden passierten, den üblichen „Viehzoll" erheben und schrieb in seinem „Antimacchiavell": „Es giebt Fürsten, welche einen ehr-, loseir Handel mit dem Blute ihrer Völker treiben; ihre Truppen gehören dem Meistbietenden; es ist eine Art Auktion, wo diejenigen, welche die größten Subsidien zahlen, die Soldaten dieser unwürdigen Fürsten zur Schlachtbank führen. Solche Fürsten sollten erröten über die Schändlichkeit, mit welcher sie das Leben der Menschen verkaufen, die sie als Väter ihrer Völker beschützen sollten." m * Tie großen Zigarrenfabrikanten von New-York verwenden mit Vorliebe Arbeiter spanischer Nationalität. Diese sind im allgemeinen nüchtern und fleißig, daher sind ihre Prinzipale auch darauf bedacht, ihnen ihre Stellungen so angenehm als möglich zu gestalten. So trafen sie die originelle Einrichtung, in jedem Arbeitssaale einen.Vo r l e s e r aufzustellen, der mitten unter den Arbeitern sitzt, und mit lauter Stimme zuerst die Morgenzeitung und dann spanische Gedichte und Romane vorliest. Tie New-Yorker Tabakfabrikanten sind überzeugt, daß sie die musterhafte Ruhe und Ordnung, die in ihren Arbeitslokalen herrscht, diesen Vorlesern verdanken.
* Ein französ is cher Sch u l in s p e k t o r — so schreibt man aus Paris — erzählt in seinem amtlichen Bericht an seine vorgesetzte Behörde einen bezeichnenden Zwischenfall von einer seiner letzten Inspektionsreisen. Es war in der höheren Töchterschule einer 'großen Provinzstadt. Er richtete an eine Schülerin die Frage, welche Art von Nährstoff ein Ei enthalte. „Stickstoffhaltigen Nährstoff", antwortete die Gefragte ohne Zögern. Er fragte eine zweite nach der Farbe verschiedener Haus- und Wildvögel. Auch darauf erhielt er fast durchweg zutreffende Antworten. Nun fragte er weiter: „Wie lange muß man ein Ei kochen lassen, um es pflaumenweich zu bekommend' Eine Schülerin wurde sehr rot, schwieg eine, Weile, und stotterte dann: „Eine halbe Stunde". Der Schnlinspertor blükte unzufrieden, und wandte sich an
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Außerdem realisiert der Fürst noch eine bedeutende Summe aus der Verabfolgung der goldenen „Plaques" von 100 Frs.
♦ Böcklin-Anekdoten. 1. Ein Professor besuchte Böcklin im Atelier. „Diese Fabelwesen da", rief er enti rüstet, „haben ja aar keine anatomische Existenzmöglichkeit!"> „O", versicherte der Künstler lächelnd, „die leben länger als Sie!" — 2. Böcklins Gattin gestattete ihrem Eheherrn bekannllich kein Modell. „Aber Liebste", sondierte er eines Frühlings, „zu den Kunstwerken, welche die Tamenhäupter zieren, benützt man doch auch Modellhüte!" „Papperlcch- papp! Du bist keine Putzmacherin!" sagte sie mit echt weib< licher Logik. — 3. Ein Rittmeister a. D. sagte zu Böcklin: „Na, na, für gar so harmlos halte ich es nicht, Ihr Bild „Im Spiel der Wellen"'." „Ich werde mich bessern!" erwiderte der Künstter. „Ich male nächstens „Im Spiel der Harmlosen"!" — 4. Zu Kunsthändler Gurlitt kamen seinerzeit einige Berliner Kunstakaoemiker und spotteten über Böcklins „Villa im Frühling", auf welchem Bilde eine Frauengestalt mit roten Schuhen im Grase sitzt. „Der malt einen schönen Stiefel zusammen!" gröhlten sie. „Wenn Böcklin", belehrte sie Gurlitt, „schöne Stiefel malen wollte, wär' er schon längst zu allerhöchster Anerkennung gelangt'1
* Tie Farbenwahl in der Toilette. Es ist merkwürdig, schreibt eine englische Modezeitschrift, was für eine Wirkung die Farbe eines Kleides auf das Aussehen hat. Viele Schneiderinnen ziehen jetzt schon sehr wohl in Erwägung, daß eine Frau durch! ihr Kleid größer oder kleiner erscheinen kann. Starke Damen sehen in schwarzen und dunklen Farben auf der Straße und beim Ausgehen kleiner aus, und Heine Leute erscheinen durch den Gebrauch derselben Farben wie Zwerge. Die optische Wirkung weißer und Heller Farben besteht darin, alle Gegenstände zu vergrößern, und eine starke Dame, die sich so kleidet, wird dadurch in ihrer Erscheinung bedeutend größer. Trotzdem braucht sie nicht düster und dunkel auszusehen, denn die reichen dunklen Farben, die sie zur Auswahl hat, sind zahlreich und mannigfaltig. ®rün und blau in ihren verschiedenen Schattierungen sind besser als rot, denn sie geben eine ruhige Wirkung. Alle hellfarbigen Stoffe sollten für die Taille vermieden werben. Für Mädchen in dem Uebergangsalter von zwölf bis vierzehn Jahren ist dunkelblauer oder einfacher roter Kaschmir oder Serge am wirkungsvollsten. Bei der Auswahl der Kleiderfarben muß natürlich auch der Teint berücksichtigt werden. Wer eine blaßgelbe, dunkle Gesichtsfarbe hat, sollte Helle Schattierungen wählen und vorsichtig schreiend glänzende und entschiedene Farben vermeiden. Wer einen reinen und blassen Teint hat, kann alle Schattierungen rosa, gelb, braungelb, hellgrün, lila, braun und violett tragen. Leute mit ftischer Gesichtsfarbe sollten Töne wählen, die die Farbe dämpfen, wie blau und grün. Am begünsttgsten sind Mädchen mit zartem Teint, denn ihnen stehen nur wenige Schattierungen schlecht; am besten sind frische Farben, wie kirschfarben und rosa. Tie Farbe des Kleides übt nicht nur einen Einfluß auf die Schönheit der Trägerin, sondern auch auf ihre Gesundheit aus.
die nächste. „Mindestens drei Viertelstunden!" erwiderter diese zuversichflich^'^Eine dritte meinte, ungefähr eine Stunde, und eine vierte, pflaumenweiche Eier wurden überhaupt nicht gekocht. Gelehrt waren alle die Mädchen- aber ein Ei kochen konnte keines.
* Heber die Bilanz von Monte Carlo wird berichtet: Tie jährliche Versammlung der Aktionäre der Kasinogesellschaft von Monte Carlo fand am letzten Freitag unter dem Vorsitz von Camille Blanc in Monte Carlo statt. Trotzdem Monte Carlo eine gute Saison hatte, hat im Vergleich mit dem vorigen Jahr eine Abnahme von 60000 Mk. in den Einnahmen von den Spielttschen stattgefunden. Der Gesamtertrag von Roulette und Trente-et-quarante beläuft sich auf 18 504 000 Mk. Dazu kommen 600000 Mk. Miete für das Hotel de Paris, das Cafe de Paris und andere, der Kasinogesellschaft gehörige Grundstücke. Die Gesamteinnahmen betragen dann also 19104 000 Mk. Eine Dividende von 148 Mk. wurde angesetzt; dazu kommen 20 Mk., die auf den Kupon im November gezahlt wurden, so daß der Gesamtertrag 168 Mk. beträgt, was 8 Mk. weniger macht als im vorigen Jahre. Die Ursache des Sinkens der Dividende ist die ungeheure Zunahme der Ausgaben, die von der Gesellschaft zu tragen sind. Der Fürst von Monaco bekommt jetzt jährlich 1400 000 Mk. gegen 1000 000 Mt, die er früher erhielt Fürst Albert sind außerdem weitere 500000 Mk. für die Erhaltung seiner Leibgarde zugestanden worden, und die Bezahlungen aller Ausgaben des Hofes von Monaco, ausgenommen die mit seinen Privatangelegenheiten verbundenen. Im Fürstentum Monaco giebt es keine Steuern und Abgaben, denn alle Kosten der Landesregierung werden vom Kasino bezahlt, ebenso die Erhaltung der Karabiniere, der Polizei, der Gerichtshöfe, der öffentlichen Arbeiten und der Anlegung und Erhaltung der Wege. Der Reisegeldfonds zur Heimsendung von Spielern, die alles an den Spieltischen verloren haben, ist auf 40000 Mk. vermindert, und die für Subventionen ausgegebene Summe, die hauptsächlich an die ftanzösische Presse geht, damit sie das Spiel nicht angreift, ist von 600 000 auf 400 000 Mk. vermindert worden. Der Hauptgrund für diese Abstriche ist der, daß die Kasinogesellschaft Zinsen auf die im vorigen Monat ausgegebenen Obligationen bezahlen mußte. Diese wurden zu dem Zweck ausgegeben, um die 8 000 000 Mk. zu erheben, die man dem Fürsten von Monaco zahlen mußte, als die Konzession für den neuen Kontrakt gewährt wurde. Das Einkommen auf die 60000 Aktien, die das .Kapital der Gesellschaft bilden, beträgt 10080 000 Mk.; im vorigen Jahr betrug es 10 560 000 Mk. Zu den schon erwähnten 8 000 000 Mk. wird der Fürst von Monaco im Jahre 1913 12000 000 Mk. erhalten; dann ist nämlich die alte, von seinem Vater, dem Fürsten Karl, gewährte Konzession abgelaufen, die vor einem Jahr auf 50 Jahre erneut wurde. Seine 1600 Originalaktien zu je 400 Mk. werden ihm 268800 Mk. bringen, und mit den Erträgen aus Zöllen und Bezahlungen für Monopole und Privilegien, die im Fürstentum gewährt sind, beträgt sein jährliches «Einkommen nicht weniger als 2 600 000 Mk.
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