Ausgabe 
12.3.1901 Erstes Blatt
 
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tb künstig durch einschließlich 25. rt werden. Die c von Zeitungen ob der Weiter- endenfallS haben en. Die Brief- g über die er- u demnach auf m Beziehern zu zu quittieren, c bestellen will, Vriesträger im i imSeWtd >ahin noch nicht chatt der nach vn den Brief, m M y* x bei der Post' ze Bestellschreiben t zur Erhebung; den Briefträgern ; Einziehung vor- j letzten Monals on Zeitungsgeld nach vorheriger anstatt luW zeit Bestellungen

März 1901 ,8®Mat a« ^^egiweut fr 3' seither *®*m 5 des $etl 7» und den K, ^folger Ff mH de«

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'selber bei oem bndm «m-, chiischreiber bei htSschreiber bei jum Terichts- ' H'Vgerichts- fohanu Sobel lth ernannt.

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i166, Herr»

S.SxS

Hermann Katz

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Wirtschaften auch erhebliche Mengen von betreibe aller Art, auch bester Weizen, an das Bieh verfüttert tverden

Daß in diesen Betrieben die notwendige Brotsrucvt, wie Herr Dr. Kehm annimmt, vielfach verkauft wird und Dir Leute genötigt wären, Brot wieder zuzukaufen, mag vei leichtsinnigen Wirten hier und da vorkommen. 3m all­gemeinen sind die Landwirte fiug und eigennützig genug, nicht ihr gutes Getreide billig zu verkaufen, uni nachher dem Bäcker oder dem Händler zweifelhafte Ware zum höheren Preis wieder abzukaufen.

Die Zollerhöhung soll uns angeblich nichts nützen. Wenn das wahr wäre, sollte man sich gar nicht gegen die Zolt- erhöhung sträuben, denn dann bliebe ja alles beim alten. Daß mit der Zollerhöhung der Bodenwert alsbald steigen würde, ist unter den bestehenden Verhältnissen, bei dem Abfluten der Bevölkerung des platten Landes in die Städte und in die Jndustriebezirke garnicht zu crwartem Unter diesen Umständen ist das Bewirtschaften auch eines Bauerngutes von 68 Hektar mit so vielen Schwierigkeiten und Widerwärtigkeiten verbunden, daß in der Folge Die Konkurrenz bei der Erwerbung oder Pachtung lcmdwirtt schaftlicher Betriebe immer geringer werden wird. Dav starke Angebot und die mangelnde Nachfrage werden bw Kauf- und Pachtpreise unter den beregten Uniständenniedrig halten. Zahlreiche Beispiele aus der neuesten Zeit beweise,! das schon.^Lcnrc- -

Ackerland von mittlerer Fruchtbarkeit mit Brotfrucht bestellt, genügen vollständig, um im Jahre die Brotfrucht für fünf Personen zu erzeugen.

Daß nach Herrn Dr. Kehm in Hessen erst auf einer Fläche von 10 Hektaren mehr Brotgetreide erzeugt wird, als gine Familie für ihren Bedarf nötig hat, ist eine ganz unhaltbare Behauptung. Und wenn Herr Dr. Kehm jul) dabei auf den bekannten Nationalökonomen Prof. Dr. Eonrad in Halle beruft, der diese Entdeckung im Meise Lauterbach gemacht haben will, die er vielleicht auch im Kreise Schotten hätte machen können, so darf man diese besonders ungünsttgen Verhältnisse nicht übertragen auf das ganze Land. Wer in den schlechtesten Bezirken der Lüneburger Heide derartige Feststellungen macht, wird diese doch nicht übertragen können auf die ganze Provinz Hannover. , , ,

Ein Landwirt, der 457 Hektar bewirtschaftet in Gegenden von mittlerer Fruchtbarkeit, ist damit vollständig beschäfttgt. Er kann Nebenverdiensten in der Regel nicht nachaehen. Seine Ausgaben an Steuern, Zinsen, Unter­haltung der Gebäude und des Inventars, Heizung, Be­leuchtung, Zukauf von Kolonialwaren re., Bekleidung be­tragen bei aller Einschränkung ca. 1400 Mk. p. a. Womit bezahlt der Landwirt diese Summe? Doch nur aus dem Erlös seiner Produtte. Und dabei sind die Erlöse aus Getreide beinahe gleich denen aus der Viehwirtschafr Das beweist, daß solche kleinen Landwirte ein sehr erhebliches Interesse an Schutzzöllen für landwirtschaftliche Produtte haben. In der nächsten Nähe von Gießen könnte ich dem Herrn Dr. Kehm Betriebe nachweisen, die bei einer Kultur­fläche von 7 einem halben Hektar in normalen Jahren bis 40 Doppelzentner Getreide verkaufen, obgleich in solchen

Wie diese Desitzverhältnisse beispielsweise im Kreise «ictzcn liegen, zeigt die nodjfolgenbe Duistcllung aus einem guten Dürfe, das eine Gemarkung von 600 Hektaren an Aecker und Wiesen hat. Die Diltursläche verteilt ich auf 175 Besitzer, von diesen treiben nur 49 ausschließlich Landwirtschaft, 31 sind Taglöhner, 14 öNchirrhandler, 9 Steinhauer, 9 Viehhändler, 6 Wagner, 5 Musikanten, 4 Lumpensammler, 4 Schmiede, 4 Müller, 4 Wirte, 4 Schuh- tnadier, 3 Hirten, 2 Schreiner, 2 Metzger, 2 Ziegelbrenner, 2 Steinfuhrleute, 2 Lehrer, 2 Küfer, 1 Rottenmeister, 1 Hebamme, 1 Pflasterer, 1 Totenfrau, 1 Zimmermann, 1 Wagenwärter, 1 Steinbruchbesitzer 1 Maurer, 1 Weiß^ binder, 1 Bergmann, 1 Forstschütz, 1 Feldschutz, 1 Orts­diener, 1 Schneider, 1 Butterhändler, 1 Glaser, 1 Drechsler.

Die Eingabe der Handelskammer bezeichnet alle diese Leute als Landwirte, weil sie Teil haben an der ^ltur- iläche von 600 Hektar und weil sie ca. 0,102 Hektar Kulturfläche besitzen und bewirtschaften, m den meflten Fällen bewirtschaften lassen. Von dieser unrichttgen Vor­aussetzung ausgehend, kann man auch nur unrichttge Schlüsse ziehen.

Ich bestreite Herrn Dr. Kehm garnicht, daß es ut Kessen ca. 34 000 Personen giebt, die nur bis zu 2 Hektar landwirtschaftlicher Fläcl>e besitzen. Ich bestreite aber, daß man die Mehrzahl dieser Besitzer als Landwirte im Haupt­berufe bezeichnen darf.

Dem Herrn Dr. Kehm wird es unwahrscheinlich klingen, daß der Bericht über die landwirtschaftlichen Verhältnisse im Großherzogtum aus dem Jahre 1884 nachweist, daß selbst Zwergwirtschaften von 2 Hektaren einen Ueberschuß auch an Brotgetteide erzeugen. Denn schon 0,50, <5 Hektar

THEE-MESSMER

wird in 100,000 Familien tägl. getrunken. Probepackete 60 und 80 Pfg. Niederlagen durch Plakate kenntlich.

; Große PrckkmGMH:

auch auf sämtliche Neuheiten in Damen-Kleiderstoffen nnd Damen-Konfektion welche in großer Auswahl eingetroffen.

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1817

Bekanntmachung.

GamStag den 16. März 1901, nachmittags 2* l/a Uhr, tollen beim Turmhaus am Brand

1. die städtischen Marktlauben und die unter dem Turm­haus befindlichen Keller für die Zeit vom 1. April 1901 bis dabin 1902,

2. D.-r Obstverkaufsplatz auf Oswalds Garten, nächst der Spies'fchen Wirtschaft, auf unbestimmte Zeit,

3. die Wirtschastshallen auf dem V'ehmarkrplatz für die Zeit vom 1. April 1901 bis dahin 1902 öffentlich meistbietend versteigert werden.

Die Verpachtungsbedingungen werden im Verpachtung», termin bekannt gegeben, können aber auch schon vorher auf unserem Sekretariate eingesehen werden.

Gießen, den 8. März 1901. 1899

Grvßherzogliche Bürgermeisterei Gießen.

______Mecum.______________

Km- md WkrKhchVerßchNW.

Freitag den 15. März l. I., kommen im Grün- derger Stadtwalde in den Dinrikten Bobenhäuserkopf, Steinrütsche, Kreuzstein, Hölzchen, Bennerberg, Langeseif und Taufe folgende Hölzer zur Versteigerung:

1. 7 Echenstämme mit 1,71 fm Inhalt, Wagnerholz,

2. 63 Eschenstämme 7,52 ,

8. 811 Fichtenstämme 91,11 Bauholz und einige

Schnittstämme,

4. 29 Kiefernstämme 16,00 , größtenteilsSchnitth.

5. 4 Lärchenstämme 1,50 , Bauholz,

6. 19 E'chen-Derbstangen mit 0,92 fm Inhalt, Langwieden, 7. 188 FichtewDerbstangen 9,56 H Leiterbäume und Gerüststangen,

ferner Nutzholz:

1. 3,7 rm Eichen - Scheitholz, 2,50 m lang, Pfosten- und Wagnerholz,

2. 4,5 rm Eschen-Knüppel, 1,60 m lang, Wagnerholz,

8. 19,5 rm Fichten-Scheit und -Knüppel, 3 m lang. LaUenholz, 4. 285,7 rm Fichten-Nutzreiser in ganzen Längen, Bohnenstangen und Leiterbäume.

Zusammenkunft morgens 97, Uhr am Eingang in den Wald von Giünberg aus. Die Stämme und Derbstangen au» den Distritten Bobenhäuserkopf 6, Steinrütsche 1 und 3 und Kreuzftein 1 werden nur vorgezeigt; alle übrigen Stämme sowie sämtliches Nutzholz kommt von mittags 1 Uhr auf der oberen Ziegelhütte zum Ausgebot.

Nähere Auskunft über dar Holz erteilt Forstwart Büttel in Grünberg.

Grünberg, den 9. März 1901.

Großherzogliche Bürgermeisterei Grünberg.

Zimmer. 1934

Zur Frühjahrssaat empfiehlt Die Unterzeikvnete befi gereinigten roten Bchlan- stedter Sommer-Weieen, per 100 Kilo 20 Mk., per 1000 Kilo 195 Mk. ab Lauterbach. Säcke werden mit 60 Pfg. per Stück berechnet. Dieser Weizen ist bekanntlich äußerst ertragreich, hat straffen Halm und fällt nickt leicht auS; er liebt frühe Saat. 1739

StoLyatchtr bei Lauterbach (Oberheffen), im März 1901.

Areih. Ittedesefsche Kutsverwaltung.

Freitag den 15. ds. Mts., rmchmitta«- »en 4 Zlhr an, sei! im StadtLnaSrn- schulhaus eiue

öffentliche Prufvus fodbillmnpfdjület

stattfiudeu. Es werden zu derselben die Eltern und Lehr- Herren der Schüler und sonstige Freunde der Schule hierdurch eingeladen.

Gießen, den 9. März 1901. 1917

Mecum, Hab«, Fuhr,

Bürg-rm°ister. Oberlehrer.

Darmstädter Pädagogium.

Darmstadt, Nieder-Ramstädterstraße 28.

Vorbereitung zum Einjährigen-, Primaner- und Abiturienten-Examen, sowie für mittlere und obere Klaffen höherer Lehranstalten. Gute Erfolge. I928

Beginn deS Sommersemsters: 15. April.M« "Hai.

vom 16. 6. 1893) und die

MmmtmWOli

Submission.

Für die Gr. psychiattische Klinik sollen für das Rechnung»« fahr 1901/02 auf dem Wege öffentlicher Submission vergeben werden:

1. Lieferung von Backwaren, Fleischwaren, Spezereiwaren, Mich, Butter und Eier, Bier, Eis, Wein, Mineralwasser, Bürstenwaren u. Toilette­gegenstände,

Porzellan- u. Glaswaren, Emaillewaren, Schreibmaterialien, Kleider für Pfleger, Schuhe für Kranke und Personal, ca. 800 Ctr. Nußkohlen

2. DasReinigen derPersonal- und Kranttnwäsche (ge­trennt oder zusammen);

3. Da» Reinigen de».Küchen­heerdes und der Oefen;

4. Da» Leerfahren der Senk gruben und Fortschaffen de» Kehrichts-

5. Die Abgabe von Knochen und Gespül.

Die für die Lieferung giftigen allgemeinen Bedingungen (Er­laß der Großh. Ministerien

speziellen Bedingungen liegen an den Wochentagen, nachmit­tag» von 8 bi» 5 Uhr auf dem Verwaltungsbureau offen.

Offerten find versiegelt und mit entsprechender Aufschrift versehen bi» zum

16. März 1901, vormittags 11 Uhr, auf dem erwähnten Bureau abzugeben. 1741

Der Zuschlag erfolgt bis 28. März 1901.

Gießen, den 2. März 1901.

Großh. Direktion der psychiatrischen Klinik. ______S ommer.______

Bekanntmachung.

Der Landwirt Ludwig Hof« mann V. zu Lollar und dessen Ehefrau Elisabetha geb. Schäfer von da haben sich durch ge­richtlichen Ehkvertrag vom 22. Januar 1901 den Be­stimmungen der Errungenschafts­gemeinschaft de» Bürgerlichen Gesetzbuch» unterworfen. [1929

Gießen, 8. März 1901.

Großh. Amtsgericht.____

Widerruf.

Die von der Gemeinde Alten - Buseck anberaumte Holzverfteigerung soll nicht Donnerstag den 14., sondern Mittwoch de« IL.d.MtS. stattfinden. 1944

Alten-Buseck, 9. März 1901.

Großh. Bürgermeisterei Alten-Buseck.

Körber.

ücrsteigmulM

Hohversteigerung

m den iUalbnagen itr SkMkiude

Wieseck.

Freitag den 15. d. M., vormittag» 10 Uhr beginnend, soll in den Waldungen der Ge­meinde Wieseck, Distrikt Klause, TeufelSpsütze und Holzbrunnen nachverzeichnetes Holz versteigert werden:

1 Eichenstamm mit 0,54 km, 3 Buchen - Abschnitte mit 0,33 fm,

95 Nadelstämme mit 27,35 fm,

543 Nadel-Derbstangen mit 49,15 fm,

38 rm Buchenscheitholz,

20 rm Eichenscheitholz, 2 rm Birkenscheitholz, 17 rm Nadelscheitholz, 33 rm Buchenknüppelholz, 36 rm Eickenknüppelholz, 30 rm Nadelknüppelholz, 2950 Wellen Buchenreifig, 1400 Wellen Eichenreisig, 1400 Wellen Nadelreifig, 4 rm Buchenstockholz, 2 rm Eichenstockholz, 8 rm Nadelstockholz.

Die Zusammenkunft ist ober­halb der Sandgrube, am Schrei.

Wieseck, am 9. März 1901. Großh. Bürgermeisterei Wieseck. _____Sommerlad. 1911 Hohversteigerung am DouuerStag de« 14. d. Mts., von nachmittags 1 Uhr ab, in der Wirtschaft von Wwe. Weisbrod zu Salz­böden. Eiche«: 20 rm Scheit und Knüppel. Buche«: 200 rm Scheit und Knüppel, 390 rm Reiser, 50 rm Stöcke. Fichte«: 13 rm Scheit und Knüppel, 5 rm Stöcke, 185 rm Reffer. Das Holz liegt in den Distrikten Faberstück 18a und Schottenholz 14, Gemeindewald Salzböden.

Krofdorf, 8. März. 1901. Der Bürgermeister.

Ltcktentbaeler. 1916

1240] HrdveneilungShatber M daS Hau» Bahnhofftratze 64 preiswett zu verkaufen durch

I. Boeck, Steinstraße 15.

Hohversteigerung Ul HsUbttger Stlldtwald.

Donnerstag, 14. März 1901, vormittag- vo« 9Mhr au, kommen aus den Distrikten Hardt. Schweinftall, Köpfchen und Finkenhaln zur Versteigerung:

18 Elchenstämme m. 10,12 fm,

48 Kiefernstämme m.44,57fm, darunter Stämme bis zu 2 J/2 fm,

97 Kiefernstämme m.18,40krn,

2 Birkenstämme m. 0,58 fm, 472 Fichten - Derbstangen mit

24,54 fm,

1 rm Buchen-Scheit,

1 Eichen- n

4 Eichen-Knüppel,

35 Nadel- ,

31 ff Buchen-Reifer,

14 Eichen- ,

32 Nadel-

4 ff Eichen-Slöcke,

10 Nadel-

Zusammenkunft bei der kleinen Brücke auf der Kreis­straße HombergNieder - Ge­münden.

Homberg, 5. März 1901. Gr. Bürgermeisterei Homberg.

Repp. 1920

ffinßc Geschirr- imd Ua4k0-lkdeiglmi]schwSl]k ist ein unübertroffenes Leder- Konservierungs,- Schwärze- und Glanz-Mittel. 1858

»rotze Flasche 1,50 Mk.

Otto Schaaf, Hieße«.Settersweg 89.

Nachdem ich meinen

Schönschreib - Kursus bereits eröffnet habe, werden noch weitere Anmeldungen bis Montag, de« 18. März in LouyS Bierkeller ent* gegengrnommen. [0876 Ich mache besonders darauf aufmerksam, daß der Unterricht ach Geschäftsschluß bis abend» 10 Uhr besucht werden kann. Hugo Hotz, Kalligr. Lehrer.