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Erwachsene:
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1.
gäbe zu Dessert.
Farbroll-Linrichtung.
Nr. 5 M. 175.-. Nr. 7 m. 225.-
Eheleute eine Zeitlang von einander getrennt gelebt. Ein Katalog bejro. Vorführung durch die
Ära” im Ähn': I vrühl'sche Oruderei, Gießen. Schulftratze m. 7
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ES starben an:
Rose
Diarrhöe
Krämpfen Gehinentzündung Lungenödem
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Lebensjahr: 2.—15. Jahrr
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heim vergrößert. Für 294 klafter im „( den 6600 Mk. und für 240 Master au der 3300 Mk. bezahlt.
morgen der Kaufmann und Hauseigentümer Knechte! in Berlin erschoffen. K. erschien auf der Kriminal-Polizei in sehr erregtem Zustande und stellte sich selbst mit der Angabe, daß er seine Ehefrau erschoffen habe. Nach einem Zank, der der That voraufgegangen sei, habe er nach seinem ihm zur Hand liegenden Revolver gegriffen und in der Wut au seine Frau geschaffen. Daß et sie getroffen habe, sei sicher, ob er sie aber getötet habe, wisse er nicht genau, da er sofort davongelaufen sei. Die Kriminalpolizei stellte fest, daß Frau K., die in den Hals getroffen wurde, bereits verblutet und tot sei. Daraufhin wurde K. in Haft genommen. Wie inzwischen bekannt geworden ist, haben die K.'scheu
nach btt ‘yfunbtn, am
MidiMschen 'N Instituts, 1 theologisch«, fettige 3üS "TN gMit tyujf an btt «ntr Stobt. lr Psychiatrie x an bet bot« d TtDieibury erste HaL btt - Seh. hvftat rlSruhe wirb ' Lehrthitigkeit, 1861, nachdem 4 RegierungS- ule in Berit» gestand. - D» ist in der höhe -wen für seine cck ittgtfprafa fyer/bcrf bet V- und <8tUx-. ihre tzestvrbto.
Dresden, 31. Juli. Den „2)r. N." zufolge erstattete in der heutigen gerichtlichen Gläubiger-Versammlung der „Elektrizitätswerke D. L. Kummer & Co." der Konkursverwalter, Justizrat Dr. Mittasch, an der Hand eines Inventars Bericht. Dasselbe weist einen Aktiv« bestand von 5,545,922 Mk. auf, dem eine Passivenfchätzung von 1 2,1 89,447 Mk. gegenübersteht. Hierauf folgte ein längerer Bericht, demzufolge stch eine einigermaßen bestimmte Angabe über die Konkurö- dividende noch nicht machen läßt. ES wurde ein ständiger Gläubiger« ausschuß gewählt.
Cassel, 31. Juli. Zur Verhaftung des Auffichtsrats- mitgliedes Schulze-Delwig wird aus Dortmund geschrieben, daß diese in der 8artigen Gegend gewaltiges Aufsehen erregt. Schulze-T-elwig ist bekanntlich Besitzer des großen Rittergutes „Haus Sölde" bei Aplerbeck und bekleidet außer mehreren Ehrenämtern seiner Gemeinde eine ganze Anzahl Vertrauensposten in der Eisen- und ?tzohlenindustrie Westfalens, er steht mehreren namhaften Aktiengesellschaften als Vorsitzender vor. Es war daher naheliegend, daß sein angestrebtes außergerichtliches Arrangement mit der Kon tu rsv erwalt ung der Leipziger Sank Aussicht auf Erfolg hatte, umsomehr als Herr Schulze-Delwig mit den ersten Kapitalisten Westfalens und Rheinlands verwandt resp. verschwägert ist. Auch der bekannte Rittergutsbesitzer Overweg-Reichsmark, der Vor-
termin aufgegeben, zu ihrem Mann zurückzukehren. Sie that die« auch am 3 Juli. Das Ehepaar lebte aber nach wie vor uneinig mit einander und Zänkereien standen auf der Tagesordnung. Ein solcher Streit fand Mittwoch wieder iatf, der den Mann so aufbrachte, daß er zu der Waffe griff. (Eine 16 Jahre alte Tochter der beiden Eheleute befindet sich von Hause abwesend auf einer Sommerreise.
• Paris, 30. Juli. Als Graf Eichmannsdorf, Graf Gyllembrand, Graf Honnenthal und unter anderen Namen betrieb hier ein nahe der großen Oper wohnhafter deutscher Jndustrieritter Mitgiftjägerei. Dreimal gelang es ihm, sich hier mit Töchtern reicher Familien zu vermählen. Auch in Deutschland befinden sich zwei der betrogenen Damen. Die Verhaftung erfolgte auf Veranlassung einer Amerikanerin. DaS Individuum wird auf Reklamation der Berliner Behörden ausgeliefert werden. — In Havre durchschnitt sich an Bord des deutschen PostdampferS „Herodot" ein 25jähr. Lithograph Ludwig Schwartz die Halsader und sprang, da der Tod nicht sofort eintrat, ins Wasser. Rettungsversuche blieben erfolglos.
Brown & Polfons tllonfcamin iS ullknilikhrlich im Haushalt.
Zu haben in Paketen ä 60, 30, 15 Pfg.
Vermischtes.
• Gattenmord. Seine Gattin hat am Mittwoch
Summa: 6 (1) 3 (1) 3 —
Anm. Die in Klammern gesetzten Ziffern geben an, wie viel« der Todesfälle in der betreffenden Krankhett auf .von auswärts nach Gießen gebrachte Kranke kommen.
Landwirtschaft.
Rieder-Wöllstadt, 30. Juli. Die Molkerei« Genoffenschaft .Wetterau", G. m. b. H., erzielte für das abgelaufene Jahr bet einer Mitgliederzahl von 80 Genoffen ein günstige» Ergebnis. Der Reingewinn betrug 4451,53 Mk, und die Aktiva 75 444,62 Mk., während die Gesamthaftsumme 40 ( 00 Mk. ausmacht.
Laubach, 80. Juli. Die von dem Kreisausschuß deS KreiseS Alsfeld auf Grund des Abs 5 des Art. 7 deS Gesetzes, die Entschädigung für an Milzbrand, Rauschbrand und Schweinerotlauf gefallenen Tiere betreffend, gewählte Kommission hat die Preise, nach welchen für das Kadavergewicht gefallener oder rotlaufkranker Schweine Entschädigung zu gewähren ist, für den Kreis bis auf weiteres wie folgt festgesetzt: für die ersten 10 kg des Kadavergewichts ä kg 1,55 Mk., für das 11.—20. kg 1,35 Mk., für das 21—40. kg A kg 1,05 Mk, für daS 41.—60. kg L kg 95 Pfg. und vom 61. kg ab ä kg 85 Pfg.
Die Biideitsterfer W die einzige Schreibmaschine auswechselbarem Typenrad Su)tCWinG|u}lilC J. (Alphabete für 12 Sprachen) und
für die physiologische Chemie" und W. HtS jun. (Leipzig) über „Die Bedeutung der Jonrntheorie in der klinischen Medizin". — Am Donnerst ag, dem 26. September, ist «uf morgens 9 Uhr im Soßen Saale des KonzerlhauseS „Hamburgs der Beginn der Semem* östlichen Sitzung der medizinischen Hauptgruppe unter dem Vorfitz deS Geheimrats Prof. Dr. NaunyN'Str«ßburg festgesetzt.^.Sprechen werden Ehrlich Frankfurt und Gruber-Wten über "Die Schutzstoffe deS Blutes". — Um 10 Uhr beginnt im großen Saale von Hornhardts Konzertgarten die gemeinschaftliche Sitzung der vatur wissenschaftlichen Hauptgruppe unter", dem Vorsitz des Geheimrats Prof. Dr. van 't Hoff-Charlottenburg. Vortragen wird zunächst W. Ostwald- Leipzig „Ueber Katalysatoren", worauf über „den gegenwärtigen Stand der DeLcendenzlehre" Referate folgen. — Auf Freitag, den 27. Sep Umber, morgen« 10 Uhr, ist die zweite Allgemeine Versammlung im großen Saale de« Konzerthauses „Hamburg ftstsesetzt. Vorträge werden gehalten von H. Curschmann-L«Ipz^ig über »Medtztn mrd Seeverkehr", W. Nernst-Göttingen „Ueber die Bedeutung elektrischer Methoden und Theorien für die Chemie' und I. Reinke-Kiel „Ueber die in den Organismen wirksamen Naturkrä tt , worauf dst Tagung mH einigen Schluß-Ansprachen geschloffen wird. — Da« Gebiet der Naturwiffenschaften ist in 11 Abteilungen, d»S der Medizin in 16 Abteilungen gegliedert. - Gleichzeitig und zum TeU gemeinsam mit der Versammlung Deutscher Naturforscher und Aerzte tagen die „Deutsche Mathematiker-Vereinigungs und der „Verein abstinenter Aerzte de« Deutschen Sp>-chgebieteS", der seine Jahresversammlung aus Mittwoch den 25. September, morgen« 8 Uhr, festgesetzt hat. Die Mitgliedschaft der Gesellschaft^Deutscher Naturforscher und Aerzte, um an der Versammlung teilnehmen zu können, kann jeder erwerben, der sich wissen- schastlich mH Naturforschung und Medizin beschäftigt. Der MttgliedS- bettrag ist jährlich 5 Mk Anmeldungen zur Mitgliedschaft sind schriftlich an den Schatzmeister der Gesellschaft, Dr. Karl Lampe-Fischer in Leipzig, zu richten. Theiluehmer an der Versammlung kann auch ohne Mitglied der Gesellschaft zu sein, jeder werden, der sich für Natur- wiffenschasten und Medizin interessiert Diese TeUnehmer haben einen L-rsamrnlungSbeitrag von 20 Mk. zu entrichten.
Humoristisches.
I« Langsdorf. Lehrer: „Wen hat Gott am sechsten Tage erschaffen?" — Keine Antwort. — „Nun, wer ist daS vornehmste Geschöpf?" — Knabe: „Der Herr Bürgermeister!"
Unverdefferlich. Kranker Trinker nimmt statt der verordneten 10 Tropfen Medizin deren 12. — Frau (seufzend): „Weiß Gott, Mann, Du bist doch ein unverbesserlicher Säufer!"
Lakonisch. Ein berühmter Nordpolfahrer ist der Star der Gesellschaft bei dem Kommerzienrat R. Auf die Frage feiner Ttlch- nachbarin: „Was ist da« intereffanteste Problem einer Nordpolfahrl k antwortete der kühne Forscher: „Wieder zmückkehrev, gnädige Frau.
Erklärlich. Arzt: „Sie haben ein schleichendes Leiden ! Was haben Sie denn für »inen Beruf?- — Patient: „Ich bin Lokomotivführer bei der Kleinbahn!" „
Ein guter Kaffee. Mann (zu seiner Frau, nachdem er säst die Hälfte feiner Tasse geleert hat): „Du, Klara, ist das vielleicht Kaffee?" — Frau (aufgebracht): „Was soll'S denn sein?" - Mann (etnlenkcnd): „Na stehst Du, ich hab's auch gleich erraten!
Doppelt. Rektor: „Meine Tochter Alma ist heute Mutter geworden!" — Professor: „Ah, gratuliere! Da haben wir ja hier eine zweite altna mater!"
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Eine köstliche Milchspeise
erfordert nur Mondamin und gute Milch. 75 @rarmn ^onbamhl werden einfach mit 1 Liter Milch gekocht und nach dem Erkalten gestürzt. Damit erlangt man die schönen, steifen Flammeris, zu welchen Vanille- oder Fruchtsaucen rc. genügen Eme solche nahrhafte und leicht verdauliche Milchspeise ift auch eine köstliche Be^ gäbe zu frischen gekochten Früchten und gesunder als manches
hast.
Lpchm. Auö jr tränen miS DiS Theiter- iuhere Siadnick dnbn; ßll«S ist mtber, nur mti n Innern eher ümen muß und ieuiattocSitel, , dm tnntrbaü tgtng, wo jtfc Numwem iw pofantr Kmpjt- M iob aUtn an ba M- bet Gumbch KtzM tbn ftü n £o\m rtio tUenoanbe ur‘. durch Eaula tage livlS imi iterS liege» ganz horizoiltv- itnlilation irr werden nur dmDirigroia, in« M oeur
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v.v Gr Bocken heimer Str. 30. nahe dcrOper.
Wein Restaurant i.rg_s
Berühmte Küche, hervorragende Weinkarte Kleine ugrosse Men uszu festen Preisen u. nach der Karte.
Salons für kleinere u. grössere Gesellschaften.
>reises an den ursprünglichen Besitzer bekauntlich noch nicht voll geleistet; möglicherweise wird die Konkursmasse diesen Restbetrag decken müssen, um nicht die bisher darauf geleisteten Zahlungen zu verlieren.
Fabrik feuer- und säure feister Produkte, A.-G. in Vallendar und Nauheim. Der vom jetzigen Vorstand erstattete Bericht für 1900 verzeichnet an Einnahmen lediglich den Vvrjahrsrest mit 3186 Mk. Betriebsüberschüsse würden, wie bereits gemeldet, mit wenigen 35 723 Mk. erzielt (Nauheim 5107 Mk., Gertruden Hütte 28 398 Mk., Osterwald Glasfabrik 1871 Mk., Bergwerk 346 Mark), während Wirges einen Betriebsverlust mit 454 638 Mark aufweist, sodaß im ganzen der Betrieb einen Verlust von 418914 Mk. ergiebt, während für 1899 1306 363 Mk. Bruttogewinn aufgeführt waren. Die Unkosten, Steuern u. s. w. erforderten 595 420 Mk. (247 945 Mk.), hiervon sind 343 363 Mk. allein für Zinsen, als Folge des leichtfertigen Schuldenmachens. Für die regulären Abschreibungen werden 492196 Mk. besttmmt (348 905 Mk.). Daneben sind auf Dubiose 97 210 Mk. abzuschreiben und 393 416 Mk. zurückzustellen; hiervon entfallen 94 388 Mk. anscheinend auf ältere Ausfälle, 270 087 Mk. auf L. O. Boeing und 28 941 Mark auf Ernst Boeing. Aus alledem resultiert als „Verlust per 1900" 1993 972 Mk., während man für 1899 730186 Mk. Reingewinn heransgerechnet und 650 000 Mk. als 15 Proz. Dividende verteilt hatte. Hierbei ist indes buchmäßig die Reserve noch intakt; sie wuchs durch das letzte Aktienagio um 662 027 Mk. und figuriert mit 3 343 425 Mark. Aber der Bericht betont, daß die Bilanz auf den alten Bilanzziffern basiert, sie wird sich also um so viel verschlechtern, als jene Posten zu hoch eingese^t waren; um wieviel, das soll erst die Revisionskommission feststellen, erst dann werde sich ermessen lassen, wie hoch der Verlust seit der Gründung angeschwollen ist, und was nach Deckung des Verlustes von 1900 und nach Absorbierung der mit 1.35 Millionen Mark verbleibenden Reserve außerdem noch vom Aktienkapital verloren ist. Finanziell und geschäftlich sei zehn Jahre hindurch Mißwirtschaft getrieben worden, obwohl neun Jahre hindurch steigende Gewinne und Dividenden aufgewiesen wurden. Ueber den Betrieb und dessen Aussichten ergiebt der Bericht, daß die Glashütten bei fortwährend steigender Konjunktur nicht genug produzieren tonnten; zu den neun Wannen sei der Ausbau von zwei bis drei weiteren dringlich geboten. Der Chamotte-Betrieb litt unter dem Eisenniedergang, von Verbesserung der Produkte wird Zunahme im Absatz erhofft. In der chemischen Fabrik Wirges kam die Einrichtung für Salzsäure und Sul- phit nvck> nicht in Betrieb, die Schwefelsäure-Fabrik stellte im Juni dieses Jahres den Betrieb als unbefriedigend ein. Für 1901 seien Ersparnisse,in der Verwaltung mit etwa 15 000 Mk. am Fuhrpark und 35 000 bis 40000 Mk. an Post- und Transportspesen zu erhoffen. Der Bilanzstatus ergiebt bei 6 Millionen Mark Aktienkapital und 2 Millionen Mark Obligationen die sonstigen Schulden mit nickst weniger als 3 783 896 Mk.; davon entfielen nur 551 749 Mk. auf Lieferanten, aber 2 899 842 Mk. aus Banken und 332 303 Mark auf Darlehen zur Dividendenzahlung pro 1899. An greifbaren Mitteln in Bar, Wechseln und Effekten figurieren nur 76 535 Mk., die Vorräte betragen 1 062 000 Mk. (1899 1 164 035 Mk.), die Anlagen-Konti stehen mit etwa 11.48 Millionen Mark zu Buche. Außerdem figurieren Neubauten in Wirges mit 287 914 Mk. und Bergwerk Osterwald mit 137 507 Mk., Debitoren mit 91 402 Mk.
itzende des Denkmals-Komitees auf 5>ohensyburg, wohin der Kaiser im nächsten Vkonat zu kommen gedenkt, ist ein Schwager -Lchulze-Delwigs. Die Verhaftung des Letzteren erfolgte in der Weise, daß der Amtmann des Amtes Aplerbeck sich Samstag mit dem Haftbefehl zu ihm begab, ihn. mit dem Beschlüsse des Casseler Untersuchnngsrickuers bekannt machte, und beide fuhren dann nach Cassel. ^ckMlze- Delwig nahm die Verhaftung gefaßt und ruhig auf. — Nachdem die Aktiengesellschaft Gerb- und Farbstoffwerkc H. Renner & Co., Hamburg, wie zu erwarten stand, den Rücktritt von der Fusion beschlossen hat, bleibt mit einigem Interesse abzuwarten, wie sich hierzu die Konkursverwaltungen von Cassel-Leipzig stellen werden. Als durch die Generalversammlung vom 28. Februar d. I. beschlossen wurde, sechs Werke und vier Aktivposten gegen 8.36 Mill. Mark junge Treber-Aktien zu erwerben, folgerte man in Finanzkreisen, daß bei der Trebergesellschaft hierdurch zwar das Aktienkapital von neuem verwässert und folglich im Werte vermindert werde, daß aber das Aktivum zu Gunsten der Gläubiger sich aufbessere, da doch immerhin gewisse, wenn auch ffagwürdige Besitzstücke hinzuerworben eien. Für die Gläubiger der Casseler Konkursmasse ist es also von Wert, die Durchführung jener Transaktion thunlichst durchzusetzen. Ob und wie weit nach, dieser Richtung mit Aussicht auf Erfolg vorgegangen werden kann, dafür dürfen nicht in allen zehn Fällen die Unterlagen gleichmäßige seien. Soweit die von der Casseler Gesell- chast gegen junge Treberaktien einzutauschenden Werke und Werte bis dahin Eigentum von Direktion und Auffichts- räten der Trebergesellsck)aft waren, wird wohl ein Rechtsstreit unnötig sein, da das Gesamtvermögen der Treber- leute von der Konkursmass.' beansprucht werden dürfte. Annähernd so kann das Verhältnis auch für etwaige Eigentumsrechte der Leipziger Bank und ihres Direktors Exner liegen, weil als Gläubiger der Casseler Konkursmasse in der Hauptsache die der Leipziger Bank in Betracht kommt. Schwieriger zu lösen scheint die Frage wegen der übrigen Werke und Werte, nicht nur wegen der Renner-Gesellschaft allein. Aus wessen Händen die Mk. 1545 800 Aktien der Bosnischen Gesellschaft durch Vermittlung des Anwalts Dr. Emil Frischauer in Wien erworben wurden, wurde bisher nicht bekannt, auch nicht unter welchen Bedingungen, und ob die Erwerbung bereits definittv geschah. Auf die 850000 Mk. Bantlin-Aktien ist die Bezahlung des Kauf-
Schiffsnachrichten.
Norddeutscher Lloyd.
Vertreten in Gießen durch Agent Carl LooS.
Bremen, 29. Juli. (Per ttansatlantischen Telegraph). Der Postdampfer Borkum, Kapt. P. Albrecht, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, ist gestern 4 Uhr nachmittags wohlbehalten in Baltimore angekommen. _
Bremen, 28. Juli. (Per transatlantischen Telegraph). Dev Doppelschrauben-Postdampfer H. H. Meier, Kapt. C. Steencken, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, ist gestern 8 Uhr nachmittags wohlbehalten in Baltimore angekommen.
Wöchentliche Ueberficht der Todesfälle in Gießen.
30. Woche vom 21. Juli bis 27. Juli 1901.
(Einwohnerzahl: angenommen zu 25 900, inkl. 1600 Mann MilitLr.)
Sterblichkeitsziffer: 12,05t>/oo, nach Abzug der Ortsfremden 10,40»/«.
Kinder
Oerichtssaal.
Darmstadt, 30. Juli. Wie verliutet, wurdm die 'beidm Reseroeosfijtere A l e w y n zu BenSheim und S c r t b « zu Heppenheim wegen der bekannten D u e 11 - S f f«i r e vom Kriegsgericht mit vier bezw. sechs Monaten Festung bestraft.
— Wegen Beleidigung z« 1 Jahr 9 Monaten «efLngniS verurteilt wurde in Dresden der verantwortliche, jetzt in Untersuchungshaft befindliche Redakteur der „Dresdner Rundschau", Karl WUhelm Rudolf Quanter. Dem Angeklagten wird zur Last gelegt, durch Abfaffung und Veröffentlichung eines Artikels mit der Spitz marke „Neues zum Falle Schaumann-v. Beust" Dr. Schaumann und Margarethe Kirsten öffentlich beleidigt zu haben, indem dem ver. heirateten Dr. Schaumann vorgeworfen wird, während der Sprechstunde teils in feiner Wohnung, teils in einem von ihm für die Kirsten in Bühlau gemieteten, höchst luxuriös auSgestatteten Zimmer mit der Zeugin Frl. Margarethe Kirsten, die bet ihm Patientin war, rin intimes Verhältnis unterhalten zu haben. Der Angeklagte vermochte seine in dem Artikel enthaltenen arg beleidigenden Ausführungen nicht aufrecht zu erhalten. Der Vertreter der Anklage bezeichnete die von Quanter angeführten MtlderungSgründe für nicht stichhalttg. Dem UrteilSspruche wurde im Publikum mit größter Spannung entgegen- aesehen. Er lautete auf 1 Jahr 9 Monate Gefängnis. Außerdem hnt Angeklagter sämtliche Koste», ebenso die des Nebenklägers zu tragen, während dem Beleidigten daS Recht zugefprochen wurde, den »--rfügenden Teil deS Urteils «uf Kosten deS Angeklagten im „Dresdner Anzeiger", den „Dresdner Nachrichten" und der „Dresdner Rundschau" btrennt zu geben. _____________________________________________
Handel und Uerkehr. Volkswirtschaft.
Mainz, 29. Juli Die Krisis, welche soeben unser WirffchaftSleben durchzumachen hat, hat leider auch eine hiesige Firma betroffen. Die Maschinenfabrik Joh. Schmahl in Mombach mußte ihre Zahlungen einstellen. Da eine auf gestern mittag einberufene Gläubigerversammlung sich über die zu tteffenden Maßnahmen nicht einigen konnte, wttd der Konkurs unausbleiblich sein. Das ist um so bedauerlicher als Herr Schmahl durchaus nicht überschuldet ist. Die Vermögenslage gestaltet sich noch der in den Händen der Gläubiger befindlichen Bilanz wie folgt:
Aktiva mindestens: 1. Anwesen 150000 Mk., 2. Maschinen, Be« triebseinrtchtung rc. 100 000 Mk., 3. Material (Rohwaren) 30 000 Mk., 4. Halbfertige und fertige Waren 25 400 Mk., 5. Effekten 14 000 Mk., 6. Ausstände 42 000 Mk. Summa: 361 400 Mk.
Passiva höchstens: 1. Bankschuld 41 400 Mk., 2. Warenkreditoren 60 900 Mk., 3. Laufende Waren-Accepte 52 400 Mk , 4. Tausch-Accepte 68 000 Mk., 5. Hypotheken und Zinsen 105 300 Mk., 6. Vorausbezahlt auf Lieferungen 8500 Mk., 7. Preisdifferenz auf Lieferungsverträge 25 000 Mk., 8. Anwaltskofien 3000 Mk. Summa: 849 500 Mk.
Es soll noch ein Versuch gemacht werden, daS Unternehmen zu halten. Der größte Teil der Gläubiger ist für <fh Moratorium.
Mainz, 29. Juli. Die Entwickelung der Trauben ist fortwährend sehr zufriedenstellend und berechtigt zu den besten Hoffnungen für den Herbst. Das Wachstum der Beeren ist ein gleichmäßig fortschreitendes, auch die sonstige Entwickelung des Holzes und Laubes kann nur befriedigen. Das Weingeschäft verläuft in derselben ruhigen Weise wie bisher. Von Verkäufen sind zu bemerken: 1899er in Nierst ftn 870, 950 und 1100 Mk., in Oppenheim 820 und 880 Mk., in Alsheim 650 Mk., in Wörrstadt 450 und 500 Mk., in Guntersblum 520 bis 550 Mk., in .Hahnheim 500 und 610 Mark, in Ingelheim 430 Mk., in Nieder sau l heim 400 bis 440 Mk., in Stadecken 400 Mk., in Armsheim 450 Mk., in Bechtheim 530 Mk., in Essenheim 410 Mk., in Elsheim 460 Mark. 1900er kosteten in Friesenheim 480 Mk., in Spiesheim 400 Mk., in Dittelsheim 360 Mk., in Selzen 460 Mark, in Undenheim 430 Mk., in Engelstadt 380 Mk., in Köngernheim 400 bis 425 Mk., in Bubenheim 390 bis 400 Mark, in Ensheim 390 bis 440 Mk., in Heßloch 360 Mk., in Stadecken 400 bis 430 Mk., in Wörrstadt 380, 410 und 440 Mk., in Niedersaulheim 380 Mk., in Oppenheim 820 bis 900 Mk., alles per 1200 Liter ohne Faß. In Nierstein wurde eine Partie von 42 Stück 1900er zu unbekannten Preisen an zwei auswärtige Weingroßhandlungen abgegeben. Die Großh. Staats- und Hausdomäne hat das rheinhessische Weingut um zwei weitere Weinberge in Oppen-


