frischung der Mannschaften ausgestellt. Daß sie nicht in Anspruch genommen wurden, ist wohl selbstverständlich; denn ein ins Feld ziehender Krieger ist doch wohl einer andern Liebesgabe wert, als eines Kübels voll Wasier. Dies merkten wir in Schwetzingen. Dort wurden wir von Damen und Herren empfangen, die uns Bier und Zigarren in Hülle und Fülle schenkten. Auch konzertierte während des Aufenthalts die Kapelle der 21er Dragoner, -jti Darmstadt war das Leben und Treiben, fast lebensgefährlich. Wir wurden dort von dem Großherzog von Hessen empfangen. DaS Tücherschwenken der zu Tausenden erschienenen und an Fenstern und auf Dächern lagernden Leute wollte kein Ende nehmen. Auch hier war eine Regimentsmufik erschienen. Nun ging es nach Sachsenhausen, wo wir zu Mittag speisten. Die Bevölkerung war geradezu außer sich vor Begeisterung.
Wo sich ein Mann von uns zeigte, wurde er sofort von einer Menschenmenge umgeben, die ihn teils ausfragte, teils beschenkte. Die Abfahrt von Sachsenhausen, der Prinz und Prinzessin Friedrich Karl vonHessen beiwohnten, erschütterte uns. lieber Geleisanlagen hinweg, auf Personenwagen, Häusern, an allen Fenstern standen Leute, um uns mit donnernden Hurrahs Lebewohl zu sagen. ..... So ging die Fahrt bis nach Bremen. Hier wurden wir nochmals reichlich beschenkt. Als wir den Zug bestiegen, war der Bahnhof dicht besitzt von der vornehmen Bevölkerung der Stadt, die uns freundlich verabschiedete. Damen und Herren aus der ersten Gesellschaft gaben uns die Hand und geleiteten uns zum Zug. Unter den Klängen des Liedes „Deutschland, Deutschland, über alles", sowie Hurrarufen setzte sich der Zug in Bewegung nach Bremerhaven. Hier wurden wir sofort eingeschifft. Nachmittags 3 Uhr, nachdem auch das 2. Bataillon (Bayern) angekommen war, erschien Prinz Heinrich, um uns zu verabschieden. Der Prinz war sehr ernst, als er die Truppen musterte. Um 530 stach die „Phoenicia" in See. Eine Matrosenkapelle spielte und donnernde Hurras erbrausten. Prinz Heinrich stand, unbeweglich salutierend, auf der äußersten Molenspitze und schaute dem davonfahrenden Dampfer nach. Bor der Wesermündung blieben wir vor Anker, bis der „H. H. Meyer", der ebenfalls in See gegangen war, nachkam. Am Sonntagmorgen 5 Uhr wurden die Anker gelichtet und es ging nun in die offene Nordsee. Bei dem hohen Seegang hatten wir viel zu leiden. Die Fahrt durch den Kanal war im allgemeinen recht unruhig. Wir hatten fast fortwährend Regen und heftigen Wind, ebenso auf der Fahrt im Golf von Biscaya. Mittwoch klärte sich das Wetter aus und das Meer wurde ruhig. Während wir bis zum 8. kein Land zu sehen bekamen, vertrieb man sich die Zeit mit Exerzieren und Turnen an Bord...... Bei Gibraltar konnten wir
durch das Fernrohr über 100 Geschütze beobachten, die die Straße beherrschen...... Heute sind wir an der Insel
Malta vorbeigekommen...... .......................
Der Krieg in Südafrika.
Lord Roberts telegraphiert, daß die Truppen des Generals Buller am Abend des 28. Machadodorp eingenommen Huben. Der Feind leistete sehr geringen Widerstand und zog sich in nördlicher Richtung zurück, verfolgt von der berittenen Infanterie Dundonalds. Letzterer tonnte die Verfolgung nicht über Helvetia hinaus fortsetzen, weil das Terrain schmierig ist und der Feind eine Stellung besetzen konnte, die zu stark ist, als daß er von Berittenen daraus hätte vertrieben werden können. Buller scheint nur geringe Verluste gehabt zu haben. French setzte heute den Marsch bis nach Elands- sontein fort und vertrieb den Feind ohne Schwierigkeiten aus dem Orte. Der Feind zog sich so schnell zurück, daß er sein Essen warm im Stiche ließ. French kann von Elandsfontein -nach Machadodorp sehen^nd ftefyt1 mit Buller in Signalverbindung.
Die über die Eisenbahn zurückgegangenen Abteilungen der Buren haben jenseits der Eisenbahn Stellung genommen in einem Gelände, das nach der uns vorliegenden Karte für die Verteidigung noch günstiger zu sein scheint, als das verlassene. Diesen Stellungen gegenüber stehen jetzt die englischen Vorposten bei Helvetia und Elandsfontein, zwei Orte bezw. Farmen in derselben Breitenlage, und damit haben jetzt die Engländer eine nördliche Front gewonnen. Bei Elandsfontein steht French. Seine Aufgabe sollte offenbar sein, eine Ueberflügelung der Buren im Norden vorzunehmen. Er hat diese Aufgabe nicht lösen können, sei es nun wegen der Geländeschwierigkeiten, sei es infolge des Widerstandes, den er gefunden. Jedenfalls liegt Elandsfontein südöstlich von den Swart- kopjes, jenen Bergen, hie French an der Straße Belfast- Lydenburg besetzt hatte. Nach diesem ersten Teile des Kampfes wird man also weiter nördlich auf eine Fortsetzung des blutigen Ringens gefaßt sein müssen.
„Daily News" meldet aus M a f e k i n g vom 28. ds.: Methuen ist hier mit seiner Abteilung angekommen. Carrington, der in Malmani verbleibt, hat verschiedene Gefechte gehabt, worin sich die Neuseeländer besonders auszeichneten.
Die Burendeputation ist am Dienstag aus Petersburg in Berlin eingetroffen und hat ihre Reise nach Holland fortgesetzt.
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General Sir Charles Darren ist soeben aus Südafrika zurückgekehrt, wo er zuletzt Gouverneur von West- griqualand war. Obwohl der General einem Preßvertreter ausdrücklich erklärte, daß er sich vorläufig nicht öffentlich über den Feldzug in Natal äußern wolle, so ist doch bekannt geworden, daß Sir Charles Warren durchaus nicht die Absicht hat, auf die Dauer zu schweigen und sich alle Kritik ruhig gefallen zu lassen; er hat bereits durch Lord Roberts eine eingehende Begründung seines Verhaltens am Spionkop dem Kriegsministerium eingesandt. General- Warren setzt darin auseinander, daß er gar nicht für die Besetzung des Spionkops gewesen sei, sondern daß er dem ^berstkommandierenden in Natal einen andern richtigeren Vorschlag unterbreitet habe, den General Buller erst abgelehnt und nachher doch habe annehmen müssen.
Als er aber den Befehl erhalten habe, den Spionkop zu besetzen, habe er die für die Umstände günstigsten Be- timmungen getroffen. Der Erfolg des Manövers habe ediglich davon abgehangen, ob der Platz bis zum Auf- ahren von Artillerie hätte gehalten werden können. Die Aussagen der gefangenen Buren und die schließlichen Erklärungen der Anwesenden bestätigten, daß die Pläne des Generals bereits begonnen hätten, erfolgreich zu wirken und daß die Buren schon ihre Geschütze hätten zurückziehen wollen, als ohne des Generals Vorwissen dem Oberst Thorneycroft der Befehl über den Spionkop übergeben und der Rückzug beschlossen worden sei. Abgesehen von seinem Verhalten am Spionkop «wird Sir Charles Warren auch noch sein Feldzug in Westgriqualand, besonders das unglückliche Gefecht bei Faberputs zum Vorwurf gemacht. Da zufällig die meisten Kriegskorrespondenten bei diesem Gefecht fehlten, ist das Gefecht nicht viel erwähnt worden. Seine Verteidiger freilich behaupten, daß dies einer der energischsten und geschicktesten Angriffe war, die die Buren seit Majuba auf eine britische Stellung gemacht haben, und es sei nur der ausgezeichneten Führung General Warrens zu verdanken, daß nicht noch ein viel größeres Unglück geschah. Sie rechnen es ihm ferner hoch an, daß es ihm gelungen ist, in sechs Wochen den unruhigsten Teil der Kapkolonie zu beruhigen, nachdem Lord Kitchener mit einer ganzen Armee sich vergeblich bemüht hat, dasselbe zu erreichen.
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Telegramme deS Gießener Anzeigers.
London, 30. August. Privatnachrichten aus Südafrika berichten, daß der Krieg seit den letzten Gewaltmaßregeln )er Engländer einen äußerst grimmigen Charakter angenommen hat. Besonders die Zerstörung der Eisen- lahnen hat die Buren aufs äußerste gereizt und alles deutet darauf hin, daß der Kamps weiter gesührt werden wird.
London, 30. August. Nach einer Kapstädter Meldung ind die jüngsten Erfolge des Generals de Wet, entgegen >en englischen Meldungen, für die Buren günstig gewesen. De Wet bemächtigte sich eines englischen Eisenbahn- zuges, in dem er 1600000 Frs. und 30000 Khaki- Inisormen erbeutete.
Loudon, 30. August. Daily Mail meldet aus Prä- toria: Zum ersten Male seit der Besetzung der Stadt durch die Engländer sind nunmehr einige Waren hier ein- getroffen. Präsident Krüger ist in Vatersmal eingetroffen, wo er beabsichtigt, bis zum Ende des Krieges zu bleiben.
Deutsches Reich.
Berlin, 29. August. Heute hörte der Kaiser die Vorträge des Ministers von Thielen und des Chefs des Zivilkabinetts von Luccmus.
— Die Sicherheitsmaßregeln zum Schutze des Kaisers werden neuerdings schärfer gehandhabt. Ties trat auch gestern bei der Enthüllung in der Sieges- Allee hervor. Ebenso waren aucfy bei den Atelier-Besuchen des Kaisers größere Vorsichtsmaßregeln getroffen worden^ Gestern erschien Polizei-Präsident von Windheim beim Professor Lessing und erkundigte sich, ob er auch italienische Arbeiter beschäftige. Ferner wurde angeordnet, daß während des, Kaiserbesuchs keine fremde» Person im Hause weilen dürfe.
— Wie aus Danzig gemeldet wird, sind der General-Adjutant des Zaren, Graf von Tralassow, und sein Leibarzt Dr. Jontzewitz aus Petersburg dort eingetroffen. Ter auf der Weiterreise nach Kopenhagen befindliche General-Inspekteur Köster, der in der letzten Nacht hier eintraf, wurde durch eine kaiserliche Depesche zurückberufen.
— Gegen M a x i m i l i a n H a r d e n, den Herausgeber der „Zukunft", schwebt außer dem Verfahren wegen M a - jestätsbeleidigung noch ein zweites Verfahren wegen Beleidigung der Berliner Polizei. In einem Artikel, der den Mord in Könitz behandelt, war ein für die Berliner Polizei nicht schmeichelhafter Ausdruck enthalten, der den Polizeipräsidenten zur Stellung des Strafantrages veranlaßt hat. .
— Eine städtische Sedanfeier findet in diesem Jahre nach dem vorjährigen Beschluß des Magistrats nicht mehr statt. Nur in den städtischen Gemeindeschulen wird ein feierlicher Akt begangen werden.
— Ter New Yorker Berichterstatter des „Globe" meldet, die letzte Post aus Samoa und San Francisco berichte, daß Unruhen unter den Eingeborenen in Samoa bevorständen. Die Eingeborenen seien gegen das deutsche Kontrolsystem sehr aufgebracht, da es hart und ungerecht sei. Viele der Eingeborenen wanderten nach den Fiji-Jnseln aus, wo die mildere und gerechtere britische Verwaltung ihnen besser gefiele. Der letzte Satz kennzeichnet die Tendenz dieser Meldung. „, , t ...
— Der Wunsch nach Veröffentlichung der Ergebnisse der vom Reichsamt des Innern aufgestellten Produk»- tionsstatistik wird, wie offiziös erklärt wird Nicht erfüllt werden. Die Vertretungen der einzelnen Berufszweige seien, wie sie zu den wirtschaftspolitischen Verhandlungen zugezogen wurden, auch mit den durch die Produktionsstatistik gewonnenen Zahlen vertraulich bekannt gemacht worden. Weiter zu gehen, und die Zahlen der Öffentlichkeit zu übergeben, gehe mindestens solange niwi an, als die handelspolitischen Aktionen, zu deren Durchführung sie dienen sollen, nicht zu Ende gebrackst sind
। Nach diesem Zeitpunkt noch mit der Veröffentlichung der gesamten Ergebnisse zurückzuhalten, sei vorläufig wenigstens, kein Grund einzusehen. Sie dürfte also nach dem Abschluß der neuen Handelsverträge erfolgen tonnen.
würde den deutschen Interessen Widerstreiten, früher mit der Veröffentlichung vorzugehen. v s. ...
Hamburg, 29. August. Gegen die Blatter, die für die Erklärung der „Nord'd. Allg. Ztg-", daß gegenwärtig kein Bedürfnis zur Einberufung des Rerch?- tags vorlieqe, das Auswärtige Amt verantwortlich machen wollen, schreibt der „Hamb. Korresp^: Wir glauben zu wissen, daß von dieser Seite aus m Die Debatte über diese Frage nicht eingegriffen worden ist. /Dem Leiter unserer auswärtigen Politik wird es wahrscheinlich keinen
Unterschied machen, ob er sich über zwei Wochen oder zwei Monate in die Gelegenheit versetzt sieht, sich vor dem Reichstage über die- Chinafragen auszusprechen".
Ausland.
Kopenhagen, 29. August. Die russische Jacht Polar - tern ist nach Kronstadt befohlen, um das Zar en paar abzuholen. Dasselbe wird zu einem 14tägigen Aufenthalt nach Fredensborg kommen. Dagegen wird andererseits über das Reiseprogramm des Zaren mitgeteilt, daß er sich nach Spala bei Bialystock zu einem Jagdausflug begeben hat. Von dort fährt der Zar nach Sebastopol, wo die großen Marine-Manöver stattfinden. Nach den Manövern wird der Kaiser einen längeren Aufenthalt in der Krim nehmen, der bis zum 15. Novembek a. S. vorgesehen ist.
Loudon, 29. August. „Daily Mail" will von zustän- )iger Seite wissen, daß Lord Roberts dem Lord Wol- eley im Oberbefehl folgen werde. Die Kommando- reriode Wolseleys lause am 31. Oktober ab, jedoch werde er bis zur Rückkehr Roberts aus Südafrika aus seinem Posten bleiben.
Rom, 29. August. Der Pfarrer Volponi von San Sebastian wurde wegen Verherrlichung des Königsmordes zu 8 Monaten Zuchthaus verurteilt.
— Der Monzaer Unterpräfekt wurde von seinem Amt unter Verlust des Gehaltsbezuges enthoben.
Ischl, 29. August. Der König von Rumänien ist heute nachmittag hier eingetroffen. An dem Mahl in der kaiserlichen Villa nahmen Teil der König mit Gefolge, die Mitglieder des kaiserl. Hauses, Graf GoluchowSki und andere Würdenträger. In unterrichteten Kreisen nimmt man an, daß es sich bei dem Besuche deS Königs von Rumänien um den Konflikt mit Bulgarien handelt.
Budapest, 29. August. Die Polizei verhaftete den 70jährigen in Venedig zuständigen Schuhmachermeister Guiseppe Tomazio, der ein Mitschuldiger LuccheniS war; er ist jene Person, die kurz vor der Ermordung der Kaiserin Elisabeth mit Luccheni gesehen wurde, aber nicht ausfindig gemacht werden konnte. Seit Ermordung der Kaiserin wohnte er unter dem angenommenen Namen Josef Gres in Budapest.
Bukarest, 29. August. Der erst vorgestern vom Urlaub zurückgekehrte bulgarische Agent Theodorowic reifte mit seinem Sekretär infolge telegraphischer Berufung seiner Regierung nach Rustschuk ab.
— Hier verlautet, Fürst Ferdinand habe in einer Depesche an den Minister Radoslawow mit der Abdankung gedroht, wenn der Konflikt mit Rumänien nicht sofort friedlich beigelegt werde. In der Depesche soll der Fürst erklärt haben, er wolle nicht über ein Volk regieren, in dem Mörder geduldet werden, die auch ihn demnächst ermorden könnten.
Yokohama, 29. August. Der kommandierende Offizier des japanischen Kreuzers „Suma" telegraphiert aus Gensan (Korea), daß die Unruhen ix Soengtschin durch rein lokale Angelegenheiten hervorgerufen wurden. Spätere Nachrichten aus Soengtschin besagen, japanisches Eigentum sei bereits beschädigt. Neue Unruhen seien zu erwarten, wenn nicht die gefiüchteten koreanischen Beamten mit einer starken Truppenabteilung zurückkehren.
Der Prozeß Breszi.
Mailand, 29. August 1900.
Heute vor einem Monat, am 29. Juli, ist König Humbert von Mörderhand gefallen, heute wurde dem Verüber dieses Verbrechens, Angelo Breszi, das Urteil gesprochen. Der Mörder von Monza erschien allem vor dem Schwurgericht, denn der Nachweis der vermuteten Ver schwörung, als deren Werkzeug er gehandelt haben soll, ist bis zur Stunde nicht gelungen, noch weniger die Festnahme und Ueberführung der Verschwörungsgenossen. Der italienischen Polizei mag das nicht gerade angenehm sem, nachdem sie in den-ersten Tagen nach der Katastrophe m Monza so gethan hatte, als sei es ihrem Scharfsinn und ihrer Thatkrast gelungen, innerhalb kürzester Frist alle Fäden der von Amerika nach Italien herübergesponnenen Verschwörung aufzudecken. Vom rein prozessualen und noch mehr politischen Gesichtspunkte aus muß es dagegen als vorteilhaft erscheinen, daß heute Breszi allein auf der Anklagebank saß. Dadurch war der Gefahr, daß auch diesmal wieder, wie bei verschiedenen früheren Masienprozessen politischer Natur, das Tribunal zur Szene werde, vorgebaut und eine prompte, streng sachliche durch keine auf regenden Zwischenfälle gestörte und aufgehaltene Erledigung des Prozesses gewährleistet. An der Verurteilung Breszis war nicht zu zweifeln; er leugnete nicht seine Tbat sondern nur, daß er sie im Auftrage einer Verschwörung vollführt habe, ja brüstete sich ihrer als einer gerechten und notwendigen Handlung. Da in Italien die Todesstrafe abgejchafft ist, wird Breszi nicht aus dem Schaffst seine Unthat büßen, sondern mit Einkerkerung auf Lebenszeit unter Anwendung einiger überaus empfindlichen Strafverschärfungen.
Von früher Stunde an war der ^ustizpalast, zu betn nur die am Prozeß Beteiligten Zugang hatten durch em starkes Militär- und Polizeiaufgebot besetzt ^n Dem eyr geräumigen Oberlichtsaale des Erdgeschosses fanden außer Berichterstattern und Juristen etnm 100 sich der
•f. p/jjpy 9^rüftiiTiQ lind einem hohen Gitter umgebene An- mit einer Brüstung und einem Bajonet bk-
ttageraum; 6=rab,ntm mtt a rew h^iigesithrt. Gr
»^r-en Anzug, Stehkragen und ro.seidem- Eravatte Erlist von mittlerer Größe und kräftig gebaut ksue Gesichtszüge sind scharf und regelmäßig! er hat KlJLg LL3 9 schwarzes Haar, dunklen Schnurrbart, dichter, . - siegende Augen, eingefallene Wangen
blas^ Gesichisfarbe. Sein Ausdruck ist finster und entschloffen, seine Haltung ruhig. Er hält gleichgilttg die Nlicke alter Anwesenden aus. Unmittelbar nack> Beantwortung der ersten Fragen des Präsidenten erklärt er.
Ich bin nicht im stände, der Verhandlung zu folgen, ich


