Ausgabe 
28.8.1900 Erstes Blatt
 
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* Erledigte Stellen im Bezirk des 18. Armeekorps. Frankfurt a. M., Garnisonbauamt, Baubote, 3 Mk. Tage­geld. Nassau, Bürgermeisteramt, Bureaubeamter, An- fangSgehalt 1200 Mk. Im Bezirk des Großh. Hess. (25.) Division. Darmstadt, Oktroiaufseher, 1056-1400Mk. Gehalt und Dienstkleidung.

** Kunstvereiu. Nunmehr können wir den Mitgliedern dcS Kunstvereins mitteilen, daß dasDereinSblatt" für 1900 in aller Kürze zur Verteilung gelangen soll, und daß dafür eine Radierung von HanS am Ende (Worgswede) gewählt ist:Abend am Moorkanal". Neu- eintretende erhalten somit für ihren Jahresbeitrag (10 Mk.) neben dem freien Zutritt für sich und ihre Angehörigen zu b'en Ausstellungen und der Teilnahme an der jährlichen Verlosung von Kunstwerken in diesem Jahre auch noch ein besonderSwertv olles Vereinsblatt.

* * Rekruteueinstellung. Nach den jetzt herauSgekommenen näheren Bestimmungen über die diesjährige Rekruten­einstellung werden eingestellt: Am 2. Oktober die Oekonomiehandwerker, am 4. Oktober die Kavalleristen, am 11. Oktober die Infanteristen und am 12. Oktober In­fanteristen, Fuß- und Feldartilleristen, Pioniere u. s. w.

Einnahmen der Staatsbahnen. Die Einnahmen der vereinigten preußischen und hessische» Staatseisenbahnen haben im Monat Juli gegen den gleichen Monat des Vor­jahres eine wesentliche Erhöhung erfahren; sie betrugen im ganzen 123 125 000 Mk. gegen 116 565 000 Mk. Die größte Mehreinnahme entfällt auf den Güterverkehr mit einem Mehr von 4 225 000 Mk.; aus den Personenverkehr kommt ein Mehr von 2 291 000 Mk., während ein kleinerer Rest auf besondere Einnahmen entfällt. Seit dem 1. April haben die Mehreinnahmen des gemeinsamen Betriebes gegen die gleiche Zeit des Vorjahres sich auf rund 32 760 000 Mk. belaufen. r

* Flottenverein. In der am 18. d. M. stattgehabten Sitzung des Hessischen Landes-Ausschusses des Deutschen Flottenvereins wurde an Stelle des Stadtverordneten Egenolf Stationsvorsteher i. P. Weigand in Darmstadt zum Schatzmeister für das Großherzogtum Hessen gewählt.

* * Die Hühnerjagd ist nun fast überall aufgegangen. Die ausziehenden und heimkehrenden Jäger verleihen dem Straßenbild in der Nähe der Bahnhöfe in den Morgen- und Abendstunden ein besonderes Gepräge. Wer die Jäger beobachtet, die in den Morgenstunden den Bahnhöfen zu­strömen, der kann leicht drei Gruppen unterscheiden. Da sind zunächst die waidgerechten Jäger, denen man auf den ersten Blick ansieht, daß sie nicht zu der vielverhöhnten Abart der Sonntagsjäger gehören. Die fallen am wenigsten in die Au.^en. Mehr schon erregen die Aufmerksamkeit jene Amateurjäger, die in ihrem ganzen Gebühren bekunden, daß die Jagd für sie zwar ein vorübergehender Sport, aber nicht Lebensaufgabe ist. Bei manchen dieser Gestalten kann man die Befürchtung nicht unterdrücken, daß ihre Bethätigung des Jagdsporis nicht ganz gefahrlos sein dürfte. Wenn man sich im Geist ausmalt, wie diese Jagdliebhaber auö- sehen werden, wenn sie einen Tag lang durch Kartoffel- felbrr und über Sturzäcker bei einer Temperatur von 25° R. gopila-ct sind, so kann man sich cmer megUttg lnmgen Mit­leids kaum erwehren. Die köstlichsten Figuren aber sind die Jagdgigerl, die man auch in großer Zahl sehen kann. Das sind die meist jugendlichen NichtSthuer, denen es weniger daraus ankommt, die Jagdfreude zu genießen, als damit zu protzen. Vom Kopf bis zu den Füßen sind sie in die modernste Jagdausrüstung gehüllt, so daß es den Anschein hat, als ob sie aus dem Schaufenster eines Sportladens genommen und als Modell für den Zeichner derFliegenden Blätter" bestimmt seien. Es könnte einem schier bange werden um die armen Feld­hühner, wenn man die MasseJäger" früh davonziehen und davonfahren sieht. Aber bekanntlich trifft nicht jede Kugel und selbst nicht Schrotladung. Von den Ergebnissen der Jagd wird mitgeteilt, daß die Völker zwar stark, die jungen Hühner aber noch sehr klein seien.

* Das neue deutsche Kabel der Deutsch-Atlantischen Telegraphen-Gesellschaft wird anfangs September ds. Js. für den Verkehr eröffnet werden. Für unser Vaterland ist es in politischer und wirtschaftlicher Beziehung von größter Wichtigkeit, möglichst viele überseeische Telegraphen­linien in deutscher Verwaltung zu wiffen und so hinsichtlich des Nachrichtenverkehrs unabhängig vom Auslande zu sein. Dazu ist es aber notwendig, daß der Handelsstand, der mit das größte Interesse hieran hat, diese nur mit großen Geldopfern einzurichtenden Kabellinien durch Uebergabe feiner Depeschen zur Beförderung unterstützt und richten wir daher an unsere Handelskreise das Ersuchen, die nach Amerika zu sendenden Depeschen mittelst deS von der Deutsch- Atlantischen Telegraphen - Gesellschaft betriebenen Kabels (Adler-Linie) zu befördern und so dieses neueste Werk deutschen Gewerbefleißes zu unterstützen.

Bad-Nauheim, 27. August. Wochenprogramm der Unterhaltungen. Frühkonzert der Kurkapelle täglich von 78 Uhr am Kurbrunnen. Montag, 27. August, abends . von 810 Uhr auf der Terrasse Konzert der Kurkapelle. Abends 8 Uhr Theatervorstellung:Die Ehre". Dienstag, 28. August, nachm. von 4^,-6^ Uhr und abends von 810 Uhr auf der Terrasse Konzert der Kurkapelle. Abends 8 Uhr Theatervorstellung unter Mitwirkung der Kurkapelle: Die Schulreiterin". Ballet.Zum Einsiedler". Ballett. Mittwoch, 29. August, nachm. von 4i/,- 6i/2 Uhr und abends von 810 Uhr auf der Terrasse Konzen der Kur­kapelle. Abends Solisten-Konzert. Abends 8 Uhr Zauber­vorstellung von W. Joachim-Bellachini. Donnerstag, 30. August, nachm. von 41/,6«/2 Uhr und abends von 810 Uhr auf der Terrasse Konzert der Kurka- elle. Abends 8 Uhr Theatervorstellung:Cyprienne". Freitag, 31. August, nachm. von 4i/26i/3 Uhr und abends von 810 Uhr aus der Terrasse Konzert der Kurkapelle. Abends 8 Uhr

Theatervorstellung:Pension Schüller". Samstag, 1. Sep­tember, nachm. von 4726V2 Uhr und abends von 810 Uhr auf der Terrasse Konzert der Kurkapelle. Abends 8 Uhr im Saal einziges Konzert von Franzeschina Prevosti. In der verflossenen Woche sind 810 Kurgäste (1030 in der Woche vorher) >n Zugang gekommen; die Gesamt­frequenz beträgt bis zum 23. d. M. 19251 Personen, wo­von an genanntem Tage noch 4385 ortSanwesend waren. Durchschnittlich werden zur Zeit täglich 2000 Bäder ver­abfolgt; die Gesamtzahl der bis zum letzten Donnerstag abgegebenen Bäder beträgt 248519, worunter sich 10286 Freibäder befinden. Zu den Ordensverleihungen des Fürsten von Bulgarien ist noch nachzutragen, daß dem Bürgermeister Wörner das Ritterkreuz 1. Kl. mit der Krone des Bulgarischen Zivilverdienstordens verliehen wurde. Bei der Abreise sprach sich der Fürst sehr anerkennend über seine Kurersolge aus und stellte auch für nächstes Jahr wieder seinen Besuch in Aussicht.

- tt- Rohrbach, 25. August. Gestern sand hier unter dem Vorsitze des KreisamtmanneS Sandmann eine Ge­meinderatssitzung statt, in der über Anschluß der Ge­meinde an das Elektrizitätswerk in Melbach ver­handelt wurde. Nach Darlegung des Sachverhalts von Seiten des Vorsitzenden beschloß der Gemeinderat den An­schluß an das Werk. Somit ist auch unsere Gemeinde der Zahl der Gemeinden des Kreises beigetreteu, die künftighin mit elektrischem Lichte erleuchtet werden.

- 0- Aulendiebach, 25. August. Unser Kirchenvorstand und Gemeindevertretung beschlossen kürzlich, in der un­gefähr 5 Minuten vom Orte entfernt liegenden Kirche eine Heizungsanlage zu errichten. Um die Ausführung dieses Beschlusses zu erleichtern, hat ein Gemeindemitglied dem Kirchenvorstand die zur Anlage der Heizung erforder­liche Summe zur Verfügung gestellt. Die Errichtung der Heizungsanlage soll noch im Herbste erfolgen, da­mit mit Beginn der kalten Jahreszeit die Kirche geheizt werden kann.

- r- Büdingen, 26. August. Die Ernte in hiesiger Gegend ist beendet. Im großen und ganzen kann man sagen, daß es eine gute Mittelernte ist. Nur das Korn läßt bezüglich des Körnerergebnisses zu wünschen übrig. Es bleibt fast überall hinter dem Durchschnittserlrag zurück. Es ist dies eine Folge der Maisröste, unter denen das Korn sehr zu leiden hatte. Aber alles zusammen­genommen, kann der Landmann zufrieden fein mit dem Ernteergebnis. Auch das Erntewetter war günstig. Werter auch hier und da gegen Ende der Ernte Regen eintrat, so hielt derselbe, da er nie von langer Dauer war, die Ernte­arbeiten nicht auf. Von schweren Gewittern sind wir den ganzen Sommer über verschont geblieben. Auch die übrigen Feldfcüchte, besonders Kartoffeln und Dickwurzel versprechen viel. Obst dagegen gibt es kaum, Aepsel nur hier und da, Zwetschen nur in höheren Lagen.

- 0- Büdingen, 26. August. Die Dekanaissynode des Dekanats Büdingen ist auf den 12. September nach hier einberufen. Auf der Tagesordnung steht u. a. auch die Neuwahl eines Dekans für den nach Langgöns versetzten Dekan Weber. ,

- k- Düdelsheim, 26. August. Wie wir aus zuver­lässiger Quelle erfahren, ist unser langjähriger Geistlicher, Dekan Nömheld, der schon seit einigen Jahren gesund­heitshalber nach Darmstadt übergesiedelt war, in den wohl­verdienten Ruhestand versetzt worden, nachdem er fast 50 Jahre lang int Dienste der Landeskirche gestanden und seit 1863 die hiesige Pfarrerstelle innegehabt hatte.

Darmstadt, 26. August. DieFranks. Zig." brachte gestern eine Notiz aus Darmstadt, nach welcher als Nach­folger des Herrn Kreisrats Haas u. a. Herr Kreisamtmann Fuchs, deraugenblicklich Sekretär im Staalsministerium" sei, genannt werde. Wir wissen aus bestimmter Quelle, so schreibt derDarmst. Tägl. Anz.", daß von Herrn Fuchs als Nachfolger des Herrn Haas absolut nicht die Rede ist; dann ist Herr Fuchs nicht Kreisamtmann, sondern Ober­finanzrat, ebensowenig ist eraugenblicklich Sekretär im Staatsminifterium", sondern schon seit mehreren Jahren Vortragender Rat im Finanzministerium; auch hat Herr Fuchs niemals den Titel Kreisamtmann geführt. Die Notiz liefert einen neuen Beweis davon, wiewohlunter­richtet" der hiesige Korrespondent derF. Z." ist.

Kassel, 24. August. Arg mitgespielt wurde zwei Land­mädchen, die als Zeuginnen vor die hiesige Strafkammer geladen waren. Während deren Vernehmung halten die Mädchen ihre Handkörbe auf dem Korridor des Gerichts­gebäudes stehen gelassen, in den Körben befand sich eine Wurst und eine Steige Eier, welche die Mädchen für andere Bewohner ihres Ortes an deren hiesige Verwandten be­sorgen sollten. Nach beendigtem Termin mußten die Mädchen zu ihrem Schrecken die Entdeckung machen, daß die Wurst und 8 Eier aus den Körben gestohlen waren.

* Kleine Mitteilungen aus Heffen und den Nachbarstaaten. Bergmeister Lücke, dem das Bergrevier Bürbach untersteht, ist nach Dillenburg versetzt worden, wo ihm gleichzeitig die Leitung der Berqschule übertragen ist. Ein Kind m Hüttenfeld zog sich eine bedeutende Brandwunde zu; weil der Gang zum Arzt mehrere Stunden in Anspruch nimmt, so wurde in diesem Falle die Hebamme zu Rate gezogen, und diese, gewiß vertraut mit antiseptischer Be­handlung, wandte als Heilmittel Mistjauche an! Erft infolge der großen Schmerzen des Kindes rief man den Arzt herbei. DasL. W." brachte vor etwa 14 Tagen von Egelsbach folgende Mitteilung:Wenn alles streikt, so ist dies nicht der Klapperstorch, indem er diese Woche zwei Familien mit Zwillingen bedacht hat." Nun wurde gestern abend wieder ein junges Ehepaar nut Zwillingen beglückt, so daß es in einem Monat drei Familien sind, die mit Zwillingen bedacht wurden. Selbst die hiesigen ältesten Leute können sich nicht erinnern, daß in so kurzer Zeit so viel Zwillingspaare aus die Welt

kamen. Laut Nachrichten aus Bingen ist der allgemeine Weinbergschluß auf Montag den 3. September festgesetzt; dieTraminer" beginnen sich bereits zu färben und in allen Lagen find reife Trauben anzutreffen. Von Krank­heiten sind die Weinberge bis jetzt verschont. Der Kauf­mann D. Wegelein aus Kreuznach hat sich in Mainz erschossen.

Landwirtschaft.

L. R. Offenbach, 24. August. Schon erhebt sich über dem' Exerzierplatz in Darmstadt eine stattliche Anzahl von umfangreichen Bauten für die landwirtschaft­liche Landes-Ausstellung auf einem Flächen­raum von ca. 70 000 Quadratmetern. Die Beschickung ist in den meisten Abteilungen eine sehr reiche und wird in mehreren Abteilungen und Gruppen selbst den Umfang der Wander-Ausstellung der Deutschen Landwirtschafts-Ge­sellschaft in Frankfurt a. M. im vorigen Jahre über­treffen. Der unbeschränkte Raum, der auf dem Exerzier­platz dank dem freundlichen Entgegenkommen der Militär­behörden für die Ausstellung und das im Anschluß abzu­haltende Rennen zur Verfügung steht, ermöglicht eine dem Charakter des Unternehmens entsprechende praktische Platz­einteilung; das Fehlen verfügbarer größerer vorhandener Gebäude verursacht allerdings andererseits erhebliche Kosten für Bauten und Anlagen. In der Tierabteilung werden die Pferde, eingeteilt nach Wagen- und Arbeitsschlag in ca. 120 Stück vertreten sein. Die Rinder aus stellung wird den Umfang anderer ähnlicher Ausstellungen wesent­lich übertreffen und kann mit Rücksicht darauf, daß sich die Beschickung in dieser Abteilung nur auf das Groß­herzogtum Hessen erstreckt, und die angemeldeten Tiere meistens in Vorbesichtigungen erst ausgewählt worden sind, eine besondere Bedeutung beanspruchen. Die vier im Groß­herzogtum Hessen mit staatlichen Mitteln ihrer Zucht ge­förderten Rassen Simmenthaler, Vogelsberger, Glan-Don- nersberger und Odenwälder werden zum ersten Male auf der Landesausstellung zusammen erscheinen. Besonderes Interesse werden die zwei letzten Rassen Hervorrufen, deren Züchtung erst seit kurzem in den betreffenden Gegenden des Landes intensiv gefördert wird, während die Vogels­berger bereits seit mehreren Jahren Erfolge ihrer Wreder- heranzucht aufzuweisen haben. Die Simmenthaler treten wrovinzweise auf d,er Landesausstellung in ihren ausge­wähltesten, im Lande selbst gezüchteten Tieren zu einem Wettbewerb zusammen, der großes Interesse verspracht. In der Gruppe Schweine werden neben den Schweinen des weißen englischen (Porkshire) Typus zum ersten Male in größerem Umfange auch die Kreuzungen wie namentlich Westfalen auftreten, deren Einfuhr und Zucht neuerdings in Rheinhessen und Starkenburg neben der englischen Rem- zucht gefördert worden ist. Tie Zi e gen werden der Mr­breitung und dem hohen Stande ihrer Züchtung m Heuen sehr stark vertreten sein Schafe werden nur m einigen Exemplaren zur Ausstellung kommen. Dagegen versprechen die Gruppen: Bienen und Geflügel m großem Um­fang ausgestellt zu werden. Im ganzen sind ca. 1-0 Pferde, 900 Rinder, 200 Schweine, 170 Ziegen, 14 Schafe ange­meldet. In der Erzeugnisse-Abteilung überwiegt die Gruppe Obstbau mit 3400 Bewerbungen; fte be­darf allein zu ihrer Unterbringung eine Valle von 30 Meter Länge und 12 Meter Breite. Aber auch die Erzeugnisse des Ackerbaus und Gemüsebaus werden in großarti­gem Umfang vertreten sein. Seit der (Ausstellung) von 1882 zum ersten Male wieder wird auf der Landesaus­stellung der Weinbau durch eine Prämiierung zum Wettbewerb gebracht werden, die bei der starken BeteiU- aunq von Weinausstellern eine sehr lebhafte werden wird-. Außerdem werden eine größere Anzahl hessischer Weine in einer besonderen We in k 0 st h al l e sla chemveise zum Ausschank auf die Ausstellung kommen. Großh. Mimste- rialabteilung für Kameral- und Ichsttvistenschaft richtet eine f 0 r st l i ch e Abteilung ein. Tie Abteilung: L a n d - wir H rfiaf H i tfie vilfsst0 ffe wird namentlich von den Dünger- und Futtermittelfabrikanten und -Händlern beschickt. Molkereiabteilung wird voraussichtlich eine scharfe Butterkonkurrenz unter den zahlreichen Aus- ; swllern meist Molkereigenossenschaften, ausgefochten wer­den Die Maschinen und Geräte nehmen einen Raum Dca 89000 Quadratmeter im Freien und noch 15000 Quadratmeter in gedeckter Halle ein; dabei werden alle -bveiqe der landwirtschaftlichen Maschinenbranche üertretcii sein. Zahlreiche Maschinen werden im Betrieb vorgefutzrt. Die wissenschaftliche Abteilung nimmt das g^e Exerzierhaus mit ca. 120 Meter Länge und 15 Meter Breite in Anspruch. Namentlich werden die Großh. Regierung mit Landeskultur, Schulen, Statistik Versuchsstation, ferner die verschiedenen landwirtschaftlichen Körperschaften (Hessi­scher Landwirtschastsrat, Verband der hessischen lanbtv. Genossenschaften u. s. w.) im großen Umfang ausstellen.

Täglich finden im großen Ring Vorführungen der preisgekrönten Tiere und der verschiedenen Rassen nach Provinzen und Zuchtvereinen statt. Ferner ,verden die Landgestütshengste, die lebenden Verlosungs- aewinne, vorgesührt. In der eigens hierzu erbauten Schau- halle finden den ganzen Tag über Lichtbildervorfuhrungen aus den verschiedensten Gebieten der Landwirtschaft stall, zu denen von Sachverständigen kurze Erläuterungen ge­sprochen werden. Die 0^011^0^9^ unb

Abwechslung dieser Vorführungen, sowie die Re uh eit dieser Unternehmung dürften auf bie

besondere Anziehungskraft ausuben. Zahlreiche Gartner- firmen aus Darmstadt sind zur Zeit beschäftigt, einen aroßen Teil des Ausstellungsplatzes durch gärtnerische VflanLUNgen und Anlagen zu verschönern. Drei­mal in?Taae wird die Musikkapelle des 115 Regiments n votter Mannschaft konzertieren: an den Abenden wird der Lauvttei? des Ausstellungsplatzes durch 32 Bogen- und zahlreiche Glüh lampen elektrisch beleuchtet und-tue Nloaen festlich illuminiert werden. Die, feierliche Eröffnung der Ausstellung ist auf Frettraa, den 14 September, mittags 12 Uhr, festgesetzt. An diesem Tage wird auch das sehr umfangreiche Richtgeschaft durch ca 120 Preisrichter vollzogen. Am zweiten Ausstellung-'- i-rme bält der Landwirtschaftsrat die Generalver- sammlung der l ci n d w i r t s ch a s t li ch c n Vereine ab. Am Montag wird ein landwirtschaftliche^