Ausgabe 
23.12.1900 Erstes Blatt
 
Einzelbild herunterladen

verziehen betr., wird großenteils beigetreten. Sie Zweite Kammer hatte im Tarif Nr. I, A, gestrichen Nr. 3 Handel mit Roherzeugnissen rc. Dem tritt tue Erste Kammer nicht bei, sondern beschließt eine andere T-assuna. Auch der von der Zweiten Kammer vorgenom- mciie weitere Strich in Tarif III, Punkt 9, L u st b a r - leiten, Musikaufführungen rc. betr., genehmigt die Erste Kammer nicht, ermäßigt aber den Satz von 3 Mk. auf 2 Mk. und läßt Ausnahmen für minder fteuerkraftige Personen zu. .Hierauf wird die Kammer bis auf weiteres vertagt. .

Zweite Kammer der Stände.

M.G. Darmstadt, 21. Dezember.

Es findet die Wahl der Mitglieder des Son­de r a u s s ch u s s e s zur Vorbereitung der Regierungsvor­lage, die Gesetzentwürfe über 1) Errichtung der Hessischen Pfandbriesbank, 2) die Landeskreditkasse und 3) die öffent­lichen Sparkassen betreffend, statt. Gewählt werden die Abg. Köhler-Darmstadt, Brentano, Gutfleisch, Schmeel, Weidner, Dr. David, Jöckel, Dr. Frenay, Tr. Heidenreich. Dem Antrag Ulrich und Genossen, die U e b e r n a h m e der Armenlasten aus den Staat betreffend, wird entsprechend dem Ausschußantrag vorläufig keine Folge gegeben.

Abg. Dr. David hofft, daß die angekündigte Vor­lage seinen Wünschen entsprechen werde.

Abg. Leun hat beantragt, die Kammer wolle die Regierung ersuchen, die in der Bekanntmachung des Ministeriums des Innern unterm 18. Dezember 1874 fest­gesetzten Tagesgelder der Feldgeschworenen von 2 Mk. 10 Pf. auf mindestens 3 Mk. erhöhen zu wollen.

Abg. Häusel und Abg. Brauer (als Berichter­statter) befürworten den Antrag, der angenommen wird.

Die Vorstellung des O r t s v o r st a n d e s E r f e l d e n, die Fortbildungsschule betreffend, wird, ent­sprechend dem vom Ausschuß (Berichterstatter Köhler- Darmstadt) gestellten Antrag, für erledigt erklärt gegen 18 Stintmen; gleichzeitig wird indes ein Antrag Hei­de n r e i ch, mit Rücksicht darauf gestellt, daß die Inter­pellation Schill und Genossen zu keinem Beschlüsse der Kammer geführt hat, angenommen, des Inhalts, daß die Regierung ersucht wird, den Schluß des Fortbildungs- schulunterrichits für ländliche Gemeinden auf 8 Uhr abends festsetzen zu wollen. Gegen den gegen 16 Stimmen angenommenen Antrag sprechen die Abgg. Cramer und Köhler-Darmstadt, dafür sprechen die Abgg. Schill und Seelinger.

Abg. Köhler-Langsdorf bittet, für seinen Antrag, die deutsche Politik im Burenkrieg betreffend, einen Berichterstatter zu ernennen und die Verhandlung für dringlich zu erklären.

Der Antrag lautet:

Angesichts des gegen alles. Recht und gegen die einfachsten Forderungen allgemeiner Menschlichkeit ver­stoßenden Unterdrückungs- und Ausrottungskrieges, den die großkapitalistischen Machthaber Englands gegen die unserem deutschen Volke stammverwandten Völker von Oranje-Freistaat und Transvaal unternommen haben, beantragen wir: Hohe Zweite Kammer der Stände des Großherzogtums Hessen wolle beschließen: 1. Die Groß herzogliche Regierung zu ersuchen, die hessi- fdyeit Bundesratsmitglieder zu instruieren, unverzüglich den folgenden Antrag beim Bundesrat einzubringen: Die hessischen Mitglieder des Bundesrats beantragen auf Grund der Artikel 7 und 8 der Reichsverfassung den sofortigen Zusammentritt des Ausschusses für aus­wärtige Angelegenheiten und ersuchen diesen Ausschuß, alsbald einen schleunigen Antrag zur Anregung auf Einsetzung eines internationalen Schiedsgerichts zur Entscheidung der schwebenden Streitfragen zwischen England und den Burenstaaten geeigneten Orts zu ver-

Ernst Eckstein

Hut zwei Bücher hinterlassen, die kurz noch seinem Tode zur Ausgabe gelangten, einen Novellenband und einen Roman. Dieser Roman trägt den TitelDer Bild­schnitzer von Weilburg" (Verlag von Otto Janke in Berlin). Er spielt sich um die Mitte des 16. Jahr­hunderts in unserer Gegend ab. Der junge Bildschnitzer Michael Humbracht verläßt seine Vaterstadt Weilburg. Er hat die Absicht, zunächst nach Friedberg und dann nach Berlin zu gehen, um sich in seiner Kunst am preußi­schen Hofe auszubilden. Doch schon auf der Wanderung nach Friedberg überfällt ihn das Schicksal. Weil er sich an den Zwetschen im Garten des reichsunmittelbaren Freiherrn v. Soldeck gütlich gethan hat, wird er gefangen genommen und in einen finsteren Turm gesperrt. Vor dem Justitiar des Freiherrn stößt er in seinem (Stimm scharfe Worte der Schmähung gegen das wunderliche Ge­waltrecht aus Altensoldeckschem Boden aus und soll des­wegen vom Leben zum Tode befördert werden. Wie er gerettet wird durch zarte Hände und wie er dann der neue Prophet wird der aufsässigen Bauern in den nahen Landen, das sei hier nicht verraten, um den gewiß zahl­reichen Lesern die Spannung nicht zu nehmen. Auch in diesem seinem letzten größeren Werke zeigt Eckstein sein leichtes, feuilletonistisches Plaudertalent. Frisch und flott ist der ganze Roman erzählt. Der Verfasser führt uns nach zahlreichen bekannten Orten unserer näheren Um­gebung, wir lernen u. a. auch den Herrn von der Baden- burg kennen und manchen anderen Besitzer benachbarter Schlösser und Burgen. Dadurch bekommt die ganze Er­zählung, die leicht fließend an uns vorüberzieht, etwas uns besonders Anheimelndes.

Litterarisch erheblich wertvoller ist der Novellenband. Er trägt den ominösen TitelNauhreif" (Verlag von Adolf Bonz & Co. in Stuttgart, illustriert von Wilh. Clau­dius). Allen vier Novellen, die der hübsch ausgestattete Band enthält, gemeinsam ist eine glücklich erfundene und in spannender Lebendigkeit durchgeführte Handlung, die sich wie mit Notwendigkeit und Selbstverständlichkeit ent­wickelt und doch einen überraschenden Wendepunkt aufweist. In der Darstellung der Menschen und Dinge zeigt sich

anlassen." 2. Den vorliegenden Antrag als einen dring­lichen zu behandeln.

Darmstadt, den 19. Dezember 1900.

. Köhler-Langsdorf. Bähr. Berthold.

Brauer. Cramer. Tr. David. Erk. Haas- Mainz. Korell. Leun. Ohl. Rau. Ripper. Schmalbach. Schönberger. Schubart. Ulrich.

Weidner. Wolf.

Abg. Wolf (als Berichterstatter) weist auf das bevor­stehende Fest der Christenheit hin, an dem Überall auf Erden verkündet werde:Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden und den Menschen ein Wohlgefallen". Nicht mit einstimmen in den Lobgesang vermöchten unsere stammverwandten Brüder in Transvaal und im Oranje- Freistaat. Unter dem Eindruck der Weihnachtsstimmung sei man zu diesem Anträge gekommen und wünsche, daß das Haus sein Scherflein dazu beitragen möge, wieder den Frieden dem gequälten Lande zu geben. Vielleicht werde der Antrag die Aufnierksamkeit der Herrscher über christliche Völker Europas darauf richten, daß endlich zum Heile der Menschheit und Segen des armen Burenvolkes den Gräueln ein Ende gemacht werden müsse. Er bitte, dem Anträge einstimmig mzustimmen.

Die Abgg. Dr. David und Ulrich unterstützen den Antrag, indes nicht aus christlichem Empfinden heraus. Ersterer führt aus, das Christentum sei nicht im stände, politischen Verwickelungen, den materiellen Interessen, der Herrschsucht der regierenden Kreise vorzubeugen. Sie sähen in dem Anträge den Ausdruck einer allgemeinen Stimm­ung, die im Volk herrsche gegen die Art und Weise, wie die Reichsregierung sich in der südafrikanischen Frage verhalten habe. Man sehe darin einen Protest gegen das persönliche Regiment, das unser Volk in Abenteuern engagiere. Man unterstütze den Antrag als Protest gegen diese persönliche Auffassung der auswärtigen Politik.

Abg. Schmeel spricht gegen den Antrag trotz seiner Sympathie für die Buren. Er erklärt seine Haltung damit, daß es nicht in der Kompetenz des Hauses liege, sich mit der Sache zu beschäftigen.

Abg. Schmitt: Mit Annahme des Antrags werde nur ein Schlag ins Wasser geführt.

Abg. Köhler-Langsdorf führt aus, daß man sich hier nicht ducken dürfe, sondern ohne Rücksicht auf Partei, ohne Rücksicht nach oben sagen müsse, daß der Gerechtig­keit ihr Lauf gelassen werden müsse. Wie das kleine Burenvolk einen großen Krieg begonnen habe, so gelinge es vielleicht dem kleinen Hessischen Landtag, etwas Großes anzurühren.

Abg. Ulrich versucht nachzuweisen, daß alle Greuel nichts mit Christentum und Religion zu thun hätten, vielmehr nut ein Auswuchs der entsetzlichen kapi­talistischen Entwickelung seien, das Christentum sei nicht in der Lage, die Kriegsursachen zu beseitigen.

Abg. Bähr bedauert die gegenwärtige Politik Deutsch­lands und hält dem Zentrum vor, daß es auch Schläge ins Wasser mit seinen Jesuitenanträgen führe.

Die Abgg. Weidner und Köhler-Langsdorf wünschen vom Abg. Schmeel zu wissen, was die Kom­petenz des Landtages eigentlich ausschließe.

Abg. Schmeel stützt sich auf die Verfassungsurkunde.

Der Antrag Köhler-Langsdorf wird mit 2 2 gegen 22 St im men abgelehnt. Es stimmen dafür außer den unterzeichneten Abgeordneten die Abgg. Häusel, Joutz und Zinser, dagegen die Abgg. Backes, v. Brentano, Diehl, Dr. Frenay, Tr. Heidenreich Horn, Jöckel, Koch, Köhler-Darmstadt, Möllinger, Noack, Graf Oriola, Penn­rich, Pitthan, Schlenger, Schmeel, Schönfeld, Seelinger, Reinhart, Schmitt, Haas-Darmstadt.

Die Vorlage, die Besteuerung des Gewerbes im Umherziehen betr., wird mit den Abänderungen der Ersten Kammer (s. o. unter Verhandlungen Erster Kammer) angenommen, ebenso wird der von der Ersten Kammer zu dem Hundesteuergesetz beschlossene Zu­satz genehmigt. Zu der Vorlage, den Gesetzentwurf, die

Fülle und Treue der Beobachtung, ein behaglicher Stimm­ungsreichtum macht sich geltend, und in der sprachlichen Form fehlt es bei aller Anmut doch an unterscheidender Schärfe nicht. Am besten gelungen ist dieDie beiden Schwestern" überschriebene Novelle, die von einem ver­späteten und verhängnisvollen Liebesfrühling erzählt; sie darf mit ihren gleichsam unmerklich gegebenen und doch überaus sorgsamen Motivierungen als das Muster einer Novelle gelten. InFranz Döring" zeichnet uns der Verfasser den verwöhnten Salonhelden, der schließlich als Bankerotteur des Lebens zur Pistole greift, aber von dem reichen, nach entgleisten Naturen forschenden Schriftsteller für die eigene Schwester gerettet wird. Die philosophische Ader des Autors kommt inLudwig Mauritius" zum Durchbruch. In der konventionell gezeichneten Gesell­schaft eines Badeortes lernt der ungewandte Philosophie­professor eine vornehme und geistig angeregte Dame kennen, die den ritterlichen Amtsrichter laufen läßt, nach­dem der Stubengelehrte eine unerwartete Probe seines Mutes abgelegt hat. Ecksteins ganze vorzügliche Erzähl- ungsknust offenbart sich in der letzten GeschichteDie Tochter", deren Vater, ein phantasievoller, genialer Maler, »auf seine Erblindung hin so ihren Willen lähmt, daß sie ihm den Gifttrank reicht. Erst die Erkenntnis, daß sein Kind seinen Lieblingsschüler liebt und von ihm wieder geliebt* wird, bringt den Vater zu dem Entschluß, weiter zu leben und im Glück der Kinder das Dasein zu tragen. Nur die Kunst eines Eckstein konnte ein solches Motiv in eine Novelle verarbeiten, die uns ganz und gar fesselt. Das Eigentümliche aller vier Novellen ist, daß sie auf eine ernste Schicksalswenvung angelegt sind. Man er- wartet den künstlerisch geradezu notwendigen tragischen Schluß, den aber nur eine von ihnen bringt. Die dem Buche eingefügten Bilder haben den intimen Reiz, den nur ein dem Erzähler mit kongenialem Verständnis /fol­gender Maler geben kann. Mehr noch als der genannte Roman ist dieses Buch eine schöne Erinnerung an unseren verstorbenen Dichter.

Tr. Franz Hirsch, der Verfasser der niedlichen epischen DichtungAennchen von Tharau", Redakteur des Neuen Blattes", veröffentlichte kürzlich in einer Berliner lttterarischen Wochenschrift Eckstein-Erinnerungen. Tr. Hirsch hat dem Verstorbenen namentlich während seiner

p!

i ÄM

sl a

Gehalte der V o l ks schu l le h re r betr., hat nach äußerung der auf ihrem Standpunkt beharrenden Kammer der Finanzausschuß beschlossen, die Justiz der Zweiten Kammer zu beantragen.

Abg. Köhler-Darmstadt (Berichterstatter ) - Ausschuß glaube einen den Lehrern zu gute kommet Beschluß empfehlen zu können, damit die Vorlaqe scheitere. Er persönlich sei für diese Auffassung umfom» als er in dem Beschluß der Ersten Kammer -

i überhaupt M erst rechte Weihnachten.

glrichgiltig, ob Schn i Hauptsache, daß der : ! $one Sachen mitbringt ellern nach besten Aras 1 *a*nurtinigerm

Slenb* V a £5 N unter ben vyut?inbet N e M schmal schwer (

«K I* -?.?

!

tat Äff*

/«Äl'.V

und zwar auf dem Wege der Einigung. In ihr uw! > er nicht einen Sieg der Regierung, sondern beider Ti­ber Kammer und der Regierung, erblicken, einen ?. t über den sich beide Teile freuen sollten und der .' größten Freude des Lehrerstandes des Landes gereift; solle.

Abg. Schme et erklärt namens seiner Frennve: > nunmehrige allgemeine Zustimmung zu dem Beschluß i Ersten Kammer.

Abg. Dr. David glaubt, daß man das Gefühl: Vergewaltigung haben müsse, nicht das Gefühl des Lite Die Erste Kammer hätte eine Verständigung in den Ami modifizierender Weise suchen sollen. Dann ivürdc nm von Sieg sprechen können. So müsse man wohl oder . , mit den Wölfen heulen. (Große Heiterkeit.) Der Pirs der Beruhigung (70 000 Mk.) wäre für die Regierung s u gering gewesen. Seine Partei werde nicht ruhen und sosa den Antrag Backes wieder aufgreifen.

Finanzminister Gnauth: Man dürfe nicht ii wesentlich veränderte Situation außer Acht taffen; bei d früheren Kammerverhandlungen sei man allgemein i auch sein hervorragender Vorgänger, auf Schätzung amw wiesen gewesen. Heute habe man die deutliche Tprac der Budgetvorlage und er könne versichern, nur der ; stand, daß er sich am Tage seines Dienstantritts ver­nommen, die Kontinuität in der Geschäftsfiihrung Vorgängers voll -und ganz zu wahren, sei schuld, W nicht noch in letzter Stunde versucht habe, btealu w- gierungsvorlage wieder ins Leben au rufen, r>- trotz veränderter Situation die Regierung treu bleibe, solle man auch nicht weitere Anforderungen stellen u- sie zum mindesten auf eine Zeit verschieben/ in der i Sage des Staates eine weitere Hilfe gestatte.

Abg. M o l t h a n freut sich der nochmaligen Beratur der Vorlage und bedauert, daß ein Höhergehen nickt nie: lich sei. Er bitte, die Regierung möge bis 1904 eine t? Erhöhung der Gehalte bezweckende Vorlage eiiibrin-'

Abg. Wolf flankt der Regierung für ihre ftanbi-"- Haltung.

Abg. Weidner besinnt sich nicht länger, den r. schlüssen der Ersten Kammer zuzustimmen.

Nach einer meist persönliche Bemerkungen den Auseinandersetzung zwischen den Abgg. Schmeel, Köhler-Langsdorf, Schmitt> M ' stimmung geschritten und dem A u s s ch u ßantrag ei

** di- «

190?"

i

.....

i nun nuHcn D i AttaMtitü, W* sfsnfr,

l ßofyn her M1 unb wir brauchen

,M Mi)

i Mtr die alte erbe W I Wagen Helios in Mr - find sonderbare Geschop WaS man nicht Und was man I Am Sommer, wenn d : h-rabbrennt, sind wir hc i de richwBe unb ziehen E Winkel zurück. Und im I haben, zeigen wir uns b i unb wünschen uns Son I MvS, dem himmWi i wenn er auf bit Wirsche ii hört, unb in der llebnzei . --.ch/ machen kann, ba« ü j)ünken einrichtet. Er n tWnber verfchen. Der rdereits vorüber ist, entsp kbeffen wir uns jetzt erster i letzt seufzen. Winters An »Anstellung von einer in bli mvach, über die sich kalt und üützt im blauen Dust, t

Wen NuM, Schlitten : auf btm gestvrenen Wi ! Schlittschuhläufer. So 'iöie er in Wirklichkeit c im Zeitungsblatt zu m

! beruh selbst erlebt.- Ne - wind, das ist der JBintei ' wenn nicht bie fflffyit 1 Sonnenschein in das bi

Aeußerste sehe, was unter den derzeitigen VerhälliM zu erreichen sei. Einen von ihm beabsichtigten Aiui! wonach die Kammer die Erhöhung bis zum Antrag für 1904 jetzt schon habe beschließen sollen', habe ?r w gestellt, um nicht neue Dissense zu bringen. Aber er wohl, daß die Regierung einem solchen Anträge'^ entgegentommen können, denn durch die sich fteigei Erträgnisse der Eisenbahngemeinschaft re. würden? Staatskasse neue Mittel zugeführt werden. Tie Lek, würden versuchen, eine anderweitige Regelung bii ii, zu erzielen, und im Interesse der Lebrer, der jtiunr und der Bevölkerung hätte es gelegen, daß man dich - wegung erledigt hätte. Man hätte es durch Festig für 1904 erreichen können. Er erinnere noch baran, t die Erste Kammer von ihrem Rechte, die ganze . erledigt anzusehen, keinen Gebrauch gemacht hach

Staatsminister Rothe : Noch einmal liege bas An? sal der Vorlage, in den Händen der Abgeordnu^ < habe zur Sache nichts mehr zu sagen. Aus bem tu: . werde man die Richtigkeit der Haltung der Regierung , kannt haben. Praktisch gelte es jetzt, die Frage zu ioi-t

Leipziger Zeit nahe gestanden. Die Persönlichke" ' - Ecksteins charakterisierter folgendermaßen:*

zug seiner Natur war eine Energie, die bis zur sichtslosigkeit gehen konnte. Eigentüwiw es, daß dieser Zug vielen seiner HciM"' genossen, den Kinde-m der Stadt Glkk .- eigen ist. Karl Vogt und Wilhelm Lied 'n1- hatten ihn auch. Dazu gesellt sich die starke gegen jede Unnatur, gegen Ziererei und konvenio - Formenhohlheit. Er, der Meister der schönen ö0*"' im ihm in seinen Sck>riften oft über den Inhalt ging. ft gesellschaftlickTen Leben ein Feind der Form. Lenn vielen, die ihn nicht näher kannten, als cynisck t er sagte rücksichtslos seine Meiimng, wenn er un* etwas sagte. Sah er fremde, oder ihm antipaM'^^ schen, so Pflegte er in sieben Sprachen er vE lich soviel zu schweigen. Fühlte er sich abera- behaglich, so konnte er so amüsant, so drastäckungi- zählen, konnte gegen alle möglichen Zöpfe, u Mädchen ausgenommen, so wettern, dklß die Feinen gewaltig erschraken. In dieser Hinsiwl er an Bogumil Goltz, der, wenn er mit fei.n.hprr01^ stimme in klugen, aber derben Worten gegen die ü Gesellschaftsordnung eiferte, die üngstlichen zittern machte. Und er konnte auch, wie $erlln.: hassen. Ich erinnere mich, wie ein namhafte ,, Kritiker, der in Leipzig zum Besuche weilte un i pfl6 Restaurant zu Eckstein und mir an den TuG i v Eckstein außer einer kalten Erwiderung des .

nicht ein einziges Wort erhielt. Eckstein nahm: em a : i zur Hand uno las, während mir die pewuM blieb, die Unterhaltung zu führen. Erst fpater e i daß der Berliner Aristarch in allerdings vor J . rechter und ungehöriger Weise ein Eckstein sau- Zielscheibe seines Witzes gemacht hatte."

AdolfBartels hat in seinem soeben in . erschienenen vortrefflichen BucheDie deu l ] [ tung ber Gegenwart-- (Verlag v°n Eb Men in Leipzig) Ernst Eckstein nur flüchtig vehanoe^ wie die genannten Bücher Ecksteins ^nn '

dieses Buch als Weihnachtsgeschenk für jede freund nur bestens empfehlen.