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Ware, Unkosten und Derdienll gedeckt w«ren und für den Rest war U der Mann durch feine Unlerfchrtst gebunden. Doch der Krug geht so lange zum Brunnen bis er bricht, so auch hier, v.rschiedene Geschäftsinhaber unterbreiteten die Angelegenheit dem unterzeichneten Aer ande, und diesem ist eS in den meisten Fällen gelungen, die geprellten Geschäftsinhaber vor wetteren Schaden und Zahlungen zu schützen. Also zum Schluß die ernste Mahnung, man unterschreibe mit einem fremden Menschen einen Schlugschein, dessen Inhalt man nicht kennt, da die Tragweite, wie geschehen, die nachteiligsten Folgen für dm Unterschreiber in sich birgt.
Der Vorstand des DetatllistenverbandeS für Hessen und Waldeck. Georg Tripp.
Universität und Hochschule.
— Ernannt: Der a.-o. Professor Dr. H. Sperl an der Universität Graz als Nachfolger Anton Mengers zum o. Profeffor des österreichischen civilgerichtlichen Verfahrens an der Universität Wien.
— Habilitiert: Als Privatdozent an der Marburger Universität Dr. Georg Kampffmeier mit einer Antrittsvorlesung über „Das Studium des Arabischen im Abendlande während des Mittelalters und im Beginne der Neuzeit"
Gestorben: Der a -o. Professor an der Hochschule für Boden- lultur in Wien, 6 Zukal. Professor Zukal war ein hervorragender Botaniker und Zoologe. — In Padua einer, der bedeutendsten italienischen Forscher der Gegenwart, der Professor für Zoologie, vergleichende Anatomie und Physiologie, Giovanni Canestrini, 64 Jahre alt, der vornehmlich durch seine bakteriologischen Studien auch im Ausland bekannt geworden ist
— Verschiedenes: Professor Dr. Schell, Würzburg, gibt demnächst einige seiner von der Jnd.xkongregation verdammten Schriften in neuer Auflage heraus In denselben werden die beanstandeten Stellen dem Wunsche des hl. Stuhles gemäß korrigiert
Arbeiterbewegung.
Berlin, 19. Februar. Dem „Lokalanz." wird aus Halle telegraphiert, daß szufolge des gestrigen Beschlusses in den AmUtendorfer Gruben heute kein einziger Arbeiter, in Dölau nur ein Teil der Belegschaft angefahren ist. Die Nietlebener Belegschaft roiifb sich erst heute über den Streik entscheiden. — Der „Voss. Ztg." wird aus Wien gemeldet, daß die Lage in den böhmischen Kohlengebieten unverändert ist. Die gestern abgehaltenen Versammlungen beschloffen, int Ausstande zu verharren. — In Mährisch-Ostrau wurden gestern 20 Versammlungen abgehalten. Der Ausstand der Heizer und Maschinenwärter hat keine Zunahme erfahren.
Berlin, 19. Februar. Den „Abendblättern" zufolge sind in Zwickau heute morgen 3242 von 8690 Bergarbeitern in den Ausstand getreten. Wegen des Verbotes der Versammlungen wird eine Interpellation iin sächsischen Landtage vorbereitet.
Breslau, 19. Februar. Wie der „Bresl. Generalanzeiger" meldet, la«n der Streik in den Zinkhütten zu Lipine und Cbropaczow all beendet angesehen werden, da die Mehrzahl der streikenden Arbeiter air Samstag wieder zur Arbeit angetreten ist, ohne auf Erfüllung ihrer auf Lohnerhöhung gerichteten Forderungen gedrungen zu haben.
Telegramme des „Gießener Anzeiger".
Berlin, 20. Februar. Aus dem Str ikgebiet wird dem ,8erl. Tgbl." gemeldet: Im Kohlenbezirk Ost-Halle wurde gestern aui vier Gruben gestreikt Für W e st - H a l l e sollte gestern die Ent- schiidung fallen. Im Zeitz-Meuselwitzer Revier lehnten die Bergwerks- besutzer die Forderungen der Arbeiter ab. Trotzdem beschloffen dieselben, sich dem Streik nicht anzuschließen.
Handel und Verkehr. Volkswirtschaft.
Siesten, 20. Februar. Marktbericht. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Butter per Pfd. X 0.80—0.90, Hühnereier per St. 7—8 4, 2 St. 00—00 4, Enteneier 1 St. 0—0 4, Gänse« eiet per St. 6—00 4, Käse 1 St. 6—8 4, Käsematte 2 St. 6—6 4, strbsen per Liter 20 4, Linsen per Liter 30 4, Tauben per Paar X l.t 0—1.20, Hühner per St. X 1.20—2.20, Hahnen per Stück X 1.20—2.00, Enten per St. X 2.00—2.40, Gänse per Pfund .*«.60—0.00, Ochsenfleisch per Pfd. 68—74 4, Kuh« und Rindfleisch ptt Pfd. 62—64 4, Schwemefleisch per Pfd. 60—72 4, Schweine« stchch, gesalzen, per Psd. 76 4, Kalbfleisch per Pfd. 64—66 4, bcwnmelfleifch per Pfd. 60—64 4, Kartoffeln per 100 Kilo 4.00 bis 4.50 X, Weißkraut per St. 00—00, Zwiebeln per Etr. X 6.60—7.00, Milch per Liter 16 4.
Neueste Meldungeu.
Depesche» deS Bureau „Herold".
Berlin, 20. Februar. Die Verletzung deSKultuS- rn,inisters Dr. Studt, welche sich derselbe gestern durch Aüsgleiten vor dem Abgeordnetenhause zugezogen hat, ist nach ärztlichem Gutachten nicht allzu erheblicher Art. Immerhin wird der Minister bis auf weiteres das Zimmer nicht verlassen. Die Budget-Kommission des Abgeordnetenhauses hat dem Minister ihre herzlichste Teilnahme ausgesprochen, imb sich nach seinem Befinden erkundigen lasten. Der
Minister hat für diese Teilnahme seinen Dank aussprechen assen.
Paris, 20. Februar. Gerüchtweise verlautet, der fran- zösrsche Gesandte beim Vatikan sei beauftragt, beim Papste die Demission des Erzbischofs vonParis zu bewirken. Die Verhandlungen seien genügend vorgeschritten, und eS werden bereits zwei Namen als'eventuelle Nachfolger des Kardinals Richard genannt.
Paris, 20. Februar. Der Handlungsgehilfe Mautir, welcher, als Präsident Loubet die Magdalenen-Kirche verließ, den Ruf ausstieß: Nieder mit dem Panamisten Loubet, wurde zu 6 Monaten Gefängnis verurteilt.
Brüffel, 20. Februar. Die hiesigen Blätter protestieren energisch gegen die falschen Berichte, die von englischen Korrespondenten über die Haltung der belgischen Bevölkerung gegenüber den englischen Ansässigen in Brüssel und Antwerpen verbreitet worden sind.
London, 20. Februar. Aus St. Johann in Neufundland wird berichtet, daß die Kammer bei der Beratung über die Frage der Erneuerung des Vertrages mit Frankreich die Regierung in die Minderheit gebracht habe, und zwar mit 15 gegen 9 Stimmen.
Vom Kriegsschauplatz.
London, 20. Februar. Aus bestinformierter Quelle verlautet, England beabsichtige, bei Gelegenheit des 46. Jahrestages der UnabhängigkeitS Erklärung des Freistaates einen großen Schlag zu führen. Lord Roberts soll beauftragt sein, an diesem Tage eine Proklamation an die Bürger des Freistaates zu erlassen, worin er ihnen das Versprechen giebt, ihre Unabhängigkeit zu sichern, wenn sie die Waffen niederlegen, ihre Verbündeten aufgeben und England allein mit Transvaal abrechnen lassen.
London, 20. Februar. General Roberts telegraphiert aus Jacobsdal vom Sonntag Abend 11 Uhr 40 Min.: General Brabant berichtet von Birds River vom 17. ds., daß er die Stellung der Buren am vorhergehenden Tage angegriffen habe. Er schloß den Feind immer enger in sein Lager ein. Der Kampf dauerte von 9 Uhr vormittags bis zur Dunkelheit. Um Mitternacht griffen die Truppen abermals an und nahmen das Lager mit dem Bajonnet, wobei sie viele Vorräte erbeuteten. Der Feind hat jetzt eine Stellung auf den Höhen in der Nähe von Dordrecht eingenommen, wo er ein Kruvp'scheS Geschütz aufgestellt hat. Die englischen Verluste betrugen 7 Tote und 8 Verwundete. — General Clements meldet von Arundel, daß er am 17. Februar eine Rekognoszierung machte und den Feind in einer Stellung westlich von RenSburg vorfand.
Brüffel, 20. Februar. Die Kriegslage ist unverändert. Nur soviel steht fest, daß der Entsatz von Kimberley kein Sieg ist, sondern als die Folge der strategischen Pläne des Generals Cronje aufzufaffen ist. Letzterer erhielt die Nachricht von dem doppelten englischen Angriff und gab deshalb Kimberley auf, welches für den Krieg selbst keinerlei Bedeutung besitzt. Alles weitere hängt jetzt von den Erfolgen der Buren bei RenSburg ab, weil dadurch die Rückzugslinie Roberts bedroht wird.
London, 20. Februar. Ein in den letzten Tagen eingelaufenes Telegramm berichtet, daß Buller die Verteidigungslinie der republikanischen Truppen bei Chie- veley durchbrochen habe.
Liverpool, 20. Februar. In Marinekreisen herrscht die regste Thätigkeit. Täglich treffen auf verschiedenen Schiffen Freiwillige ein, welche Dienste in den Reservetruppen nehmen wollen. Das Marineamt hat nach allen Teilen des Landes Reserve-Offiziere zur Rekrutierung von Matrosen ausgesandt, und die Offiziere erwarten die Ordre zur Einberufung.
London, 20. Februar. Aus Prätoria wird über Lorenzo Marquez gemeldet, daß General Cronje außer der Beschlagnahme von Lebensmitteln, welche für Kimberley bestimmt waren, auch eine Anzahl Engländer gefangen ge
nommen hat. Er berichtet, daß verschiedene Gefechte in der Umgegend von Kimberley stattgefunden haben. Den letzten Nachrichten zufolge behaupteten die Buren ihre Stellungen.
Lorenzo Marqnez, 20. Februar. Der Aufruf Lord Roberts an die Bevölkerung des Freistaates ruft unter den Buren nur Hohn hervor und hat nicht die geringste Aussicht auf Erfolg. Die Buren des Freistaates sind untersich einig,mit den Transvaal-Buren zu leben oder zu sterben.
London, 20. Febrüar. General Buller telegraphiert vom 18. d. M.: Gestern umging ich die Flanke des Feindes. Das Regiment der Königin, welches auf dem Nordabhauge des Berges Ciugolo bivouakiert hatte, überschritt einen Paß, griff, unterstützt von dem Nest der Brigade Hildyard, au und besetzte den südlichen Ausläufer des Monte Christo. Die vierte Brigade am westlichen Abhänge, die Foyal Welsh-Füsiliere und der Rest der 6. Brigade griffen die östliche Flanke der feindlichen Stellung an, während die zweite Kavallerie-Brigade auf der äußersten Rechten die Ost-Abhänge des Monte Christo bewachte und diejenigen Buren zurücktrieb, welche dort zu entkommen versuchten. Unser Artillerie-Feuer, bei dem auch schweres Geschütz mitwirkte, richtete sich auf die Frout, Flanke untr Rücken des Feindes. Dieser leistete nur geringen Wider st a n d, verließ seine starke Stellung und wurde über den Tugela z u r ü ck g e t r i e b e n. Ich nahm mehrere Lager weg, ferner einen Wagen mit Munition, mehrere Wagen mit Vorräten, und machte einige Gefangene. Die Hitze war intensiv, und das Terrain äußerst schwierig. Die Energie und das Ungestüm der Truppen war erfreulich zu sehen. Unsere Verluste sind nicht schwer.
London, 20. Februar. Die „Times" veröffentlichen folgendes Tekegramm aus dem Lager von Birds River vom 18. Februar: Unsere Stellungen sind unverändert. Tas Feuer hat vollständig aufgehört. Wir glauben, daß die Buren sich zurückgezogen haben. Die den Buren abgenommenen Munitions- und Proviant-Vorräte sind in unser Lager gebracht worden. Storm berg ist gestern von uns eingenommen worden. Die Buren ziehen sich endgültig nach Labuschagers-Beck-Drift zurück. Eine Anzahl Wagen ist den Buren abgenommen worden. Unsere Truppen sind im Begriff, eine kleine feindliche Truppe, welche sich nach Jarstown zurückzieht, zu verfolgen. Die Engländer, welche sich in Jacobsdal befinden, erklärten, daß sie von den Buren gut behandelt worden seien. Alle Nachrichten über schlechte Behandlung seien erlogen.
Darmstadt, 20. Februar, 12 Uhr 15 Min. nachmittag?. (Telephon-Meldung.) Se. Kgl. Hoheit der Großherzog haben allergnädigst geruht, den ordentlichen Profeffor an der juristischen Fakultät der Universität zu Breslau, Dr. Ernst Beling, zum ordentlichen Professor an der juristischen Fakultät der Landes Universität vom 1. April 1900 zu er« nennen. — Die ZrntrumSabgeordneten von Brentano und Pennrich suchten in der heutigen Verhandlung im Landtage die Angriffe ihres Kollegen Schmitt gegen den Staatsminister Rothe abzuschwächen. Sie erkennen voll und ganz allerdings die Leistungsfähigkeit und Tüchtigkeit des Ministers an, obwohl manche Wünsche noch zu erfüllen seien. Sie haben seine Fähigkeit nie bezweifelt. Dadurch daß das Wirken des Staatsministers nicht so in die Oeffentlichkeit trete, habe man denselben viel verkannt. Auch die Zentrumspartei wolle den Religionsfrieden, aber auf dem Boden der Gleichberechtigung. Die Meinung, daß sie einen Ersatz für den jetzigen Staatsminister haben wolle, die auch in die eigene Parteipresse übergegangen, sei vollständig irrig; auch kenne sie nicht den kommenden Mann. Gegen die Bischofswahl habe die Partei nichts einzuwenden, obwohl von Seiten der Regierung so viele vorgeschlagene Namen gestrichen worden, daß sie gerade noch zur kanonischen Wahl aus- reichten. Der Abg. Ullrich greift diese Ausführung energisch an. Die Finanzdebatte wird heute noch nicht beendet.
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Akademischer Konzert-Verein Marburg.
Donnerstag den 22. Februar 1900, abends 772 Uhr, im Museumssaale:
Fünftes Konzert öle Schöpfung, Oratorium von Jos. Haydn unter Leitung des Universitäts-Musikdirektor Herrn Gustav Jenner.
Solisten : Frau Kammersängerin Emma Rückbeil-Hiller aus Stuttgart (Sopran).
Herr Emil Pinks aus Leipzig (Tenor).
Herr Arthur van Eweyk aus Berlin (Bass).
Eintrittskarten, numeriert i 3 Mk , nichtnumeriert L 2 Mk., für Studierende ä 1 Mk., Textbücher ä 10 Pfg. in der N. G. Elwert’schen Uni- itrsitäts-Bnchhandlung und abends an der Kasse.
General - Probe b
Mittwoch den 21. Februar 1900, nachmittags 5 Uhr, im Museumssaale.
Eintrittskarten ä I Mk. in obiger Buchhandlung und an der Kasse.
Gesellschastsverem.
Die maskierte« Besucher des Fastnachts-Balles können die Veheimkarte«
TamStag de« 24. l. Mts., nachmittags zwischen 2 und 4 Uhr,
Louutag den 25. l. Mts., vormittags zwischen 11 und 1 Uhr In inet Weinstube in Empfang nehmen. 1342
Gebhardt.
Ku-, M- null Kreuhch-Kkrjichmuig.
Montag den 26. Februar und Dienstag den 27. Februar d. I. kommt in den Gemeindewaldungen zu Hungen nachstehendes Holz zur Versteigerung:
Am ersten Tag in den Distrikten Hubbach, Galgenwald und Rocksberg: 17 Eichen-Schniltholzstämme von 43 bis 56 cm Durchm., 4 bis 8 rn Länge = 16,57 fm.
6 Radel - Schnittholzstämme von 36 bi» 43 cm Durchm., 7 bis 9 m Länge — 5,88 fm.
230 Fichten- und Radel-Bauholzstämme von 15 bis 32 cm Durchm., 5 bis 16 m Länge ----- 80,99 fm.
535 Stück Fichten-Derbstangen von 7 bis 17 cm Durchm., 6 bi» 15 m Länge — 39 fm.
Am zweiten Tage in den
Distrikten Galgenwald und Gr. Rocksberg:
181
18
49
83
66
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11
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Der Anfang ist an beiden Tagen um 10 Uhr vormittags, am ersten Tag im Distrikt Hubbach, am zweiten Tag im Distrikt Marksteinmühl.
Hungen, den 14. Februar 1900.
Buchen-Reisig. Eichen- „ Radel- „ Buchen-Stöcke. Eichen- „ Radel- „
Buchen-Scheitholz.
160
Eichen- „
202
Buchen Knüppel.
176
Eichen- „
86
Radel- „
71
84
Grobherzogliche Bürgermeisterei Hungen. Buttron.
1328
d PkMtMitMn
Hvlzversteigerung
im Gießener Stadtwald.
Montag de« 26. Februar 1900, vormittags 9»/z Uhr beginnend, sollen im Gießener Stadtwald, im Distrikt Haiugesbode«, versteigert werden:
167 Eichenstämme mit 21,98 fm,
152 Kiefern- und Fichtenstämme mit 66,08 fm,
145 Eichenstangen mit 10,64 fm,
14 Fichtenüangen mit 2,02 fm,
12 rm Eichen-Scheltholz,
37 „ Elchen-Knüppelholz,
17 „ Radel-Scheitholz,
291 „ Radel-Knüppelholz,
13 „ Eichen-Stockholz, 132,5 „ Radel-Stockholz,
780 Wellen Eichen Reisig, 3670 „ Radel-Reisig.
Die Zusammenkunft ist auf der Grünbergerstraße an der 5. Schneise.
Gießen, den 20. Februar 1900.
Großh. Bürgermeisterei Gießen.
Gnauth. 1340


