u'ÄÄ!’»
1U h, 61 !« ">Ä sU r die uJ'.N; sfr<6 srK rB »Wfe;
. *M'- Ml,n I-tz ”W". fMte ±*>* W Seil« le i,lui*nityit u^. zu benet i 9 wieder hat t- W Berlik >9: groben Aussch^ dortige "ulten ist J ‘ Mf schwer berkt lt lch deshalb w grerungsratNik nach Könitz zu fr Mdeni Militär - . beordert, das n ie Straßen mit j- . -rdnuna biW litär wird so fang lind Lrdnung tvr
Sei dem hUbn jeder Stirny M zu roam, /onG lestöriW sich ede MschaKchr lgenminenheit der g nur hemmen M en können.
. ß. 3pn.
ya ^xau MneidrS ttarti- i PMMr, ®tr >p IV., WiiN n likus in 9itjn l n, 5. W W Bausch L, Mn reliuS, FalM» in W 9. kl Dr. FWH ft- ig Srrh, Mm " in Gettenau.
chteSSg-Echvl ib Mutter w® i| der unter fc* t dem Schöpf Sie erzählt, W -zmngev 4" * hr ein anderer ^ SIS
t-istB-Z i«»*S tbe:’«; @tlt| ''
•j5«S *•$$ as&s ■Ä
°*L- e< bl /«!e»°^
W
Cie Aussagen der Eheleute Schmidt wurden wörtlich proto- Islliert, K. zu 14 Tagen Gefängnis verurteilt.
In der Beweisaufnahme wurde festgestellt, daß die Anzeige gegen die Angeklagte wegen Meineids vom eigenen Ehemann erstattet ist. Dieser aber und vier seiner Kinder, die zur Zeugnisablegung vor die Geschworenen ge- laden waren, machten vom Rechte der Zeugnisverweigerung Aebrauch. — Fuhrmann K. bekundete unter Eid, er sei in der Nacht nach der Gemeinderatswahl so schwer betrunken gewesen, daß er nicht wisse, ob er vor der Schmidt'schen Wohnung gelärmt habe. Gesehen hat in jener Nacht niemand den K. vor Schmidts Wohnung, aber zwei Zeugen glauben ihn an der Stimme erkannt zu haben. Der als -jeuge vernommene Vorsitzende, der Gerichtsschreiber des Schöffengerichts zu Grünberg, sowie die damaligen Schöffen erklären übereinstimmend, die Angeklagte habe, damals in Grünberg als Zeugin vernommen, den Eindruck auf sie gemacht, als wenn sie bewußt mit der Wahrheit zurückhalte, vm K. zu helfen. — Der Vorsitzende des Schöffengerichts flieht jedoch zu, daß im Protokoll nicht alles wörtlich enthalten sei, was die Angeklagte auSgesagt hat.
Landgerichtsrat Schmeckenbecher hat als Unter- fuchungsrichter den Fall behandelt. Er bestätigt, daß Schmidt bei seiner ersten Vernehmung mit seinen Bekundungen in einem Punkte sich in Gegensatz setzte mit dem Inhalt des von ihm vor dem Schöffengericht Grünberg im Protokoll Niedergelegten. Auf Vorhalt habe ihm Schmidt erklärt, er wisse nicht und könne es sich nicht erklären, wie dies komme; das was im Protokoll des Schöffengerichts siehe, sei aber in diesem Punkte falsch.
Damit ist die Beweisaufnahme erschöpft, und den Geschworenen wird die einzige Schuldfrage wegen Meineid vorgelegt. Gerichtsassessor Pfeiffer plaidiert für Schuldig im Sinne der Anklage. Der Verteidiger Rechtsanwalt Dr. Spohr weist darauf hin, daß die Kette der Beweise eine Lücke habe. Es fehlen, um die Angeklagte schuldig sprechen zu können, die verweigerten Aussagen des Ehemannes und der Kinder. In der Beweisaufnahme sagte die Angeklagte, sie wisse nicht wer gelärmt habe, insbeson
dere nicht, ob es K. gewesen sei. Ob das Gegenteil der Fall ist, kann Niemand mit Sicherheit sagen.
Nach einer halbstündigen Beratung wünschten die Geschworenen Auskunft darüber, ob die Angeklagte vor dem Gericht in Grünberg ausdrücklich beschworen habe, daß es K. nicht gewesen sei, der den Lärm verursacht habe. Der Vorsitzende verlas das beeidete Protokoll, wonach die Angeklagte erklärt hat „sie wisse nicht, wer den Lärm gemacht, insbesondere wiffe sie nicht, ob es K. gewesen sei". Nach nochmaliger tanger Beratung verkündete der Obmann Professor Dr. Eichbaum-Gießenden Wahrspruch, der auf Schuldig lautete. Das Urteil erging dahin, daß die Angeklagte Schmidt mitLJahren Zuchthaus zu bestrafen sei, und der bürgerlichen Ehrenrechte auf die Dauer von 5 Jahren verlustig sei; außerdem wurde deren dauernde Unfähigkeit erkannt, vor Gericht als Zeuge oder Sachverständige vernommen zu werden. Der Staatsanwalt hatte eine 3 jährige Zuchthausstrafe beantragt.
Aus Stadt und Kand.
(Anonyme Ginsendungen, gleichviel welchen Inhalte», werden grundsätzlich nicht ausgenommen.)
Gießen, 13. Juni 1900.
•* Der Empfang des Metsterfiegers Albert Rübsamen gestaltete sich gestern zu einer großartigen Kundgebung. Schon eine halbe Stunde vor Eintreffen des Zuges sammelte sich eine dichtgedrängt stehende Menschenmenge auf dem Perron und auf dem Platze vor dem Bahnhofe an. Die Gießener Rudergesellschaft mit ihrem Vorsitzenden, Herrn Scheel, und dem 2. Verbandsvorsitzenden, Herrn Kirch, hatte sich in Begleitung der Stadtkapelle vollzählig ein- gefunden. Als der v-Zug 9 Uhr 15 Min. in den Bahnhof einfuhr, und Herr RÜbsamen sich zum Aussteigen anschickte, empfingen ihn brausende Hochrufe, begleitet von dem Tusch der Kapelle. Nachdem dem Mnstersieger ein Lorbeerkranz (von G. Skalitzky, Cafe Großherzog) überreicht war, und die Nächststehenden ihm die Hände gedrückt hatten, wurde er von Sportgenoffeu stolz auf die Schultern
gehoben und unter brausendem Jubel der Menge auf ber ersten Bahnsteig getragen. Hier begrüßte ihn der Vorsitzende der G. R.-G. offiziell, gratulierte und dantte ihm im Namen der Rudergesellschaft. Seine kurze Ansprache klang in ein allgemein begeistert aufgenommenes „Hipp, hipp, Hurra!" aus. Die Passagiere des starkbesetzten v-ZugeS waren inzwischen au die Fenster geeilt und Zeugen dieses großartigen Willkomms. Noch lange dürfte der Empfang des Meistersiegers in seiner Vaterstadt das HauptgesprächSthema im Zuge gebildet haben. Der feierliche Umzug durch die Stadt unter Vorantritt der Kapelle gestaltete sich zu einem wahren Triumphzug. Die offizielle Feier vereinigte die Gießener Rudergesellschaft mit ihren zahlreich vertretenen Damen und Gästen im großen Saale des Hotels „Großherzog" um den Gefeierten. Unzählige Begrüßungstelegramme, Briefe und Karten von Ruderveräueu, Privatpersonen und Freunden waren eingelaufen, die der Vorsitzende größtenteils verlas. Dann ergriff Herr Kirch das Wort zu längeren Ausführungen über den Begriff „Sport", die in einem Hipp, hipp, hurrah auf „unseren Albert" ausklangen. Später toastete Herr Kirch noch auf Mutter und Geschwister des Herrn Rübsamen. Es folgten Hochs auf die Rudergesellschaft, die akademische Mannschaft, auf die in den nächsten Wochen die Hoffnung in Frankfurt gesetzt ist, und auf den Vorsitzenden und Verbandsvorsitzenden mit entsprechenden Erwiderungen. Als die Sonne heute Morgen schon ernstlich ans Erheben dachte, dachte die große Mehr- zahl der Festteilnehmer noch keineswegs an den Aufbruch.
Landwirtschaft.
— Hagelversicherung. Obgleich H.ssen unter häufigen schweren Gewittern mit bedeutendem Hagelschlag zu leiben hat, sind die hesstschen Landwirte zu ihrem eigenen großen Nachteile noch nicht sehr eingenommen für die Versicherung gegen Hagelschäden. Nach einer soeben erschienenen amtlichen Aufstellung über die Hagelschäden in Hessen in den letzten zehn Jahren ist ersichtlich, daß sich während dieses Zeitraumes der Gisamtschaden auf Mk. 3,491,768 belaufen hat, während die auSbezahlten Entschädigungssummen nur Mk. 582.351 betragen haben; der nicht gedeckte Schaden in diesen zehn Jahren betrug also Mk. 2.909,417.
Städtischer Arbeitsnachweis Gießen
Start enftrafc H.
Mngedot der Ardeitneymerr 1 Bäcker, 1 Maurer, 1 Heizer, 1 Schreiner, S r^glöhner, 1 ältere Frau für leichteren Laufdienst, 1 Dienstmädchen im Alter von 15 Jahren, 1 älterer Mann für leichtere Arbeit.
9tad)fra«e der Nrdeitgederr 2 Buchbinder, 1 tüchtiger Küfer für Faß- arbeit, 1 tücht. Bausckloffer, 1 jüngerer Schmied, 2—3 tücht. Schmiede, 1 jüngerer Schneider, 2 Bauschreiner, 2 Fuhrknechte, 8 Taglöhner, mehrere Dienstmädchen.
Bekanntmachung.
Anmeldungen zum Bezüge der aus der Ebel-Stiftung für 1900 an arme Kinder zu verabfolgenden Kleidungsstücke sind bis zum 80. d. Mts. bet dem Armenamte, Zimmer Rr. 2, vorzubringeu.
Gießen, am 8. Juni 1900. 4165
Die Armen-Deputation der Stadt Gießen.
____Wolff._________________________
Bekanntmachung.
In dem Handelsregister unterfertigten Gerichts wurde eingetragen: L Die Firma „Ludwig Gail" zu Gießen ist erloschen.
2, Seitens des Inhabers der Firma »Jakob Grünewald" zu Gießen ist dem Kaufmann Abraham Hofmann daselbst vom 30. Mai 1900 ab für dieselbe Prokura erteilt.
3. Die Firma „Stein & Sflegeru zu Gießen. Gesellschafter find Jakob Stein und Hans Meyer, beide daselbst. Die offene Handels« gesellschast hat am 1. Januar 1900 begonnen.
4. Die Firma „Martin Abermann" zu Gießen. Inhaber derselbe« ist Martin Abermann daselbst.
5. Dem Kaufmann Karl Adolf Koch zu Gießen ist für die Firma „Gebr. Haustein" daselbst Prokura erteilt.
Gießen, den 1. Juni 1900. 4178
Großherzogliches Amtsgericht.
MMtzlllihiilM
Sekanntmachung.
$n unserem Güterrechtsregtster mrde eingetragen: Mathias Joseph Sartor zu Großen-Linden tub dessen Ehefrau Marie Katharina Hubertiua geb. Mer» daselbst haben durch nota- nBeit Vertrag vom 30. Mai 1900 meinbart, daß für ihre ehelichen Ulnrechtsverhällniffe die Bestimm- ni^en des B. G. Bs. über die Er- nnaenschaftsgemeinschast maßgebend fein sollen. 4177
Sreßen, am 8. Juni 1900.
i||| Großh. Amtsgericht.________
Das Konkursverfahren über das Lmnögen des Restaurateurs Leo- tzrld Schütz zu Gießen wird auf llulrag des Gemetnfchulders, nachdem ktfeüe die Zustimmung aller Konkurs- Mb-iger, welche Forderungen an- z meLdet haben und deren Forder- • rngem festgestellt sind, beigebracht !« hierdurch eingestellt.
Si.rßen, den 11. Juni 1900. Großh. Amtsgericht, gez. Maser.
Begannt gemacht: 4179
Meidhart, Genchtsschreiber.
Verdingung
Die Herstellung von rb. 1900 qm Reihenpflaster auf Bahnhof Alsfeld, sowie die Lieferung der hierzu erforderlichen rb. 300 cbm Pflastersteine 2. Sorte aus Basalt ober Grauwacke soll, in zwei Losen geteilt oder auch zusammen, vergeben werben. — Termin am 20. Juni 1900, vormittags 10 Uhr, im Geschäftszimmer ber unterzeichneten Inspektion. Verdingungsunterlagen können baselbst eingesehen, auch gegen postfreie Einsendung von 50 Pfg. von daher bezogen werden. — Zuschlagsfrist 3 Wochen.
Gießen, 11. Ium 1900. 4163
Großh. Eisenbahn-Betriebs-Jnspektion 1.
Verdingung.
Die Ausführung der Arbeiten einschl. Materiallieferung zur Herstellung eines Bahnwärter - Dienstwohngebäudes mit Nebengebäude vor Station Renzendorf in Klm. 66,2 ber Strecke Gießen—Fulba soll ungeteilt vergeben werben. — Termin am 23. Juni b. I., vormittags 10 Uhr, im Geschäftszimmer ber unterzeichneten Inspektion. — Verbingungsunterlagen mit Zeichnungen können baselbst eingesehen, auch gegen postfreie Einsenbung von 3 Mark von daher bezogen werben. Zuschlagsfrist 3 Wochen. 4167
Gießen, 11. Juni 1900.
Großh. Eifenbahn-Betriebs-Jnspektion 1.
Der an ber Liebigstraße, neben betn sogenannten Essiggäßchen liegenbe, zirka 580 qm große Lagerplatz ist zu verpachten. 4175
Gießen, ben 12. Juni 1900.
Großh. (Äsenbahn-Bettiebs-Jnspektion 1.
Kreuz, Ecke der Mäusburg.
Kreuz, Ecke der Mäusburg.
Sofortige Erledigung in eigener Werkstätte.
4069
Vor ben bevorstehenden Sommerreisen empfehlen
wir bringenb, Hausmobiliar und Wertgegenstände gegen
2983
bei
oFuesers Kaffee §
versichern. Die Bedingungen sind liberal und frei von Härten. Q
»u
Prospekte werden auf Wunsch kostenfrei zugesandt. Auskunft erteilt
WLM
Mmm-
Uebhabern
unübertroffen und äußerst preiswert l
weder'» tUSriel- .Cbee
Juwelen, Gold- und Silberwaren.
Reparaturen, Umarbeitungen, Neuanfertigungen, Vergolden, Versilbern.
einer feinen
Tasse Thee empfohlen.
Vorrätig bei: 512
H. F. Nassauer, Neuenweg 15.
Einbruch und Diebstahl b« Aachener und Hünchener Feuer-Versicherungs - Gesellschaft
V Alleinverkauf bei <*
9 Carl F. Müller, ®
ö Ghokotadenhaus V
Giessen Q
Gartensand
bestes Material, stets zu haben.
Anfuhr prompt und billig. 3059
C. Rübsamen,
Lahrrstratze 1L
Anerkannt leistungsfäh. Bezugsquelle für PekiKateffe», Aische, HestAgek, Lumferve«.
Spezialität: Lieferung für Hesellfchafts-Gffe«. 1539
Versandt nach auswärts sehr prompt, da nur 4 Minuten v. d. Bahnhöfen u. Hauptpostamt
Kaffee Thee Cacao Chocolade
Biskuits etc«
kauft 8601
jede Hausfrau
preiswert Xa\
Carl F. Müller,
ßhocotadeuhaus
Giessen
Kreujplah 15. Kahnhosstr. 23.
Coupon-Policen für Haushaltungen bis zum Werte von Mk. 10,000 Jahresprämie Mk. 5.— „ 20,000 bto. „ IO —
„ 30,000 bto. „ 15—
Bin täglich vor» 8 biS 9 Uhr vormittags in
Hießen im Gasthaus zum Löwen
zu sprechen. — ZSestelluuge« können zu jebet Zeit baselbst abgegeben werden. Wellerbeförberung erfolgt sofort.
Auswärtige Touren werben von Gießen aus berechnet.
^«ng-HSns, im Juni 1900.__ 3879
__________Dr. Köhler, Mkt. Tierarzt. _
H. Zimmer
Louis Wittich, K-hllhofstriße 27, ftke «-lkeogssse 0 ls- sww«. g
_ DOOOOOOOCXIOOO
Pflichtfeuerwehr
Donnerstag den 14. d. Mts., abends 8»/, Uhr, auf OSwaldSgarteu:
Appell aller allen Mannschaften
sowie derjenigen neuen, denen besondere Ladung zugcht.
Gießen, 8. Juni 1900. 4052
Der Branddirektor: Traber.
vahnbofftr. 59. — Teleph. 66.
" Giessen.
Saison-Neuheiten in fakbisen Serren-Oberhemden, TMißenhkindkll, Rlldfthrerhenidkn, Smnlers, Helren-Unterzengeü bester Qualitäten, empfiehlt 3764
W. Wirsig, Settersweg 10.
Mber'r W (Uirftl-
foMflHreda. VUV6
(garantiert echt chines.) liefert das billigste und beste Getränk der Welt.
Vorrätig bei: 512
Wilh. Haas, Bleichstr. 18.


