Ausgabe 
11.3.1900 Erstes Blatt
 
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Erstes Blatt.

Sonntag den 11. März

1900

Aints- und Anzeigeblatt für den Kreis Gieren

bis

8.

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Telegramme desGießener Anzeiger".

London, 10. März. Aus Ladysmith wird vom

2ME1V.

Liiskunft ertheilt . M. Schulhof, larl Loos.

Isidor Schulhof, Julius Karl, Carl Stern.

Äfle Anzrigen-LermittlungSflellen deS In« und AuSlande» nehmen Anzeigen für den Gießener Anzeig-c rntgrgeiu Zeilenpreis: lokal 12 Pfg., auswärts 20 Pfg.

HrteW»M, Expedition und Druckerei:

-«-»lstraße Nr. 7.

GratisbeilagrN: Gießener Familienblätter, Der hessische Landwirt, Ktäüer für hessische Volkskunde.

Verträge werde man aus politischen und wirtschaftlichen Gründen einen wesentlich verstärkten Schutz der Landwirtschaft schaffen müssen, und da sei es doch taktisch nicht richtig, jetzt, zweieinhalb Jahre vor Abschluß neuer Verträge, ein solches Gesetz zu be­schließen, das die Industrie in so hohem Maße beunruhige. Der Beschluß, den das hohe Haus jetzt fasse, sei von ganz außer­ordentlicher Tragweite und vielleicht von einer Schwerkraft, die viel weiter gehe, als man jetzt denke. Am besten würde man der

Einflusses auf die Buren, teils wegen Mangels an Eifer. Der Kommandant Louis Botha befindet sich mit 6000 Mann bei Glencoe. Man glaubt, daß es dem Präsidenten Krüger nicht gelingen werde, die Freistaatler von der Ueberlegen- heit der Buren über die englischen Streitkräfte zu über­zeugen.

Nezugsprel» vierteljähxl. Ml. 2M monatlich 75 Psß. mit Brmgerlohux durch die Abholestell« vierteljährl. Mt. 1,9(1 monatlich 65 Pfg.

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Adresse für Depeschen: JtKietfttt Kietz««« Fernsprecher Nr. 61.

a«««H>e »» «Ojeigen zu der nachmittag« für de« fcCfa,>« tefl erscheinenden Nummer bis vorm. 10 Uhr. RbdeMSungen spätestens adendS vorher.

haus David

Ul Friedt. David t __ Tarwstadh § und betühmlis ^ereandhanr, lieb bestellte t-Kollektor schm LaiideM \ Tw» ,

* Vom Kriegsschauplatz.

Berlin, 9. März. DerLokal-Anzeiger" meldet aus London: Zu dem Rückzug der Buren bei Osfontein schreibt heute dieTimes": Die Schnelligkeit, mit der die Buren die Tragweite der Robert'schen Umgehungsbewegung erkannten, und dementsprechend ihre Maßnahmen trafen, zwingt zur Bewunderung.

Nach einer Meldung derDaily Mail" ziehen sich die Buren 30 Meilen östlich bei Abrahams Kraalwieder zusammen. Bei Osfontein standen ste in einem weiten halbkreisförmigen Bogen auf den beiden Anhöhen zu beiden Seiten des Modderriver.

Es fällt hier auf, daß in den Meldungen von der Burenseite, nirgends der Name des Generals Joubert genannt wird, man vermutet, daß er der Kom­mandant einer Hauptarmee der Buren ist, deren Standort bisher absichlich geheim gehalten wird.

Demselben Blatte wird aus Brüssel telegraphiert: Dr. Leyds erklärte, er könne den Wert der Nachricht vom Verrat des Burenkommandanten Ferreira nicht schätzen; freilich sei alles möglich. Die Familie Ferreira sei zahlreich vertreten, der betreffende Kommandant war wahrscheinlich ein alter transvaalischer Soldat; er befehligte eine Kaval­lerie Elitetruppe, bezeichnetFerreira-Horse". Er war sehr beliebt und tapfer. Ein Verrat seinerseits würde die Buren besonders schmerzlich berührt haben. Wahrscheinlicher ist deshalb, daß es sich um irgend welchen NamenSvettex des Genannten handelte.

London, 9. März. DieTimes" veröffentlicht folgendes Telegramm aus Lorenzo Marquez: Den amtlichen Be­richten auS Transvaal zufolge sind die BurenKomman- danten Lukas Meier und Schalk Burger in Un­gnade beim Volke gefallen, teils wegen ihres geringen

März berichtet: Die Eisenbahnzüge treffen jeden Tag mit Proviant hier ein, und schaffen die Verwundeten und Kranken nach dem Süden. Die Hitze ist unerträglich, der Staub ungeheuer. Die Gesundheitsbehörden sind mit der Desinfektion der Stadt beschäftigt. Infolgedessen mußte die gesammte Bevölkerung die Stadt räumen. Kavallerie und Infanterie liegt außerhalb der Stadt. Der Feind hat eine starke Stellung bei den Biggersbergen eingenommen. Man hofft, daß die Brücke über den Tugelafluß innerhalb 14 Tagen fertiggestellt sein wird, damit die Eisenbahnzüge den Fluß wieder passieren können.

London, 10. März. Das Kriegsamt gab gestern folgende Meldung aus: Lord Roberts telegraphiert aus Poplars Drift vom 9. März 1 Uhr 10 Min. nachm.: General Clements berichtet, daß er Norwalpont und das angrenzende Gebiet besetzt hat. Sobald seine Genie- und Pioniertruppen ankommen, wird er den Fluß überschreiten.

London, 10. März. Aus Pretoria wird vom 8. März gemeldet: Die Buren telegraphierten nach Bloem­fontein, die Lage bei Norwalpont sei sehr bedenk- l i ch infolge der jüngsten Aenderungen in den Kommando­stellen. Der Kommandant Delarey habe Pretoria am Don­nerstag verlassen, und sei bei seinen Truppen angelangt. Er berichtet, daß die Republikaner geschworen haben, sich zu rächen. Die meisten Freistaatler glauben nicht an die

Besitzer hat er de mzelv

Amtlicher Teil.

Bekanntmacynng.

Der Viehmarkt zu Düendorf a. d. Lda. am L4/d. MtS. kann stattfinden mit der Bedingung:!

" 1. daß Vieh aus Orten, in denen die Maul- und Klauenseuche herrscht, nicht zugelassen wird;

2. alles ankommende Vieh auf den Markt gebracht und daselbst veterinärärztlich untersucht wird;

3. Vieh, welches nicht auf den Markt kommt, den Quarantänebestimmungen unterliegt.

Gießen, den 10. März 1900.

Großherzogliches Kreisamt Gießen.

v. Bechtold.

Uebergabe Cronjes.

London, 10. März. DerTimes" wird aus Lou- renzo Marquez gemeldet, daß der Sohn des russischen Feldmarschalls Gur ko dort eingetroffen und ihm auf seiner Weiterreise nach Pretoria in Koomati Port ein glän­zender Empfang bereitet wurde.

London, 10. März. Der Times-Korrespondent tele­graphiert: Die Buren des Oranje-Freistaates verlangen die Unterwerfung. Der Präsident ist jedoch dazu nicht geneigt. Trotzdem erwartet man, daß die Unterwerfung binnen einer Woche erfolgen werde. Der Unwillen gegen ein weiteres Zusammengehen mit Transvaal ist im Wachsen begriffen. (?)

Berlin, 10. März. Nach einem Telegramm des Berl. L.-A." aus London wird eine Meldung, daß das Warrensche etwa 10 000 Mann starke Korps Befehl erhalten hat, zu der Robertschen Hauptarmee zu stoßen, dahin verstanden, daß kein Versuch gemacht werden soll, die Draakenberge und Biggersberge, welche von den Buren besetzt sind, zu nehmen. Sonst würde man eine Schwächung der Bullerschen Armee nicht gewagt haben.

Paris, 10. März. General Gallifet ist soweit wiederhergestellt, daß er gegen Mitte nächster Woche seine Amtsgeschäfte in vollem Umfange wieder aufnehmen kann.

London, 10. März. Lord Bathurst wurde zum Gouverneur von St. Helena ernannt. Der Transport Cronjes nach St. Helena soll bald erfolgen.

(ßiehener Anzeiger

Heneral-AnMger

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und bemerkt dem Abg. Fischbeck: Wir sind und bleiben unter allen Umständen, wie auch hier heute beschlossen werden möge, begeisterte Anhänger der Flottenvermehrung.

Reichskanzler Für st Hohenlohe weist den ihm vom Abg. v. Wangenheim gemachten Vorwurf, daß er ein gegebenes Versprechen nicht erfüllt habe, als unberechtigt zurück. Sein, des Reichskanzlers, Versprechen sei eben durch Vorlegung dieses Gesetzentwurfes vollständig erfüllt. Redner erklärt sich noch gegen die Kommissionsbeschlüsse.

Abg. Paasche (nl.) hält den § 14 zwar nicht für einwand­frei , die Mehrzahl seiner Freunde würde gern die Frist­bestimmung darüber, wann das Fleischeinfuhrverbot in Kraft treten solle, aus dem Paragraphen herausschaffen und den Termin dafür der Regierung anheimgeben, aber jetzt sei ein diesbezüglicher Antrag doch aussichtslos. Die Mehrheit seiner Freunde werde daher heute für die Kommissionsbeschlüsse stimmen. Eine Minderheit seiner Fraktion stimme gegen den Kommissionsbeschluß betreffend den § 14.

Abg. Steinhauer (frs. Bp.j behält sich sein Votum über die ganze Vorlage bis zur Schlußabstimmung vor.

Nunmehr wird ein Schlußantrag gestellt. Derselbe wird mit 195 gegen 89 Stimmen angenommen. § 1 wird fast ein­stimmig, § 2 mit 209 gegen 75 Stimmen in der Kommissions­fassung angenommen, desgleichen § 14 mit 168 gegen 99 Stimmen, rund zwar ebenfalls in der Kommissionsfassung. Mit der Minorität stimmte der kleinere Teil der Nationalliberalen, vereinzelte vom Zentrum.

Morgen 1 Uhr: Fortsetzung. Kleinere Vorlagen.

Schluß 6 Uhr 45 Minuten.

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Deutscher Reichstag.

163. Sitzung vom 9. März. 1 Uhr.

Der Abgeordnete Reichert-Baden (Ztr.) ist gestorben. Das Haus ehrt sein Andenken in der üblichen Weise. Tagesordnung: Fortsetzung der Beratung des Fleischbeschaugesetzes, 1, 2 und 14.

Abg. P a ch n i k e (srs. Vg.) meint bezüglich der Kommissions- beschltisse, daß das, was Graf Klinckowström alsmittlere Linie" bezeichnet, in Wirklichkeit das äußerste an Kühnheit sei, was von den Agrariern in der letzten Zeit geleistet worden sei; es sei das eine verblüffende Probe dafür, wie weit die Agrarier gehen, obwohl man doch wahrlich in dieser Beziehung einiger­maßen abgehärtet worden sei. Die Voraussetzungen für den § 14, daß nämlich die deutsche Landwirtschaft den Fleischbedarf Deutschlands zu decken vermöge, erkenne niemand in Redners Fraktion als gegeben an. Eine wirkliche Notlage der Landwirt­schaft könne er nicht finden, auch nicht der kleineren Landwirte, der Bauern. Nötig sei nur, daß die Großgrundbesitzer den kleinen Landwirten einen viel größeren Einfluß im Kreise einräumen, als sie es bisher thäten. Würde dieses Gesetz hier beschlossen werden, dann würde bei den Hausfrauen ein gewaltiger Sturm losbrechcn. Fürchteten denn die Herren nicht den Zorn und die Ungnade der deutschen Hausfrauen? (Heiterkeit). Schließlich werde ja auch hier nur die Sozialdemokratie der gewinnende Teil sein. Das möge sich das Zentrum merken, namentlich auch die oberschlesischen Zentrumsabgeordneten. Redner kommt dann auf Amerika zu sprechen, auch darauf, wie man bisher die Flottenvermehrung begründet habe, und fährt dann fort: Aller Augen richten sich auf den Grafen Posadowsky (Heiterkeit), aber dieser zieht es vor, zu schweigen (Heiterkeit). Soll dieses Schweigen etwa eine Kapitulation vor der Rechten in dem Sinne sein, das; sie damit die Flotte durchzusetzen glaubt? Die Re­gierung braucht Ihre Stimmen (nach rechts) nicht so teuer zu erkaufen; denn wenn es mit der amtlichen Wahlbeeinflussung der Landräte aus ist, ist es auch mit Ihnen aus! (Stürmische Unruhe und Gelächter rechte1. Nachdem zwei Jahrzehnte lang Großgrundbesitzerpolitik getrieben worden ist (stürmisches Ge­lächter rechts), ist es Zeit, damit aufzuhören. (Reichskanzler Fürst Hohenlohe betritt den Saal.) Von den Nationalliberalen erwarte ich, daß sie nicht für dieses Gesetz stimmen. Ich bitte um Ablehnung des § 14, bezw. des ganzen Gesetzes. (Lebhaftes Bravo links. Zischen rechts.)

Abg. Graf Kanitz (kons.) legt dar, man müsse bei der Fleischeinfuhr unterscheiden zwischen frischem und anderweitem Fleische. Die ganze Summe, um die es sich hier für Amerika bandle, sei verschwindend klein gegenüber der großen Ueber- bilanz, welche Amerika im Handelsverkehr mit Deutschland habe. Amerika werde viel zu klug sein, um so vorzugehen, wie die Linke es befürchte. .Was die Kommission Vorschläge, das Ein­fuhrverbot, könne er garnicht so unerhört finden.

Staatssekretär Graf Posadowskl; erwidert dem Abg. Pächnickc, daß die Regierung den Zeitpunkt, wo sie antworten wolle, selber wähle und sich nicht vorschreiben lasse. Es handle sich hier um einen Akt der autonomen Gesetzgebung des Reiches (Bravo! rechts). Es handele sich hier nicht um eine internationale Angelegenheit, sondern um einen autonomen Akt der Reichs­gesetzgebung (erneute Bravos rechts). Es handele sich um ein hygienisches Gesetz, um die Gesundheit der Bevölkerung zu schützen (Rufe rechts: Sehr richtig! Heiterkeit links). Man müsse vermeiden, auch nur den Schein zu erwecken, als ob mit diesem Gesetz irgend welche wirtschaftlichen Zwecke verfolgt würden (Rufe rechts: Sehr richtig! Links große Heiterkeit) Auch alle bisherigen Maßnahmen gegenüber der Einfuhr hätten nur das Interesse der Gesundheit im Auge gehabt, nicht die Hebung der Viehzucht. Wenn man prohibitiv vorgehen wolle, so müsse man iwn Beweis erbringen, daß Deutschland erstens die ausländische Ware nicht brauche und zweitens, daß dieselbe gesundheits­schädlich sei. Aber daß Deutschland aus letzterem Grunde alle Einfuhr verbieten müsse, so weit sei selbst die Kommission in richtiger Erkenntnis der Sachlage nicht gegangen, denn sonst hätte sie auch Schmalz und Speck nicht dauernd zulassen dürfen. Wenn es sich um eine Trichinengefahr handele, so werde diese doch durch die Untersuchung an der Grenze beseitigt. Daß zur Zeit der Bedarf Deutschlands an Fleisch gedeckt werden könne, glaube er, Redner, nicht. Er bitte, die Regierungsvorlage wiederherzustellen, weil an maßgebendster Stelle schwere Be­denken gegen die Kommissionsbeschlüsse beständen. Die Freunde der Kommissionsbeschlüsse würden auch taktisch richtig handeln, wmn sie dazu verhelfen würden, die Regierungsvorlage wieder­herzustellen. Bei den Handelsverträgen rverde geprüft werden, inwieweit die landwirtschaftlichen Beschwerden berechtigt seien

sich abstellen ließen. Bei dem Abschluß neuer Handels-

Deutsches Keich.

Berlin, 9. März. Das Kaiserpaar begab sich heute vormittag nach Charlottenburg, um im Mausoleum daselbst einen Kranz niederzulegen. Nachmittags gedachte der Kaiser die königliche Porzellanmanufaktur zu besuchen, um dort die für die Pariser Weltausstellung bestimmten Gegenstände zu besichtigen. Heute abend 10 Uhr 10 Mi­nuten wird der Kaiser sich nach Wilhelmshaven begeben.

In der Budgetkommission des Reichstages wurde heute der auf Antrag des Abg. Richter an die Kommission zurückgewiesene TitelBahnbauten in Ostafrika" beraten. Der Abg. Richter beantragte, die für den Weiterbau der Usambara-Bahn von Korogne nach Mombo geforderten 72 000 Mark zu streichen. Die Beschlußfassung über diesen Antrag wurde bis zur Entscheioung über die für die Zentralbahn geforderte Summe ausgesetzt, und die Be­ratung bis Dienstag vertagt.

Gegen die Beschlüsse der Reichstags-Kommission zum Fleischbeschaugesetz ist für nächsten Montag eine außer­ordentliche Generalversammlung des Vereins zur Wahrung der Interessen der chemischen Industrie Deutschlands nach dem Kaiserhof einberufen worden. Es wird eine Resolution zur Beratung gelangen, die das Zustandekommen des Fleischbeschaugesetzes in der Kommissionsfassung energisch bekämpfen soll.

Im Abgeordnetenhause wurden heute folgende Ka­pitel des Kultus-Etats erledigt: Evangelischer Oberkirchen­rat, evangelisches Konsistorium, Provinzial - Schul - Kol­legium. Morgen Weiterberatung.

Nr. 59

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Sache dienen, wenn man noch ein par Jahre sich gedulde, zur Neugestaltung unserer handelspolitischen Beziehungen.

Abg. Fischbeck (frs. Vp.) weist unter großer Unruhe des Hauses auf den großen Widerspruch in den Kommissionsbeschlüssen hin und führt dann weiter aus, dies hier sei die erste Rechnung, die die Agrarier für die Flotte präsentierten, die zweite Rech­nung komme bei den Handelsverträgen. Die Agrarier hätten eventuell mit Ablehnung der Flottenvorlage gedroht. Das sei die schlimmste Art der Erpressung (große Unruhe rechts).

Abg. v. Wangenheim (Bd. d. Landw.) erklärt, seine Freunde seien nicht in der Lage, der Regierung irgend welche Vollmachten zu erteilen, damit hätten sie bereits zu schlechte Erfahrungen gemacht. Die Regierung habe sich einschüchtern lassen durch das Gebrüll der liberalen und sozialdemokratischen Presse. Erreicht werde damit gegen die Sozialdemokratie doch nichts, vielmehr würden die kleinen Leute auf dem Lande nur noch mehr der Sozialdemokratie anheimfallen. Wolle die Re- aicrung wirklich hier wieder stoppen und vor den Sozialdemokraten kapitulieren?

Hamburger Senator Dr. B u r ch a r d bittet dringend im Interesse von Handel und Industrie und Rhederei, die Kom­missionsbeschlüsse zum § 14 ablehnen zu wollen. Redner wendet sich dann gegen die gestrigen Ausführungen des Abg., Viel­haben über die großen Hamburgischen Seefahrtsgesellschaften