Schlächtermeisters und Stadtverordneten Hoffmann, leb- hasten Umgang gepflogen. Er hatte die jungen Mädchen in der Tanzstunde kennen gelernt und war bei ihnen als angenehmer Gesellschafter wohl gelitten. Fräulein Meta Caspari ist es nun aber gelungen, einen Alibibeweis .zu erbringen. Sie war an jenem Tage bei ihrem Oheim in dem drei Meilen von Könitz entfernten Dorfe Groß- Konarczyn zum Besuch.
Der Angeklagte Speisiger hatte außerdem beschworen, daß er den Schlächter Moritz Lewy mit Winter und noch zwei jungen Leuten im Gespräch gesehen habe, während Lewy unter seinem Eide jede Bekanntschaft mit Winter in Abrede gestellt hat. Da sich Speisiger, dem Vernehmen nach, bei seinen späteren Vernehmungen auch in Widerspruch zu seiner eidlichen Aussage gesetzt hat, so wurde er in Haft genommen, und es ist jetzt gegen ihn Anklage wegen wissentlichen Meineids erhoben worden. Die Anklage kommt vor der Strafkammer und nicht vor Len Geschworenen zur Aburteilung, da der Angeklagte noch nicht 18 Jahre alt ist. Die Verteidigung führt Rechtsanwalt Hunrath von hier. Unter den geladenen Zeugen, deren Zahl 40 beträgt, befinden sich u. a. Fräulein Tuchler, Fräulein Meta Caspari, Moritz Lewy und verschiedene jüdische Geschäftsleute. Die Verteidigung will, wie verlautet, einen umfangreichen Entlastungsbeweis antreten. Auf die Vernehmung von Moritz Lewy ist man sehr gespannt.
Die z w e i t e M e i n e i d s s a ch e nimmt am 24. Oktober ihren Anfang und richtet sich gegen vier Personen: die Arbeiter Maslow'schen Eheleute, die Aufwärterin Roß und eine Frau Berg, die beiden letzteren die Schwiegermutter bezw. Schwägerin Maslows. Auch dieser Fall steht im engen Zusammenhänge mit den gegen Moritz Lewy Und dessen Bruder Albert in Umlauf gesetzten Gerüchten.
Unter ungeheuerem Andrange des Publikums nahmen die auf zwei Tage berechneten Verhandlungen gegen Speisiger ihren Anfang. Den Vorsitz rm Gerichtshöfe führt Landgerichtsdirektor Schwedowitz. Der Angeklagte ist ein für sein jugendliches Alter großer und kräftiger junger Mann von nicht sehr intelligentem ueußern. i Es sind 45 Zeugen geladen, darunter der Bürgermeister Deditius von Könitz, Bäckermeister Lange, bei welchem der ermordete Gymnasiast Winter in Pension war der Kriminalkommissar Wehn-Berlin, Schneidermeister Plath, gegen den sich seinerzeit auch ein Verdacht richtete, die Tochter Anna des Fleischermeisters Hoffmann, Selma Tuchler, die auch mit Winter in Verkehr gestanden haben soll, desgleichen Meta Caspari, Moritz und Adolf Lewy, die Söhne des Schlächtermeisters Lewy, und schließlich mehrere Gymnasiasten, Präparanden und Lehrer. Als Sachverständiger ist Sanitätsrat Müller anwesend.
. , . ^er Angeklagte wird des wissentlichen Meineides in drei Fällen beschuldigt. Speisiger, der gegenwärtig rm 11. Lebensjahre steht, ist in Bischofsburg gehören. Er habe nach genossenem Schulunterricht die Präparanden- anstalt in Könitz besucht und hier Winter kennen gelernt. ~ /^.gestern abend waren 25 Zeugen vernommen, die Verhandlungen werden darauf kurz vor 8 Uhr abends abgebrochen. Der Präsident schlägt vor, morgen früh zunächst über die geschlechtlichen Beziehungen Ernst Winters in nichtöffentlicher Sitzung zu verhandeln. Staatsanwalt nnd Verteidiger schlossen sich! dem an. Das Gericht beschloß, über die,e Punkte morgen früh in nichtöffentlicher Sitzung zu verhandeln, sowie den Zeugen Barbiergehilfen Reinhold Hillenberg vorführen zu lassen, ferner den Sekundaner Hans O p p e l aus Danzig zu laden.
Zu Beginn der heutigen Sitzung wurde die Öffentlichkeit bis auf weiteres ausgeschlossen.
Wie die „Franks. Ztg." meldet, ist S P e i s i g e r f r e i - gesprochen worden.
Vermischtes.
Heidelberg, 7. Oktober. Heute abend 6i/2 Uhr stieß der ÄurSzug 126a, von Neckargemünd kommend, auf den vor der Station Karlsthor haltenden, dicht besetzten Lokalzug, von dem die letzten Wagen zertrümmert wurden. Neun Personen sind getötet, 20 schwer und viele leichter verletzt. Unter den Toten befinden sich Fräulein Busch von hier, Julie Munter-Mannheim, Hassel von hier. Schwerverletzt sind Dr. Vendiger-Halle, Dr. und Frau Hauer-Mannheim, Dr. Virn hab er- Mannheim, Frau Sch ule-Wiesbaden, Frau Medizinalrat Walter-
Mannheim und R u tz e l - Wien. Eisenbahnassistent Weibert vom Karlsthor, der irrtümlich die Bahn freigegeben hatte, wurde verhaftet.__________________
Universität und Hochschule.
— Gestern trat Professor Dr. Rudolf Haym in Halle, einer der letzten noch lebenden Mitglieder der Frankfurter Nationalversammlung, der Begründer der Preußischen Jahrbücher, in sein achtzigstes Lebensjahr. Wie die Nationalzeitung mitteilt, erfüllt Professor Haym noch mit großer Rüstigkeit die Pflichten seines Lehramtes ^Philosophie und neuere deutsche Litteraturgeschichte), nachdem er vor kurzem, am 29. Juni, sein fünfzigjähriges Dozentenjubiläum gefeiert. — Wie aus Halle berichtet wird, folgt der a. o. Profeffor der angewandten Mathematik und Maschinenkunde an der dortigen Universität Dr. Lorenz einem Rufe des physikalisch-technischen Instituts der Universität Göttingen. — Bei der medizinischen Fakultät der Berliner Universität treten mit Beginn des nächsten Halbjahres zwei neue Lehranstalten ins Leben, eine für Heilgymnastik und eine zweite für Massage. Die Leitung der ersteren übernimmt Dr. Gustav Schütz, der jetzige Leiter des mediko mechanischen Instituts im Architektenhause; an die Spitze der letzteren tritt Professor Dr. Zabludowski. — An der Universität Kiel hat sich Dr. P. Sick auf Grund einer Schrift über den „Erreger der Strahlenpilzkrankheit" als Privatdozent in der medi- zinischen Fakultät habilitiert.
Sport, Spiel, Jagd.
-81. GieFrn, 8. Oktober. Das Herbst-Rad-Rennen auf der Rennbahn an der Hardt am gestrigen Sonntag hatte folgendes Ergebnis:
1. Erösfnungsfahren (zwei Vorläufe) über 2000 Steter. Em- scheidungslauf: Karl Duill-Gießen 2,544/6, 2. Erich Möder - Frankfurt a. M. 2,56, 3. Luigi Corrato-Turin 2,56</s 1. Preis eine Wanddekoration mit Uhr, 2. Preis ein Trinkhorn mit Silberbeschlag. 3. Preis ein Schreibzeug in Altsilber.
2. Fahren um die Meisterschaft von Oberhessen. 2000 Meter: 1. Karl Duill-Gießen 4,16V5, 2. Adolf Heilfron Gießen 4,17, 3. Wilh. Goerz-Gießen 4,17Vs- 1. Preis eine silbervergoldete Medaille und Meisterschaftsdiplom, 2. Preis eine silberne Medaille, 3. Preis eine versilberte Medaille.
3. Match zwischen Radfahrer und Läufer über 400 Meter. (Läufer hat 200 Meter Vorgabe). Ergebnis: Wilhelm Goertz-Gießen (Fahrer) 28, Burow (Läufer) 30. — Ehrengabe ein Briefbeschwerer in ©Uber.
4. Hauptfahren über 10 [Kilometer. 1. Erich Möder - Frankfurt a. M. 13,3, 2. Luigi Cerrato-Turin 14, 3. Andr. Gräf- Frankfurt a. M. 14,15. 1. Preis ein Weinservice in Altsilber, 2. Preis ein Patentlederkoffer, 3. Preis ein Tafelaufsatz.
5. Der Match zwischen Radfahrer und Reiter fiel aus; an seine Stelle trat ein Match zwischen Radfahrer und Läufer. 1. Link (Läufer) 30, 2. Heilfron (Fahrer) 31.
6. Tandem-Vorgabe-Fahren über 2800 Meter. 1. Wilh. Pagel.Bockenheim und Max Link-Frankfurt 3,39, 2. Andreas Gräf-Frankfurt und Erich Möder - Frankfurt 3,44, 3. Karl Duill-Gießen und Wilh. Goertz-Gießen 3,44i/5. 1. Preis zwei Fruchtschalen, 2. Preis zwei Reliefs vom Niederwald, 3. Preis zwei Prachtbände.
O Gießen, 8. Oktober. Auf der jüngst in Frankfurt a. M. stattgehabten Hunde-Ausstellung erhielt der Weinhändler August Schwan auf sein Paar rauhhaarige Rattenpinscher wiederum bei sehr starker Konkurrenz fünf erste und einen Ehrenpreis. Herr Schwan, der Mitglied des Vereins Hundesport-Gießen ist, hat auch hier wieder, wie seinerzeit bei der Erfurter Spezial-Pinscher-Ausstellung, mit seinen Tieren hervorragend abgeschnitten.
Genchtssaal.
Darmstadt, 6. Oktober. Vor dem hiesigen Schwurgericht wurden heute die Falschmünzer Gebrüder Johann und Heinrich Mann von hier, welche im verfloffenen Jahre ganze Partieen falscher Zweimarkstücke aus Zinn anfertigten und verbreiteten, zu drei Jahren Zuchthaus und Aberkennung der bürgerlichen Ehrenrechte verurteilt. Der Mitangeklagte Kreßler aus Bruchsal erhielt wegen Bechilfe 2% Jahre und die Elise. Mann geb. Naas, Frau des Johann Maun, welche Zinnteller kaufte, die zur Fabrikation verwendet wurden, vier Monate Gefängnis.
Marbneg, 5. Oktober. Ein hiesiger D i e N st m a N N hatte bei Gelegenheit der Durchreise der K a i s e r i n am hiesigen Bahnhof über sie verletzende Aeußerungen gethan. Er wurde deshalb von der Strafkammer heute zu sechs Monaten Gefängnis verurteilt.
Berlin, 6. Oktober. In dem Prozeß Wendland wurde gestern das Urteil gefällt. S o e ck n i ck wurde freigesprochen und W e n d l a n d wegen Vergehens gegen das Aktiengesetz in zwei Fällen zu 6 Monaten Gefängnis und Mk. 1500 Geldstrafe eventl. noch 150 Tage Gefängnis verurteilt. Drei Monate wurden auf dieaUNntersuchungshaft angerechnet und dem Angeklagten die Ehrenrechte
Berlin, 6. Oktober. Für die zweite Auslage des Harmlosen- Prozesses sind nunmehr die Vorladungen ergangen. Danach werden die Verhandlungen vor der 4. Strafkammer am 19. November beginnen. Den Vorsitz wird diesmal Landgerichtsdirektor Oppermann führen, die Anklage wiederum vom Ersten Staatsanwalt Jsenbiel vertreten werden. Den drei Angeklagten v. Kayser, v. Kröcher und v. Schachtmeyer werden wiederum Justizrat Dr. Sello und Rechtsanwalt Dr. Schachtel, Dr. Schwindt und Pincus I., dem als Angeklagter neu hinzugetretenen Rentier Wolf Rechtsanwalt Wronker zur Seite stehen. Von der Staats
anwalt sind bis jetzt über 40 Zeugen geladen worden, es wird aber' seine Schwierigkeiten haben, diese noch einmal zum Termin hierher zusammen zu bringen. Auch seitens der Verteidiger wird noch eine große Zahl Entlastungszeugen vorgeladen werden, dennoch wird gehofft, daß die Verhandlung diesmal weniger Zeit in Anspruch nehmen wird, als das erste Mal, weil diesmal von vornherein die Beschuldigung deS Betruges in Wegfall gekommen und die Anklage auf gewerbsmäßige- Glücksspiel beschränkt ist. Es bestehen noch immer Zweifel, ob der Ste geklagte v. Kröcher zum Termin erscheinen wird.________________
Kriefkasten der Redaktion.
Sch. in W. Der Marktbericht vom Samstag den 6. Oktober befindet sich im 4. Blatt auf der 3. Seite. — Wenn die Sonntags- Nummer auch mit ihren 18 Seilen recht umfangreich war, so dürfte der Sonntag doch Zeit genug bieten, das ganze Blatt aufmerksam durch- zulesen. _________________________________________________________________________
Neueste Meldungen.
53 er Ein, 8. Oktober. Minister v. Miquel hat sich gestern nach Hubertusstock begeben, um dem Kaiser Vortrag über die allgemeine Finanzlage des Reiches und über die Jntensionen wegen der künftigen Deckung der Geldbedürfnisse des Reiches zu halten. Nach derselben! Quelle sind in den nächsten Tagen günstige Entscheidungen in Bezug auf die Vorbereitungen der gesetzgeberischen Arbeiten für den Bundesrat und den Reichstag zu erwarten. In erster Reihe gelte dies für die Revision des Zolltarifes. Mit diesen Fragen dürfte sich eine Konferenz befaßt haben, die am Samstag vormittag im Reichsamt des Innern stattgefunden hat und an der die maßgebenden Ressortchefs des Reiches und Preußens teilnahmen.
Frankfurt a. M., 8. Oktober. Eines ungemein starken Besuches hatte sich der gestern abend veranstaltete erste Volks-Unter Haltungsabend in dieser Saison zu erfreuen. Der große Saal des Saalbaues war bis auf das letzte Plätzchen gefüllt, ein weiterer Beweis, wie sehr sich diese Veranstaltungen hier bereits eingebürgert haben und wie sehr Bedürfnis waren. Die Darbietungen der Mitwirkenden fanden großen Beifall.
London, 8. Oktober. Der Ausgang der englischen Wahlen ist andauernd für die Imperialisten günstig. Dieselben haben bis jetzt eine Majorität von 150 Stimmen.
London, 8. Oktober. Die heutigen Morgenblätter berichten, daß die hiesigen Behörden strenge Vorsichtsmaßregeln zur Verhütung der Einschleppung der Pest in London getroffen haben.
Paris, 8.Oktober. Präsident Loubet nahm gestern, was allgemein auffiel, an dem Pferderennen um den großen Preis des Gemeinderats nicht teil.
Paris, 8. Oktober. Präsident Loubet hat eine Erbschaft von einer Million Francs gemacht, die indeffen seinen Kindern zuzuwenden ist. Es handelt sich um ein Legat des früheren Senators Perret, der mit Loubet, als dieser noch Advokat war, befreundet war.
Paris, 8. Oktober. Am 15. ds. findet ein großes Bankett statt, an dem 1600 Angestellte und Arbeiter der Ausstellung teilnehmen werden. Auch der Handelsminister Millerand wird demselben beiwohnen.
Paris, 8. Oktober. In der Vorstadt Rueil fand Samstag abend eine große Schlägerei anläßlich einer Sozialisten-Versammlung statt. Der Pariser nationalistische Gemeinderat Barillier, welcher in dem bekannten Hoch-- verrats-Prozeß vor dem Senat als Angeklagter erschienen, aber freigesprochen worden war, wurde mit Stockhieben niedergeschlagen und mußte, schwer verwundet, aus dem Lokale getragen werden.
Newyork, 8. Oktober. Eine Feuersbrunst zerstörte gestern Abend die Quais der transatlantischen Gesellschaft. Der Schad n wird auf 100,000 Dollars geschätzt.
TeBephonisch^r Kursbericht«
Frankfurt, den 8. Oktober.
31/» % Reichsanleihe
3 o/o do
3i/i r/o Konsole . .
3 o/o do . .
SVi °/o Hessen . .
5 n/3 Ital en. Rente .
Kreditaktien . .
93.65
85.50
91.50
93.90
Dresdener Bank . . Berliner Hendelsges. Oesterr. Staatsbahn
. 85.40 Diskonto-Kommandit
. 93.80 Darmstädter Bank .
40/0 Griech. Monop.-Anl
3 % Portugiesen . .
3 °/o Mexikaner . . .
4*/a % Chinesen . . .
42.— Gotthardbahn
24.10 Laurahütte
. 26.— Bochum
. 76.40 Harpener . Tendenz: schwach.
. 202.— . 171.— . 129.30 . 143.40 . 142.80 . 139.70 . 139.50 . 192.50 . 170.— . 179.—
6641
Gießen, den 6. Oktober 1900.
Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen.
I. V.: Wolff.
Bekanntmachung.
durch £ bring.« wir hi°,
Fortbildungsschule
Montag den 15. Oktober l. I., im Ttadtkuabeusckulbanse an der Nordanlage beginnt und von genanntem Tage an wöchentlich zweimal abgehalten wird.
Zum Brsuche derselben find alle Knaben verpflichtet, welche während der letzten drei Jahre aus der Volksschule entlaffen wurden und sich hier aushalten.
Der Unterricht findet von 3 bis 5 Uhr nachmittags, bezw. von 5 bis 7 abends statt.
Es haben sich einzufinden:
Montag den 15. Oktober, nachmittags S Uhr: Alle schul- pflichtigen Kaufleute, soweit dieselben nicht die kaufmännische Fachschule besuchen, Schreiber, Schristsetzer, Buchbinder, Geometer, Photographen,
BetmmtmachrLng.
1 ?A"woch den io. Oktober, nachmittags 3 Uhr, sollen » 58 Partien alte Hölzer, lellmeife zu Werkholz
«ine Partie altes Gußeisen öffentlich meistbietend versteigert werden.
Graveure, Lithographen, Friseure, Sattler, Schneider, Kellner, Ausläufer, Gärtner, Bäcker.
Montag den 15. Oktober, nachmittags 5 Uhr: Alle schulpflichtigen Maurer, Steinhauer, Zimmerleute, Dachdecker, Spengler, Schlosser, Schreiner. Glaser, Weißbinder, Lackierer, Tapezierer, Mechaniker und alle sonstigen Bauhandwerker.
Dienstag den 16. Oktober, nachmittags 5 Uhr: Alle schulpflichtigen Schuhmacher, Wagner, Schmiede, Fabrikarbeiter und alle übrigen Schulpflichtigen.
Unter Hinweis auf Art. 25 des Volksschulgesetzes, wonach Lehr« Herren, Dienstherren und Arbeitgeber ihren Lehrlingen, Dienern und Arbeitern die zum Besuche drr Fortbildungsschule nötige Zeit bei Meldung polizeilicher Strafen einzuräumen haben, ersuchen wir die Genannten, sowie die beteiligten Eltern, Vormünder rc., den Schulpflichtigen von vorstehender Bekanntmachung rechtzeitig Kenntnis geben zu wollen.
Gießen, den 6. Oktober 1900. 6635
Für den Schul-Vorstand:
Wolff, Hahn, Fuhr, Beigeordneter. Oberlehrer.
Ukm Kerlim Hollmöpft
pro Stück 8 Pfg., 100 Stück 7 Mark.
Ruff. Sardine«, fst. Marinat, Bi-marckheringe in kleinen Dosen, Holl. Bollheringe, Marinierte Heringe, Sardellen empfiehlt 6643
E Dort, Wallthorstraße 45.
Fst. Gothaer Cervelatwurst
Echte Frankfurter Würstel
in feinster Qualität
«Mi_____________ 8. Kalkhof.
S Wagen Mist
zu verkaufen.
04281 Dierstraße 7.
Soeben eingetroffen:
Berliner Rollmöpse Bismarck-Heringe Marinierte Heringe Russ. Kronsardinen Sardinen in Oel
Sardellen 6632
alles in feinst, neuer Ware L. Kalkhof.
Vermietungen
Dammstratze 12 kleines Logis zu ver- mieten. Näheres Damrnstratze 28.
6644] Durch Versetzung des Herrn Dr. Neßling ist die Parterre-Wohnung, (5 Zimmer, Veranda, Bade» und Gaseinrichtung), alsbald anderweit zu vermieten. Carl Wenzel, Stephanstraße 13.
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