Ausgabe 
3.10.1900 Zweites Blatt
 
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-Schädeln, ausgestopften Säugetieren und Vögeln wurden mit der emporgeschleuderten Decke und dem Mosaikfuß^ Loden hochgehoben und stürzten mit ihr in den Keller hinab. Dort liegen nun im wirren Durcheinander Mauer­trümmer, Glasscherben und die zerschmetterten Gerippe A. s. w., und eine Sammlung von 'Miniaturmodellen land­wirtschaftlicher Geräte Pller Völker. Auschs in den ßNuseums- räumen im ersten Stock und den hier gelegenen Labora­torien und Hörsälen ist die Verwüstung wahrzunehmen. Instrumente und dergleichen wurden von Tischen und Wänden herabgeschleudert. Wie hoch der Schaden ist, läßt sich noch nicht übersehen; bei der Sammlung ist er über­haupt nicht zu schätzen. Am Haupteingange an per Jn- validenstraße hat der Luftdruck die,schwere Sandstein-Ein­fassung herausgedrängt. Zwölf Zentner schwere Sandsteinblöcke wurden hochgehoben und fielen zertrümmert wieder herab. Eiserne Thüren, die im Innern verschiedene Räume abschlossen, wurden gesprengt und zum Teil verbogen. Die Hochschule wurde, nachdem die Feuerwehr mit den Löscharbeiten fertig war, .abgesperrt und ist es auch jetzt noch. Große Menschenmengen be­lagern sie fortwährend, um sich die Verwüstungen ianzu- fehen.

Vermischtes.

* B e r l i n, 1. Oktober. Der HerzogderAbruzzen äußerte bei der Durchreise nach Norwegen gestern in Kopenhagen, er werde mit 'Nansen verhandeln und ein neues Schiff für die nächste P o l ar exp e d itio n taufen, die im Frühjahr stattfinden soll.

* Berlin, 1. Oktober. Die Gesellschaft m. b. H. Papiereinkaufs stelle des Vereins deut­scher Zeitungsverleger" hielt im HotelKaiser­hof" eine aus Berlin, Hannover, Osnabrück, Frankfurt a. d. Oder, Graudenz, Königsberg i. Pr., Altona, Braun- fchweig und anderen Städten zahlreich besuchte General­versammlung ab, in der der Syndikus der Gesellschaft, Direktor Lehmann, über die bisherige Thätigkeit der Ein­kaufsstelle und die gegenwärtige Lage auf dem Papier­markte eingehend berichtete. Bezüglich des Neu­baues von vier großen Papierfabriken und, Des Umbaues resp. der Erweiterung zweier bereits be­stehender Fabriken sind bereits die einleitenden Schritte geschehen. Die Versammlung war einstimmig der Ansicht, daß nur durch den Bau neuer Papierfabriken den jetzigen unhaltbaren Verhältnissen entgegengetreten werden könne und beauftragte ipen Syndikus, die rwch weiter bestehenden, resp. noch auftauchenden Bauprojekte nach Möglichkeit durch Rat und That zu fördern. Große finanzielle Unter­stützungen wurden in Aussicht gestellt. Eine Anzahl Ge­meinden haben unentgeltlich Grundstücke für den Bau von Fabriken zur Verfügung gestellt und Steuererleich­terungen versprochen. Da mehrere hundert Zeitungen die Deckung ihres Papierbedarfs bei der Einkaufsstelle an­gemeldet haben, so ist der Syndikus in der Lage, neuen Fabriken durch Ueberweisung von Massen-Aufträgen lohnende Beschäftigung zu sichern.

* Berlin, 1. Oktober. DasSchicksal desMaub- mörders Gönczi scheint nunmehr besiegelt zu sein. Denn gestern wurde demselben der Beschluß des Strafsenats des Kammergerichts vom 24. September d. I., durch welchen die von dem Verteidiger in dem Wiederaufnahmeverfahren eingelegte Beschwerde als un­begründet zurückgewiesen ist, zugestellt. Von den in dem erneuten Anträge unter Beweis gestellten neuen Thatsachen dürften folgende von allgemeinem Interesse sein: Es ist nämlich gelungen, den bei der Flucht von pem Gönczischen Ehepaar .in Brüssel genommenen Aufenthalt zu er­mitteln, und zwar in dem 5)ause Rue Jourdan 121, einem der Polizeibehörde als Verbrecheraufenthalt bekannten Orte. Der dafür angebotene Beweis, daß der vielgenannte Loewy die gedachte Wohnung für Gönczi gemietet habe, wurde nicht als solcher über eine neue Thatsache, sondern als zum Zwecke der Anstellung von Ermittelungen er­achtet. Aus demselben Grunde wurde die Vernehmung der Zeugen, welche über den Aufenthaltsort des Loewy Auskunft geben könnten, als einflußlos für die beantragte Wiederaufnahme erachtet. Auch einem Schreiben des ver­meintlichen Loewy in Brüssel, welches nach der Haupt­verhandlung an Die Adresse Gönczis eingegangen ist, wird kein Gewicht beigelegt, weil aus der Unterschrift keines­wegs folgt, daß er von der Person gleichen Namens ge­schrieben ist. Frau Gönczi befindet sich immer noch im hiesigen St. Hedwigs-Mankenhause. Für das Interesse des Publikums an dem Gönczi-Prozeß spricht n. ja. die Thatsache, daß bei per Staatsanwaltschaft bereits über 200 Gesuche um Bewilligung von Eintrittskarten zur er­warteten Hinrichtung des Raubmörders eingegangen sind.

* Berlin, 1. Oktober. Zum Millionendiebstahl in der Villa Wrede wird gemeldet: Kriminalkommissar von Bäkmann, dem polizeilicherseits die Untersuchung in dieser Sache übertragen wurde, stellte fest, daß Dr. Wrede im März einen Diener entlassen hatte, der wiederholt un­treu gewesen war. Auf unerklärliche Weise waren auch dem Dr. Wrede aus seinem gut verschlossenen Pult und Koffer Geldbeträge bis zu 1000 Mk. verschwunden; da er aber immer an die Möglichkeit von Irrtümern glaubte, machte er keine Anzeige bei der Polizei. Die Diebstähle waren ihm unheimlich und er entließ am 1. März den ver­

dächtigen Diener. Jetzt ist nun sestgestellt, daß dieser Diener, Hermann Buß, vor Jahren bereits einen ähnlichen Einbruch begangen hat und deshalb mit Zuchthaus und außerdem mit Gefängnis vorbestraft worden ist. Die angestellten Ermitte­lungen der Polizei schafften denn auch sehr starkes Belastungs­material herbei. Einmal wurden in der Wohnung des Buß Nachschlüssel zu dem Hause Tiergartenstraße 8c, sowie 1200 Mark baareS Geld vorgefunden, über dessen Erwerb er unwahre Angaben machte. Sodann wurde sestgestellt, dckß Buß mit dem Portier Heinrich Waldschmidt aus der Viktoriastraße in der fraglichen Nacht in der Nähe des Thatortes gesehen worden ist, obgleich er in der Fennstraße wohnt. Erwiesen ist, daß Buß sich während seiner Dienst­zeit Nachschlüssel angeschafft hatte. Der Fall beweist wieder einmal den Wert von Empfehlungen. Buß, der eine so dunkle Vergangenheit hat, wurde dem Dr. Wrede sehr warm empfohlen, woraufhin dieser ihn für den Vertrauensposten engagierte. Auf die Herbeischaffung der fehlenden Wert­papiere hat Dr. Wrede eine hohe Belohnung ausgesetzt.

* Leipzig, 30. September. Die Stadt Leipzig rüstet sich, die Grundsteinlegung des Völkerschlacht- Denkmals festlich zu begehen. Am 18. Oktober, am Jahrestage des großen Kampfes, der Deutschlands Freiheit begründete, soll in feierlicher Weise vor den Thoren der Stadt in nächster Nähe des Napoleonsteines der Grundstein zu dem gewaltigen Monument gelegt werden, das aus frei­willigen Gaben des deutschen Bürgertums erstehen soll. Der Vorstand desDeutschen Patriotenbundes" hat durch ganz Deutschland hin die Einladungen zur Teilnahme an dem Festakte ergehen lassen, namentlich an alle jene Vereine und Gesellschaften, die durch Beteiligung an den Samm­lungen zur Förderung des Werkes beigetragen. Je mehr solcher Vereine sich durch Deputationen, namentlich Fahnen- Deputationen, an der Feier der Grundsteinlegung beteiligen, um so glänzender wird natürlich der Verlauf des Festaktes werden. Bereits sind aus allen Gegenden Deutschland- Anmeldungen eingelaufen. Erwünscht ist, weitere Meldungen möglichst bald zu bewirken, und zwar an den Vorsitzenden des deutschen Patriotenbundes Architekt Clemens Thieme, Leipzig, Rathausring 11, der über alle Einzelheiten, auch über Wohnungsangelegenheiten, Auskunft erteilt.

* Leipzig, 30. September. (Zeitungspreis- erhöbmng). DieLeipz. Reuest. Nachr.", dasLeipz. Tageblatt" und derLeipz. Stadt- und Dorf-Anzeiger" machen bekannt, daß sie vom 15. Oktober den Anzeigen­preis um 25 Prozent erhöhen, und begründen diese Erhöhung mit der P a p ier p r e i s st e i g e r u n g und der Erhöhung des Postzeitungstarifs.

^Kopenhagen, 1. Oktober. Während eines furcht- baren Orkans auf Island sind 14 Schiffe ge­strandet. Gleichzeitig sind durch ein Erdbeben mehrere Wohnhäuser eingestürzt. Viele Menschen sind utngekommen. Eine ähnliche Katastrophe ist in Island noch nie vorge­kommen.

Sport, Spiet, Jagd.

-h- Gießen, 2. Oktober. Während bisher nur stets zwei Radrennen alljährlich auf hiesigem Sportplätze abgehalten wurden, haben sich in diesem Jahre dasKuratorium" und dieWanderer", G. R.-G., entschlossen, noch eine dritte Veranstaltung am nächsten Sonntag dem 7. Oktober stattfinden zu lassen. Dem Programm entnehmen wir, daß mit Rücksicht auf die vorgerückte Jahreszeit, wo viele Rennfahrer das scharfe und anstrengende Training bereits auf­gegeben haben, nicht vorwiegend auf die Heranziehung der Fahrer aus weiter Ferne Bedacht genommen ist, sondern daß diese« Schluß­rennen vielmehr einen Maßstab für daß Können und daS gegen­seitige Verhältnis der bekannteren Hrrrenfahrer abgeben soll. Es ist deshalb auch mit Genehmigung desVerbandeS deutscher Radrenn­bahnen" in Berlin eine Meisterschaft von Oberhessen aus­geschrieben worden, die nach den Etnschreibungcn heiß umstritten sein wird, und als Beweis dafür, daß auch zu den übrigen Pro­gramm-Nummern von den guten Amateuren die bestbekanntesten gemeldet haben, teilen wir hier schon mit, daß der Gewinner deS Großen Preises von Mainz, Herr Luigi Cerrato-Turin, am nächsten Sonntag bestimmt hier starten wird, ebenso wie der Ge­winner des großen Gutenberg:Preises, Herr Karl Duill-Gteßen, der auch jüngst bei den WeltauSstellungs-Rennen in Paris die deutschen Farben siegreich vertreten hat.

Arbeiterbewegung.

New-Bork, L Oktober. Morgen wird in den Kohlenberg­werken der Anthracit-Gegend eine Mitteilung angeschlagen, daß die 10 Prozent Lohnerhöhung mit dem 1. Oktober in Kraft tritt und daß die Bergwerksbesitzer bereit sind, den Streit an ein Schiedsgericht zu verweisen._____

Handel und Verkehr. Volkswirtschaft.

Vießr«- 2. Oktober. Marktbericht. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Butter ver Pfd. Jt 0.90-1.05, Hühnereier per Sr. 78 4L 2 St. 0000 Enteneier 2 St. 0016 Gänse« eier per St. 0000 Käse 1 St. 58 Käsematte 2 St. 56 Hrbsen per Liter 24 Linsen per Liter 34 Tauben per Pam

JL 0.650.80, Hühner per St. 1.001.40, Hahnen per Stück

JL 0.501.20, Enten per St. «M* 1.802.00, Gänse per Pfund M 0.00-0.00 Ochsenfleisch per Pfd. 6874 X Kuh. und Rindfleisch per Pfd. 6264 A Schweinefleisch per Pfd. 5070 Schweme. fleisch, gesalzen, per Pfd. 74 3), Kalbfleisch per Pfd. 6466 3. Hammelfleisch per Pfd. 50-70 H, Kartoffeln per 100 Kilo 5.00 bi?

6.00 Ji, Weißkraut per St. 0600, Zwiebeln per tttr. M. 5.506 00, Milch per Liter 18 H. Bohnen per Pfund 810

Dauer der Marktzeit von 8 Uhr morgens bis 2 Uhr nach­mittags. Während der ersten drei Stunden der Marktzeit darf im Umherziehen nicht feilgeboten werden.

Gottesdienst in der Synagoge.

Mittwoch den 3. Oktober 1900:

Versöhuuugssest.

Vorabend 6 Uhr Predigt, morgens 7^ Uhr, Predigt 11« uyr, nachmittags Predigt 5 Uhr, SesieSausgaug 6<o Uhr.

N.B. Während der Predigt ist der Eintritt nicht gestattet._____________________________________________________

Neueste Meldungen.

Berlin, 2. Oktober. Trotz der Notiz derNational­zeitung" über den Rücktritt des Generalmajors v. Liebert glaubt diePost" mitteilen zu können, daß die Entschließung in dieser Angelegenheit noch nicht getroffen sei. Liebert selbst äußerte, die Entscheidung über seine weitere Ver­wendung stehe erst nach der Rückkehr des Kaisers nach Berlin zu erwarten.

Frankfurt a. M., 2. Oktober. Die gestrige General­versammlung des Vereins für die Interessen der Frankfurter Fondsbörse beschloß einstimmig, seinen Mitgliedern zu empfehlen, sich nicht in das Börfenregister eintragen zu lassen.

London, 2. Oktober. Die Stellung der verschiedenen Parteien ist nach den bisher bekannten Wahlergeb­nissen folgende: Konservativ 111, Liberale 13, Nationalisten 8. Der Lord Churchhill wurde in Oldhan gegen den liberalen Kandidaten mit 200 Stimmen Majorität gewählt. Chamberlain veröffentlicht einen Aufruf an die englische Wählerschaft, in dem er auf die Interessen Englands hinweist, und die Union, die zwischen den Kolonien und dem Mutterlande herrscht, den Wählern als ein Beispiel vorhält.

Brüffel, 2. Oktober. Die Königin von England hat sich bei den Vermählungsfeierlichkeiten des Prinzen Albrecht durch den Obersten Carrington vertreten lassen. Das offiziöseJournal des Brüxelles" beglück­wünscht den Prinzen Albrecht anläßlich seiner Vermählung mit der Herzogin Elisabeth und stellt fest, daß der Prinz durch sein sympathisches Wesen sich eine große Volkstümlich­keit erworben habe. Das Blatt begrüßt ferner die Herzogin Elisabeth. Das Amtsblatt veröffentlicht verschiedene an­läßlich dieser Vermählung erfolgte Begnadigungen.

Paris, 2. Oktober. Der Austritt des Flusses Tarn und seiner Nebenflüsse verursachte im Departe- mentLozöre furchtbare Verheerungen. Von mehreren Dörfern ist kaum noch eine Spur übrig geblieben. Die Zahl der aufgefuvdenen Toten beträgt bis jetzt dreißig. In Vebron wurde eine aus 7 Mitgliedern bestehende Familie getötet. 10 Zigeuner, die unter einem Brückenbogen über­nachteten, wurden von den Fluten weggerissen.

Lima, 2. Oktober. Hier sind ernste Unruhen aus­gebrochen. Der Finanzminister Lalande wurde beschuldigt, 500000 Frs. unterschlagen zu haben. Das Volk, das ihn zu lynchen versuchte, konnte nur durch Truppen zerstreut werden. Ueber hundert Personen wurden dabei verwundet.

Budapest, 2. Oktober. Der ReichstagSabg. N e m e n g o erklärte in einer vor seinen Wühlern in Szflagyczeh ge­haltenen Rede, daß wegen der heillosen Verwirrung, die in Oesterreich herrsche, Ungarn sich auf die Eventualität vorbereiten müsse, daß Oesterreich die Aufrechterhaltung des gemeinsamen Zollgebietes unmöglich machen werde.

Aus -em Geschäftsieben.

Deutsche Gchreibfeder«!

Der Umsatz darin hat erfreulicherweise weitere Fortschritte gemacht, dank deni Jntereffe vieler Regierungsbehörden und Schulanstalten, welch letztere ihre Zöglinge mit anerkennenswertem Eifer anspornen, sich deut­scher Schreibfedern zu bedienen.

Leider verhalten sich das große Publikum und insbesondere die kaufmännischen Kontore, rühmliche Ausnahmen abgerechnet, gegenüber den Bestrebungen, die englischen Federn durch gleich gute deutsche zu er­setzen noch sehr indifferent, da es sonst nicht möglich wäre, daß immer noch 75 Prozent des deutschen Verbrauches von England gedeckt werden. Von nachteiligem Einfluß hierbei ist ohne Zweifel der Umstand, daß viele von England bezogene Federn den Stempel deutscher Firmen oder andere Benennungen, wie:Bremer Börsenfeder, Deutsche Bankfeder, Po st feder usw." tragen, wodurch das Publikum zu dem Glauben veranlaßt werden muß, es kaufe deutsche Federn, während es in der That englische sind.

Wer gute deutsche Federn probieren will, kaufe die von der be­kannten deutschen Schreibfederfabrik von Brause u. Co., Iserlohn, soeben in den Handel gebrachten Auswahlkästchen, welche in dreierlei Ausgabe und zwar: EF. für dünne Schrift, F. für mittelstarke Schrift, M. für kräftige Schrift erschienen sind und zum Preise von 20 Pfg. das Stück durch die Schreibwarenhandlungen bezogen werden können.

<£oirlan$to,fe>Sammle,Velvets^

V dITDd11 Blusen, Besatz liefern wir direkt am Privat».

, Man verl. Muster unserer großen Auswahl.

MMMvon Elten & Keussen, Krefeld.

Das Scheiden unseres langjährigen, hochverdienten Oberbürgermeisters, des nunmehrigen Präsidenten des Finanzministeriums,

Herrn Gnauth

hat allseitig in der Bürgerschaft das lebhafteste Bedauern hervorgerufen. Dem Danke für die hervorragenden Verdienste, welche sich Herr Gnauth um unfere Stadt erworben, nochmals vor seinem Wegzuge von Gießen Ausdruck zu geben, ist ein Bedürfnis vieler Mitbürger. Es ist zu diesem Behufe am 11. Oktober l. Js., abends 772 Uhr pünktlich, in SteiuS Gaalbau ein einfaches Abendessen in Aussicht genommen; ich beehre mich, auf diesem Wege eine allgemeine Aufforderung Lur Teilnahme an der geplanten Abschiedsfeier ergehen zu lassen.

Anmeldungen werden bis spätestens Gamstag den 6.

I. Mts. aus der Bürgermeisterei Zimmer Nr. 15 und bei Herrn Ernst Balser, Mäusburg 11, entgegen genommen.

Gießen, den 2. Oktober 1900. 6487

Im Namen und Auftrage der Stadtverordneten-Versammlung: Wolff, Beigeordneter.

Bekanntmachung.

Der Termin für die Abgabe von Anmeldungen zum Anschluß au das Leitungsnetz des städtischen Elektrizitätswerkes ist bi« zum 15. Oktober verlängert worden.

Gießen, den 2. Oktober 1900. 6495

Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen.

I. V.: Wolff.

Mkidkvmkkigkrmig.

Mittwoch, den 3. Oktober d. I. werden die Weidennutzmigen an den Böschungen und Seitengräben der Eisen­bahnstrecke Gießen-Hungen in 3 Losen auf 5 Jahre versteigert.

Anfang der Versteigerung vormittags 6Vs Uhr an hem BahnwärlerhauS Nr. 17 bei Hungen; die Bedingungen werden daselbst bekannt gegeben. 6478

Gießen, den 1. Oktober 1900. Großherzogliche Bahnmeisterei VIII.

Bei mir kann gekeltert werden.

Emil Fischbach.