Verhältnissen entsprechen würde Nach der neuen Gebühren- »rdnung würden wesentliche Ermäßigungen nur vorübergehend Platz greifen; denn im allgemeinen würden sich die Pauschalgebühren in den Grenzen von 140 bis 190 Mark bewegen. Eine Ausnahme werden nur die neu errichteten Netze während der ersten Jahre ihres Bestehens bilden, wie denn bei den 140 und 105 Orten, in denen die Gebühren nach den Angaben der Vorlage auf 95 und 80 Mark festzusetzen wären, es sich durchweg um Orte handelt, deren Fernsprechanlagen nur 2 bis 3 Jahre zählten. Für die dauernden Verhältnisse wird man, wenn man den Einfluß der Einzelgebühren berücksichtigt, nach den Berechnungen der „Elektrot. Zeitschr." folgende Pauschalgebühren haben: in Berlin 190 Mark, in Orten mit 5000—20000 Teilnehmern 180 Mk., mit 1000—5000 Teilnehmern 165 Mk. «nd in solchen mit 5—1000 Teilnehmern 140-150 Mark.
Zum Fall Delbrück schreibt die „Tägl. Rundschau": Professor Delbrück ist von dem Disziplinarhof für nichtrichterliche Beamte zu einem Verweise nnd 500 Mark Geldstrafe verurteilt. Wie berichtet wird, hatte der Vertreter der Anklage die strafweise Versetzung in ein anderes Amt von gleichem Range ohne Ersatz der Umzugskosten beantragt. Der Disziplinarhof kam zu der Ansicht, daß die Form der absprechenden Kritik der Ausweisungen aus Nordschleswig die einem Staatsbeamten gezogene Grenze Überschreite. Nach der Lage der Gesetze ist ja formell gegen das Verfahren nichts einzuwenden. Aber nicht zu leugnen ist, daß hierbei der Widersinn deutlich zu Tage tritt, der in der unterschiedslosen Anwendung des Begriffs „Staatsbeamte" auf alle im Solde des Staats stehenden nichtrichterlichen Personen liegt. Daß man überhaupt auf den Gedanken kommen kann, einen Hochschullehrer, der sich vergangen hat, in ein anderes Amt von gleichem Range zu versetzen, würde doch niemand für möglich halten, wenn es nicht eben in dem Disziplinargesetz begründet wäre. Die Verschärfung des Verweises durch eine Geldstrafe deutet darauf hin, daß auch in dem Urteil auf die „Beamten"- Eigenschaft mehr Werth gelegt worden ist, als der Stellung eines Universitätslehrers entspricht, und das ist für die Zukunft unserer Universitäten nicht gerade ein beruhigendes Symptom. Daß wir das ganze Vorgehen, zu dem kein gesetzlicher Zwang vorlag, sondern das aus einem freien Entschluß des Ministeriums hervorgegangen ist, überhaupt ^ür einen politischen Fehler gehalten haben und noch halten, brauchen wir nicht zu wiederholen.
— Noch ein Palästina-Telegramm des Kaisers? Aus Leipzig wird geschrieben: Durch die sächsische Presse geht die Meldung, der Leipziger Pfarrer von Seydewitz (Bruder des sächsischen Kultusministers), habe in einem in Rochlitz gehaltenen Vortrage mitgeteilt, am Tage der Einweihung der Erlöserkirche in Jerusalem sei von Kaiser Wilhelm, wie an die meisten andern deutschen Fürsten, so auch an den König Albert von Sachsen ein Telegramm gerichtet worden. Das letztere habe, wie der Vortragende zu wissen glaube, gelautet: „Du wirst Dich freuen mit Mir, daß Ich heute an heiliger Stätte die Erlöserkirche eingeweiht habe. Mein Glaube ruht allein auf Christo Jesu, welcher ist der Erlöser und Heiland der Welt." König Albert habe geantwortet: „Dein Glaube ist Mein Glaube, denn in Christo ruht auch für Mich das Heil für Zeit und Ewigkeit." — Da an den Depeschenwechsel (den auch der „Reichsbote" mitteilt) bereits konfessionelle und kirchenpolitische Kommentare geknüpft werden, sei darauf hingewiesen, daß Pfarrer v. Seydewitz sich für den Inhalt der Depeschen nicht verbürgt. Er schreibt dem „Rochlitzer Tageblatt", die Wiedergabe der Telegramme habe er mit den Worten eingeleitet: „der Inhalt mag ungefähr so gewesen sein". Ihren Wortlaut kenne er nicht und gelesen habe er sie auch nicht.
M.P.C. Jnnungswesen. Am 1. April d. I. läuft die Frist ab, innerhalb welcher die Innungen ihre Verfassung den Bestimmungen des Gesetzes vom 26. Juli 1897 entsprechend umzugestalten haben. Es wird angenommen, daß mehr freie als Zwangs-Innungen zu stände kommen werden.
Frankfurt a. M., 27. März. Der letzte Volksunt er- haltungs-Abend fand gestern im großen Saale des Saalbaues statt und bot einen würdigen Abschluß der wohl gelungenen Veranstaltungen des Ausschusses zur Volksunter. Haltung. Die vortrefflich ausgeführten Chöre des Neeb'schen Männer-Chors unter Leitung des Herrn Ferdinand Schwarz sanden ebenso großen Beifall wie die gesanglichen Darbietungen des Fräulein Jenny Fischer und des Herrn Adolf Müller. Frau Eißer-Eichenberg, welche nach mehrjähriger Pause wieder vor die Öffentlichkeit trat, erzielte mit ihrer meisterhaften Deklamation stürmischen Beifall. Auch die Gaben des gediegenen Pianisten Herrn Otto Horr und des Fräulein Lydia Stoltze (Tochter des Herrn Adolf Stoltze) wurden lebhaft applaudiert.
Wiesbaden, 27. März. Der König der Belgier ist heute morgen 11 Uhr 40 Min. hier angekommen.
Weimar, 27. März. Gestern vormittag brach in Kranichfeld Feuer aus, welches so bedeutenden Umfang annahm, daß ca. 40 Häuser eingeäschert wurden. Ein Feuerwehrmann, der bei den Löschungsarbeiten verunglückte, ist gestorben.
Hamburg, 27. März. Die Hamburger Polizei entdeckte eine Falschmünzerbande und verhaftete drei Personen. Zahlreiche Formen, Metallvorrat und falsche fertige Ein- und Zweimarkstücke wurden beschlagnahmt. Weitere Verhaftungen stehen bevor.
M P C. Samoa. Bekanntlich ist das deutsche Reich den Vereinigten Staaten von Nordamerika beim Abschlüsse der Samoa-Akte im Jahre 1889 weit über Erwarten entgegengekommen. Nichtsdestoweniger hat sich bei den jüngsten Wirren in Samoa der amerikanische Vertreter dort nur in sehr beschränktem Grade an die damaligen Abmachungen gebunden gefühlt. Deutschland aber besteht darauf, daß an den Stipulationen der Samoa-Akte so lange strickt festge
halten werde, bis die letztere eine Abänderung erfahren habe. Da für Deutschland das Tridominat in Samoa keineswegs einen Zustand darstellt, den man in nationalen und besonders im nationalwirtschaftlichen Interesse, als einen erwünschten geschweige denn als einen fördersamen anzusehen Veranlassung haben könnte, so ist der Verdacht ausgeschlossen, als wolle Deutschland unter allen Umständen gern an der Samoa-Akte festgehalten wissen. Auf der anderen Seite haben es aber die verbündeten Regierungen zu allen Zeiten für unbedingt richtig gehalten, im Verkehr mit anderen Mächten und so insbesondere auch mit denen, die gleichzeitig mit ihnen an einer bestimmten Sache interessiert sind, die bestehenden Verträge zu achten.
Ausland.
Wien, 27. März. Der ungarische Ministerpräsident Szell ist hier eingetroffen. Derselbe wird, dem „Neuen Wiener Tageblatt" zufolge, lediglich einigen Mitgliedern des kaiserlichen Hauses seine Aufwartung machen. Verhandlungen mit der österreichischen Regierung seien nicht in Aussicht genommen.
Arco,27. März. Das Befinden des Erzherzogs Ernst ist andauernd ein unbefriedigendes. Der Patient hat nur wenig Schlaf, leidet an großer Mattigkeit und nimmt nur geringe Nahrung zu sich. Der Puls beträgt 80, die Temperatur 38,01.
Brüssel, 27. März. Die belgische Friedensliga hielt gestern abend ihre Jahres-Versammlung ab. Der Vorsitzende erklärte, er habe eine Cirkularnote an alle Bürgermeister Belgiens abgesandt, um Unterschriften zu sammeln.
Antwerpen, 27. März. Die Sozialdemokraten beschlossen auf ihrem gestrigen Parteitage eine Allianz mit den Liberalen für die kommenden Gemeinde- Wahlen.
Paris, 27. März. „Siecle" fragt heute, ob es wahr sei, daß in dem Kabinettsrat vom 16. März der Kriegsminister erklärt habe, er beabsichtige, den Obersten Paty de Clam zu verhaften, und daß Dupuy sowie der Justizminister sich geweigert hätten, diesem Entschluß zuzustimmen.
Paris, 27. März. Der frühere Kabinettschef des Präsidenten Faure dementiert die Meldung, Faure habe verschiedene Unregelmäßigkeiten im Prozeß Drey- fus gekannt und erklärt weiter, er habe die Papiere des verstorbenen Präsidenten in Ordnung gebracht und dabei einen Artikel des „Cri de Paris" vom 27. Februar 1898 gefunden, in welchem eine Mutmaßung in obigem Sinne ausgesprochen war, und an dessen Rand Präsident Faure die Worte geschrieben habe: Das ist eine Lüge. Das Blatt „Voltaire" versichert heute, es werde morgen eine Erklärung Casimir Periers über die Aeußerungen des Präsidenten Faure bezüglich der Unregelmäßigkeiten im Dreyfus-Prozeß veröffentlichen.
Paris, 27. März. Die Sicherheits-Polizei hat am Samstag abend einen im Dienste Englands stehenden Spion verhaftet. Er ist aus Brüssel und heißt Josef Klaeys. Er steht im Alter von 36 Jahren und ist verheiratet. Er wurde der Sicherheitsbehörde von Cherbourg signalisiert, weil er die ganze Nordküste in Begleitung seiner Gattin bereiste, überall Notizen und Skizzen sowie photographische Aufnahmen der Befestigungswerke machte. Zahlreiches in einem Besitze befindliches Material dieser Art wurde be- chlagnahmt.
Bordeaux, 27. März. Gestern abend wurde ein Boot mit fünf jungen Leuten, welche eine Vergnügungsfahrt auf der Garonne unternahmen, von der Strömung erfaßt und umgeworfen. Sämtliche Insassen des Bootes ertranken.
M.P.C. Norwegen. Der Eisexport ist wiederum in )er Zunahme begriffen und zwar besonders nach Deutschland ;in. Ende letzter Woche gingen von Christiana 4 Eisladungen nach deutschen Häfen. Im ganzen sind im Monat März 32 Schiffe mit Eis von Norwegen abgegangen. Nach Registertons gerechnet betrug die Ausfuhr in der ersten Hälfte des März 40997 t. gegen 28415 t. in der letzten Hälfte des Februar.
M.P.C. Rußland. Folgende auf verschiedenen in- und ausländischen Werften im Bau begriffene Kriegsschiffe sind »urch Verfügung vom 21. Dezember 1898 in die Marineliste mit folgenden Namen ausgenommen: Panzerschiffe: Pobieda, im Bau auf der Baltischen Werst. Retoizan, in Philadelphia auf der Cramp Werft. TserarSvich, im Bau auf der Mittelmeerwerft bei La Seyne in der Nähe von Toulon. Kreuzer: Bayan, in La Seyne bei Toulon. Variag auf der Cramp-Werft in Philadelphia. Bogatyr beim Vulkan in Stettin. Askold bei der Germania-Werft in Kiel. Novik bei Schichau in Elbing. Torpedoboote: Vier zu je 350 t: Kit, Skat, Delphin, Kasatka bei Schichau in Elbing. Som, 350 t, auf Lairds Werft in Birkenhead. Osetr, Kefal und Losos Forel und Sterliad zu je 312 t, in Havre. Gagara, Voron, Filin und Sova auf der Neva- Werft. Transportschiff: Aenisei auf der Baltischen Werft.
Washington, 27. März. Hier herrscht große Besorgnis wegen der Lage auf den Philippinen. Mac Kinley erklärte einem Journalisten, es sei noch gar nichts Bestimmtes beschlossen über die Politik, welche auf den Philippinen befolgt werden soll. Man sieht daraus, daß die Vereinigten Staaten die Philippinen nicht annektieren wollen.
Algier, 27. März. In Bona erstürmten gestern Dreyfus-Anhänger einen Laden, in dessen Schaufenster eine Palme ausgestellt war, welche die Worte trug: Die Antisemiten ihrem verehrten Max Regis. Die Dreifusianer zertrümmerten das Schaufenster, bemächtigten sich der Palme und vernichteten dieselbe.
Afrika. Ein Zunehmen der gereizten Stimmung zwischen Großbritannien und Transvaal ist ganz unverkennbar. Anläßlich der Klage eines Unterhaus-Mitgliedes
über die Behandlung der Ausländer durch die Reaiern des Transvaal erklärte der Kolonialminister Chambers richtig sei, daß Präsident Krüger nach dem Einfall Jameia Versprechungen gemacht habe, und daß bis jetzt ferne einn? erfüllt sei, und daß die Beschwerden eher zugenommen c- abgenommen hätten. Aber eine britische Intervention nur gerechtfertigt, im Falle eines Bruches der Londons Konvention oder einer Verletzung der internationalen Höflj^ keil. Allerdings bilde der gegenwärtige Zustand der Dince so lange er anhalte, eine wirkliche Gefahr. Auch London,- Blätter scheinen von den Reformversprechungeu Krüge:« nicht sehr erbaut zu sein, denn sie urteilten darüber größtem teils sehr abfällig, als durch den Berliner Besuch Rhodu ihm nur vorläufig abgepreßt. — Nun hat am Freitag Rustenburg der Prädent Krüger das Wort zur Antwon genommen. Er bestritt, daß er Versprechungen gegebn habe, welche von ihm nicht erfüllt worden seien, und for, derte Chamberlain auf, das Gegenteil zu beweisen, gfl, Unruhe komme von außen. Die Leute im „Rand- feien mit den Verhältnissen gegenwärtig zufrieden. Was b3f Feinde allein quäle, sei der Wunsch, Transvaal für tzn^ zurückzugewinnen. Wenn Chamberlain in der That ntiüü. habe, was die Blätter melden, so habe er sehr utworfc gehandelt, von ihm, dem Präsidenten, zu reden, bevor er brr Angelegenheit vollständig geprüft habe. Uebrigens erneuern Präsident Krüger die Versprechungen, die er am 17. d.M in Heidelberg betreffs des Dynamitmonopols und der Herab setzung der Naturalisationsfrist von 14 auf 9 Jahre gi: macht hatte, und bemerkte, seine Machtvollkommenheit sei zwar keine vollkommene, er werde aber alles thun, was n seinen Kräften stehe, um den Volksraad zur Votirung bei versprochenen Reformen zu bestimmen. — Am selben Freitai haben nun aber auch die Uitlanders wieder ein Lebenzeiche: von sich gegeben. Es wurde nämlich am genannten Tage dem britischen diplomatischen Agenten in Pretoria, Greene ein von 21,000 britischen Unterthanen in Transvaal unter zeichnetes Bittgesuch an die Königin Viktoria zugestetl, damit er dasselbe an den Oberkommissar der Kapkolonu weitergebe. Das Bittgesuch setzt die Beschwerden der Hit landers im einzelnen auseinander, und sagt, ihre Lage h seit dem Jahre 1895, in welchem Präsident Krüger RefoM - versprochen habe, immer schlechter geworden und sei unerträglich. Durch das direkte Vorgehen der Regierung sei ihnen die Erörterung ihrer Beschwerden unmöglich ge- macht. Daher bitten sie die Königin, ihren Schutz auf sie auszudehnen, eine Untersuchung über ihre Beschwerden zc veranlassen und eine Reform der Mißbräuche herbeizuführen. — Damit bestätigen die Anstifter des Bittgesuches ja doch nur, was Krüger über den Zweck der Umtriebe von briti scher Seite geäußert hat! T. R.
Lokales und Provinzielles.
Gießen, den 28. Mäy 1899.
** Dem Kriegerverein Gießen, der bekanntCäz \xv Jahre sein 25jähriges Stiftungsfest in größerem MMade (Volksfest auf Oswalds Garten u. s. w.) halten will, werde» die Frauen und Jungfrauen eine Fahnenschleife stifte«.
** Ueber Asbest hielt gestern abend Herr Ingenieur Förtsch in der Montagsversammlung der Gießene: freiwilligen Feuerwehr einen Vortrag. Redner schil derte eingehend die Gewinnung des Steines, dessen Der arbeitung und seine mannigfache Verwendung als wirksame Schutzmittel gegen Feuer. Asbest läßt sich zu Papier, Pappe. Dachschiefer, zu Flechtereien und Gespinnsten verarbeiten und bildet, wie bereits erwähnt, in allen Verarbeitung^ arten ein wirksames Schutzmittel gegen Feuer. Es wurdet verschiedene Asbestfabrikate einer starken Stichflamme aus gesetzt und den Anwesenden veranschaulicht, in welcher Br ziehung das Material zu Feuerlöschzwecken steht. Für dal Löschwesen kommen hauptsächlich in Betracht: Asbestpappe Asbestfarben, Asbestschiefer für Bauzwecke, Asbestgewebe fiii Theaterdekorationen, Asbest-Kleider, Seile, Strickleitern Schutzwände, Feuerlöschtücher und Schläuche mit Asbest Umlage. Um Holzgegenständen einen gewissen Grad voi Feuersicherheit zu geben, bedient man sich des Asbestanstriches Die zur Erläuterung des Vorgetragenen dienenden Asbest fabrikate hatte die Firma „Asbest- und Gummiwerke Älfrei Calmon, Aktien -Gesellschaft in Hamburg, Berlin uni London", zur Verfügung gestellt.
"Radsport. Gestern ist Franz Verheyen hier wieder eingetroffen. Derselbe wird gleich nach Ostern feiner» Trainier-Kursus eröffnen. Verhayen beabsichtigt, am^.Apn in der Reichshauptstadt zu starten, und wird zu diesen Zwecke die wenigen Tage vor den Feiertagen benutzen, uv auf dem Sportplätze an der Hardt zu trainieren.
•• Zn Amerika verstorbene Heffen. In New-d°r Friedrich Fink, 69 Jahre alt, aus Worms. — In Loui4 ville, Ky., Frau Hörr, geb. Becker, 62 Jahre alt, av Londorf. — In Baltimore, Md., Friedrich Becf 66 Jahre alt, aus Langenbergheim. — In OkawvilU Jll., Louis Heberer, 55 Jahre alt, aus Dietzenbach. - In Berlin, Ca., John A. Frank, 73 Jahre alt, Hessen-Darmstadt. _
Aus der Zeit für die Zeit.
Vor 217 Jahren, am 29. März 1672, starb zu Sto> Holm der Theosoph Emanuel v. Swedenborg, ein vu* fettiger, durch gründliche Schriften über Mathematik utv Bergkunde ausgezeichneter Gelehrter. Tiefes Forschen noy den Geheimnissen der Natur und innere religiöse Kämpr führten ihn zum Glauben des „Umgangs mit Geistern" V würdigt zu sein. Später fühlte er sich berufen, die „Sire des neuen Jerusalems" zu gründen. — Seine Lehren W, in Schweden, Deutschland, England und Nordamerika vc» breitet. Er wurde am 29. Januar 1688 in Stockho» geboren.
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