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Freitag den 28. Juli
Ortschaft
liegen die
Provinz Oberhessen
im Deutschen Reiche sich
Städte
kommen in den 14
USe Anzeigrn-BermittlungSstellen M 3fn* unfc ÄulleaM nehmen Anreisen für den GiHener Lnzeiger atfCfM.
1753
1801
651
1216
873
323
2000
1951
1498
709 1170
940
1283
1714
1963
1290
1822
1900
850
881
727
1100
902
1401
825
652
1560
800
518
353
3.
4.
5.
6.
7.
8.
Grüningen Allendorf Kirtorf Ortenberg
1800
1568
1518
1439
1400
1350
1340
1310
1179
988
926
899
883
828
781
730
717
716
627
603
464
422
1723 1998 1299
1781
1848
841
859
709
863
1337
849
778
1388
1322
646 1426
792
619
345
1
2
3
4
5
6
7
8
9
10
11
12
13
14
15
16
17
18
19
20
21
22
1
2
3
4
5
6
7
8
9
10
11
12
13
14
15
16
17
18
19
20
21
22
stehender Abstufung:
1. Gießen
2. Bad-Nauheim
ReMeftien, Expedition und Druckerei: Nr. 7.
-9,1
117,7
27,6
11.7
-16,1
hier zunächst nach aufgezählt werden.
1. Gedern
2. Schotten
3. Homberg
4. Nidda
5. Laubach
6. Wenings
Gedern . .
Schotten .
Homberg . Nidda . .
Laubach . .
Wenings .
Asienhetm . Grüningen.
Allendorf .
Kirtorf . .
Ortenberg .
Hungen. - Romrod. .
Ulrichstein .
Gambach . Ntederwetfel Grebenau .
Großen-Ltnde Münzenberg Wölfersheim Staufenberg Ltßberg . .
35,7
28,3
27,6
26,6
25,2
21,4
11,7
— 0,4
1. Schotten
2. Nidda
3. Homberg
4. Hungen
5. Allendorf
6. Romrod
7. Gambach
Gedern . .
Schotten. .
Homberg. .
Nidda. . . Laubach . . Wenings. . Assenbetm . Grüningen. Allendorf . Kirtorf . . Ortenberg . Hungen . . Romrod . . Ulrichstein . Gambach. . Ntederwetfel Grebenau . Großen-Linden Münzenberg WölferShetm Staufenberg Litzberg . ,
Kleinere Ortschaften in den Jahren 1820,1871, 1875, 1890 und 1895.
Hälfte der kleineren Ortschaften in der Provinz Oberheffen während s/e Jahrhundert Rückgänge zu verzeichnen. Da die Uebersicht nicht vollständig ist, sollen für die kleineren Ortschaften die vergleichenden Ergebnisse wegfallen, hingegen nur die Reihenfolge am Schlüsse gegeben werden.__
Friedberg Großen-Linden Hungen Butzbach Alsfeld Büdingen
Ian0«c Anzeige» ,u der nachmittag» für Ine ^«»de» te» erscheinenden Nummer bi» tone. 10 Uhr.
Bevölkerungs-Zunahme bezw. Abnahme (—) auf Hundert vom Jahre 1820 bis zum Jahre
1895
Bon sieben Ortschaften liegen noch weitere Nachrichten vor: In Gedern war das Konsistorium für die gräflich Stolberg-Wernigerode'sche Grafschaft Königstein, inSchotten aab es Tuchfabriken, in Homberg Leineweberelen und Gerbereien, in Nidda Woll-, Leinenzeug-, Strumpf- und Lederfabriken; in der Nähe lag das Salzwerk Salzhausen mit Gradierwerk. In Laubach befand sich wie jetzt die Bibliothek des Grafen von Solms-Laubach; in Hungen hatte die Gesamtjustizkanzlei ihren Sitz, unter welcher die solmsischen Länder standen, in denen der Großherzog von Hessen Landesherr war. In Grebenau gab es Wollenzeug- und Strumpfwebereien. Für 14 Ortschaften sind die Häuserzahlen angegeben; in Bezug auf die Zahl der Hauser entsteht folgende Abstufung:
«drrffe für Depeschen: Anzeiger chtehe». Fernsprecher Nr. 51.
Nr. 175 Zweites Blatt
zrezageprei» vierteljährlich
2 Mark 20 Pf,, monatlich 75 Pfg mit Bringerloh».
Bei Postbezug Mark 50 Pf^ ^erttljährlich
Bei der Zusammenstellung der kleineren Ortschaften in der Provinz Oberhessen kommen 22 Plätze in Betracht, die ' ihrer Einwohnerziffer vom Jahre 1820
-4,8
25,2
-15,0
26,6
35,7
-37,1
-34,3
-44,5
-6,7
-8,7
55,8
— 0,4
9.
10.
11.
Hichmer Anzeiger
Heneral-Anzeiger
Amts- und Anzeigeblatt fiir deu ICtrets Gissten.
Statistische Erhebungen und Berechnungen aus dem Gebiete der Urovinz Hberheffen (1820 bis 1895).
Historisch-statistische Skizzen von Prof. Dr. E. F. Riemann-Leipzig. (Alle Rechte Vorbehalten.)
U,M mit »»»nahm« M Äentag«.
Gießener
Serbe» bem «nyiyr »bchentlich eittmtl Myket
Bon 27 Ortschaften der .r „ _
Eiuwohnerziffern für di- Jahre 1820 und 1895 vor, die prozentualen Zunahmen bezw. Abnahmen folgen tn nach-
Feuilletsn.
Iranziskas Sommerfreuden.
Eine fröhliche Geschichte von Alwin Römer.
(Nachdruck verboten.) (Schluß.)
Merkwürdigerweise wählte Franziska von da ab die Waldpartie nach Riesbeck fast täglich zu ihren Spazierwegen, wenigstens wenn ihr Vater daheim blieb. Offenbar hielt sie für diesen di- Parti- zu anstrengend. Eine liebevolle Tochter war sie ja. Und um männlichen Schutz brauchte sie auch nicht zu bangen; denn der narrischste Zufall von der Welt führte ihr j-d-Smal einen fchonen stattlichen Jäger in den Weg, der sich höchst ritterlich ihrer
Es war nur unrecht von ihr, den Vater nicht nach dieser Seite zu beruhigen, der sich daheim oft genug Sorgen machte, ob ihr die Waldeinsamkeit nicht irgendwie gefährlich werden könne.
Der August beendete sein zweites Drittel und führte damit Franziskas achtzehnten Geburtstag herauf. Mit heimlichem Herzklopfen hatte sie am Vorabend daran gedacht, ob Roderich Weinhold sich aus dem schrecklichen Protokoll her wohl daran erinnern werde, und ein leises Gefühl der Enttäuschung beschlich sie bei der Vorstellung, seinen Glückwunsch entbehren zu müssen.
Am Geburtstagsmorgen weckte sie plötzlich die polternde
Stimme ihres Vaters. _ e
.Himmelschockschwerenot!" knurrte er. „Was haben bie Lenn in aller Morgenfrühe schon zu tuten?"
Franziska fuhr im Bette empor, neb sich tue Augen «nd horchte.
Ein Quartett von Waldhörnern blies, offenbar unter -ihrem Fenster, Mendelsohns süße Weise:
„Ich wollt', meine Liebe ergösse sich - - -'
„Wird sicher der Schützenkönig nebenan wohnen," meinte der Major. „Aber sie blasen nicht übel!"
7« Affenheim
8. "" " '
Während die großen _ immer vergrößern und an Einwohnerzahl zunehmen, hat Die
Zu seinem Entsetzen nahm jedoch in demselben Augenblicke die seiner Taxe nach unversöhnliche Dichterin mit einem so seligen Lächeln den duftenden Strauß in Empfang, daß er eine ganze Weile wie gebannt auf dies überraschende Schauspiel starrte.
Natürlich klärten ihn die beiden schnell genug auf, wie sie schon vorher halb und halb Frieden geschlossen hatten, droben im Walde . . . bei einer zufälligen Begegnung.
„So, so!" meinte der Major sinnend. „Hm ... Wenn ich nun aber wenigstens erfahren könnte, woher Sie den Geburtstag meiner Tochter wußten?"
„Ach," lachte der Assessor vorschnell, „das war furchtbar einfach! Ich . - "
„Der Herr Assessor fragte mich," unterbrach ihn Franziska, die den Verrat ihrer Netzfischerei kommen sah, „und da habe ich es ihm gesagt."
„Unsinn!" sagte der Major geärgert. „Laß doch den Herrn Assessor erzählen!"
„Ja, aber auf Ehre, so wars," bestätigte der.
„Das ist allerdings eine höchst schlaue Methode!" urteilte ironisch der Alte.
Er hätte es nur wissen sollen!
Bei der abendlichen Erdbeerbowle durfte selbstverständlich der Assessor nicht fehlen. Und als er am anderen Morgen wieder vorsprach, um sich zu erkundigen, wie es den Herrschaften bekommen sei, konnte das durchaus nicht auffallen. So wurde er nach und nach intim mit dem Major, ohne daß er freilich gerade seinetwegen gekommen wäre. ~
Wenigstens ließ das jener Brief erkennen, den Franziska noch Bor Ablauf d-s letzten Augustdrittels ihrer Freundin Helene sandte. Denn in diesem fand ft$ Eine Stette, die seltsam genug mit jener anderen, vor wenigen Wochen geschriebenen, kontrastierte. Es war da nämlich in schonen, energischen Buchstaben zu lesen: ..Was ,-tzt d,e L°ug-wn - auä meinem Leben bannt, ist ine Liebe, die unauslöschliche, heißglühende Liebe zu Roderich Weinhold!
Franziska konnte ein Lächeln nicht unterdrücken. Eine holde Ahnung verriet ihr, daß das Jägervierblatt da unten sich nicht im geringsten um den Fichtensteiner Schützenkönig fümm^re^ ocrtünfcete denn auch die Wirtin, wem
das Frühkonzert gegolten, und gratulierte mit einem Aufgebot von Worten, zu dem sie wenigstens drei Viertel ihres gesamten Sprachschatzes mobil gemacht haben mußte.
Der Major wollte erstaunt fragen, woher man in Fichtenstein den Geburtstag seiner Tochter wisse, an den er als leiblicher Vater nicht einmal gedacht habe, da kam das Lausmädchen und brachte eine Visitenkarte.
Roderich Weinhold?" las der Alte. „Königlicher Forstässessor? . . Weiß der Teufel, aus welchem Manöver diese Bekanntschaft wieder stammt! Und so in aller Morgenfrühe ! Es ist einfach scheußlich . - - Na, ich lasse
danach erschien auf der Schwelle die herrliche Gestalt des jungen Forstmannes in voller Uniform, ein mächtiges Rosenbouquet nicht ganz ohne Verlegenheit in der Rechten drehend. .
Die verwirrte Franziska hatte noch soviel Geistes- aeaenwart, die Wirtin mit einem Auftrage hinauszuschicken; dann sank sie auf das ächzende Sophamöbel aus der Zeit des großen Friedrich, und wartete voll ängstlicher Spannung auf die Lösung dieser entschieden nicht alltäglichen Situation.
Herr Major! . . . Gnädiges Fräulein!" sagte Roderich Weinhold mit den nötigen Verbeugungen. „Verzeihen Sie gütigst, wenn ich hier eindringe! Aber ich mochte den heutigen Festtag benutzen, durch diese kleine Aufmerksamkeit zu sühnen, was ich vor ein paar Wochen tm Uebermut auf der Adlerhöhe gesündigt habe!"
Adlerhöhe?" fuhr der Ma;or dazwischtti, und sah die Karte des Assessors noch einmal an. ..Nichtig, richtig, Sie haben da oben den famosen Vers gemacht! ... Jia, das freut mich, Sie kennen zu lernen! ®eten ©ie willkommen, junger Drachentöter! Ob sie frcito bet meiner Franziska Gnade finden, ist eine andere Sache!
153
i 136 135
125
117 101
66 Ortschaften nach-
Gratisbeilagen: Gießener Familienblätter, Der hessische Landwirt, Mittler für hessische Volkskunde.
__!■ i ILIIJIIJIU. I ■■Hilf ■iWH n.‘.
Auf je ein Haus —.—....... . .
stehende Durchschnittsziffern: 1. Kirtorf 8,44; 2. Allendorf 6,44; 3. Lißberg 6,39; 4. Homberg 6,27; 5 Grebenau 5,66; 6. Ulrichstein 5,43; 7. Großen-Linden 5,41; 8. Romrod 5,32; 9. Nidda 5,16; 10. Gambach 4,85; 11. Staufenberg 4,59; 12. Hungen 4,49; 13. Schotten 4,49; 14. Wölfersheim 4,47.
Es folgen nun die Einwohnerzahlen für die Jahre 1820, 187 1, 1875, 1 890 und 18 95 Dieselben sind unvollständig, da das Quellenmaterial nicht
349 |
8. Ulrichstein
279
9. Großen-Linden
242
10. Wölfersheim
200
11. Grebenau
183
12. Kirtorf
166
13. Staufenberg
161
14. Lißberg
1871 |
1875 |
1890
11,1
— 37
_
24,4
27 4
— 1,3
— 14,4
21,8
238
28,6
—
32,0
—
— 37,8
_
—
-35,9
_
_
— 45.9
_
-0,8
—
—
-4,9
— 12,7
—
—■
—
_
42,7
49,9
_
-3,9
__
-6,0
_
_
64,9
_
—
81,1
_
-9,2
— 10,2
—
69,8
99,2
-
26,3
—
44,4
-—
_
—
33,4
—
-23,5
-18,7
1800
12. Hungen
899
1568
13. Romrod
883
1518
14. Ulrichstein
828
1439
15. Gambach
781
1400
16. Niederweisel
730
1350
17. Grebenau
717
1340
18. Großen-Linden
716
1310
19. Münzenberg
627
1179
20. Wölfersheim
603
988
21. Staufenberg
464
926
22. Lißberg
422
6
Ortschaft
1820 |
Einwoh 1871
aerzahl im Jahre
1875 | 1890
1895
316,6
9. Laubach
190,0
10. Lich
134,3
11. Wölfersheim
117,7
12. Nidda
55,8
13. Schotten
51,0
14. Lauterbach
42,4
15. Staufenberg
40,9
16. Ulrichstein


