Ausgabe 
27.5.1899 Erstes Blatt
 
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M.P.C. Von hervorragenden Roman«, Novellen-, fr (innen» und Luftspieldichtern waren zu den Sachver- ftndigen-Beratungen im Reichsjustizamt wegen Abänderung

Urheberrechts u. a. eingeladen: Osterrieth, Wilden- lnich, Sudermann (der aber wegen seines Gesundheits- pstamdeS der Einladung keine Folge geben konnte), E. Wichert nb Wolfgang Kirchbach.

M.P.C. Von konservativer Seite wird, wie man hört, kraus hingearbeitet> die Hypothekenbanken-Ord« vor der Vertagung des Reichstags nicht mehr zu klari'de kommen zu lassen.

bescheidene SmpsM

toi. Aus $ et etil i auswärtigen Ar u Haden, daß w Die Konferenz in Wands auslc trden hier die Bc

i vor, ohne daß diesem ein zur Beihilfe zugeteilt ist. Eine Assistentin

| Zeit bis 30. Juni 89 Revisionen aus, welche dem dortigen Bezirk zugerechnet wurden.

I Jl" Jahre 1897 wurden von der damaligen Fabrik- inspektron Mainz aus in Oberhessen 282 gewerbliche An­lagen revidiert.

I . Die Zahl der inspizierten gewerblichen Anlagen beträgt I tm Betriebsjahr 318, und zwar wurden 276 Anlagen ein« I mal, 33 Anlagen zweimal und 9 Anlagen drei« oder mehr­mal besucht. Im ganzen sind zur Zeit 940 (1897 nur 565) gewerbliche Anlagen, außerdem 18 Bergbetriebe (1897:17), I diesseitigen Bezirk bekannt, welche der Revision zu unter« I ziehen sind, sodaß von diesen 940 Betrieben 1898 in Summe etwa 34 Prozent revidiert wurden.

Bei diesen ausgeführten Revisionen wurden angetroffen: 599 jugendlich männliche Arbeiter, 342 jugendlich weibliche Arbeiter,

5761 erwachsene männliche Arbeiter und

2243 erwachsene Arbeiterinnen; in Summe er­streckte sich daher der Arbeiterschutz auf 8945 Personen. Die Thatsache, daß im Berichtsjahr nur zirka der dritte Teil der Anlagen besucht wurde, hat seinen Grund nun einmal darin, daß im ersten halben Jahre Oberhessen von Mainz aus wenig besucht werden konnte und ferner in der zu erledigenden großen Schreibarbeit. Sodann sind durch den Gewerbeinspektor sowohl, als auch durch eingehendere Erhebungen so viel Betriebe mehr bekannt geworden, daß vbr Prozentsatz bis auf 34 herabgedrückt erscheint. That- sächlich sind im Berichtsjahre immerhin schon 92 Revisionen mehr ausgeführt als im Vorjahre. Aus dem eben Gesagten geht hervor, daß die Bildung der Gewerbeinspektion Gießen sehr notwendig war und Oberhessen viel mehr Industrie besitzt, als mehrfach angenommen wurde.

Die Erhebung der den Gewerbeinspektionen unterstellten Betriebe wurde im Berichtsjahre von Großherzoglichem Ministerium des Innern in derselben Weise verfügt, als im Vorjahre. Der Gewerbeinspektor hat die Betriebe ihrer Größe und Art nach eingöteilt in:

A. Fabrikbetriebe mit 20 und mehr Arbeitern.

L. Fabrikbetriebe oder diesen gleichstehende Anlagen mit weniger als 20 Arbeitern.

C. Werkstätten und Betriebe mit motorischer Kraft.

D. Werkstätten und Betriebe ohne motorische Kraft, welche durch Bundesratbekanntmachungen, Polizei­verordnungen, oder allein ihrer Ausdehnung wegen der Revision zu unterwerfen sind.

Nicht mitgerechnet aber sind unter D einfache Acetylen- I gaöanlagen, zur Beleuchtung von Warenlagern, öffentlichen I Gebäuden, Restaurants oder Privathäusern. Diese Anlagen unterliegen einer besonderen Polizeiverordnung.

Eingegangen ist im Berichtsjahre an größeren Be- I trieften 1 Hochofenwerk in Gießen, welches am 1. Dezember I 1897 noch 94 erwachsene männliche Arbeiter und 2 junge I Burschen beschäftigte.

(Fortsetzung folgt.)

Lokales und UrsvinMes.

Gießen, den 26. Mai 1899.

* Das Verordnungsblatt für die evangelische Kirche des Großherzogtums Hessen Nr. 7, ansgegeben am 17. Mai, enthält: Ausschreiben des Großherzoglichen Oberkonsistoriums

I an die evangelischen Dekanate und Pfarrämter (Nr. 11) vom 25. April 1899:Wie Sie aus der Anlage (Blätter für hessische Volkskunde" Nr. 1») ersehen, hat sich mit dem Sitze in Gießen eine Vereinigung gebildet, die es sich zur Aufgabe macht, die noch vorhandenen ursprünglichen Aeußerungen des heimatlichen Volkslebens in Rede und Sitte festzustellen und zu sammeln, um sie gleichsam aus dem Strome der Zeit für die Nachwelt zu retten und zu­gleich durch die liebevolle Beschäftigung mit des Volkes Art und Weise die Liebe zur Heimat und die vaterländische Gesinnung zu stärken. Wissenschaftliches und vaterländisches Interesse reichen sich also hier die Hand. Man hat sich der Erkenntnis nicht verschlossen, daß man ohne die Mit­hilfe der Geistlichen jenen Zweck kaum erreichen werde. Denn der Geistliche, namentlich auf dem Lande, erlangt

1 meistens eine ziemlich genaue Kenntnis des Volkslebens, besitzt aber auch zu derartigen Forschungen die nötige Bild­ung, wie sich denn von jeher zahlreiche Geistliche dadurch ausgezeichnet haben, daß sie das Volk in seiner Sprache und Sitte zu erfassen verstanden. Wichtige Dienste haben sie dadurch der Wissenschaft und dem Vaterlande geleistet und den thatsächlichen Beweis für die innigen Beziehungen, welche zwischen Kirche und Volksleben bestehen, geliefert. Gerade in unserer Zeit, wo feindliche Kräfte dieses Band zu lösen bemüht sind, sollte die Kirche im Volksleben nur um so fester Fuß fassen. Da sich nun dieVereinigung für hessische Volkskunde" um Ihre Mithilfe bemüht, so empfehlen wir Ihnen die thunlichste Förderung des Unter- I nehmens, wozu der anliegendeFragebogen zur hessischen Volkskunde" in Nr. 1 des Vereinsblattes hinreichende An­weisung bietet. Gewiß wird mancher von Ihnen in der Erforschung der Volkssitten und Volksvorstellungen an der Hand dieser Anleitung eine anregende und befriedigende Nebenbeschäftigung finden. Auch kann Ihnen gewiß gar manches, was Ihnen bei solchen Nachforschungen aufstoßen wird, für das Amt wertvolle Fingerzeige und Winke geben. Die Ergebnisse Ihrer Ermittelungen aber werden Sie gerne der gedachten Vereinigung (zu Händen des Vorsitzenden, Herrn Geh. Hofrats Profeffor Dr. O. Behaghel in Gießen) zur Verfügung stellen, damit sie an der Sammelstelle ver- I arbeitet und in den übrigen Stoff eingefügt als Beiträge I zu einer hessischen, weiterhin auch einer deutschen Volks- I künde dienen. Den Dekanen empfehlen wir, zur Förderung I der Sache den Gegenstand auf die Tagesordnung der Pfarr- I konferenzen zu setzen und sich die Sammlung und Weiter« I

*) Gratis-Beiblitt zum Gießener Anzeiger.

Dem Jahresbericht

IW Großh. Hessischen Gewerbe-Inspektors der Gewerbe-Inspektion Gießen (die Provinz Oberhessen umfassend)

für 1898

cntiNoictt wir folgendes:

I. Allgemeines.

Leben m M

N Wil« ' ,n Anreise einen r 7 Residenzstadt, die: ^weisen hat, besitzt durch ihre Größe gfc rt Personen ruft M : natürlich die Lecke- nmelten Diplomaten' - Wahrnehmung gM- lellte Kredit für ihn- ud. Das meiste

k rtschland als diejenige Machtanzugeben", die es darauf loschen habe, Rußland hineinfallen zu lassen. Von der Kit, chen Regierung hier abgegebene Erklärungen lauten ganz nixrs, die Zuverlässigkeit der deutschen Politik steht aber ßi unsere Staatsmänner in den Kaiser Nikolaus so sehr üer allen Zweifel erhaben, daß diese neuen Versuche, öetn g. frutffchland zu verdächtigen, es sei mit bösen Hinter- zusannn,d ' sanken nach dem Haag gegangen, von vornherein verfehlt Der «scheinen.

Umschau, 25. Mai. Die 1800 Einwohner zählende SZ^I Baranow im Gouvernement Lublin wurde von ei«M jsurchtbaren Brande vollständig eingeäschert. DilÄ Fimer war an allen Ecken angelegt. Ein brennendes stürzte ein und begrub 15 Personen in den Flammen. DimlTbend ist entsetzlich.

«loxandria, 25. Mai. Hier herrscht große Panik. AM,bessser Situierten flüchten wegen der zunehmenden Pest. HcMl und Wandel stocken. Der größte Teil der Geschäfte ist II Dorrt. Alle hier einlaufenden Schiffe werden in Port ©cM einer zehntägigen Quarantäne unterzogen.

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Ausland.

Ißien, 25. Mai. Der Kaiser hat heute vormittag Shilin und Szell in längerer Audienz empfangen. Sodann Iper Besprechungen zwischen Szell und Goluchowsky und Wischen Thun und Szell stattgefunden. Die Gegensätze feinem durch das Eingreifen des Kaisers gemildert zu sein.

Aom, 25. Mai. Zur Kammersitzung sind 400 Ab« mrdiiete eingetroffen. Die Regierung rechnet auf 80 Stimmen Aehcheit. Pelloux wird die Ablehnung der Demission . Auiaii dellis beantragen. Das italienische Geschwader vor ' Hna wird um drei Schiffe vermindert.

M.P.C. Italien. DieLItalia militare e marina6 ßiifit bekannt, daß das italienische Rote Kreuz an dem dies- zihrig! n großen Manöver zwischen dem 1. und 2. Armee- >!ckps, Turin und Alexandria) teilnehmen wird. Das Rote z»iioz!wird zu diesem Zweck zwei vollständig ausgerüstete ' miegs Lazarette aufstellen, für deren Bedienung ein kriegs- I 'Kkes Personal aufgeboten wird.

Haag, 25. Mai. Heut? wird Frau Professor S e l e n k a

Ä'ünchen im Namen von 400 Frauen-Vereinen eine WffdienSfreundliche Petition an den Vorstand des klkMisffes überreichen.

Pnris, 25. Mai. Gestern abend ist der Dampfer mit der Expedition Marchand in Port Said a aigefoynmen.

I in den einzelnen Pfarreien gewonnenen

I ts,toifc6 angelegen sein zu lassen."

Der hiesige Gesangverein I A'jnn 7 ^Elcher sich an dem zu Kreuznach anläßlich I Jubelfeier des dortigen Gesangvereins

Lpra veranstalteten Sängerwettstreit beteiligte, hat wie- L BC,TTh ^sch°n Erfolg zu v-rz-ichmn. In demselben der zweite Preis zuerkannt. JrcS besteht m einem silbernen Pokale im Werte von 0 und einer Geldprämie von 30 Mark. Geleqent« ®°5 cttoa swei Jahren zu Bockenheim stattgehabten greife 9 b<T $ctein ebenfalls einen der ersten

. , + r24- Mai. Von einem fchw-r-n Unfall

betroffen wurde gestern ein hiesiger Einwohner. Derselbe fiel so unglücklich vom Wagen, daß ihm die Nase vollständig I zerquetscht wurde. Außerdem scheint er schwere innere Der- I letzungen davongetragen zu haben, sodaß er ärztliche Hilfe I in Anspruch nehmen mußte.

Schotten, 25. Mai. Bei Beginn der Sommersaison durfte es für manchen, der noch im Ungewissen über seinen diesjährigen Erholungsaufenthalt ist, von Interesse sein, I daß nunmehr auch in unserem am Fuße des Vogelsberges gelegenen durch ein überaus mildes Klima ausgezeichneten Städtchen eine Sommerfrische entstanden ist. Das vielen Touristen bekannte, in der Nähe des Waldes ca. 5 Min. gelegene Po st Häuschen wurde von seinem Besitzer, Herrn Theodor Cellarius,Hotel zur Post", einem Umbau unterzogen und dürfte Erholungsbedürftigen einen ange­nehmen und nicht sehr kostspieligen Aufenthalt bieten, auch manchen überzeugen, daß der Vogelsberg mit seinen aus­gedehnten Waldungen sich mit anderen Gegenden ruhiq rneffen kann.

Schlitz, 24. Mai. Der Firma Gg. Langheinrich ist durch den Reichskommissar für die Weltausstellung in Paris im Jahre 1900 der ehrenvolle Auftrag geworden, für die deutsche Abteilung dieser Weltausstellung ein Prunktischtuch nebst Mundtüchern zu weben. Das Tischtuch wird im Muster nach einer mittelalterlichen Be­schreibung ausgeführt. Als Motiv für den Entwurf des Dessins ist von Profeffor Dr. Reuleaux die Sage vom König Hugdietrich, des Helden einer deutschen Dichtung aus dem 13. Jahrhundert gewählt und zugrunde gelegt worden. Nach dieser Simrock'schen Sage webte der König Hugdietrich, als Mädchen verkleidet, unter dem Namen Hildegut ein Tischtuch von seltener Pracht und erwarb sich hierdurch die schöne Hildeburg, Tochter des Königs Waldgunt von Salueck. Das Muster des Tischtuchs besteht hauptsächlich aus Tier­szenen, Wäldern, Burgen rc. Die Skizze ist, anlehnend an diese Sage, nach der Phantasie eines bekannten Künstlers am Königlichen Kunstgewerbemuseum in Berlin entworfen worden.

Darmstadt, 25. Mai. In den Räumen des Orangerie­hauses findet in den Tagen vom 27.-29. Mai eine Ge- flügelaussfellung statt, die nach den eingelaufenen Anmeldungen in Hühnern, Wassergeflügel, Tauben, Exoten, Pfauen rc. als eine mit sehr gutem Material beschickte be­zeichnet werden kann. Die Tiere werden alle in neuen nach Angaben des Geflügelzuchtvereins gefertigten Käfigen aus­gestellt, welche dieser Ausstellung ein vornehmes Gepräge verleihen. Die Käfige find von Herrn Schreinermeister G. W. Heil in Fränkisch-Crumbach gefertigt und gereichen diesem Herrn zur Ehre. Auch wird von einer auswärtigen Firma ein vollständiger Hühnerhof ausgestellt, der das In­teresse jedes Geflügelzüchters erregen dürfte. Mit dieser Ausstellung verbindet der VereinHottonia" eine Schau­stellung von Aquarien und Terrarien, die als Neuheit und ihrer Originalität wegen besondere Aufmerksamkeit verdienen. Es dürfte deshalb der Besuch dieser Ausstellung als lohnend bezeichnet werden.

& 25. Mai. Anläßlich des 80. G e b u r t s -

tiith 150000MtMi! LStfl ?,cr Königin Viktoria veröffentlichen alle schwungvolle Leitartikel, welche den Wunsch aus- ,Doppelte aGbm Fr ftWn'möge?^ ®n9[anb no$ lange Jahre erhalten M.P.C. England. Ein junger englischer Ingenieur £f°a E'ne rauch- und knalllose elektrische erfunden haben. Man will wissen, daß die

L $an,ltnyAWaHität ihm 7500 Pfund Sterling für die Erfindung Men bMtzt, nchi! geMtm habe, die der Erfinder jedoch nicht angenommen hat. IveiMPl NM. Diiir Admiralität hat nunmehr Newman aufgefordert, ein li$ rmyNMM ttte grMneN Modell zu konstruiren. Das Gewicht der elektri- jtammttWbWr sckimi, Kanone ist ganz erheblich geringer als das der bis- cem Mßmit babnri ftenigtn Geschütze.

Seidenstoffe^ tittiogt M»sicr mll Xngabr d. <s«»schten. ew »etoate« ®an von Elten & Keussen, r5?n<ur.<1 Crefe'd

Bezugnehmend auf die AnnonceNach Südbrasilien" teilen wir mit, daß die Hanseatische Kolonisations-Gesellschaft m b SS dle emzige vom deutschen Reiche konzessioniette ist, die die Be^echtig- a».ruwerben und auf ihren Ländereien im Staate Santa Kathanna in Sudbrasilien an,usiedeln. Die Hanse« atische Kolonisations-Gesellschaft ist die Rechtsnachfolgerin des Kolonisations-Vereins von 1849, der die blühende Kolonie Dona Franziska gegründet und ausgebaut hat. Die Geiellschast besikt im Staate Santa Kacharina in Südbraplien 650 000 Hektar des besten und fruchtbarsten Landes, größtenteils Urwald und hat vorläufig zwei Distrikte in Angriff genommen, um sie zum Empfang der Kolo­nisten durch Bau von fahrbaren Straßen, Vermeffung von Kolonie- wsen, Errnchtung von Aufnahmehäusern rc. vorzubereiten. Der eine Distrikt, m der Große von ca. 30 000 Hektar, liegt, anschließend an die genannte Kolonie Dona Franziska, am FluffeItapocu" der zweite Distrikt, anschließend an die von ca. 30 000 Deutschen be« wohnte, seit fast 50 Jahren bestehende blühende Kolonie .Blumenau^ am Rio Hercilio - Zufluß des Rw Jtajahy. Die Vorarbeiten sind so wett gediehen, daß noch m diesem Jahre ca. 300 Familien unter« 9ebrfld)t toerben können und beabsichtigt die Gesellschaft, am 29. April dieses Jahres mit dem DampferDlaccio" die erste größere Er- pedi wn nach dort zu leiten. Weitere Expeditionen werden in Zwischenräumen von annähernd 3 Monaten folgen- Zukunftsreich ist die Auswanderung nad? jenem schönen Lande hauptsächlich für Landleute, die an schwere körperliche Arbeit gewöhnt sind und die in ihrem alten Baterlande sich trotz ihrer Leistungsfähigkeit nur ein uriges Auskommen erwerben können. Gerade diesen wird es ge- lingen, nachdem sie die ersten schweren und entbehrungsreichen Zeiten im Urwalde durchgemacht haben, sich in einer Reihe von Jahren ein freies Eigentum zu erarbeiten und zu einem gewissen Wohlstände 8U gelangen, den sie hier mit derselben Arbeitsleistung wohl kaum reichen können. Das beste Beispiel geben die genannten beiden Kolonien Dona Franziska und Blumenau, in welchen ca. 45000 ^eutfche leben, die durch ihre Arbeitskraft es zum Wohlstände ge­bracht haben, ihre eigenen Herren auf eigenem Grund und Boden sind und Mit keinem Arbeiter in Deutschland tauschen würden.

)H Speyer «W lizendes Genrebü.' eien", zwei M' nmen, wo ße f n Mlern W eachtenswerte in seinemLaM, r schild-rt, ** jm BorzttMt^^ traurigem M--

. Erde liegeM^^ Organisation.

letztes, das I>e |^' . rmrch die auf Grund der Verordnung vorn 15. Juni Pfandleiher ilbty^, 1894Vn-fsolgte Neueinteilung der Gewerbeaufsichtsbezirke ist ,u erhalten- die 'Serverbeinspektion Gießen" mit Wirkung vorn 1. Juli (bt vorB^- ISMAdLrch Abtrennung vorn früheren Aufsichtsbezirk II lMWvhesffen und Oberheffen) gebildet worden. Sie umfaßt ^-stauSsM^'5!» Provinz Oberheffen. Zur Zeit steht derselben . HermSewerbeinspektor Engeln vor, ohne daß diesem ein 5<n ft r,,T ®LamteI ^r Beihilfe zugeteilt ist. Eine Assistentin F2die M m.t !,» Amtssitze in Mainz . hat allerdings gleichzeitig . ' DieMrmichtungen bei der diesseitigen Gewerbeinspektion

" Sirl!^ und kt Gewerbeinspektion Mainz zu versehen. Diese Be« rhL/niW"1 aTntlil1^ jedoch im Berichtsjahr in der Provinz Oberheffen in btsoiM noch', rmg Dienstthätigkeit entfalten können, da sie eines TeilÄ ihnen Dienst erst am 18. August antrat, anderen tcli^ r DsB' ^cil'S pi ihrer Jnsttuktion hauptsächlich im Bureau der :m WflU GcwrMaspektion Mainz verbleiben mußte.

Revisionsthätigkeit.

! h J31 Jahre 1898 bezifferte sich die Gesamtzahl der

q in 6ie $ t ReviGaem in Oberhessen auf 374; davon entfallen auf die WH - 3citn dem 1. Juli, also vor der Bildung der Gewerbe« Gießen, 59 Revisionen. Die Assistentin führte j Lidß siil E iWmß des Jahres im Ganzen 4 Revisionen aus.

r' h,r W\S Untc:?a gtnmnnten 374 Revisionen sind 3 nachts nach 81/« U^r und 13 Sonntags ausgeführt. Außerdem führte der :8<Mbeinspektor in Rheinhessen von Mainz aus in der sraglich'