Ausgabe 
24.9.1899 Viertes Blatt
 
Einzelbild herunterladen

*4 'S«

-Md efi** » «.r 'funÄ '"-r !'"' d°i be i.?'?'"

J I-'intt 3e*g t

E »ÄS'tT '"'"'Mein "b Hohe von 105Gim >lb?^n^rifÜe8®r^ -, .^uitliiiß Secundus SS8«** ?nenntfc ,u Jotül£e M Gemahl *S6 Mf dem Grabmal das es damals auch schon 1 man dies wahrscheinlich (M. 8.)

*. Zentralstelle W-larMomitee « Julius Meier, Holz- -teinbach,

*it G. m. b. H. in harte Birnen. Gotlsried Darmstadt, kaust gr. Posten u, Burg Zieverich, Berg- PostsekretLr Hennenberger, ahnsekretär Henkel, Frank- 2ll, kaust 50 Ctr. Tafel- liederwallufs, kauft 12 Ctr. t, zur Rose in Ladenburg, strsiche und Birnen. G. Württbg, kaust 3 Waggon Loburg, kauft 5 Waggon her, Zeigte, lauft schöne üchM Dbtrnburg a. K, unb 2 Waggon täfel* öder, Hamburg I, kauft 1, speziell GGyamme, k. ObeM.'LsV Avtten- * 51, laust haltbare .her, Groß «Umstadt, Hessen, , Birnen, Zwetschen. Obst- a. Weser, kauft 500 Ctr. >n. Oldenburg. Konserven« rq, kauft Falläpfel, Birnen, emann, Wendlingen, Station 10 Waggon Mostobft. Ur. ft große Kasseler Reinetten Ms, Aepseiweinproduzent, ft Mostobst. Poftverwalter lafelobft. 8-® *! eilet a. * w'1^

AZS H-« *Xi® * ®«"Sm W»1 achten audach ll ^freienden

-S

eir» » Tito®6" 181 fefttatneti ®' trug.

6alarlin » l«ibe Seit»S bet lttob' fflett. 5,,Ä

- S.r"-8LÜß°

Cuitten. Joh. Eggers, Heiligenbruch bei Bremen, kauft Quitten. Professor E. Werner, Ettenheim b. Lahr, Baden, kauft einige Ctr. Tafeläpfel. P. Göbel, Düngerhandlung, Landau, Pfalz, kauft Tafel- und Kelter-Aepfel. Dr. med. C. Kolbe, Bommern a. d. Ruhr, kaust mehrere Centner Tafeläpfel. Gastwirt Bastian, Frankfurt a. M., Am Tier­garten 54, kauft einige Waggon Kelteräpfel. Peter Boller, Hofl in Hochheim a. Main, kauft einige Waggon Kelter­äpfel. Dampfkelterei Victoria in Frankfurt a. M., Grüne Straße, kauft großes Quantum Mostobst. I. G. Rackles, Frankfurt a. M., Löbersgasse, kauft großes Quantum Most­obst. Obstdurchschnittspreise. (Die Preise verstehen sich bei sofortiger Lieferung). Himbeeren der Centner Mk. 24, Brombeeren 15, Pfirsiche 45, Trauben 30, Reineklauden 30, Tafelbirnen je nach Sorte 10 bis 20, Kochbirnen 8, Tafel- Aepfel je nach Sorte 10 bis 18, Kochäpfel 8, Ital. (Eier)- Zwetschen 18, Hauszwetschen 10. (In Kelteräpfel wurden noch wenig Abschlüsse gemacht, die Durchschnittspreise stellen wir am 25. September fest).

Unioersitäts-Uachrichten.

Würzburg. An Stelle des verstorbenen Professors Sittl wurde der Privatdozent vr. Bulle in München beauftragt, die Vor­lesungen über Archäologie an der hiesigen Universität zu halten. Die definitive Besetzung des Lehrstuhls wird erst im Laufe des Winter­semesters erfolgen.

Leipzig. An Stelle des nach Berlin berufenen Professors vr. Wilhelm Sieglin wurde, wie das Leipziger Tageblatt mitteilt, Pro­fessor Dr, Eduard Zarncke, erster Kustos an der Universitätsbibliothek, zum Direktor der Münzsammlung der hiesigen Universität ernannt. Diese Sammlung weist über 89,000 Nummern auf.

Freiburg i. Br. In die philosophische Fakultät der hiesigen Universität ist der Straßburger Post zufolge Dr. Gustav Wolf als Privatdozent für neuere Geschichte ausgenommen worden.

Stuttgart. Der Oberbaudirektor Prof. v. Trischler von der Technischen Hochschule ist mit dem Ende dieses Studienhalbjahrs in den Ruhestand getreten.

Stuttgart. Zum ordentlichen Profeffor an der Technischen Hochschule wurde der Architekt Heinrich Jassoy ernannt.

Karlsruhe. Geheimrat Prof. Dr. Franz Reuleaux, der geistvolleMaschinenphilosoph", vollendet am 30. September sein 70. Lebensjahr. Neben Reuleauxs vielseitigen Leistungen auf dem Gebiete der Maschinenwissenschaft, insbesondere auf dem Gebiete der Maschinenelemente und der Maschinenbewegungen (Kinematik) ist sein Name weit über die Grenzen der Fachwelt bekannt geworden durch seinen maßgebenden und führenden Einfluß auf die gewerblichen Künste und durch seine Dienste, welche er als Sachverständiger und Vertreter des deutschen Reiches der heimischen Industrie auf vielen Weltaus­stellungen geleistet hat. Aus seinem Lehramt schied er nach 40jähriger Thätigkeit 1896 aus der Technischen Hochschule zu Berlin aus, die er vor allen, soweit das Maschinenfach in Frage kommt, zu ihrer hervor­ragenden Stellung emporgeführt hat und die jetzt die größte technische Hochschule der Welt ist. Die zahlreichen Freunde des auf so vielen Gebieten menschlichen Wissens erfahrenen Mannes werden von dem bevorstehenden Ehrentage des Altmeisters sicherlich gern Kenntnis nehmen.

Freiburg (Schweiz). Der Professor an der hiesigen Uni­versität Dr, Ferdinand Detter wurde zum ordentlichen Professor der älteren deutschen Sprache und Litteratur an der deutschen Universität Prag und der außerordentliche Professor Dr. Ludwig Finkel zum ordentlichen Profeffor der österreichischen Geschichte an der Universität Lemberg ernannt.

Leiden. Die hiesige Universitätsbibliothek erhielt von Herrn A. A. I. Schilt, Administrationsosfizier in Seeland, eine kostbare mitteljavanische Handschrift des FabelbuchesJantri" zum Geschenk.

Genf. Man schreibt derFrkf. Ztg." von hier: Dieser Tage ist vom Großen Rate des Kantons Genf ein vom Staatsrat Javon, dem ehemaligen Chefredakteur desGenevois, ausgearbeiteter Gesetz­entwurf an eine Kommission verwiesen worden, der sich u. a. auch mit der Errichtung einer Pensionskasse der Universitätsprofessoren und den Pensionsverhältniffen derselben befaßt. Die an der Universität Genf wirkenden Lehrer sind lebenslänglich angestellt. Nach dem Gesetz­entwurf würden sie mit Vollendung des 75. Lebensjahres in den Ruhe­stand zu treten haben, doch können sie ihren Ptnfionvantrag schon mit dem 70. Lebensjahre oder unter besonderen Umständen mit dem 60. Lebensjahre verlangen. Die auszurichtende Pension betrüge zwei Drittel des zuletzt bezogenen Jahresgehaltes, jedoch nicht mehr als 3000 Franken. Der zu errichtenden Pensionskasse hätten alle Lehrer der Universität beizutreten

Münster. Die philosophische Fakultät der hiesigen Akademie hat den neuen Kultusminister Studt, der als Oberpräsident von Westfalen Kurator der Akademie gewesen, zum Ehrendoktor ernannt.

Japan besitzt zurzeit nur eine Universität, nämlich in Tokio; eine zweite in Kioto befindet sich in der Vorbereitung. Ihre Eröffnung wird nicht lange mehr auf sich warten lassen. Der Unterrichtsminister Graf Kabayama ist indessen der Ansicht, daß diese beiden Hochschulen dem Bedürfnis bei weitem nicht entsprechen. Er dürste dem japanischen Reichstag in seiner nächsten Tagung schon die Forderung unterbreiten,

Gewerbe zu üben. Die Seele, von wilder Verzweiflung zermartert, sucht sie in anderer Gestalt im Dienst der Gralsritter Erlösung und Sühne. Der König der Grals­ritter, Amfortas, war selber einmal den Künsten der ver­führerischen Kundry erlegen. Der frohlockende Klingsor hatte ihm den heiligen Speer entwandt und ihm die tiefe Wunde geschlagen. Nur die heilige Waffe, die einst Jesu Blut vergoß, kann die Wunde schließen. Den heiligen Speer aber kann nur deraus Mitleid wissende, reine Thor" zurückerlangen. So war den Gralsrittern prophezeit und alle harren in banger Erwartung und heißer Sehnsucht des Befreiers und Erlösers. Das Motivaus Mitleid wissend der reine Thor" ist der goldene Faden, der sich durch das ganze Bühnenweihfestspiel zieht.

Parsifal naht. In jugendlichem Ueberdrang hat er einen Schwan erlegt und im heiligen Haine Blut vergossen. Von den Worten Gurnemanz, der ihm den Frevel vorhält, aufs tiefste erschüttert, wirft er Pfeil und Bogen weg. Fortan wird Parsifal kein Blut mehr vergießen. Was in der Seele des Jünglings vorgeht, drückt die Musik in wunderbaren Tönen aus. Parsifal kennt weder seine Her- ! kunft noch seinen Namen. In der Furcht, daß er das Leben erkennen und in seinen Gefahren umkommen werde, hat ihn seine Mutter, Herzeloide, in vollkommenster Un­wissenheit gelassen. Erst jetzt, da er den Schwan erlegt, I dämmert ihm, was gut und böse sei. Gurnemanz erkennt in Parsifal denreinen Thoren", ihm schwant, es möchte wohl auch deraus Mitleid wissende" sein. Er führt ihn in den Tempel des heiligen Grals, daß er sich am Anblick des Heiligtums und der heiligen Handlung erhebe. Eine zauberhafte Wandeldekoration führt in eine prachtvolle

zwei weitere Universitäten zu gründen und zwar die eine in Kumamoto und die andere in Sendai.

Jagd und Sport.

München, 20. September. Gegen die Prämiierung der Münchener Sport-AuSflellung haben 47 prämiierte und 33 nicht prämiierte Firmen öffentlich folgenden Protest erhoben:Die heute versammelten AuSstell-r bringen hiermit zvm Ausdruck, daß die Prämiierung in der Allgemeinen Deutschen Sport-AuSstellung n'chl als etnwandsrei angesehen werden kann Auf Grund der vor­liegenden zahlreichen Reklamationen muß ausgesprochen werden, daß datz Preisgericht zum Tell nicht mit genügender Sorgfalt unb Sach­kenntnis grprüft hat, daß die veröffentlichten Begründungen zum größten Teil nicht im Einklänge mit dem Nachtrage zu Z ffer 11 Absatz 1 des Programms und zu 12a der Prämiierungsbestimmungen stehen, daß selbst Nichtaussteller prämiiert wurden, jedoch Firmen, welche thatsächltch höchst beachtenswerte Gegenstände und Fabrikate ausgestellt haben, seitens der Preisrichter unbeachtet blieben, schließ­lich, daß es als ein Mißverhältnis bezeichnet werden muß. wenn auf die sich am wenigsten in den Rahmen der Ausstellung paffende Kostabteilung verhältnismäßig die meisten goldenen Medaillen ver­teilt wurden. Diese Umstände veranlassen die Anwesenden, die ver­teilten Auszeichnungen al« entwertet zu bezeichnen und zurückzuwetsen.

Wöchentliche Ueberstcht der Todesfälle in Gießen

37. Woche. Vom 10. btS 16. September 1899. (Einwohnerzahl: angenommen zu 24 500 (tnd. 1600 Mann Militär) Sterblichkeitsziffer: 21,22, nach Abzug der Ortsfremden 10.61°/«.

E« starben an:

Zusammen: Erwachsene: 1.

im vom

Lebensjahr: 2.1b. Jahr.

Kindbetifieber

1 (1)

1 (1)

Bauchfelltuberkulose 1

1

Herzkrankheiten

2 (1)

2 (1)

Brechdurchfall

1

1

Schwäche

1

1

Kreb6

1 (1)

1 (1)

-

Eingeklemmtem Bruch 1 (1)

1 (1)

Wasserkopf

1

1

Verunglückung^

1 (1)

1 (1)

Summa: 10 (5) 7 (5) 3

Anm. Die in Klammern gesetzten Ziffern gebm an, wie viele der Todesfälle in der betreffenden Krankheit auf von auswärts nach Gießen gebrachte Kranke kommen.

Verkehr, lowü mrd Dsiksrmrtschaft.

Heu und Stroh.

Berlin. Richtstroh, höchster Preis 4,32 Mk., niedrigster Preis 3,50 Mk., Heu, höchster Preis 6,00 Mk., niedrigster Preis 3,80 Mk. für 100 Kilo. Köln. Heu 5,207,60 Mk., Krummstroh 2.00 Mk., Maschinenstroh 2,60 Mk, Richlstroh 0,00 Mk. für 100 Kilo. Magde­burg. Richtstroh 3,50400 Mk., Krummstroh 2,50-3,00 Mk., Heu 5,506,50 Mk. Alles pro 100 Kilo. Nordhausen. Heu 5,00 bis 6,00 Mk., Richlstroh 2,503,00 Mk. für 100 Kilo. Halle. Sämt­liche Preise gelten für 100 Kilo, und zwar bei Partien frei Bahn hier, bei einzelnen Fuhren frei Hof hier. Roggenstroh (Handdrusch) 2,50 bis 3,20 Mk., Maschinenstroh (Roggenstroh) 2,002,50 Mk., Weizenstroh 1,702,00 Mk., Wiesenheu, hiesiges oder Thüringer, beste Sorten 6,007,00 Mk. Nürnberg. Heu 5,607,40 Mk., Stroh 3,60 bis 4,00 Mk. für 100 Kilo. Breslau. Heu 0,000,00 Mk. pro 100 Kilo, Stroh 0,000,00 Mk. das Schock. Würzburg. Heu 4,805,20 Mk., Stroh 3,203,80 Mk. für 100 Kllo. Karlsruhe. Heu 6,60 Mk., Stroh 0,00 Mk für 100 Kilo. Offenburg. Heu 4,60 Mk., Stroh 3,40 Mk. für 100 Kilo. Freiburg. Heu 4,80 Mk., Stroh 0,00 Mk. für 100 Kilo. Konstanz. Heu 6,50 Mk., Stroh 4,50 Mk. für 100 Kilo.

Butter und Käse.

Berlin. Hof- und Genossenschaftsbutter la. Qualität 107 Mk., Ila. Qualität 105 Mk., Illa. Qualität 00 Mk., do. Abfall 100 Mk. Königsberg i Pr. 95-104 Mk. für 50 Kg. Hamburg. Butter 1. Klasse 106,02 Mk, 2. Klaffe 100,90 Mk, 3. Klaffe 00,00 Mk. für 50 Kg. netto, reine Tara. Nordhausen. Landbutter 2,20 Mk., Speisebutter 2,30-2,40 Mk., feinste Gutsbutter 2,502,60 Mk. für 1 Kilo Eier 3,403,60 Mk. für 60 Stück, 1.141,20 Mk. für 1 Kilo. Käse 3,003,50 Mk. für 60 Stück. Magdeburg. Eßbutter 2,202,60 Mk. für 1 kg. Eier: für 60 Stück 3,004,00 Mk. Kempten. Süßrahmbutter 98 Mk., Sennbutter 95 Mk. für 50 Kg. ün engros-ßinlauf. Käse. (Im Großhandel an Produzenten bezahlte Preise.) Allgäuer Limburger Käse 1224stund. Monatskäse 2728 Mk., do. 2436stünd. Monatskäse 2526 Mk. Würzburg. Butter 0,90-1,00 Mk. für */a Kg.

Zahlungseinstellungen.

Ueber das Vermögen der Firma Schneeweis & Engel, Gesellschaft mit beschränkter Haftpflicht, in Hanau, elektrotech­nische Fabrik, wurde das Konkursverfahren eröffnet.

Konkurseröffnungen: Gastwirt Karl Friedr. Anton Müller, Buch­holz (Annaberg); Hutmachcr Gustav Richard Fritzsche, Bernstadt

(Sachsen); Nachlass de« Kaufmanns Emil Jähne, Wulfe« (Göthen); Handelsmann Georg Hastrich, Görlitz; Tischler Goswin Graulich, Greiz; Kaufmann Georg Quentin (Gebr. Quentin), Hannover; Loh­gerbereibesitzer Richard Gündel, Mülaen-St. Niclas (Lichtenstein); Kaufmann Alex. Paul Graupner, Limaach; Steinmetz Ernst Knuth, Magdeburg; Getreidehändler Wilh. Ccnradi, Mülheim (Rhein); Süd­deutsche Gummiwarenfabrik Konr. Fr. Petri & Lutze, Offenbach am Main; Kaufmann Emst Webers, Rh ne; Gastwirt Ewald Hülsberg, Milspe (Schwelm); Hotelpächter T eod. Düwel, Ahlbeck (Swine- münde); Gastwirt Joh. Nik. Beilstein Alsbach (Zwingenberg); Hotel­besitzer Herrn. Uhlemann, Grossh ringen (Apolda); Goldschmied Ferd. Hermann, Dessau; Schlosser Gust. Max Preschet, Dresden; Pferdehändler Eduard Heinr. Walter, Ebersbach; Kaufmann Rud. Cohn, Eberswalde; Bahnhofsrestaurateur Rob. Rüde, Eibenstock; Kaufmann Reinh. Golbs, Görlitz; Fahrradhändler A. K. Walter Wagner, Halle a. 8.; Schneider Kari Kuntrum, Hannover; Delikatess­warenhändler Franz Louis Julius Durth, Kahla; Kaufmann Wilhelm Freund, Magdeburg; Schuhmacher Friedr. Holzinger, München; Zimmermeister Heinrich Tensfeld, Nenmünster; Dorothea Jäger, Pudewitz; H. C. Phlibert, Rostock; Kaufmann Joh Preise, Jütten­dorf (Senftenberg); Kaufmann Jos. Keul (Keul-Nicard), Sierck; Bahnexpedient Joh. Bachmeyer, Bollweiler (Sulz. O.-Els.); Nachlass des Holzhauers Joh. Georg Hettich, Engenthal (Wasselnheim); Schreiner Herrn. Benitz, Weinheim.

Verlosungen.

Amsterdamer 3^proz. Stadtanleihe von 1897. 1. Ver­losung am 2. August 1899. Zahlbar am 1. Oktober 1899 188 207 255 310 314 338 424 596 605 645 702 714 728 729 743 784 814 819 1027 159 201 277 306 346 394 449 510 574 629 692 717 791 810 820 826 828 854 918 929 2043 061 066 101 103 252 308 320 400 415 499 526 644 650 670 805 807 821 839 912 939.

Eßlinger Stadt-Obligationen. Verlosung am 19. August 1899. Zahlbar am 31. Dezember 1899. Litt. A. 382 387 455 622 678. Litt. B. 10 110 149 274 373. Litt. E. 17 19 67 78 134 136 159 227 288 306.

Frankenthal (Pfalz), Stadt-Obligationen von 1882. Verlosung am 3. Mai 1899. Zahlbar 'am 1. Oktober 1899. 28 75 92 105 162 201 260 288 309 318 324 371 378 426 434 442 453 454 528 616 653 668 750 760 817 861 883 898 907 971 983 994 1063 077 082 115 132 149 150 173 178 187 200 205 206 207 302 312 331 357 381 386.

Aus dem Geschäftsleben.

Drei Gesichtspunkte sind es, unter denen ein Nahrungsmittel auf seinen Wert geprüft werden soll. 1. Enthält es die zur Bildung eines gesunden Blutes dienenden Stoffe ? In welcher Menge und Zusammen­setzung sind diese Stoffe vorhanden? 3. Steht demnach der Marktpreis des Nahrungsmittels im richtigen Verhältnis zu seinem wirklichen Wert? Würde man, wie man sollte, diesen Maßstab an alle für den eigent­lichen Lebensunterhalt bestimmten Verbrauchsgegenstände anlegen, so 'de wohl mancher von ihnen aus dem Ausgabenbuch entweder ganz gestrichen, oder es würde ihm doch gewiß eine untergeordnete Stellung angewiesen, denn das für ihn aufgewendete Geld ist zum mindesten un­vorteilhaft angelegt, wenn nicht so gut wie fortgeworfen. Dagegen müßten andere Nahrungsmittel, die vom großen Publikum noch nicht in ihrem vollen Wert erkannt zu sein scheinen, mehr in den Vordergrund treten. Ein sprechendes Beispiel hierfür ist der Cacao. Nach den wiffen- schaftlichen Feststellungen enthält das Cacaopulver ca. 20 Prozent Ei­weißstoffe, 30 Prozent verdauliches d h. nahrhaftes Fett, 18,5 Prozent Kohlehydrate und 1,5 Prozent Theobromin, es gehört also zu den ge­haltreichsten und wertvollsten Nahrungsmitteln. Aber es ist auch das billigste. Von dem Cacao Moser-Roth der Vereinigten Choco- ladefabriken E. O. Moser u. Co. und Wilhelm Roth jr. Kgl. Hofliefe­ranten Stuttgart, der an Ausgiebigkeit unerreicht ist, nimmt man fünf Gramm für eine Taffe gleich */< Liter Wasser oder Milch und so er- giebt sich bei einem Preis von Mk. 1.60 bis 2.20 per Pfund für diese Portion ein Verbrauch von Cacaopulver von l3/s bis 2l/s Pfg. So geringe Kosten dürfte, was man auch dagegen halten wollte, bei nur an­nähernd gleichem Nährwert und Wohlgeschmack kein anderer Posten des Küchenregisters mehr aufweisen.

Keine Schönheit kann bestehen und jede Vollkommenheit geht verloren, wenn sie nicht von der Kunst unterstützt wird, die das Gute vervollkommnet. Dieser Grundsatz gilt, wenn irgendwo, so für die Pflege der äußeren Schönheit des Menschen; einen großen Bestandteil der Schönheit des Menschen aber macht die Hant aus. Es ist also nicht etwa Eitelkeit oder Putzsucht, wenn wir der Pflege der Haut genügen; denn diese Pflege ist ebenso wichtig, als die diätätische Beobach­tung, seinen Magen nicht zu überlasten. Die Hautpflege hat sich wesentlich vereinfacht, seit uns die Wissenschaft mit demLanolin" ge­nannten Fett beschenkt hat, das dem von Natur in der menschlichen Haut enthaltenen Fett analog ist und in allen jenen Fällen, wo die Haut ihre Geschmeidigkeit und Elastizität verloren hat, über den Mangel wieder hinweghilft. Man verwendet das Fett in der längst als Schön­heitsmittel populär gewordenen Form desLanolin-Toilette-Cream- Lanolin", das überall in Tuben und kleinen Dosen zu billigen Preisen erhältlich ist und bei Groß und Klein gleich beliebt ist. Beim Einkauf achte man darauf, daß jede Packung die MarkePfeilring" trage.

Basilika, in deren Apsis verhüllt der Gral auf einem Altar steht. Jetzt naht sich der Zug der Gralsritter mit langsam gemessenen Schritten, voran auf einer Tragbahre der tot- wunde Amfortas, der nun in der Nähe des Grals auf weichem Ruhebett sanft gelagert wird. Die Ritter nehmen an langen Tafeln Platz, an Wein und Brot, den Symbolen des Abendmahls, sich erlabend. Aus der Höhe der Kuppel tönt Engelgesang. In der That ist es ein Knabenchor, aber die Illusion ist so vollkommen, daß man nur noch mit verhaltenem Atem lauscht und sich in die himmlischen Gefilde versetzt, wähnt. Und an der Pforte der Basilika steht Parsifal und schaut unverwandt und gebannt der heiligen Handlung zu. Der Vorhang senkt sich. Im Audi­torium herrscht wahre Kirchenstimmung, man applaudiert nicht, man wagt sich nicht zu erheben und erst allmählich beginnt der Zauber zu weichen, der alle Sinne gefangen hält.

Der zweite Akt führt uns in Klingsors Zaubergarten, in den sich der umherstreifende Parsifal verirrt hat. Ein Reigen wunderschöner Blumenmädchen will ihn bestricken. Eine süße, sinnbestörende Musik begleitet das anmutige Spiel. Parsifal bleibt standhaft. Nun wagt Klingsor das Letzte und entsendet Kundry (Frau Ternina, München) in verlockendster Gestalt, den reinen Thoren zu überlisten. In ergreifenden Tönen erzählt ihm Kundry von seinem Vater Gamuret und seiner Mutter Herzeloide. Und immer näher zieht sie den Arglosen zu sich heran und wähnt schon, er sei ihrer Schöne verfallen, da stößt sie Parsifal von sich, denn sein Geist weilt in der Gralsburg, er hört den Schmerzensschrei des kranken Amfortas und all sein Sinnen ist darauf gerichtet, ob er dem Unglücklichen Heil und Rettung bringen könne. Plötzlich erscheint Klingsor und

schleudert von wilder Wut erfaßt auf Parsifal den heiligen Speer. Die heilige Wehre aber bleibt wagrecht vor dem Haupt des Jünglings stehen. Dieser ergreift sie und in demselben Augenblick stürzt unter Donnergetöse Klingsors Burg mit dem Zaubergarten zusammen. Die größte künst­lerische That dieses zweiten Akts vollbrachte Frau Ternina, die die Rolle der Kundry in wahrhaft genialer Weise er­faßte und den geheimsten Absichten des Meisters nachspürend eine Gestalt von überwältigender Größe schuf.

Der dritte Akt beginnt. Es ist Charfreitag. Das ? Orchester malt die Feiertagsstimmung mit einer wahrhaft himmlischen Musik. Parsifal, der Erlöser naht. Mit dem Wasser des heiligen Quells vollzieht er an Kundry die Taufe. Das wilde Weib ist nun aller Sünde bar, fortan eine Gläubige und Hoffende. Von Gurnemanz geleitet tritt Parsifal in den Saal des heiligen Gral, wo Amfortas und die Ritter versammelt sind. In dem Augenblick, da Parsifal die Wunde des Königs mit dem heiligen Speer berührt, schließt sich diese für immer. Parsifal tritt an Amfortas' Platz, enthüllt den Gral, der heilige Geist senkt sich in Gestalt einer weißen Taube nieder und in den Gesichtern der staunenden Ritter drückt sich das höchste Entzücken aus, die höchste Wonne. Die Musik, die der Handlung folgt, klingt einfach überirdisch und Wagner hat darin das Wunderbarste geschaffen, was je der Seele eines Komponisten entströmt ist. Ich aber verließ das Festspiel­haus, tiefinnerst eine Wandlung fühlend, als ob künftig ein schöneres, edleres Wollen all meine Wege begleiten müsse, als ob ich eine Läuterung erfahren, die meine Wesenheit über die Erdennot hinaus dem Unvergänglichen, dem Ewigen zuführen werde.