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Luditeur bei der Großherzoglichen (25.) Division die Krone zum Ritterkreuz 1. Klasse des Verdienstordens Philipps des Großmütigen zu verleihen geruht.
Auszeichnung. Seine Königliche Hoheit der Groß- herzog haben Allergnädigst geruht, am 6. Februar 1) dem Mathias Flächsenhaar, 2) Johannes Lehr, 3) Friedrich Lehr, alle von Steinbach, 4) Johannes Kerl, 5) Nikol. Fiedler, 6) Karl Kübler, 7) Georg Brunner, alle von Michelstadt, in Diensten der mechanischen Buntweberei, Druckerei und Färberei Gebrüder d'Orville in Michelstadt das Allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift „Für treue Arbeit" zu verleihen.
• Berichtigung. In dem Feuilleton „Gerhard Hauptmanns Werke" in Nr. 45 ds. Bl., ist auf 3. Spalte aus Berschen ein Satz ausgelassen. Es muß von der 6. Zeile ab heißen: Der Glockengießer Heinrich in der „Versunkenen Glocke" ist ein einseitiger Mensch, dessen Worte die Klagen des Dichters um seinen Florian Geyer verraten. Die „Versunkene Glocke" gipfelt u. s. w.
Der sechste Mitiwochsvortrag des Herrn Professors Philippi in der Aula des Gymnasiums handelte von der „Schönheit" in der Kunst. Der Begriff könne theoretisch nicht entbehrt werden, obwohl er thatsächlich in den einzelnen Zeilen und Schulen etwas verschiedenes bedeute. In der Architektur und im Gerät ergebe sich ein Teil der Schönheit aus der Zweckmäßigkeit. In Malerei und Plastik bestimme sich die Schönheit eines Kunstwerkes durch sein Verhältnis zur Natur, und eine Annäherung an die Natur suche auch in der Geschichte aller Völker die Kunst zu erreichen. Das Ideal der Zeiten sei aber verschieden, es könne nur geschichtlich verstanden werden. So sei auch die „Schönheit" kein von einer Aesthetik ein für allemal festzustellender Begriff, sondern etwas an die Natur, das Leben und die Geschichte eines Volkes gebundenes, und dem Wechsel unterworfen. Wenn auch jedes Volk mit seinem Schönheitsideal recht zu haben scheine, so könne man doch die verschiedenen Ideale abschätzen, und ohne Willkür zu verschiedenen Stufen und also zu einer höchsten, bis jetzt erreichten Schönheit gelangen. Mehr als ein solches geschichtliches Erfahrungsresultat sei nicht zu verlangen. Was noch einmal kommen könne, oder überhaupt möglich sei, zu erörtern, habe für die Spekulation vielleicht einen großen Reiz, für die geschichtlich betrachtende Methode aber keinen Wert. Diese Reihe von Gedanken wurde durch Beispiele aus der Kunstgeschichte noch weiter veranschaulicht in der Art, daß der Vortragende die geschichtliche Betrachtung und die ästhetisch-dogmatische Behandlung der Kunst immer in rinen scharfen Gegensatz brachte. — Der nächste Vortrag, gm 1. März, 5 Uhr, wird von der „heutigen Kunst" handeln.
E. Theaterverein. „Es hatten vier Gesellen ein fein Kollegium", die waren sämtlich der Ansicht, daß heiraten zwar gut, ledig bleiben aber besser sei; und sie gaben sich das Versprechen, daß niemals ein Weib ihren gemütlichen Zirkel stören solle. So lebten sie zufrieden dahin, wöchentlich einmal kamen sie in der Villa von Freund Marlens zusammen, und diese Zusammenkünfte ersetzten ihnen die Familie. Da plötzlich wird Martens durch das zögernde Geständnis des einen überrascht, daß er wortbrüchig geworden sei und sich verlobt habe. Bald darauf kommt ein zweiter mit dem gleichen Geständnis, und der dritte bleibt ibensalls nicht zurück. Nun hofft man die gestörte Harmonie dadurch wieder herzustellen, daß man beschließt, die Frauen zu den geselligen Zusammenkünften in Martens', des einzigen Wch übrigen Junggesellen, Hause zuzuziehen. Aber diese Rechnung ist ohne — die Frauen gemacht, die nicht so gut zu einander passen und sich nicht so gut ineinander zu schicken verstehen, wie die Männer. Es kommt infolge dessen zwischen den Frauen zu den größten Verdrießlichkeiten, die «uch die Männer in Mitleidenschaft ziehen. Da hat der «ine der drei Ehemänner den glücklichen Gedanken: wir vollen unsere Zusammenkünfte in Martens Hause ohne )ie Frauen wieder aufnehmen. Aber als man Martens diesen Vorschlag unterbreitet, da zeigt sich, daß inzwischen auch er von Gott Amor besiegt ist. Diese alte, ewig junge ^(schichte liegt Ludwig Fuldas neuestem Lustspiel „Jugendfreunde" zu Grnnde, welches gestern abend zum crsten- mle in Gießen im Theaterverein in Szene ging, und, sagen vir es gleich, mit außerordentlichem Erfolg, zu dem das geschickt aufgebaute und amüsant durchgeführte Werk und dwZ vortreffliche Spiel der Darsteller gleicherweise beitrugen. Die große Nolle des Bruno Martens gab Herrn Dietz sch Gelegenheit, sein schauspielerisches Können im vorteilhaftesten Lichte zu zeigen; er charakterisierte den durch Welterfahrung blasiert gewordenen, etwas cholerisch vrranlagten feinen Weltmann in vollendeter Weise. Die ebenfalls ziemlich großen Rollen der drei anderen der Jugendfreunde lagen ebenfalls in den allerbesten Händen: Herr Merker spielte den sanguinischen Techniker, Herr Hc lm den phlegmatischen, in erster Linie an Zigarren und Sier denkenden Maler, Herr Waller den melancholischen Musiker. Alle drei Darsteller charakterisierten ihre Rollen in der glücklichsten Weise, vor allem fand der „Zephyr" Herrn Merker großen Beifall. Die Charaktere der grauen sind vom Dichter in den denkbar schärfsten Gegen- jüfc gestellt, so daß es wohl glaubhaft erscheint, wenn sie sich schon kurze Zeit nach ihrer Bekanntschaft in die „Haare" geraten. Auch die Besetzung der Frauenrollen war eine sehr gute, jede der Damen brachte offenbar schon von Hause aus eine besondere Begabung für die Darstellung ihrer Nolle mit: Fräulein Pauli entfesselte lauten Beifall als fische Wienerin, die ihrem Mann von Anfang an das Bierseidel abgewöhnen und das Malen mehr angewöhnen will; grdntein Isenburg charakterisierte gut die gleich in Ticnstbotennöten aufgehende, immer eifersüchtige, plauder- hch« junge Frau, die, noch ein halbes Kind, immer nach Hopa und Mama ruft; Fräulein Schloß, der die am
wenigsten dankbare Rolle zugefallen war, brachte die konventionelle, aus feiner Familie stammende Dame Amalie zu wirksamer Darstellung. Zu diesen drei Unruhestifterinnen kontrastierte in höchst wohlthuender Weise die Stenographin Fräulein Lenz, oder, wie Bruno sagt, „Herr" Lenz. Diese sympathische Frauengestalt fand eine äußerst wirksame Vertreterin in Fräulein Würdig. Der Vollständigkeit halber erwähnen wir noch des „edlen" Dieners Stephan, in bester Weise verkörpert durch Herrn Wilhelmi. Das vollbesetzte Haus — nur die Galerie war, wie im „Bartel Turaser", leer; warum eigentlich? — geizte nicht mit Beifall. Sollen wir zum Schluß noch einen Wunsch Ausdruck geben, so wäre es folgender. Die Vorstellungen des Theatervereins vereinigen gewiß einen sehr großen Teil unseres theaterliebenden Publikums, aber doch nur einen Teil. Ein so vortreffliches Lustspiel in so guter Darstellung verdient aber von allen, die gern einen vergnügten Abend im Theater verleben, gesehen zu werden. Deshalb möge die Direktion recht bald die „Jugendfreunde" nochmals in Szene gehen lassen; wir sind überzeugt, das Haus wird nochmals gefüllt. Hat das „weiße Rößl" hier ein Dutzend Aufführungen erlebt, so verdienen die „Jugendfreunde" mindestens deren zwei.
•• Das gestrige zweite Konzert Sandor Schreyers war aus naheliegenden Gründen — Aufführung der Fulda'schen Jugendfreunde seitens des Theatervereins im Stadttheater — leider nur schwach besucht. Der Künstler, wie auch sein Begleiter leisteten wiederum hervorragendes und bleibt nur zu bedauern, daß das wirklich seelenvolle Spiel Schreyers hier so wenig Anklang gefunden hat.
** Ueber den Vortrag des Herrn Or. Alfred Köpp en, Berlin „Eine Wanderung durch Pompeji", der am nächsten Freitag in „Steins Saalbau" ftattfindet, schreibt die „Hallesche Zeitung": „Wer hätte nicht Interesse daran, in die verschüttete Römerstadt, deren Schätze bis zur Mitte des vorigen Jahrhunderts unter dem Boden verhüllt gelegen haben, einen Blick zu werfen? Und wie bequem wird es uns gemacht! Ohne alle Reiseunannehmlichkeiten durchschreiten wir hier unter vorzüglicher sachkundiger Führung die Stadt, bewundern das Forum mit dem prächtigen Jupitertempel, wandern durch die Straßen, schauen die Theater, die Tempel, Bäder und Plätze, werfen einen Blick in das Innere der Häuser und bewundern die hochentwickelte Kunst an den Wandmalereien und Mosaiken, werden nicht nur mit der Bauart der antiken Häuser im allgemeinen, sondern auch mit einzelnen durch Kunst und Schönheit besonders hervorragenden Häusern und Villen bekannt gemacht und erfahren dabei noch außerdem so mancherlei über Leben und Sitte, Kunst und Anschauungen des klassischen Altertums, — kurz, wir fühlen uns am Schluß durch eine solche Fülle neuer Anschauungen bereichert, daß wir mit dem Gefühl der Befriedigung den Saal verlassen, fast mit Bedauern nehmen wir von der Stadt Abschied, die uns durch die ganz vorzüglichen farbigen Lichtbilder und die fesselnden Erläuterungen so anschaulich geworden ist, als wanderten wir in Wirklichkeit durch ihre schmalen Gassen und Straßen. Schwerlich wird sich auch an Ort und Stelle ein Führer finden, der, mit so umfassender Kenntnis des Gegenstandes ausgerüstet, den Fremden den Weg zeigt und nicht nur dem Laien, sondern auch dem Gebildeten sich äußerst anregend und nützlich erweist." z
•* Der Ludwig Misfionsvereiu zu München hat für den katholischen Kirchenbau dahier 1000 Mk. und für desgleichen zu Bad-Nauheim ebenfalls 1000 Mk. kürzlich gespendet.
♦* Der hiesigen Firma I. Dern & Comp., Inhaber Oskar Gutmann, wurde die Lieferung und Ausführung des Plattenbelages der Wannen, des Schwimmbasins sowie des gesamten Fußbodenbelages für das Sophienbad in Eisenach übertragen. Gewiß ein erfreuliches Zeichen für die Anerkennung, welche hiesige, leistungsfähige Firmen auch auswärts finden.
Aus der Zeit für die Zett.
Vor 100 Jahren, am 24. Februar 1799, starb zu Göttingen der Professor der Physik und Mathematik Georg Christian Lichtenberg, der zu den ersten Größen deutscher Litteratur zählte. Durch seine geistreichen Erklärungen der Hoaarthschen Kupferstiche beurkundet er einen tiefen Blick m das Seelenleben der Menschen; allein seine sonderbare Natur ließ ihn bei keiner größeren Arbeit ausdauern; humoristische und satirische Abhandlungen, in denen besonders sein Gegensatz zu Lavater hervortrat, waren neben einigen wissenschaftlichen Schriften die einzige Frucht seines hohen Talents und seines klaren, selbstbewußten Geistes. Er wurde am 1. Juli 1742 in Oberamstädt geboren.
Schiff-nachrichten.
Norddeutscher Lloyd, in Gießen vertreten durch die Agenten tterl LooS und I. M. Schulhof.
m Bremen, 21. Februar. (Per transatlantischen Telegraph.) Der Postdampfer Willehad, C-pitSn E Rach, vom Norddeutschen Lloyd £ Bremen, ist heute, 10 Uhr vormittags, wohlbehalten in Baltimore angekommen. ___________
Der Postdampfer „Noordland" der „SReb Star Line* in Antwerpen ist laut Telegramm am 19. Februar wohlbehalten in New- York avgekommen.__
Eingesandt.
Gießen, 23. Februar 1899.
Ain der letzten Stadtverordnetensitzung wurde darauf hinge- wiefen, daß der Dentilbrunnen am Emgang zur Brandgasse den Polübergehenden gefahrdrohend sei.
Es erscheint uns aufsällig. daß jetzt auf einmal hier eine Gefahr oorliegen soll, da solche Kleinlichkeiten doch die langen Jahre her zu keinerlei Klagen Anlaß gegeben haben. Von einer Gefahr kann nur bei Frostwetter die Rede sein, w«S sich alsdann bet sämtlichen Brunnen einstellt.
Ein schSnereS und paffendereS Plätzchen würde fich wobl kaum finden lasten, xumel gerade dieser Brunnen zu einem großen Bedürfnis fletrotbtn ist.
Mehrere Bewohner der Wallthorstraße.
Gießen, 23. Februar 1899.
Würde die Leitung urse'eS StadltheaterS nicht geneiot fein, den Schwank »Aschermittwochs, welcher bet seiner E staussübrung hier einen duichscytagendeu Lachersolg zu verzeichnen hatte, baldigst zu wiederholen d X.
tzottrsdirnst m der Synagoge.
Samstag den 25. Februar 1899.
Vorabend 5" Uhr, morgenS 9 Ubr, nachmittag- 8 Uhr Dchrifterklärung, SabbathauSgang 6" Uhr.
Gottesdienst der israelitischen Keligionsgesellschast.
Sabbathfeier am 25. Februar 1899.
Freitag abend 545 Uhr, Samstag vormittag 8« Uhr, nachmittag 3»° Uhr, SabbathauSgang 6° Uhr.
Nachmittag 3 Uhr SchrifterklLrung Neustadt 13.
Wockengottesdienft morgens 7 Uhr, abends 6 Uhr.
Neueste Meldungen.
Depeschen des Bureau „Herold".
Berlin, 23. Februar. Die „National Ztg." bezeichnet die Ankündigung von Rücktrittsabsichteu des Reichskanzlers Fürsten Hohenlohe gegenwärtig als ebenso grundlos, wie sie es in früheren Fällen war. Bei dem gestrigen Vortrag des Fürsten Hohenlohe beim Kaiser habe es sich um schwebende parlamentarische Fragen gehandelt.
Berlin, 23. Februar. In dem Disziplinarverfahren gegen den Professor Hans Delbrück steht der „National- Zeitung" zufolge am Samstag Termin zur Verhandlung vor dem Disziplinarhofe für nichtrichterliche Beamte unter dem Vorsitz des Unterstaatssekretärs Meinecke an.
Berlin, 23. Februar. Dem Vernehmen nach ist der Entwurf eines Kommunal-Wahlgesetzes vom Staatsministerium genehmigt worden und dürfte demnächst dem Abgeordnetenhaus zugehen.
Berlin, 23. Februar. Wie der „Vorwärts" meldet, hat die Regierung von Sachsen-Weimar dem Abgeordneten Ahlwardt jede fernere Agitation unter Androhung der Ausweisung verboten.
Berlin, 23. Februar. Auf dem Tempelhofer Felde wurde gestern abend gegen 8 Uhr die Schneiderin Borchert von einem Infanteristen überfallen, der ihr Gewalt anzuthun versuchte. Da sie sich zur Wehr setzte, wurde sie von dem Soldaten durch einen Säbelhieb in's Gesicht schwer verletzt. Der Soldat entkam.
Berlin, 23. Februar. Die gemeldete Verhaftung des von Schachtmayer ist unter dem Verdacht des gewerbs^ mäßigen Glücksspieles erfolgt. Nach einer andern Meldung soll gegen sämtliche in der Spieler-Affaire verhafteten Personen auch wegen Betruges Anklage erhoben werden. Die Hauptversammlung dürfte noch vor Anfang Juni stattfinden, da die Zeugen-Vernehmnngen große Dimensionen annehmen.
Prag, 23. Februar. Der sozialistische Redakteur Reumann aus Wien wurde zu 14 Tagen Gefängnis verurteilt, weil er in einer Versammlung der Eisenbahnbeamten dem Regierungs-Vertreter, welcher die Versammlung auflöste, zugerufen hatte, Sie verstehen das Gesetz nicht.
Budapest, 23. Februar. Der Abschluß der Kompromiß-Verhandlungen zwischen Koloman Szell und den Führern der Opposition ist gestern abend durch Ueber- einstimmung in allen Punkten erfolgt. Heute sollen die Punktationen unterzeichnet 'werden und alsdann die Neubildung des Kabinetts vor sich gehen.
Rom, 23. Februar. Der Herzog von Orleans wurde von Der italienischen Regierung aufgefordert, jede politische Agitation in Italien zu unterlassen. Daraufhin hat er sich nach Brüssel begeben, um angeblich die Unternehmungen der Bonapartisten zu überwachen.
Paris, 23. Februar. Es verlautet, die Verfolgung Beaurepaires wegen Verleumdung des Staats-Oberhauptes und Aufreizung sei beschlosien.
Paris, 23. Februar. Der Abgeordnete Habert, Mitglied der Patriotenliga, begab sich gestern zum Ministerpräsidenten Dupuy, um Einspruch dagegen zu erheben, daß es der Patriotenliga untersagt worden sei, sich an dem Leichenznge Faures zu beteiligen. Dupuy begründete diese Maßregel damit, daß die Patriotenliga, die früher aufgelöst wurde, sich wieder neu gebildet habe, ohne sich die Gesetzliche Erlaubnis hierzu eingeholt zu haben.
Paris, 23. Februar. Die gesamte republikanische Presse billigt die vom Minister des Innern angeordneten Polizei- Maßregeln für den heutigen Tag. Er bedauert nur, daß dieselben nicht schon früher getroffen worden sind.
Paris, 23. Februar. Aus einer Brüsseler Depesche, welche mitteilt, daß der Herzog von Orleans vom belgischen Thronfolger empfangen wurde, schließt der „Gau- lois", daß der Herzog die Unterstützung dieses Hofes finden könnte. Er veröffentlicht deshalb eine Note, daß der Prinz sich bereit halte, seine Pflichten zu erfüllen und sein Pflichtbewußtsein durch die That zu bekunden.
Paris, 23. Februar. Die Wahl des Finanzministers Peytral zum Senatspräsidenten ist sicher. Constans wird nicht kandidieren.
London, 23. Februar. Die Morgenblätter kommentieren sämtlich die letzten Ereignisse im Sudan, und sind der Ansicht, daß es möglich sei, Daß der Führer der Mahdisten eingefangen und getötet worden sei. „Daily News" sagt, der sudanesische Feldzug sei keineswegs beendet, sondern werde wieder aufgenommen, und England Geld und Leute noch genug kosten.
Sofia, 25. Februar. Die Beschwerdenote der Pforte, daß bulgansche Banden ungehindert macedonisches Gebiet überschreiten, wurde von der Regierung in scharfer Weise zurückgewiesen, da dieselbe vollständig unbegründet sei.


