Ausgabe 
22.6.1899 Erstes Blatt
 
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Temperatur der Lahn und Luft

nach Re«umur gemessen am 20. Juni, zwischen 11 u. 12 Uhr mittags.

Wasser 17'/,°. Luft 2O/»°.

Rübsamen'sche Badeanstalt.

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Herrn Reichstags- und Landtagsabgeordneten Dr. Wremer aus Berlin. Mittags 12'/, Uhr: Geschlossene Bundes­versammlung. Um 2 Uhr: Gemeinsames Mittagessen, da­rauf Spaziergang und Besichtigung der Sehenswürdigkeiten Marburgs. Abends 8 Uhr : Abendunterhaltung mit Tanz, verbunden mit Preisverteilung. Ein Ehrenausschuß, aus den ersten Kreisen der Marburger Bürgerschaft bestehend.

hat sich bereits gebildet.

*Bonu, 18. Juni. Gestern wurde der 2000. Student, Feith, der Universität Bonn in sinniger Weise gefeiert. Der S. C. hatte dem Jubilar zu Ehren im Kölner Hof einen Kommers veranstaltet, zu dem viele Korporationen Vertreter entsandt hatten. Von den Spitzen der Behörden bemerkte man u. a. den Oberbürgermeister der Stadt Bonn, Spiritus, den Rektor der Universität, den Universitätsrichter und zahlreiche Professoren der verschiedenen Fakultäten. Referendar Jacobs, Saxoniae Bonn, feierte den 2000. nt witziger Rede. Ec hob u. a. hervor, daß sich die Restaurants darum stritten, wer ihn als Stammgast habe. Bezeichnend ist daß Feith in den verschiedensten Lokalitäten von Bonn geradezu als Ehrengast gilt und als solcher un-,ttg-ltttch bewirtet wird. Bei einem neulich verübten nächtlichen Ex­kurse wurde er von dem wachthabenden Beamten, als er ihm die goldumrandete Legitimationskarte zeigte, die ihm der Rektor bei seiner Immatrikulation feierlichst überreicht halle,in Gnaden entlassen". Alles das zeugt von dem guten Einvernehmen zwischen Bonns Bürgerschaft und der Studenteuschast. Desgleichen legte der Verlaus des g-str>g-n Kommerses Beweis ab sür das ausg-z°lchn°t- V-rhattmS zwischen Universität und Bonner 8. G. Möge der 3000. Student als zweiter Jubilar mit seinem Einzug in die rheinische Stadt nicht zu lange auf sich warten lassen.

* Eine Trillion. Don der Hohe dieser Zahl macht man sich gewöhnlich eine ganz falsche Vorstellung, man unterschätzt sie immer. Thatsache ist, daß seit Erschaffnng der Welt (nach der jüdischen Zeitrechnung) noch nicht eine Trillion Sekunden verflossen sind. Das wird auch erst in sehr langer Zeit der Fall sein, nämlich am 1-Februar des wahres 25 825, denn eine Trillion bekunden bilden 31 687 Habrc 32 Tage 1 Stunde 46 Minuten und 40 Sekunden. Ein Mensch, der 80 Jahre alt wird, hat erst etwas über 2 Milliarden 524 Millionen Sekunden gelebt.___________

von seiner bisherigen Stellung als Chef des Stabes und i Kommandant des Flaggschiffs des englischen Kanalgeschwaders zum Abteilungschef in der Königlichen Admiralität zu London ernannt worden und reist am 25. d. M. dahm ab.

Mainz. 20. Juni. Die aus Anlaß der hier ftatt- sindenden Generalversammlung des deutschen Buchdrucker­verbandes in der Stadtbibliothek veranstaltete Aus­stellung interessanter Druckwerke, von der Erfindung der Buchdruckerkunst bis zur Neuzeit, bleibt diese Woche hin­durch bestehen und ist bei freiem Eintritt tag ich von 10 bis 1 Uhr und 2 bis 5 Uhr allgemein zugänglich.

Mainz, 20. Juni. Bei Gelegenheit der letzten Monats- versammlung des Mainzer Gartenbauvereins kam auch die Frage zur Beratung wegen Abhaltung einer Gartenbau- Ausstellung in Mainz im Jahre 1900, und machte der Vorsitzende die Mitteilung, daß sich für diese in Aussicht genommene Ausstellung so wenig Gärtner angemeldet^hatten, daß damit die Ausstellung fraglich erscheine. Mittlerweile sind aber bei dem Vorstand so viele Anmeldungen fnr diese Ausstellung eingelaufen, daß die Abhaltung derselben m der Stadthalle vollständig gesichert ist.

A Mainz, 20. Juni. Das städtische Gaswerk hier erzielte im vergangenen Jahr einen Betriebsüberschuß von 397 642 Mk., 100 642 Mk. mehr als tm Vorfahre. Außer diesem bedeutenden Neberschuß deckte das Gaswerk im letzten I Jahr noch ein Desizit von 24 000 Mk., das durch die be­kannten Unterschlagungen entstanden war. . .

A Mainz, 20. Juni. Die gegenwärtig hier tagende Generalversammlung des Verbandes deutscher Buchdrucker nahm einstimmig eine Resolution gegen das sogenannte Zuchthausgesetz an. In derselben wird ausge­sprochen, daß in dem Gesetzentwurf zum Schutze des ge- ! werblichen Arbeitsverhältnisses das Bestreben zu erblicken I sei, das bestehende geringe Koalitionsrecht der Arbeiter voll­ständig illusorisch zu machen und m einseitiger Weise die Macht des Unternehmertums zu starken. Die Resolution wurde telegraphisch dem Reichstagsbureau eingesandt. - Sehr schwere Gewitter, verbunden mst heftigem Hagel­schlag gingen gestern nachmittag in südlicher Richtung von Mainz nieder und richteten sowohl an Gebäuden wie auch an Pflanzungen und Feldfrüchten sehr bedeutenden Schaden an. lieber eine Stnnde wüteten die Wetter und zwar m einer Art, daß der Landstrich von Bodenheim bis Gauodern- heim hin einem Eisfelde glich. An der Frucht und m den Weinbergen ist der größte Schaden wahrzunehmen, indem in den meisten Weinbergen die Gescheine abgesch agen sind, und die Halmfrucht auf weite Strecken niederliegt. In Bodenheiiu schlug der Blitz in das Haus des dortigen Arztes, zerstörte das Dach und den Schornstein und nahm dann seinen Lauf in das Erdgeschoß nnd richtete dort ^roße Zerstörungen an. Auch an Gebäuden anderer Gemeinden hat das Wetter seine Spuren zurückgelassen. Verletzt wurde numan bem Großherzogtum Hessen, 20. Juni. Rach einer Mitteilung des Ministerialrats Braun in der jüngsten Sitzung des Ausschusses des Landesgewerbeverems wird I die Frage der Errichtung der Handwerkskammern in Hessen jetzt bald in Fluß kommen. Wie Ministerialrat Braun , mitteilt, werden in aller Kürze Beratungen über die Wahl- ordnnng zur Wahl der Handwerkerkammernstattstnden und sich Hessen in dieser Angelegenheit Wnrttemberg und Baden eng anschließen.__

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1 W ittljam MA Die h tnotigten lt bis zm r:t- Neustadl 56, N

galt t« Mhr als das doppelte.

's Staden, 20. Juni. Die Gemeinden an der mitt­leren Ma hatten vor etwa anderthalb Jahren eineJin- qabe :die Regierung um Erbauung einer Eisenbahn von iHnfaabt nach Friedberg bezw. Affenheim, gemacht. Nachuibi'. inun in der vorigen Woche die erste ^andekammer dem -Mlluß der zweiten, der dahin ging, daß der Staat die Wn nicht selbst bauen, aber einer P^watgefellschaft die e-Mnünis dazu geben und, um den bedeutenden Lok^ t,cLf(-?;: \v fördern, auch eine staatliche Beihilfe in Aussicht stelle o lob., beigetreten ist, versammelte sich gestern^hier das Storni' umb beschloß. bei der Regierung um d'-Erlm.bmS zur '«ssung der Bahn nachzusuchen. Da fich bereite eine «ellschast unter sehr günstigen B°d>ngungen zur Fer^ tinmrnu bar Vorarbeiten und Uebernahme des Bahnbaues bere niieitßärt hat, und die beteiligten Gemeinden die kosten- I und iiftet*freie Geländestellung zugesagt Haden, können wir uns I! ttr frohen Hoffnung hingeben, m kurzer Zeit unser frudttreS, bevölkertes und sehr verkehrsreiches mittleres Nid Ächl dem Verkehr erschlossen zu sehen.

;S ktus dem Kirchspiel Nieder Moos, 17. Juni. Die £»c inntate steht hier vor der Thür. Wie sonst überall, so s M arnch hier die Arbeitskräfte rar und wird dies edes süb in iüMbarer. So mußten schon viele Landwirte Diench botemui fremden Gegenden durch Vermsttelungs-Bureaus komiWin lassen. Hierorts werden alljährlich zum Heumachen bcfatitte Arbeiter gemietet. Die Arbeitszeit dauert bet oün Mr Witterung 14 Tage bis 3 Wochen und wurden vor wg-n Jahren sür einen Heumacher 25 bisTOf. beiaiM üpäter 40 bis 50 «Bit., letzt verlangt em solcher 50 ilte 7ii Mk., ja mitunter noch bis zu 90 Mk, infolge des - JrbeitermangelS haben sich mehrere Landwirte unseres KireWch entschlossen, Gras-Mähmaschinen anzuschasien,

iS tont höheren Vog-lsberg, 18, Ium, Nachdem die ^hc:Wchingsarbeiten der Bahnlinie ^uuterbach- Gr:rbcr hain schon im vorigen Jahre beendet worden, ist r m einiger Zeit das erste Baulos - Lauterbach (Bahnhof)- Bli tz-M!' vergeben worden. Seit etwa 3 Wochen find ui. ; 300 Arbeiter beschäftigt, und werden von den Unter» neh wn noch fortwährend Arbeiter gesucht. Das zweite Bai.M luer Strecke Lauterbach-Grebenhain, ©tat. 49 + bu bi«»»{{-60, rund 79000 Cbm. Abtragsmassen und 1 6CM fc. Mauerwerk, ist ausgeschrieben. Ferner sind die bcfiiieen Absteckungs- und Vermessungs-Arbeiten der Sti,'ti!t Wrebenhain-Gedern beendigt, vorläufig nur bis Ob -mLei-men, da noch nicht bestimmt ist, ob die Bahn von da Es m die Nebenbahn Gedern-Stockheim einmunden oder vom Dbrjt-©eemen durch das Seementhal nach Büdingen aeh^ii 'M. Die Bauarbeiten der Strecke Grebenhain- Obirii-Lei-men dürften demnächst auch zur Vergebung ge- lanrinin. Sollten dann noch die anderen ProjekteMucke- RixWd, mit Nebenbahn Lauterbach-Grebenhain, Birstem- Döl jtia die bei letzterem Ort m die Nebenbahn Gieben- liai Rebern einmünden soll, ihrer Verwirklichung entgegen gehE it ist unser höherer Vogelsberg dem Verkehr vollständig

Neueste Meldungen.

Depeschen des BureauHerold^.

Brüssel, 21. Juni. Gestern abend fand eine große Versammlung der sozialistischen Partei statt, in welcher beschlossen wurde, gegen die Regierungsvorlage nn allen Kräften aufzutreten. Die Haupt - Ansprache hielt Van der Velde, welcher erklärte, die Liberalen rufen den König, die Sozialisten rufen das Volk an. Die Revolution von oben muß begleitet sein von der von unten. Die Mehrheit des Landes ist in der Minderheit in der Kammer. In einigen Tagen werden die Abgeordneten auf die Straße ^ehen und das Volk wird mit ihnen sein. Am nächsten Donnerstag findet eine neue Versammlung statt.

Paris, 21. Juni. Rach einer längeren Besprechung mit Brisson machte Loubet gestern Bourgeois das Anerbieten, die Bildung des neuen Kabinetts zu übernehmen. Die Antwort Bourgeois lautete, daß er heute vormittag in Paris eintreffen werde. Da der Friede zwischen Pomcaro und Waldeck-Rousseau wiederhergestellt ist, so bedarf es nur noch der Zustimmung Bourgeois, um ein Kabinett vor der heutigen Kammersitzung zu stände zu bringen. Sollte Bourgeois ablehnen so würde Loubet wieder auf die Kom- bination Waldeck-Rousseau zurückgreifen. UeberaU, selbst bei W macht sich eine gewisse Abneigung gegen die Ver- solauna der Wahrheits-Spuren bis zu den letzten Konsequenzen bemerkbar, da die Ausführungen Ballot - Beaupros und Manau's den reinsten Sieg der Gerechtigkeit bedeuten.

Paris, 21. Juni. In Havre wurde em früherer deutscher Artillerieoffizier namens v. Steinmetz mit seiner Maitresse verhaftet. Die Blätter melden, daß es erwiesen sei, daß beide Spionage getrieben haben.

Paris 21. Juni. Zola erklärte einem Freunde gegen­über, die Hauptbestrebungen der Revisionisten seien mit bem Urteil des Kassationshofes beendet. Zola ist der Ansicht, man würde dem neuen Prozeß von Rennes keine allzu große AusdchMi^ge .. Bourgeois ist heute früh aus dem Haag hier eingetrofien. Er wird um 9 Uhr tm Elysee von Loubet empfangen. Loubet wird ihn mit der Bildung des Kabinetts betrauen. Wie bestimmt verlaute^ wird Bourgeois dieselbe übernehmen, wenn der Eintritt Waldeck- I Rousseaus, Poincares und Delcasses in das Kabinett 'ld,etÄe8. 21. Juni, Frau Dr-YsuS wird während der Anwesenheit ihres Mannes in Rennes bei einem Freunde wohnen. Der Präfekt traf die umfassendsten Maßregeln zu Schutze der Frau Dreyfus.

I Rennes, 21. Juni. Man befürchtet hier keinerlei I Demonstrationen während der Dreyfus-Verhandlung, da die meisten Studenten Mitte Juli dte Stadt verlasien, und die Arbeiter, welche meistens in den Arsenalen arbeiten, sich noch niemals an Straßenlärm beteiligt haben. Gleich­wohl hat man angesichts des aus Pans zu erwartenden großen Zuzuges die Zahl der Gensdarmen verstärkt, und einige Schwadronen Dragoner tornmenJaften. Ueber^isuP ist es der Wunsch und das Bestreben der Bevölkerung, daß die Ruhe nicht gestört wird.

PreisnüHs Heugrases waren höher als voriges Jahr. Das erste «Mh-u ist im vorzüglichen.Zuftund eiugebracht worden Der E::cen Klee wurde mit oO Mark bezahlt, ^n einer Gemelli, in der er wegen der Feldbereinigung rar ist,

Bon der Feldkrücker Höhe, 20. Juni. Wenn alle H c'>.liierst ei gerungen irn Lande vorüber find, gieb es siwdi 'bei uns welche, aus dem einfachen Grunde, weri bei ns die Wälder zu den höchstgelegenen und darum auch lältlim des ganzen Landes zu rechnen sind. Unsere Holz- preE simd, was Brennholz- und geringere Sortimente an­bei .Ml, immer noch billig, denn sie erreichten auch tu der JuMierWeigerung nicht den Tarifpreis. Darum können sich die'»ifien unserer Landsleute den Luxus erlauben, nur noilWionber§ aber Buchenholz, zu brennem Dte Bau-, WeÄ rmd Nutzhölzer werden dagegen auch tu unseren Be'iiM Ihoch bezahlt und weithin verfrachtet.

E Echzell, 20. Juni. Kaum sind wtr aus der Trocknts cina tmiig heraus, da zeigt sich auch schon das Extreme in nb Witterungs-Erscheinungen wie man e« feiti Sigiinn der neunziger Jahre beobachten kann. Am smi hatten wir ein kleines Gewitter mit etwas Regen,

Aus der Zeit für die Zeit.

Vor 132 Jahren, am 22. Juni 1767, wurde zu Pots­dam der hervorragende Staatsmann und Gelehrte, Wilhelm I von Humboldt geboren, ein tiefer und scharfsinniger Bahnbrecher der vergleichenden Sprachwissenschaft. Als ver­trauter Freund Schillers war er von vielfach befruchtendem Einfluß auf diesen und auf Göthe. Sein und seines Bruders Denkmal ziert den Eingang zum Universitätsgebaude m Berlin. Er starb am 8. April 1835 auf dem Landsitze Tegel bei Berlin. _________

Vermischtes.

* Gleiberg, 19. Juni. Heute nachmittag zwischen 3 und 4 Uhr schlug der Blitz, nachdem es längere Zett vorher einmal gedonnert hatte, ganz unerwartet in den Schornstein eines Hauses zu Gleiberg. Der Strahl, welcher ein faltet war, trat in der obern Etage des Hauses durch die Wand des Schornsteins heraus, fuhr aber an einem Ofenrohr wieder hinein, um unten im Hausflur zum zweitenmal herauszutreten und durch die offen stehende Hausthure binauszufahren. Anwesend waren in dern^ Hause 2 Mutter mit ihren Kindern. Letztere spielten auf der[Treppe tm (Saufe. Merkwürdig ist auch, daß dicht in der Nahe bedeutend i höhere Häuser stehen, so kaum 5 Meter entfernt das hohe Schulhans. Der Schlag war ein gewaltiger und der Feuer­strahl armsdick. Ganz nahe vor den Augen des Einsenders | fuhr er über das Dach. Soeben höre ich, daß auch> an einem Balken im Nachbargebäude, das gleiche Dachhohe hat, Spuren des Blitzschlages sich finden W. A.

* Marburg, 20. Juni. Am 1. und 2. Juli ds. Js. findet hier die 13. Hauptversammlung des Mittelwestdeutschen StenographenverbandesStolze-Schrey" statt. reichhaltigen Programm entnehmen wtr Folgendes: Sams­tag den 1. Juli. Abends 6 Uhr im Beretnslokal: Sitzung des Gesamt-Bundesvorstandes mit Delegiertenversammlung. Abends 8 Uhr: Kommers mit Damen unter gütiger Mit­wirkung des Marburger Männergesangvereins. Sonntag den 2. Juli: An diesem Tage finden alle Veranstaltungen im großen Museumsaale statt. Vormittags 9 Uhr: Preis­schreiben, wozu wertvolle Preise gestiftet sind: a. Korrekt- und Schönschreiben, b. Schnellschreiben in folgenden Ab­teilungen : 100, 120, 150, 180 und mehr Silben in der I Minute. Vormittags 11 Uhr: Oeffentlicher Vortrag des

en Walhall, 2Q ^ersteig-" j5jl hurli hatten wir ein kleines Gewitter mn etwas megtn, . Grasivuchs ;ed.« irgend en Tag wuchsen diese Erscheinungen, bis sie I

H'* achte mittag zwischen 1 und 3 Uhr den Höhepunkt erreicht I zu Mem schienen. Es kam ein Wetter von Osten und ein eiwa S«res von Westen, die sich in unserer Gegend trafen, wi«:s im jedem Sommer hier beobachtet werden kann. Um I 1:llt mürbe es fo dunkel, daß man fast hatte ~ia)t an- I züchck müssen, und dann brach der Donner los, aber nicht in -nmellnen Schlägen, sondern es bornierte, sollte, krachte unntöhidtterte, als wenn broben in ben Lüften eine surchter- lick^ schlacht geschlagen würbe. Die Blitze zuckten, ba- zmiüitei flimmerte unb flackerte es hin unb roieber. Wolken- briimtirrig brach ber Regen hernieber unb brückte bas Ge- | tre üi: omf ben Boden, bas sich aber jetzt wieder erhebt. N. !ur Wlofelb und Leidhecken hinaus hagelte es; in Salz- ba:m schlug ber Blitz in ber Nähe des Konzertsaales in eiriii! Baum, als kaum die Badegäste, die mit dem Zwei- ulvMi^e! von Hungen kamen, zehn Schritte vorüber waren. D^üMnze Kurhaus bebte in seinen Grundfesten, und den SMnbiRii wurde es unheimlich in den Zellen. Auf den Fe-IIhmi spannten die Leute aus, ließen alles stehen und lielm: flöte es war, und jagten nach Hause, selbst die des La!mi'i>K ungewohnten Kühe setzten sich in Galopp.

rmmstadt, 20. Juni. Die Disziplinaruntersuchung tn beünÄire Dettweiler ist, wie basTgbl." meldet, no»^ richt beendet, sondern dürfte sich bet der großen Menge de Umliegenden und zu prüfenden Materials trotz des Be- stri-riE, die Angelegenheit so bald als möglich zu erledigen, wenige Wochen hinziehen. . .

Wrmstadt, 20. Juni. Seine Durchlaucht Pnnz Lud- wüiicvi'on Battenberg, welcher sich gegenwärtig m Ur­lack mif Schloß Heiligenberg aufhält, ist, unter Entbindung