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Nr. 274 Drittes Blatt. Dienstag den 21. November
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Von der „Patria .
In der englischen Presse wird mit Worten größter Anerkennung und rückhaltloser Bewunderung das Verhalten des Kapitäns und der Mannschaft des deutschen Dampfers „Patria" besprochen. Ein Augenzeuge äußert sich nach dem „Daily Graphic" wie folgt: „Niemals sah ich bravere Leute. Kapitän Fröhlich hat unsere wärmste Dankbarkeit verdient. Zwei bis drei Stunden hindurch kam er nicht von der Kommandobrücke, und er und seine Offiziere bemühten sich aufs eifrigste, die Reisenden zu trösten. Ich sah den Kapitän auf der Brücke stehen, in Rauchwolken gehüllt, die in dicken schwarzen Schwaden das Schiff entlang rollten, stark genug, uns zu ersticken. Inmitten dieser außergewöhnlichen Umstände hörte ich ihn nach einer Pfeife rufen, da seine Kabine vor Flammen und Rauch unnahbar war. Man sagte uns, daß wir besser das Schiff verließen, und die Boote wurden um 11 Uhr herabgelassen. Kein einziger durfte ins Boot steigen ohne die vorherige Erlaubnis des Kapitäns oder der Offiziere. Der Kapitän befahl: Weiber und Kinder zuerst! und dies ward buchstäblich befolgt, niemand versuchte zu widerstreben."
Hamburg, 18. November. Die „Athesia" hat ihre Hilfeleistung bei der „Patria" aufgeben müssen, nachdem die Trosse, womit sie den Schleppversuch angestellt hatte, ge- Hrochen war und es sich als unmöglich erwies, mit dem brennenden Schiff, dessen Rumpf bereits rotglühend war, eine andere Verbindung wiederherzustellen. Als die „Athesia" das Schiff verließ, stand dasselbe in seinem ganzen Umfange in Flammen; die Hinteren Masten waren bereits über Bord gefallen. (In Ergänzung dieser bereits am Samstag wegen Raummangel zurückgestellten Nachrichten, geben wir im zweiten Blatt unfern Lesern einen ausführlichen Bericht über die Katastrophe aus der „Fft. Ztg." wieder.
Heer und Marine.
Heeresergänzung im Deutschen Reiche. Aus den Ergebnissen der Heeresergänzung für Deutschland im Jahre 1898 heben nur folgendes hervor: Gestellungspflichtig waren 1,638,222 Personen, davon wurden 221,674 ausgehoben, und zwar 5749 für die Manne, die übrigen für das Landheer. Die Hälfte etwa befand sich im 20. Lebensjahr, der Rest fast zu gleichen Teilen im 21 und 22. Jahre. Vor Beginn des militärpflichtigen Alters sind 22,933 Mann freiwillig eingetreten. Wegen unerlaubter Auswanderung dagegen wurden rund 30,000 verurteilt, und gegen fast halb so Viele schweben noch Untersuchungen deswegen. Wie groß augenblicklich die Wanderung der Militärpflichtigen innerhalb des Deutschen Reiches ist, zeigt der Umstand, daß fast eine halbe Million der
in den Listen Geführten an anderen Orten gestellungspflichtig geworden ist. Wie sehr die Industriegebiete gerade die Männer im gestellungspflichtigen Alter verlocken, ersehen wir daraus, daß auf Westfalen mit seinen rund 1,380,000 Einwohnern 24,670 Ausgehobene, auf Ostpreußen mit seinen 965,000 Einwohnern nur 8210 Ausgehobene entfallen sind, obwohl von 100, über die endgiltig entschieden wurde, in Ostpreußen 72, in Westfalen nur 56 tauglich waren. Es wird auch hiermit wieder bewiesen, daß die Landbevölkerung immer noch den körperlich tüchtigsten Ersatz stellt, was bekanntlich neuerdings manchmal zu bestreiten versucht worden ist. Aehnlich wie in Ostpreußen liegen die Verhältnisse auch in den anderen Provinzen mit überwiegend ländlicher Bevölkerung
Arbeiterbewegung.
Bern, 16. November. Gestern fanden zwischen der Simplon- Baugesellschaft, vertreten durch Brand, Sulzer (Winterthur) und Oberst Cocher (Zürich) und dem Ausschuß der Arbeiter neue Unterhandlungen statt, welche mit der Annahme eines Vermittlungsantrages des eidgenössischen Bahnbauinspektors Coulon durch die Ausstandskommission endigten. Darnach wurde die Unternehmung ersucht, binnen 14 Tagen eine genaue Schätzung der Leistungsfähigkeit der einzelnen Arbeiter vorzunehmen, diese darnach in Kategorien einzuteilen und den für jede festgesetzten Lohn, der keinesfalls geringer sein soll als die bisherigen Ansätze, als Mindestlohn zu betrachten. Die übrigen Arbeiterforderungen, auch die Abschaffung der Akkordarbeit, wurden von der Gesellschaft abgelehnt. Diese Abmachung fand aber abends in einer Versammlung der Ausständischen, welcher einen tobenden Charakter annahm, schlechte Aufnahme, und die heutige Versammlung wurde, nachdem Tätlichkeiten gegen Nichtausständische vorgekommen waren, vom Militär aufgelöst. Jede fernere Ansammlung wurde verboten. Beim Auseinandergehen ließ der italienische Agitator, Abgeordneter Mortari, die soziale Revolution hochleben. Alle Arbeiter, die heute nachmittag nicht antreten, gelten als entlaffen. Bis jetzt sind zwei Infanterie-Kompagnien aus Brieg eingetroffen.
Elverfeld, 17. November. Der Ausstand in der mechanischen Weberei von Julius Engel u. Co. ist gestern früh durch Einigung der beiden Parteien beendet worden.
Auszug aus den Kircheubücheru -er Stadt Gießen.
Evangelische Gemeinde.
Getraute.
Mstthäusgemeinbr.
Den 12. November. Heinrich Ludwig Klos, Schneider zu Gießen, und Marie Luise K.acker, Tochter des verstorbenen Webermeisters Philipp Kiackcr zu Halzhausen.
Mnrkuvgevcetnde,
Den 11. November. Karl August Kaufmann, Gärtner zu Büdingen, mit Phtlippine L:onore Margare-e Karoltne Brühl, geb. Bob, Witwe des Kaufmanns Karl Wilhelm Brühl.
LukaSgemeenve.
Dm 12. November. Konrad Emil Ma-x, Hilfsbeizer zu Gießen, mit Elisabeth Fink, Tochter des TaglöhnerS Ludwig Fmk zu Staufenberg.
JohanneSgemetnde.
Den 16. November. Ehrtstian Karl Spies, Sattler zu Gießen, mit Emma Johanna Wanke zu Gießen.
Getaufte.
MarthLuSgemetode.
Den 12. November. Dem Schlosser Wilhelm Klöß ein Sohn, Franz Heinrich Georg, geeoren den 19. Juli.
Markusgemernve.
Den 10. November. Dem Etsenbahnschafsner Karl Appel ein Sohn, Karl Heinrich Eugen, geboren den 24. Oktober.
Den 12. November. Dem Kapellmeister Paul Polster eine Tochter, Margarete Elisabeth, geboren den 3. Oktober.
Denselben. Dem Schneider Christian Vaubel eine Tochter, Marte Elisabeth, geboren den 8. September.
Denselben. Dem Schloffer Albert Schnabel ein Sohn, Karl Hermann, geboren den 26. September.
Denselben. Dem Zahnarzt Theodor Frutig ein Sohn, Theodor Christian Karl, geboren den 23. Juli.
JohanueSgemetnde.
Den 15. November. Dem Krankenkaffen - Kontrolleur Georg Beckmann eine Tochter, Johannette Lina Betty, geboren den 5. Oktober.
Mtlitürgemeinde.
Den 12. November. Dem Segeanten Ludwig Espenschied eine Tochter, Erna Marte Elisabeth, geboren den 21. Oktober.
Beerdigte.
MarkuSgemeinde.
Den 17. November. Minna Kohlermann, geborene Schwalb, Ehefrau von dem Zahntechniker Julius Kohlermann, 48 Jahre alt, starb den 15. November.
Johannebgemretnde.'
Den 16. November. Eltfe Klee, geborene Konrad, Ehefrau de8 Schneiders Heinrich Klee dahier, 35 Jahre alt, starb den 14. November.
Zum Wettkauf zwischen Kaffee und Kakao
ist ein sehr gefährlicher Konkurrent hinzugekommen. Die alte Tante Kaffee, welche bekanntlich jedermanns Nerven in merkliche Erregung versetzt und von Aerzten deshalb stark verpönt ist, konnte schon lange nicht mehr recht mitkommen, auch der Kakao hat sich als ein eitler Reklameheld erwiesen, der das Publikum durch Annoncen aller Art und seine teueren Preise zu bethören sucht. Inzwischen führt sich Hausens Kasseler Hafer-Kakao (nur echt in blauen Kartons mit 27 Würfeln = 40 bis 50 Tass.n für Mk. 1,—) ohne jede marktschreiende Reklame ganz von selbst in abertausenden von Familien ein, denn er ist wohlschmeckend, leicht bekömmlich und deshalb für Kinder und Erwachsene, insbesondere auch Magenleidende, ein sehr gediegenes, kräftigendes Getränk.
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Feuilleton.
* ^Gesundheitspflege beim weiblichen Geschlecht. „Pflege deinen Hals!" Die Pflege des Halses ist etwas, was jede Frau, schon um ihrer Schönheit während der Gesellschaftszeit willen, nicht vergessen sollte. Die tief ausgeschnittenen Ballkleider, die außer dem Hals auch die Schultern frei lassen, sind in der Mode. Unsere Frauen, die über einen schönen Hals verfügen, werden gern diese Mode mitmachen, den Hals frei tragen oder auch durch allerlei erlaubte Hilfsmittel, wie Spitzenkragen und ähnliche zarte Dinge, die Anmut des Nackens zu erhöhen suchen. Manche Frau indes (so belehrt uns in einem Aufsatz eine kluge englische Dame), manche Frau, die aus der allerersten Jugend heraus ist, wird plötzlich mit Schrecken eine gewisse Schlaffheit ihres Halses entdecken, die Knochen hervortreten sehen zu jener wenig beliebten Form, der wir den Namen „Salz- säßchen" beigelegt haben — und sie glaubt alsdann, das Alter sei gekommen, urplötzlich, wie der Dieb in der Nacht. „Aber dem ist nicht so, meine Gnädigste," meint hier unsere englische Freundin. „Sie sind nur all die Jahre unklug mit Ihrem kostbaren Besitztum, dem Halse, umgegangen. Werden Sie sorgfältiger damit und er wird weder runzelig noch knochig werden. Lassen Sie alle steifen Kragen fort und tragen Sie statt dessen weiche, seidene Bänder oder die jetzt so modernen weichen Spitzenkragen. Vermummeln Sie Ihren Hals nicht, wenn Sie ausgehen; die Pelz-Boa mag sehr kleidsam fein, aber fort damit! Jeder Luftzug, jeder Sonnenstrahl ist für den Frauenhals Goldes wert." Und noch einen guten Rat erteilt die Engländerin: „Brauchen Sie am Morgen, und fei es auch nur für wenige Minuten, leichte Hanteln und sehen Sie im Spiegel, wie von der Bewegung der Arme die Kehle sich rundet. Dann lassen Sie Ihren Morgenrock am Halse frei sein, damit die
Haut die Luft einsauge. Des nachts brauchen Sie Creme I oder feines Oel und kneten Sie den Hals beim Einreiben dieser harmlosen Schönheitsmittel. Vor allen Dingen aber lassen Sie die Stehkragen fort und „hanteln" Sie fleißig — das letztere ist ein Mittel, das zwei Körperteile auf einmal schön und gesund macht: den Hals und die Arme."
* Madame Rothschild daheim. Ein amüsantes kleines Abenteuer erlebte jüngst, wie geschrieben wird, der berühmte französische Schauspieler Coquelin. In seinem Besitz befand sich ein Gemälde von Ruysdael, das er nach langem Zögern und vielem Handeln dem Baron von Rothschild verkaufte. Um eine Beschädigung des Bildes zu verhüten, versprach er, es eigenhändig dem Käufer zu überbringen. Die Freude des Barons, als er das schon feit Jahren ersehnte Gemälde endlich an der Wand seines Empfangssalons prangen sah, war so groß, daß er in einer plötzlichen Auf Wallung von Freundschaft Coquelin versicherte, seine Gattin würde sich glücklich schätzen, ihn kennen zu lernen. Er nahm den Arm des Schauspielers und führte ihn durch eine Reihe von Zimmer in einen großen Salon. Hier bot sich dem erstaunten Coquelin ein höchst merkwürdiger Anblick dar. Auf einem ziemlich hohen Schemel stand Madame la Baronne, angethan mit einer blauen, großkarierten Küchenschürze. In den Händen hatte sie ein weiches Ledertuch und einen Abstäuber, mit welchen Gegenständen sie gerade im Begriff war, das Innere eines großen Schrankes zu säubern. Um sie herum stand ein halbes Dutzend Lakaien in roten Knie Hosen und weißen Strümpfen, die ihrer Herrin nach und nach die auf einem Tisch aufgestapelten Raritäten ehrfurchtsvoll hinaufreichten. Als nun Coquelin vom Baron vorge- stellt wurde, stieg Madame nicht etwa von ihrem Piedestal herunter, sondern brachte es fertig, da, wo sie stand, eine anmutsvolle kleine Verbeugung zu machen. Der unvergleichliche Darsteller des galanten Cyrano von Bergerac war entzückt, und um sich Platz zu verschaffen für eine seiner
grandiosen Verneigungen, trat er etwas zurück. Dabei unterschätzte er aber die Dimensionen seines ansehnlichen Rückens und dieser kam in unsanfte Berührung mit dem Tische, der unter großem Gepolter umfiel. Zum Glück verhinderte ein dicker Smyrnateppich, daß auch nur die geringste Kleinigkeit zerbrochen wurde. Dem vor Schreck erstarrten Coquelin lächelnd auf die Schulter klopfend, sagte der Herr des Hauses: „Monsieur, unter allen diesen kostbaren Seltenheiten sind Sie selbst entschieden die größte Kuriosität. Hätte ich oder irgend einer der jungen Leute hier gethan, was Sie soeben zu vollbringen das Mißgeschick hatten, so würde Madame wie ein Wirbelwind von ihrem Podium gesprungen sein und — — ja, was dann geschehen wäre, kann ich Ihnen wirklich nicht verraten. Aber Sie hätten morgen noch die Folgen Ihres heutigen Malheurs gespürt".
* Stettenheim an Bulthaupt. Prof. Heinrich Bult- haupt in Bremen feierte bekanntlich kürzlich seinen 50. Geburtstag. Unter den vielen Gratulationen befand sich die folgende — auf einer mit seinem Portrait versehenen Postkarte — von Julius Stettenheim:
Anstatt einer Ansicht sende Ich Dir meinen Kopf anbei, Der jünger als jede Landschaft, So alt er auch immer sei Ein Kopf ist auch eine Gegend, Zeigt Wald und Hügel und Thal, Mit Schnee ist der meine, Denn es ist Winter nun mal. Doch trotzdem steck' ich die Karte In den Reichspostkasten hinein — Es kann eine Winterlandschaft Doch auch recht sehenswert fein.


