zwarts und Paul Frederiks von Bethanien), als die Nachricht von dem Herannahen des Gouverneurs mit der Truppe sie erreichte, sich freiwillig zur Bestrafung gestellt haben. Die beiden Kapitäne wurden der Verletzung der in den Jahren 1890 bezw. 1884 mit Deutschland eingegangenen Schutzverträge schuldig befunden, indem sie zum Abschluß eines Bündnisses sich vereinigten; nach ihrer Behauptung hatten sie durch das Bündnis nur gegenseitige Unterstützung für den Fall eines Angriffs durch die Deutschen beabsichtigt. Das Urteil lautete, wie gemeldet, auf Tragung der Kosten der Expedition und gegen Paul Frederiks außerdem auf Abtretung eines Stück Landes. Hendrik Witbooi erklärte dem Gouverneur, die Kapitäne hätten damals gar nicht verstanden, was sie unterschrieben. Er habe den Inhalt der Verträge verstanden, deshalb habe er, feinen Vertrag abgeschlossen, sondern zu den Waffen gegriffen. Der Gouverneur legte den Kapitänen, die bei der Fällung des Urteils mitgewirkt hatten, die Verantwortung auf, daß sie dafür sorgten, daß die Verurteilten sich nunmehr als treue Unterthanen des deutschen Kaisers bewährten. Bei dem Parademarsch der Truppe erregte das mitgeführte Gebirgsgeschütz, das erst im April vorigen Jahres herausgebracht worden war, die Aufmerksamkeit Witboois. Als das Geschütz vorüberkam, ließ er sich alles erklären. Es wurde später auch nach Zielen in den Bergen geschossen. Als Witbooi die Wirkung der Geschosse wahrnahm, äußerte er, es sei doch gut, daß die Deutschen das Geschütz nicht schon besessen hätten, als sie sich mit ihm schossen, es hätte ihm sonst noch schlechter gehen können. Das Gebiet von Keetmanshoop, das wir jetzt gewonnen haben, ist ein Besitz, der der Regierung schon lange wünschenswert erschien.
Aus Elsaß-Lothringen, 13. Januar. Fr an zösische Zollmaßregeln. Direkte Anfragen beider französischen Zollverwaltung haben die Richtigkeit der Zeitungsmeldung ergeben, daß vom 1. Februar ab die aus Elsaß-Lothringen auf dem Rhein-Marne- und Rhein-Rhone-Kanal nach Frankreich kommenden Schiffe, gleichviel ob leer oder geladen, mit einem auf 40, beziehungsweise 10 Franks pro Tonne berechneten Zoll belegt werden, der durch Kaution sicher- gestellt werden muß. Wie groß der Verkehr mit Frankreich ist, geht daraus hervor, daß 1897 auf den beiden Kanälen 330,493 Tonnen nach Frankreich gingen und 350,809 Tonnen von dort eingeführt wurden. Wenn der Zoll that- sächlich erhoben wird, so wird dieser Verkehr zum großen Teil aufhören. Anscheinend sollen jene Maßnahmen die Konkurrenz der preußischen Steinkohlengruben mit den französischen Kohlenlagern beseitigen. Den Hauptschaden werden aber die elsaß-lothringischen Schiffahrtsunternehmer haben. Diese wandten sich daher mit dem Ersuchen an die deutsche Regierung, den von Frankreich geplanten Schlag in geeigneter Weise zu parieren. Hoffentlich gelingt es, Mittel und Wege zu finden, die gefährdeten Interessen zu wahren. Bei der Bevölkerung wird das ungerechtfertigte Vorgehen der französischen Regierung als eine große Unfreundlichkeit empfunden.
Ausland.
Wien, 18. Januar. Ministerpräsident Graf Thun wurde heute vormittag vom Kaiser in Audienz empfangen. Auch der Obmann des Jungtschechen-Clubs, Dr. Engel, sowie der ehemalige Minister v. Bielinski sind zum Kaiser berufen worden.
Budapest, 18. Januar. Im Magnaten hause hielt Banffy eine längere Rede, in welcher er Erklärungen über den außergesetzlichen Zustand gab uu*d schließlich erklärte, daß er gern bereit sei, seinen Posten zu opfern, wenn dadurch erreicht werde, daß in Zukunft die Majorität nicht von der Minorität perhorresziert und das Zustandekommen des Ausgleichs garantiert werde.
Paris, 16. Januar. Frankreich und Deutschland. Im „Eclairs bespricht der Abgeordnete Alphonse Humbert die auswärtige Lage. Er hält es für eine Pflicht der französischen Diplomatie, einen Zusammenstoß mit England zu vermeiden. Die Kammern und die Presse sollen ihr diese Aufgabe erleichtern, indem sie allen Aufreizungen der Engländer gegenüber kalt bleiben und die Verstärkung der französischen Flotte mit allen Mitteln betreiben. Der diplomatische Mitarbeiter des „Figaro", Whist, erwartet dagegen nichts Gutes von England und rät im jüngsten „Figaro" zu einer Abmachung zwischen Deutschland und Frankreich, um auf allen Kolonialgebieten gemeinsam vorzugehen. Er legt großes Gewicht darauf, daß das herausfordernde englische Blaubuch über Madagaskar in Deutschland keine Billigung gefunden habe, und sieht den Besuch, den der Deutsche Kaiser sofort nach seiner Genesung dem französischen Botschafter, Marquis de Noailles, machte, als ein wichtiges Symptom an, daß Deutschland eine solche Annäherung an Frankreich auf dem Kolonialgebiet nicht zurückweisen würde. Whist schließt mit den Worten: „Eine allgemeine Allianz zwischen Frankreich und Deutschland würde nach meiner Ansicht alle Franzosen vor den Kopf stoßen, die den Krieg von 1870 erlebten, aber ein Kolonialvertrag zwischen beiden würde weder den gleichen Widerwillen, noch die gleichen Vorurteile gegen sich haben. Die äußere Lage ist schwierig, und die Verteidigung des Vaterlandes zwingt uns, in Zukunft auch um den Preis der Qngenhebe für wirksame Bedeckung zu sorgen. Ich weiß mty, ob schon Unterhandlungen zwischen Paris und Berlin un Gange sind, aber ich gestehe offen, daß sie mir in der angegebenen Beschränkung nicht zuwider wären."
M P C England. Auf Anregung des englischen Kriegs- mmlstermms beschäftigen sich dortige Geschützfabrikanten mit öcr Konstruktion eines Motors zum Transport von Geschützen. In Frankreich und Oesterreich sind überraschend günstige Erfolge mit ähnlichen Wagen erzielt worden. Für England wurden solche Motorwagen hauptsächlich in Indien von großer Bedeutung fein, denn die zwischen den großen
Eisenbahn-Basen liegenden Wege sind zwar nur wenige, dafür aber in ziemlich guter Verfassung. Die Anregung zu dem befohlenen Versuch geht von Indien aus.
Petersburg, 18. Januar. Im Auswärtigen Amt wird die Meldung von einem Abschluß eines russisch-afghanischen Bündnisses als Erfindung bezeichnet.
Aus Sofia schreibt man den „M. N. N.": So ganz harmlos, wie die hiesigen Offiziösen sie darstellen, ist die plötzliche Abreise des russischen Vertreters Bachmetiesf nach Petersburg durchaus nicht. Es steht vielmehr fest, daß ein tiefer Gegensatz zwischen dem Fürsten Ferdinand und dem das Wetter in Sofia machenden russischen Agenten eingetreten ist. Ob der Widerstand Bachmetieffs gegen die Entsendung einer bulgarischen Militärmission zur russischen San Stesanofeier den einzigen Grund zu dieser Entfremdung abgegeben hat, oder ob auch die von der Opposition in Bulgarien festgehaltene Meinung, Rußland mißbillige die Finanzmaßnahmen und insbesondere die 290 Millionen- Anleihe, ein wenig mitspielt, ist bisher nicht festzustellen. Die immer unter den Zeichen des Mißtrauens stehenden Gesinnungen der russischen Regierung gegen den Fürsten werden keineswegs durch die mündliche Berichterstattung Bachmatieffs in Petersburg gewinnen können. Das Gegenteil ist aber mit ziemlicher Sicherheit anzunehmen. Und wenn Bachmatieff thalsächlich, was wir nicht glauben, auf einen Posten berufen werden sollte, wird fein Nachfolger gewiß unter den russischen Diplomaten schärferer Observanz zu suchen sein. Das Schwanken des Fürsten, sein Liebäugeln mit der Opposition, und doch wieder der Mangel an Mut, sich für ein ganz ruffophiles Kabinet offen zu erklären, gefällt durchaus nicht in Petersburg, von wo man ihm wohl bald einen strengeren russischen Vormund an die Seite geben wird.
M.P.C Bereinigte Staaten. Es sind einleitende Schritte ge- than worden, um in allen neuen amerikanischen Besitzungen Kohlenstationen anzulegen oder zu erweitern. Augenblicklich werden die Stationen in Portorico und Havanna vergrößert, während an anderen Orten Cubas nur Kohlenschuppen angelegt werden mit gleichzeitiger Ladegelegenheit. Honolulu wird in kurzer Zeit die Hauptstation des stillen Ozeans bilden, und im Perl-Hafen werden demnächst die großartigsten Werften und Docks entstehen. Innerhalb der nächsten sechs Monate sollen dort 25000 t Kohlen niedergelegt werden. Die Verladungen nach Pago-Pago haben Anfang dieses Monats begonnen. Ferner sollen die Hafenanlagen von San Juan, welche sich in schlechtem Zustande befinden, erneuert werden. Außer Cuba und Portorico wird die amerikanische Marine also demnächst Stationen besitzen in Manila, Pago-Pago, Honolulu und Juan. — Infolge der verheerenden Feuerwirkung der Schrapnellschüsse im letzten Kriege hat die amerikanische Regierung eine Lieferung von 2500 Schrapnells Kaliber 23 Ctm. ausgeschrieben. Die Kosten betragen ca. 50000 Dollars.
Males und Provinzielles.
n AuS Oberheffeu, 17. Januar. In Heuchelheim, Kreis Büdingen, wurde der Bürgermeister Krug auf fein Nachsuchen von seinem Amt entbunden und Beigeordneter Stoll mit der Führung der Bürgermeistereigeschäfte beauftragt. — In Oberau trat der langjährige Bürgermeister Frdr. Wilh. Braun I. vom Amt zurück. Die Wahl seines Nachfolgers Frdr. Wilh. Braun II. hat nun die behördliche Bestätigung erhalten. — Für die Gemeinde Rinderbügen wurde ein neues Ortsstatut erlassen, das die Ablösung der auf dem Büdinger Wald ruhenden Berechtigungen und die Gemeindenutzungen der Ortsbürger überhaupt betrifft. — Nidda, Horloff und Nidder haben Hochwasser. Die Wiesengründe an diesen Flüßchen sind unter Wasser gesetzt. — Nach der jetzt veröffentlichten Uebersicht über die Geschäftstätigkeit der Pfennigsparkassen im Kreis Büdingen im zweiten Halbjahr 1897 bestanden solche Kassen in 38 Gemeinden. Die Zahl der Einleger ging von 2583 auf 1088 zurück. Das Gesamtguthaben der Mitglieder betrug am Anfang der genannten Zeit 153,481 Mk. 48 Pfg. Die Einlagen betrugen in den folgenden Monaten 2832 Mk. 34 Pfg., 2638 Mk. 57 Pfg., 3036 Mk. 21 Pfg., 2583 Mk. 78 Pfg., 3026 Mk. 27 Pfg., 3375 Mk. 16 Pfg. Die Rückzahlungen waren im November, wo sie 8225 Mk. 49 Pfg. betrugen, am stärksten. Die größte Einlegerzahl hatte Ende Dezember Gettenau, nämlich 184, die geringste Diebach, nämlich 1. - Der Oberhessische Obstbauverein bestand am 13. Januar zehn Jahre. Von zwölf Herren in Butzbach 1889 gegründet, hat er jetzt 4433 Mitglieder. Unter tüchtiger, sachkundiger Leitung stehend, hat der Verein in dem kurzen Zeitabschnitt in der ganzen Provinz Oberhessen ungemein ersprießlich gewirkt.
Darmstadt, 18. Januar. In dem Schaufenster der Firma E. L. Victor, Wilhelminenstraße, sind gegenwärtig eine Zahl kunstvoll und reizend gearbeiteter silberner Myrtenbäumchen ausgestellt, die dem Publikum manches Rätsel zu lösen geben. Es hat damit folgende Bewandtnis: Diese Myrtenbäumchen, welche sich alle gleichen, sind als Geschenk zur silbernen Hochzeit für I I. K.K. H.H. den Herzog und die Herzogin von Coburg bestimmt und zwar schenkt je eines der Kinder und Enkel dem hohen Paare ein solches Bäumchen. Da die Zahl der letzteren zwölf ist, so ist es auch gerade ein Dutzend. Aus den Kübelchen, in denen die Bäume stehen, und die nach dem Muster der in der hiesigen Orangerie befindlichen gefertigt sind, sind die einzelnen Monogramme der hohen Kinder und Enkel des fürstlichen Jubelpaares mit Krone eingraviert.
A Mainz, 18. Januar. Bezüglich der gestern im hiesigen Flußhafen stattgehabten Rutschung eines Eisenbahndammes, bei welcher, wie schon mitgeteilt, fünf Transportwagen und eine Lokomotive in das Wasser stürzten, ist alsbald sowohl durch das Gericht wie auch durch die Staatsbahnverwaltung eine Untersuchung vorgenommen
worden, die zu dem Ergebnis geführt hat, daß das Vorkommnis durchaus nicht in einem Konstruktionsfehler der neuen Dammanlage oder in einer übermäßigen Belastung des Dammes gelegen ist, sondern, daß der in den letzten Tagen herrschende, orkanartige Sturm in Verbindung mit dem Hochwasser lediglich die Schuld an dem Unfall trägt. Wie schon bei der staatlichen Abnahme des Schienenstranges konstatiert worden war, erwiesen sich das Material wie die Konstruktion des Dammes als ganz vorzüglich. Der direkte und indirekte Schaden des Unfalls, den wohl die Stadt zu tragen haben wird, ist ein sehr bedeutender, indem, abgesehen von dem Materialschaden und den Kosten, welche die Hebung der in das Wasser gestürzten Wagen und Lokomotive verursachen, wieder bedeutende Mittel für die Wiederherstellung des auf feiner ganzen Länge bis auf den Mutterboden unterwühlten Dammes aufzuwenden sind, wozu noch kommt, daß die auf der Engelheimer Aue int Werden begriffenen neuen städtischen Gas- und Elektrizitätswerke in ihrem Bau sehr behindert sind, indem durch den Dammrutsch die Herbeischaffung des zur Erhöhung der Aue erforderlichen Materials außerordentlich erschwert und auf Monate hin verzögert wird.
Mainz, 18. Januar. Hochwasser und lieber« schwemmung. Wie es bei den fortgesetzten, fast ununterbrochenen Niederschlägen kaum anders zu erwarten ist, steigt der Rhein noch immerwährend und hat jetzt hier eine Höhe erreicht, daß er schon an verschiedenen Stellen die Ufer überflutet. Die Zunahme von gestern abend 8 Uhr bis heute abend zur selben Stunde beträgt nahezu einen Meter, und ist der gegenwärtige Pegelstand 3,60 Meter. Vom Oberrhein und teilweise auch vom Neckar wird langsames Fallen und Stillstand gemeldet, wogegen die am morgen von Mannheim und Worms eingetroffenen amtlichen Mitteilungen weiteres Steigen anzeigen. Der vordere Teil des Riedes wie auch die ebenen Felder zwischen Worms und Bingen sind bereits weithin überflutet und zeigen das unfreundliche Bild der Ueberschwemmung. Hier beginnt man damit, die nicht sehr hochgelegenen Magazine auf dem Rheinquai zu räumen.
Mainz, 18. Januar. Der langjährige Leiter des Philharmonischen Vereins hier, der verdienstvolle Kapellmeister Heinrich Rupp, hat heute seine Stelle als Direktor des genannten Vereins niedergelegt. Heber die Gründe zirkulieren verschiedene Versionen.
Bodenheim, 18. Januar. Am Dienstag feierte die älteste Frau Rheinhessens, die Witttve Christine Cordini, ihren Geburtstag. Die körperlich allerdings schwache, aber geistig noch rüstige Frau ist jetzt 103 Jahre alt. Sie erinnert sich gerne, als eine geborene Cauberin, an Blüchers Rheinübergang in der Neujahrsnacht 1814 und will den Marschall „Vorwärts", wie auch Kaiser Wilhelm I. und Napoleon Bonaparte persönlich gekannt haben.
Vermischtes.
• Zlmenau (Thüringen). Das hiesige Thüringische Technikum — eine höhere und mittlere Fachschule für Maschinenbau - und Elektrotechnik — wird im Winter- Semester 1898/9 von 676 Technikern besucht, im Sommer 1898 besuchten 600 Techniker die Anstalt, mithin stellt sich die sogenannte Jahresfrequenz auf 1276 Besucher. An den Diplom- und Abgangs-Prüfungen, die unter Vorsitz des Staatskommissars, Herrn Professor Dr. Leidenfrost, Großherzoglicher Oberschulrat a. D., zu Weimar stattfanden, beteiligten sich im letzten Schuljahre 308 Absolventen, hiervon bestanden 32 mit Auszeichnung, 58 mit Nr. 1 (recht gut), 143 mit Nr. 2 (gut) und 75 mit Nr. 3 (genügend). Nach den Absolventen herrscht eine große Nachfrage, der leider nicht in ganzem Umfange entsprochen werden kann, weil dieselben in der Regel schon lange vor ihrem Abgänge gute und lohnende Stellen, meistens durch Vermittlung der Direktion, erhalten. Am Thüringischen Technikum wirken 20 Fach- und 8 Hilfslehrer; es ist jede lehrplanmäßige Unterrichtsstunde ordnungsmäßig und gut besetzt, so daß alle Techniker bei regem Fleiße vollkommen ihren Zweck erreichen werden. Das Schulgebäude wurde int Sommer 1898 abermals durch einen Anbau erweitert, die Anstalt kann jetzt ca. 700 Techniker aufnehmen und will mit dieser Frequenz ihre Entwickelung abschließen. Findet zum Sommer 1899 eine ähnliche Frequenzzunahme wie zum Sommer 1898 statt, was wahrscheinlich ist, so müssen ca. 40 Anmeldungen zurückgewiesen werden. Es ist daher dringend geboten, die Anmeldungen rechtzeitig zu vollziehen, wenn die Aufnahme bestimmt zugesichert werden soll. Das Sommer-Semester 1899 beginnt am 7. April; der Vorunterricht am 20. März. Weitere Auskunft erteilt die Direktion, durch die Programme und Jahresberichte zu beziehen sind.
* Deutsch-Brasilischer Verein. Vor einiger Zeit ist in Berlin ein Verein begründet worden, der den Zweck hat, „die geistigen, kulturellen und wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Deutschland und Brasilien zu pflegen und zu fördern und in beiden Ländern die allgemeinen, deutsch- brasilischen Interessen zu vertreten." Unter den Begründern befinden sich Direktor Kurella, General von Alten, Geheimrat Bormann, Direktor Fabri, Heinrich Schüler (Porto Allegre) u. v. a. Der Jahresbeitrag beträgt mindestens 3 Mark. Schatzmeister ist Herr Verlagsbuchhändler Alfred Paetel, Berlin W., Elßholzstraße 12, Schriftführer Herr Rechtsanwalt Selle, Berlin SO., Schmidstraße 9.
* Nahrungsmittel-Industrie: Wir lesen in der Konstanzer Zeitung vom 13. d. Mts., daß die Firma Maggi in Singen (Amt Konstanz) ca. 150000 qm Land zum Bau großer Fabriken erworben hat. Außer dem wohl in ganz Deutschland bekannten Maggi zum Würzen der Suppen, das ein hervorragendes und dabei wohlfeiles Mittel zur Kräftigung von Suppen und Speisen darstellt, sollen in Singen nunmehr noch zwei weitere Spezialitäten „Gemüsekraftsuppen in 50 verschiedenen Sorten" sowie „Bouillon-


