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mber. In einem in der enen Mde kam es zwischen reren Wilddieben zum een tätlich verletzt wurden. Fa/l von Vergiftung i ein Haar dm'Mnschen- hat sich vergangene Nacht
Drei Knechte der Herrn 1 gestern adend, wie tzrwbh- -n'HserdrM angrenzenden ewvhnlich liegt einem der > A Wecken ob, d. h. derselbe I Wohnhauses, als auch das ? tute ftüh unterblieb indesien Bewohner des Wohngebäudes nach 4 llhr von selbst auf -rdestalle, um den, wie sie cs den Federn zu scheuchen, ferdestalles, den man beim !ten muß, quoll ihnen ein , c\n den Schlammen an- AS«; iasaefundene den Dersuch g^
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Kitteratur
etwa 2600 betragen.
Universität und Hochschule
licher Methoden einen Erfolg der Zukunft.
Gestorben: Der Berliner Professor der Chemie Geh. Oberregierungsrat Dr. Ferdinand Tiemann am Dienstag abend in Meran infolge eines Herzschlages. .
Verschiedenes r Zum Zweck der Habilitatron als Privatdozmt in der theologischen Fakultät der Universität Jena hielt gestern der Licentiat Fritz Lipsius in der Universitätsaula eine -r.'..-- über Augustins Erkenntnistheorie und Psychologie. Fntz Lipsius 'st der Sohn b/d unvergeßlichen hervorragenden Professors der Theologie Richard Adelbert Lipsius (t am 19. August 1892). — Bei der akademischen Preisverteilung an der Universität Tübingen hielt, da noch kein Kanzler für den verstorbenen Geheimrat v. Weizsäcker ernannt ist, der derzeitige Rektor, Professor der katholischen Theologie Dr. Schanz, die Festrede über das zeitgemäße Thema „Universität und technische Hochschule". Der Redner kam dabei auch auf den neuen technischen Doktortitel zu sprechen, erkannte die Bedeutung der technischen Hochschule vollkommen an und erwartete von der Verbindung beider wiffenschaft-
andermal der Umstand, daß wenigbemittelte, wenn auch hochbegabte junge Gelehrte die flattiere des Universitätslehrers gatnicht einschlagen und manchen Platz, den sie einnehmen könnten, für Söhne wohlhabender Eltern freüassen. Ist das ein richtiger, em würdiger Zustand? Soll nicht die Universitätslehrerschaft aus die reiche Heirat hingewi-sen werden oder soll nicht diese flarriöre ein Privilegium der Neichen werden, dann muß irgend etwas für die Privatdozenten und Extraordinarien geschehen.
Die 3. Wohlfahrts-Lotterie zu Zwecken der Deutschen Schutzgebiete gelangt schon am 25., 27., 28., 29. und 30. ds. Mts. im Ziehungs- saale der Königlichen General-Lotterie-Direkcion in Berlin öffentlich zur Ziehung. Mit dem Bezug von Wohlfahrts-Losen ä Mk. 3,30 möge man sich beeilen, da infolge des gemeinnützigen Zweckes und der schönen Gewinne von 100,000 Mk, 50,000 Mk., 25,000 Mk. u. s. w., voraussichtlich wieder rasch ausverkauft sein wird. Die Lose sind vom General- Debit Lud. Müller & Co., Bankgeschäft in Berlin, Breitestraße 5 und hier von den bekannten Losverkaufsstellen zu beziehen.
Von der I. Ricker'fchen Buchhandlung, hier, ©übenlagtö, sind soeben zwe, neue K-taloge zur Ausgabe g-langt, von denen der ,'ste Nr. 34 die medizinische Abteilung des umfangreichen Antiquartatslagers verzeichnet, der letztere Nr. 35 die schön wissenschaftliche deutsche Lilteratur nebst Uebersetzungen auS fremden Sprachen in sich schließt. — Beide Kataloge bieten in sorgfältiger Bearbeitung dem G lehrien und Bücherfteunde eine reichhaltige Lttteratur auS alter und neuer Zett zu außrro, deutlich billigen P^isfätzen. Der medizinische Katalog mit seinem Inhalte von über 1550 Werken wird nicht allein dem Studierenden, sondern auch dem praktischen Arzte eine willkommene Handhabe bet Zusammenstellung bez. Vervollständigung seiner Bibliothek bieten, der schönwtssenschast- l'che Kaialog, mit nahezu 2600 Werken wendet sich außer an den Literarhistoriker von Fach vernehmlich an d?n großen Teil des gebildeten Publikums und b etit dem Bildungs- und Lesebedürsttgen überaus reiche und mannigfaltige Nahrung. — Beide Kataloge werden jedem Interessenten gratis ve abfolgt und können wir dieselben zum nutzbringenden Gebrauche nur bestens empfehlen.
:u v« , Das neue, der nationalen Politik in kolonialen und auswärtigen Probevorlesung Dingen gew-dmete Organ, die von Dr Hans Wagner heraus- '• - - ■ 1 gegebene „Koloniale Zeitschrift" (Vermag deS Bibliographischen
Instituts tn L tpzig und Wien), ist mit der soeben zur Ausgabe gelangten Probenummer nunmehr ins Leben getreten. — DaS Programm dieser Zeitschrift wendet sich, wie von uns früher bereits hervorgehoben rou de, tn erster Linie an die Kreise, die tn 6 tennung der bisher auf dem Gebiete der kolonialen Presse zu Trge g.tretenen Mängel das Besteben eines gut geleiteten, dabei vollkommen unabhängigen, maßvoll kritisch n Organ? als dringendes Bedürfnis rrapfi '.ben. Auch das im Volke immer mehr erwachende Verständnis für die Notwendigkeit einer deutschen Weltpolitlk teilt der „Kolonialen Zeitschrift" weiterhin noch außerordentlich wichtige Aufgaben zu, die zu lösen die Redaktion unLr steter Hochhaltung des nationalen Gedankens bemüht bleiben will. Das vorliegende Probeheft nimmt bereits durch seine vorzügliche äußere Ausstattung für sich ein, während der Text und die Illustrationen erkennen lassen, daß das Blatt dem gesteckten Ziel mit weitem, praktischem Blick, lebendigem Deutschgefühl und feinem Verständnis zustreben wird. Eingeleitet wird die erste Nummer, die jedem Interessenten kostenfrei zur Verfügung steht, durch zwei vortreffliche Aufsätze deS Herausgebers: „Der Kapitalistenkrieg in Südafrika" und „Von der WestMte Afrikas . Ihnen folgt ein Nekrolog, den Professor Dr. Hans Meyer „Zum Gedächtnis an den Oscar Baumann" verfaßt hat. Aus dem übrigen reichen Inhalt seien nur noch die folgenden Beiträge und Mitteilungen hervorgehoben: Die Samoafrage. — Deutsche Unternehmungen tn China. — Spanisches und ausländisches Kapital in Spanien. — Dänische Bestrebungen in Ostasim. — Deutsche Kolonisten für Honduras. — Der neue Etat unserer Reichsrnarinevei waltung. — Kolonialer Warenmarkt in Hamburg. — Kolonialer Kurszettel rc. — Der Abonnementspreis beträgt bei jährlich 26maligem Erscheinen (von Neujahr 1900 ab) 2 Mark 50 Pfennig für daS Vierteljahr.
— Bom Notstand bei den Professoren. Man schreibt der Frkf. Ztg." aus Heidelberg: In dem Feuilletonartckel: „Der Um- versitätsprofcffor als Hungerkünstler" (Vgl. Feuilleton in Nr. 269 des Gieß Anz.") ist gesagt, man könne aus jener Bemerkung Kästners tn Göttmgen, daß er sich in Leipzig als Extraordinarius im Hungerleben geübt habe, ersehen, wie die Verhältnisse der Professoren vor 150 Jahren gewesen seien. Nun, so schlecht wie damals sind sie heute nicht, aber ein Extraordinarius, der nicht von wohlhabenden Eltern stammt oder sich zeitig nach einer reichen Frau umsah, könnte auch heute noch Peblern vom Hungerleiden singen Es gibt allerdings zwei Extraordmarien, die etatsmäßigen und die, welche zwar einen Titel, aber keine Mittel haben, es seien denn höchstens wenige Hunderte von Mark für einen Lehrauftrag. Die etatsmäßigen Extraordinarien sind nun keineswegs brillant bezahlt und auch auf Nebeneinnahmen, seien es Schriftstellerhonorare oder Renten angewiesen, wenn sie nur einigermaßen standesgemäß leben wollen und nicht Junggesellen sind. Ein Teil der etatsmäßigen und auch ein Teil der nur titulierten Extraordinarien find wohl besser daran, das sind die Mediziner, die praktische Aerzte oder Spezialärzte sind, und auch diejenigen, die Assistentenstellen bekleiden, haben wenigstens etn dürftiges Gehalt und Einkommen, was für einen Unverheirateten aus. reichen kann, aber die Theologen, Philologen, Historiker, Mathematiker, Juristen, Nationalökonomen und Philosophen haben, wenn sie nicht etatsmäßige sind, in der Regel nichts weiter, als die Kollegrenhonorar- anteile, und die reichen nicht, um den Buchhändler zu bezahlen. Von den 50 bis 60 Extraordinarien in Heidelberg ist die Mehrzahl ohne jegliches Gehalt und somit auf eigenes Vermögen oder Vermögen der Frau angewiesen, soweit sie Familie haben. An anderen Universitäten würde mancher dieser Professoren noch Privatdozent heißen, jedoch be- । züglich ihres Einkommens ist kein Unterschied. Was ist aber die Folge dieser Zustände? Einmal die Jagd nach dem Geld — der Frau, das
fahrer, der Fabrikaufseher H a l t e n h ä u s e r und der Arbeiter Sam eh, . von einer General Versammlung in Hofheim kommend, entgegengefahren. Spieß, der Haupträdelsführer der Bande, warf sich vor Haltenhäuser zur Erde und brachte denselben zu Fall, während die anderen Kumpane den Sameli vom Rad warfen. Damit nicht genug, fielen sie sämtlich über die Radfahrer her und bearbeiteten sie mit Stock und Faust, und I Spieß stach mit dem zu Worms gezeigten Messer dem Haltenhäuser in den Rücken und Sameli erhielt einen Stich in die Hand, der ihn noch heute arbeitsunfähig macht. Nach Vollendung dieser grenzenlos rohen That setzten die Wegelagerer unbekümmert ihren Marsch nach Robstadt fort und trafen auf der Chaussee auf einen von Worms heimkehrenden Arbeiter Hamm von Hofheim. Auch diesen überfielen sie, warfen ihn in den Causseegraben und als er schrie, hielt ihm Spieß den Mund so fest zu, daß sich die Backenknochen seines Opfers verschoben, während die anderen Helden mit Stock und Faust aus den Arbeiter einhieben. Den Wehrlosen ließen sie dann liegen und Spieß entfernte sich mit den Worten: „Bis morgen früh hat der die flrent" Damit noch nicht genug, riß Spieß am Bahnübergang bei Botstadt eine Warnungstafel ab, während feine Kumpane die Barriere herausrissen. In Hofheim rissen sie die Zäune ein, legten einen Baumstamm quer über die Straße und warfen einen auf der Straße stehenden Pfuhlwagen um u. a. mehr, wobei sie vom Nachtwächter und Polizeidiener eetappt wurden. Die Angeklagten sind heute ihrer Schandtaten sämtlich geständig und nur Spieß stellt sich als unschuldig hin und leugnet alles ab. Die Herren Verteidiger Dr. Osann und Neuschaffer konnten aus diesem Grunde nur auf mildernde Umstände plaidieren. Das Urteil lautet gegen den 17jährigen Spieß als Hauptthäter in Anbetracht seiner vielen Vorstrafen auf 1
7 Monat 5 Tage Gefänonis und 5 Wochen Hast, für Steinmann, Haß und Phil. Dapper 4 Monat Gefängnis und 4 Wochen Haft, für Georg Dapper und Alb. Kanis auf 3 Monat Gefängnis und 4 Wochen Haft. Die Gerichtskosten wurden den Angeklagten zur Saft gelegt.
Schranken de« Gesetzes halten, daß man aber scharf vorgeben würde, fallt ste Leute, die arbeiten wollen, gewaltsam von der Arbeit abhalten wollten ober sich G wallthä"gkeiten zu Schuld,n kommen ließen. Um H Uhr nach s i lickte et re halbe Komvagnie Infanterie aus Stilen auf d n Platz zur Derflärkun > der schon anwesenden Mannschaften und de. Bürgerwehl. Mm glaubt, daß der Ausstand m brere Wochen bau rn könnte. Vielen Ar beite-n, namentlich den Siztl ane-n, ga> der Ausstand d<e erwü> sch e Gelegenheit, die kalte Gegend zu verlass., und nach dem roo-men Süd n he'mrukehren. Heu e Dienstagabend ist dte Lage noch unverändert. Die Unternehmer bestehen -mmtr noch auf der Ablehnung sämtlicher Forderungen der Arbeiter Die Arbeiter hatten als Forderungen gestellt- Abschaffung der Akkords-beit, Lohnerhöhung um 50 Rappen pro Tag für alle Arbeiter. V rminderung der täglichen Arbeitszeit von acht auf s chs Stunden für alle in Förd.rttellen Arbeitenden, Herabsetzung des A-beittztages von acht auf vier Stunden für d^e .m Wasser arbeitenden L ute, Herabf tzung der täglichen Arbeitszeit von zwölf auf acht Stunden für alle außerhalb des Tunnels Beschäftigten. und endlich B feitigung der im tunneltnnem errichteten Sprengstofflagern. Die Zchl der Ausständtschen durfte nunmehr
Arbeiterbewegung.
Bern, 16. November. Der am Sonntagabend begonnene Ausstand der Arbeiter em Simplontunnel hat in den beiden letzten Tagen weitere Kreise gezogen. Nun haben auch die Arbeiter derjenigen Gewerke, die mit der Tunnelunternehmung nichts zu thun Haden, die Arbeit niedergelegt. Die Arbester werden gewaltsam von den Werkplätzen vertrieben. Ein junger Italiener, Erispino Bertelli, der zur Arbeit gehen wollte, erhielt Montagabend einen Revoloerfchuß, dem er schon erlegen ist. Er kam über den Simplon frisch zugewandert. Als er, nichts böses ahnend und ohne Kenntnis de« Ausstandes nach Brteg kam, wurde er von einigen Kerlen angehalten. Auf seine Antwort, er wünsche hier in der Schweiz Arbeit zu suchen, streckte ihn einer der Ausständischen mit dem Revolver ohne weiteres zu Boden. Von dem Thäter bat man "eine Spur. Nachdem im Laufe deS DtontagS noch verschiedene GewaltthLtigkeiten oorgekommen waren, ordnete der Staatsrat des Kantons WalliS ein Aufgebot von Truppen an. In Brieg wurde Generalmarsch geschlagen, um die Leute unter die Waffen zu rufen; ♦n der Umgebung wurde Sturm geläutet uud die Burgerfchast alarmiert. Es herrschte ungeheure Aufregung. Um 4 Uhr versammelte fich die in Brieg wohnhafte Mannschaft des Bataillons 89, feldmäßig ausgerüstet, unter dem Platzkommandanten Hauptmann Strokalger. Gleichzeitig wurde eine Versammlung von etwa 1200 Arbeitern auf einer großen Wiese nahe dem Städtchen Brieg «bgehalien. Es sprach der italienische sozialistische Abgeordnete Morgari, der die Autzständischen ermunterte, auszuharren, sich ruhig tu verhalten und im Essen und Trinken sich möglichst ^iuschränken, um den Ausstand länger aushalten zu können. Der Redner erteilte ferner die Mahnung, Zusammenstöße mit den Truppen, deren Erscheinen unter den Arbeitern große Erregung hervorgerufen hatte, zu vermeiden. Die mondhelle Nacht war schon längst hereingebrochen, als sich die Versammlung auflöste. Die Arbeitermassen verzogeu.stch allmählich nach Naters, wo sich die Barackenstadt befindet. Ruhestörungen kamen nicht vor. Beim Bürgermeister von Brieg «schien eine Abordnung der Ausständischen, um über die Anwesenheit der Truppen Auskunft zu verlangen, und erhielt zur Antwort, baß die Arbeiter nichts zu befürchten hätten, sofern jsie sich innerhalb der
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Bekanntmachung.
Mit Genehmigung Großh. Ministeriums des Innern vom 8. September b. Js. hat eine Abänderung der in § 3 drr Polizeiverordnung vom 2 Icmu>r 1891 festgesetzten Bestimmungen bezüglich der Schlachtzeiteu im ftädtischeu Schlachthause in folgender Weise stattgefunden:
Das Schlachten von Horn« und Kleinvieh kann den Tag über ^a^vom l. Mai bis 31. August von 5 Uhr morgens bis 8 Uhr abends, b. vom 1. September bis 30. April von 6 Uhr morgens bis 6 Uhr abends.
Das Schlachten der Schweine hat zu geschehen:
a. vom 1. Mai bis 31. August von 6 Uhr morgens bis 4 Uhr nachmittags, b vom 1. September bis 30. April von 7 Uhr morgens 6i§4 Uhr nachmittag?.
Wir bringen diese von jetzt ab in Kraft tretende Abänderung zur öffentlichen Kenntnis.
Gießen, den 12. November 1899 8026
Grotzherzoglichs Bürgermeisterei Gießen.
Gnautb.
Bekanntmachung.
Die am 6. d. Mts. abgehaltene Verpachtung von 110 Triebvierteln ist nicht genehm'gt wordm. Wir bringen dies mit dem Bemerken zur Kenntn-S, daß eine nochmalige Verpachtung der'elben auf
Montag den 20. November d. I.
festgesetzt worden ist und daß des Vormittags von 10 Uhr ab, mit Zu- fammenkunft auf der Straße nach Sich am Bahnwärterhäuschen, die rwifchcn altem Sftinbacherw.-g und der Grünbergerstraße geleoenen Tneb- viertel, und des Nachmittags von 3 Uhr ab, mit Zu-ammenkanft ani der Landman^straße, diejenigen unterhalb der Grürch.rgerftraye zum Ausgebot kommen.
Gießen, den 15 Nooember 1899.
Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen.
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