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18.1.1899 Erstes Blatt
 
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neuerdings sich vielenorts stürmische westliche Winde ein­gestellt haben. Dabei ist es, zumal auf unserem Gebiete, unter Föhnwirkung ungewöhnlich warm. Das Wetter ist trüb unb wird zunächst unruhig und unbeständig bleiben. Voraussichtliche Witterung: Unruhiges, trübes Wetter mit zeitweisen Niederschlägen.

Schotten, 15. Januar. Seine Königliche Hoheit der Großherzog hat am 4. d. M. der Marg. Merz, die seit 40 Jahren bei Herrn Hotelier Theodor Cellarius in treuen Diensten steht, dasEhrenzeichen für treue Arbeit" verliehen. Herr Geheime Regierungsrat Schönfeld über­reichte der Jubilarin die Dekoration unter Beifügung eines in feinsinniger Weise ausgestatteten Diploms, in dem ihr die Bedeutung des Aktes klargelegt wurde. Hoffen wir, daß die Jubilarin auch das 50jährige Jubiläum erlebt.

N. H. V."

Darmstadt, 16. Januar. Se. Königliche Hoheit der Großherzog haben mittelst Allerhöchster Entschließung vom 16. Januar d. I. dem Großh. Leibarzt Geheimerat Dr. med. Karl Eigenbrodt aus Anlaß seines am 16. d. M. stattfindenden 50jährigen Doktorjubiläums das Komturkreuz 1. Klasse des Verdienstordens Philipps des Großmütigen Allergnädigst zu verleihen geruht.

Mainz, 16. Januar. Während fast im ganzen verfiossenen Spätiahr bis zu Weihnachten hin die Schiff­fahrt lvegen niederem Wafferstano Not gelitten hat, ist infolge der heftigen Niederschläge der letzten 10 Tage jetzt plötzlich Hochwassergefahr eingetreten und zwar in einer Weise, die eine Ueberschwemmung des ganzen Rhein­gebietes befürchten läßt. Von Waldshut stromabwärts wird überall starkes Steigen des Rheines gemeldet und ebenso lauten die Nachrichten vom Main, nur vom Neckar wird Stillstand augezeigt. Hier ist der Rhein, der in einer schlammigen, braunen Masse vor der Stadt vorüberzieht, von gestern auf heute 45 Zentimeter und heute während des Tages ca. 25 Zentimeter gestiegen. Gegenwärtiger Stand ca. 45 Meter. Das städtische Pumpwerk mußte bereits seine Thätigkeit beginnen.

Aus der Zeit für die Zeit.

Vor 28 Jahren, am 18. Januar 1871, wurde im Spiegel­saale zu Versailles König Wilhelm I. zum deutschen Kaiser proklamiert. Schon seit Oktober 1 870 wurden zwischen Preußen und den süddeutschen Staaten Verhandlungen geführt, die zum Abschluß einer Vereinigung auf Grundlage derVer- faffung des Norddeutschen Bundes führte. Von dem patriotisch gesinnten jugendlichen König Ludwig II. von Bayern ging sodann die Anregung zur Wiederherstellung der deutschen Kaiserwürde aus, ein Gedanke, dem die übrigen Fürsten und freien Städte freudig zustimmten.

Vermischtes.

Straßburg, 13. Januar. Ein Unwetter suchte in der letzten Nacht das Rheinthal heim. In Straßburg selbst war die Gewalt des Sturmes und dementsprechend die an- gerichtete Verwüstung groß. Die stärksten Bäume wurden entwurzelt und geknickt, Zäune gebrochen und die Wege mit den abgewehten Aesten besät. Telegraphen- und Fernsprech- drähte wurden zerrissen, und auch vor den menschlichen Woh­nungen machte der Sturm nicht halt. Viele Dächer hoch- liegender Häuser deckte der Sturm zum größeren oder geringeren Teil ob oder beschädigte sie schwer, Schornsteine wurden um- geworsen, Fensterläden abgerissen, Scheiben eingedrückt; eine Seilerei wurde vollständig zerstört. Der Fuhrwerks- und Straßenbahnverkehr mußte unterbrochen werden, und ein Lokalbahnzug nach Grasenstaden konnte nicht abgehen.

* Hann. Münden, 15. Januar. In Folge der starken Regengüsse der letzten Tage sind unsere Flüsse Fulda, Werra und Weser ganz bedeutend gestiegen. Der Weserpegel an der Tanzwerderspitze zeigt heute mittag einen Wasserstand von 2,22 Meter über Null. Die Wehre bei den Stauanlagen in der Fulda mußten wieder umgelegt werden; da auch die Schiffahrt auf der Weser unterbrochen ist, so find die Schiffe vor Anker gegangen. Auch die Schiffahrt von Münden bis Kassel auf der Fulda muß längere Zeit als geschlossen be­trachtet werden; denn bei Wolfsanger ist heute vormittag ein großes Kiesschiff infolge des eingetretenen Hochwassers gegen da» Nadelwöhr der dortigen Schleuse getrieben und hat dabei zirka zwölf Nadel-Böcke sehr geschädigt. Das Kiesschiff ist bei dem starken Anprall sofort gesunken.

* Hamburg, 15. Januar. Das letzte Verzeichnis der für das Hamburger Bismarckdenkmal eingegangenen Bei­träge schließt mit 450199 Mk. ab.

Basel, 15. Januar. In der Zeit von vierundzwanzig Stunden ist der Rhein um zwei Meter gestiegen, während de» ganzen Sonntags hat er den abnormen Wasserstand von 3,7 Meter behauptet. Dementsprechend führt er auch viel weggrschwemmtes Holzwerk mit sich. Die städtischen Fähren haben ihren Dienst eingestellt. Nach telegraphischen und mündlichen Berichten stehen viele Distrikte der mittleren und der Westschweiz unter Wasser, sodaß an einigen Olten der Eifenbahndienst gefährdet ist. Der hohe Wasserstand der hi r mündenden Wiese hat da» Ausbieten der Dorffeuerwehr nötig gemacht; ein Menschenleben ging letzte Nacht verloren. Der abnorme Thermometerstand (-J- 10 Celsius) hat in einem aroßen Teile der Schweiz den Schnee zum raschen Schmelzen gebracht, sodaß man mancherorts im Hochgebirge Lawinen­unglück befürchtet. Auch der Sturm zu Ende der letzten Woche hat zu Wasser und Land übel gehaust, das Landen der Dampfschiffe unmöglich gemacht, Kamine gebrochen und Bäume geknickt.

D.L.G. Die Bauten für die Frankfurter Ausstellung der deutschen Landwirlfchafts-Gesellschaft sind ver­geben, und zwar zum allergrößten Teil an auswärtige Unter­nehmer und unter diesen wieder vorzugsweise an Unternehmer,

welche bereits aus den vorigen Ausstellungen derartige Arbeiten übernommen hatten. Die Angebote der Frankfurter Werk­meister gingen weit über die sonst gezahlten Sätze hinaus und konnten daher nur zum allerkteinsten Teile berücksichtigt werden.

* Von einem bei Wangeroog gestrandete» englischen Schuner wurden der Kapitän und sechs Personen durch das Rettungsboot der Station,Fürstin Bismarck" gerettet.

* Das Gesamthaus der Hoheuzollern umfaßt am Beginn des neuen Jahres 54 Häupter, von denen 44 geborene Hoheuzollern unb 10 angeheiratete Damen find. Auf die preußische Königsfamilie kommen davon 35 Häupter, und zwar 19 männliche, 11 weibliche und 5 angeheiratete Mit­glieder. Das fürstliche Haus Hohenzollern zählt 19 Mit­glieder, unter ihnen als geborene Hohenzollern 9 männliche, 5 weibliche, und als angeheiratete 5 Häupter.

* Aus derewigen Stadt." Die Stadtverwaltung von Rom macht bekannt, daß die Einwohnerzahl der italienischen Metropole mit dem 1. dss. Ms. die halbe Million erreicht hat, indem sie sich auf 500,028 Personen belief. Am 20. September 1870, dem Tage des Einzugs der Italiener, betrug die Einwohnerzahl Roms nur 226,622 Personen.

* Fürstliche Geschenke. Seit vielen Jahren schicken die Herrscher Europas der Königin Viktoria, wieLadys Pictorial" mitteilt, Speisen und Getränke, die ihr Land in besonderer Güte erzeugt. So schickt der deutsche Kaiser seiner Großmutter alljährlich einen Eberkopf. Die Kaiserin Friedrich sendet derselben Pfefferkuchen. Der verstorbene Prinz-Gemahl Albert hatte die deutschen Pfefferkuchen besonders gern; man hat sie auch in Eng­land und nennt sie dortJngwerbrot", aber die Voll­endung der deutschen Pfefferkuchen erreichen sie doch nicht. Die Gabe des Zaren Nikolaus besteht in einem ungeheuren Stör und die des Kaisers von Oesterreich in einem Dutzend Flaschen auserlesenen Tokayers. Der Groß­herzog von Mecklenburg-Schwerin sandte letztes Mal zu Weihnachten Gänseleberpasteten und die Kronprinzessin von Griechenland Gewürz und eingemachtes Obst.

* Humoristisches zur Fraueufrage. Hin und wieder so schreibt derHann. Cur." werden auch die Führerinnen der Frauenbewegung bei ihrer oft für sie nicht gerade er­quicklichen Arbeit durch erheiternde Kundgebungen aus dem Publikum erfrischt, deren eine jüngst von einemAntisemi- nisten unb Junggesellen" aus Chemnitz an Frl. Dr. Anita Augsburg gerichtet war, ausgezeichnet durch eine so unfrei­willige Komik, daß ihre Bekanntgabe in weiteren Kreisen das gleiche Vergnügen erwecken dürfte, wie bei der Adressatin: Geehrtes Fräulein Doktor! Veranlaßt durch die immer weitere Kreise ziehende Frauenbewegung erlaube ich mir hier­mit, Ihnen eine Ansicht mitzuteilen, deren Richtigkeit wohl unzweifelhaft dasteht. Die Frau wird wieder in ihre Position zurückgedrängt werden, die sie während Jahrtausenden ein­nahm, sobald die Kohlenläger erschöpft sind, denn dann kommt wieder die physische Kraft zur Geltung und hat dann die Stunde der Revanche für die Männer geschlagen, unb um so mehr jetzt die Frauen ben Männern zusetzen, um so mehr werden sich s. Z. letztere an ersteren revanchieren. Daß sich die Frau aus ihrer Unterordnung herausarbeiten konnte und noch kann, ist nur infolge des jetzigen Kulturzustandes möglich, der lediglich der vorwärts geschrittenen Technik zu verdanken ist, die wieder nur ein Produkt der Männerwelt ist. Die Kohlenläger sind voraus­sichtlich in England (dem kohlenreichsten Land der Welt) und in Deutschland in zirka 250 Jahren erschöpft. Auf die Elektrizität, die nach Erschöpfung der Kohlenläger durch die Wasserkräfte zu erzeugen wäre, ist wenig Hoffnung zu fetzen, da die Wasserkräfte in den meisten Kulturstaaten größtenteils schon ausgenutzt sind, auch wird die Umsetzung der Elektrizität in Wärme wohl ohne große Verluste schwer zu ermöglichen sein."Ein Anüseminift und Junggeselle." Frl. Dr. Augsburg soll den Entschluß gefaßt haben, in Zukunft jede ihrer öffentlichen Reden nach Analogie des katonischenceterum censeo mit dem Appell an die Frauen zu schließen:Im Übrigen schränket den Verbrauch von Steinkohlen thunlichst ein."

Verkehr, Land und Volkswirtschaft.

Gießen, 17. Januar. Marktbericht. Aus dem heutigen

Wochenmarkt kosteten: Butter per Pfd. at 0.70-0.80, Hühnereier per St. 79 2 St. 0000 Enteneier per St. 910 H, Gänse,

eiet per St. 1415 Käse 1 St. 58 H, Käsematte per St. 3 Erbsen per Liter 20 Linsen per Liter 30 Tauben per Paar

JL 0.801.00, Hühner per St. Jt 1.10-1.30, Hahnen per Stück 1 001.60, Enten per St. at 1.902.20, Gänse per Pfund at 0.50-0.60, Ochsenfleisch per Pfd. 6874 Kuh- und Rindfleisch per Pfd. 6264 H, Schweinefleisch per Pfd. 6876 Schweine­fleisch, gesalzen, per Pfd. 80 Kalbfleisch per Pft-6466 H, Hammelfleisch per Pfd. 50-70 Kartoffeln per 100 Kilo 6.50 btö 0.00 ac, Weißkraut per St. 0000, Zwiebeln per Ctr. X 6.256.50, Milch per Liter 16 H.

Dauer der Marktzeit von 8 Uhr Morgens bi§ 2 Uhr Nach­mittags. Während der ersten 3 Stunden der Marktzert darf im Nmherziehen nickt seilgeboten Werdern

Neueste Meldungen.

Depeschen des BureauHerold".

Berlin, 17. Januar. Jrn Reichstage hat die frei­sinnige Vereinigung zu dem Jesuitenantrage des Zentrums den in der letzten Session mit großer Mehrheit angenom­menen Antrag Rickert wegen Aufhebung des § 2 des Jesuitengesetzes (Jnternirung und Ausweisung) eingebracht.

Berlin, 17. Januar. In das Präsidium des Ab­geordnetenhauses werden heute jedenfalls die bis­herigen Mitglieder, v. Kröcher, Freiherr v. Heeremann und Dr. Krause, wiedergewählt werden.

Berlin, 17. Januar. Die letzte hier fiattgehabte Kon­ferenz medizinischer Sachverstäntnger verschiedener Bundes­staaten beschäftigte sich auch mit dec Frage der Zulassung von Frauen zum medizinischen Studium bezw. der Immatri­

kulation. Diese Frage wurde nach einer Mitteilung der deutschen Reichs-Korrespondenz zur Zeit als noch nicht spruch­reif bezeichnet, zumal sich die Mehrzahl der deutschen Um# verfitäten gegen die Zulassung ausspricht. Im übrigen wurde von allen Seiten betont, daß man keinesfalls eine besondere etwa leichtere Prüfung für Frauen auf Grund von Hospitanten- scheinen für zulässig erachte. Es müßten sich vielmehr Frauen, welche in Deutschland als Aerzte wirken wollen, der gleichen Prüfung wie die übrigen Aerzte unterziehen, ehe ihnen die Approbation erteilt werden könnte. Dies würde allerdings zur Voraussetzung haben, daß tue Immatrikulation voranginge, damit sie ben Vorlesungen beiwohnen können unb ihre Zu­lassung nicht mehr von dem Belieben eine» einzelnen Professor» abhinge. Vorläufig bleibt den einzelnen Landes Regierungen die Stellungnahme zu der Frage Überlassen.

Stuttgart, 17. Januar. Die Steuerreform ist wegen den Forderungen der ersten Kammer zum Tarif und Budget mit 72 gegen 11 Stimmen gefallen.

Wien, 17. Januar. Die deutsche Fortschrittspartei und die deutsche Volkspartei beschlossen gestern, in der heutigen Sitzung des Abgeordnetenhauses die Obstruktion wieder auszunehmen, um dadurch die erste Lesung des Rekrutengesetzes für 1899 zu verhindern. Der verfassungs­treue Großgrundbesitz, die deutsche Vereinigung unb bie christlich-soziale Partei werden sich zufolge Erklärungen, die ihre Obmänner in der gemeinsamen Konferenz der Ob­männer der Linken abgaben, an der Obstruktion nicht be­teiligen.

Prag, 17. Januar. In der gestrigen Sitzung der Prager Stadtverordneten wurde der Antrag des Stadtrates auf Er­richtung eines Johann Huß-Denkmal,s auf dem Altstädter Ring mit 47 Stimmen der Jungtschechen gegen 40 Stimmen der Alttschechen und Klerikalen angenommen.

Kaschau, 17. Januar. Hier wurde ein gewisser Richard Osterlamm, angeblich Ingenieur aus Deutschland unb ein Mann namens Helfer, ein aus Mähren fluchtiger Solbat verhaftet. Beide hatten in Budapest durch Inserate mehrere Kapitalisten beschwindelt, indem sie an- gabeu, sie hätten ein lenkbares Luftschiff erfunden und auch in Deutschland das Patent erhalten. Sie wollten in Militär-Uniform über die Grenze flüchten, kamen aber nur bis Kaschau. Man fand bei ihnen 2000 Gulden vor.

Rom, 17. Januar, lieber die Anarch isten-Kon- ferenz wird jetzt folgendes bekannt. Die Beratungen zerfielen in einen administrativen und in einen politischen Teil. Der erstere betrifft die Einrichtungen der Polizei und der internationalen Verbindungen, der zweite hatte die internationale Gesetzgebung gegen die Anarchisten zum Gegenstand.

Haag, 17. Januar. Esterhazy ist gestern wieder in Amsterdam eingetroffeu unb hat im Palasthotel Wohnung genommen.

Brüssel, 17. Januar. Die belgische Regierung hat bis jetzt noch von keiner Großmacht Verständigung erhalten, daß die Friedenkonferenz, welche vom Zaren einbe- rufeii worden ist, in Brüssel stattfinden soll. Bisher hätten nur einige Blätter Brüssel als die am günstigsten gelegene Stadt für die Abhaltung dieser Konferenz bezeichnet.

Paris, 17. Januar. AuchCourier du Soir" ver­zeichnet das Gerücht, daß Esterhazy trotz freien Geleites nicht nach Paris kommen wolle und ein anderes Gerücht, wonach der Justizminister Lebret aus Gesundheitsrücksichten demissionieren wolle.

Paris, 17. Januar. , Wie verlautet, wird das Kriegs­ministerium von dem Parlament wichtige Kredite zur Er­bauung weiterer unterseeischer Boote fordern.

Paris, 17. Januar. Der Anwalt Esterhazys hat gestern erst den Brief des Staatsanwalts erhalten, worin derselbe mitteilt, daß Esterhazy ohne belästigt zu werden, vom Zassationshof verhört werden könne. Der Anwalt teilte dies sofort telegraphisch nach Holland mit, Esterhazy war aber bereits nach London abgereist, um persönliche Geschäfte abzuwickeln. Es ist unmöglich, daß Esterhazy heute vor dem Zassationshof verhört wird, da er in der kurzen Zeit nicht erjcheiuen kann.

Paris, 17. Januar.Gaulois" meldet, daß vor einigen Tagen ein Mitglied der Regierung von einer hervor­ragenden politischen Persönlichkeit interviewt wurde, wie er über eine Allianz zwischen Frankreich und Deutsch­land denke. Der Minister soll erklärt haben, die Politik der schlechten Gesinnung zwischen Deutschland und Frank­reich sei nunmehr endlich vorüber. Ueberall, wo Sicherheit vorhanden sei, werde er mit Deutschland Hand in Hand gehen. Er werde dies mit lauter Stimme jedem sagen, der es hören wolle. Was indes eine Allianz betreffe, so sei dies eine andere Sache. Eine Allianz fordere Be­dingungen.

London, 17. Januar. Die ZeitungPreß-Assoziation" meldet, daß die englische Regierung Befehl gegeben habe, das Reservegeschwader aufzulöseu.

London, 17. Januar. Einem Korrespondenten des Morning Leader" erklärte Zaüaignac, wenn Dreyfus freigesprochen werden sollte, so würde eine Revolution unvermeidlich sein. Auch Graf de Mun äußerte sich in ähnlicher Weise.

Bei Todesfällen

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